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Die rrommunalwahlen.

Tie Xacmftabtet Z i ung bringt narftitebenbe WDnthdv. 2iU6iai,u.!yn.

Nachb.ui u>- -öo.fjtammer ein öeieVmtwürü Hbtt yiva. b.tu g D:c 4,'aiibj meinoe , StuO i* u.ua Streik unv ^r-vi.ijiaa^ruiu .g llngeno.nm.n i/Ct, Vai b-iJ Mini .mum »s o-uieni an b.e atreu äratci. ein :Uu\O)uVxn dg.oen laifen, bie P1 jottige Wunielluiig Dec 9tia .teriifteii iür bie ir foi.be c.idxnJt.mva.j.cn betbcüum ,r.n. Tic Trud> Itgung Der (>.i unterlieg, bei oen i^ctag.ic toirrfdtaftlid.e.i SdXLÜriB.citcn einer bcb-iucni- .n fceiidgvrun j, bie auch üie Jntraftk&u.ij o. c > - - feue uniizbn.m be i f.ußt. So iit ba i>cr ig, aui o.eem W g. alle uoimendi. n Sotbvreiiui:gcn zu treifen, um bie Wahlen nidi; rotit.r aur i' beiten. Cf int Wa^anlei.ung iuirb alsbald er­scheinen Xie üxrüc.lung b r iür Laa Wahlgcschäft erierbarlichen Formulare iil bereits vcrinliHU yiad) Inkrafttreten bet neuen (Äesetzc werben die bisherigen Wemvi berate* und S.aötoetorcmelen» öciioinnilungen aus e.ost und zu i.ircm (irjab Neu wählen borg -pntmen Bi? zum Ci rtri t b.r 'N. u - gewählten b.eiben bi? bi?h?ri zen S adtverorbn.'ten und ®em.'i.ib.r.itsn:i g ie.tr in igln

Tie Neuwahlen zu. Stab c o b etenber» fammlung und zum Okm.titb.rat ii:? jucrit vor- zunelinrn. Soweit es nach ben g-irtz ichen Be- slimmungen unaäugig ist, soll bas Wahlvcriahren nach Möglichleit beschleunigt werben Tic oe zeichneten Wahlen haben an einem Sonntag bis spätestens den 15. Juni bs. Is. slalt- iv.finbcn.

Sobald bie Neuwahlen der ßkiat r berate und Stab.berorbn tcn und ihre 'Jlmtrci tfü' ritng voll­zogen fiirb, scheiden bie gegenwärtigen B ü r g e r meist er und Bcigcorbnetcn mit Ausnahme her Bcrufsbürgrmeister in ben fir.r.bfl'.Tneinbcn unb bie unbesolbeten Beigeord­neten in ben S'intcn aus ihren Aemtern a n s. Tie aiisg.schi bene-t Bürgermeiiier unb Bei geoibneten sind wieder wählbar. Sie bleiben bis zum Amtsantritt ihrer Tienstnachfolgcr in Tätigfeit.

Ter lAcmeiliberal bestehl in Gemeinden bis zu 3000 Einwohnern aus 12. von 30015000 Einwohnern aus 15, von 500110 000 Ein­wohnern ans 13, von 10 00115 000 Einwoh­nern ans 21 Milg iebern.

^ör bie Wahlen jur Stadtverordnetenver­sammlung unb zum Gemeinderrt sind nunmehr

»1 stimmberechtigt: a'lc Männer unb fronen einichli szlich der Personen des Sol» dntenstanbes, welch? eine den sche Staatsange- Mtigfcit besitzen, a n Tage des Begi ins b r Of'en- Tcgitng irr Wählerlisten drei Monate in bet Ge- wfinbi wohnen und am Wahltage das 20. Lebens­jahr vollendet haben.

Wohnen" im Sinne des Gesetzes ist ein ans freier Erntsch hßung beruhen b-r Aufenthalt unter Umständen, bie auf bi* Absicht eines dauern­den Verweilens an einem Orte schließen lassen.

Bei bevorstehender Wahl ist eine dreimonat­lich" Wolrnd.auer als Boranssehu'ag des Stimm* rechts nicht erforderlich. Dom Stimmrecht aus- geschlvssen find die tu Art. 5 der Volkskammer- wohl ordn mag vom 3. Tezemder 1918 bezeichneten Personen.

b) Wählbar ist jeher Stimmberechtigte, der das 21. Lebensjahr am Wobliagc vollendet bat unb nickt von der Stimmberechligung ausge- fdifoffen ist An Herdern find nicht wählbar Bür­germeister unb Beigeordnete jmb Personen, die mit dem Bürgermeister ober einem Beigeordneten in gerader Linie verwandt oder verschwägert oder im zweiten Giabc der Seitenlinie verwandt ober mit einem von ihnen verehelicht sind

Ein Bürgermeister ober Beigeorbneter, her fein Amt niedergelegt bat, ist mit Wirkung vom Tage beö Dienstaustritts wählbar.

Tie Offenlegung der Wählerliste hat spätestens am 12 M a i b. I. zu be­ginnen. Tic Bekanntmachung über bie Offen­legung bars nicht vor der Veröffentlichung der neuen Gesetze und der Aussührungsverorbnimg int Negieru"aSbla't erfolgen.

Die Wählerliste ist am 22. Tage nach Be­ginn der Offenlegung abzuschließen.

Jede GHneinbc bildet der Regel nach einen Abstimmn"gslc.irk. Große Gemeinden Tonnen durch Beschlust der Stattocrorbnctcnncrfammfung bzw. des Gemeinderats in mehrere A b st i m- mungsbezirke geteilt werden. Ein Abstim- mungsl»ezirk soll nicht mehr als 2500 Einwohner umsafsen. Tie Abgrenzung her Wstimmnn-'s- bezirke geschieht durch den Bürgermeister nach Anhörung der Stadtverordnetenversammlung bzw. des Gemeinderat?. In j'bcrn Abstimmung?- bezirk ist die gesamte in der Gemeinde zur Wahl stehende Zalst von Stadtvcordneten bzw. Ge­meinderatsmitgliedern zu wählen. .

Da die Wählerlisten getrennt nach Abstim­mungsbezirken anfgestellt werden sollen, so ist dafür Sorge zu tragen, da st die Abgrenzung der Abstimmungsbezirke rechtzeitig rr'ofgt und noch vor der Offenlegung der Wählerliste bekannt- gemacht wirb

Die Au'fordemng zur Einreichung von schrift­lichen Wal'lvorfchlägen ist svä.estens 3 Wochen vor dein Wa'stlage vom Bürgermeister Stadt- Gemeinde Wa Kommissar) durch or.süvliche Be­kanntmachung zu erlassen.

Die vorgeschriebenen Neuwahlen brr Bürger­meister und Beigeordneten sind in dm Lanb- aemeinden an einem Sonntage vor-unedmen. Sie sollen, ia.l? die Wahlen zu den S o stverord- uetenDerfammlungcn oder OJemein berät en in einer Gemeinde nicht augefach en ober iu?anstandet wor den sind ober die Anstchtung ober Beanstandung sich nur aur eilten geringen Bruchs ei! de: Wc» wählten et streckt, spätestens 3 Wochen nach den Gemeinderatswahle.t, also bis tun asten? den (3 ,'uli d I., sta t inben Tauet kann bi >ür bi Stnöt Verordnelen unb G ni iuberati-na len en 'ne eil e Wählerliste be utzl wer. ei, o ne ba ; deren noch malige Offenlegung er orberlidi ist.

Aus StaM und (nnd.

Gießen, 25. Avril 1919.

Wohnungsnot her össcutlichcn Lesehalle.

Die allgemeine Raumnot, die so gut wie für Privalwolmungi'n and) für öffentliche Anstalten besteht, bringt unsere Lesehalle in erneute Schwierigkeiten. Die Unterkunft, tu- sic im Dezember nach der Vertreibung aus dem Torhauscheu am Seltersweg in der Ilm versitätsbibtiothek gefunden hatte, bat sie in diesen Tagen wieder verloren, weit das Rentamt provisori'cki in die Biblia- theksränme verlegt werden muß Das in Aussicht gestellte andere Torhäuc'chen am

Theater ist ebenfalls, wie das am Selters­tor, für Wohnzwecke vorgesehen und kann für die Zwecke der Lesehalle nicht bergegeben werden. Dafür ist die Stadtverwaltung bereit, einen Laden gegenüber der Stadt- kircheder Lesehalle zur Verfügung zu stellen. Es steht zu hoffen, daß im Lau c der nächsten Woche in die'em Raume die Lesehalle wieder eingerichtet und dann vielleicht am 5. Mai wieder eröffnet werden kann.

Eine roriterr Fleischpreiserhöhung.

Das Habt. Lebensmittelamt teilt mit:

Von Der Hesfi chen Zentralgenon'enschaft der landwirtschaftlichen Konsumvereine wur­den der Stadl Gießen diese Woche fünf Schweine überwiesen. Zu dem bisherigen Lebendgewichlspreis werden pro Stück 35 Mk. extra erhoben, so daß sich bei einem Schlacht^ gewicht von 249 Kilogramm eine Verteue­rung von 20 P f. für das Pfund er­gibt. Der Verkaufspreis für das Pfund Schweinefleisch wird ab heute auf 1,80 M a r k festgesetzt.

Erhöhung des Mehlprciscs.

Der Kommunolverbaud Gießen teilt mit:

Infolge der durch die Reichsgetreidestclle mit Rücksicht auf die erhöhten Löhne, Äohlen- preise, Abnutzung und Ergänzung der tech­nischen Betriebseinrichtungen ben Mühlen be­willigten wesentlichen Erhöhung der Mohl- löhne ist es notwendig geworden, auch eine Erhöhung der z. Zt. geltenden Höchst­preise s ü r M e h l eintreten zu lassen. Der .Hommunalt>etbaitb hat infolgedessen auf Be­schluß des Kreisausschusses ebenfalls den Preis für Roggenmehl und Weizenbrotmehl mit Wirkung vom 15. April d. Is. an um 1,50 Mk. fürden Doppelzentner er­höht. Dabei wird bemerkt, daß der trotz der Erhöhung festgesetzte Mehlpreis noch wesent­lich billiger ist, als der Mehlpreis in anderen angrenzenden Kommunalverbänden.

** Marken-Ausgabe. Am Sams­tag, 26. d. Mts>., gelangen in den Bezirken Brot- und Kerzenmarlen zur Ausgabe. Für die Buchstaben AK vorm. 812 Uhr, LZ nachm. von 26 Uhr.

Frauenarbeit in der Gemeinde.

Tie Arauengruppe ber Deutsch-Nationalen Volkspartei veranstaltete Mittwoch abend im Groß- Herzog eine gut besuchte F-rauenversammliung, in ber Frau Major Kr a mc r über bie Frauenaicheit in ber Geineinde sprach. An Dand von reichem Material berichtete die Rebnerin zunächst ü e bie von ben Frauen bisher geleistete Ar e t. Eine große Zahl von Frauenvereincn betätigen sich in selbstloser Weise zum Wohle der Einwohnersckait: ber Alice Fiauenvevein, der Allgemeine Deutsche Flauen verein, die eoang. Gemeindesrauenvereiire, ber Hausfranenverein, der Eliiabethenre ein, der Verein Freundinnen iim-xr Mädcl>en. bie Frmicn rechtsschutzstelle, der ifraeütifdyc F-rauenre cin unb der politisckre Frauenverein. Tie Tätigkeit der ein­zelnen Vereine erstreckt sich teils aus Verwuirdewn- v'lege, Fürsorge für Angehörige der KEegsteil^ nehmer, Liebes--alensammeln. Einrichtung von Nähstuben, Fückabenden, teils auf Armen- und Kon­sum anbenfür sorge, Vermittlanua billiger Lebens­rnittel, Einrichtung von Schuhnäh- unb Flickkurien, Zusammenschluß der erwerbs atizen TOäbrfjcn, Be- rataing in allen Rechtsfragen sowie $earbt*itung spezieller Frauensra-en unb palitifche Schulung bei Fran. Ein weiteres Feld der Arbeit der Z-rau bietet bie Säuglings unb Kinder,ürforg? sSänglings- heim, Sammelvormambschaft. Kindergärten ufro.) Die gesamte städtische Wohlfahrts.arb>eit ist durch­setzt mit Frauenkräften. Diese müsse in Zukunft in weitem Maße organisiert werden. Dazu bie c i die b.vorsteh nden Stabtücrorbneten mahlen fAlten Anlaß. Es muß dafür gesorgt werden, daß Zrauen in die Stadtverordnetenversammlung fom men, unb wir müssen sondern, baß bie Frauen in alle Deputationen, Ausfchüsi'en unb Ku alonen ce wählt tverben, in denen weiblicher Einfb. förder­lich sein kann, wie z. B. Armcndeputation. .Arlvits- nachwcis. Marktausichust. S "-a -lkan'e' iansaus-- selnß, Sckstach'hof, Schuldeput ian. Sozialpoli­tischer Ausschuß, Theater-, Verkehrs- unb Woh- nungsaussclniß, Kreis- amb Provinz Vertretung. Den sehr klaren unb überzeugenden Ausfühnm ei der Rcbnerm, die über eine reich' Kmntnis a l r Z rauen-Ar beit, -Ausgaben unb -Pflichten verfügt, spendete die Versammlung großen Beifall.

** Amtliche P e r s o n a l n a ch r i ch t c n. In den Ruhestand versetzt wurde am 14. März der Rektor ber Mittelschule II zu Darmstadt, Geheimer Schulrat Dr. Theodor Schweisgut, auf fein Nachfuchcn unter Anerkennung feiner dem Staate geleisteten Dienste vom 16. April 1919 ab.

**Verhaftuns>einer Diebes bau de. lästern g« lang es ber bieirren Polizei, eine Diebes bände von vier ingcnMxtrn Pr'rsouen festzn nehmen, bie in letzter Zeit zehn Einbrn bs- dieb stähle miSgesulnt loben. Außer einem ök-lbbeh ag von ctnxi 80) Mark sielen ihnen ncdi Seife, Zwirn und Tachenlarnpen ufro. in bi X-ä .b*, nv'd)? Stube t sie g?gnt Le eumi: e' auf den Ortsdniien ein tauschten. Das vor einiger

na it Re tz ge sto bl e n c s?( u t o mobil ist wieder zur Stelle g.-bradi und» dem Eigentümer zunickgeg-eben. Tie Tieb-e hat da.' Schicksal untemteg? jdxa*i ereilt. Sir fuhren in Lang Göns geren eine Mauer, wodu-nh der Wagen b«?vnrt bed.tr. i.-p" iinirbe, daß er nid), mehr falyr bar war. T.a man in La g Göns v-.m dem Dieb- ijrtl renh ferne Kenntnis balle, so ist es den Tätern gehr gm, sich mierka mk zu ent'cmm vi Gießen g diene Pferd wurde in Al!eaid-vf a Lda. ermittelt nnd» der Kvmrngiie zurückg- gebot, ebenso die bei>.m vor einigen Tagen der dVad-rikbien-Erstl^ Abteilung 18 zu Gi g>n eilt» wendeten Pferde, dec m Stockhausen, Marid Gießen, nfgestellt wurden. An 21 ds M s in bat AdendstLnde i murX* au ? ciuenr us Li a n > a L-iberg ein nxxfi fast neues Fahrrad tut Werk von 250 Mark rntroribct Da? fynbrrab trag* bie 'Boli-ietratnrrncr G. 532, ha neue g atie Mäntel irnb in hi d. lafiert. Sachdienlich- Mittcilum^n nimmt bir Hriminal Ab eil'.mg entgegen

* Wiedereröffnung ber Gerichts fchreiberlou fbnbn ? r i it 19 G nxg-n al u ft rfeit A drangt r.schlvsseue Ve r itii"a< dienst für Gerichtrfchcerber ist burxh Lea.-Bio l)

vcmr 14. April f. Is. wieder göfmtt, jedoch mit der Einschränkung, daß cb 1. Mai l. Is. fci ic-xm Amr.gerich. nur e i n Asteirant ;um VorberciiunqS- bitnft ;ng assen n>er>?n darf. Vorbedingungen für b .iu.anung eines GcrichtLschreiöer-Aspi- ronte i.nb Pri.uareit. unb mindesten? drei,ad­riger -t nr o i.ich. r Vorrercitung.bi nn. Bewer­be , b Kriegsdienst geleistet ha,et, gcl?tn vor BcirerbungSgesuche sind bei ben Anitrgerich.en ein- iurcidxii.

* I m Lichtspielhaus wirdDer Verführer", ein ungarischer Kunstfilm in vier Akten, gegeben. Außerdem ein dem Lichtspiel­haus entsprechendes Beiprogramm.

Landkreis Gießen.

-m. düngen, 24 Ap.il Während der Zug­verkehr in den letzten Tagen nur auf geringen erverkehr und fßer ottalaeförberung bcfdicibih blieb, ging be cits gestern srüh^ wieder ein Ar- beiter*, ug hier ab 6,21, Gießen an 7,14 Uhr. unb abends ein lobst r von (liegen ab 5,30 Uhr, X'urgcu an 6,13 Uhr. Seit heute früh ist ber Vcrlehr nun wieder rote vor ben Feiertagen aus­genommen morben. Damit ist ter Arbeiterschaft bie durch diese schvere Maßnahme txaupjä.tlid) gevofien wurde, toiejer btc Moglstch'eit gegeben, hüb an iljrc Arbe.ts lälte unb abc.iis -an ihren Dahnost zu g.la gen. F.ist uiigaublidi irnb die an ae genben Fuß ouccn, bie in oljc dieser Ver­kehrs örnng von vielen, bie vor den Feiertagen nedj verrei en, gcntaijl werben müß en. Ans ton holM Dagelsberg iaincat Leute ju Fuß hierher unb ci i Mann u i enahm sogar icn weiten Wcg t>an Ta m'kib: Herber, wo er neuh viele» Stiut= den eint af Rei et van 56 3 u iben waren leine Seite, heit.

Slarlrnburg und Rheinhessen. Urlaub aus ^oblrmiiüiiqcL

rm. Ta rjn R .a bt, 23 April. Ti Kohlen' n o t Hal d e St b.v-rwa tu g aui;cr der umfang» reichen Gaslverre vere.n afit, nunmehr auch die Heizung ailer städiischen Bureuis unb Be­trieb- streng ;u uuiersaien. Man trägt sich sogar mit bem entre t G banle i, bi st id ische Bearnten- ich.ft.-u veranlassen, nr: Rüdficht auf diese Ver­hältnisse schon jetzt möglichst halb ben ben Beamten zustehenben Urlaub anzutreten.

Aus b in besetz cn Nheingebiet, lvnqlisch-frinzösischt- Mannkiest.

M a i n z, 2t. Avril. Am Felbbergplah traf Mittwoch mittag die englische R h e i n s l o t t c zum Besuch ter hier stationierten französischen Rhcinslottillc cin. Die Engländer wurden nach ihrer Ankunft int festlichen Zuge durch £i< köauptstraßen ber Stabt nach Dem Schloß geleitet. Am Nachmittag hielt General Maniiin ans dem Rhein eine Parade über bie beibet Flotten ab. Dem militärischen Sdtauspiel wohnte die . c amtc Main­zer Garni'on bei. Ein Fackelzug schloß abends die Veranstaltung.

rm. Darmstadt, 23. April. Im bcnadi» harten Griesheim wurden am Sam:tag Ostern durch die Franzosen etwa 45 Personen fcflgcuommcn, bie Zicgensleisd) unb anbc-c Le­bensrnittel aller An, mäbelonbcrc auch Gemüse, nach Tarrnffabt schmuggeln wollten. Die jran- zösiscben Soldaten erhalten für jeden von ihnen erwischten Schmuggler 50 Frauken unb 20 Tage Urlaub, wodurch der grosse Eiscr unb das Interesse für bie Schmuggler erüärlich iinb.

=-- Btichsehlag b. Dirm ab, 21. Avril Zwischen Buchst!-ag unb d m und,- etzten Svrcnb- >i. gen lourb? ein fra-.i-ö i ch.-r So'.bU verprügelst vermutlich von Sprenb.i -g.-r Bursche i. T.t bst Täter nicht zu ermitteln iinb, macht der frau- zösisch- Konrmaub'nt die Gnteinde Buchschbog für den Von all verantwonlich unb belegte >i- mit einer Ge bauße von 20 000 Mk. und Seit Bürger meister mit einer Buße von 7000 Mk. _________

Aus öem 2lmtsDerfünöigangsbIatt.

Das Amtsverkündigungsblatt Nr. 18 vom 21. April enthält: ^Bekanntmachung Nr. W. 10/3. 19. über Beschlagnahme unb Bestands- erhebung der brutfrben Sdwf:d)ur und be? Woll- gcsalles bei ben deutschen 6kvi e eien. Boni 1 März 1919. Regelung des Verkehrs mit Frübgemüsc im Jahre 1919: hier: Erlaß eines Dörrverbot?. Sonntagsruhe im Barbier - unb F iseurgewerbe in ber Staat Gies-en. Landesvoli eilid>. Prü­fung eines Ergänzung^'ntwurfs der '-Serbin'atng> bahn bei Gießen. Dienstnadwichten de? Kreis- amtes.

Erlaß eines Dörrverbot ?. Die fcof. Landes-Olemüscstelle bringt zur öfpcnUiden Kennt­nis, daß wie tm Jahre 1918 be.t Herstellern von Dörrgemüse das Dörren von Frühgemü e bi? zum 31. Juli 1919 unterfait ist. Ausgenommen von diesem Verbot sind die auf ben Frischmärkten ver bleibenden Ueberstönde von Frühgemü e. welche durch Trocknung vor dem Verderb gesdmtzt werben müssen.

Sonntagsruhe int Barbier- nnb Friseurgewerbe in Gießen. Entsprech end "in Antrag der Friseur- u ib Perückenm acb.r- Innung in Gi ßen fall n -'ämtlida' auf Grund de? 8 105e der (Wernerbc»?rbmrn e teilten AtiS"ahn en weg. Es bleibt mir bi- 'öefd)äitinm<T?^eit für dir ersten Tage ber brei holten christlichen Feste be- fchm. Die Ausübung bc? Ba b er unb Friseur gewerbrs an Samstagen ist bis 9 Uhr abendS <rj stattet.

Die Pläne eines Ergänz ungSent- wurss ber Verbindungsbahn bei Gie­ßen liegen auf dem Bürgern eisterei Bureau klein» Linden vom 26. April 1919 bi? einschließlich 3. Mai 1919 zur Einsicht offen.

Tie Brustseuche ist bei einem Pferde des stWulsvächters S d) m i b t u Schell n 1» o s icü gestellt worden. Tie Sperre ist für dieses Gehöft angeordnet.

Kirchliche Tlacbrichten.

Gottesoien» am Sonntag den 27. April (Cuahmobogcniti).

Evangelische Gemeinde.

In der St d fit ck) c. Sani tag. 26 April, nackm. 2 Uhr sichte f. b ikonfirnianoen a. d. ^.^kiliiär-Gem» und deren Angeböriee. Psr.-Afs scharfer. Sonntag den 27. Avril: 9*: Konfirmation b. Kinder a. b Markus u MÜitär^em.: Fei-r b laeil. Abendmahls Pir - Ass. Sch-aeser: 6: Pfr. M ahr

Zn der ZohanneSkirche. Samstag, 26. Avril, nachm. 2 Uhr: Bridtte f. d. Konfirmanden a b Zohannes-(^m unb deren Angehö i e. Pfr. >'usscld. Sonntaa. 27. Av i!: 9: noviirm.a- tion b. kinber a b. Zohannes-(vem.; Frier b heil AbenbmahlS. Pfr. Ans selb.: G: Pfr Bechtols- Hrimer: 8: Bi>!'.e vrech ina im Z^»' a ines'aal

'l i r di b e r g Vorm. 10: Konhrma io». i 2lbenbmabL Nachm. 1 2: Dau b ringen.

vv5eE.

TieEinh eitsl'chulea: Arbeit?- unb Sulturschulc. Tic Ansichten über die ung biefcr .iu'ga.e geben w wen aus i iflaber, daß eine Verföhnuui ber Gegensätze unmöglich zu sein schein:, -ä uira< Scherer z.igr aber in ber obengenannten Sdjri t einen Weg nie Ver- icbnnng; die Frag, oes 'Jicl:gion:un.nd u-:- roiti) von chm von einer ganz anbereu Seite auf gerollt, uiib zwar boch v. der, welche eigentlich bie nächste batte sein sollen, von ber

Letzte Nachrichten.

Tie Pariser Verhandlungen.

Paris, 24. April. (WTB LnrraS. Wie basEcho be Paris" ntvibet. wird Marschall Fodi am Freu g Dem Mi. i iitta: ü^.r bi Fiage der Sidxrung. bie in mhüLnscher Vinuch: von Frankreich am Rhcm zu trefwn iinb, gehört ivcrb.n.

Paris, 24. Avril. (WTB L>avas. Nad) beniEcho bc Pari?' wirb ein Ä n s » ujj aus den Frieden sbedingu na en a n _Sonnt. g den 3. Mai it b n B äi cr.i erleb itcu. Ter Aus­zug lüirb drei ZeitungSfei.en umiafien.

Paris, 21. April. (WTB.) ^avaS. Man Hoist in Pari?, baß ber Tag ber Verhand­lungen mit ben deutschen Telcaiertcn durch bas Zerwürfnis mit ber i aii.itiidxn Tde» getion nicht beeinflußt wirb unb baß kctne Verzögerung eintrLt

ttän pfe mit den Polen.

Berlin, 24. April. (WTB» 9bt ber pol­nisch - o b e r | ch l e s i s che n unb der pofen- schen Front herrsd) e m ben letzten Togen reg- P a t ro u i l le n t ätigke i t. Tic auhei- .cr.bc Tätigkeit ber Polen au b.r N.tzefroart war beionbers groß. Netze.b, norböftlich Labifdün, ivitrb vor einigen Tagen von zwei Mamvagnicn des polnischen Jägerbak iilons 1 an gegriffen. Ter Gegner würbe lurüdgefch agn und ließ 13 Gefangene unb 1 Mafchrnengewebr in unserer 5>nnb. Ferner griff?n die Polen mit starken nrös­ten unter Einsatz vieler Minemverfrr urb Ma» schinrnff.ioehre unsere Pos.ianmcren nörb idi und nordwestlich Kout».ni an. Ter '?lngrih fdacittrle. Tic Polen wurden durch unsere '-Lkrhärtungeit in ihre Au ganasstrNung zuriickgeworfen. ^er Bahnhof von Arganou an b.*r Strecke TTwrn» L>oheinalza würbe von den Polen mit Ar illcrie teils schwerer beschossen. Mehrer Srfmre fielen iit die Stabt unb in bas Gut Lubwigkruh, das teilweise abbrannle. Ebenso kagni Zaouny, Sch' und Torf Neudorf, sowie Wih nh-bentnt unter Dofnifd>em Ar i leri feuer. Angesichts die­ser andauernden Verletzung ber Tcmarkations- linie iinb bie beutschm Truppen nur schwer abzu- (Kilten, ihrersei.S anzugreifen.

Amsterbam, 24. Aprist (WTB.) N:ch Riutcr begann bie po l n tjebe _'?I r m cc in Litauen an einer Front Don 15) M icn eine graste Offensive, bie n-ach im V-rrücken be- rai^en ist. Tic Polen machten eine beträchtliche Beute.

Fordzrnngkn brr Kriegsbrslhädigtkn und.tinrflöhintrrllirbnirn.

Berlin, 21. Avril (WTB.) Wie gcmcPet wirb, werden am 27. April in allen Orten Tcaitfch- lands die Kriegsbeschädigten n .Kriegs­hinterbliebene n , ireldaen Or< a i ati nen ie and) angeboren, in Massenrunbgebung-.'n eine hci e Forderungen ber Crifenlli bhnt vor Auz>.u führen, über die sie glcidyieitiq bairch Vertreter brr Organisationen mit dem Stoatdminiii.rium in Verhanblungen cingctrcten find. Wie wir hören, wird eine Abordnung ber kriegsbeschädigten unb Kriegshiiitcrbli«benen morgenueim Minister- präs identen mit den Vertretun .cn der 1 c - id'iebencn in Betracht kommenden Ressorts, vor allem des Reich?finanzministeriums, tc5jHcid)2- wehrministeriums, des Reichsarbeitsministeiiuinö und des kriegsministcriums eine Beivredning Laben. ES ist nicht zu b-zw.iielu, ba t ba? Reichs» mimsterium die berechtigten Forderungen icc Kriegsbefchädigteu soweit erfüllen wirb, al? bie Umstände und die Rcidisfinau en irgend er» auben. Die von ben Beteiligten erho euen For- bcrungen sinb:

1. Sciortigc Inangrissnahme unb Bearb itung eines neuen Mannidiafts- uiD öiulcrbLcbenen* Versorgungsg»tzes durch ei:ie beioiuc.c Mommii» sion der beteiligten Zentrale '.wnrn unb der Älriegslieschädiatcn- unb Mr e'vliintcrhl chcren-CcN ganiiationen. 2. Bis zum Ziikea,ttreten die er Gc» jetze eine sofortige wesentliche Erhöhung der Bezüge ber Mr»egsbeschädigten unb Mritg:» Hinterbliebenen. 3. Nachträgliche G-mmbrung von EnUassungrc.n.ügen und sontzig n En.^as ungsge- brbrniiicn an a.le Dar dem 9. November 1918 er t lofi en en Krieg ^beldaädig cn. 4. Sofortige Zn- ar.gnffnabmc ti.ic? Gietzes zur Sd>r iung eines nirkfamen Ei istellunaS-w ngeS. 3 Be'chleunignng ber W o h n n :i g ? s ü r i o r g e durch die Schaf ung von N t a b.bcVrfnt, Zna griü a ine von Dob- irurgebauten und Prüfung der Frage der Zivil- npamntirung. 6. Bereilslellung auSr ickaenber Rcid'.mittel für eine soziale Kriegsbeschädigten- ur.b rvte b i-bmenfürforge.

£b rbfermri'lerronH in Mngb bürg.

Magdeburg, 21. April. WTB.) Tie S^adtveroron>tmver'ammln"g iräb't- den Stan« bidaten der Mehrheitssozialisten, Stabt» rat Beims, Mitg'ieb ber Nationalversammlung, zum Oberbürgermeister.

Absetzung ildiitfl RikiiaS.

Laibach, 21 April. (WTB) TaS Lai­bacher Korresv Bureau nulbct au Podgoriha: Tie Nationalversammlung verkünbetc am 20. April bie Bereinigung Montenegros mit dem südslawischen Königreich ur.b erklärte 0g Nikita für abge e :, roorau; der Vertreter des fübflawi chen Siaaie:, Pavicio, di: ausiülirenbe Gewalt übernahm ____________

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