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1919, vormittags 10 Uhr, soll im Mar- ttülgebäude, Mathiltenplatz 17 dahier, ein aus- gemusterter, eingesahrener LandgesttUSbeschSler vor-

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Gießen, den 21. November 1919 Schlübtunssmlssckwß der Provrn» Oberhesxn.

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* Kreislehrerversammlung Gie­ren. Im Am'chluß an den Bericht über die Kreis» lelircrversammlung wm 20. November in Nr. 274 des Gießener Anzeigers wird mitgeteilt, daß sich der Vorstand des neu gegründeten Kreislehrer- Vereins wie folgt zusammenseyt: Westpbal- Dieseck 1. Dorji^ender, Fischer- Gießen 2. Bor- stpender, Hebermehl-Leil>gestern 1. Schrift­führer, Frl. Hunkel - Wieserk 2. Schriftführerin, Roth - Anncvod. Außerdem gehören dem Bor- stand noch weitere 5 Mitglieder aus den einzelnen Bezirlsvercinen an.

Ä Darm stabt, 22. Nvv Der evange­lische Jünglingsbund in Hessen hält ''eine bresjährivr Haupt- und Herbstvertreterver- ammlung- am Dienstag den 25. yivvember in den ivcmeinderäum.m der Petrusgemeinde ab. Außer den gescktzrftlickni Angelegenheiten, die am Bor- mittag erledigt werden, steht nachmittags um 2 Uhr der seln zeftgränaße Bor trag des bekannten Jugend» riarrers P a g e - Undenheim auf der Tagesord­nungdie religiöse Beeinflussung der 3u genb". Eine Aussprache schließt sich an.

S Gedern, 24. Nov. Für die WaA zur Kirchen gemein de Vertretung wurde nur ein Wahl Vorschlag eingereicht, so daß die Bvrge- ichlag>?nen auf Grund der fivilxmgeseßlichen Be­stimmungen alle alstgewühlt an zu sehen sind. Wie- der gewählt wurden 93 bisherige Gemchndevertveter, neu acwählt 7 Mitglieder, darunter auch 2 Frauen.

ld. Schotten, 21. 9?u)9. Lehrer Hassin - er (Feldkrücken», dem eine Lehrerstelle in Ilten- wm, Kreis Oppenheim, übertragen wurde, ge-

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Grube Wölfersheim: Montag- und^Dow MrSÄt W<ck-«h-'m: 'l urö SreiMgS, von 7 Uhr vormittags bis 3 Uhr nackwnttags.

Friedberg, 23. November^1.919.

Hessische Bergwerksdrrektron.

Personen, die als tez-noSbenechtigt anrtkcomt werden, erhalten tesonidere BeMgsckxme, die mit dem AufdruckReickMeidung" versehen finte Der Berkaus der Strümpfe erfolgt nur gegen Abgabe dieser Bezugscheine. _ .

Für jebe Person wird rarr 1 Paar Strümpfe abavaeben. Die Preise für die Strümpfe sind wre

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Auf Antrag der Friedrich Wilhelm Müller Witwe, Gasthaus ,Lum Löwen" in Butzbach, ver­steigere ich Mittwoch den 2 6. November d I., von nachmittags 1 Uhr ab, öffent­lich g-gen gleich bave Zahlung. _____

33 Lammlchaie, 8 Hammel, 8 Hammellammer, 1 Lammbock, 4 Mutterlämmer, Schaftröge, Schafraufen, eine Hundehütte und einen Schaf- Hund.

Zusammenkunft der Steigerer an der katholi­schen Kirche. 13165

Herrnbrodt, Gerichtsvollzieher in Mrtzbach.

2 lange Tische, 1 Ofen­schirm (3tet((fl), 1 alter Oien, 1 HanStiire, L Windtüren bat abzugeb. *« Sonn-nttr.81.

Letzte Nachrichten.

Die neuen Stenergesetze.

Berlin, 22. Nov. Wie eine Korrespon­denz erfährt, haben die neuen Steuergesetz- entwürfe die Zustimmung des Reichsrates noch nicht gefunden. Es besteht die Möglich­keit, daß btc Vorlagen auf Grund der Be­schlüsse des Reichsrates in einzelnen Punk­ten Abänderungen erfahren. Dre bisherigen Steuergesetzentwürfe hatten nur die Einkom­mensteuer der natürlichen, nicht aber der juristischen Personen umfaßt. In Zukunft wird auch dieses Gesetz eine wesentliche Er­gänzung ersahen. Bei den Kaufleuten kommt Die dreijährige Durchschnittsberechnung nicht mehr zur Anwendung. Anstelle der Dor­besteuerung ist durchweg die Nachbesteuerung einaeführt unh damit die Quellentheorie be­seitigt, zumal auch einmalige Einnahmen in Zukunft im Gesetz dauernd als Einkommen besteuert werden. Bei Kaufleuten, die Han­delsbücher führen, wird der Durchschnitts­gewinn nach Bilanzgrundsätzen berechnet. Neu eingeführt ist u. a. das Lohnabzugssystem, verbunden mit dem KleDesystem von ©teuer» marken und Steuerkarten. Der Arbeitgeber muß dabei zehn Prozent des Arbeitslohnes statt in bar zu entrichten, in Steuernrarken in die Steuerkarte des Arbeitnehmers ein» kleben und entwerten, (Frkf. 3tg.)

Der sächsische Finanzminister gegen Erz­bergers Steuerpolitik.

Leipzty, 23. Nov. (WB.) In der gestern abpehaTtencn Versammlung der teutfdt-fcemofr-itt» schon Partei sprach der sächsische Finanzminister N i tz e s ch k e über die Finanz- und Wirtschafts­fragen und erklärte nach entern Bericht d?r ,leip­ziger Neuesten Nachrichten" u. a., daß er di: Steuerpolitik im Reiche für bedenklich halt:. Es Kt nicht richtig, Beträge, wie z. B. das Rcichsnotovier, an eine Stelle zusammenzuführen. Wenn vom ReichSfinanzminister erklärt würde, daß der Friedensvertrag keine Möglichkeit des Zngreiwns seitens der Entente biete, so wäre es vielleicht noch besser gewesen, roeim bei dem Mi­nister gegenüber der Entente auch in anderen, Beziehungen mehr Mißtrauen vorhanden genxsen

Pferde-Versteigerung.

Donnerstag den 27 Noixmber 1919, vormittags 11 Uhr, soll im Labstall, Parateplatz 2, ein Fahrpferd, brauner Wallach, öffentlich gegen gleich bare Zahlung «^steigert werten.

Darmstadt/ den 22. Nov. 1919. lo220D Hofmar stall-Am t.

Graf Hardenberg.

Schlägerei tu einer Versammlung der Unabhängigen.

Berlin, 23. Nov. (WB.) Bei ter Ver­sammlung ter U. S. P. im großen Saale tes ())ewerkschaftshauses am Engelufer Tarn cS h.'ute Mittag zu einem unliebsamen Zwischenfall. Ein Teilnehmer- tette die Berhandlunge n ste­nographiert, was von einem Tellnehmer dem Bersammlungsleiter mitgetei.t wurde. Dieser for­derte ten Mann auf, auf die Bühne zu kommen, was jedoch abgelehnt wurde. Daraufhin schiffte ter Leiter ter Versammlung ihn unter dem Per sprechen, ihn vor dem erregten Publikum zu schützen, ui einen im Keller gelegenen Raum. Tort sollte er photographiert werten. Bei ter Untersuchung der Brieftasche wurden Lichtbilder getimten, die einbehalten wurden. Darauf ließ ter Persammlungsleiter das Publikum in den Raum, das ten Gefangenen mit Schlagrin­gen und Stöcken übel zurichtete. Er wurde schließlich von ter Wache der Sicherheits­polizei des Polizeipräsidiums in Schütztest ge­nommen.

Die Ltimnmng in Frankreich.

Paris, 24. Nov. (WTB.) DerEclair" agt in ter .Presse te Paris": Man wurde Deutschland schlecht kennen, wenn man annch- nie, es würde die Abstim mun g des ameri­kanischen Senats nicht ausnutzen, um we senllichc Bestimmungen des Frietensvertrages nochmals zu erörtern. Aber ter Ausfall ter Ver­einigten Staaten könnte auch eine einfache und glatte Annullierung des englisch-fvanzösisch-ameri kanischcn Vertrages herbeiführen, durch den Eng­land sich terpstichtete, Frankreich bet einem An­griffe Deutschlands belüfteten. Bonar Law sagte vor zwei Tagen im Unterbaust,er behaupt: nicht, daß eine andere Lage nicht neue Bedmgmigrir schassen werte". Die englische Regierung 'behalte sich also vor, die Ausgangstür zu benutzen, die Amerika ihm eröffne, durch die es sich zurückzieh:. Man laufe Gefahr, morgen einem immer noch stark genug genisteten Tcutfchland allein gegenüber zusteten, wo ter Gedanke einer raschen und brü­teten Revanche alle Hirne beschäftige.

Dir Entschlüsse Amerikas.

Berlin, 24. Nov. DerBert. Lokalanzeiger" berichtet aus Lugano: DerCorriere tella Sera" meldet aus Washington: Der Kongretz tritt aufs neue nächsten Montag Msammen. Der Antrag Lodges auf Erklärmw des Frietenszustan-- tes zwischen Amerika und Dnitsckland wird ent­gegen ter bisherigen Annahme sehr wahrscheinlich von der Regierung unterstützt werten.

Aus Aegypten.

ftaito, 23. Nov. (WB.) TaS neue Mi- ni'sterium wirrte unter tem Präsidium des Finanzministers Watzba Pascha gebildet. Er behielt in seinem Ministerium alle Aditglieter^tes alten Kabinetts mit Ausnahme Mohamed e-aite und Sabn Paschas" Die neuen Minister sind Pakv Pascha für das Portefeuille tes öffentlichen Unter- ricbk, und Derwisch Pascha für das Portefeuille ter frommen Stiftungen. Die 9hite in ganz Aegyptet ist Wucher hergeftelll. _____________________________

tm Worntzeftner ttery ter 18sLhrige Paul Hier- liuger aus Obercad nach kurzem Streit von einem jungen bisher nicht ermittelten Burschen kurzerhand erschossen.

= Fran kfurta. M., 23. Nov. Ter Pferte- schiack^cr Philipp I a m i n ans Oberursel, ter tocQKn geNerbsmaßiger Hehlerei und Mittetelli- lung> an ten großen Piehditchftähl-en und Schwarz- ftttlächtereien in Ober he ) s e n, Starkenburg' und Nastzru terfxiirct worden war, miete gegen Stel­lung einer Bürgschaft von 25 000 Mark vorläufig auS tem hiesigen Untersuchungsgefängnis enrlassen.

--- Frankfurt a. M., 23 Nov. In ter vergangenen Nacht wurden aus dem Manufaktur- wanmoeschäft von llllmann in der Taunusstraße tüx mehr als 60 000 Mk. Seidenstoffe gestohlen,

Marburg, 23. Nov. Wie aus Wallau an der Lahn gemeldet wird, wurde dort am Dienstag abend ein 22jä()riger Bursche namens H. Fri^rich auf der, Straße erschossen. Die hiesige Staats­anwaltichaft hat eine Untersuchung eingeleitet,

Kriegsgefangeuen-Hcimkehr.

Steinbach, 22. Nvv. Bon unseren sich in Gesang-mschaft tefinbertten Kriegern sind bis heute vier gesund in die Heimat -niruckgeeehrt. Einer aus rusjischer, einer aus amerikanischer und zwei ans englischer Gefangenschaft. Unsere Hoffnung, daß auch die in französisch r Hand sich befindende seckis Mann das Weihnachtssest im Kreise ihrer Lieben in diesem Jahre feiern würden, scheint sich nicht zu bewahrheiten.

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wäre. Wenn es tem Reichsfinanzniinisterann lötrfr lich gelingen sollte, die S teuer fas sade de S Reiches notdürftig herzustellen, würde hierdurch ein ganz falscher Eindruck nach Außen geschif- stn werden, weil das grenzenlose finan­zielle Elend der Einzelstaaten und Gemeinden von unseren Gegnern nicht gesehen werde, .sondern nur die fi­nanzielle Lage des Reiches als Maßstab für un­sere Leistungsfähigkeit in Frage komme. Bei allem Verständnis für die finanzielle Lage des Reiches müsse verlangt werden, daß andere Mittel und Wege ins Auge gefaßt wurden. Er habe die Ab­sicht, für ten Freistaat Sachsen eine »ktive Finanzpolitik zu treiben. Es sei daher nicht möglich, einen Plan aufzustellen, solange tes Ver­hältnis der Einzelstaaten zum Reiche nicht stst- gelcgt sei. Er sei beauftragt, nach Berlin zu reisen, um die drei wichttgsten Finanzgesetze im Reichsrat zu verabschieden. Er habe ober die Ent- würst noch nicht zu sehen bekommen imb es des­halb abgelehnt, sich damit zu b es ch äs­tigen. Er könne nicht nach Berlin gehen, nur um Ja und Amen zu sagen. Er hoste, daß auch die übrigen Mitglieder tes Reicbsrates sich auf diesen StMidPunki stellen wer­ten. Wenn ein Teil unseres Volkes, so erklärte ter Minister, sich schließlich mit ben heutigen Zuständen nicht zufrieden gibt, so müsse doch jeter objektive Beurteiler eingestehen, daß die Par­teien, die heust die Verantworttnig tragen, ob­wohl sie sich in fortgesetzter Abwcbr gegen Rechts und Links befinden, noch viel Schlimmeres ab- gciwntet haben. Wenn das Schlimmste nicht fin­ge treten sei, daim fei festzuftelben, test dst Partei, bte heust die schärfste Krittk übte, nicht dazu bri- getrngen habe.

T'.e Ausführungen des Ministers wurden mit lebhaftem Bessall ausgenommen. Es gelangst dann eine Entschließung zur Annahme, in der gegen die von der Entenst verlangst Abliestrung der Schwimmdocks, Bagger usw. stammender Prostft erhoben wurde und die Reichsregierung aufgefot- tert wiri», den Forderungen ein unbedingtes Nein" entgegen zu setzen.

Die Franzosendiktatur im Saargebict.

Saarbrücken, 24. Nov. (WTB.) Der Chef du serviee financier des Obersten Verwalters des Saargebietes erließ eine Bekanntmachung, nach ter gemäß der Bestimmung ter interalliierten Wirt- schaftskommission in Zstoblenz und nach Anordnung der Spezialkommission für das Saargebret (Sitz Paris) ten Banken des Saargebietes verboten wird, sich mi der gegenwärtig zur Zeich­nung aufliegenden deutschen Anleihe zu be­teiligen. Die Banken haben, falls sie schon Zeich­nungen angenommen haben, tem Chef du servier financier ein Verzeichnis derselben zu übersenden.

Die Einnahme von Tauroggen durch die Litauer.

Berlin, 24. Nov. DerBert. L-kolanzeiger" meldet aus Tilsit: Wie die Tilsiter Mlgemeine Zeitung über die Einnahme von Taurog- gen diirch die Litauer erfährt, bestand die gesamte deutsche Besatzimg Tauroggens, ans acht Gendar­men und Feldpolizeibeamten, die sich IV» Stunden gegen 800 Litauer heldenmütig verteidigten.

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