Ausgabe 
24.6.1919
 
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sproßen. Tas iwnfc jeder Partrimann, daß mit I luiiictifdjaftlid] ob ckttv über die Ideen der eigc-

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WFP |kn sich bod> 9L4 Wähler an der Wal»,,

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nfl tooc sehr mastig- Der der ^^vorstehenden ^«rmersk-^lvahl am 29. Juni wird es .reger eben. Won der Arbeiterpartei ist Heinrich

iöcntälrft. ^X'T Gegenkandidat, Beigeordneter Üntab Kollmer, erhielt 83 Stimmen.

Mainz, 23. Juni. Die Stadtverordneten-, Sersammlnng wählte beute den bisherigen Ersten »ordneten Dr. Karl Külb, einen geborenen

Der Vorstand.

Senftleben.

Anfang 7 Uhr.

irriger Bürgermeister Johannes :ern wiedergetvahlt. Nur eine

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KtleW 1 Alyennristerstetloertreter, Landwirt Burlein ytjillagr nir n einstimmig unter großer Wahlbeteiligung an, Mi N m'r iw Bürgermeister grwä^.

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Lt Nidda, 23. Juni. Bei der gestrigen igermeisterwahl totrrt* der biÄierige ^rnrniher Ludioig Erk wiedergewähll. Ob- h fein Gegenkandidat ausgestellt war, betei-

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Stimme entfiel aus einen anderen Kandidaten. Bei der vor acht Tagen abgehaltenen Gemeinde­ratswahl lag nur ein Wahlvorschlag vor, der den Arbeitern 4, den Landwirten 8 Vertreter überließ.

E. Lauba ch, 22. Juni. Bei der heute hier abgcl>al lenen Bürgermeister wähl erhielt dec bisherige Bürgermeister Rudolf'N i t t e r von 1141 Wahlberechtigten 571 gültige Stimmen. Zehn Stimmen waren ungültig, so daß im ganzen 581 Stimmen abgegeben wurden, d. i. 50 Prozent der Wahlberechtigten. Tie Frauen und wahlberech­tigten Jutrgfrauen Laubachs haben sich fdn: fleißig au der Wahl beteiligt. Ein Gegenkandidat war nicht ausgestellt worden. Tic Wabl bestätigt das in Bürgermeister Ritter gesetzte Bcrtrauen. Sie verlief ruhig und würdevoll.

T. Selters, 23. Juni. Für den Posten eines Bürgermeisters kandidierten der bisherige Beigeordnete August Kraft und Landwirt Sbcinr. Wolf, letzterer besonders von sozialdemokratischer Seite unterstützt. Es wurden gestern abgegeben für August Kraft 107, für Heinrich Wolf 63 Stim­men. Krast ist somit gewühlt. In den Gcmeinderat wurden 7 Landwirte und 5 Arbeiter bzw. Hand­werker und Kleinbauern gewählt.

h. Unter-Schmitten, 22. Juni. Hmte fand hier Bürgermeifterwahl statt, bei der unser Bürgermeister K. Töll wwdergewählt wurde. Tie Wahl vertief ruhig, da kein Gegen-

auSzrrsprechen. Der Verteidiger, Rechtsanwalt Schneider, konnte jedoch die Geschworenen davon überzeugen, daß die Indizien zu einer Berurtei-- lüng nicht ausreichsn können. Der Wahrspruch lautete auf Nichtschuldig, der Angeklagte mußte so­mit freigesprochen lverden.

Am Mittwoch sollte sich vor dem Schwurgerickst der Wilh. M i l l e r aus Wernges wegen Brant»' st i f t u n g verantworten, die Saä)e wurde jedoch eingestellt. Statt dessen ivurde die Verlmnd- lung gegen eine aus Bayern gebürtige Tienst- magd W a g n e r wegen Kindesmord durcl)ge - führt. Tie Angeklagte hat in Griedel, wo sie bei einem größeren Dctonjmai im Dienste war, eingestandenermaßen ihr heimlich geborenes un­eheliches >Kind gleich nach der Geburt getötet und die kleine Leiche später in die Wetter geworfen. Die Beweisaufnahme gestaltete sich infolge des Geständnisses sehr einfach, die Ges<l»vorcuen er­kannten auf schuldig, bejahten aber auch tnc Frage nach mildernden Ulnstäicken. Das Urteil lautete aus zwei Jahre sechs Monate Gefängnis.

ein heiler Kampf, die letzten Wähler wurden zur Urne gebracht. Em ebensolches Ringen verspricht am nächsten Sonntag die Beigeordnetenwahl zu werden.

4 Ortcnberg, 23. Juni. Bei der gestern abgehaltenen Vürgermeisterwahl wurde der bis­herige Bürgermeister Friedrich £> c b b e I I. unter großer Wahlbeteiligung mit 385 Stimmen fast einstimmig wiedcrgewählt. 17 Stimmen waren un­gültig.

F Bergheim, 23. Jhuri. Mit 110 Stimmen

neu Partei zu sprcckM auch bet bestem Bestreben nid)t möglirl» ist. Mindestens ^hätlen also auch Män­ner aller gcgnerisclien Parteien für die'es Thema be­rufen und nicht nur in der Aussprache zu- gelassen lverden müssen, damit ein Ausgleich geschaffen würde. Nachdem dies nicht geschellt und uachdcnl von der nach, unserer Anficht segens­reichen Einrichtung, parteipolittsche Tliemata bei Bolkshochschullursen auözuschießen,,, hier in Gie­ßen ctstmals abgcwichen worden ist,^fragen wir an, ob das L a n de s b i l dun gSa m t 'wenig­stens gcwllt ist, dem nächsten Kurs beit Titel dieJdecdesnationalenGedankens" zu geben und darin Männer anderer politischer Gesinnung vortragen zu taffen.

Schwurgericht.

Gießen, 21. Juni. Am letzten Dienstag ver­handelte das Schwurgericht gegen den 23 Jabre alten verheirateten Heizer Stanislaus Lewan- do w s k i, 'wohnhaft in Nidda, gebürtig aus dem Kreise Lodz in Polen. In der Kantine des Joint* welsbachschn Sägewerkes in Nidda wurden am 1. September v. I. die beiden Zlöchinnen Lina Lotz Und 3bn Enders in großen Blutlachen liegend auf- ^gefunden. Wiederholt waren in der Kantine Le­bensmittel gestohlen worden und regelmäßig am Sonntag früh morgens, wenn der Wächter Kuhn fortgegangen war. Um deit Dieb zu ermitteln, Hattert die beiden Mädchen beschlosfen, in der neben- angrenzenden Küche zu waä-en. Jedenfalls waren jic dem Dieb entgegengetreten und dieser, um bte »unbequemen Zeugen seiner Tat zu beseitigen, nahm ein dort zufällig stehendes, »etwa 40 Zentimeter langes 1213 Zentimeter breites, ziemlich starkes Buchenholzstück und schlug die beiden Mädchen nie­der. Lewandowski kam besonders dadurch in Verdacht, daß vom Kriminalkommissär Müller ein Paar Stiefel im Keller unter dem Maschinenhaus gicfuiiben wurden, die L. gehörten und auf denen eine große Zahl Blutspritzcr entdeckt wurden, die nach chemischer Untersuchung unzweifelhaft von Menschenblut herrührten. Jöinzu kommt noch, daß L. bei verschiedenen lGelegenheiten ein auf- ?Äliges Wesen zeigte. Er wurde daher verhaftet und sollte sich ursprünglich tvegen Mord, dann aber wegett Totsckstags verantworten. Er bestreitet jede 'Sck)-nld und will am fraglichen Sonntag erst gegen f7 Uhr ins Werk gekommen sein, während die Tat zwischen 6 und Va? Uhr verübt worden sein muß. Einer der melyr als 20 Zeugen, die vernommen werden, hat ihn ja auch um 7 Uhr raschen Sck;rit- tes nach dem Werke gehen sehen, wo er zugleich mit ihm eintraf. Das schließt rndessen nicht aas, daß er sckjvn vorher dort gewesen sein kann. Nach dem Gutachten des Sachverständigen .erschien der An- -geNagte erheblich belastet: der Staatsanwalt er­suchte dann auch die Geschworenen, das Schuldig

jijer, zum Oberbürgermeister.

£ Gelnhaar, 23. Juni. Der bisherige Landwirt Burlein

lengel II. ausgestellt.

j. Grebenhain, 23. Juni. Die Wahlbe- iigung bei der G e m ei n de r a t s w a hl betrug 14'00 Stimmberechtigten 64. Gewählt wurden Mich Ganß XIV., Landwirt, Seine. Heutzen- ta, Landwirt, Heinrich Ganß XVII., Landwirt, Kl Strauch, Gastwirt, Otto Rehberger, Landwirt lb Müller, Wilhelm Zulauf, Landwirt, Heinrich übnger V., Landwirt, Wilhelm Weitzel, Land- jll, und Metzger, Will-elm Althaus, Spengler- üftrr, Poswerwalter Jost, Johannes Ruhl IV., tiinatbeiter, Emil Meinhardt, Maurerineister.

pg. Pohl-Göns, 23. Juni. Bei der Gc- »inderatswahl wurden gewälilt: 7 Bürgerliche, i&ü'.iataeiiwfraten. Es war ein gemeinsamer Mvorschlag eingereicht. Bei der Bürger- G-rwähl ivurtxl'der bisherige Bürgermeister Jo- imcs Köllme rill, mit 201 Stimmen tote»

Bei den schon Jahrzehnte vor dem Krieg bestehrenden Vv l ks ho ch sch u l ku rsen in Preu ßen, Ben-ern, Sachsen usw., fa'ronc bet beit v-m Kgl. Bayer. Kultusministerium veranstalteten Vor­trägen jür Arbeiter war es üblich, dos; parteipoli ifrfje Tl)ema!a grundsätzlich ausgeschlossen waren. Tas ist jetzt in Hesseit attdcrs, denn das Tl)ema des z. Zt. ftat.finb::'.ben Gießener KstrrseS lautet:Die Jdre des Soztalismus". lieber So­zialismus wird daM nur von SoztalistLN ober dem Sozialismus nähestehenden Männern ge-

gewählt. <

fl Watzenborn-Steinberg, 24. Juni. Nachdem unser bisheriger Bürgernteisttr, Bal­thasar Hirz VI. in Watzenborn, der das Bürger­meisteramt während zweier Wahlperioden, also 18 Jahre lang, mit großer Treue und Gewissen­haftigkeit und gutem Erfolg verwaltet hatte, eine Wiederwahl bestimmt abgclehnt, mußten für die auf vorigen Sonntag nnberaumtc Bürgermeister­wahl neue Kandidaten ausgestellt werden. Von ' bürgerlicher Seite einigte man sich aus den Finanz­amtsgehilfen Karl Schäfer III. in Watzenborn, während die sozialen Parteigruppen für ihren Kandidaten Ludivig Haas II. in Steinberg ein­traten. Die Wahlbeteiligung war ungemein stark, lieber 90 Prozent der Wähler traten an die Wahl­urne. Schäfer wurde mit großer Stimmen­mehrheit (über 200) gewählt. Die vor 14 Tagen vollzogene Gemeinderatswahl berief sieben bürgerliche Mitglieder utib fünf sozialdemokralische in den Gcmeinderat. Dies dürfte int Ganzen den tatsächlichen Berhältuissen entsprechen. Im Ucbrigen sind wir der Meinung, daß in Verwal­tung von Gemeindeangelegenheiten die Parteischab- lone in keiner Weise ausschlaggebend fein dürste: wo es geschieht, istS vom liebel, es leiden alle danmter.

Hochschulttachricbten.

hl. Marburg, 21. Juni. Der Privatvozent der philofoplnsch:n Fakultät Professor Schultze wurde zum außerordentlichen Professor ernannt.

Airche rrnd Schule.

O Friedberg, 21. Juni. Im Hotel Trapp fand beute nachmittag eine Leh r er v er s a m m- tTung statt, die aus ganz Oberhessen stark besucht war. Der Vorsitzende des ^zirkslchrervereins Friedberg-Bad-))tau^tm, Lehrer unb Sladtver- vrdneter Ko ch-Friedberg, begrüMe die erschie­nenen Lehrer und. die Gäste aus den .Kreisen der ^Theologen unb Pfarrer. Darauf.sprach Schitlrat Scherer-Offenbach a. M. über das zeitgemäße ThemaReligionsunterricht in der Staats schule". In etwa zweistündigen Aus­führungen, die wiederholt von stürmischen Beifalls' knndgebungen begleitet waren, legte der Redner seinen in der pädagogischen Literatur bereits ver­öffentlichten Standpunkt dar. .Er lehnt den kon­fessionellen Religionsunterncht in der «Staatsschule ab und fordert Einführung einer Le­bens künde, die an Stoffen aus der bcutfdyen Nationalliteratur und unter Deranziehimg beson­ders geeigneter biblischer Stoffe der Jugend eine sittlich- religiöse Bildung übermütehi soll. Die sittlich-religiöie Erziel/ung sei bisher unvoll­kommen gewesen, darum tnußte das deutsche Volk im Weltkriege nwralisch zusamMenbrechen. Die staatliche und kulturelle Entwicklung des detttschen

ß TI BasWe US traf 88 Mrmmen. 10 Stirn- p waren ungültig. .80 Proz. der Wähler be» Kdtcn sich, vtach Schluß der Wahl fattden in km Wirtschafkn Feiern statt.

i Q £i d), 21. 3uut. Ter alte Gcmeinde- )t hielt beute abend unter dem Vorsitz von Ifflenneifler Tvrmer seine letzte Sitzung ab. i imirde beschlossen, daß die Bürgermeistermahl 16. Juli, die Beigeordnetenwaht am 13. Juli pf.jiben solle.

Torf-Gill, 23. Junt. Gestern wurde tzürgermeisternxchi für die hiesige Gemeinde ymommen. Da 2 von den 4 Bewerbern zu- treten waren unb ein 3 KandLxrt nicht ernst jontinen wurde, ging die Wahl ohne besondere iftcgung von statten. Von den 254 Wahl be- Jngten gaben 123 Shre Stimmen ab. Davon Sfrlrtt 121 auf den bischerigen Beigeordneten kiniich Schmidt, 1 auf den Landwirt Konrad rjpixr und 1 auf die Ehefrau Kmirad Knöpver. ^Leihgestern, 23. Juni. Bon den 886 ühwereckstigt« n der hrcsigen Gemeinde mtwtacii

Ck-m t ;berat5nxrl)'l 634 und bei der Bür- lifh-riwnX -563 von ihrem Wahlrecht Gebrauch, y der vereinigten Liste der Bürgerlick>en und ^heitssozialisten wurden 6 Kairdidaten, von 1 lbiaVI?angigcn 3 Gemeinberäte gewählt. tz Bürgermeister wurde unser biÄ>eriger Bür- jrilter Joh. He ß XXIV. einstimmig wieder- jgälrtL Ein ehrendes Zeugnis für den Geakähl- 1 und die Wähler.

L>. Lang-Göns, 23. Juni. Am 8. Suh ibet 'Ijtcr 33 ürgermeifter'roabt ftntl. Wie m hört, will der bischerige, allseitig sehr be-

Bürgermeister Rompf auf eine Wieder­um aus Gesundheitsrücksichten verzichue.c, was I brr Gemeinde fcchr bedauert wird. Der bis- M Beigeordnete Henrich wird auch wegen timt Alter auf eine Wiederwahl verzichten.

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V Ober-Bessingen, 22 Juni. Heute "e bei feljr lebhafter Wahlbeteiligung der biS- üktgeorom-tc Jolxrmi Tamer mit 128

Volkes feit der Errichtung des Deutschen Reiches hielt nicht gLeichen Schritt mit der wirtschaftlichen sind polüisckM; daher fei unser Volk nicht reif für den Wettkampf gewesen. Soll die für die Ge- 'jlunbung des deutschen Volkes und Staates und da­mit des gesamten beut[d)cn Volkslebens nötige Vcr- füngung eintreteu, soll es sittlich reif werden für eine Weltpolitik, die ihm wieder eine achtungge­bietende Stellung unter den Kulturstaaten ver- kchafft, so muß seine Jugend- und Volkserziehung in sittlich-religiöser Hinstcht nmgeftaltct werden; sie muß aus dem deutschen V o l k s tu m beraus- wachsen, das deutsche Volkstum pflegen und tnrrch dieses zum Menschentum fortschrettcn. Scharfe Krttik übt der Redner im Zusammenhang mit die­sen Alusführungen an dem neuen Lehrplan für den Religionsuntarricht, der besonders in den unteren Klaffen eine Menge Stosse entlialte, die für das kindliche Verständnis zu schwer seien und nur ge­schichtliches Wissen, aber keine religiöse Bildung zu übermitteln vermöchten. Durch die von Sck>erer geforderte konfessionslose Lebens- und Religions­kunde soll der Unterschied zwisck)en den Konfessionen keineswegs erreicht werden, es soll nur der Boden bereitet werden, auf dem die verschiedenen Reli- iMnsgemeinschaften als neben der Schule steheirde Volkserziehungsanstalten weiter bauen müssen, hvenn sie im 4. ober 5. Schuljahr mit dem kon­fessionellen Religionsunterricht be­ginnen. Dessen Pflege ist einzig und allein Sache der Religionsgemeinschaften. Es nehmen bteienigen Kinder daran teil, deren Eltern sich nach freier Wahl dazu entschließen: auch die Lehrer können sich daran aus freiem Entschluß beteiligen, unterstehen in diesem Fach bann aber nicht bet Aussicht des Staates, sondern der Kirche. Der Staat, der ein Interesse daran habe, daß auch die Kirche ihre Tätigkeit als Volkserzichungsanstalt entfalten 'Cann, werde diese in jeder Hinsicht unterstützeit. Aber die Kirche müsse die Schule voll und ganz dem Staate überlassen. Eine aufierardentlich leb­hafte Ausspracki-e schloß sich dem Vortrag an. Das Volkskammermitglied Prof. Dr. D. Diehl vom Predigerseminar erklärte sich in vielen Punkten mit dem Redner einverstanden. DieLebenskmroe" Tonne sittlich erziehend wirken, könne aber kein Er­satz für Religion fein. Sobald sie auf bas religiöse Gebiet überspringe, erwachsen Gefahren, die ihre Einführung unmöglich machen. Auch schon aus rein finanziellen und praktischen Gkünbat sei die Umgestaltung des Religionsunterrichts im <5dte> r er Men Sinne nicht möglich. Der Fortbestand der Simullanschule würde unter Umständen in Frage -gestellt. Es sprachen unter anderem noch für Beibehaltllng des konfessionellen Reli­gionsunterrichts Pfarrer Weck-Steinsurth, der stark (gegen Schulrat Scherer polemisierte: Seminar­lehrer Leuchtgens, Professor Lampas von der Ammstiner-Sämle und Seminarlehrer Kuhn vom katholischen Standpunkt.

men zum Bürgerulcister von Ober-BTsiugen töt. Der Gegenkandidat Karl Kühn, Sohu ^Tltorbenen Bürgermeisters Adam Kühn, er- 68 Stimmen. 3 Stimmen waren ungültig, itter einer mit b?r Bemerkung: Josaia 1, 17. 220 stimmberechtigicn Wäldern schritten 199 Wa'hlunre. Ein 3. Kandidat war am Tag der Wahl i irr ütfgetreten.

No. Nieder-Ohmen, 23 Juni. Bei der ffeftrigen Sonntag abgehaltenm Wahl eines rger Meisters wurden von etwa 724 Wahl- 'tigten 683 Stimmen abgegeben. Davon ent- auf den Kandidaten der bürgerlichen Partei, bisherigen Bürgermeister Heinrich N e e b , 348, den Kandidat^ der sozialdemokratischen Par- den Müller und Landwirt Friedr. Katz, 332 men. 3 Stimmen waren ungültig. Es war

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ilTcibcnbc und 4 Arbeiter. Tie Wahlbetei- kandivat vorlMiden war. Auch in, Michelnau

* t-'<" mH«" wtrrde Bürgernzcister Bach einstimmig .nieder-

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Eine Anfrage an das Landesbildungsamt.

Gießen, 23. Jmii.

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Gieß en, 22. Juni.

Zur Berichtigung auf das Eingesandt in der Freitag-Ausgabe des Gießener Anzeigers teilt ber' Rcichsbund der Kriegs beschädigten, Kriegs liinter- bliebenen und chem. Kricgstcilnelrmer Ortsgruppe Gießen mit, daß die gemachten Angaben mchl den Tatsachen etttspreckM, und man mit unlauteren Mitteln versucht, den Reichsbund zu schädigen unb Zersplitterung in unsere Reihen zu tragen. Es sei festgestellt, baß die betreffenden Herren, wie uns von einem derselben bestätigt wurde, nie­mals bcabsickstigt hatten, irgeirdwelche Aufklärung zu geben, sondern daß diese nur durch einen der Idealisten" eingcsührt wurden. Ter Vorstand des Reichsbundes bedauert diesen Vorfall außer* ordentlich, cs fei aber bemerkt, daß der Antrag aus der Mitte der Verfammlung heraus entstanden D. Den Herren stand. es frei, sich zu recht­fertigen, sie zogen es aber vor, den Saal zu verlassen. Ten Einsendern und ihrem Anhang ntBge nur gesagt fein, daß sie, wenn sie die hohen Ideale der KricgsbetaKdigten ^vertreten wollen, airdcre Mittel anwenden und durch Taten bewciseir müssen, ob sie fähig find, für die Interessen der Kriegsbetamdigten einzutreten. Ter Rerchsbund würde diese Elemente, wenn ihm nicht das Ka- m-erabschaftlichlkeils- und Merrschlichkeilsgesühl vor- schwebte, auf Grund der verbreiteten Unwahr leiten gerichllick' belangen unb öffentlich branbmatfai, aber er behält sich vor, dieses noch zu tun, falls die Hetze kein Ende nimmt.

Wir möchten den Einsendern für die Zukunft noch ans Herz legen, uns mit derartigen Mack/m- fdiaftcn nicht öfters zu belästigen, da wir unsere Zeit, die den hohen Idealen der Kriegsl'eschädig- tenbewegung aewidmet ist, besser auszunützeni Wissen, als diese mit der Beantwortung von Ein­gesandts zu vertrödeln und unlauteren Macli-eiv- fdiaftcn entgegenzutreten, denn: es sind nicht dw tastechtesten Früchte, an denen die Wespen nagen.

RcichSband der Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen u. ehern. Kriegsteilnehmern, Ortsgruppe Gießen.

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