Ausgabe 
24.1.1919
 
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Waltherrschaft beiseite schieben lasse. Das künftige «Regiment müsse ehrlich sozial sein, und es müsse

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Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Geinrirwe.

Gottesdienst am Sonntag, 26. Januar (3. ©omttie nach Epiphaniasi.

In derSta btkirche. 9'/,: Pfr. Mahr: 111 Ki.nderk. / Matth.-Gem. Pfr. Mahr: 5: Pfarr- austent Schäfer. In derJohanneskirche. gV?: $fr. Bechtolsheimcr: 11: Mindert, für die Lukas-Gem. Pfarrer Bechtolsheimcr: 5: Divisions- Pfarrer J-ritsch: Beichte u. hl. Abendm. für LukaSi und Johannesgemeinde.

Ka.hilische Gemeinde.

r,s f/t: deichtgel ; 7 : Hl. Hesse: 8: Austeil, bet U Kommunion: 9. Hochamt m. Pred.; 11: Hl. ^esse m. Prcd.: 5*/8: Christen!., daraus' And. Samstag, 1. Febr., nachm. 5 und ab.nds 8: Beicht­gelegenheit Diaspora-Gottesb. am 26. Januar, Grunberg 91/,. Hungen 9*/,.

Vermischtes.

Eisenbahnunglück in Frankreich.

Paris, 23. Jan. <WTB.) Dem .Petit Porisieu- wird aus Nancy gemeldet, daß zwischen Neuschatea, und Toul ein Praviantzug und ein Güterzno zusam. mengestohen find. Nach den ersten Berichten zähl! man 20 Zote und 50 Verwundete.

tvachfencs werde vernichtet. Ernstlich prüfen -müsse.man, daß Hessen mit einer Hauptstadt Frank, «furt und drei Universitäten werde rechnen müssen Wir hätten die größte Veranlassung, was noch in Ordnung sei, nicht zu verwirren. Der Ausbau der hessischen Verfassung werde wohl eine Republik er> geben. Es werde niemand einfallcn, gegen die Re­publik Putsclie zu machen. Die Deutsche Volkspartei habe.'nur das Interesse, daß Deutschland zur Ruhe und Ordnung komme. Für die hessische Verfassung fei zu fordern, daß die Kammer die Regierung' Ernstlich an sich ziehe und sich nickst durch eine Gc-

Versteigerung.

Montag ben 27. Januar b. I, nachmittags /.2 Uhr, werden in der Hofreite Bleichstraäe 16 folgende zum ^kachlaste des Architekten Ludwig Huhn nebörine Dachen gegen Barzahlung versteigert: 1 Cbaii'e tetn- und iweifoännigf, 1 Cdaiteuaeichirr für 2 'Bferbe, 2 ttliegeudecken 1 vierfitz Schlitten, 2 Schellenbättme, 2 finftentonnen, 2 Eiiitvänncr- wagcn, 1 'Bflnn, Pferdegeschirre. Mummete. 1 -vnicr* kästen. 1 Schmier bock. 1 drehbarer Dchleisstein, 1 Kübel Wagenschmiere. 1 Rasenmähmaschitie, eine Waschmaschine, l Ktich nfchrank, 1 großer Bureau tifch, 1 Zeichentisch, 1 qroner Svüllifch für Zeich­nungen, gro> e ttni) kleine Weihbreiter, Zeichen- und Schreibutensilien, 2 Slouiferfäfteu, 1 eis Bnchvresse, 1 Bureattlanti'e. Bureann enftiien, 1 Wassernaage, 1 Flafche Tusche, 1 Panzerkastette, 1 Fahrrad, ein Stehvnlt mit Schlön, 1 Violine, Trevvensteine, Trenventritte ans Eichen, alte «Zenner, alte Türen und viele» andere.

Die Versteigerung nndet bestimmt statt.

Gerichtsvollzieher Oleihier. 1024

auch für die Stände, die gekstig^e Arbeit leisten. Zu der Frage der Trennung von Staat und Kirche seien unsanfte Eingriffe in die kompliziertesten Einzelsragen zu befürchten. Die Religion sei Pri­vatsache als Herzenssache des einzelnen, allerdings werde!)ie als Sache vieler auch zugleich Angelegen­heit der Oeffentlichkeit, auch Angelegenheit des Staates. Augenblicklich wolle man die Fürsorge des Staates für die Kirche befeitifrn, nicht die Kirckie befreien. Hier müsse die bürgerliche Mehrheit in Erscheinung treten, und die Demokraten würden hier, wie in einer Versammlung im Fürstenhof versprochen, die gemeinsamen Richtlinien vertreten. Biel hänge davon ab, daß die Kammer zu einer ruhigen Tagung komme, und daß Ordnung von da aus sich ausbreite im Hessenland. Darum möge jeder helfen, sie so zu gestalten, daß allen Ständen das Recht darin werde. In der Debatte ent­gegnete Professor B o u s < e t, daß die Demokratie incht über Schuld, sondern üd.-r Fehler geurteilt habe. In dieser Form sei Kririk eine Anbahnung neuer Wege. Auch er wandte sich gegen die Miß­wirtschaft der Soldatenräte. Tie Behauptung, Reli­gion sei Staatssache, sei nicht haltbar. Zur Lösung des Problems der Trennung von Kirche und Staat lcmpfahl er das Vorbild des Kantons Basel. Hier­aus richtete er sich gegan die einleitende Polemik des Vorsitzenden und suchte den Standpunkt der Demokratischen Partei zu rechtfertigen. Rur ge- jneinfame Zusammenarbeit mit der Sozialdemo­kratie könne praktische Arbeit erzielen. Das sei der einzige gesunde Weg. Herr Professor (Amelin riechtfertigte sich, daß er den Demokraten, das Ra- tionalgesühl nicht ohne wei.eres obre pwchen habe, er vermisse aber ihre klare Stellungnahme zur Reorganisation der Armee. Auch die Frage der Aufteilung Preußens und die Frage des Völker­bundes beurteile die Deutsche Volkspartei anders. Wenn wir uns in allen Punkten nach dem Aus­lande richteten, würden wir die Achtung des Aus­landes verlieren. Im weiteren griffen noch Herr Prof. Rolofs und Herr Prof. Krausmüller in kurzen Worten in die Debatte ein. Im Schlußwort wies kderr Prof. Schi an persönliche Angriffe Herrn Prof. Boussets zurück und betonte nochmals, soweit Politik in Frage komme, sei Religion Staatssache. Die Partei stebe auf dem Standpunkt konfessio- ircllen Unterrichts. Der Vorsitzende widmete noch­mals einige Schlußworte der polemischen Ausein­andersetzung mit dcr Deutschen demolr. Volkspartei.

"Die deutsch.nationale Volkspartei hielt gestern abend im HotelFürstenhof" eine Frauen- Versammlung ab, deren Besuch offenbar durch die Veranstaltung der Deutschen Volkspartei im Stabt« Iheater stark beeinträchtigt war. 3n einleitenden Wor. ten gedachte Herr Postsekretär Kohlhase des schönen Erfolges, den die Partei im Reiche jüngst gehabt habe, und erteilte Herrn Prof. D. Dr Diehl-F.ied- berg das Wort. Der Redner wies darauf hin, daß nicht politischer Ehrgeiz, sondern die Rücksicht auf Kirche und Schule ihn zu öffentlichem Auftreten ge­trieben habe, und betonte seinen unveränderten mon­archischen Standpunkt, womit er bei den Anwesen­den einmütigen Beifall auslöste. Im Hinblick auf das soziale Programm der Partei hob er sodann her­vor, daß der Zusttom vom Lande zur Industrie un. terbunden werden müffe, wenn diese wieder zu Blüte gelangen solle. Richt durch eine Verstaatlichung des Grundbesitzes, sondern durch seine nur bis zu einer bestimmten Grenze durchzuführende Aufteilung möch­ten neue Siedlungen erstehen. Das Kulturprogramm wurde ferner hinsichtlich der Trennung von Kirche und Staat und der Schulfrage erörtert. Christentum und deutsches Wesen seien untrennbar; im übrigen müsse der Staat eine Oberaufsicht über die Kirche ausüben. Der Brennpunkt der Schulfrage aber sei die Frage des konfessionellen Religionsunter­richtes, denn der allgemein-christliche Religions­unterricht müffe unbedingt abgelehnt werden. Herr Geheimrat Prof. Dr. Gisevius sprach hierauf vom wirtschafts politischen Standpunkt, von dem aus besonders auch die Frau heute vor manche schwierige Aufgabe gestellt sei. Der Redner beleuchtete die Fragen der Volksernährung und unsrer zukünftigen Lcdens- bebingungen, um zu bem Schluß zu kommen, aus ben Röten ber Zeit könne bas Reich allein uns nicht retten, bie einzelnen Bundesstaaten müßten für sich stehen. Unser Hessen dürfe keine Veränderung erfahren durch eine Vereinigung mit anderen Gebieten. Man möge sich nur vergegenwärtigen, welche Folgen eine staatliche Umgestaltung z. D. für die Universität Gießen haben könne. Wir stehen nicht am Ende, sondern am Anfang einer Entwicklung, mit diesen Gedanken endete die zweite Rede des Abends, welche ebenso wie die vorhergehende mit Beifall aufgenommen wurde. Ohne daß eine Diskussion stattgefunden hatte, schloß Herr Kohlhase die Versammlung.

** Die Deutsche demokratische Partei ver­anstaltet am Samstag den 25., abends 7*/, Uhr, im Fürstenhof eine öffentliche Kundgebung, in der die Kandidaten zur Volkskammer Geh. Kirchenrat Prof I). Eck, Arbeiter Hilderg, Daudringen, und Mini­sterialdirektor Urstadt sprechen werden.

* Bund zum Schutze der deutschen Kriegs- und Iivilgefangenen. Don allen WaffenstiU- standsbedingungen hat bie schmachvolle Zurückhaltung unserer Kriegsgefangenen bas deutsche Volk am tief­sten empört. Allenthalben haben sich deshalb in Deutschland Vereinigungen gebildet und zu einem Bund zum Schutze der deutschen Kriegs- und Zivil- gefangenen zusammengeschloffen, die für eine sofortige Freigabe aller Gefangenen wirken wollen. Auch in Gießen sind, wie der heutige Aufruf zeigt, solche Be- ftrebungen im (Bang, die demnächst auch mit einer

SU leicht behandle. Viel Gc

sattonsprojekt für unsere Stabt kam infolge de» Krieges nicht zur Ausführung. Auch als Parlamen­tarier hat Bürgermeister Zmßer im Hessischen Land­tag, dem er als nationalliberaler Abgeordneter lange Jahre angehörte, eine bedeutsame Rolle gespielt.

Krns Scho.len.

# Eichelsachsen. 13. Ian. An einer heim' tückischen Krankheit starb auf der Rückreise von Palästina ber Musketier Otto Pfeffer.

chp Michelbach, 23. Ian. Rach schwerer Krank­heit starb ber Fahrer Lubwig Schäfer, Inhaber bes Eisernen Kreuzes unb bes Braunschweigischen Der- bienstkreuzes.

# Rubingshain, 23. Ian. Rach 44-monat- kicher treuer Pflichterfüllung starb an ben Folgen schwerer Lungenentzünbung der Landsturmmann Hch. Straub, Inhaber des Hessischen Kriegsehrenzeichens.

Starkenburg und Rheinhessen.

I Darmstadt, 22. Ian. Heute vormittag gegen 11 Uhr geriet auf dem Anschlußgleis im hiesigen Gaswerk ein Güterwagen mit leeröl in Flam­men und brannte unter ungeheurer Rauchentwicklung aus. Die dicken schwarzen Rauchwolken, die aus dem Gaswerk aufstiegen unb ben ganzen nördlichen Him­mel verfinsterten, gaben natürlich in ber Stabt zu dem Gerüchte Anlaß, das Gaswerk selber sei in Brand geraten. Doch blieb bas Gaswerk zum Glück völlig unversehrt unb ber Betrieb erlitt keinerlei Störung.

# Mainz, 23. Ian. Weil berMainzer Anzeiger- ber Zensur einen berKöln. Volksztg." entnommenen Artikel über eine Differenz zwischen Foch unb einem anberen französischen General vorgelegt, also noch nicht einmal abgebrudtt hatte wurde er auf 14 Tage verboten. Außerdem muß der Verlag 1000 Mark Geldstrafe bezahlen? Auch diesen Fall wirb die Waffenstillstanbskommission feststellen müssen.

Hessen Nassau.

---BadHomburgv d. H., 23. J<m. Erne merkwürdig-.' Berk h.svrr.esseruni ist folge.;bc Tat­sache. Der letzte Zug nach Friedberg sollte auf viele Wünsche hin ab Frankfurt abends 11.20 Uhr über Homburg abfahren. Die Eiseubrrhndicek- tion ist auch bercitwilligst auf die Wünsche ein-- gegangen. Der Zug fährt seit einigen Tagen, aber ui Homburg sen alle Fahrgäste aus eigen, nicht weil die Reise ein Eilde hat, fo.ibern n> il auf An-- orbnung i^r Zug als--Leerzug nach F tt d-

l.erg weüerzusahren hat. Zu diesem Zioe.ie müssen sämtliche Stationen, Weichenstell- unv Schranken- Wärterposten besetzt sein, die Lichter brennen, das Zugpersonal kostet Geld. Aber auf die Einnahme verzichtet die Verwaltung großmütig. Was lagt die Euenbahirdirettion zu solchem VerÜehrverbesse- rungskurio um?

--Dillenburg 23. Jan. In den Erz- und Eisengruben des Dillreviers sind etwa 4000 Arbeiter aus wirtschaftlichen Gründen in den Aus­stand getreten. Tie Leitung des Streiks ruht üt den Händen des christlichen BergarieiterverbandoS. Die Leute fordern statt des bisherigen Lohnes von 68 Mk. für eine achtstündige Schickst nunmehr 10 Mk. Tagelohn und 12,50 Mk. für bie Schicht. Während die Privatgruben zur Bewilligung der Forderungen geneigt find, zeigen bie Sraatsgrnb«r- betriebe eine ablehnende Haltung. Falls der Streik nicht in kurzer Zett beendet wird, müssen die Hoch­öfen stillgelebt werden. Damil aber tritt zugleich die vollständige Einstellung dcr Licht- und Kraft- Versorgung des gesamten Tttlreviers ein, eine Kata­strophe. die die ganze Bevölkerung in ihren Strubd reißen würde.

' Frankfurt a. M., 23. Ian. Die Arbeiter ber städtischen Betriebe sind in eine Lohnbewegung eingetreten unb haben bem Magistrat ihre Forde­rungen unterbreitet Der Maaistrr.t ist gewillt, für die Arbeiter Tarifverträge festzusehen, lieber bie Höhe ber Lohnsätze soll am Montag eine Maffenoersamm- lang ber Arbeiter entscheiden.

Frankfurt a. TI., 23. Ian. Die Stabt, bie im vorigen Jahr sehr erhebliche Holz meng en als Brennstoff für bie Bevölkerung erwarb, hat bei diesem Geschäft nach fachmännischen Ansichten rund 10 Mil. Honen Mark verloren. Der Verlust ist in erster Linie dadurch entstanden, daß bas Holz burch zu lange» Liegen maffenhaft oerbarb.

MAHkerNste. Mae unchträgKche Ausnahme in die Wählerliste findet nur auf den bis zum 25. Januar, abeirds 6 Uhr, auf dem Stadt­haus, Zimmer Nr. 9, zu stellenden Antrag stall und nur auf Grund folgender Beftim- ntung:

Verlegt ein Stimmberechtigter nach Ablauf dcr ü die O enl gung der Wäh e.-- litte tei.g. etzlen Frist seinen Wohn,G nach einem a b ten Alst mmungs crirk, so ist er berechligt, sich nach Löschimg s i >.es Namens in der Wählerliste sei es bish.tigen Ab- stimmungsbezttks aus Grund ci icr herüber von der Bürgermeisterei aus'm'iellendcn Be­scheinigung im Abstimmungsbezirk seines neuen Wohniitzes nachträglich in d^e Wähler­liste aufiiehmen zu lassen."

8. Deutsch-Ocsterreicher können wählen, artch tocim sie nicht in der Wählerliste eingetragen sind: sie müßen aber eine Konsulals^eicheuri- gung vorlegen.

7. Stecke den richtigen Stimmzettel in den Um­schlag.

8. Stecke keine zwei StimmK-ttel in den Umschlag.

9. Unterschreibe den Slimmzcttcl nicht.

10. Gib keinen leeren Umschlag ab.

11. Versuche nicht, den Wahl Umschlag zu-uklebcin; er ist nrcht gummiert.

Der Oberbürgermeister.

Lebensmittel.

Seifen-.Derbrauchsregelung. Auf ben Februar Abschnitt der Seifenharten dürfen einmal statt 50 Gramm 100 Gramm K.-A.°Seife abgegeben werben. Für b e Belieferung mit Seifenpulver blei­ben bie Bestimmungen, wonach bie Selenpuloerkarten von 250 Gramm mit ber Hälfte gleich 125 Gramm beliefert werden, in Geltung.

♦♦ Iigarren-Ausgade. Am Samstag ben 25. bs. Mts., vormittags von 87,-12 Uhr finbet in den Brotmarkenbezirken bie Ausgabe von Zigarren- marken statt Empfangsberechtigt sind alle männlichen Personen, die vor dem 1. Februar 1901 geboren sind. Auf jede Person entfällt eine Zigarrenmarke. Näheres siehe Bekanntmachung.

** Bei ber stäbt. Gemüseverkaufsstelle Marktlauben kommen Karotten, gelbe Möhren, Kohl­rüben, Rolerüben unb Zwiebeln, letztere bas Pfund zu 55 Pfg, zum Verkauf. Weißkraut unb Wirsing trifft in den nächsten Tagen wieder ein.

* Freibank. Samstag den 25. werben von 12-4 Uhr bie Nrn. 1601-1798 beliefert.

** Die Deutsche Volkspartei hielt «rftern abciti) im Stadttheater eine gutbesuchte Wählerversammlung ab. Der Vorsitzende, Herr Kommerzien.at K l i n g s po r, teilte eingangs mit, daß der erste Kandidat zur hessischen Bolls,ammcr ^durch Krankheit verhiildcrt sei. Hierauf kam er zurück auf die Angriffe der Deutschen demokrati­schen Partei, die er widerlegte. Er betonte, nicht die Stellung zur Treitnung von Staat unb Kirche sei das Trenirende, sondern die Stellung zur Sozial­demokratie. In dcr letzten Versammlung habe Herr Geh. Rat Eck eine Verbrüderung mit Ikt Sozial- .demokratie abgelehnt. Die Frairksurtcr Zeitung äußere sich anders darüber. Herr Prof. Schian bewertete zuerst das Ergebnis der letzten Wahl. Ein. starkes Wachs um des RadiLrlismus sei zu verzeich­nen. Dieses Ergebnis werde sich bei einer späteren Wahl lediglich als Ausfluß dcr verbitterten Volks­stimmung Herausstellen, begreiflich daher, daß der Krieg verloren und die Frage nach dcr Schuld in einer Wei>'e beantwortet worden sei, wie man cs vor der Niederlage nicht für möglich gehalten. Es feien keine Beweise vorhanden, die die Tatsache des aufgeztvungeueu Verb idigungSkrieges wider­legten. Dre Sclpckofrage fei dem Wahlkampf zu­grunde gelegt worden und hätte ihm das Ge­präge gegeben, obwohl noch niemand das Akten­material des Krieges übersehen und beurteilen könne. Fehler seien g-nnacht worden, aber die Art und Weise der Kritik sei ein krankhafter Dttletantismus. Dcr Friedens- unb Revo­lutionsoptimismus, der nid)t bedenke, daß die Revolutton uns sogar die Möglichkett ge­nommen habe, die Waffenstillstandsledingirngen zu mttdern, fei wenigstens für bie nächsten Jahre unberechtigt. Jetzt sei Wahrheit not, die schlickste, ungefärbte Wahrheit. Der Deutschen Volkspartei werde man später zubttligen müssen, daß sie den Mantel nicht nach dem Revolutionswind gehängt habe. Deshalb gebäre sie jetzt zur Minderheit. Die Wahlen zur hessischen Volkskammer würden wohl unter der Rach virkung der bish rigen Stimmung bleiben. Für Hessen tauche auch die Frage der Bildung eines Groß-Hessen auf, die keine Parteifiagc und auch durch den

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** Die Baugenossenschaft 1894 hielt am Dienstag im Gewerbehaus eine außer- orbentliche Generalversammlung ab, die von 64 Genossen besucht war. Nach einer kurzen Begrüßung dcr Erschrenenen durch den Vorsitzenden des Aussichtsrats, Prof. Dr. Krausmüller, wurden zunächst einige Aenderungen des Statuts vorgenommcn, die teilwei'e durch die Verschmelzung der beiden hiesigen Baugenossenschaften bedingt waren. Anschließend hieran fanb eine Ergän- zungswahl des Vorstandes unb Aussichtsrats satt, un) zw-ar rourb: der Vorstand durch die Herren Fourier, Kirchner unb Wölfer, der Auf­sichtsrat durch die Herren Dr. Rosenberg Braun, Kuhl, Peiran unb Müller er­weitert. Außcrbem würbe beschlossen, in bie von dcr gemeinnützigen Baugenossenschaft mit der Stadt Gießen und anderen Personen wegen Ueberlassung von Baugelände abgeschlossenen Verträge einzu- tretcn. Im Anschluß an die Hauptversammlung fand eine Sitzung des Vorstandes und Aufsichtsrats statt, die sich in ber Hauptsache mit ber Verteilung dcr Acmter beschäftigte. Da der bisherige Vor­sitzende .des Aufsichtsrats, Prof. Dr. Krausmüller, eine Wiederwahl ablehnte, wurde auf dessen Vor­schlag Justizrat Dr. Rosenberg als 1. Vorsitzender, Landgerichtsrat Schudt als 2. Vorsitzender des Auf­sichtsrats gewählt. Innerhalb des Vorstandes fun­gieren Kaufmann Wolf als 1. Vorsitzender, Ge- 'chäftSsühr rFourier als 2.Vorsitzender, S' ar a'ie.i* tuntroüeur Haas als Kasittrer, als Schrrstsührer Stellvertreter Wölfer), Bauführer: Architekt Ha- maim. Eine von Vorstaird unb Aufsichtsrat bestellte Kommission soll baldigst mtt der Stadt Gießen w.gen Beitritts, Ueberlassung von Gelände und Geldmitteln in Verbindung treten.

* Seuchengefahr durch Verlausung. Bei der starken unb schnellen Belegung ber Ortschaften mit Truppen wirb sich trotz aller Vorsicht nicht immer vermeiden lassen, daß Ungeziefer - insbesondere Kleiderläuse - von den Soldaten in die Zivilbeoöl- kerung verschleppt werden. Von der Zivilbevölkerung ist mit allen Mitteln dahin zu streben, eine gegebenen­falls auftretende Verlausung sobald als möglich zu beseitigen, zumal die Gefahr der Verschleppung des F edtfiebers und anderer durch Läuse übertragbarer Krankheiten durch bie Truppen ber Ostfront vorliegt. Im Beginn ber Verlausung sitzen bie Kleiberläuse meist nur in der Le bwäsche. nicht in den Kleidern. Durch Wechsel der Wäsche, der zweckmäßig nach vier unb acht Tagen rvieberholt wird, durch Auskochen der befallenen Wäsche und Abseifen des Körpers läßt sich die Plage fast immer im Beginn beseitigen. In den Kleidern sitzen die Kleiderläuse meist in den Falten und Nähten Durch Bügeln mit heißen Bügeleisen kann das Ungeziefer getötet werden. Bei höheren Graden ber Verlausung ist ber Arzt zu befragen.

** Gießen er Hochschulgesellschaft. Herr Proseffor Br. 21. B ü r h e r spricht Mittwoch ben 29. Ja- nudt, abends um 8 ', Uhr im großen Hörsaal bes Borlefungsgebäubes überVorstellungen über bie Entstehung bes Gebens auf ber (Erbe". Gaste sinb willkommen.

Landkreis Gießen.

11 Cangsborf, 21. Ian. Bei ber am 18. b. M. hier abgehaltenen Generalversammlung bes Kriegervereins würbe einstimmig bie Auflösung bes Vereins beschlossen. Das noch etwa 100 Mk. be« tragenbe bare Vermögen würbe zwei bedürftigen Fa­milien im Dorfe, bie Fahne unb Trommel dem hie­sigen Turnverein überwiesen.

tt Langsdorf, 23. Ian. Gestern abend fand hier im Gasthaus zum Deutschen Haus eine stark be- suchte Wählerversammlung der demokratischen Partei ftatf. In Inständiger Rede sprach die Frau Lehrerin Schneider-Haggemüller ausGießen über die Wicht gkeit unb Bebeutung bes Wahlrechtes für bie Frauen.

Kreis Vüoingen.

# Bindsachsen, 23. Ian. In französischer Gefangenschaft starb der Ers.-Res. Lubwig Döring.

< Gelnhaar, 23. Ian. Nachdem unsere Pfarrei seit einigen Jahren verwaist gewesen ist und durch Pfarrer Werner-Usenborn bzw. Michel-Wenings und Kahn-Ortenberg mitversehen wurde, hat sie jetzt durch die definitive Ernennung von Pfarrverwalter Schult­heis-Büdingen wieder einen eigenen Pfarrer be­kommen. Zu der Pfarrei gehört noch die Gemeinde Bergheim.

X Aus dem Niddertal, 23. Jan Das warme Winterwetter hat vielfach die Blumen schon er­blühen laffen. In geschätzten Lagen laffen schon bie Schneeglöckchen ihre weißen Köpfchen hervorschauen. In Bergheim konnte bei einer Verlobungsfeier am vorigen Sonntag ein Strauß Golblack, Primeln, Ehristrose» unb anberer Frühlingsblumen, die alle im freien (Bart n gewachsen waren, überreicht werden. Seit gestern hat nun der Winter seinen Einzug ge­halten, hoffentlich wird er bei dem herrschenden Man­gel an Kohlen unb Holz nicht allzu lang unb streng.

Kreis Lauterbach.

rr. Aus bem Schlitz rlanb, 23. Ian. Bei ben Wahlen zur Rationalo rsammlung wurden in Schlitz und den 16 Dörfern des Schliherlandes an Stimmen abgegeben: Für Becker 1377, Ulrich 1253, Werner457, Henrich 315.

rr Schlitz, 23. Ian. Nach längerem Leiben starb im 70. Lebensjahr Bürgermeister Otto Zinßer. Fast 44 Jahre hat der Heimgegangene, getragen vom Vertrauen seiner Mitbä ger, die Leitung unsrer Ge­meinde in Händen gehabt. Unter seiner tatkräftigen Führung, die vor keinen Schwierigkeiten zuräck- scheuie, ist in unsrer Stabt vieles zeitentsprcchenb durckgesetzt worden, so z. B. der Bau des Elek­trizitätswerks und der Wafferleitung. (Ein Kanali-

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