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bischen Zentral- und Provinz ialbehörden, vonIschule zu Unter-Schmitten, Kreis Büdingen, über«' Abgesandten der Regierungen von Hessen und tragen.
Spanien und der Völkerbund.
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knnten Dmt einen «es sogar Mgl feber Wetterau
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nächster Zeit mitgeteilt.
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pn halben bis e »lassen. Der Pv pn Siefenny.
H< trener ] Bruder,
Versammlung schloß ihn aus, weil er sich falschem Namen eingeschlichen hatte.
** Aus dem Militärwochenblatt. Oberst und Kommandeur des Feldart.-Negts. 61 B e r t o g, Oberst und Kommandeur der Feilt Doyen von Stockhausen und Harrptmam Hoyel im Pionier-Ball. 21, jetzt beim Versor- gungsamt des 7. A.-K., wurden in Genehmigung ihrer Absclnedsgesuche zur Disposition gestellt.
Aus Stadt und Land.
Gießen, den 23. Aug. 1919,
** Amtliche Personalnachrichten. Dem Schulamtsanwärter Rudolf Lehmer aus Geiß-Nidda wurde eine Lehrerstelle an der Volks-
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Amsterdam, 21. August. (Wolff.) Laut ^Telcgraaf" meldet die „Times" aus Madrid, daß vor der Vertagung der Cortes ein Antrag angenommen wurde, in dem die Regierung zum Beitritt Spaniens zum Völkerbund ermächtigt wird.
Tie Selbständigkeit Korea» erklärt.
Amsterdam, 22. August. Wolff.) Laut Pressebureau Radio meldet die „Neuyork Tribun^': In Tokio wurde ein kaiserlicher Erlaß veröffentlicht, wodurch die Selbständigkeit Koreas verfügt wird.
Judenverfolgungen in der Ukraine.
A m st e r d a m, 22. Aug. (Wolff.) Die englischen Blätter vom 20. August meiden: In Moskau trasen ^Nachrichten von furchtbaren Juden- m a s sa k r e s in der Ukraine ein. Die amtliche ,Lnoe Vija" meldet, allein in der Provinz Po- dolien seien 5000 Juden durch ukrainische Soldaten ermordet worden. Die gesamte jüdische Bevölkerung der Stadt Ploskirow sei ausgerottet worden. 600 000 Juden flüchteten nach dem Bezirk Kiew.
Die Lage in Ungarn.
Wien, 22. Aug. (Wolff.) Nach der „Neuen Freien Presse" worden die monarchistischen Bestrebungen in Ungarn fortgesetzt, um die Entsck-eidung der künftigen Nationalversammlung über die Negierungssorm zu beeinflussen. Ein Teil wolle den Erzherzog Josef, ein anderer bett Erzherzog Otto, den Sohn des früheren Kaisers Karl, eine dritte Gruppe eine fremde Dynastie noch Ungarn bringen. Es werde wahrscheinlich zur Bildung eines Direktoriums kommen, dem auch Graf Julius A n d r a s s y angehövrn toetbc.
Die deutschen Banernkolonien in Südwestrutzland.
Amsterdam, 22. Aug. (Wolff.) Tie „Ti- «es" meldet aus Konstantinopel: Flüchtlinge aus Odessa berichten, daß sich die d e u t s che n Ba u - ernkalonien in Südwestrußland den Gegnern der Bolschewisten angeschlossen hätten.
aus dem besetzten Gebiet.
Einreiseerlaubnis für Studenten.
♦* Wie die „Politisch-Parlamentarischen Nachp richten" erfahren, hat Dtarfchall Fach sein Einverständnis dämit erklärt, daß Studenten, die sich studienhalber auf dem rechten Rheimifer aufhalten, Einreisegenehmigung erhalten, um ihre Ferien bei ihren.Familien verleben zu können. Gesuche um solche Einreisegenehmigungen sind nicht an die Wa sie nsn lI standskommi ssion zu richten, sondern an die Abschnittskommandanten der betreffenden 3oneit.
Wiederaufnahme
des Wiesbadener Kurbetriebs.
fm. Wiesbaden, 27. Aug. Nachdem nun die Erleicksterungon für die Einreise in die Kurstadt auch aus dem unbesetzten Deutschland und dem Auslande von der französischen Besatzungsbehörde zugestanden sind, wird der Kurbetrieb in vollem Umfange toieber laufgenommen werden. Zur Eröffnung wird, tote heute in einer Sitzung der Vertreter der städtischen Behörden, der Kunstinstitute, der Hotelbesitzer, Aerzte und sonstiger Kririnteressenten sowie der französischen Behörde beschlossen wurde, in der zwftton Hälfte des September eine F e st w o ch e stattsinden, in der besonders Vorstellungen im Landestheater, Musikfeste im Kurhaus, ferner Rennen, internatio-
Ein vierwöchiges Schlacktverbot für das besetzte Gebiet.
Im Oberpräsidium in Koblenz fand dieser Tage unter Betriligung von Vertretern der preu -
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Aus dem Reiche.
Eine Sitzung des NcichsratS.
Weimar, 22. Äug. (Wolff.) In der heute unter oem Vorsitz Erzbergers abgehaltenen Bolliitzung des Reichsrats wurde der von dem sechsten Ausschuß der Nationalversammlung fbeschossenen Verordnung, betreffend die Gebühren kür Zeugen und Sachverständige, ferner den vom dreizehnten Ausschuß der Na- tiona Versammlung beschstosfenen Ausführungsbestimmungen zum Gesetz über die Regelung der Ko bl en wirt schäft und endlich den Gesetzen, welche di? Nationalversammlung in den letzten Wochen verabschiedet hat, zugestrmmt.
Die Tirpitzschen Erinnerungen.
Berlin, 22. Äug. (Wolff.) Wir werden um Veröffentlichung folgender Mitteilung erfudyt: Nach der Zurückziehung der Tirpitzschen Erin- «enun gen aus dem Buchhandel sind in einigen Zeitungen angeblich authenttsckre Enthüllungen aus diesem Werk erschienen, die unerfreuliches Aufsehen gemacht haben. Tie angestellben Ermittlungen ergaben, daß diese Veröffentlichungen, denen der Verfasser und der Verlag gH^lich f e r n - stehen, durch rechtswidrige Indiskretion erfolgt sind. Tie veröffentlichten .geringfügigen! Bruchstücke sind tendenziös ausgewählt und ungenau wiedrrgegeben worden. 2er weiteren V.'r- breittmg von Auszügen aus dem vorläusig nicht zur Veröffentlichung bestimmten Buche werven Verfasser uns Verlag mit allen ihnen zustehenden Rechtsmitteln entgegen-,utteten wtssen.
Die Speisefettration.
Ter Reichlerr-ährungsmi nister war infolge der in writsichttger Weise abgeschlossenen Einkäufe in die Lage gesetzt, vom 1. August ab die Speisefett- ration derart zu erhöhen, daß der dringendslse Aetthunger der Bevölkerung für die Lammende Zeit einigermaßen befriedigt werden formte. Durch die fortdauernden St re i kbewegu n gen in ben Kohlengebieten und die damit verbundene mangelnde Kohlenbelieferung der Margarineiverke, ist die Speiscfettversorgung der Bevölkerung aufs äußerste gefährdet. Bereits jetzt ist die Hälfte der für die Margarineproduktion tätigen Werke zum Stillstand verutteilt. Rohstoffe sind genügend da, können aber in dem unverarbeiteten Zustand an die Bevölkerung nicht verteilt werden. Wenn nicht in letzter Stunde die Arbeiter ein Einsehen baben und die dringend erforderlichen Kohlen fördern, ist es eine Unmöglichkeit, die Speisefettversorgung weiter durchzuführen.
Eine Frau im Neichspostministerium.
Berlin, 22. Aug. (Wolff.) Als Hilfsreferentin für die Angelegenheiten der weiblichen Postbeamten wurde Fräulein
steht also, wie später Lassale, durchaus auf dem Standpunkt, daß Revolutionen im Staatswesen nur durch einen Kampf der Geister herbeigeführt werden dürfen. Eine bessere Zukunft der Menschheit kann uno soll nicht durch Gewalt und brutales Blutvergießen erzwungen werden. Dieser Stellungnahme entsprechend würde Liszt heute alle spartakistisck>en Umtriebe aufs Entschiedenste verdammen, und es ist geradezu ein Treppenwitz der Weltgeschichte, daß zu dem Kopf der Sparla- kus-Statue von Foyatier, die im Tuileriengartem zu Paris dem Schlosse gegenüber stand, der jugendliche Liszt als Modell gedient hat.
— Das Eschweger Heimatmuseum, das in der alten Schloßkapelle der Stadt untergebracht worden ist, hat nach einer Mitteilung der Zeitschrift Hessenland durch Schenkung einige wertvolle Altertümer erhalten. Der Magisttat von Eschwege überwies dem Museum einen über 700 Jahre alten Eschweger Brakteaten, einen aus feinem Silber einseitig ausgeprägten Breitpfennig, der von dem Eschweger Cyriakuslloster ausgegeben wurde. Dieses auf dem Cyriakusberge gelegene Nonnenkloster besaß das Recht, Münzen $u prägen, und diese „Eschweger Pfennige" lsttrn xm 13. Jahrhundert in ganz Nieder Hessen Geltung. Die Prägung zeigt in reicher Ornamentik das Bild der Aebtissin Gertrudis, die yir Zeit Kaiser Friedrich Barbarossas regierte, mit einem Palmenzweige und einem Buch in der Hand.< Interessant ist auch ein in Gold gefaßtes kurfllrftlich- bessisches Petschaft mit schöngeschnitztem Elsenbein-
— Deutsche Ureinwohner in Oberschlesien. Wenn die Polen behaupten, daß Ober- fchlesien von jeher polnisches Gebiet gewesen sei, so haben sie Unrecht. Gerade in ältester Zeit war es, wie historisch feststeht, deutsches Laxrd. Tacitus sagt ausdrücklich, daß im ersten Jahrhundert nach Christi „am Berge Karpathus" Sueven wohnten, wobei der Name Sueven ein Sammelname für verschiedene Völkerschaften war. In Oberschlesien saßen die Quaden und besonders gegen Osten und Norden die Lupier. So nennt sie Ptolemäus. Später vor der Völkerwanderung traten an ihre Stelle die Vandalen (Wandilier) imd in derselben verließen diese das Land, und jetzt erst rückten Slaven an ihre Stelle, wenn auch nicht ganz, denn ein Teil der Deutschen blieb zurück. Daß später die Einführung des Christentums und deutschen Rechtes, daß deutsche Kolonisten xmd deutsche nach Schlesien verheiratete Fürstinnen germanisierend wirkten, sei nur angedeutet. Die Existenz der Lupier ist auch durch Grabftinde so bei Wichulla und Sacren nachgewiesen, und es unterliegt keinem Zweifel, daß sie Goten waren.
— Die Eisenbahn und der Völkerbund. Als die ersten Eisenbahnen entstanden, dachte man nur an die wirtschaftlichen Vorteile, die sie bereiteten. Die Saint-Simonisten, diese sozialistischen Schwärmer, die damals die öffentliche Meinung beschäfttgten, erwarteten von dem Eisenbahnverkehr aber noch einen ganz anderen Vorteil. So schrieb Michael Chevalier am 12. Februar 1832 im ..Globe", dem Organ der Saint-
** Zur Provinzialtagswahl für N )ie Provinz OberHessen sind gemäß 6t- 1 ander er Anordnung des Provinzialdirek- f tors die für die Wahlen der Stadtvevordnetei ■ benutzten Wählerlisten anzuwenden. Jede Abändo V rung der Listen durch Aufnahme oder Streichung V von Wählern ist untersagt. Zur Ausübung be; B Wahl können hiernach nur die in den vorgenannten, ■ bereits vorschriftsmäßig abgeschlossenen Wähler-W listen als stimmberechtigt anerkannten Personen zu- ■ gelassen werden.
** Die öffentliche Sitzung des 23er« ■ waltungsaerichtshofes am Dienstag ben ■ 26. August wird sich Wit der Klage der Geimrlschafi ■ Friedrich in Frankfurt a. M. gegen die P ro v inz I O b e r h e s s e n beschäftigen, wegen Enteignung ■ von Gelände in der Gemarkung Trais- W Horloff.
** V o n der Po ft. Der allgemeine Te« I legramm verkehr mit Südamerika und 1 S ü d a sr i ka ist aus dem Wege über Niederlande« I England wieder eröffnet. — Telegramme nach dem | vormaligen Deutsch-Südwestafrika sind I nur in englischer, französischer oder holländischr II Sprache zugrlassen; abgekürzte Ansckrriften sind verboten, die Unterschrift ist erforderlich. Telegramme nach Argentien dürfen nur in offener ’ Sprache abgefaßt fein. Tie Telegramme nach diesen ' beiden Ländern sind nur auf Gefahr des Absenders anzunehmen. Nach den übrigen Ländern bestehen keine Beschränkungen. — Der Privattelr- grammverkehr mit Groß brit annien ist nun, s wie schon gemeldet, wieder aufgenommen worden, Tie Gebühr für das Wort beträgt bei gewöhnlichen Telegrammen 65 Pf. Die Erhöhung gegenüber dem - Vorrriegstarif ist hauptsächlich darin begründet, daß * die Gebührenabrechnung ulit den fremden Verwaltungen nach Goldfranken zu erfolgen hat, während die Gebühren rn Deutschland nadfbem jetzigen niedrigen Markkurs erleben werden. Mit der Besserung des Kurses werden auch die Gebühren entsprecheno fallen. Obwohl es nach neuerlicher Verfügung ge« flatbet ist, Ausländsbriefe zu verschließen, Briefe im Auslandsverkehr offen aufgegeben werden. Da nur noch eine stichprobenweise Prüfung der Briese bn Auslandsverkehr ftattsindet, laufen die Ausgeber von mroerschlossenen Briesen Gesa!^ daß die Briefe in offenem Zustande am Bestinu mungsort eintreffen. Es wird daher nochmals da» auf aufmerksam gemacht, die Briese ins Ausland zu verschließen.
** Oberhessischer Kunstverein. Tie Ausstellung der 11 Berliner Zeichner ist nunmehr beendet und die Ausstellungsräume bleiben auf einige Wochen geschlossen. Tie Gießener Kunstsammlung ist jeden Sonntag von 11 bis 1 Uhr unentgeltlich eröffnet. Am 15. Sep» tauber soll im Saale des Kimftvereins eine Aus«
Simonisten: „die Eisenbahnen, würden nicht blof die Städte, sondern auch die Völker einatiba so nahe bringen, daß die Menschheit schon eins allgemeinen Verbrüderung entgegengehe. Die gW Wüt werde dadurch eine Umwandlung erfahren Wenn einmal Europa mit Eisenbahnen überzog sei, werde ein Land, das von einer großen Naim bewohnt sei, nur mehr wie eine Provinz mittiftfi Umfangs erscheinen." Diese Völkerverbrüderung^ gedanken erwiesen sich leider als eine UlopiL In wenigen Jahrzehnten durchzogen Eisenbchv linien ganz Europa, aber inzwischen verschwand! die Saint-Simonisten, und von einem Völkw' bund ging keine Re!» mehr.
-— Eine neue Methode,die Meeres tiefe sestzuftellen. In der Pariser, Ml demie der Wissenschaft wurde eine sehr iiM effante Mitteilung von Marth über die Tick<H Messung des Meeres mit Hckfe der Schaltt wellen gemacht. Die Methode besteht darin, 4 der Oberfläche des Wassers eine Explosion hervcH zurufen und festzustellen, wann das Echo dö Schalles von dem Meeresgrund zurückgewvrM wird. Da man die Geschwindigkeit der S(W fortpflanzung im Wasser kennt (1400 m m bt Sekunde), so kann man die Tiefe deS Meer aus der Zeit ableiten, die bis zur Wahrnehmm des Echos verläuft. Die Messung der Meeres!u durch dieses akustische Verfahren kann vorgeiM men werden, ohne daß das Schiff feine Frb unterbricht: sie ist fast bis auf den Meter geilt und sie kann für die größten Meerestiefen Ort' wendet werden.
Berlin, 22. Aug. (Wolff.) Heber denGeld- sch inuggel, der seit mehreren Tagen die Oeffent- lichkeit lebhaft beschäftigt, erfahren wir: Amtlicherseits wurde bisher über die Geldschmuggelangelegenheit überhaupt nichts bekannt gegeben. Alles, was in der Presse veröffentlicht wurde, auch die Eingaben über die Eigentümer des Geldes, beruht auf freier Erfindung oder auf Mutmaßungen. Der Berliner Kriminalpolizei liegt noch kein Bericht ihres nach auswärts entianbtim Beamten vor. Sobald der Bericht eingegangen ift ober die Ermittlungen abgeschlossen sind, wird die Oeffentlich-' keit über den Verlauf der Angelegenheit in vollem Umfange unterrichtet.
Born Ausschuß zur Prüfung der Arbeitszeit im Bergbau.
Essen (Ruhr), 23. Aug. (WTB.) Ter Aus- schußzur Prlifung der Arbeitszeit im Bergbau beendete nach 18 Sitzungen seine Beratungen. Tank der VermitUungsbenrül-ungsn der nissenschaftlichien Mitglieder und durch manches Entgegenkommen der Arbeitnehmer und Arbeitgeber, wurde in vielen Fragen eine Ueberemstinv- mung erzielt, insbesondere beschlossen, die Regierung zu bitten, auf eine internationale Regelung, der Frage hinzuwirken. Ter verbleibende Unterschied der Anschlften bestellt darin, daß die Arbeitnehmer nickft Darauf verzichten zu können glauben, daß jetzt sck-on ein belttmmter Zeitpunkt für die Einfühlung der Sechs stunden schicht festgelegt werde, während die nnssensckiaftlichen Mitglieder und die Arbeitgeber die (Sntfdyibungi nicht treffen zu können glaubten, bevor ein Urteil über den Umfang der drohenden Ko hl en not möglld) sei, was Ende November der Fall sein wird. Dem Arbeitsministerium wird der Vorsitzende des Ausschusses, Proftssvr Tr. Franck-?, bereits schon morgen an Hand der Niederschriften Bericht erstatten.
Ein Reichskongretz der Erwerbslosen.
Berlin, 22. Aug. (Wolff.) Ter Reichs- komgreß der Erwerbslosen begann heute morgen im CurioHause seine auf zwei Tage festgesetzte Tagung in Anwesenheit von etwa 30 Telegier dm der Enverbslvsenräte und -i)lusschüsse. Nachdem die Geschäftsottmimg festgesetzt worden war, erstattete Wendel (Berlin) den Bericht über die Tätigkeit des Reichserwerbslosenrades, woran sich eine längere Aussprache anschloß, als deren Ergebnis eine vorn ErwerbÄ^senrat Sachsen eingebrachte Entsckplichung mit 39 gegen 24 Stimmen angenommen toirrbz, die die Tätigkeit des bisherigen gef chäftsjührenden Reichserwerbsloscn-Ans- sckusses in jeder Beziehung als durchaus unzu- länglick, erklärte, da bisher kein positives Arbeiten desselben zu beobachten war, und die besonders ihr Mis'ttauen über die parteiische Stellungnahme des geschäftsführenden Au-Mmsses in Nr. 28 der Räte^eitung gegenüber den Arbeitslvsenräten der U. S. P. ausspricht, insbesondere wegen des Hinweises auf die kommenden Wahlen Ter geschäftsführende Ausschuß sn nicht befugt, derartige lokale Differenzen mit dem Namen des gefrtmtat Reichs- erwerbslvien-Airsschusses zu decken. Bei der Prüfung der Mandate stellte sich Herons, daß der sich als kommunistischer Vertreter des Erwerbslosen- Ausschusses «usgebende Bertteler eines Agrar- blattes, Grünbaum, kein fOfcaotinat befaß. Tre
der P falz und von Obermeistern einiger Metzger-1 in nun gen eine Besprechung der Zustände statt, wie sie auf dem Gebiete der Schlachtvieh- beschaffungundFleifchversorgungin eiirigen Teilen der besetzten Rheinprovinz in letzter Zeit sich entwickelt haben. Neben der sofortigen allgemeinen Durchführung der Besttmmungen über die Rationierung des Fleischverkaufs ititb einer fdjärfereu durch die Gesetzgebung zu ermöglichenden Bekämpfung des Schleichhandels wurde vor allem folgende Maßnahme empfohlen: „Es sei sofott ein" für vier Wocl-en geltendes allgemeines Schlachtverbot im ganzen besetzten Gebiet zu erlassen, das sich auch auf Hausschlachtungen zu beziehen hätte, mit Ausnahme der unvermeidlichen Notsäjlachtungen, Kälberschlachtungen und der Schlachtung von Schlveinen zur besseren Ernährung der Feldarbeiter während der Erntezeit. Das Schlackitverbot müsse begleitet fein von einem Verbot des Verkaufs von frischem Fleisch, das spätestens eine Woche nach dem Schlackitverbot ui Kraft zu treten hätte." Der Oberpräsident wurde ersucht, wegen Durchführmrg der vorerwähnten Maßregeln sofort bei dem preußischen Staatskommissar für Volksernährung vorstellig zu merben. Die Vertreter der außer preußischen
*♦ Für das Anlagen-Konzert morgen1 vormittag 11 Uhr in der Süd-Anlage ist nach- stelwndes Programm aufgestellt: 2 „Rosenliedn" von Philipp zu Eulenburg, a) Monatswse, d)Wild! Rose: Melodien aus der Oper „Preciosa" von C. M. von Weber: Soldatenleben! Dongemäldr von Keler-Bela; Mimosa-Walzer aus der Operette „Tic Geisha" von Jones; Aus Tentschlands gr^ßn Zeit! Marsch von E. Laukien.
** Die B adezeit itt unserem Volks- bad muß in anbetvocht oer Kohlennvt leider aud) wesentlich eingesch-änkt werden. Für die Zolßt . kann die Anstalt nur je 3 Tage in der Woche - •- Donnerstag, Freitag und Samstag — dem Bei- j kehr geöffnet bleiben, während sie an den anbei« I Tagen völlig geschlossen werden muß. An ba erstgenannten drei Tagen werden zunächst noch o!b • Bäder perabfolgt. Bei Eintritt von Walter Witt» 4 rung >—' etwa Mitte September — werden aM« auch das Schwimmbad und Dampfbad ganz pi*| schlossen werden müssen und nur mehr die AbgoL» von Wannen- und Brausebädern mögliche sein. Um die Heizung vollwertig auszunutzen, toirbtel Badezeit von morgens 8 Uhr bis abends V28 Uk j (— lohne Mittagspause — ausgedehnt. HoffenllÄl gelingt es in dieser Einschränkung den BadebetriüV über Winter aufrecht zu erhalten, um so unfttil Stadt die Wol/llaten des Vvlksbades weiter ' nie feen lassen.
** Gleichstellung und Anerktn nungderDiplomprüfungeninHesseiii und Baden. Zugunsten der Freizügigkeit da Sttidierenden der technisck-en Wissenschaften tfcbfli die Regierungen von Hessen und Baden vereinbar I
Feuilleton.
— Liszt über Revolutionen. Als Liszt gegenüber gesprächsweise erwähnt wurde, daß die Rachel nach der Februar-Umwälzung in Paris in antiker Tracht auf der Bühne die Marseillaise pefungen habe, erklärte er dies für eine Torheit, ja für ein Verbrechen! „Was hat," sagte er, „die jetzige Revolution mit jener im vorigen Jahrhundert gemein? Was soll der blutdürstende Hymnus bei einer sozialen Umwälzung, deren Grundprinzip die Liebe, deren einzige Lösung nur durch die Liebe möglich ist? Wie hätte man es dulden dürfen, daß in dieser Revolution die Worte: qu’un sang impur abreuve nos sillons! gesunken würden. Ick weiß und ermesse," führte er werter aus, „was ich sage. Ich würde einer der Ersten fein, zu den Waffen zu rufen, mein Blut hin- zugeben und nicht zu zittern vor dem Veil der Guillotine, wenn es die Guillottne wäre, die der Welt den Frieden und der Menschheit das Glück geben könnte! Aber wer denkt daran? Es handelt sich darum, den Frieden in die Welt zu bringen, indem man gerecht wird gegen die Einzelnen in der Gesamtheit! Es handelt sich darum. Die Ideen triumphieren zu ma^eii, deren einstiger Sieg als ein gewisser vorauszusehen ist! Es handelt sich dabei ebenso um national-ökonomische Dinge, um tiefe Studien, die zu unternehmen sino, wie darum, daß man endlich Ernst macht mit der Liebeslehre des Christentums. Und bei einem solchen durchaus friedlichen Werk zu den Waffen zu rufen, die wilden Leidenschaften des Volkes zu erregen, zum Blutvergießen aufzufordern und zu
dz. Mainz, 23. Aug. Der Höchstkommandierende bat nunmehr, wie wir bereits kurz mit- tcilten, die Vornahme der Wahlen zu den Gemeindevertretungen, fcter Bürgermeister und Beigeordneten, sowie der Wahlen zu den Kreis- urtb Provinzialvertretungen im besetzten Gebiet genehmigt. Tie Wahlen werden voraussichtlich alsbald nach der enbgültigen Ratifizierung des Friedensvertrages durch die Regierungen der Entente stattsinden. Tie Wahlvorbereitungen sind im Gange.
ben Schluß des Berichtes des Amerikaners H 0 0-1 K i n s b e r g e r, Vorsitzende des Bezrrksvererns Vers über seine Studienreise in Mftteleuropa zur der Reick>spost- und Telegraphenbemuten in Kenntnis. I Darmstadt, ins Reichspostministerium berufen.
Geldschnmggel.
Stellung der Kunstgewerbeschule md zwar der Lehrgänge für die neuzubildende kunstgewerbliche Vorklasse, desgleichen der Fachklaiß für Keramik, Holz- und Metallbairbeitung eröffnet ,, werden. Näheres über diese Ausstellung wich a . 7 ~ ‘ flflreTr pich
Mvomen.
diesem schrecklichen Zweck auch noch die Bühne zu griff, das das hessische Wappen mit einer Krone entweihen, das ist Sünde und Verbrechen." Liszt darüber zeigt.
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■XX ift, als B nBkräe trat n As an die Stan rj eines pinai Samtes im ciltt verfügen b Oe, imb ber 21 - sÄmmge Lagi tiriodjt. 2as voi n für geeignet ji ftiden, mü> da km. 1800 qm 0e rate mm da M diesem PI ft das figentl M! äs Garten be Ifek jum Selbstkv ; OGrünber | Eseiiterei hat bi ntosfeln für ' erhielt jede
Nachbargebiete glaubten in sichere Aussicht stellen zu fönnen, daß ihre Regrirungen sich dem preußischen Vorgelien anschließen würden.
Französische Justiz.
oz. Mainz, 23. Aug. Ter Generalsekretär der hessischen Z ent rum spar te i, Diehl, ist von beit Franzvfon ohne triftigen Grund zu einer Geldstrafe in Höhe von 5000 Mk. verurteilt wv-r- den. Tieljl war Leiter einer Versammlung, als ftanzösische Beamte eindrangen und behaupteten, die Versammlung sei nickst genel-migt. .Tiehl konnte einen ordnungsmäßigeir Erlaukmisschem vottveisen, trotzdem aber wurde er verurteilt unter dem Borna nd, er habe in der Versammlung Verbotenes gesagt. Daß zahlreiche Zeugen das. Gegentell bekundeten, war umsoirst.
fm. Mainz, 18. Aug. Im Rochushospital hier, das als Lazarett verwendet worden war, wurden im April Wasche, Kleider und ein Ofen gestohlen. Der Haupttäter Friri)rich Kraemer flüchtete nach Frankfurt und wurde jetzt vom Kriogs'gericht der 10. Armee hier zu 10 Jahren Zwangsarbeit und lOjährigem Aufenthaltsverbot an bestimmten Orten und Städterr verurteilt. Der' Mitschuldige Kutsche Dorsheimer, ein Mann von 42 Jahren, erhielt fünf Jahre Zuchthaus und fünfiahriges Aufenthallsverbot tm bestimmten Orten. Der 29jährige Sanitäter Mauff und der 34 Jahre alte Pförtner Stein wurden mit je vier Jahren Gefängnis bestraft.
Schwindelnachrichten.
ch. Bingen, 21. Aug. Kürzlich gingen Nach- ridjtcn durch die Blätter, in Bingen seien plötzlich 60 vermietbare Wohmmgen frei geworden, ebenso wurde über Erzfunde im Hunsrück gemeldet u. a. m. Man möge sich beruhigen, es gibt (in Bingen keine leerstehenden Wohnungen, es ist hrrr genau so wie auch anderwärts antb die Hunsrücker Erzfunde sind in den Hmrdstagen früherer Jahre schon oft gemacht worden. Sogar Silber und Kupfer wurde schon im Hunsrück — früher — entdeckt, diesmal besteht der ganze Jdarwald aus Mangan.
hl. Wiesbaden, 23. Aug. Die französischen Behörden in Wiesbaden zwingen die Zeitungen zur Aufnahme folgender Erklärung: „Tie lebhafte Bewegung gegen denArtikel 18derdeutschen Verfassung scheint sich in das gesamte Rl)ein- land sortzüpflanzen. Tie zahlreiclion Gegner dieses Arttkels behaupten, daß man ihn in dem lftW- rheinischen Gebiet nicht anwenden kann und darf, da die vorgesehene zwftiahri.se Frist, die für nötig erklärt wird, um das Sibcinkmb von Preußen lvs- zusagen, den Bewolmern dieser Gegenden unerträglich erscheine. Tatsache ist jedenfalls, daß eine große Anzahl Wähler der Kreise Höchst, Homburg, Usingen und Rl-eingau die Volksabstimmuns für die Errichtung einer von Preußen unabhängigen rheinischen Republik einstimmig verlangt hat."


