SwiMngrrnnddruck u. Verlag: örühi'sche Univ.-Sach- il Sleinöruderei ». Lange.Schristleltung, Seschastrftelle u. Oruierel: Schalste. 7.
Der Abschied von Weimar.
Die Nationalversammlung -hat sich
vorzunchmen.
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. . . überinchk
alle
mann.
Zentren für spartakistische Putsche.
Berlin, 21. Aus. (Priv.-Tel.) Die sparta- che und kommunistische Bewegung nimmt an
der Ist
rüder
Line Alarmmeldimg cns Wien.
Wien, 21. Aug. (Wolff.) Zu der im Stabt»
cntjdtten 4 Bremen,
Has dem besetzten Gebiet.
mr. Darmstadt, 22. Aug. Wegen der
gestern auf den 30. September vertagt. Vorher wurde das Gesetz über die Betriebsräte hem zuständigen Ausschuß überwiesen und die Vereidigung des Reichspräsidenten vorgenom- *men. Das letzte geschah mit einigem Pomp: aber die Feftesstimmunq wird im Volke nicht zündend fortwirken. Gewiß, Ebert ist persönlich zweifellos ein wackerer und herzhafter Mann, es sind von ihm keine schädlichen Hand-
Verhandlungen mit den Polen.
-.Berlin, 21. Aug. (WTB.) Bon zuständiger ^etie wird mitgeteilt: Heute vormittag fand im ,^wattigen Amt eine erneute Besprechung M>1ä)en den Vertretern der deutschen Regie- eSrrr9, "Uter dem Vorsitz des Reichsministecs r'iul.cr und den stimmsührenden Mitgliedern der h 3LnlJDelegation in Gegenwart Mn Vertretern der amerikanischen.
Ans Hessen.
Ein Antrag zum Schulgesetz.
Der demokr. Abg. Reiber hat in
Putsche gedacht sind. Tie Regierung tvaf nötigen Vorkehrungen.
Verkehrs hat das nciölxuüanstalleii tmis- uni) Kvni- iftalten auch irei- lbemeisungeii aus 'Nwgegenbuch aus n Muster erteilt
Breslau, Magdeburg, schweig unb München
rbeiten des III. 3b-
jlich 13. Septeniber 5 zu Duedfoni die Queckbom zur Gin-
SonWserhöhungen
Ein Unfall deutscher Minensuchboote in der Ostsee.
Gjedser (Südspitze der dänischen Insel Falster), 22. Aug. (WTB.) Augenblicklich sind eine größere Anzahl deutscher Minensuchboote mit dem Auffischen von großen Minen in der O st s e e beschäftigt. Es sind große, kräftige Motorboote mit geringem Tiefgang, die sich nächtlich vor die dänische Küste zu legen pflegen. Gestern abend gingen Sie bei östlichem Winde bei Vorfriesenfeldt vor Anker. Nächtlich sprang der Wind jedoch um und wurde fast zum Orkan. Die Verankerung der Boote sprang. Zwei Boote strandeten an der Küste. Sie stehen fast auf trockenem Land. Das eine der Boote wurde leck.
Die künftige Stärke der ungarischen Armee.
Versailles, 22. Aug. (WTB.) Der Oberste Rat dec Alliierten soll in der gestrigen Sitzung bei der Durchberatung der Klauseln für Ungarn die künftige Stärke der ungarischen Armee auf 15000 Mann festgesetzt haben.
Tie neue Lage in Ungarn.
W i ? n, 21. Aug. (Wolff.) Tie Blätter melden aus Budapest, daß nad> langen Verhandlungen Erzherz ogJosef sich bereit erklärte, von dem Posten als Verweser zurück zutretcn und daß er bas Ergebnis der Wahlen als Privatmann ab- Narten wolle. Tas neue Sltibinett werde ein Kva- litionskabnrett sein, in dem Lovaszp das Präsidium und das Aeutzere, Tr. Vazsony die Justiz, der Sozialistenführer Gararni den Handel unb die Sozialisten Peidl und Prager zwei sozialpÄitische Ressorts übernehmen werden.
Annahme von Anzeigen s. die Tagesnummer vis zum Racdmiuag vorder ohne jedeVerbmdüchkelt Preis für 1 mm Höhe für Anzeigen v.34 mm Vrette iirilbb 15 bi, auswärts 18 V'.', fiir Reklnine- anzeigen von 70 mm Brene 48 Ps. Bei Platz- Dovid)rii!200/,yuifcl)lag. Hauptschn l.eiter: Aug. Goe:;. 'Bevantivorttict) für Volitit: Aug. Wort), für den übrigcnTeil: Dr. Neinhotb ?eni; für den Anzeigen^!: £>. Beck; fänitlid) in Gießen
wieder überhand. Es läßt sich genau feststellen, daß diese Plätze als Zentren für spartakistische
vom Mili- epülü sich.
nten.
iber selbst auszu- «r ReWbanlstelle auf Namen unö npel versehen unb llechm Ziveä dem unlid# diese vci-
den Lcherb unb e an den Nnths» imtnis.
bald einen Gesetzentwurf vorzulegen, durch den das Schulgesetz von 1874 wenigstens in den dringend nötigen Punkten abgeändect wird? Wird diese Vorlage insbesondere enthalten: Herabsetzung der Schülerzahl — Erhöhung der Schulstrafen für unentschuldigte Versäumnisse — Erhöhung der Pflichtstundenzahl in der Fortbildungsschule — Einführung der Pflichtfortbildungsschule für Mädchen — gleiche Feriendauer für Volks- und höhere Schulen —neue Bestimmungen über Beschaffenheit und Instandhaltung der Dienstwohnungen — zeitgemäße Regelung der Umzugskosten — Anordnung der Gehaltszahlung durch die Staatskasse — Neuordnung des Lehrerbildungswesens — Aufhebung des Artikels 50 —Beseitigung des Präsentationsrechtes — Abschaffung der erweiterten Prüfung — neue Bestimmungen über Schulleitung und -Verwaltung.
Eist neue Teuerungszulage für die Beamten.
sw. Darmstadt, 21. Aua. Der Finanzausschuß der hessischen Volkskammer beschloß in seiner gestrigen Sitzung eine neue Teuerungszulage, nach der die verheirateten Beamten ohne Kinder 1000 Mk., Ledige 600 Mk. und Verheiratete für jedes Kind 200 Mk. als einmalige Anschasfungszulage erhalten. Eine entsprechende Vorlage soll der Regierung zugehen.
Volkskammer folgende An-frage gestellt: die Regierung bereit, in der Volkskammer als-
itiüfien suü>, , ben versehen emzu-
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MgeM'e und das 5 der AbünderuM" enbungen hiergegen
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?er Siebener Anzeige, erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags, vezvaspreiz;
monatl.Mk.1.60, vierteljährlich Mk. 4.80; durch Abbole- tu Zweigstellen monatl. Mk. 1.50; durch diePost Mk. 4.50 uicrtel- jährt. auSschl. Bestellg. sterniprech - Anschlüsse: wrdieLchristleiluugll2 L-eriag,Geschäilsstelle51 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen.
Postscheckkonto:' Frankfurt e. M. U686
nehmenden Verbreitung des Typhus in Stadt und im Landkreis Darmstadt erläßt
fc eiupseh§ ? lur tvirhtast- öultrullen Wnle ^Ur ^amruvuna lunchten. Auh !U leiben babem nicht nur für '^cn datz Va- '9oieti zur Nach-
das Kreisgesundheitsamt eine Warnung, in der es u. a. darauf hinweist, daß Obst, Salat und Gemüse nur in gut gewaschenem oder gekochtem Zustand und Milch nur in gekochtem Zu stand genossen werden dürfen.
ga. Frankfurt, 21. Aug. In einer Straße des Stadtzentrums haben zweiFranzosenein Uffchäft ausgemacht, in dem sie Kaffee, Schmalz und Schokolade verkaufen. Ter Kaffee, dn zu 8.40 Mk. das Pfund verkauft wird, ist kaum zu genießen. Er besteht aus vielen Kaffeebohnenschalen und schmecht alt und sticksig. Im Interesse der Käufer und auch der deutschen Kaufleute muß darauf hingewiesen werden, daß man Waren von Ausländern stehen lassen soll, wenn sie uns keine eimvandfreien und guten Sachen geben wollen, auch, wenn sie sie billiger anbiet:n wie deutsche Gcsckwfte.
fit. Ludwigshafen, 21. Aug. In der ganzen Rheinpfalz herrjcht große Erbitterung über d?n rieigen Zustrom französischer Ziri.isleu, die sich vielfach Herausforderno benehmen, was fcfyon wiederholt zu Zwischenfällen geführt hat. Die Wohmmgsrequisickoneu werden immer
und der Anarckne überliefern muß. Während das -Qitnmmt der Kapitalisten über die U nrentabilirät her Betriebe bet den heutigen Lohn- und Arbntsv'er- fvlkmssen kein Ende nimmt, was nicht einmal bestritten .werden soll, sckreuen sie sich doch nicht, die siapitalreserven, die sich nicht über die Grenze U! affen lassen, ihren Aktionären in freigiebigster Dche in den Hals zu werfen. Die Preiserhöhungen, hrr Schwerindustrie stehen in keinem Verhältnis zu der Lolmerhöhungen infolge von Streiks und den 2tissälleu durch vermiiwerte Arbeitsleistung. Tie Dirtschastssabotage derjenigen, die sich über de Arbeiterschaft am meisten entrüsten, st an sich neben der der Arbeiter mit traurigem Wj sehen lassen. Nur, daß die Mildernden Um» 't-Ttbe, die Man der Arbeitcrsckwft wegen ihrer Der* '^eifelten Existen^lage znbiNi-rn muß, für die Magnaten des deutschen Wirtschaftslebens in Fo.t- M kommen. Es muß Vorbehalten bleiben, an dieser -"'■eile zu beweisen, daß die Sozialisierung der fljn» gierten Industrien in progressiver Form eine Notwendigkeit ist, mit der bald einmal begonnen ®üben muß."
Ob die händlerischen Mncherkapitalisten, 0« der „Vorwärts" hier entführt, einseitig
Parteien der Rechten zuzuzählen sind, doch sehr stark bezweifelt werden. Wir ^missen bei dem „Vorwärts" Klarheit nnd ^rechtigkeit. Die jetzige Regierung wird mit Jnem solchen Rückhalt, der bei allen großen Worten nur auf Schwäche und Unvermögen beruht, nicht sehr weit kommen.
'.imsangrcicher, und man befürchtet, daß die frnnN zösischcn Be hörden noch zu Euteignungeu votrZim- mern und Wohnungen schreiten w.rden. Man hat den französischn Ziviiper ouen be 0 dere Vcrsor- gungsscljeine ausgestellt, bei deren Borzeigen alle Gi'schäfte verpflichtet sind, die der Bevölkerung jeweils xuftcljenixn und» zur Verlegung gelangenden Lebensmittel auszul-ändigen, aitdernfallZ strenge Bestrafung erfolgt.
Deutsches Privateigentum in euginnD, Irland und Uebersee.
Die Wiedererlangung und 9iütf(cfßr1e;imtgi des in England usw. zurückgelassenen Privateigentums ist die schvere Sorge so vieler unserer chemaligett Zivi internierten und früheren Auslanosdeutsckieti und -österreicher. Allen den davon Betroffenen können wir die außerordeittlich wichtige Mitteilung machn, daß die Firma Maaß u. Schramm in Hamburg 8, Tovenfleth 44, schon seit langer Zeit in Gem.'in- schast mit dem „Ausschuß für Der■ riebene Reicks Deutsche aus Großbritannien, Irland unt) den britischen Kvlvnten" in Berlin, Gitschinerstr. 97 feiner halbamtlichen Stelle), dem Roten Kreuz in Hamburg und vielen anderen Vereinigungen die Materie bearbeitet und Schritte eingeleitet hat, daß das Auswärtige Amt in Berlin der Firma die Angelegenl-eit offiziell überträgt. Herr Maaß jr_, lis vor kurzem selbst im Douglas-Lager, Insel Man, interniert, hat beim Prisvner os War In-^ iarmation Bureau bereits die üorbcrcibnibcni Schritte getan. Wir empfehlen unseren Mitglie- öern, die chre Sachen in unserem Klublwus in London oder beim Prisoner of War Jiiforma-. tion Bureau ober auch bei einer Privatadresse lagern haben, sich mit der Firma Maaß u. Schramm unter genauer Angabe der Gepäckstück?, der englischen Adresse und des Einzckwertcs für die Versicherung in Verbindung zu setzen, damit sie in der Lage ist, die Vorbereil ungm für Die Rückbeförderung so umfassend wie möglich zu treffen, im Jitteresse unserer ehemaligen Zioilinte^ nierten usw. selbst.
buftriearbeit Samstoys und Montags, zur Beschränkung des Straßenbahnverkehrs auf zwei Stunden nmrguns zwingen werde, sowie durch die dadurch herv-orgernfene Gefährdung der ameriia ischen Lebensmittcllieferungen die Beoölstrung Wiens a n s s ti e sste beunruhigt werde. In diesem Falle lasse sich die Aufrechterhaltung der Ruhe nicht verbürgen. Dir Blätter betonen die Notwendigkeit, die Hilfe der Entente anzurufen.
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deutsche Nationalversammlung.
»Sitzung vom Donnerstag, bat 21. August 1919«' Am Regicrungsttsch Schlicke und Boll. , Vizepräjident Lö be eröffnet die Sitzung unv 8 Uhr 20 Minuten.
Erster Gegenstand ist ein von Abgeordnete aller Parteien eingebrachter Antrag, nol leidendmj Kriegshinterbliebenen Beihilfen zu gewähren.
Vizepräsident Löbe: Tie Regierung ist mit dem von allen Parteien unteritü^en Antrag einverstanden.
Ter Antrag wird einstimmig angenommen.
Es folgt die erste Beratimg des
Gesetzes über die Betriebsräte.
Reichsarbeilsminister Schlicke: Das drei Gebiete behandelnde Gesetz: Arbcitsverfassung, Ar- beitsverivaltung und Arbeitsvecht, stellt eine gründ« legende Umgestaltung des Wirtsck-aftslebens dar. Ter 9. November warf den Rätegedanlen in die öffentliche Tiskussion. Ein einheitlicher Räle^ gebaute ist eigentlich überhaupt noch nicht vorhanden. Tie Regierung hat erklärt, daß sie ein Rätesystem mit po.i ischn Aufg ben abhl^te, und daß neben dem aus freien Wahlen hervorgehen--, den Parlament nicht noch ein anderes eingesetzt werden fami, dagegen hat sie sich dem Gedanken, die Räte mit wirtschaftlichen und sozialen Ausgaben ju betrauen, zu eigen gemacht und im Artikel 165, der Verfassung festgelegt. Tieem ersten Gesetz werden andere folgen über Arbeitsräte und Wirt- schaftsräte, so daß in diesem Jahr noch die ganz« Räteversassung fesdgelegt ist. Tie Dringlichkeit dieses Gesetzes ist bedingt d^rrch die Not:vendigkeit> die Wirtschaft möglichst schnell wieder auszubauen. Voraussetzung für Gemeinschaftsarbeit ist volle Gleick-berechttgrmg der Aroeitnehmer auf wirtschaftlichem und sozialem Gebiet. Wei e Kreise der Arbeitgeber halten poli ische und gesetz iche Gleichberechtigung auf wirtichastlichem und sozialem Gebiet für unmöglich. In diesem Sinne sind nach der Veröffentlichung des Gesetzes Proteste und Warnungen erlwben worden. Dem Widerspruch von Rechts steht ein genau Jj scharfer von Links gegenüber. Was jenen zu weit geht, geht diesen nicht weit genug. Diese fordern die volle Selbstbeteiligung der Arbeiter- unb Betriebsräte an der Verwaltung nicht zur Erhöhung der Leistungen des Betriebes, sondern überhaupt. Sie verlangen die Sozialisierung der Betriebe, die aber nicht durch die Betriebsräte erfolgen kann. Sozialisierung bedeutet Gemein- schastsarbett. Der Wirkungskreis der Betriebsräte ist viel zu eng, um diesen Gedanken zu verwirklichen. Nur eine Stelle mit einem grossen wirtschaftlichen Tätigkeitsgesühl kann das. Tie später geschaffenen Wirtschaftsräte werden sich der Ausgabe vielleicht unterziehen können. Den Gedanken der Mitwirkung der Arbeiterschaft ar. den Arbeitsbedingungen, gegen die sich mit aller Schärfe sehr- weite Kreise wenden, Haban die Gewerkschaften bereits im weiten Maße erkämpft. Solche Kämpfe werden unter dem Betriebsrätegesetz nicht wieder so scharf auftreten können. Wir ersparen uns Erschütterungen durch wirtschaftliche Kämpfe. Tie Arbeiter werden von dem Erkämpften nickst abgeben. Auch das Mitbestimmungsrecht der Arbeiterschaft bei der Anstellung neuer Arbeiter oder bei Kündigungen und Entlassungen ist ein Recht, das bereits unter der Demobilmachung bestanden hat. Die Arbeiter haben an der gesteigerten Leistungsfähigkeit des Betriebes genau dasselbe Interesse, wie die Unternehmer. Ten Betriebsräte-; steht ein Einspruchs-, recht lediglich in einer bestimmten Zeit zu. Ter Einspruch kann nur aus ganz bestimmten sachlichen Gründen erhoben werden unb muß auf
hingen zu erwarten und er wird die Verfassung treu halten. Mehr aber auch nicht. Er ist ein Parieimann und daher kein Präsident nach dem Herzen aller Deutschen. Präsident Feh- lenbadj hat ihm gestern eine sehr lobende, um nicht zu sagen rühmende Ansprache gehalten. Er sprach darin die Erwartung aus, daß es Ebert gelingen werde, das Volk zu einen, es wieder emporzuführen. .60 weit ging nun der neuvereidigte Prä- sideitt in feiner eigenen Versprechung nicht. Kir zweifeln nicht an seinem guten Willen. ?Tber vermag er noch etwas Ernstliches über seine Partei, wird er in seinem Bemühen nicht bei den wetteifernden Auseinandersetzurgen zwischen Mehrheitssozialisten und Unabhängigen für die Allgemeinheit des !plkes versinken? Der „Vorwärts", das illatt, das den Gesinnungen und der Richtung Eberts am nächsten steht, bringt gerade m seiner gestrigen Doimerstag - Nummer einen Leitartikel, der alles andere, nur nicht ein Blasen znm Sammeln, ein Ruf zur Einig- stit ist. Schon die Ueberschrift „Die Vater- lcmdslosen" ist bezeichnerrd. Die heftigsten Anklagen gegen Großindustrie unb Großgrnnd- Mifc werden erhoben, sie seien während des tneges „solidarisch gewesen in dem Be- ßttcben, den Staat als Auftraggeber und die Nassen als Konsumeirten auf das schamloseste auszubeuten." „Selbst da, wo Mrgertum und Junkertum ihre ur- ttgcnsten Interessen zu verteidigen hatten, an tenFronten des Weltkrieges, svurde der C i n - । fatz von Leben und Gesundheit auf die Dauer immer mehr denen überlassen, deren Angehörigen in der Heimat Mit schwersten unter Hunger und Entbehrungen zu leiden hatten." Ist das nicht eine blinde Verhetzung dec Volksschichten gegeneinander? Wie leichtfertig und unvorsichtig, zu fragen: „Wer steht hinter Dorten, wer hinter den verschiedensten Staatenprojekten im Rheinland?" Wissen wir nicht, daß es ein Teil des Zentrums ist neben den Unabhängigen, die der „Vorwärts" nicht nennt? Das Blatt geht dann zu folgenden Klagen über:
„Während das ReichSwittschaftsamt klar er- knint, daß die ungehemmte Einfuhr zum Teil unnötiger Luxusartikel nach Deutschland mit Einem finanziellen Zusammenbruch von nicht abzu- ftlmber Tragweite enden muß, ist das gesamt: händlerische Wucherkapital im Verein mit En- inttefchiebern rastlos an der Arbeit, Deutschland
1 ent Waren z. T. entbehrlichster Art zu überschwem-
StaatSsekretär Lansing über die englische EroberungspoLitik.
Amsterdam, 21. Aug." (Wolsft) Die„Dailo Öeralb" meldet aus Paris: Staatssekretär Lansing sprach fidf endgültig gegen die Teilnahme Amerikas am Völkerbund in der gegenwärtigen Form aus. Lansing teilte mit, daß Amerika vergeblich versucht habe, zu erreufpen, daß die persischen Delegierten in Paris angehört würden. Tie von den Delegierten nackgesuckste Unterredung mit Lord Gur jon sn jcdich nicht beioilligt worden. Inzwischen habe die britische Gesandtschaft in Teheran mit einer kleinen Gruppe persischer Politiker einen Geheimvertrag abgeschlossen. Diese Gruppe persischer Politiker habe gleich nach der Unterzeichmmg des Friedenspertrages die Kontrolle im persischen Ministerium erhalten. Tie „rebellische Delegation" in Paris sei abgesetzt worden. So sei ein gefährliches geheimes Spiel gespielt worden. Lansing schloß: Großbritannien vergrößerte nicht nur sein Reich ungeheuer sondern umringte Indien von allen Seiten mit Ländern, die von Großbritannien kontrolliert werden, ausgenommen Chinesisch- Turkestan.
Ein Besuch des Sch hs von Persien in London.
Versailles, 22. Aug. (WTB.) Nach einer Meldung des „Temps" aus London wird der Schah von Persien anfangs November in London eintreffen.
Eine Konferenz für „interalliierten Eisenbahnverkehr".
Brüssel, 21. Aug. (Wolff.) Havas. lieber die in Paris abgehallene Konferenz, um einen großen interalliierten Eisenbahnverkehr einzurichkn, berichten die Blatter, daß der belgische Senat eingeladen werden wird, um mit den englischen Un emehmern zusamme.izuarbciten. den gleichen Grundsätzen wie der österreichische Ostende nach Straßburg und von da nach Prag und Odessa axitergeleitet, eine andere bisMailand über den Gottl-ard geführt werden. Tie anstoßenden Linien würden sich verpflichten, mit diesen besten Verbindungen nicht in Konkurrenz zu treten. Nun hatte aber der bckgische Staat vor dem Kriege den Nordexpreß von Ostende nach Wien. Talker kann der Staat nicht auf die obigen Vorschläge eingehen, bwor er di: Zusickerung hat, daß seine ureigensten Jnöereslen nicht auf das Spiel gesetzt würden.
Eine belgische Nichtigsiellung.
Brüssel, 21. Aug. (Wolff.) Havas. Aus ermächtigter Quelle wird mitgeteilt, baß das von der holländischen Presse veröfseittlicläe po l i- tische Dokument verstümmelt tfl, datz das Datum gefälscht wurde und ferner, daß es ine Unterschrift des belgischen Ministers dos Aeußercn nicht träge. Tie vorgenommen,en Aenderungen fnni angebracht worden, um besten Beitimmungeil zu verschleiern und ihm einen sensationellen Charakter zu geben.
Die Haltung Rumäniens.
Versailles, 22. Aug. (WTB.) Die Chicago Tribüne" will erfahren haben, daß Rumänien den österreichischen Friedens- Vertrag nicht unterzeichnen werde und daß es sich auch weigern werde, den ungarffchen Fri^ densvertcag zu unterzeichnen, wenn er nach den lleichen Grundsätzen wie der osterrerchttche ausgestellt werde.
englischen, französischen, italienischen und japanischenMilitärrnission statt. Als Ergebnis der Beratungen kann folgendes >estgestellt werden: Eine Kornmifsion dec hiesigvl fremden Militärmissionen begibt sich sofort nach O be r s ch l e s ic n, um an Ort und Stelle über die von polnischer. Seite vorgebrachten und von der deutschen Regierung bestrittenen Beschwerden der polnisch-spreck-enden Bevölkerung, namentlich der Arbeiterschaft, in dem Aufstandsgebiet Feststellungen zu machen und je nach dem Ergebnis Abhilfemaßnahmen vorzuschlag.m Ferner soll eine deutsch-polnische Kommß stou gebildet werden zwecks Beratung von Maßnahmen zur Verhinderung von Grenzverletzungen, namentlich über den Ucbcrtritt polnffckier aufständischer Santen und Ueberläufer in das Reichsgebiet. Die deutsche Regierung vertrat bei den Beratungen entschieden teil Standpunkt, daß auf Grund ihrer Souveränitätsrechte die Wiederherstellung der Ordnung in Oberschlcsien ausschließlich eine deutsche Aufgabe sei. Sie ist entschlossen, bewaffntten Aus- Itänbcn mit aller Energie ein Ende zu bereiten. Die zuständigen Stellen sind angewiesen worden, bei der Niederwerfung des Aufstandes mit Maß zu verfahren und insbesondere keine Hinrichtun-
Erster Blatt M. Jahrgang Freitag, zz^uguft (919
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General-Anzeiger fiir Oberhefsen
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über die bevorsteherche Kohlenkata- st roph e gemachteil aint:i:ten Mitteilungen stellen die Blätter fest, baß durch diese trostlose Lage, die zur Stillegung der gesamten Jn-
rem, eine Tätigkeit, die heute die bmtsche Valuta y '«M* biß dic nuf hen Grad der Lächerlichkeit herabgedrückt hat u.
-■1 ftließlich- einen Rücksckftag bewirken kann, der dv: brutidKm Wittsckiafisverhättnisse der Verzweiflung


