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Lebensmittel.

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bad) rE zwei Gelsenkirchener Mädchen, wird- » von zwei Burschen, dre chre Gesichter dmÄ " I AlQi

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Abg. Osiertoth (Soz.) begründet den An-1 trag Auer. Unser Antrag will Lediglich den Rechts- Bustand wiederherstellen, wie er vor Einführung der Bergfreiheit bestand. Vor allen Dingen will er es den ausländischen Kapitalisten unmöglich machen, die deutschen Naturschätze auszubeuten. Die

von zwei Burschen, cne ryre

wickeln des Kopfes mit Tüchern unkenntlich? machen versucht hatten, angefallen. Du Ji» ber nahmen unter vorgehaltenem Re-' ver den Frauen ihr Handgepäck (Kinder ngJfl wie etwa 107 Mk. ab und verschwanden. Es vermutet, daß die Wegelagerer am Bahnhof eine der Frauen beim Geldwechseln beobacht»! auf ihre Wahrnehmung ihren Raubübcrfall

und Amtsgerichtsrat Neuroth in Darm­stadt als Mitglieder; Amtsgerichtsrat Weih und Amtsgerichtsrat D e n k in Darmstadt als Stellvertreter; für die Kammer Ober- Hessen Landgerichtsrat Schmäht

Allgemeinheit zufließen.

Abg. Hampe D.-N.) wendet sich gegen

be- der

^^Die Abag. Auer u. Gen. (Soz.) beantragen) Alle Bodmschätze und Naturkräfte sind in^das Ge-

itufbebung der dNu tun gsr echte und Regale ist eine Forderung der Gerechtigkeit und Billigkeit. Nach­dem wir die regierenden Fürsten entthront und die Zivillisten gestrichen haben, geht es nicht an, nicht- regierenden Fürsten und Magnaten Rechte zu lassen, aus denen ihnen Millionen auf Kosten

Auflösung der Fideikommisse. Die Bindung Großgrundbesitzes, die sich nicht bloß auf den Groß-

Alsfeld, 21. Juli. Auf dem Weg« Alsfeld nach Münch-Leusel wurde am Frerlas Raubübcrfall verübt. Trer vom Bahnh)l r kommende Frauen, eine von einer Reise nach senkirchen zurückkehrende Frau Dwbel aus Sn*

misse erfüllen die ihnen zugewiesenen Aufgaben nicht meln Anstatt, wie die Demokratie es will, dem Tüchtigen frere Bahn zu schaffen, stellen sie den Untüchttgen für alle Fälle sicher.

Abg. Osterroth (Soz.) bemerkt persönlich: Wenn ich auch nicht eine rindslederne Hirnrinde habe, wie der Abg. Henke, so habe ich doch nicht 15 000 Mk. im voraus liguidiert. (Heiterkeit.)

Vizepräsident Haußmann: Sie dürfen, vop einem Abgeordneten nicht sagen, daß er eine rinds­lederne Hirnrinde hat. (Erneute Heiterkeit.)

In der Gesamtabstimmuug wird der Art. 152 unter Ablehnung aller übrigen Anträge nur mit der Aenderung angenommen, daß bei der Wert­steigerung des Bodens gesagt wird,für die Ge­samtheit nutzbar zu machen" nichtder Gesamt­heit zuzuführen" und daß stattNaturkräfte" ge­sagt wirdwirtschaftlich nutzbare Naturkräste".

Ueber den sozialdenrvknltischen Antrag über die Aufhebung der Mutungsrechte wird morgen namentlich abgestimmt werden.

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cen unterhält. Wir sind aber fest entschlossen, bol­schewistische und anarchistische Bewegungen nicht zu dulden, lieber den Völkerbund äußerte sich Ador: Ter Völkerbund ist kein ideales Gebilde. Es ist jedoch das Saatkorn, das zum Wohle der Mensch­heit aufgeben und reichlich Früchte tragen wird. Ein Fernbleiben davon wäre Selbstmord und ein Verkennen des Einflusses, den die Schweiz mit vollem Rechte im Völkerbünde auszuüben hoffe.

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♦♦ AuS dem Stadttheaterbureau. Auf verschiedene Anfragen zur heutigen Vorstel­lungSchwarzwaldmadel" fei bemerkt, daß noch Karten erhältlich sind. ,

* Die Waldbühne wird, vielfachen Wünschen entsprechend, die beiden Wohltätig- keitsveranstaltungen wiederholen, und zwar am Sonntag, 27. d. M., Sappho und Dienstag, 29.d. M., den bunten Abend. An­zeige folgt. _ , , t

** Die Liga zum Schuhe der deut­schen Kultur veranstaltet am Freitag den 25. Juli 1919 abends 81/» Uhr im Einhorn einen öffentlichen Vortrag mit dem Thema:Anarchischer Zusammenbruch oder soli­darischer Aufbau", zu dem sie als Redner Tr. E. ©tabtler (Berlin) gewonnen hat. Tie Erkennt­nis, baß wir ganz neue Wege einschlagen müssen, um aus unserer politischen und wirtschaftlichen Notlage herauszukommen, veranlaßt Dr. Stabiler, mit Gedanken zu einer Neuorientierung an die Oessentlichkell zu treten. Die Ausführungen dieses hervorragenden Redners und geistvollen Politikers haben in Ulm, Stuttgart, Karlsruhe usw. außer­ordentlichen Beifeckl gefunden. Dr. Stadtler ist kein Vartcimann, er wendet sich in gleicher Werse an die Anhänger aller politischen Parteien und an Parteilose. In dieser Hinsicht steht er aus dem gleichen Boden wie die Liga, die, gegründet zum Schutz der deutschen Kultur gegen die Gefahren des Bolschewismus, jetzt d i e Organisation zur Ab­wehr aller kulturfeindlichen Elemente und die Vor- kämpierin aller kulturfördernden Bestrebungen ist und die deshalb ihre Mitglieder unb Mitarbeiter auch in allen Parteien, Schichten unb Klassen hat

Aus Stadt «nd Land.

Gießen, ben 22. Juli 1919.

Die drohende Kohlennot.

Jng. G. Lindemann, Gießen, schreibt unS:

In diesem Blatte Nr. 162 weist Herr Stadtv. Geheimrat Pros. Dr. Sommer auf die unzuläng­liche Kohlenversorgung hin. Der Kohlemnangel ist weit größer, als ber größte Teil bes Volkes ver­mutet. Der einzige Ausweg besteht barin, baß wir uns bemühen, alle Wasserkräfte restlos zur Er­zeugung von elektrischer Energie heranzuziehen.

Am 19. Juni b. I. hielt ich in der hiesigen Ortsgruppe des Reichsbundes deutscher Technik einen Vortrag über das Thema:Kein Tropfen Wasser darf in der Lahn zu Tale fließen, ohne Arbeit geleistet ju haben". .

Nachdem ich darauf hingewiesen, daß die Kohle unser Gold, unser Zahlungsmittel, das tägliche Brot der Industrie und des Verkehrs ist und die Kohlenvorkommen eines der wichtigsten Natur­schätze Deutschlands sind, wir dem Weltmärkte außer unserer Arbeit nichts bieten können als Kohlen, führte ich ungefähr folgendes aus:

Tie durchschnittliche Wassermenge der Lahn beträgt in der Sekunde 8, in der Stunde 30 000, in einem Tage 700 000, bei Hoch­wasser nicht selten bis zu 4 000 000 und in einem Jahre 300 000 000 cbm. Von diesen 300 000 000 cbm werden heute 70 000 000 cbm, runb 23 Proz. des gesamten Wassers, ausgenutzt und in zirka 1000 000 kL-Sttmden ober, was dasselbe ist, in 735 000 -Stunden umgesetzt. Beim wirtschaft-

unb sucht. _

** Gewerbeschule Gießen. Die mnfangreiche Metallindustrie in unserer Stadt erfordert ganz besondere Maßnahmen für die Heranbildung der Handwerker und Techniker. In dem gewerblichen Schulwesen konnte wäh­rend der Kriegszeit diesem Umstand nicht ge­nügend Rechnung getragen werden. Deshalb will die Schulleitung der Gewerbeschule nun­mehr einen ganz besonderen Wert auf die Heranbildung des Nachwuchses legen, indem sie in der gewerblichen Fortbildungsschule möglichst Fach kl assen und außerdem, beginnend mit dem Winterhalbjahr 1919/20, eine dreisemestrige Tagesfachschule für Angehörige des Metallgewerbes ein- richtet. Das unter staatlicher Aufsicht abge­haltene Schlußexamen dieser Abteilung ist gleichbedeutend mit der Werkmeister­prüfung. Es wird darauf hingewiesen, daß Anmeldungen möglichst frühzeitig erfolgen, da mit einer Uebersüllung der Klassen zu rechnen ist. Auskunft erteilt die Schulleitung, bemerkt sei jedoch, daß nur Handwerker mit abge­schlossener Lehrzeit, sowie andere mit min­destens zweijähriger Praxis im Metallgewerbe zugelassen werden.

** Beim hessischen M ilitär- versorgungsgericht bei dem Oberver­sicherungsamt Darmstadt wurden zu richter­lichen Mitgliedern ernantlt: Für die Kammer Starkenburg Landgerichtsrat Conradi

Deutsche Nationalversammlung.

(62. Sitzung.)

Mvittag, ben 21. Juli.

Am Ministertisch: Preuß, Schulz und andere. .

Präsident Fehrenbach eröffnet dre Sitzung um 3.20. ,

Eingegangen ist ein Gesetzentwurf zur Abän­derung des Gesetzes über die Regelung der Kohlen- irrirtfdxtft vom 23. 3. 19. Die zweite Beratung des Verfassungsentwurfes wird bet dem 5. Ab­schnitt ber Grundrecht und des Wirtschaftslebens, Artikel 148 bis 162, fortgesetzt. m

Abg. Sinzheimer (Soz.) erstattet Bericht über diesen Abschnitt. Tiefer Teil ber Verfassung bebanbek da 6 Wirisckwftsteben. Einer ferner Hauptgrund,ätze bilde die Anerkennung, des Eigen­tums. Von größter Bedeutung sei dre m dem Ab­schnitt enthaltene Regelung des Arbritsrechts, für deren gesamtes Gebiet die Vereinheitlichung an- gestrebt werde. Endlich bringe dieser Teil der Grundrechte die Regelung der Ratefrage. 2(1 btt werde von dem Gedanken ausgegangen, daß bie imrtscklaftlichen Kräfte nicht frei und ungebunden wirken dürfen, fonbern organisch festgelegt werden mi"1* drittel 148 gewährleistet trn einzelnen die wirtschaftliche Freiheit des Einzelnen und bte Handels- und Gewerbefreihrit. ~

Tie Unabbangtgen Sozialtsten Frau Agnes und Genossen, die Artikel 148 und folgende, ine sich auf die Wirtschaftsordnung bcztehen, zu strei- d>eu unb dafür die Umbilbung der kapitalllttschcn Mrlschaftso dnung in die soziaisiische auszu-pre- tben und bis zur Verwirklichung des Sozialis­mus dem Reiche die Fürsorge zum Schutze ber Gesuiidltri! und Arbettsfahigkrit und gegen Die wirtschaftlichen Folgen von Altersschwächen und Wechselfällen des Lebens zu übertragen.

Abg. Henke (Unabh. Soz.): Diese Verfas­sung soll so demokratisch sein wie keine andere der Welt Don einem Siege der Revolution und der proletarischen Weltanschauung findet man darin keine Spur. (Sehr wahr bet den Unab­hängigen.) Tie Berfasfung wird fetn langes Leben haben. ?ln ihre Stelle tritt der Sieg des So­zi a'i -m'is und die Diktatur bc£ Proletantts.

Artikel 148 wird in der Fassung des Aus­schusses angenommen.

Artikel 150 gewährleistet das Eigentum. Ent­eignet Farm nur zum Wohle der Allgemeinheit und nur auf gesetzlicher Grundlage gegen an­gemessene Entschädigung werden. Der Gebrauch 5» Eigentums soll zugleich Dienst für das Ge- meinbeste sein. Hierzu liegt ein Antrag Dr. Heinze "T Dp.) vor, bei Festsetzung der Höhe der Ent- eignungssumm« den Rechtsweg offen zu halten, ferner ein Antrag Beperle (otr.), daß Enteig­nungen gegenüber Ländern, Gemeinden und Ver­bänden nur gegen Entschädigung vorgenommen

werben können. ,

Abg. Tr. Heinze (D. Vp.): Die Art, w : Entschädigungen festgesetzt werden, bewerft mir, ; daß diese Dinge dauernd mit Rechtsfragen o.-r- ; knüpft sind. Letzten Endes muß die Entscheidung doch von den Gerichtsbehörden getroffen werden. 1 Das Zivilrecht wird durch diese Frage fhrrf in Anspruch genommen. Die Anregung, daß auch Länder enteignet werden sollen, nehmen wir an

Reichskommissar Dr. Preuß: Dagegen, d-'.ß , in Fallen der Enteignung der Rechtsschutz der Gerichte eintritt, ist nichts emzuwenden. Dagegen erscheint es bri>enklich, angesichts der Folgen, oie der Friedensvertrag haben kann, eine Bestimmung aufzunehmen, die geeignet ist, der künftigen Ge­setzgebung einen Riegel vorzuschieben. Die Mög­lichkeit wird offenzuhalten sein, Enteignungsftagen durch neue Gesetze zu regeln. Derselbe Einwand gilt auch gegenüber dem Antrag Beyerle.

Abg. Leicht (Ztr.): DerAntrag Beyerle will, daß (Enteignungen gegen Lander, ©emeutoen und Gemeindeverbände nur gegen volle Entschädi­gung erfolgen können. Enteignungen geschehen tm Interesse der Allgemeinheit. Länder, Gemeinden und Gemeindeverbände aber sind bereits ein quan­titativ nicht geringer Teil der Allgemeinheit ober stehen in ihrem Tienste.

Württembergischer Ministerialdirektor Nutz­los n empfiehlt im Auftrage sämtlicher einzelstaat­licher Regierungen die Annahme des Anttages Beyerle Ter Antrag verlangt nichts Unbilliges, sondern schützt die an sich fchon in bedenklicher finanzieller Lage befindlichen Länder vor einer Schwächung ihrer Finanzkraft.

Damit schließt die Besprechung. Der Artikel 150 wird unter Ablehnung des Antrages Heinze unb Annalw'e des Antrages Beyerle angenommen.

Artikel 151 (Gewährleistung des Erbrechtes) roirb angenommen. .,...., £

Präsident Fehrenbach bittet mit Rücksicht darauf, daß die bisherigen Verhandlungen über Artikel, die eigentlich kaum Gegenstand eines emiten Streites gewesen seien, schon zwei Stunden in An­spruch genommen haben, sich möglichster Kürze zu befleißigen. t L ,

Artikel 152 (Verteilung und Nutzung des Bodens! soll jedem Deutschen, besonders kinder­reichen Familien, Wohuungs- und Wirtschatts- heimstätten sickeni, unter besonderer Berücksichti­gung Der Kriegsteilnehmer Grundbesitz kann zur Befriedigung der Wohnungsbedürfnisse, zur Förde­rung der Siedelung und Urbarmachung ober zur Hebung der Landwirtschaft enteignet werden. Tie Fideikommisse sind auizuheben. Tie Bodenbearbei. tung ist Pflicht der Grundbesitzer. Tie Wertsteige­rung des Bodens, die ohne eine Arbeits- ober Kapitalaufwendung auf Grundstücke erfolgt, ist der Gesamtheit zuzuführcn. Alle Bodenschätze und Naturkräste stehen unter Aufsicht des Staates.

En Antrag Arnstadt u. Gen. (D.-N.) will Zue Auflösung der Fideikommisse streichen unb die Mertsteigerung des Bodens ohne Arbeits- und Ka­pitalsaufwendung durch Besteuerung für die All­gemeinheit zugänglich machen.

Ein Antrag des Demokraten Hartmann u. Gen. will stattber Gesamtheit znzuführen" sagen für die Gesamtheit nutzbar zu machen".

Abg. Da Idstein (Tein.- beantragt, statt Naturkräste zu sagenwirtschaftlich nutzbare Natur -

Landgerichtsrat Cramer in Gießen alz Mitglieder; Amtsgerichtsrat Trümpeil und Amtsgerichtsrat M e y e x in Gießen al«' Stellvertreter; für die Kammer Rhein- ) e s s e n: Landgerichtsrat Brehm und Amtsgerichtsrat Dr. Hans Schneider in Mainz als Mitglieder; Amtsgerichtsrat Dr. Stoll und Amtsgerichtsrat Dr. Friß Schneider in Mainz als Stellvertreter.

** Im Lichtspielhaus heute letzter Toy Henny Porten inDie Schuld". Ab morgn bis einschließlich Freitag tritt die temperameiu- volle Ellen Richter in ihrem großen vierattig^ GesellschaftsdramaEin Schritt vom Wege" aui. Außerdem wirdTer neue Herr Generaldirektor , zeitgemäßes Lustspiel in drei Akten gegeben.

** In den Schwarz-Weiß-Lichts Vielen, Seltersweg 81, kommt ab heute ter veltberühmte Heimburg-RomanAus dem Leben meiner atten Freundin" in 5 Akten mit Edith Meller in ber Hauptrolle und das Lust-1 spielBlinder Alarm" mit dem beliebten Kvmiler Damman in der Hauptrolle zur Aufs'ühruuqv

** Wettervoraussage für Mitt, woch: Wechselnd bewölkt, stellenweise Regen, schauer, Temperatur wenig geändert, wechselnd Winde. (Meldungen äußerst lückenhaft.)

Landkreis Gießen.

bo. Daubringen, 22. Juli. Der Orts« gewerbevereinLollar und Umgegend hiüt am Sonntag bier eine gutbesuchte Versammln^ ab, in ber Sekretär Kirchner (Gießen) über Steuerfragen sprach. Er behandelte zunääst die Bestimmungen des Umsatzsteuergesetzes um bann noch Erläuterungen über das bentts bis Entr Juni lf. Js. aufzustellende Vermögensverzeichnij zu geben. An die Ausführungen schloß sich eint sehr rege Aussprache.

O Lich, 20. JuÜ. Tie unter dem Probt- torat von Forstrat Dr. Dieffenbach heute in Steins Saal bau von der GesellschaftGemütlich­keit" t>er anffalte le Wohltätig keilsfeierer« freute sich starken Besuchs und machte in ihrem Verlauf den Veranstaltern alle Ehre. Händel^ Largo für Violine und Klavier und ein sinnig dji- getragener Prolog eröffneten das Programm, dos vielleicht nur den einen Fehler hatte, daß es m reichhaltig war. Musikvorträge 'wechselten in reich­haltiger Folge mit besanglichen Darbietungen bti GesangvereinsCäcllia", der sich berritwUligst ui den Dienst der guten Sache gestellt und zcigm konnte, baß er auch unter seinem stellvertretenden Dirigenten B-arz noch nichts von seinem alten Ruhm verloren hat. Flott zur Darstellung kamen auch ein drriaktiges Schauspiel,Ter Fremd!n. legionar", und ein einaktiger Schwank,Tie lieber*1 raschung in der Dorschenkc". Sämtliche Darbie­tungen, die zum Teil auf beträchtlicher fünft-, lerischer Höhe standen, ernteten lebhaften Beifall.! Ter sich auf runb 1500 Mk. belaufende fRein-, ertrag ber Spende und des Abends wirb der 6W Lich als Grundfonds zur Errichtung eines Vc- denkfteins für die gefallenen Sicher überwiese-

Die 3 000 000 KW-©tunben erfordern einen Kohlenaufwand, bei einem spezisisck)en Verbrauch von nur 2 kg, bei der heutigen Brichanenhell ber Kohle von 30-50 Proz. Achegehalt llt aber rn.it einem Verbrauch von mindestens 2,2 kg zu rechnen von 120 000 Zentner. Um diese Kohlen- menge nach Gießen zu befördern, sind 600 10-t- Wagen ber Eisenbahn notwendig. Für biete Kohlen muß die Stadt Gießen zur Zell unge ähr 520 000 Mark zahlen. Und verteilen wir diese 120 000 Zentner auf die hiesigen Haushaltungen, ut ber Amiahme, daß 10 000 Haushaltungen vorhanden sind, bann kommen auf jeden Haushalt 12 Hcntner.

Ferner führte ich noch aus, daß das V o l ks- bab einen jährlichen Kohlenverbrauch von rund 8000 Zentner haben dürfte und hierfür zirka 30 000 Mk. aufwendet, während bei ber Gasanstalt Millionen Wärmeeinheiten ungenutzt zum Schorn­stein hmausfliegen.

Gießener Volkshochschule.

Man schreibt uns:

Ueber das Wesen der Volkshochschule. und ihre Ziele scheint hier unb da noch immer euuge Unklarheit zu bestehen, ja bedauerlicher Werfe macht sich, wenn auch allerdings nur ganz ver­einzelt, sogar eine gewisse Mißistimmung unb ab­lehnende Haltung bemerkbar. Schuld daran scheint der Bolksftockssck/ulkursus im vorigen Monat zu fein, ber besonders durch bte etwas einseitige Auswahl seiner Stoffe und seiner Hörer an veischiebenen Orten Mißbilligung erregt hat. Wie schon an dieser Stelle erwähnt wurde, fallen der­artige Bedenken im Hinblick auf die zu gründende Gießener Mstkshöchschule fort. In der Grün­dungsversammlung am Donnerstag den 24. Juli, abends 8V. Uhr, in der Neuen Aula Oer Universität wird jedermann Gelegenhell geboten sein, sich an Hand eines kurzen Vortrags nochmals über den Zweck unb bie Ziele der Volkshochschule zu unterrichten unb .venu nötig, das Wort zu ergreifen.

Ter zu gründende Verein soll auf breite ft er Grundlage sieben. Mitglied kann jeder Mann und jede Frau .verden. (Bellrag? für Vereine jährlich mindestens 10 Mk.; von Einzelpersonen sind auch kleine Beiträge wlll- kommen.) Im Ausschuß des Vereins sollen a 11 e Behörden, Berufsorganisationen und größeren Vereine vertreten sein. Er wird in enger Fühlung mit den einschlägigen Stellen (Behörden, Schulen, Körperschaften aller Art) arbeiten. Nur so, wenn sie in ständiger Verbindung mit allen Kreisen und Berussarten bleibt, und wenn andererseits all: Schichten der Bevölkerung ihr Teilnahme entgegen­bringen, kann die ^Volkshochschule ihr Ziel er*

** Marmelade-Verteilung. Von Mittwoch den 23. bis einschließlich 26. d. Mts. gelangt ein Pfund Marmelade zum Preise von 1,30 Mk. zur Ausgabe.

** Beider st äd t. Obst-undGemüsc- teile in den Marktlauben kommen morgen gro- -ere Mengen Kirschen, Sauerkirschen, Heidel­beeren und Stachelbeeren zum Verkauf, ferner noch dicke Bohnen und mideres Gemüse.

werden. , ~ ,

O Lich, 19. Juli. Als vor 14 Tagen Stad:- rechnet Heinrich Fuhr mit 1068 Stimmen ohn Gegenkandidat zum Bürgermeister unfern Stadt gewählt worden war, da wurde noch an gleichen Tage ber Ehren bäum gesetzt und dm neuen Gemeindeoberhaupt in begerftertm Kmd gebungen gehuldigt. Heute abend nun brachte sämtliche Vereine ber Stadt dem neuen W germeifter noch ein offizielles St ä n d che n. Eine vielhundertköpsige Menge hatte sich vor ftnitt Wohnung eingefunben. Tie Gesangvereine dttia" undMänner-Quartett", unter Lestwy ihrer Dirigenten, Stadtverordneter Barz um Hauptlehrer Roth, erfreuten den Bürgermeister der ein alter treuer Sangesbruder ist, durch fnr- müngsvoll vor getragene Chöre. Der Präsideitt « Cäcilia", Dreh. Schmidt VIII., brachte in em .Ansprache die Glückwünsche ber Bevölkerung w ber Verein- zum Ausdruck. Bürgermeister Fnst^ dankte für bte ihm erwiesene Ehre und das i)i entgegengebrachte Vertrauen. Die Wahlen feien aj ernster Zeit vor sich gegangen. Die Gemein^ wählen hätten alle Bevölterungskreise zur EmÄ kcit geführt und erstmalig mit dem alten wit* haß gebrochen. Als neuer Bürgermeister wolle ll keine großen Versprechungen machen. Ems cv« könne er letzt schon sagen, daß er rote als StM rechnet: so auch als Bürgermetster stets alle M Kräfte für das Wohl der Vaterstadt emie'ch werde. Bor allem gelte es, Kirche, Schule und cl» öffentlichen Einrichtungen, die.dem VolksM dienen, zu schützen und weiter zu fördern. Dane« werde es für ihn als Bürgermeister eine befonMH vornehme Aufgabe sein, stets die Rechte des 5i> seinen nach Kräften in Schutz zu nehmen tm) ß vertreten. Wir wollen unter Hintansetzung sicher Interessen stets alle unsere Kräfte gemein für das Wohl und das fernere Gedeihen unir®' Vaterstadt einsetzen. Stürmischer Beifall nm Bürgermeister Fuhr für seine Worte Jutetl. ber Wohnung des neugewählten BürgenneW begab sich die huldigende Meitge vor bte des Beigeordneten Heller. Hier hielt Lehrer L lli bie Ansprache und pries die großen S^rbienftt r Beigeordneten in seiner 12jährigen Tattgleti ry die Stadt. Der Beigeordnete dantte in kurzer. Niger Ansprache.

Kreis Alsfeld. Raubübcrfall.

liehen Ausbau und bei der Zusammenfassung dec 3 Wasserkräfte Elektrizitätswerk, Obermühlc, Badenburg lassen sich ungefähr 250 000 000 cbm, rund 83 Proz. des gesamten Wassers, nutzbar machen unb in 4 000 000 ?8-Stunden, oder, was dasselbe ist, in 3 000 000 LIV-Stunden umsetzen. Diese Leiswng genügt, um die ©tobt Gießen noch auf Jahre unabhängig von ber Kohle mit Strom zu versorgen. Die Selbstkosten einer durch dies Wasserkraft eräugten LM-Stunde dürfte 5 P betragen, während sich die Selbstkosten einer KW»©tunbe einer Dampfkraftanlage bei ben heu­tigen Kohlenpreisen 36 Pf. betragen. Die jährlickien Mehrausgaben bei einer Tampskraftanlage betragen somit 780 000 Mk. .

_______________ _______ Das Gold liegt in ber Lahn. Es sollten nreineigentum uverzuführen. Regale und Mutmras- j daher diese gewaltigen Zahlen und folgende Aus­rechte sind aufjubebeiL sührungen zum dLachdenke» Veranlassung geben.

gründ besitz beschränk, sondern in Form des Höfe­rechtes auch auf den kleineren Grundbesitz über­greift, verkörpert einen außerordentlich gesunden, Nr germanischen Rechtsgrimnken. Eine Reform des Fidrikommitzrechtes erscheint angezeigt.

Abg. Hampe (D.-N.) fortfahrend: Die glatte Aufhebung des gebundenen Großgrundbesitzes würde mehr Nachteile als Vortelle im Gefolge haben. (Beifall rechts.)

Abg. Bruckhofs (Dem.) empfiehlt den demo­kratischen Anttag.

Abg. Dr. Billig (D.-N.) bezeichnet die Rede des Abg, Henke als russischen Salat mit Erfurter Aromatik. (Heiterkeit.) Es war ein Durch­einander von Gedanken aus oer russischen Revo­lution und aus dem Erfurter Programm. (Sehr gut! rechts. Gelächter bei den Unabhängigen) Tem Gedanken der sogenannten Bodenreform stehl meine Frattion wohlwollend gegenüber. Aber wir sind geteilter Meinung, wie weit die Bodenreform gehen soll. Tie Fassung der Vorlage halten wir für brieflich, )ocil dieselbe konfiskatarische Ein­griffe zulassen würde. Aus demselben Grunde leh neu wir selbstverständlich den sozialdemokratischen Antrag ab.

Abg. Dr. Becke r-Hessen (D. Vp.): Recht nur Gnmdstücke unterliegen der sideikommif- sarischen Bindung, sondern beispielÄveise auct Kunstsammlungen. Bei grundsätzlicher Aufhebm.g der Bindung würde die Gefahr bestehen, daß zahl­reiche Kunstwerke ins Ausland abwandern.

Abg. Dr. R aschig (Dem.): Nachdem wir erst die Gewährleistung des Eigerllums beschlosien haben, ist es nicht möglich, die Bodenschätze ohne ivellercs zu beschlagnahmen oder in Gemeineigen­tum überzuführen. Auch praktisch ist dies undurch­führbar. In verstärktem Maße gilt das von Den Naturkräften.

Reichskommissar Dr. Preuß: Ter Entwurf eines Kriegsheimstättengesetzes ist im Reichsjustiz­ministerium fertiggestellt und dem Staatsmini- sterium mll der Bitte um inögsichste Befchleuisigiliig bei Rückäustemng übergeben roorben. Sobald diye erfolgt, werden die weiteren Vorarbeiten gemacht werden.

Abg. Henke (Unabh. Soz.): Wenn die Re- gierungsfozialisten sagen, sie bauen auf, so tun sie es nur, um ihre Grundsätze preiszugeben.

Abg. Katzen sie in (Soz): Wir lehnen die FideSommifse als Bestredirngen Üo-nservattver, ja reaktionärer Art ab. Regale unb Mutungen in den Händen Privater sind nichts anderes als vom Staate verschenkte Hoheitsrechte. Tie mit gram­mophonmäßiger Regelmäßigkeit erhobenen Vor­würfe der Unabhängigen lassen uns kalt.

Abg. Wald sie in (Dem.): Tee Fideikom-

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* Groß-Felda, 21. Juli Durch ziehung des Schreinermeisters SevffartY. selb) zum Heeresbienft war bie hiesige v werker-Zeichenschnle von KnWJe während fünf Monaten ohne Lehrer. Zu AN« bes Monats Januar 1915 bis Ende des übernahm Architekt K 0 ck e r b e ck (Gießen) m- * terrichtserteisiing Vertretungswelle. Als vaM Schüler bis auf sechs zum Heere eingezogcn wurde der Unterricht vollftandrg ^ngesteltt , Wiederaufnahme des Unterrichts durch de , V e r - , reu Lehrer war erst .nach Psingften dleies . h l und I möglich. Er nahm feinen Anlang mll 14 6?