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Berlin. 20. Mrfgte Äriindv «IitsG. m. b. H prwi von künst »Wische Anilin- |nn mit ihren bi fc'tburg. die beut kpng in Bochum w!m und den ch 6 Airtschaillichen pOie KalkstiOoi Mischen etidiloi fciilot vereinigt.

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dritten Mule wn den Engländern zerjuiri. Daran haben die Franzosen bei der Wahl dieses Ortes für die Verhandlungen wohl nicht gedacht. Oder sind auch diese Tatsachen in den frairzösischen Geschichtsbüchern schon den Zeitverhäl Missen ent- sprechend gefälscht, wie ja in den französischen Schu­len jetzt gelehrt wird, die Jungfrau von Orleans habe nicht bte Engländer, sondern die Deutschen «ns Frankreich getrieben? In Saint-Germain) mußte auch Karl IX., der vor den Hage-- notten, die siegreich heranz-ogen, aus Paris geflohen war, mit diesen am 5. August 1570 einen Frieden schließen, der ein erniedrigendes Geständnis seiner Ohnmacht war.

Ter Frieden, den der Gröhe Kurfürst in Saint-Germain mit Frankreich schließen muhte, war notwendig geworden, Werl der Kaiser r rv - f____. _ 1 < hhK 't^rTw.tv-

Hauptgedanken unterstrich, dann schrieb das M tenberger Füchslem Magistri Worte mit groß« Lettern nach.

Aus dem Killeghefte ist über das geistige» den des künftigen Reformators und seiner 8» schaumigen so mancherlei zu ersehen und zu lenttli pflegte doch Lutl^r gerade die Galaterepistel m ..seinen Brief" zu bezeichnen, den er denn mii in seinen Vorlesungen nicht weniger als bteimi; behandelt hat. Bon bemerkenswerten Stellen Aeußerungen sei hervorgehoben, daß Luther.ll der Stelle 3,28:Hie ist kern Jude noch Grieco, hie ist kein Knecht noch Freier, hie ist kein Man« iwch Weib, denn Ihr seid allzumal Einer in Glinfr Jesu" die folgende Bemerkung macht:Folgl« i|t hier nicht Priester noch Laie, nicht Kanoiii's noch Vikar, nicht reich noch arm, nicht Benediktivr noch Karthäuser, nicht Franziskaner noch AngiO ner, überhaupt keinerlei Unterschiede des Stands» Grades oder Ordens. Alles das macht nicht d» Gläubigen, wo es sich findet, und nicht den 118- gläubigen, wo es fehlt, ja es hindert häufig btf Christen, wenn es da ist. wie aus den verderbt» Sitten dieser Welt erhellt, wo überreichlich bln stolzen Heuchler sich ihrer Orden rühmen und bt! bei gcgensertig in erstaunlick)er Wut sich bekämpfe^.

An anderer Stelle bricht bereits hier Gedanke des allgemeinen Priestertums a'ler Glö Ingen durch, und in sehr bemerkenswerter We klingen die Töne der Mystik an. Luther las gech im Straßburger Tauler, und in seinem Si« heißt es:Der Glaube ist geistige Armut", ui von den Werken, sie seien schließlich kein aktiv« Wollen von uns, sondern vielmehr ein pasur« lieber uns-Ergehenlafsen göttlickxm Wirkens. SM ist der von Luther ausgesprochene Gedanke:2® Christenleben stehet nicht im Sein, sondern is Werden, nicht tm Sieg, sondern im Kam»! nicht im Gerechtsem, sonder« im Gerechtwerd«.

Zemüewn.

Der Frieden von Saint-Germain-en-Laye.

Der Ort Saint-Germain-en-Laye, drei Meilen westlich von Paris, wo gegenwärtig die deutsd-- österreichische Friedensgesandtschaft zum Abschlüsse des Friedens weilt, ist geschichtlich besonders be­kannt geworden durch den Frieden, den hier der vom Reiche im Stiche getan ene Große Kur­fürst am 29. Juni 16,9 mit Frankreich zu schließen sich gezwungen sah. Aber auch sonst noch tnäufen sich an diesen durch seinen prackstvollen. Park berühmten Ort, die Wiege und das Grab ftanzösischer Könige, manche bemerkenswerte ge- ichichtlichc Tatsaären. 1316 wurde Saint-Germain von den Engländern erobert, das« 'Schloß geplündert und niederge­brannt. Nach der Wiederherstellung ward Stafrt und Schloß 1419 zum zweiten und 1438 zum

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haben, das Wort der verratenen Dido:Exoriare aliquis nostris ex ossibus ultor" (möge aus mei­nen Gebeinen einmal ein Rächer erstellen). Er ließ aus Anlaß des Friedens eine Münze mit dieser Inschrift prägen. 0. K.

Ein Kolltstheft nach einer Vorlesung Lachers.

Seit dem Jahre 1877 ist ein Manuskript be­kannt, das ein Student im Wintersemester 1516/17 zu Wittenberg nach Luthers Vorlesung über den Galaterbrief nackgeschrieben tat Tas Manuskript war in den Besitz des Lutherfarschers Nikolaus Müller gekommen und ist jetzt in den Abhand­lungen der Heidelberger Akademie der Wissen­schaften durch Professor Hans von Schubert zum ersten Male he raus gegeben worden. Dies Kollegheft bildet ein Seitenstück zu Luthers Vorlesung über den. Römerbries, zu der wir seine eigene Nieder­schrift besitzen. Einem Berichte der,.Ncu-'N Zürcher Zeitung" über diesen hochinteressanten Luthersund ist zu entnehmen,.daß der iimge Wittenberger Pro­fessor für seine Hörer eine Textausaabe des Briefes hatte drucken lassen, die er dem Kolleg zugrunde legte. Tann pflegte er so zu verfahren, daß er den Text grammatisch durchging, dann die Glosse dik­tierte, indem er den Teit Wort sür Wort las und erörterte Darauf folgte nach einem größeren Ab­satz die Scholienaussührung, ebenfalls diktiert, doch muß Luther im mündlichen Vortrage, der sich daran schloß, viel mehr gesagt haben, als er im Diktate zusammenfaßte. Luther las zweistündig, Montag und Freitag. Das Studentlein, dessen Kollegheft wir besitzen, scheint nicht gerade ein Kirchenlicht gewesen zu fein; im Lateinischen sinv ihm arge Schnitzer uwergelaufen, und über Luthers stark sächselnde Aussprache ist er manchmal ge­stolpert. Zuweilen ist er nicht mitgekommen, zu­weilen auch hat er geschwänzt und dann, so gut es eben ging,nachgcritten". Wenn Luther einen

Maikäfer al» Futtermittel.

Es ist in diesem Jahr mit einem starken Auftreten der Maikäfer in verschiedenen Ge­genden zu rechnen. Wo solche in Massen auf- treten, ist es notwendig, eine planmäßige Bekämpfung der Schädlinge vorzunehmcn. Maikäfer bilden ein vorzügliches Hühner­futter und Beifutter für Schweine, mit 87 Prozent Trockensubstanz, 55 Prozent stickstoff­haltigen Stoffen und 11 Prozent Rohfett. An Hühner und Enten können die Käfer in /rohem Zustande verfüttert werden, müssen Hagegen beim Verfüttern an Schweine ge­kocht oder geröstet werden, da sie der Zwi­schenwirt des Riesenkratzers sind, eines Darm- varasiten des Schweines. Das Einsammeln oer Käfer findet am besten an kühlen und trüben Tagen statt, an denen sie sich leicht von den Bäumen schütteln lassen. Die En- ?erlinge, ein ebenso wertvolles Futter, chädigen als Wurzelftesser unsere Gettejde- pflanzen und lassen sich beim Pflügen des Ackers hinter dem Pflug leicht einsammeln. /Das Sammeln muß möglichst in großem Umfange durchgeführt werden. Es ist daher empfehlenswert, wenn die Gemeinden das Sammeln unter Hinzuziehung der Schuljugend organisieren.

betritt von jetzt ab 9, 20, 30, 40 und 56 Mk. jährlich. Durchschnittlich ist eine Erhöhung vvnH! bis 100 Prozent ein®-treten. Auch die messermiete wich um 50100 Prozent erhöht w.h steigt von 5-^75 Mk. Die Verpflegmvgssätze für das städtische Kirnkeuliaus werden wie folgt feil« I gesetzt: Für Ka^senmitglieder 3,50 (früher 2.10). für sonstig- Patienten 1. Klasse 10, 2. Achse 8, und 3. Ktasfe 6 Mk.

4 Bad-Nauheim, 20. Mai. Ein Kreß, verein des Verbandes deutfcher Handlungsgehilfe, Lechzig mit dem Sitze Bad-Nauhrirn^cieobni ist hier gegründet worden.

o. Bad-Nau heim, 21. Mai. Ein Sonder, konzert zugunsten der Kriegsgefangenen. Fürsorge hatte einen Reinertrag von 1GOO Mk, der durch die Kurdirektion der hiesigen Ort-, aruppe des Bolksbundes zum Säcktze der dem. fdjen Zivil- und Kriegsgefangenen zugefülirt wurde Der Turnverein 1860 überwies der Ortj. ttiruppe eine Spende von 120 Mk.. die bei einen Schauturnen am Sonntag für unsere Gefangen er durch freiwillige Gaben aufgebracht wurden. - Kommenden Samstag und Sonntag veranstaltü die Ortsgruppe einen Bad-Nauheimer Opfertai Haus- und Straßei.sammlungen, sowie Sammltin. -gen bei ben Konzerten auf der Terrasse und « den Trinkkuranlagen sollen stattfinden.

O Helden bergen, 21. Mai. Auf Anw yung.des Bürgermeisters Goy bildete sich hier ei«, landwirtsckfaftliche Bezugs- und Absaygr. n o s s e n s ch a f t. die sich der landwirtschaftlicha ZentralgeTwssenscyast angeschlossen hat.

Kreis Wetzlar.

Krofdorf, 21. Mai. Tie neueingrrichpW S ch u l st e l l e wurde dem Lehramtstandidatch Praß übertragen. Die erledigte Stelle des pr» fionirrten Lehrers Lochau ist noch unbesetzt.

Hessen-Nassau.

8 B a d H o m b u r g v. d H., 21. Mai. Zivi- scheu Einbrechern und mehreren Wächter! kam es am Wcinbergweg zu idjOöeren Zusam­menstößen. Tie Wächter schossen und verletzt« einen Einbvocher, der aber in der Dunkelheit entkam.

fb. Bad S a l z s ch l i r f, 21. Mai. Die Zatz der Kurgäste ist auf 241 angcwachsen. W Sonntag wurde das Kurtheater eröffnet.

dz. Dillenburg, 20. Mai. Wie die GaS« werksvcrwaltung mitteilt, ist es bisher nicht g» lungen, Kohlen zu erl-alten. Sollten keine weitem Kohlen eintreifen, so muß mit der Stillegun- des Gaswerkes in den nächsten Tagen g» rechnet werden.

mr. Frankfurt a. M., 21. Mai. Ter w gemein schlechte Abschluß der Frankfurter Ga» gesellschaft macht eine weitere Erhöhung bei Ga s p r e i s e s in den nächsten Wochen nrotroenbig,

mr. Frankfurt a. M., 21. Mai. Aq Befehl des Ententekommandeurs für die neutrale Zone müssen sämtliche Blitzer von Waffen dir- auf der Polizei anmelden. Auch die Mbm r.ition muß gemeldet werden. Es scheint, als ch sich die Entente auf etwaige Widerstände bei ritte«: ev. Einmarsch in Deutschland vordererten ivill,

ha. H e r s f e l d, 20. Mai. Gestern früh wuv den bei einem Reisenden, der heute nacht in einen hiesigen Rest«avant übernachtet hatte, 2000Eiet beschlagnahmt, bte zu Wucher preisen im Kreist Homberg, Rotenburg und Hersfeld aufgclwtft waren.

bL Kirchhain, 21. Mai. In der letzt« Sitzung des landwirtschaftlichen Krrisveveins ward« die Mitteilung gemacht, daß Kirchhain eine lan« wirtschaftliche Winterschule erhalten soll.

hl Marburg, 20. Mai. Seit 1. Mai i.9 in Marburg, alte Jägerkaserne, eine Werbe^ zentrale für die Reichswel-r tätig. Auch bcimi hiesigen Landratsamt und auf ben meisten Dör­fern sind Werbestelleneingerichtet. Zwei Wil< derer aus einem Nachbardors wurden am Schro- taa morgen in dem Wald zwischen Eappel unij Frauenberg von zwei Oberjäaern beim Zerleg« einer Rehziege überrascht und ststgenommen. n

tot. Weilburg, 21. Mar. Schon eint« Zeit vor dem Kriege waren von der Eisenban große Veränderungen an der hiesigen L a h n* brücke geplant. Die linke Seite der Brücke, bit eine aus zwei Jochen bestehende Brücke bildet ist zu schwach und soll daher abgetragen und butm eine Brücke neuester Konstruktton ersetzt werde» Tie Stadt Weilburg geht nun mit dem Gedan» um, den flbjunwntiercnben Teil der Brücke kaufen und etwas weiter, unten wieder aufzubau« um so eine für Wagenverkebr benutzbare Brücke»! Verbindung zwischen >Ahäuserw^ und Bahnhofi strahe herzuftellen. Zugleich soll ein Fußgänger ste^g, wie er jetzt an der rechten Seite der Lah»l brücke ist, an dieser Fahr brücke angebracht tocrbdJ Für die Stadt dürfte das Projett einen Kvste»! aufwand von etwa 80 000 Mk. bedeuten.

Gießen Ttois berf Cöm.

Meßen ab: P 5« (bis Wetzlar), P 6»

(Me Wetzlar), D 838, P io<2 (bis Wetzlar), P 10'2 (bis Wetzlar), P 130 (bis Wetzlar), P 2&2 (bis Wetz, lar), D 245, P 331, P 5'8 (bis Wetzlar), P 6^ (bis Wetzlar), P 7^ (bis Wetzlar), P 9^ (bis Wetzlar), P 10H (bis Wetzlar).

Töln- Troisdorf - Gießen.

Gießen an: P 52S (von Wetzlar), P 607 (von Wetzlar), P 7'8 (von Wetzlar), P 7-^0 (von Wetzlar), -P 805, P 952 (von Wetzlar), P 123«, D 126, D 2 o (von Wetzlar), P 505 (von Wetzlar), P 626 (von Wetz­lar), P 6«5 (von Wetzlar), P 8<* (von Wetzlar), P 9fo (von Wetzlar), D 1(^5, P 10«o (von Wetzlar).

Gießen - ®ab (Ems - Coblenz.

Gießen ab: P IO*2.

Toblenz - Dab Ems - Gießen.

Gießen an: P 756.

Gießen - Fulda.

Gießen ab: *P 3 « (bis Alsfeld), P 8'3, P 12»', P 235 (bis Alsfeld), P 545 (bis Macke) P 656.

Fulda - Gießen.

Gießen an: P 7'0 (von Grünberg), P 753, P 1157, P 80i.

Gießen - Gelnhausen.

Gießen ab: P 5«», P 820, P iw (bis Nidda) P 5® (bis Hungen), P 615, «p 855 (bis Nidda).

Gelnhausen - Gießen.

Gießen an: P 702 (von Hungen), P 7<o, P 952, P 334, P 752.

Anmerkung: P Dersonenzug; E Eilzug; D D-Zug; in der Zeit von 622 abends bis morgens find die Minutenzahlen unterstrichen.

geschlossen hatte. Im Stich gelassen von fernen Verbündeten, allein geblieben im Kampfe mit zwei Großmächten, äußerte Friedrich Wilhelm in be­rechtigtem Groll, es drücke fern Herz ab, daß er als Deutscher geboren fei, beim er sehe unter ihnen nichts als Ungerechtigkeit. Höhnisch hatte der . kaiserlick>e Gesandte Hocher u s im Hinblick aus den Separatfrieden des Kaisers er­klärt, in Wien könne man es nur mit Mißver­gnügen sehen, ,daß ein neuer König der Van­dalen an der Ostsee erstehe. Tas zeugte deutlich genug, nrie unerwünscht Oesterr ich die Siege des Kürfürsten waren, oblvohl sie im gesamtdeutschen Interesse waren.1 Der Friedensverlrag von Saint- Germain, zu dem sich der Besieger der Sck)«weden verstehen mußte, gab den S ch we d e n das ganze Pommern, aus dem sie völlig vertrieben worden waren, mit AusnalMe eines kleinen Ge­bietes auf dem rechten Oder-Ufer, das Branden»- bürg behalten durfte, zurück. Er umfaßte 18 Artikel.

Entscheidend ist vor allem der Artikel 5. Er besagt:Seine Churfürstl. Turchlaucht zu Bran­denburg verspreckwn vermittelst dieses Traktats,. Ihrer König!. -Maj. von Schweden alles wie­der abzutreten und alles wieder zu) geben, wasdurchdero Waffen in Pom­mern erobert worden, in specie die Städte Strahßsund und Stettin und generaliter alles, was Sie von Land und Leuten daselbst bcsttzen und durch den Westphäl. Frieden der Crone Schweden im -Röm. Reich vor diesem zugeeignet worden, ohne das geringste zurückzu-

Amtliche Acftftelkungen zu den umlaufenden «erüchten.

Die törichten Gerüchte hören nicht auf. Gestern war wieder in der Staat die Mär verbreitet, Frankfurt sei vom Feinde besetzt. Natürlich ist kein wahres Wort daran, und die amtlichen Stellen erklären, ldaß vorläufig kein Anlaß bestehe, ein solches Ereignis in den nächsten Tagen zu erwarten. In der amtlichen ^Darmstädter Zei­tung finden wir überdies heute folgeitbe Notiz:

Tie Reichsregierung hat dem Mi­nisterpräsidenten Ulrich auf drifen An- ftaae mitgeteilt, eS liege keine Veran­lassung vor und sei auch unzweckmäßig, daß Männer im wehrpflichtigen Alter bedrohte Gebiet verlassen."

Dazu erklärt das hessische Gesamtmini- .perutm noch in einer Bekanntmachung, daß ru einer besonderen Besorgnis wegen Be­setzung solange kein Anlaß vorliegt, als das Ergebnis der schwebenden Verhandlungen in Versailles noch nicht feststeht.Die Regierung ift", so heißt es darin weiter,der Ueoer- zeugung, daß sie rechtzeitig Kenntnis erhält von den Maßnahmen, die gegebenenfalls zum Scbutze des Publikums nötig sein werden, Uno sie wird keine Sekunde zögern, auch die Bevölkerung rechtzeitig zu unterrichten. Von den Beamten, Lehrern und Staatsbediensteten .toirb selbstverständlich erwartet, daß sie unter allen Umständen auf ihrem Platze bleiben."

** Personalien. Der Kreisamtmann Regierungsrat Otto Linkenheld zu Darm­stadt wurde mit Wirkung vom 1. Mai zum Hilfsarbeiter int Landes-Arbeits- und Wirt­schaftsamt und stellvertretenden Vorsitzenden der Hauptfürsorgeftelle der Kriegsbeschäoig- ten- und Kriegshinlerbliebenenfürforge, die Geometer 1. Klaffe Wilhelm Atzbach und Friedrich Robert P 1 a n z, beide zu G i e tz e n, zu Feldbereinigungsgeometern vom 1. April an, der Attuariatsasfistent bei dem Amts­gericht Darmstadt II August Gunschmann und der Gerichtsfchreiberaspirant Karl R i - c 01 a i aus Hirschhorn vom 1. April an zu Assistentett bei dem Erbsck)afssteueramt er­nannt. Der Schulamtsanwärterin Emma Vogel aus Brensbach wurde am 17. Mai eine Lehrerinstelle an der Volksschule xu Eberstadt und dem Schulamtsanwärter Phi­lipp Peter aus Zell bei Bensheim die Lch- rerstelle an der Volksschule zu Schannenbach, Kreis Bensheim, übertragen.

**AusdemMilikürWochenblatt. In Genehmigung des Ablchiedsgcsuc!^ mit der go fetzlichen Pensim zur Lrspontion gestellt: Maior Broicher im Trag.-Regt. 21, mit Erlaubnis zum Tragen der Uniform des Trag.-Regts. 23. v. Reck 0 w, Hauptmann im Jnf.-R- gt. 168, int Frieden bei der Unteroffizurschule in Wetzlar, ber Abschied mit der gcsetzlickien Pension aus dem akttven Heer bewilligt; zugleich ist derselbe bei den Offizieren der L-andw.-Jns. 2. Aufgebots an­gestellt. Ter Abschied mit der gesetztick)eii Pension bewilligt: Willenbücher, Oberleutnant im Pionier-Bataillon 21.

♦♦ Silberne Hochzeit begehen am 24. Mai die Eheleute Jakob Neustädter.

** Besitzwechfel. Das Anwesen Stein­straße 73 ging von dem Vorschuß- und Krvdit- verrin Langsdorf durch Kauf an Kaufmann Hrin- ridj Trechsler, hier, für 65 000 Mk. über.

♦♦ Freibank. Freitag, 23. Mai 1919, von 14 Uhr von Nr. 21012300.

**RichtpreisefürBtenenhonig. Honig wird in so geringer Menge erzeugt, daß er für die allgemeine Ernährung uidji wesentlich in Betracht kommt. Die Erfahrun­gen der letzten Jahre haben gezeigt, daß teils von den (^eugern, teils beim Weiterverkauf von Honig Die geltenden Höchstpreise wesent­lich überschritten wurden, ohne daß mit Er­folg dagegen Maßnahmen getroffen werden konnten. Die Verordnung über die Höchst­preise ist daher durch Verordnung des Reichs- ernährutigsministers vom 8. Mai 1919 (Reichsgesetzblatt Nr. 96) aufgehoben worden. Für Lazarette und Kranke werden, wie in früheren Jahren, von den einzelnen Landes­regierungen Honigmengen vertraglich bei der Zuweisung von Zucker zur Bienenfütterung sichergestellt werden. Der Uebernahmepreis für die so sichergestellte Honigmenge wird durchweg dem Butterpreis entsprechend be­stimmt werden. Gleiche Preise können als Richtpreise für den im freien Verkehr abgefetzten Honig angesehen werden.

** Vermöge nsverzeich nisse. Die nach dem Stand vom 31. Dezember 1918 auf- zustellenden Vermögensverzeichntsse find vorläufig nicht an die Finanzämter zu- rückzusenden, sondern Oer Aussteller möge die fristzeitig gefertigte Zusammenstellung in sei­ner Wohnung ausbewahren.

** Ter Reichsbund der Kriegs­beschädigten und Kriegshinter- b l i e b e n e n, Ortsgruppe Gießen, macht dar­auf aufmerksam, daß Samstag abend 8 Uhr im Hörsaal des Universitätsgebäudes, Luo- wigstraße, eine große Versammlung stattfin­det, wozu alle Kriegsbcsck>äd gten uuo Hinter­bliebenen freundlichst eingeladen weroen. Es spricht Kamerad Eichinger, Gausekretär von Frankfurt.

** Die diesjährige 0 r ben11i d)e Generalversammlung brrBangeno f- fenschaft 1894" sanb am 19. b. Mts. unter großer Beteiligung seitens ber Mitglieber im Ge- toerbchauie unter bem Vorsitz des Herrn Justizrats Dr. Rosenberg statt. Den Geschäftsbericht von 1918 erstattete ber Geschä'tsiülrer, Sparkasfekontrolleur Haas. Aus diesem Bericht ist zu entnehmen, baß sich auch in unserer Stabt bie Wohnungsnot bebcutcnb fühlbar mache, was ein Beweis ba ür sei, baß bie Mitgliederzahl ber Gnwsfenschajt von

Ende 1918 von 139 sich bis heute auf zirka 450 erhöht habe. Die BerbandlLngen mit ber Stabt «Gießen bezüglich der Fragen der Finanzierung ufw. für die vorgesehenen Neubaiüen an der Licker Straße seien in kvohlwollender Weife seitens der Stadtverwaltung cntsckieden worden. Tre Ge- nosfenschast blicke in diesem Jahre aus ein 2 5 jähriges Bestehen zurück, in welcher Zeit 37 Einzelhäuser unb 6 Mietshäuser, zusammen 75 Wohnungen, errichtet worden sind. Der Grün­der ber Genossenschaft Doering unb Heyligenslaedt, die mit bem Tode vorausgegangen, ebenso der­jenigen Mitglieder, die im Gejchäcksjahre 1918 mit dem Tode ausgeschieden sind, wird in ehrender Weise gedackst. Die vom Rechner Haas vorgelragene geprü'te Jahres re chnung sowie Bilanz und Gewinn- imb Verlustberechnung wird gutgeheißen und dem Vorstand Entlastung erteilt. Herr Archi­tekt Hamann berichtet bann noch an ber Hanb der von ihm verfettigten und auögcbangten Pläne über bie auszuführenden Neubauten an der Licher Straße in technifcher Hinsicht Die von der Stadt- oenoaltung geiaßten Beschlüsse sanden einstimmige Annahme.

** Verkauf von Joppenstoff. Wir mad>en daraus ausmettsam, daß der Verkauf von Jopvenstoff in der Nähstube für Kriegsfürsorge (Walltorstras»e 24) Mvn.ags, Dienstags, Don- neiStags uud Frritags von» 1012 Uhc vormittags und 36 Uhr nachmittags ftattjinbet.

Landkreis Gießen.

ga Grünberg, 20. Mai. Außer der Liste des Bürgervcreius kommt für die kommende Ge- nn'inderats.oahl nur noch eine weitere Liste in E'-etracht, beginnend mit dem Namen Karl Schä­fer I., Landwitt. Allgemein wird die neue Liswn- wchlordnung für kleine Gemeinden als verfehlt angesehen, da die Listen immer nur durch eine Heinere ober größere Minderl)oit ausgestellt toer-s den können und die Gcsamklieü der Wähler an Namen und Reihenfolge gebunden ift

Kreis Lauterbach.

vy. Schlitz, 21. Mai. Für die Notstands­arbeiten soll ab Samstag, 24. Mai, pro Stunde ein Z<rckohl von 1 Mk. bezahlt toerbat.

Kreis Schotten.

UTri d) fte in , 21. 3Äöi. Mit dem 1. Juni geht nun der Wunsch unserer Ohmtalbewohnep Lx; üglich einer AutomobilpastUlrichstein- Mücke undtzurück in Erfüllung. Ein hiesig er Einwohner führt den Verkehrsfortschritt aus'; er hat einen Autowagen mit 18 Sitzen angeschafft. Dafür erhält er von der Reichspost eine lährliche Vergütung und die Fahrgelder. Tie Post soll täglich zweimal nach Mucke und zurück gehen. Der Wogen braucht von hier nach Mücke über 10 Kilometer eine Stunde Fahrzeit. Wie sehr eine derartige BerkehrsverLesserung im Interesse der Post unb der reisenden Leute liegt, das zeigt die täglidyc Ueberfülluiig der jetzigen Post.

Kreis Friedberg.

oz. Friedberg, 22. Mai. Seinen 80iähri- gen Geburtstag feiert beute unser Mitbürger Moritz S t a h l bei voller körperlicher und geistiger Rüstig­keit

Ö Friedberg, 20. Mai. Tie Schüler- zahl der Musterscknile beträgt im neuen Schul- lahr 883, unb zwar 447 Knaben unb 436 Mäb- d)en. Neu ausgenommen würben 157 Kinder. Die Schule im Stadtteil Fauerbach hat 111 Knaben und 111 Mädck^n. Ausgenommen wurden 38 Schü­ler. Tie Turngemeinde machte am Sonntag bei starker Beteiligung einen Turngang nach dem Asseiihrimer Wäldchen, wo Wettkampfe und Turnspiele stattfanden. Gestern abend be­gannen in der Schillerschule die neu eingerichteten Volksbildungsvorträge der Herren Leh­rer Koch, Oberlehrer Philipps, Seminarlehrer Schuchmann unb Oberlehrer Dr. Ruppel. Themen aus ber Gesdychtt, Li eratur unb ber Naturwissen­schaften sollen im Verlause des Sommersemcftcrs behandelt werden.

= Bad-Nau he im, 20. Mai. Tas Kriegsgericht verurteilte die beiden Sollxrteis Dietrich und Rein, die bei den Hanauer Unruhen bie Entlassung von Soldaten aus den Kasernen zu mlrvhigtn suchten, zu je 2 Jahren Gefängnis.

Q. Bad-Nauheim, 20. Mai. In der beute abg haltenen Stadtverordnetenver- f a m m l u n » wurde über folgende Punk e Beschtaß g faßt: Ter Darifoerttag mit dem Staats- und 6kmctiibcavbcitcr*9kTbanb, betreffend LolmiLtze für städtische Arbeiter, bcgrnaienb mit einem Skundeir- lohi von 1,25 Mk. und steigend bis 1,75 Mk., wird ff.-nehmigt. Ebenfalls wird der vorgelegte Taris der Tienskmänner unb Gepäckträger wit to icntlidiet Erhöhung angenommen. Auf Bezug des Elek­trischen Stromes wird ein Zuschlag ton 10 Pf. pro Kilowattstunde erlioben. Es stellen sich die Preise in Znkiuist wie folgt: Für Beleuchtung im Sommer 80 Pf., im Winter 70 Pf., für Kraft . 45 Pf., auch die 3äVermiete steigt beträchtlich, sie

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Daß diese krasse Ungerechtigkeit, bie dem Sieger bie Früchte feiner Taten schnöde entriß, .......... ..,----- ben großen Mann aufs tieffte ernt Iren mußte, am 5. Felnmar 1679 mit Frankreich unb Sd>wc- ist begreiflich. In feinem Zorn soll er ben Vers ben einen Separatfrieden in Ny mwegenf Virgils (Buch IV, Vers 625 der AmeaS) $ Liiert