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Dietrich Born, (Emil Geißer, Konrad Seipel,
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htsvollzieher in einer Frist von 3 Monaten bei dem eichneten Amtsgeruhte schriftlich ober 311 Proto- 1 des Gsrichtsschreibers anzumelden, als sonst die
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In der fürstliche« Cbcriörftcrci Lich.
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Mai. Ter mlfurtet - löhung I kn rwtroeie . Mai. 1 t die neun Wassern Auch die 1 fdKtni, all anbe bei ri rbcrritnt Item früh nacht in . 2000 reifen nn ß> au
Montag den 26. Mai werden auS fte > Brunnenivald und Kiihnnier 168 , »chen-2cheüer und 25 Nm. Buchen-Kniivvel ver- teert Tie Zusauimeukunn iit vor i,tl(agö S',', Ubr q der Staatsstraße beim Hof-Aldach. (6176B
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eistkautionen zurückgegeben werden. Gießen, 19. Mai 1919.
Hessisches Amtsgericht
Der Doppelgänger.
Roman von Carl Schüler.
Fortsetzung Ne. 28.
Torivak, der die spanische Sprache recht gc- fig beherrschte, -erkannte an den vrelen ortbi^ pyisä-cn Reniern der Widmung, daß der tapfere eral Alvarez mit der gtrchrschrcidung auf rkgofufi fhmb und ihr gegenüber nicht sicg- vich ivar.
„Sie haben hohe Verbindungen?" staunte er. Herr Labwein warf sich in die Brust.
„Merken Sie wohl auf. Herr gtvtmüller, was - Amen jetzt sage," preoifte er. ,,Mcin Freund, tzr General Alvarez de Almeida, x|t kürzlich nx- C seiner Verdienste um das Land zum Präsi- ten der Repubiik Eostolinda geivählt worden."
„Costalinda?" fragte Dorioal. „Was für ein fttb ist das?"
Herr Tireftor Labwrin schüttelte den Kops.
„Na, so rva?!" lächelte er, ,,in Elberfeld tu ran, wie eS schritt, in xr Gkogranbie schwach. Liftolinba ist ein ganz b.-teutenbeo La d ein sehr bkiches Land Es liegt in Mittelamerika. Keine Räteberrepub ik, wenn ich bitten darf. Ein Land Hit sehr geordneten Finanzen."
„9a ia," (d)ten sich jetzt der Herr aus Elter Irrt) zu erinnern, „ich habe natürlich schon datum:
. 9* mutzte nur im ersten Augenblick nidit eich Be,ch-id Mit dem Präsitenten dieses Landes tben Sie also in Verbindung, Herr Tireftot?" Labwein zeigte aus die Photographie und sagte Hier Stolz: .„Sie sehen ja, er schenkt mir ein FLb mit eigenhändiger - Untersdirift. Tas orten fclcbe hohen Heroen mir ihren besten Freunden.
öehördttche Anzeigen.
Bekanntmachung.
Nachdem die Gerichtsvollzieher mit dem Amts- Gießen
AoS beet Wrttrn RHein-rbM.
da Goddelau, 20 Mai Die Fitetelinm V« hier berochten, lieh die französische itoinrntrn- Knhii vor er n»m Tagen durch CrtokMk brftmnl Hachen, daß txm jeder Familie, die keine Land- girlktti’t treibt, von zwei muadnencn Söhnen *K interniert wirb. — Es banoelr nch offenbar wn den auch von anberet Seite berichteten Abschub .Arbeitsloser"
6 Koblenz. 21. Mai Auf Befehl der amerikanischen Behörden durften trau «r Landestrauer in den jbblenter ft'jnxrt- Küfern die heiteren Konzerte und xabarettauf- ftbrungen nicht unterbleiben. Tie A'onzcrkhauS- tefitzer. dir die LanteSMauer achten woU:en, wur- pen verhaftet und mutzten schwere Geldstrafen cnt- 1 ich ten ____
Vie «ommuna wählen.
4- Reiskirchen, 21. Mai. Tie Mehr- htil der hiesigen Arbeiter, Bauern, Grwerterrei^ jirben und Beamten hätte es gerne gesehen, .nenn ,4*r nur eine gemeinsame Wahlvorschlagsliste zur «rorftebniben Gemeinberatswahl aufno-> ttfi worden wäre. T4t Landwirte und die werk'
V Bevölkerung h^ .en tn einer Versammlung Donnerstag Ausschüsse gewählt, die die Eini- ; onlxrlmtcn. In Dieter Ausschuß itzung hatte sich dahin geeinigt, batz den Lantevirtrn 7 der werktätigen Bevölkerung 5 Äanbibatenj
Johann Karl Müller
nden Ruhestand versetzt worben sind, steht die Rück Ibt der von denselben geleisteten Dienstkautionen t Frage. (Es ergeht die Aufforderung, etwaige An.
e aus dem Dienstverhältnis der genannten Ge«
standen werden sollten. Tie Einigung wr* alsdann aber wieder im Sande imd es mutzten r zwei Wahloorschlä« aufgestellt werden.
sb. Schlitz, 21. Mai. In der öifentlidxn emeinderatssitzung vom 19 Mai wurde
Wahltag Sonntag der 15. Juni festgesetzt.
die G mcindewahlfommiision nnirten gewählt: jte Dorfitzenter Be geordneter Zöller, desien Stell» terfreter Beigeordneter Jungblut, als Beisitzer: fabrifant Hch. Römer. Fabrikant Ang Haag, ^aurermeifier Hdi Lachmann I., Landwirt Jobs, sieick VII, al-3 Protokolliührer Gemeinderechner tiibn
^odifcbitlimcbricbten.
mr. Frankfurta. M, 21. Äai. Als Rach- t Professor Rehns hat Geh. Hoftat Prof.
. Ferdinand Sauerbruch van der Universität Milnchen einen Ruf an die Frankfurter Uni- dersitat als Ordinarius für Chirurgie erhalten,
Handel.
Berlin. 20 Mai. fSBoIff.) Tie am 8. Mai «folgte Gründung des Stitkstoss-Svn- NkatSG. in. b. H., die die drei großen Erzeuger- ppben von künstlichem Stickst 0 fs umfatzt, tt Badische 9Inllin- und Soda abrik in Ludwigs- bi-en mit ihren beiden Werken in Ovvau und Merseburg, die deutsche Ammoniak-D<'r'aufs-Ver- rniaung in Bochum mit dm oberschlesischen Koks- terken und den chemisch m Fabriken A-Ä. und te Wirtscha tlickcn Bereinigung der Gaswerke, inb die Kalkstidstoffindustrie, vertreten durch die
rischen Stickstoffwerke, haben sich zu einem iibilat vereinigt, zum Zwecke gemeinsamen Ber- ls ihrer Erzeugnisse. Ter Ernflutz deö Reichs ch Zusammei sctzung des Verwaltungsrats und
Geschö tssührung ist in weitgehender Weise «sichert Tie G.'schästSsührung des Snndikats besteht aus Dr. Brückner als Vertreter des Reichs- ^k»S, Dr. Bueb als Vertreter der Badischen nüm- unb Sodafabrik, Direktor Sohn von der deutschen Ammoniak-BerlaufSvereinigung, als Herh-ettr der Kokereien, Professor Dr'. Caro als tretet der Kalkstickstosftndustrie. In Fühlung
nahme mit dem Reich-Wirts cha °tsnrini fttthrm soll auch in enger 3ufammenarl<ü mit der ver- brauchenden Landwirtidja t, t<» Hansels und mit den T'üng erahn tat Tüngerstickstoif auf möglichst billigem 29egt verteilt unb in solchem Ausmatz in heimischen Boden gebracht w.rdeu. daß dadurch die lo dnngend nohoen >ige Vermehrung dec land- wirtscha,tlichen Produition heroeigelührt wird.
Eingesandt.
(Für Form unb Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem
Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Zur Zeit smdet wieder die Ernteslächen- erhebung statt, bi: auf dem Lands wohl meisten- durch die „Herren Lehrer" Dorgenommen wird. Dadurch geben schon wieder ein oder mehrere Schultage der Jugend verloren unb im ganzen Lande Tai smde von Schulstundm Wenn wählend des Krieges der Lehrer mit den Schülern zu allerlei dringenden Sammlungen und fhHfl.f ben Erhebungen in Anspruch genommen wurde, 10 war bai bet dem Mangel an ArbeitSkrösten verständlich. Ader beute sind genug Hilfskräfte vorhanden. Warum wirb also auch in der gepricscnen „neuen Heil" der Lehrer immer noch zu fj viel autzeramtlichen Aufgaben auf Wink der Behörde herangezogen zum Srlioden der Schule? Der Lehrer gtbdrt in dos Schvl)immer, zumal nach vier Kii:gsiahren, die für die Schüler beinahe vier Ferienjahre waren? Wie bitter not tut der Jugend ein gründlicher Ge- tdnrfrteninterndrt! 1 Wozu sind übrigens der Bei- fleorbnete unb die Mitglieder de- Okmeinbcrat? da, die dock einst froh waren, zu diesen Ebr^iöintern gelangt zu f-üt?-- Ein Sd^.lft unb
Letzte Nacl-richten. (Eine Hofe dlemenccaus Über $riftoer!ängfrung.
Versailles 22. Mai. (WTB.'i Dem Cor-- sitzenden der deutschen Fri^iensdelegation in Ber^ sailles. Graf Brockdorff-Rantzou, ging am 21. Mai folgende weitere Note Clemen- c e a u s zu:
Paris, 21. Mai. Herr Präsident!
Ich habe die Ehre, Ihnen den Empfang Ihres Briefes vom 20 Mai zu bestätigen. Sie hatten die Güte, mich darauf hmitroeiien, die Fragen, über welche die beut;ehe Delegation Bemer^ungm vorzulegen wünschte, seien so verwickelt, datz die Tentf(fünften der deutschen Delegierten in der ihnen am 7. Mai gewährten 15tägigen Frist nicht fertig sein könnten. Sie fordern infolgedessen bte Verlängerung dieser Frist. In Erwiderung hieraus habe ich die Ehre, Eiv. E'-zellenz mitzuteilen, datz die alliierten unb assoziierten Regierungen einverstanden sind, die Frist bis TonnerS- t a g den 2 9. M a i zu verlängern.
Genehmigen Sie, Herr Präsident, die 93er* fidjeninß meiner ausgezeichnetsten Hochachtung.
- (gei.): Clemenceau.
Mündliche Brrhandlmtgen?
Rotterdam, 21. Mai. lWTB.) Tem „Nieusve 9b't rrbamfd)cn Courant" zu 0 ^e meldet „Taily Neivs" aus Paris, das; einflutzreiche Mitglieder der britischen und amerikanischen Friedensmission stark auf offene Verhandlungen mit den deutschen Del Agierten bi tbrängen. Mündliche Beratung-m kamen ber.nts unederholt mit gutem Erfolge m LebenSmitiel-, Finanz- oder Schisf- fahrtsiragen in Anw.-ndung Es wird daraus hin-
gewiesen, datz die Weigerung, mLndkich j« ver* hinbeln, ^nb.Terbhgt sein würde. „Daily NewS" mdbet. es könne al» feststehend her rache ei werden, datz bte '.Hliierten gewisse ikvnzesstonen madjen wrden. Svnzessionen würden vermutlich in der Frage des saarveckens, deren augenbudlidr Lösung eimr ernsten Kiitik nicht ftanbb-titcn könne, austcrbem in wirtscha Luhen Bestimmungen allgemeiner Art gemacht werben. Daneben neigten bic £adn> ntänbi(Kn immer mehr zu der Ansicht babjyranlrcid) unb Belgien wohl auf jeden P ennig SchabmVergütung, den Tcu.schland be* »ah.en könne, Anspruch haben, bau irdoch eine Reg <ung in btt augeublidlidcn Form undurch- sühibar fei. Bermut.ich werde man einige der zw f tb firn Te i nntung.n b zag ich b.* Bianco- |axd» tat Um lauen.
Ludenüorff über die Ursache der deutschen Niederlage.
Amsterdam, 21 Mai. Aus Neivyork wird gemeldet: Tic „Evening News" veröffentlicht eine Unterredung ihres Korrespoiibenten mit General Lubendorfs über die amerikanische Hilft und über bic Unache der deutschen Rieder- läge Ludendorfs erflärte, datz bic Blockade und die Tanks in erster fiiirie zu der Niederlage geführt hätten Ten Einwurf des Berichterstatters, das Amerika durch den U-Bootkricg zur Teilnahme am Kriege heran laßt worden sei, beantwortete Süben borff wie folgt: „A chwas, Amerika wäre auf jeden Fall hineinge- komn.en Bon Anfang au hat es gegen uns eine imfrcunblidye, unneuttglc Haltung eingenommen Tas; es sich später beteiligen würde, habe ich von allem Anfang erwartet, es hat auch wenig Unterschied gemacht "
Der Korresponbent fragte erstaunt: ,Lwei Millioncrl Truppen mochten keinen UnterschiebT' „Nicht den geringsten," entgegnete Ludendorfs, „benn sie waren nicht genügend auSgebildet Ter amerikanische Soldat ijt ein tapferer, feflrr Bursche, alxir gegen unsere kneggewohnten Soldaten kam er nicht an "
Ans die Bemerkung, datz man in Amerika Chateau Thierry als den Wendevunkt des Krieges ansehe. erflärte Lttdendorfs: „Nia, was wa - denn in Chateau Thierry? Fünf frische amerikanische Divisionen wurden von zwei deck urJeren im Schach gehalten Ich habe menten linken Flügel infolge der Bedrvlnmg durch dir- Offensive werter nördlich Zurückgezogen Die Haut tur fache des Zusammenbruchs nxrr d ie revolutionäreBropagandaunterdeni Truppen, die schon im Jahre 1916 («trieben wurde Wenn das nicht gewesen wäre, hätten wir Sie trotzdem überrannt "
„91bet wird selbst dann Deutschland, nachdem man fr inen Mi itarismus zerstört Hal, besser ae^ stellt sein?" „Unsinn," enoiberte Ludendorfs „Was glauben Sie denn, wer Deutschlands Politik gelenkt hat?" „Unserer Ansicht nach der Sfrnfer," et hätte der Journalist „Nein, es war Seth« mann-Hollwe g," bemerkte Ludendorff ärger- lich und eine rückgratlosere Politik war gar nicht ni txmfen TaS Militär hatte nicht im geringsten Einfluß, und <8 wäre bester gewesen, wenn bte Armee etwas tu sagen gehabt hätte Wodurch ist denn Deutschland grotz gewvrdon? Nur durch die starke Negierung in früheren Jahren Militarismus? Frankreich -war militaristtscher als wir Frankreich hat die Rcvancheider gezüd,'.et und seinen Kindern gelehrt, daß Elsatz-Lothringen fron* zösisch fei" ,
Ans die Frage deS Korrespondenten, ob es
Wem schenkt der Kaiser ein Bild mit eigenhändiger Unterschrift? Einem anderen Fürsten, einem Minister, dem Botschafter einer Großmacht. Na also! Was wollen Sie mehr? Ein Brief von mir an meinen Freund Alvarez, und Sie sind Konsul der Republik Eostvii.tda. Wenn Sie wollen, sogar Geiteralkonsul."
„Ta hak* ich ja wirklich Glück gehabt, daß ich gerade bei Ihnen meinen ersten Besuch in der Angelegenheit semacht habe," freute sich To- rival. „Ich habe sehr viele Angebote bekommen."
„Wersen Sie den ganzen Schwamm ins Feuer," riet Labwein. „Weim Sie es sich 150 000 Mark dosten lassen, werden Sie Generalkonsul. Ihr Schniegervatcr wird Ihnen seine beiden Arme öffnen. Generalkonsul Rotmüller, hab rin liegt Schwung. Sie 'hoben Zutritt zu den allererften) Kreisen. Zu den Hoffesten kontren Sie gefaben werden. Gin Orden fällt auch noch ab, ein schöner Stern, an einem blauen Band um den Hols zu tragen, der Großstern der Ehrenlegiv-n der Ne- publik Costalinda. Sieht auS, wie einer der schönsten preus-ischen Orden."
Der Herr aus Elb. rfeld schien von diesen Aussichten entzückt. Er rieb sich vergnügt die Hande und bot dem Mann, der fn hohe Ehren zu ver- geben hatte, noch einmal feine Zigaretten an.
„Ich wollte eigentlich über 100 000 Mark nicht hin aus geben," sagte er. „Asterdings, wcmv ich Generalkonsul werden würde und kn @ro^ stern der Elwenle^ion bekäme, käme es mir auch auf etwas rnchr nicht an."
„Ta haben Sie recht," bestätigte Herr Late wein. „Ei.re solch' Sache ist immer mit Unkvsftn verknüpft, und ich freue mich, daß Sie bad ein- lel>en. Alvarez in der ehrlichste Mensch von der Welt, aber ein Okfdxmf, ivenn es nicht zuklem
ist, nimmt er an. Natürlich nur von einem guten Freund. Ich werde alles einlciten. In bret bis vier Monaten sind Sie Generalkonsul und besitzen den Gröbstem der öflyrenlegion von Costalrnda, Sie zahlen mir 150 000 Mark, ohne von mir eine Abrechnung über das Geld zu verlangen. Sie verstehen, solche Geschäfte sind PertrauenS- geschäste. Darüber gibt man nichts SchnftlidteS aus der Hand. Ehrlichkeit gegen Ehrlichkeit."
Leute aus der Provinz fi tb mißtrauisch
Herr Labwein- war durchaus nicht erstaunt, datz der Fabrikant aus Elberfeld nicht gleich mit Freuden auf seinen Vorschlag einging. Der ®or- schlag. die große Summe ohne Quittung, ohne Garantie dem anderen auszuhändigen, schien Herrn Rotmü ler nicht recht zu behagen.
„Sie werden eittschuldigen, Herr Direktor, wenn ich mid) zunächst noch etiva-5 mformicren möchte," sagte Dorioal. Dann fragte er:
„Ist denn bisher die Republik Costalinda in ^Berlin nicht durch einen Konsul vertreten ge
wesen ?" .
„Aber natürlich hat Costaliitda hier eirtfrt Konsul. Und was für einen. Draußen im Grünewald wohnt et, eigene Billa, eigenes Auwmobil. .Üvmmerzienrat ist er auch Ja, was denken Sie denn? Ein Land, wie Eostaltnda, ein Land oon fo[d>:r Bedeutung, das hat einen erstklassigen Krsn- sul nötig. Einen Mann, der rcprätamercii kann. Sie müssen in jedem Jahr zwei diplomatische Baste geben, Herr Rotmüller. Ich hoffe, Sie werden bei den Einladungen auch ten Mann nicht vergessen, den her Präsident Alvarez seinen ausgezeichneten Freund nennt."
Dorival reichte seinem Gegenüber treuherztg btt Hand. . _
„Ich hofft. Sic recht häufig bei mit als Gast
Bekanntmachung.
3n unser Handelsregister Abt. A wurde heute bezüglich der Firma W Kilbinger, Löwendroqerie, Gießen eingetragen . Der W. ^ilbinger Gheftau Käthe geb. Pötz ist Prokura erteilt.
Gießen, den 14. Mai 1919. 62158
Hessisches Amtsgericht.
Bckanntmachnng.
In unser Handelsregister Abt. A wurde heute bezüglich der Firma Ernst Blödner Nachs., Inhaber Willg Docter, Gießen eingetragen: die Firma ist erloschen.
Gießen, den 15. Mai 1919. 62148
Hessisches Amtsgericht.
Bekanntmachung.
On unser Handelsregister Abt. A wurde heute bezüglich der Firma Wilh. Plank, Gießen eingetragen: Das Geschäft ist mit Aktiven und Passiven vom 1. Mai 1919 ab auf Wilhelm Emil Plank in Gießen übergegangen, der es unter seitheriger Firma weiterführt. Die Prokura der Wilhelm Plank Eheftau ist erloschen. Der Eheftau des Wilhelm Cmil Plank ist Prokura erteilt
Gießen, den 9. Mai 1919. 62128
Hessisches Amtsgericht
Bekanntmachung.
3n unser Handelsregister Abt A wurde heute bezügich der Firma Robert Hecker, Gießen, eingetragen Das Geschäft ist vom 90. Dezember 1918 ab mit Aktiven und Passiven auf Robert Hecker Witwe Mathilde geb. Nagel, sowie die Otto Wenzel Eheleute in Gießen übergegangen, die es unter seitheriger Firma weiterführen. Die offene Handelsgesellschaft hat am 30. Dezember 1918 begonnen.
Gießen, den 10. Mai 1919. 62138
_________________Hessisches Amtsgericht.________________
Oeffentlicher Verkauf
von Heeresgut.
Bon Freitag den 23. Mai 191® ab findet täglich dis auf weitere- von 10—12 Uhr vormittag- ein freihändiger Berkaus nachstehender Gegenstände statt: 6210V
SsntrnooitiJ, PrWknmitn, Mtmyi, Stört- und ßnrhtiiirrt, MrlMt ms.
Näheres Neue Kaserne II, Zimmer 82.
Sammelstelle für heerergut Siesten.
dl» Vutentenckk- Ansicht sei, daß der fftirg mA ettommrr. wäre, wenn bte Armee die Oft schic» TetnscdlLnbe geleitet hätte, antioortrtt Lubcndarsi: „Vielleicht nicht Der fcr it g war nicht nö- t i g aber er war für uni notwendig, weil er imf ausgezwungen wurde "
Der Korrespondent meint« darauf: ,,Sft geben also zu, daß es für die Menschheit bester gruxfeit wäre, ivenn der Krieg nicht gekommen märeT* fiubimborii er starte gereizt: „Reden Sie mir nidit von Menschlichkeit Amerika ist in ben Kricc gegangen, um Geld zu verdienen, uiü» Ihr Amerikaner redet vom Wohle der Menschheit und Humanität"
Ans bic Frage, ob Ludendorff bereit s.i. vor dem Gerichtshof, der zur Unterfudnino brr Sdmw am HYicac bestimmt s.i, zu cridrtnen, er* Härte Ludenborsf: „Gewiß, aber nicht, um mich z» entlasten, sondern zum Besten meines Vater* lanbcil7
Londoner Arbeiterführer gegen den Gewalt- frieden.
London, 21. Mai. (WTB.'l Reuter, au Anzahl teroorrag.nder Arbe.t.rführci:, barunter Smiltic Snowden, Landöburv, N e i l. Maclean, v rülftntlcch'en tit Manifest, welcher besagt, der Friedcnstx'rttag enthalte die # e i m e zu Konflikten und müsse deshalb so schnell als möglich einer Revision unterzogen werden.
Die italienischen Arbeiter gegen die Pariftr Beschlüsse.
Bern, 21.Mai. (WTB./ Der über 600000 Mitglieder zählende allgemeine «r heiter- verband I talienS nahm gestern aui einem Sonderkongreß.in Mailand cinftimmig eine Tagesordnung an, in welcher aiLibrüdlidi crflärt wird, daß die italienischm Arteiteroraani'attonetr lebe direkte ob.*r inbireite Mi slruld an der Antwort der alliierten und assoziierten Regierungen an die 'deutschen Bevottmädsti^tcn in Sachen der tnter« nationalen Gcs tzgeb.ing ablchncn. Die Tagesordnung s lstießt mit einem scharfen Pr 0 testgc - gen die Verhöhnung der internatro- nalen Arbeiterschast durch die Pari sc r Konferenz, bic sich sowohl über die Beschlüsse von LcodS Jahre 1916 als Üter die von Bern and ben Jahren 1917 unb 1918 vollständig hinwegfttztc. Sie forbert bic alsbaldige Er- öihrung der ersten Tagung ber internationalen Ar- b iterkonferenz rnb brandmarkt ben pülitifdAn, sozialen unb nndf baftlidm BergeivaltilMngSversnch der Pariser Kvnicwenz
Die iialftitische Frage.
Paris, 22. Mai. (WTB ) Havas. Entgegen anderslantenben Meldungen ist eine Lösmtg tetrei- fenb Dalmatien unb Fiume noch nicht gesunden. Auch das Schicksal der Türkei ist noch nicht endgiltig geregelt.
Auih.düng der Brotrationierung in Frankreich.
Paris 21. Mai. (WTB.'l Havas. Die Rationierung des Brotes ist ausgehobe» worden.
Tas Frauenwahlrecht in Frankreich.
Genf, 21. Mai. Das Burcau (Europa Pretz mdbet: Tic französische Kammer nahm einen Gesetzentwurf an, burch den ben Frauen bau aktive unb pa ssive Wahl recht ver- liefrm wirb.
Die EnoerbSlosen in Berlin.
Berlin, 21. Mai Laut „©.TL Lok-Anz." betrug die Zatzl berunterstÜtztenErwerbS- losen in Berlin Ende der letzten Woche 208 497, Ende der vorletzten Woche 214 082.
zu sehen. Herr Tirektor. Aber warum behält denn otefer Kommerzienrat nicht bas Konsulat?"
„Ich stürze ihn!"
Der kleine Mann mit dem Spitzbart reckte sich wild auf unb schlug mit der Faust auf den Tftch.
„Er ist ein unwürbiger Mensch, der gegen die Regierung meines Freundes Alvarez Ränkä spinnt. Aber ich habe ihn in der Hand. Ich vrrnichte ihn. Er dünkt ftch mir gegenüber vrel» leicht groß imb mächtig, weil ich keine Villa bäte und kein Automobil und weil ich nicht Kommerzienrat bin. Ater auch eine Mücke kann stechen, und schon mancher ist an einem Mückenstich zugrunde gegangen. Ich werde ihn zugrunde richten, den Herrn Konsul und Kommerzienrat Rosenberg.^
.Herr Rotmüiler aus Eiterfeld schien von ten Ausführungen des Direktors Labwem, trotz ber temperamentvollen Art, in ter er sie vorgelragen hatte, nicht ganz beruhigt zu sein.
„Sollten Sie da vielleicht nicht doch Nren Einfluß etwas üterschätzen, Herr Direktor," fragte er. „Gewiß ist der Herr, ben Sie nannten, ein reicher Mann, ter sich zu behaupten wissen wiw. Sie sagten doch selbst, Präsident Alvarez wäre Geldgeschenken gegenüber nicht unempsindlid-." .
„Ich sagte: Er nimmt von Freunden Ge- Rtenfe an!" korrigierte Labwein die Ansicht seines Besuchers. „Ter Konsul Rosenberg zählt ater nicht tu ten Freunden des Präsidenten. Er gehört von jeher zur Gegenpartei. Tas weiß auch ter Präsident. Es bedarf nur eines kleinen Anstoßes, und ter Herr Rosenberg ist gestürzt. Dieser Air- stoß liegt in meiner Brieftasche. Hier!"
Er schlug sich ein paarmal teteutungtewB auf dft Brust.
(Fortsetzung folgt.)
Bekanntmachung.
Durch Beschluß der ffleneralDcvfammhmfl vom 30 Avril d. I». wurde die Soar- und Leißkasse »u Hungen c. G. >» il H. in eine Elenossenschaft mit beschrankter ©aftpflidit umgewandelt.
Gläubiger, bic Metern Beschluffe widerlvrechen, wollen Nch beim Borüand der Genoffenschaft melden.
Hungen, den K Aini 1919. TW9
Ter Vorstand der Cvar- tu Leibkaffe « Hunacu. elnaetr. Genossenschaft mit nubeschr. Haftvfficht.
Fendt. Seriell. Gustav Lohlhever.
Verfteitternng.
Freitag den 23. Mai von narfjm. 2 Uhr ab Fortsetzung der Versteigerung, Henselstr. 6, außer den bereits ermähnten Gegenständen sind besonders hinzuzusügen:
eine sehr gute Viktoria-Nähmaschine, Bett- und rrissenbezüge, Vorhänge und RvffeauS, 2 Kommoden, 1 Süchenwage m. Gewichten, 4 Waschgarnituren, 3 Toiletten - Eimer, 2 Schüler-Pulte, 1 sehr seinerBade-Mantel u. vieles andere. — Versteigerung bestimmt.
oioai H. Benuer II., Auktionator


