Ausgabe 
22.2.1919
 
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Arkse 9dlkew. flaue, «e frtnrrytt bet Iber Marge eeföffm, h*6d ein Ulan verletzt dem ueberangckot sich Pferde »ulegren, machen letzt wurde. Auch txm den Plldtterarn wurde ein

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Umformungtn, bit bii ?en Schule Dorgenommei Min im neuesten hrsi Laster hat längere Zn! errjchast an einem rüst, b die Verhältnisse geim tn die Forderungen ran »e Besnmmung sand ch damit, dast die Freiher lungen auch den Schulen ourbe. Zu diesem Zweä izirkes eine Dersamnito; verlangten zunächst Se­itens des Lehrcrpeisonül! Rauchfreiheit, sowohl den Räumen der Schule ;nüglen sich mit der Ik ; für Die oberen filafftr Dah/ Des filafitnorbi- er Lehrer und Stein- mms. Fede Schule hiell en ab, und halb roam rridore mit bin mannio it Kein Lehrer hatte dc rinzumischeni in eine ; Schüler soweit, bah > n Dersammlungsräuno nten unb Revolvri! ah in einem Gymnasiur

Bom Laude wird uns geschrieben: Die OelmÄhlen werden gegenwärtig förmlich mit Bucheckern überschüttet und man staunt über die Menge dieser Fruchte, die von der Bevölkanmg (f'i ammclt wurden. Um so bedauerlicher ist es, daß die meisten Leute beim Abliefern ihrer Bucheckern Enttäuschungen erleben, denn wer da glaubt, daß er nach der oft weiten und beschwerlickton Reise für seine Früchte gleich das Oel mitnehmen könnte, ist sehr im Irrtum. Er muß seine Bucheckern, falls er sie nicht wreder mit nach Hause nehmen will, irgendwo unterbringen und kann dann im Verlauf von einigen Wochen die Reise nod) mehr- mals moch-en bis er endlich sein Oel bekommt. Die größte Enttäuschung wird aber dadurch be- veittt, das; die meisten Sammler nicht so viel Früchte abgeliescrt haben, als sie zur Mühle bringen und nam Schwrerigketteu loegen der Schlagscknine entstehen. Wenn man beten ft, daß nur an den gsn% Hellen Tagesstunden gesammelt werden tonnte, so war schon eine mehrwöchige emsige Tätigkeit nötig, um *. B. 60 Pft>. Buck>- eckern zusammenztubringen. Bon diesen müssen 30 Pfund abgegeben werden, so daß dem Sammler noch 30 Pftind verbleiben, für die er 21/» Liter Oel erhält. Für seine mehrwöchige, mühselige

** Da, Fest ihrer silbernen Hoch­zeit feiern am Sonntag, 23. d. Mts., Armenarnts- (jener und Hotpttaloerwalter Philipp Mandler und Frau, Seltersweg 11, und Handelsmann Heinrich Klein und seine Eheftau, geb. Maus, Asterweg 5.

SL U. Letzte llmmatr ikulation für das Kriegsnotsemester. Die letzte JrnrnatriKula- tion für das Kriegsnotsemester findet Montag den 24. Februar, mittags 12 Uhr pünktlich, im Rektor­zimmer, Bismarckstr. 22, statt.

**Oberhesslscher Kun st verein. Die neue Aus­stellung, welche unter anderen Sammlungen von Prof. Thielmann, Prof. R. Kaiser und Prof. Mor- oenstern aufweist, ist von morgen, Sonntag, von 11 bis 3 und Mittwochs und Freitags von 11 bis 1 Uhr geöffnet

* Konzertverein. An Stelle des am 16. Feb­ruar 1919 ausgefallenen Konz..ts von Herrn Prof. Friedberg wird der Konzettverein am Sonntag den L. März als sechstes Konzert das Wendling- Quartett bringen. Die zum 16. Februar 1919 ge­lösten Tageskarten wie auch die zum sechsten Konzett ausgegebenen Stammkarten sind hierfür zu benutzen.

** Anlage-Konzert. Die Regi- menlsnrusik des Infanterie-Regiments 116 wird morgen vormittag von 11 Uhr ab (bei günstiger Witterung) in der Süd-Anlage kon­zertieren. Spiclfolge: Preislied aus der Oper:Die Meistersinger von Nürnberg", von R. Wagner. Ouvertüre znr Oper:Mee­resstille und glückliche Fahr?", von F. Mcn- belsohn-Bartholdy. Angereihte Stücke aus der Oper:Der Freischütz", von C. M. v. Weber. Melodien aus der Oper: .Carmen", von ,G. Bizet. Frühlings-Einzug! Marsch, von Franz v. Blon.

Der cfrang. Arbeiterverein hielt am letzten Samstag seine diesjährige Haupt­versammlung ab. Rach dem vom Schrift­führer des Denrns erstatteten Jahresbericht zählt der Verein zur Zeit 265 Mitglieder. Tie Ein- nalimucn betrugen im Jahve 1918 1191,34 Mk., teilen eine Ausgabe von 1122.53 Mk. gegenüber- fiettf- Das Vermögen des Berci rs telstutt sich

Reiche, tes,.

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ME Stet r L ~mun,fkn M L? < -u gk> ^7' Ul» .'s soll dM Braunkohl "Bärt tuetbai mcTtinercnbeu 'L- verausgabe färnt- u^achen, soivie ttatigfettai nmrijen s«. hgt.

die Früchte endlich gcfdLyen hat, 2»/, Liter DA erhalten. Es ist testen» begreiflich, daß es dem Sammler bitter schwer würde, die Hälfte der so überaus sauer gewonnenen Früchte abzugeben. Er hat auch gewiß damit gerechnet, daß seitens der Behörden später eine günstigere Verfügung er­lassen wird, ja sogar die Bucheckern wie im Rach- barlante Baden noch ganz freigegeben wecteni, Oder sollte dies in Hessen nidjt möglich fein'? Tas Über den Bedarf des einzelnen hburusg.-hcnde Cucmtaim Oel käme ja doch' schließlich der All­gemeinheit zugute. Hier tonnte sich die in tracht kommende Behörde btrrd) entspreckjende Aen derung der Verfügung ein besonderes Verdienst! und den Tank der gesamten Bucheckernsammler erwerben. Wie betonntgegeben, sind in dieser Httm sicht bereits Schritte getan und toäre es nur y begrüßen, wenn sie den gewünschten Erfolg hätten. Tann würden die Bucheckern nidjt mehr .nie bis^ her, zurückgehalten, sondern man käme dem Zweck, die Allgemeinheit möglichst rasch mit Oel zu ver­sorgen, jedenfalls bedeutend näher.

Meteorologische veobachtungea der Station Stehen.

Niederschlag: 3.1 mm

Höchste Temperatur am 21. 2.: 9.9°: 22. 2.: 13°.

Niedrigste 21.2.: 4-8°; 22. 2.: 6.4«.

Theater-verein Dietzen.

Der Waffenschmied.

Damische Oper von Albert Lvrtzing.

Gießen, 21. Februar 1919.

Nach Verdis Troubadour ließ der The-ater- Verein gestern Lortzings Waffensäjmied von Worms folgen, um auch der gemütvollen deut­schen Spieloper zu ihrem Rechte zu verhelfen. Ter Wassenschrnied ist in Inhalt und Musik be­kannt genug, ein näheres Eingehen zu erftunen. Bedauerlich waren nur einige Striche, wodurch u. a. auch das Lied von den armen, ernten Mäd­chen in Wegfall tarn.

Ter tzk'samtauffülwung tarn es zugute daß diesmal als einheitliches Ensemble Kräfte vom Opernhaus in Frankfurt gewönne« waren, die zudem unter der ihnen vertrauten Leitung von Kapellmeister Fritz Neumann vom Fvankfurter Opcrnljauä standen. Daher waren die wrzelnen -Lttmmen von AnsLngern aufeinander eingesurigen.

Der Waffenschmied selbst wurde von Richard von Schenck gegeben, der zu Anfang mit fernen Stimmitteln zurückhielt, um später fein wohlklin- Mrwes weiches Organ voll ernzusetzen. Carl Bauermann in der Doppelrolle als Graf Lie- benau unb sein eigener Nebenbuhler verfügte über eine dem übrigen Ensemble angepaßte, aber weniger selbständig hervottretende, sympathische Bariwnstimme. Um so erfreulicher wrr der Tenor Herniarm Schramms, der in allen Lagen aus- »?giid)en und doch kraftvoll war. Besonders be­lebend lüirfte sein frisches Spiel. Josef Gareis konnte ein wenig echter in Spiel unb Sprache den ergötzlichen Typus des noch keine vierzig Jahre alten editoaben treffen. Anita Franz ermangelte es an der letzten Sicherl-eit. Stimmlich hat sie gutes Material, das sich in der Tongebung jedoch nock) llären läßt. Marie Wellig-Bertram jeigite im Spiel eine humorvolle Auffassung ter Jrmenttaut, und fügte sich in jeder Beziehung har- monich dem Ganzen ein. Gternte die Ixmnoniftte Abgesttmmthcit war der glücklichste Eindruck des gmrzeu Abends unb trat am schönsten bei den Ensembles zutage. Nur am Schluß des Weinberz- festes wurde das Tenrte etwas schnell genommen, was die Einzelheiten der Stimmrfüh-rung ver- wrschte. zz.

Tanzen ist gesund, aber die dadurch bewirkten Bewegungen des Körpers bedingen, nameniitck in den ivarnien Sälen. eine er höbte Schweiyabsonderung, die für manchen Menschen peinlich und unangenehm tt. weil der übermäinae Lchweiu lenen bekannte« Geruch verbretlei. (.!e- brauchen Sie aber täglich unser neues flüssigem Lchweinmiltel ^Manarott, so wird jener Geruch ^Ettchwinden. Sie kommen nicht mehr in über mnöinen Schweig, Ihre Kleider werden geschont und Sie empfinden beim Tanzen ein gröberem Ve> Ml gen, ohne jegliche schädliche Nachwirkung auf die Gesundheit. Machen Sie wenigstens einen Versuch Preis nur Mk. 4.50 die Flasche, lange aut .eichend

ÖabenbeiA.Noll. Drogerie z. Kreuz, Gteüe». u..,8s AaeimFabrikamManarol-Werk,Frankfurt a.M^

Vstchrttisch.

Infolge des Papier- und PlatzmorrgelS tonnen Vorläufig die Buching änge nur verzeichnet wer­den. Eine Besprechung ist nur in den aller- seltensten Fällen möglich.

1 Neue Frauenkleidpng unb Frauenkultu>r. Organ des Verbandes fflic Detttsche Frauenlleidung und Frauen kuttur. Schrift- leitimg: Klara Sander, (§lse Wirmrnghaus, beide in Köln. Verlag der G. Ärmmschen Hofbuct-druckerei in Karlsruhe. Jährlich lO Hcste in Hoch-Quart mit zahlreichen 9BMnIbungat und Zeichnungen aus Kunstdruckpapier, sowie Schnittmusterbogen. Preis sürs Jahr 6 Mk., fürs Halbjahr 3 Mk. Probehefte wtberechnet uni> portofrei.

Reinhardt und seine Bühne. Bil­der von der Arbeit des deutschen Theaters. Unter Mitarbeiterschaft von Ernst Teutsch, Gertrud Ey. soldt, Karl Heine, Berthold Held,' Huao von Hofmanusthal, Arthur Kahaue, Emil Ludwig, Einar Nilson und Eduard von Wiitterstcm; her ausgegeben von Ernst Stern unb Heinz Herold. Verlag Dr. Eysler u. Co., G. m. b. H., in Berlin.

Der Völkerbund. .Ter Weg zum Weltfricden. Von M. Erzberger, Mitglied des Reichstages, Verlag von Reimar Hvbbiitg, Berlin. Aus dem Jrchatt: Ter Schrei nach bem Völker-, bunt). Weltfriedensversicherwrgen in ber Ge­schichte. Tas Papsttum und der Fricke. Deutsch­land und der Weltfricke. Vorläufer des Völker­bundes. OTHginnetroe Voraussetzungen beS Völker­bundes. Obligatorisches Schiedsgerickü Abrüstung. Freil/eit des Wellvertohrs. Wittschastlick-e Glttch- berechttgung und offene Tür. Kvlorrialfragen Ewig neutrale Staaten. Berffasfung und Machtmittel des Völkerbundes. Tie neue Zät. Entwurf der Ver­fassung des Völkerbundes.

Friedrich Staps. Ein deutsches Volksstück, von Walter von Mvlv. Albert Langen, München.

Tie Erzählung-eines Toten. Eine Gwteske in 5 Bildern, von Gustav Adolf hon Lürdenrode. Verlag Auwro^, Dresden-Weiubölsta.

Tie Weltliteratur. 9h:. 47. Walde^ mar BrmselS Erzählungeir. Preis 25 Pf. Verlag der Weltlitexatur, München 2, Färbergrabeir 24. < >Was mußhie deutsche Fran von der politischen Lage wissen? Von Dr. Eduard SPranger, Professor an der Uni­versität Leipzig. (32 S.) Verlag von B. G. Teub», per, Leipzig unb Berlin. 1918.

Der rote Aufruhr in Finnland imJahre 1918. Eine Schilderung auf Grund­lage offizieller Urkunden von Henning Söder- h j e I m. Verewigte Uebersetzung von Johannes Oe h qui st. 182 Seiten. Verlag von Qu.Ne und Metzer in Leipzig. 1918.

Goethes Freundinnen. Briese zu ihrer Charakteristik, ausgewähll unb eingekitet von Dr. Gertrud Bäumer. 2. Mflage. Mit 12 Bildnissen. (VIII und 164 S.) Verlag B. U Tarik her, Leipzig unb Berlin. 1918.

G. Freytags Völker- unb Sprachen karte von Mittel-Europa. Maßstab 1:3 Mill. Preis 5 ffr. = 3,50 Mk.

Was bleibt unser Halt? Em Wort an ernste Seelen. Von Rudolf (Enden. 29 Setten. Geh. 1, Mk. Verlag von Quelle & Meyer in Leipzig. 1918.

Das literarische Echo. Halhmomrts- schrist für Literaturfreunde. Berlasg: Egon Fleischet & Eo., Berlin W 9. 2. Januarheft.

Höhenflug. Ein humoristischer Roman von Tlreodor Wundt. Mit Zeichnungen Don .Ulla- Marx. Verlag von Mch. Bong, Berlin W 57.

Heinrich Seisferts Ende von I. v. .Bülow. Geb. 4.50 Mk. Verlag von Heinrick) Z. Gonski, Köln.

Kriegsbriefe gefallener Stu­denten. Herausgegeben in Verbindung mit den deutschen Kultusministerien von Praf. Dr. Witt kop, Freibura. Verlag B. G. Teubner in Leipzig Kartt 1.80 Mk.

Stockhausen, Juliana von. Das große Leuchten, Romwt aus dem schwäbtt scheu Bauernkrieg, geh. 5 Mk., geb. 6.50 Mk Teuerungszuschlag in diesem Preis nicht mrtrnbe griffen.

Briefkasten der Redaktion.

h. 2. in dl. Wenden Sie sich an die Landrs- versick-erungsansttzlt, in bereu Bezirk Ihnen die erste Jnvalidenkarte ausgestellt nrurbe, z. B. in

: LandesoerfichTrungianslrrit Darmstadt, in Hessm-Ras au: £anbe5ber:ii^erungarrritafl Kassel, der Rl^nprovrns: Landesverficherungrsa-nstttlt Tüsseldvrt usw.

Ur. ^00 St Wenden Sie sich an das Miet- emiguugsantt. Es fiann u. E. eine Metersmnilie nicht emfach der GeMr der ObdackiLosigicit preis- gsgel>en werden, rare weil ein anderer die Mittel ^vabt hat, das Haus zu Haufen. Tie Interessen «s Mieters unb des HauserwerberH sind hier ab­zuwägen Vermag ber Erwerber m feiner feit- I)erigcn Sßoljramg zu Weiten ober tarnt er unschwer ein anderes geeignete Untertommen finben, ist aber für den Mieter ein anderes Untertomvren nwst.M beschaffen, wird der Käufer wvlri fkum durchdringen.

K. v. h. Zusbändig für die Gewährung der EttrvrOslo, cufürforg*? ist die Gemeinde des Wohn- otts des Erwerbslosen ober der Gemenckeverband, m dessen Bezirk der Wohnort gelegen ist. KttiegS- tnlnelynjer smd unbeschadet einer vorläufigen vvr- schußnxnsen Unterftiityungi in ihrem Mtonthalts- artc in bem Orte zu unterstützen, in dem sie vor chver Einziehung jum Her-resdienst gewohnt haben. Personen, die wahrend des Krieges zur Aufnahme von Arbeit an einen anderen Ott gezogen smd, lolleu miWrft tu den früheren Wohnort zurück- tol-ren unb sind nach ihrer Rücktohr in dem früheren Wohnott zu unterstützen. Freie Fahtt zur Reise m den früheren Wohnott ist von ber Gemeinde des l^ken Wohnortes aus Mitteln der Erwerbs- to|enfürk>rge zu bewilligen.

Eingesandt.

(Für Form unb Inhalt aller unter dieser Rubrik ftcteitben Artikel übernimmt die Rckaktion dem Abiblikum gegenüber keinerlei Veranttvottung.)

Buchkckcrnöl.

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immlungen mnrbtn ak Itn einberufen, beren y erhielten, die Unten# Äontroflc der (Ellern gt ntiem als Certreter te lener zur Kontrolle ^ en gleichsam als . v/n zwei 5dju itn<r Behälter ausgezahU »» Irlaubsfdjeine der L-Hi eglaubigt fein. W«* die Leiterin der tiefet, und an btt 5

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auf 1305,39 Mk. Tie Sterbe Lasse zahlt zur Reit 176 Mit Dicker. Die Emuahmenr dieser Kasse burugen 2582,97 Mk. An Sterbegeld rmrrbcn in 1918 2570, Mk. misbczalLt. Tas Vermögen der Etertel'asse beträgt 6211,44 Mk. Tie gemein­nützige Rechtsberatungsstelle Les^ Ver­eins hat auch im letzten Jahre eine segiensreichc Tätigkeit entfaltet. Sie blickt am 1. April l. Js. auf eine IQjälyrige Tätigkett z-urück. Der Ge­mischte Chor des Vereins, ber während des Krieges seine Tätigkeit einstellen mußte, wird in Kürze wieder neu gebildet. Bei den vorgenom- maien Mahlen wurde an Stelle von Prof. Dr. Häuser, ber sein Amt niederaelegt hatte, Berufs- «nosseufchaftssekretär Henn. Kirchner als erster Vorsitzender des Vereins gewählt. Außerdem er­folgte neben der Wiederwahl des größten TcUeS brr ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder die Neu­wahl der Herren v. Gall und Pfeiffer in teil Vorstand, lieber die weitere Veveinstätigkeit md sonstige Bereiusangelegenheiten entspann sich chr« rege Aussprache, die erkennen ließ, baß das Interesse für die Bestrebungen des Vereins auch Mied) die infolge bes> Ktteges eingttvetene Hem- tniing der,Vereinstattgkeit nicht erloschen ist und iu den besten Hoffnungen berechtigt.

Gewehren ausgestellt. Um die bedrängten KEme- raten Lu befreien und üyirai zu helfen, hatre sich eine ^Abteilung (25 Mann)) Der 88 er freiwillig gemetoet, die unter Fül/rung eines Offiziers der Kaserne abmarschü-rte. Tie Abteilung geschlossen über den Pavadeplatz. An der des Bezirkskommandos wurde von der auf Paradeplatz befindlichen Menge geschlossen, größere Verluste zu DermetDcn, schwärmte die deilung aus und kniete nicker, um nun ihrerseits auch das Feuer auf die Angreifet zu eröffnen. Es entstand nun in wenigen Augenblicken eine ge­waltige Schießerei, in die auch die Soldaten aus oer Kaserne eingriffen, um ihre Kameraden zu retten. Tas Schießen bauerte nur wenige Minu­ten, forderte aber eine ganze Zalst Opfer an Toten unb Verwunckten auf beiden Seiten. Die Zal-l ist! bis jetzt nock) nicht bekanntgeioorden. Roch in den gestrigen AtendsttmtLm wurden vom Garni­son komm ando und vom ©oibatarrat eine Reite Verlsaffungen vovrenommen, auch wurde ein grö­ßerer Teil von (tetocljrcn unb Munition einge­bracht. Im Saufe des heutigen Tages sauten weitere Verhaftungen und prodotoll.rttsche Ver-

Aur Stadt und Land.

Gießen, 22.Februar 1919.

Lebensmittel.

**Lebensmittel-Ausgabe. (Aus- aabe Nr. 6.) Von Dienstag den 25. bis Freitag den 28. b. Mts. einschließlich gelangen in hen Geschäften, bei denen die Vorbestellung er­folgt ist, gegen Wgabe des Bezugabschnittes Nr. 6 der Lebensnrrttelkarte 500 Gr. Graupen und 100 Gr. Nudeln zum Preise von 60 Pfg. zur Ausgabe. Getrennter Verkauf findet nicht statt.

** Käse-Verteilung. Von Man­ag den 24. bis Freitag den 28. d. M. ein- >chlieblich gelangt in verschiedenen Geschäften Käse zur Verteilung. Siehe Bekanntmachung, Freibank. Montag, 24. Februar, werden von 12-4 Uhr die Nr. 251-500 beliefert.

Anbau von Flach».

Die «ittschaftliche Absperrung unseres Landes erfordett eine weitere Steigerung in der Erzeugung der nötigen einheimischen Faserstoffe. Die Versorgung des Landes mit Fett, Leinwandstoffen und Seiler­waren zwingen dazu, daß der Anbau von faserhal­tigen Pflanzen und Oelgewflchsen im kommenden Wirtschaftsjahr in weitgehendstem Maße zur Aus­führung gelangt Die Ernährung der bereits stark verminderten Viehbestände macht den Anbau von fett- und eiweißhaltigem Samen ebenfalls notwendig, um so in den hochwertigen Rückständen der Oelge» roinnung (Oelkuchen) den Landwirten ein dringend nötiges Futtermittel zur Verfügung stellen zu können.

Diese Anforderungen werden am besten durch den Anbau des Flachses erfüllt.

Während bereits in den vorangegangenen Kriegs­jahren zur Hebung des Flachsanbaues den Land­wirten, die Anbauverträge abgeschlossen hatten, große Vorteile gewähtt wurden, werden sich diese Vorteile für das Wirtschaftsjahr 1919 noch bei weitem günstiger gestalten, uurz zusammengefaßt setzen sie sich aus den nachstehenden Maßnahmen zusammen.

Feder Flachsanbauer erhält für seine abgelieferte Leinsaat eine bestimmte Menge Speiseöl zurück. Auch ist es ihm gestattet, sich einen gewissen Teil seiner Leinsaaternte zu Oel aus sch lagen zu lasten Die zurück- bleibenden Oelkuchen verbleiben ihm für die eigene Dir sckaft. Auch erhält der Flachsanbauer Anrecht auf die Zuweisung von Leinen, Zwirn, (Barn und Sackstoff, sowie Bindegarn für die Ernte 1919.

Aehnliche Bestimmungen sind auch für den An­bau von Hans maßgebend.

Die Landwirtschaftskammer forbert die Land­wirte zum erweiterten Anbau von Flachs und Hanf auf Grund von Anbauverträgen auf. Sie ist gerne bereit, über alles Wünschenswette den Landwitten nähere Auskunft zu erteilen.

fmoer tmy wanu) ca uUflCTnruien aDetfe MN, wobei die Stiftungen ungenügend fern können. Heber die Versetzung cntidtoibet eine Abstimmung, bei ber die SckMer stimmberechtigt sind. Tie Schüler baten auch selbst zu entfayciben, welche Schule sie beftuten wollen: die Eltern haben kein Recht, ihren Kindern eine bestimmte Schule vor- zufchreil'k-n. Die Beaufsichtigung erfolgt durch Schüler, die von der ganzen Klasse gewählt werten.

Nirchttche Nachrichten.

Gottesdienst am Sonntag den 23. Febr. (Sexagesirnae).

Evangelische Gemeinde.

Inder Stadtkirche. 9'/,: Pft. Mahr,11: Kinderk. f. d. Matth.-löern. Pft Mahr- 6: Pft.-Ass. Schaefer.- 9n der Zohanneskirche. 91/.: Pft. Bechtylsheirner- 11: Kinderk. f. d Luk -Gern. Pft. Bechlolsheimer,- 6: Divisionspft. O Fritsch. - Kirchberg. Vorrn. 10. - Mainzlar. Nachrn. 1'/,. - Daubringen. Nachrn. l*/i- ~ Lollar. Abds. 8: Kleinkinderschule. Missio. nar Stahl.

Katholische Gemeinde.

6'/,: Beichtgel.- 7: Hl. Meffe,- 8: Austeil d. hl. Komm.,- 9: Hochamt m. Pred.; 11: Hl. Meffe m. Pred.; 5'/,:Christenl. darauf And. - Diaspora-Gottesü. am 23. Febr.: Grünberg 9l/ Hungen 91/,.

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** Pakete nach dem besetzten Gebiet. Auch über den 22. Februar hinaus sind gewöhnliche Pakete mit Apothekerwaren, Nunkelrübensamen und Gemüse­samen nach der britischen Besahungszone zulässig.

* Die Landesversicherungsanstalt in Darmstadt beabsichttgt, auch in diesem Fahre skrophu- löse, blutarme und tuberkulose-bedrohte Kinder in die von ihr errichteten Kindersolbüber in Bad-Nau­heim, Wimpfen und Bad Orb zur Kur zu ent- senden, wenn die Aufbringung der Kosten sich in der bisherigen Weise ermöglichen läßt. Anträge auf Ein­weisungen von Kindern werden schon jetzt entgegen« genommen. Anfangs April soll mit den Kuren be­gonnen werden. Da erfahrungsgemäß die Sommer­monate eine UeberfüHung der Kindersolbäder mit sich bringen, dürfte es sich empfehlen, schon jetzt Anträge zu stellen. Nähere Auskunft, insbesondere auch über die Kosten, die bisher bei Unbemittelten in der Regel von den Lieferungsverbönden, Fürsorgeämtern, Für­sorgestellen usw. und ber Landesversicherungsanstalt gemeinschaftlich getragen wurden, erteilt die Landes- versicherungsanstaltt

* Schwarz-Weiß-Lichtspiele, Selters« weg 81. Von heute bis Montag gelangt das Film­werkRigoletto" mit Wiener Künstlern in der Haupt­rolle und das LustspielDie Pechnelke" zur Aufführung.

Landkreis Gießen.

** Daubringen, 21. Febr. Weil das Streiken modern geworden ist, haben sich auch hier die Holz­hauer und der Flurschütz entschlossen, in den Ausstand zu treten.

Kreis Friedberg.

Groß-< essen.

0 Friedberg, 21. Febr. Eine Vollversamm­lung der hiesigen Handelskammer, bei der Ver­treter aus den Kreisen Friedberg, Schotten und Bü­dingen anwesend waren, trat einstimmig dem Beschluß der Handelskammervertreter vom 5. Februar bei, der für die Schaffung eines deutschen Einheitsstaates und gegen alle einseitigen Loslösungsbestrebungen ein­trat. Dem Plan eines zu schaffendenGroß-Hessen" steht die Handelskammer sympathisch gegenüber.

4 Bad-Nauheim, 20. Febr. Unter Leitung von Dr. Otto Wissig, bis zum Kriege Organist an ber deutschen Arche in Peters­burg, hat sich hier ein gemischter Chor gebildet, der schon 100 anive Mitglieder zählt und sich die Aufgabe stellt, größere musika­lische Werke aufzuführen.

** Bad-Nauheim, 21. Febr. Ein auf einer Versammlung der Abteilung Bad-Nauteim ter deutschen Kolonialgesellscbaft ein­stimmig angenommene Entschließung, die an die Mtionalversammlung und die Waffmstillstands- kommission gerichtet wurde, teile den folgenden Wort laut: Noch mehr als vor dem Kriege wird über das nun verarmte, in seinem Handel durch die Gewalt unserer Feinde beschränkte Teutsch- land ter Besitz von Kolonien ein Letensbedürfras sein. Wir begrünen es mit Freute, daß auch irnfere jetzige Negierung diese Bedeutung der Sto* Ionien anerkennt. Wir »morschen und teffen daher, daß unsere Regicramg keinen Frttten imterzeick)intt, ter uns unseres stvtonialbesitzes beraubt. Unserem Volke aber rufen wir zu: Erkenn endlich misever Feinde wahres Gesicht, lasse ab von innerem Syt- ter, schließe die Reihchi um die neue Rechevung! Ajuf zur Arbeit, im Vertrauen auf Gott und teinc SVncft, ixnm wirst du dir auch Gerechtig^ keil und dein Mleil an bett Kolonien erzwingen!

O Wisselsheim, 20. Febr. In un­serer Gemarkung sind etwa 40 Morgen Feld- fruchte, zum größten Teil dem hiesigen Guts­hofe gehörend,nicht geerntet worden,wie es heißt aus Mangel an Arbeitskräften. Es befinden sich etwa 10 Morgen Zuckerrüben, viele Morgen Möhren und einige Morgen Kartoffeln darmiter. Bis Mitte Januar hat­ten die Feldfrüchte immer noch geerntet wer­den können. Inzwischen sind sie aber durch das Frostwetter völlig unbrauckchar geworden.

Kreis Wrtz.'ar.

ra. Dutenhofen, 21. Febr. Dem Bei­spiel der Nachbargemeinden Dorlar, Garben­heim und Münchholzhausen folgend steht auch Dutenhofen im Zeichen der Zusammen­legung.

Hessen-Nassau.

Unruhen in Hanau.

X. Hanau, 20. Febr. lieber die Unruhen in Hannu (jat das Garnison kommandv teni Generaltommando einen ausjWrlichen Bericht erstattet, tem war folgende Tatttellung cnt= nestmen: Mittwoch nachmittag um 2 Uhr wurde eine Ablösung von 15 Marat für die Wache am Kveisbause vom Infanterie-Regiment 9h:. 88 in Marsch gesetzt. Diese Abteilung rückte geschlossen aus der Kaserne, teunffnet mit Gewehren, jedoch ohne Patronen. Ms die Abteilung in die Bangett- svraße einbog, wurde sie von einer größeren Men­schenmenge versvlgt und hinterrücks angesckwssen, wobei ein Soldat am Bem und zwei andere an den Händen verwundet wurden. Die Lyrieilung wurde von ter Menge umringt, entwaffnet und in einem Hmise gefangengehailten. Vor diesem Hause hatte sich die Monge mit den angenommenen

nelimungen statt. Bei ter Plünderung im Schlosse Pl'ilippsruhe ist ein größerer Teil ter _ _____ v_ ...... .....

geraubten Waren den Plünderern von den herbei-s imd (irrfixengente Arbeit, und außerdem noch Unerhörte Pfe rdeprei se. I geeilten Ulcnennimtnfdiaften weder abgenomnunj mit Zeitverlust ,ratb Kosten für die Reise znr sind in den letzten Wochen gewaltig im1 Morten. Beim Asnrücken ter Ulanen wurde von Mühle ufw. verbunden ist, hat er also, wym er

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