Ausgabe 
21.6.1919
 
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Letzte Nachrichten.

Die Schwierigkeiten der Kabinettsbildung.

Berlin, 21. Juni. (WTB.) Neber die Schwierigkeiten der Kabinettsbil­dung heißt es imVorwärts": David, der vom Reichspräsidenten eriuckt worden war, die Ka­binettsbildung vvrzun^hmen, hat eine solche bis jetz nicht zustande gebracht. Tie Varteiver'halt- Äiffe find noch immer so unübersichtlich uni) die Mehrheit von Gtunde zu Stunde so wechselnd, daß die Lage sich nur sehr langsam klärt. Die Schwierigkritcrn beruhen darauf, Saft die Mehr- heitsparteiert irmerlich gespalten sind, ime denn auch das Kabinett in der Nacht zum Freitag nicht nach Parteien, sondern nach persönlichen Meinungen onsernandergefallen ist. In der Haupt­sache kann man drei Gruppen unterscheiden, deren eine für bad Ablchncn. deren zweite für das Annehnren imd deren dritte für eine modifizierte Annahme unter gewissen Bedingungen ist. Aber auch innerhalb dieser Gruppen gibt cs wieder Schattieurngen, wodurch dle Lage noch verwickelter wirb. Ein positiver Ausweg aus den Schwierig­keiten ist zur Stunde noch nicht zu erblicken. Auch eine rein sozialistische Regierung würde keine Mekwheit finden.

Tie ,G e r m a n t a" meint, wenn dieF r e t- heit" sich in der Hoffnung, wiege, daß auch die neue Regierung vvn kurzer Tauer sein werde, tun dem bolschewistischen Sozialismus Platz zu machen, so sei doch zu bemerken, daß schon werte Kreise in Teutschland vofi den Segnungen einer solchen Reform sehr nüchtern bädyten. Tie Aus­sichten der Kommunisten wären gleich Null, wenn letztere nicht den großstädtischen Janhagel hinter sich hätten. Born Zentrum sagt dieGermania", cs wolle mit verhältnismäßig wenigen Ausnah­men den .Friedensvertrag unter Vorbehalt on-> nehmen und Äwar gehe es von der Erkenntnis aus, daß ein Abbruch der Bewicklungen einen neuen Krieg bedeute, von dem kern Mensch wisse, wie viel Unheil er über Deutschland bringen werde und um.totcüid, 'härter die Bedingimgen sein wür-

bineSsMdmrg günstiger «nd mit mehr-Aussicht Erfolg vorwärts, so daß die Hoffnung besteht, bis heute früh das Kabinett doch noch zustande zu bringen. ,

Eine Erklärung der Deuthchuattonalen Volks- Partei und der Deutschen Nolksparlei.

W e i m a r, 20. Juni. (WTB.) Die Fraktionen der Deutsch-nationalen Bolkspartei und der Deut­lichen Volkspartei haben folgende Erklärung

In der Stunde ber höchsten nationalen Gefahr baden die außerhalb ^der Regierung stehenden bür- lichen Fraktionen, dre Deutsch-nationale und die Deutsche Volkspartei, beschlossen, nachstehendes gemeinsam zu bekunden: Alle Folgen der Ablehnung des vorliegenden . Fricdensverträges haben wir uns mit voller Verantwortlichkeit klar ^1^. Wir sind der einmütigen Ueberzeugung, sie trotz ihrer Schwere unvergleichlich geringer dinzuschätzen sind, als idve bauernbe Versklavun-gs Doutschlanbs, der wir sonst anhcimfallen. Die 2ttr- hxibmc des Friedensvertragcs bedeutet eine natio­nale Schmach. Wir verlieren dadurch noch unsere letzten Freunde in der Welt. Einem zerstückelten» Deutschland droht der wirtschaftliche, finanzielle, politische itnb moralische Tod! Wir stehen vor der Wahl: Die ungeheure Lüge von Deutschlands Schuld durch unsere UnterscÄnft zu bekräftigen oder Deutschlands Ehre zu wahren, die besonders durch 'die Forderung in den Staub gezogen wird, bat deutschen Kaiser und andere deutsche Männer vor ein nichtdeutsches Gericht zu stellen. Um unsere toten Brüder und um die Zukunft unserer beut* (eben 'Jugend willen sind wir entschlossen, unser letztes Grit bis zum äußersten zu wahren: Deutsch­lands reinen Namen vor der Welt. Darum lehnen wir den Friedensentwurf ab.

Fraktion der Deutsch-nationalen ^Bolkspartei: v. Posadowsky.

Fraktion bei Deutschen Bolkspartei:

' Dr. Heinze.

Die Ernährungslage und die Krisis.

Vorwärts" in letzter Stunde

Wie der

den, bre dre deutsche Regierung bann erst recht werde armdhmeu müssen.

Berlin, 20. Juni. . (WTB.) Der Unter» staatssekretär im ReichsernährungSministerium

. . v. B r a u n erklärte «einem Bertretcr der Deutschen

von zuständiger Seite erfährt, schreitet die Ka-1 Allg. Ztg.: Während die Folgen der Friebens-

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Friedberg I«ni 1919. »m«

Für die uns anläßlich unserer Vermählung in so reichem Maße erwiesenen Ausmerk-» samkeiten sagen wir herzlichen Dank.

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Beginne Montag den 23. Juni, abends 8 Uhr, einen neuen Tanz-Kursus. Außer den be­kannten Rund- und Kontertänzen werden auch die modernsten Tänze unterrichtet. Gefällige Anmeldungen werden in meiner Wohnung, Schiffenberger Weg 63, entgegengenommen. Hochachtungsvoll Th. Bäulke, Tanzlehrer

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Bayerische Vereinigung

Heute SamStaa abend im Caf6 Leib bei Mitglied Kirzlnaer L GeretnSzimmer, 1. Stock <Saal> Mitgliederversammlung Ergebeust ladet ein [012207J Der Vorstand.

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terniert und weg geführt.

Die Lage im Osten.

der lettischen Regierung untersteht.

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Die Kameraden werden ersucht, pünktlich 8 Hf anzutreten. Wegen Bekanntgabe verschieden^ wichtiger Mitteilungen ist vollzählige- scheinen dringend erwünscht.

Das Kommando

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Am 26. Juni 1919 beginnt ein neuer Anfänger­kursus für System Gabelsberger. Der Unterricht wird durch staatlich geprüfte Lehrer erteilt und findet in der Schule statt Anmeldungen werden im Vereinslokale (Gastwirt Schwalm) und bei Beginn des Unterrichts

!hkWL- Tqpographia Eicher.

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tapferen Ekfentzotzner, bfe die deutsche Stadt Brnv«« berg zum '^todten Male vor einem polnische» Angriff bewahrt haben, betragen bm Tote v sechs Verwunde le. ,

Birnbaum, 20. £inri. (Wolff.) Die len 'haben gestern im Kreise Birnbaum bis 2( Kilometer östlich der Demarkationslinie a' [

und Not bedeuten, liegt eure momentane Gefahr für die Volksernährung im Falle der Nicht­unterzeichnung nicht vor. Mit unseren Brot- getreidevor raten reichen wir 'dank der günstigen Wbrinnung im Jnlanbe und der mit allen Mit­teln gesteigerten Einfuhr .von ausländischem Gc- treibe und Mehl ohne Verkürzung ber Rationen bis zur nächsten Ernte aus. Die Frühdruschaktion, entsprechend ber bes -Vorjahres, damit bie neue Ernte rasch in öffentliche Hände kommt, bietet nach den Erfahrungen des Vorjahres keine besonderen Schwierigkeiten. Auch bie Kartoffelversor- '8U n g kann im allgemeinen bis zur Frühkartof­felernte aufrecht erhalten werden, da durch Ein­fuhren, besonders aus Holland und Dänemark, die Lage sich wesentlich besserte. Die Flei sch Ver­sorgung wird freilich zunächst mangelhaft blei­ben, könnte aber auch bei Offen Haltung der Gren­zen nicht gebessert werden, ba in ber ganzen Welt Fleischknappheit besteht. Es ist aber zu erwarten, daß die Fleischversorgung «aus dem Jnlanbe sich bessert, sowie wieder Vieh von der Weibe kommt. Jedenfalls würbe hier bie Blockade keine Verschieß terung des jetzigen Zustandes fr; beuten. Die Speck­zulagen können aus eingrführten Mengen bis August aufrecht erhalten werden, auch wenn zu­nächst teilte weiteren Zufuhren kommen sollten. Ebenso ist die Fe t t v e r s o r g u n g im bisherigen Umfange gesichert, da auch hier die eingeführten Mengen zusammen mit der inländischen Aufbrin- ysung für einige Monate reichen. Man kann, so schloß Brann, keinesfalls sagen, daß uns Rück- fedjtrn auf die Volksernährung zwingen würden, den ^Vertrag zu unterzeichnen.

Polnische Gewaltakte.

Berlin, 21. Juni. (Wolff.) In der Nacht zum 19. Juni griffen starke polnische Kräfte, etlva >600 Mann^ mit Panzerkraft- wagen die in vorderster Linie liegende 2. Kompanie des aus Eisenbahnern beftefjenben Bataillons Brom berg bei ^Netzwalde an. Ter Angriff wurde durch die wachsamen Verteidiger unter gro­ßen Vi'rlusten der Polen an Toben und Verwim- deten restlos abgeschlagen. Beute und Ge­fangene fielen in Misere Hand. Die Verluste der

Zu Gunsten der znkkeWeu Kriegsgeiaogeoeu findet im Saale Hotel Einhorn = heute abend 8 Nhr =

Konzert mit Tanz

statt.

Eintrittskartell sind abends aa der Kaffe zu haben.

!'Ä pfli-Stl

Libau, 20. Juni. (WTB.) Die in derGegech von Kretzburg erfolgten Angriffe der bolschvviiij, scheu Truppen bedeuten vorläuffy feine Gefahr doch sollen aus der Ukraine zwer bolschewiftjsih hauptsächlich aus Chinesen bestehend« Divistovu nach Tünaburg im Anrollen sein.

Gießener sreiw.zeuerwch iWrtck

Montag den 23. Juni, abends 81/* vßr

vücherttsch.

Das Buch deS früheren Reicht« kanzlers vonBethrnann-HollwegwÄ Anfang Juni unter dem TitelBeträchton. gen zum Weltkriegs" im Verlage von Reim, Hobbiug, Berlin, zur Disgabe gelangen.

Tas literarische Echo. Halbmvnch schrift für Literaturfreunde. (Begründet von h ^ses Ettlmaer. Herausgegeben von Dr. Ew Heilborn.) Verlag: Egon Fleischet u. So., JBa lin W. 9. 1. Junihest.

Merkblatt über Pflan»enschu^ Arbeiten im Obstgarten. Em Arbei» kalender mit 13 Abbildungen von Dr. Fritz Zjvyi gelt. Verlag der L. V. Enders'scheu KimstanM Neutitschein. Preis 85 Pf.

Das Sozialisierungsprogrami der Sozialdemokratie. Kritisch besprochen von Sy» drlus Hermann Schöler. Preis brvsch. 4

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Orgel-Konzert von ßdoü Wieher

Zum Vortrag gelangen KompoHfionen von Bach, Bändel, Sri eg, Wolfrum, 6uilmanf, Cfdiaikowski und Wieder.

Karten zu Ulk. 3.- (rei. platz), Mk. 2.- (1. Platz) und

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Sonntag, 22. Ium, im Rest. PhilolophenM

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Anmeldungen bei den Unterzeichneten und bti Beginn des Kursus. 1. Zusammenkuns!» Donnerstag den 26. Juni, abends 9 Uhr, bei Gastwirt Konrad Moos.

Der Unterricht findet in der Schule fM Für fortgeschrittene Stenographen bietet Gelegenheit zur Hebung und Bervoll« kommnung in unseren llebungsstunken« etenogrs^tn-Streinßaötkbtrget" Lrl« gegründet 1913.

HooS, Vorsitzender. Brück, Rechvei.

Stenographie* D-

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Samstag und Sonntag

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Libau, 20. yum. (WTB.) Mc aus , t schwoenen Preperneldungen ersichtlich ist, befHu noch vielfach irrige Ansichten über bie brh §

tische LanbeSwehr. Es erscheint des^L erwünscht, darauf hinzuweisen, daß bie baltjsL Sc

Landeswehr einen Teil der lettischen Trutcha bildet und nicht General von der Goltz, foxbeq mil

ber lettischen Reaieruna untersteht i «