Ausgabe 
21.6.1919
 
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Samstag, 21. Juni mm

ter, daß dieser Dienstzweig fast ausschließlich durch Anfängerinnen wahrgenommen werden mutz. Es darf damit gerechnet werden, daß hierin mit zu­nehmender Hebung dieser Aushilfskräfte in ob" sehbarer Zeit eine Besserung eintreten wird. Jeden falls kann die Oeffentlichkeit davon überzeugt sein, daß, seitens der Telegraphenverwaltung alles geschehen ist und auch noch weiter geschehen wird, was zu einer baldigen Besserung der Verhältnisse beitragen kann.

Siebener Anzeiger <Senerat-Anzetger snr Vderheffen)

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Nach uns vorgelegten Statistiken betrug Telegrammverkehr:

»rar nicht vorauszusehen, und es lag außerhalb Kt Möglichkeit, die Betriebseinrichtungen des dor­tigen Telegrap'henamts -der Verkehrssteigerung so- leich mit durchgreifendem Erfolge anzupassen. Um

Die tage der zemsprechverlehrs in Giehen.

Gießen, 20. Juni 1919.

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Der Doppelgänger.

Nomau von CarlSchüler.

Fortsetzung Nr.

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Ludw. Vlehmi ___Eroneu-Linbi! Wenig gebrauch» e »peispfanne sr "ttt BnrkbErdsii Wa'Mittaye . Zveiyinmachtöi? verk. selkcr^vc«:

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tenbank «!?°- aravhenamt zu kämpfen hat, größer sind, >'Qir giz es der Fernstehende zu beurteilen ver-

btau&Merl2 mag- Die Auflösung des Heeres hat zwar n(te bewährte Kräfte frei gemacht, aber nicht Kinder?!!! in dem Maße wie sich der Verkehr seitWaffen- 'Ariedensw!?2' Älstand gesteigert hat.

laufen. & ? Noch uns vorgelegten Statistiken betrug

Was das bei unzureichenden Apparaten M nicht hinreichend geschulten Kräften zu bedeuten hat, davon kann man sich wirklich nur eine Vorstellung machen, wenn man in einer der Hauptverkehrsstunden den Apipa- rotefaal betritt, in dem es vor den Klappen- jchrarrken und vor den Klopfapparaten wie in

Briefes -war ihm das Doppelte und mehr '.wert al$ drcißigtausend Mark. Aber . Wunder über Wunder dieser sonderbarste aller Spitzbuben kam nicht! > Nicht einmal die ihm zustehenden dreißigtausend Mark holte er. Er mußte wirt­lich em merkwürdiger Mensch sein.

Wünsch' dir etwas, Ruth. Aber etwas Schö­nes! Es kommt mir nicht darauf an!" hatte der Vater -zur Tochter gesagt. . .

. Und da war ein zweites Wunder geschehen. Ruth hatte mit dem Kopf geschüttelt:

Ich habe wirklich nichts nötig, lieber Vater!

Ta halte der Herr Konsul ein ebenso er­stauntes Gesicht gemacht, wie in dem Augenblick, als er.den verwünschten Brief, an bessern MUtz ihm so Mel gelegen war-in der Hand der Tochter sah. Ein .weibliches Wesen, so jung oder att, das keinen Wunsch hatte, war ihm unverständlich. Aber Ruch.blieb dabei. Sie -wünschte M gar nichts! Sie.freute sich nur, daß fte dem Vater einen Dienst hatte leisten können!

Eigentümlich!

Und der alte Herr machte sich allerlei Ge- bauten. S<Äi-tzlich tagte er M-bm.,b-kl Ke Auflegungen dieses tollen Streiches das Mädu natürlich angegriffen .haben mußten, -selbstver­ständlich! Tas war es!

*

.Tas Automobil des Konsul Rosenberg fuhr vor der Haupttreppe der Villa vor. Ter jagtet gab das Hupensignal. Mit der Piwktachtett, dre rhm in allen Trugen eigen war, erschren glerch darauf der Konsul, begleitet von ferner Tochter Ruch. Ruch hatte sich zur Mitfahrt rn dre Stadt ange- klewet. Sie woltte in der Stadt einige Besor-

brauchen. '

Ueber die Heeresbefta nde an Appa­raten und Baustoffen herrschen falsche Auf- assungen. So wird vielfach die Ansicht geäußert, daß beispielsweise der Korps-Nachrichten-Park 18 noch große Bestände an Apparaten besitze. Ties ist aber nicht der Fall, da vom Korps-Nachrichten- Park 18 s. '3t. alle Materialien und Apparate hierher abgeliesert worden sind, die im Tele- graphenbetriebe verwendet werden können. Ihre ytenge ist aber, an dem vorhandenen Bedarf ge­messen, völlig unzulänglich. Denn im Bezirk der Ober-Postdirektion in Darmstadt können zur Zeit etwa 25 00 Anmeldungen auf Fern- sprechanschlüsse wegen Mangels an Appa­raten nicht hergestellt werden. Dies dürste für diejenigen von Interesse sein, die auf die Her­stellung eines angemeldeten Anschlusses warten «müssen. Tie Telegraphenverwaltung ist bei der Herstellung neuer Leitungen in der Hauptsache aus ihre früheren Lieferanten (Fabriken) angewiesen, die aber noch nicht imstande sind, den großen Be­darf zu decken. , .

Im Telegraphen bau dienst können hauptsächlich nur solche Arbeiter verwendet wer­den, die eine jahrelange technische Ausbildung er­fahren haben. Mehr als eine.beschränkte Zahl von -ungeübten Arbeitern kann den einzelnen Ban- trupps nicht bei gegeben werden, wenn nicht durch Störung der bereits vorhandenen Leitungen mehr Schaden als Nutzen gestiftet werden fort.

Die Zahl der Glückwunsch- und der Heerestclegramme ist bei weitem nicht so beträchtlich, wie angenommen wird. Sonst wird allerdings bei allen möglichen, oft recht untoidfc tigen Gelegenheiten der Telegraph und der Fern­sprecher benutzt. Hierin zwangsweise eine Be­schränkung herbeizuführen, dürfte aber kaum mög­lich fein, denn die Entscheidung, was wichtig oder unwichtig ist, kann nicht in die Hände der Schalter­beamten gelegt werden. Es kann daher nur durch den g efunben Sinn aller beteilig­ten Kreise Abhilfe geschaffen werden.

Tie Versendung von Telegrammen mit der Brief poft erfolgt in Gießen nur noch ganz ausnahmsweise. Ein Hinweis durch die An­nahmebeamten daraus, daß die aufgelieferten Tele­gramme voraussichtlich wegen Anhäufung eine Verzögerung erfahren werden und in welchem Umfange dies der Fall fein wird, ist allgemein nicht möglich, weil die Verhältnisse dauernden! Aenderungen unterworfen sind und bei der An­nahme eines Telegramms nicht übersehen werden, kann, wie sich seine Beförderung gestalten wird. Das hiesige Telegraphenamt ist bei der Beförde­rung der Telegramme auch abhängig von den übrigen Aerntern, insbesondere von den großen Telegraphenämtern in Kassel und Frankfurt, bte noch in weit höherem Maße überlastet sind als das hiesige Amt.

Tie Bedienung der Teilnehmer­anschlüsse im Ortsverkehr leidet darnn-

gitngen erledigen. - Sie war in der letzten Zeit wenig aus dem Haus, gekommen Auch ihre spa- zierritte im Tiergarten hatte fte eingestellt.

Sie ist kopfhängerisch geworden," hatte der Konsul verwundert gesagt, ,Hch verstehe das nidjt!" -

Seine Frau chatte keine Antwort zu geben vermocht. Ruth trug irgend etwas mit sich herum, das sie.quälte, ihr jede Freude verdarb, sie ernst und still werden ließ. Und die Mütter batte Der- gebens versucht, ,ihr Zerstreuung zu verschaffen. Ruth blieb einsilbig und in sich gekehrt.

Heute hatte ihre Mutter sie gebeten, mit dem Vater nach der Stadt zu fahren und Einkäufe &u machen, weil sie hoffte, daß die kleine Abwechfe- tung das Mädchen ablenken würde.

Ruth saß ftill im Auto. Sie war ernst und schweigsam und vergebens suchte der Konsul das fröhlich', übermütige Sad)<en aus ihr zu locken, das sonst nie verstummt war, wenn er mit Ruth nach dem Bureau gefcchren war.

Ter Konsul, -dessen Zeit von feinen Geschäften fast vollständig in Anspruch genommen wurde und her gerade jetzt große Pläne zur Ausführung bringen wollte, chatte bisher die Veränderung nicht ernsthaft genommen, die mit Ruth in den letzten Wochen torgegangen war. Sie war seit längerer Zeit nicht mehr mit ihm zur Stadt gefahren. Tas hatte.ihn nicht weiter verwundert Gr batte angenommen, daß es ihr lieber war, die schonen Morgenstunden zu Spaziergängen zu benutzen, als sie in den dunklen Kontorräumen zuzubringen. Nun aber fiel auch ihm das veränderte Weisen feiner Tochter auf.

(Fortsetzung folgt)

hauermeister.

** Kirtorf, 21. Juni. Bei der Gememdc- latstrahl wurden nur 8 Stimmen abgegeben Ge­wählt sind: Karl Pimper, Heinrich Haus II., Otle Hartmann, Ludwig Brinkmann, Ludwig Maa,. Ludwig Sattler, Heinrich Heiser IIL, Wilhelm Metz II., Johannes Kaspar II., Karl Lutz, Adam Gade, Karl Stumpf. Am 29. Juni findet dec Bürgermeisterwahl und am 6. Juli die Bei­ge ordneten wähl statt.

** Sauter, 21. Juni. Die Wahlbeteiligung bei der Gemeinderatswahl betrug 5 von 268. Ge­wählt wurden: Julius Zimmer, Landwirt, August Schlörb, Landwirt, Ludwig Zimmer, Landwirt, Karl Pitz, Landwirt, Heinrich Feldmann II., Land­wirt, Karl Schmidt II., Landwirt, Ernst Schlosser, Landwirt, Heinrich Herzberger, Landwirt, Hemrick Schmidt IIL, Bergmann, Johannes Eckhardt, Schreiner, Friedrich Görnert, Bahnarbeiter, Hein­rich Keil, Landwirt.

** Lehn heim, 21. Ami. Die Wahlbetestr gung bei der Gemeinderatswahl betrug 30 von 197. Gewählt wurden: Johannes Appel III., Land­wirt, Karl Jost, Schuhmacher, Karl Gernrner. Landwirt, Philipp Körber, Schuhmacher, Andreas KlöS IL, Maurer, Eduard Zulauf, Landwirt Wilhelm Dörr, Landwirt, Karl Hahn, Straßen Wärter, Karl Dörr, Landwirt, Ludwig Schmidt, Landwirt, Heinrich Erb IV_ Landwirt, Heinrich Papst II., Bergmann.

Ober-Bessingen, 2L Jwch Die Wahl- bdeiligintg bei der GememdcratSwahl betrug 48 ton 220. Gewühlt wurden: Christian Kühn II., Landwirt, Johannes Steil IL, Landwirt, ')ldols Keller IIL, Landwirt, Karl Sommer, Landwirt, Hermann Seipp, Landwirt, Christian Rinker, Landwirt, Heinrich Keil IL, Landwirt, Rudolf Bündmg, Müller, August Rinker, 3iminermann, Johann LecklMrdt, Arbeiter, Konrad Biehl, Ar­beiter, Johann Kvnrad Jakob, Arbeiter.

Obdr - O h men, 21. Juni. Tie Wahlbeteitt' gung bei der Gemeinderatswahl betrug 321 von 415. Gewählt wurden: Johann Schott II., Land­wirt, Peter fDianberger, Schuhmacher, Heinrich Stein IV., Landwirt, Heinrich Krebs IIL, Fischer, Konrad Schmidt II., Taglöhner, Heinrich Oeh­ler IIL, Milchfuhrmann, Heinrich Keil II., Mau­rermeister, Heinrich Stritter IV., Schuhmacher, Heinrich Kratz XII., Agent, Otto Philippi, Bäcker, Johann Marwerger, Spengler, Johann Frank IIL, Landwirt. . ...

** Wettsaasen, 21. Ium. Wahlbeteili­gung bei der Gemeind-eratswahl war 29 von 125. Gewählt wurden: Gustav Stein, Landwirt, Karl Schellhaas, Bergmami, Karl Lenz, Landwirt, Karl Hörle, Landwirt, Friedrich Jünger, Bergmann, Johann Laug, Landwirt, Wilhelm Hedrrch, Land­wirt, Karl Bott, Bergmann, Karl Biedenkapp IL Landwirt, Heinrich Schmidt V., Landwirt, Karl Schnndt, Landwirt, Heinrich Gerstenberger, Holz­arbeiter. ____________

Beltershain, 21. Juni. Tie Wahlbeteili- gitng bei der Gemeinderatswahl betrug 30 ton 188 Es wurden gewählt: Karl Petri, Landwirt, Max Becker, Landwirt, Wilhelm Mäkler, !Maurermeister, Heilirich Erb, Landwirt, Heinrich Magel II., Landwirt, Wilhelm Bücher, Maurer, Hermnch Horinann IIL, Landwirt, August Schaaf, Lano wirt, Heinrich Klös V., Landwirt, Hemrick Klös IV., Landwirt, Karl Kans I., Landwirt, Heinrich Dietz II., Landwirt. __

Flensungen, 21. Juni. Tie Wahlbeteili­gung bei der Gemeinderatswahl betrug GT7 ton 257 Gewählt wurden: Heinr. Grün II., Landwirt, Johs. Biedenkapp, Landwirt und Bierverleger, Heinr. Erb L, Landwirt und Fleischbeschcmer, Heinr. Langohr, Landwirt, Konrad Horst IIL, Wagner, Johs. Sprankel, Bergmann, Wilhelm Deubel, Zimmermamr, Karl Deubel III., Berg­mann, Ludwig Bräuning. Bergmann, Konrad Denker IIL, Bergmann, Johs. Theiß VIII., Berg mann, Gustav Bräuning L, Bergmann.

** Geilshausen, 21. Juni. Wahlbeteili­gung bei der Gemeinderatswahl war 31 von 301. Gewählt wurden: Konrad Becker, Landwirt, Hem- rich Wagner IIL, Landwirt, Georg Fabel, Land wirt, Heinrich Sckomber III., Landwirt, Hemrick 9iiebergatl II., Wagnermeister, Balthasar Staus-, Maurermeister, Wilhelm Ranft, Landwirt, Wil Helm Böhmer, Landwirt, Ludwig Hofmann, Gast wirt, Hemrick Aiargolf II., Steinhauer, Konrad Schomber, Pflasterer, Wilhelm MMer II., Stem-

Gintritt stärkeren Telegrammverkehrs hat das Post­amt zunächst zwei Hllfsbeamtinnen im täglichen Wechsel an besonderem Schalter im Briesausgabe- rainn den Telegrammannahmedienst und die Ver­mittlung von offen.lichen Gesprächen wahrnehmen Lassen: inzwischen sind die weiblichen Kräfte durch männliche, und zwar Kriegsteilnehmer, ersetzt wor­den, die den Anforderungen dieses Dienftzweiges sich toll und ganz gewachsen gezeigt haben. Tat­sächlich war und ist auch heute noch dem Bedürfnis dadurch vollauf genügt. Ein 9kbürfni5 zur Er­weiterung der Telegramm-Annahme kann keineswegs- anerkannt werden. 50 Personen und auch nicht Annähernd soviel haben sich am Telegrammannahmeschalter noch niemals zusam­mengedrängt. Andrang entsteht zuweilen, wenn auch in wesentlich geringerem Umfange dadurch, daß zwischen Anmelduim und Abwickelung von selbst dringenden Gesprächen naturgemäß viel Zeit verstreicht. Nach der Anmeldimg von Gesprächen pflegen auch die Personen entgegen der Aufforde­rung durch die iSchalterbeamten, zur Seite zu treten, am Telegrammschalter stehen Zu bleiben, ob­wohl im Sckialtervorraum genügend Platz vorhan­den ist. Hierdurch itoirb der Eindruck erweckt, wie wenn die Abfertigung des Publikums stocke.

Der Rentenzahlungsverkehr voll­zieht sich bereits seit Auszahlung von Heeresbe- zügen durch die Postanstalten an den Hauptzahl­tagen an einem Schalter der P aketannahme, also yanz abseits von den Briefannahme- und Aus­gabeschaltern. Die im Laufe des Monats zu zafsten- ber Rentenbeträge sind ohne wesentliches Ein­fluß auf das Briefannahme- und Ausgiabegeschaft sowie den Telegramm-Annahmedienst.

Es ist ein Irrtum, wenn angenommen wird, daß durch die Aufstellung eines Fernfprech- automaten der Draht nach den umliegenden Ortschaften entlastet werden würde.

Was die Schilder an den Schaltern an- lang t, so sind diese derart angebracht, daß sie weder von Schalterbesuehern verdeckt werden noch von ihnen in ungewöhnlicher Höhe gesucht zu werden

Monats- Tages- durchfchnttt durchschnitt

Ter Konsul war fassungslos gewesen vor Er­staunen. . _ .. ,

Er konnte .es gar nicht verstehen, daß dies Schriftstück, das ihm so große Sorgen gemacht hatte, nun wieder in seine Hände gelangt war. Mit Freuden Chatte et dem Kassierer bte Anwei­sung gegeben, dem Ueberbringer der Besuchskarte seiner Töchter die dveißigtausenb Mark auszuzahlen.

Aber zu Ruch hatte er, noch nachträglich von Angst gepackt, ^esaost: -----

Wäre es nicht besser gewesen, mir torher ton deinen Plänen Mitteilung zu machen? T^ne Begegnungen, so ganz allein, mit dem, Mensur waren dach'sehr gefährlich. Du scheinst dir darüber gar nicht rocht klar gewesen zu sein?"

Ich habe feine Angst vor ihm gehabt," hatte sie beteuert.Er hat sich mir gegenüber «ehr taktvoll benommen. > Taktvoller, als es wohl man­cher Herr -aus der guten Gesellschaft getan hätte. Nein, Vater, .für mich war die Lwche Nicht ge­fährlich, nur .für ihn!" _ .

Ter Vater -hatte den Kops geschüttelt.

So etwas war ihm noch nicht vorgekommen. Er hatte schon viel erlebt, drüben in Amerika, und hier >in Deutschland, aber diese Sache hatte er für unmöglich gehalten, wenn fte ihm nicht von ferner Tochter Ruth, der klugen Ruth, er­zählt worden wäre. In den ersten. Tageii fürchtete er allerlei unangenehme Zwischenfälle. Er war daraus gefaßt, daß der Rdensch, der im Auftrag seiner Tochter den Brief gestohlen hatte, nicht nur die ihm versprochenen dreißigtausend, Mari abheben, fonbem auch noch Nachforderungen M- len würde. Er hätte sich ja auch gern d« LE noch etwas mehr kosten lassen, Ter Besitz des

M bis zu 3666 FeTnsprechverbindungen zu ^o? fönt hie ttrzeichneu waren.

des Gich An;. '

Ein filaniii »u verk. Schr. Arg! 012145 an den Gics

des Reichs zwar nicht völlig sicher: was indes zur Abhülfe der bestehenden hier voll gewürdigten Mangel noch weiter geschehen kann,,, wird veran- lakt werden.

Tie Durchführung der zur Erhöhung des Per- ftmalbestandes beint .Telegr<chhenamt Gießen be- absichttgten Maßnahmen stößt übrigens auch in­sofern aus Schwierigkeiten, als es an passenden Wohnungen für die Unterbrtnaung geeigneter Kräfte fehlt. Die Ober-PosLirektion wäre dank­bar, wenn auch dortseits zur Hebung eines Teils dieser Schwierigkeiten dadurch beigetragen würde, daß das Telegraplienamt in der Veschafsuiig passen­der Wohnungen für die zur Verbesserung des Fern- spreckdienstes nach <Gießen zu entsendenden Be­amten durch die Geschäftswelt unb die Bewohner­schaft tatkräftig unterstützt wird.

Es wird gebeten, bei Beurteilung der Lei­stungen des Fcrnsprechdienstes die ganz außer­ordentlich erschwerte allgemeine Lage zu berück- sichttgen unb sich versichert zu halten, daß die Ober-Postdirektton der Herbeiführung günstigerer Betri. bZverhä tnisie im hör igen Fernsprechverkehr dauernd ihr ^Augenmerk zuwendet.

Die außerordentlick)e Telegrammsteige- rung ,ist zu einem Teil auch auf die Ent­wertung des Geldes zurückzufiihren. Da heute ein Telegramm kaum mehr kostet, wie ein Glas Bier, so wird oft in Fällen telegra­phiert, in denen man es sich früher dreimal überlegt hätte. Die meisten Telegramme wur­den in den Tagen, der Eisenbahnverkehrs­stockung 'aufgegeben. In diesen Tagen wurden auch £ne höchsten Tagesleistungen im Tele­phon- und Telegrammverkehr erzielt.

Wir lassen nunmehr die Entgegnung des Telegraphenamtes auf die ein­zelnen, ' in unserem Blatte wiedergegebenen Beschwerden folgen. Wir glauben, daß man daraufhin den Schwierigkeiten des Amtes mehr Verständnis entgegenbringt, hoffen aber auch, daß alles nur mögliche getan werden wird, um der Schwierigkeiten baldmöglichst Herr zu werden.

i Vielfachen Beschwerden über unhaltbare

Verhältnisse im Gießener Fernsprechverkehr hatten auch wir in unserem Blatte Raum -I gegeben Durch Entgegenkommen der Lei- tunfl dLs Telegraphen- und Postamtes ist es ^Berejjy».^ unS inzwischen möglich gewesen, in die augen- 018?' blicklich herrschenden Verhältnisse Einblick zu Ti-'Slaiib.',"gewinnen, und wir müssen zugeben, daß die

verschwlmdm. I

Die Sache äst ganz klar," sagte « sich fchiars- 'unrtg.Mein nee, Herr Eiml Schnepfe, be­nützt natürlich meine Legickmattonskarte als das geeignete Mittel, cum ungefährdet auf Reisen gehen iu können. Wenn er klug ist, schMelt er den iteub Europas ton seinen Füßen. Ich gönne M ton.Herzen, daß er durchlommt. Aber neu- gieiig bin ich, in welche Geschichten das Fehlen btr* LegiNmationskarte .mich nun wiederbmein- birngt! i

14.

Konsul Rosenberg 'war mit seiner Tochter ^'mchaus nicht zufrieden.

Ruth hatte ihm Bericht erstattet.

Sie hatte ihm von der zufälligen gememsamen fa&rt im Auto erzählt. Schon während der iyafrrt, als sie entdeckt hatte, daß der Herr neben ihr der berühmte Spitzbube war, war der Ge- tonte in ilir aufgestiegen, diesem Mann den Auf- ttang zu geben, den Brief zu beschaffen, den Lab- fxnn unte-schlagen hat:e. Und sie hatte dann tieiiter erzählt, wie sie sich erkundigt hatte, ob ft auch .Einbrüche besorgen könne und daß er ihm das Versprechen gegeben habe, ihr den Brief ;u: beschaffen. Und er hatte fein Wort gehalten. 2iiei6igtaufenb Mark hatte sie ihm geboten, aber -t hatte das -Geld nicht angenommen.

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Oi2ujlj6onnen«L ubrigen Verkehrsmiltel hervor gerufen worden: sie r^öijeleiinnif1,1 - -------,xk

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krrtngert worden ist, dem Berkehrszuwachs ent- prechend genügend aufnahmefähig zu machen, be- kui" es ziem ich umfangreicher Neubauten. Solche sowie eine Vermeidung der sonstigen Betriebs­mittel des Telegraphenamts Gi.'ßen sind höheren DdS zu beschleunigter Ausführung tu Vorschlag «bracht wvrdem Ob sich beides in dem wün- IhenSwerten Maße durchführen läßt, erscheint bei km Umfang des auch anderwärts in dringender form aufgetretenen Bedarfs, der Knappheit an von stoffen und der ungünstigen geldlickien Lage

XLEriBB8ihena.fi einem Bienenstöcke surrt.

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Tie Beschwerden über die Abwickelung des Telegraphen- unb Fernsprechverkehrs lassen er» Denn en, daß die VerhälMisse zu wenig bekannt sind und die bestehenden großen Schwierigkeiten nickt genügend gewürdigt Werben. Auch an der Reichs-Post- und Telegrapl^enverivaltung finb jie Kriegsjahre nicht spurlos oorübergegangeir Tie Betriebsmittel haben während des Krieges nicht entsprechend der Verkehrssteigerung vermehrt werden können. Ein Teil der Verbindungen ist durch die ftindliche Besetzung abgeschnitten wor­den. Tie alten bewährten Beamtenkräfte sind z. T. gefallen, z. T. infolge der Kriegsjahre abge­spannt, überarbeitet und krank. Es ist ein großer Irrtum, wenn angenommen wird, daß Ersatz so schnell herangebilvet werden könnte. Tie erste Ausbildung in der BÄnenung des Klopfers und des Morseapparates nimmt 4 bi s 6 Monate in Anspruch, für die gesamte Ausbildung eines Tele­graphenbeamten sind 4 Jahre vorgesehen. Wäh­rend des Krieges hat die «Mttotrtoltung eine Ehre hineingesetzt, möglichst viel Beamte an die Front abzugeben. Tie Beamtinnen wurden aus dem Fernsprechdienst zurückgeWgen und im Tel^ graphendienft beschäftigt. Ter Femsprechdrenft wurde mehr und mehr ton Aushelferinnen ver­sehen. Ununterbrochen wurden während des Krie­ges weibliche 'Kräfte ausgebildet, so viel wie eS her Betrieb gestattete. Ms dann die be­schleunigte Demobilmachung einsetzte und die zu- rückströmenden Heere Gießen und Oberhessen durch­zogen, entstand auf dem hiesigen Telegraphen amt eine solche Verkehrs Hochflut, daß die Aus­bildung neuer Kräfte zunächst unmöglich war, wett die erhöhten Anforderungen des Betriebes jeden verfügbaren Raum und j<d: verfügbare Beamteii- fraft in Anspruch nahmen. Später mußte ein großer Teil der während der Kriegsjahre mit vieler Mühe ausgebildeten Aushilfskräfte wieder entlassen wer­den, weil diese ihre frühere Tättgkeit wieder auf­nehmen wollten. Die Folge war, daß traft der Rück­kehr der Beamten aus dem Felde ein ganz empfind­licher Mangel an Personal eintrat, der nicht schnell genug gehoben werden konnte. Tenn aus techmischen Gründen tarnt gleichzeitig nur eine ganz Äänfte Anzahl von Dienftanfängern ausgebtldet n. Unter diesen lUmstände it einen Verkehr glatt zu bewältigen, der im Vergleich zu den Frte- denszeiten um das Drei- bies Vierfache ge­stiegen ist, wie die stattstischen Unterlagen ein­wandfrei ergeben, ist schlechterdings unmöglich.

Im einzelnen ist noch folgendes zu bemerken: Vor Ausbruch des Krieges und auch noch in den ersten Kriegsjahren wurde dieTelegramman- nähme von dem Beamten der Briefausgabe mit­besorgt und die Anmeldung von öffentlidycn Ge­sprächen durch den ^Beamten des Nebenschalters der Briefannahme entgegengenommen. Mit dem

Dorkval rauchte w-Äer -

tätige andere Dinge. An die schlende ßegttv öatwndTarte zum Besipiel.. Die war und blieb

Auch .hier umfaßt das Ergebnis von i nur 5 Monate, in denen Tagesleistun-

Mnate Januar bis Mai --- 5 Monate = 151 Saae. In dieser Zeit waren Tagessteigerun- 'ml bis 3293 Stück zu verzeichnen, während Tagesdurchschnitt 1913 noch 765 Tele­gramme betrug.

Im Fernsprechverkehr liegen die .Verhältnisse ähnlich. Es wurden an Gesprä-

Jnwiefern es nicht gelingen konnte, das erforderliche Personal zu gewinnen oder her- airzubilden, darüber mögen die Ausführun- SmÄ.V fielt des Telegraphenamtes Auskunft geben. Meng.».hab.die wir später folgen lassen. Eine Besserung I durch nach hier überwiesene Beamte Bruchltt.il. a. _ tyi 9Tu9fiAf Ob es

Darrn stabt, Mai 1919.

Dee fm bärtigen Fernsprechverkehr anfaetvr- teuen Uebelstände sind hauptsächlich darauf zu- chckzuführen, daß.seit dem Eintritt des Waffen- tillstandes eine Steigerung des Femspvechver- hrs um 1OO Proz. unb nvehr stattgefunden hat. :iefe ist durch die bekannten Beschränkungen der

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Als Elsaß-Lothringen in Aussicht. Ob es >ei der herrschenden Wohnungsnot ge- ' Ismen wird, diese Beamte tn Gießen unter» ________Wringen, ist eine andere Frage. Mtehrfach ÄÄxWt mürben schon Assistenten usw. nach hier über- diesen, ohne daß es ihnen gelang, mit ihren Sl$SSr.0| Familien nnterzukommen. Auf drese Schwie-

rigTcit weist auch nachstehendes ÄJS schreiben der Ober-Postdirektion

Darmstadt ans Beschwerden über dre ndnnJeWiiMD iiebelstände tat htesigen Fernsprechverkehr, Faünenes.i^r flltc Handelskammer Gießen bereits

: SffltfJSI jm Mai aufmerksam machte. 'SchMAngM'j ----

. mW an den Ml

Jahres, verkehr

Monats, durchschnitt

Tages- durchschnitt

M3:

279 315

23 276

765

1918:

571 668

47 639

1566

1919:

263071

52 616

1792

Die

Stattstik umfaßt von

1919 nur die