Ausgabe 
21.3.1919
 
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Doll

und starrer an ber Stadtriemeiude zu Darrn

* Amtliche Personaknachrich- t e n Dem Dekan des Dekanats Darmstadt

Aus Hessen.

Von der Volkskammer.

I Darmstadt, 19. März. Die

... _____ _____igbarcn

Pferde und auch weitere Pferde aus beut Bestrndc von 50 v. $). können an die Landwirtschaft aus- griiehen werden. Tie Entleiher haben sich gu verpflichten, die Pferde aus verlangen iederzri: in gutem Zustande -nrückzulicsern, in dem sie ihnen übergeben sind.

Dieser Lrtikel werd' Vins.ighin zum ttns- burd bringen, befc Aus--nbe des Reiches sei, die Eisenbahnm, sowert sie dem allgemeinen Ver­kehr dienen, in bv Reicksverwaltung zu über­nehmen. Als äußerster Termin der Uebernah'. sämtlicher S aalst», h.ten wll der 1 Avrck 1921 in Aussicht ge:wmm^n we d n In alte-.' t-n Fällen, in denen es bis zum 1. Oktober 192) zu einer Verstautlichnna auf dem V-rtragsweo nicht -v kommen sein wird, soll an ehrenamtlrck..'s £r;;teb---. gericht die Bedingungen ber Neber nähme und bie Höhe der Lntickidigungen rIn Als Dr^an die- svs Schiedsgerichts dürfte n resckriiüich dec Prä­sident des Reichsgerichts in kommen.

dmsrtats 1914 nicht Lberswigen. Don den übrigen truppendienstbrauelLaren Pferden werden die zur Zucht ge.i'neen warmblütigen Stuten den Laud- wirrsrl-nf skcnnmern <:ny: beten. lieber Zuchtstu.en lältbü igeri Schlages wird besonders bestimmt. Tie übrigen Pferde sind zur besseren Wartung und Pflege in die Remvntedepo s aufzunehmen. Tiefe halten in diesem Jahre keine Remonten Sic sind nur zum Teil mit Genesungspserd-.m, Folgen und Schlokl^vieh besetzt. Die oann noch vertu,

Ta die Staatsmaschine a nickt einen Tag lang arbeiten kann, ohne oast eine ech-'rung ihrer Leitung vorbanden ist. so ersuän- Präsident Lcinert, der nach der Notverfass-'ng die neue Ne­gierung zu beru n hat. die bisherigen M i nister, ihre Tätigkeit b.s zur Lckoung der neuen Regierung s o r t z u i e b - n.

Ttr bemokralische Parteilos!.

Berlin, 20. März (WB - DieVoss. Zeitung meldet: Ter gefchastsfickrende Aus­schuß der Deutschen demokratischen Partei beschloß den allgemeinen Parteitag der Deutschen demokratischen Partei auf den 17. bis 19. Mai nach Kassel einzuberufen.

Professors der Ideologie am evangelischen Predigerseminar zu Friedbera übertragen. Am 10. März b. I wurde Josef Herbert aus Dorn Assenheun vom 2. April 1919 an zum Bauschreiber bei dem Hochbauaml Gießen ernannt.

Ernannt wurde am 15. März 1919 btt Amts­richter bei dem Amtsgericht Oi'enbach Amts- qerichtsra: Hans Süchler zum L^ndgerichtsrat bei dem Landgericht der Provinz Oberbessen mir Wirkung vom Tienstantritt seines Nachfolgers am Amtsgericht Eifenbarf). Erledigt ist eine <nn einem ecangelisrf-en Lehrer zu besetzende SchulstcU in Dietzenbach, Kreis Offenbach. Mit der Stell.

- ein Triccel des Oraanlstendunstes verbmiden.

** Eierabgabepflicht 1919 Tic iererfassung ist in diesem Jahre, wo alle Nahrungsmittel äußerst knapp sind, mehr . .nn je. notwendig, auch ist jeder Geflügel- haltec in der Lage die gegenüber den Vor­jahren herabgesetzte Zahl der Eier zu liefern Die Eier werden ganz besonders für unsere Krankenanstalten, Privatkranke und Kinder dringend benötigt, die schon seit Monaten infolge Unterbrecliung der Zu- sichren von dem Auslände kein Er erhalten haben; hierbei sei darauf hingewiesen, daß AuslandSeier infolge des fd> erbten Standes unserer Valuta sich wesentlich höher im Preise stellen als unsere JnlandScrer und eS daher in unserem eigensten Interesse liegt, diese so wenia wie möglich einzuführen. Ausgabe eines jeden (Geflügelhalters ist es, seine Ab- llcferungspslicht voll und ganz zu er­füllen, widrigenfalls er Anzeige zu er­warten hat.

** Pferde aus Hee re- be stän de n lieber bic Abgabe von Pferden aus den Beständen ber Heeresverwaltung ha das Kriegsministerülm neue Des.imnmng gctrof.en. Vorhandene, bmicrnb densmnbrauchbare Pferde roerbm öffentlich ver­steigert. soweit sie niclrt arbeitsunfähig infolgl ftranfirit «sw um Sck/achen an die Landes- irfm. Fleischstrllen cb,ugcben sind. Ausgenommen von Bersüigcrlmg und Abgabe zum Schichten :d kranke Pferde, die Aussicht bieien, in ab sehbarer Zeit wieder truppendienstsäliig zu wer­den. Tiefe werden in Behänd'ung beltalten. Ter Pferde bestand für den Dienstgebrauch bei den im- nrobUen Truppen darf im Bereich der heimatlirfvn Generalkommanp>s in Zukunft 50 v. £>. des Frie-

sitzung der Volkskammer wird nicht am 25. Marz, sondern erst am Dienstag den 1. Ap il {ufammentreten. Tie Ursache der Berzöqerung »egt darin, daß die Ausschüsse das Material für die Tagesordnung nicht für den ursprünglich vor- aifebenen Termin vorbereiten [oruuen. Neu aut die Tagesordnung ist em Notgesetz über die Verlängerung des Budgets 1918 ge­setzt worden Tadurch wird es ermöglicht, die noch eiligeren BerwaltungS^setze (Städteordnung, Sanbgemeinbf odrnung, Kreis- und Provrnzial- dersassungl vor dem vauptvoranschlag im Plenum zu erledigen. Jedenfalls ist am Begmn der Ta­gung mit einer eingehenden EruLhrmrgsaussprache zu rechnen.

Der Finanzausschuß fuhr in fettrer Be­sprechung mit bet Regierung bet Kap. 31 (Gen- oarmerie) und 32 (Taktet) fort. Die Stellung der (Gendarmerie sand eine etnqebenbe Erörterung. Ein Antrag Delp, die zweite Offiziersstelle bei der Gendarmerie zu streichen, wurde der Regterung zur Berücksichtigung überwtescn. Die Zwittersrelkung dec Polizei (halb staatlrche, halb städtische Behörde ist imhaltbar. Im allgemeinen neigte der Aus­schuß mehr zur Ansicht, daß sie zu verstaatlichen sei, tao(fet dann auch der Staat die gesamten Hosten zu übernehmen hätte. Gefordert wurde eine gute Ausbildung der Kriminalpolizei. Kap. 34 ^Arbeitshaus Dieburg) wtrd angenommen. Bet tkap. 53 (ärztlicher Ttenft) wtrd die Verbreitung der Geschlechtskrankheiten ausgicbtg erörtert und durch einen ärfitluifcn Referenten des Mmisterrums ein längerer Sortrag darüber gehalten Man faßte die Verweisung an ärztliche Beratungsstellen. Zwangsmittel zur Aufsuchung ärztlicher Behänd- lintg, Meldezwang des Arztes an das Kreis-' gefundheitSamt, Spyialkurse für Aerzte «sw. ms Auge Kav. 56, 57, 57a und b (Landes-Heil- und -Pslegeanstalten) wurden einstimmig genehmigt.

A«s Stadt und Land.

Gießen, 21. März 1919.

Schutz brr öffentlichen Sicherheit.

Dir haben verschiedentlich darauf hin­gewiesen, daß die öffentliche Sicherheit in Gießen trotz Neueinrichtung einer Sicher- heitSwehr immer noch zu wünschen übrig läßt. Leben und Eigentum scheinen wie in anderen Städten aufs Höchste gefährdet. Be» denkt man außerdem, daß der Spartakus­bund in seinem neuesten Flugblatt verkündet, dem Generalstreik in ganz Deutschland zur Besitzergreifung der polüijdjen Macht seien die Spartakisten in ihrem letzten Kampfe um Meilen näher gerückt, so ist es klar, daß die an Zahl geringen Kräfte der Reichswehr nicht auSreichen werden, Schutz von Leben und Eigentum allerorts zu übernehmen und Plünderung, Auftuhr und Gewalttat zst ver­hindern. Auf Anregung der Reichsregierung ioll daher, wie anderwärts, auch in Gießen eine Einwohnerwehr gebildet werden. Ein Aufruf in unserem heutigen Blatte, der von Oberbürgermeister Keller, Regicrungs- rat Gebhard, Vorstand d«S Polizeiamts und CBirft v Westrell, als Garntsonältester unterzeichnet ist, fordert zum Eintritt in diese Wehr auf. Mögen recht viele Einwohner der Wehr beitreten, damit Gießens Sicherheit in feder Weise gewährleistet wird. Die näheren Bedingungen sowie die Meldestellen sind aus dem Aufruf im Attzeigenteil zu ersehen.

Lebensmittel.

** Xie Ausgabe der Zucker- und Näbrmittelkarten erfolgt Samstag den 22 dS. MtS. und zwar für die Bezugs bereckri.tten mit den Anfang 5bu<1:stuben Ak voran l aas von 912 Uhr, LI» nachmittags von 25 Uhr. Tic Harten sind spä eilend 27 März 1919 einer Berkaussüelle zur Eintragung ihrer Firma und Abtrennung der Kontnollabscimitte vorzulegen

ee ausgabt von Kunsthonig. (Ausg.Nr. 14.) Dom 22. bis 26 b. Mts. tinfchl. gelangen in ben Ältinbarb«Isgeld)äften, bei bentn bie Vorbestellung erfolgt ist, gegen Vorlage ber Cebensm tt lharte unb Abgabe bes Bezuqsabschnittes Nr. 14 250 Gramm Kunsthonig zum Preise von 40 Psg. zur Ausgabe

** Üartofselversorgung Vom Scbendmittelaml wirb wieberholt darauf hin- gewiesen, daß bis zum 22. b. Mts bie »roch rüdfrdntrißi'ii ^artoffel-Bestcllausweise sowie die bereits betfaHenen Wochen Ünrtofscl- morten einaelöst sein müssen.

* 9b c»er ftäbt Gemüfeverkaufsstelle, Ttarltkuben, kommen morgen unb blt folgenden Tage u. a. gehrodiMctt gelbe Rüben, fBeibhrant. TBirftng, Kartoffeln und Zwiebeln bas Psd. zu 50 Pfg. und Lauerkraul bas Psd. zu 15 Psg. zum Verkauf

* Freibank. Samstag, 22. M rz 1919, werden ww 12-4 Uhr bie 3h. 1501-1700 beLefed.

** Da» elektrische Licht setzte gestern abenb zwischen 78 Uhr auf einige Feit aus. Wie wir hören, handelte es sich um einen Maschinendefekt, ber schnell wieder behoben werden konnte.

♦♦ Die Sommer eit. Die ReichS- regierung beabsichtigt, d e Sommerzeit am 28. April wieder cinzu ühren.

* Die fälligen Zins cheine ber Kriegs­anleihen lösen die Postanstaltcn bereits vom 21. d. Mts des dem Fälligkeitstage vorhergehenden Monats ab ein.

* Ein fiTtibermorber, Am 18. dS. MfS. wurd? aus dem Flur ber hi. st gen llnraerfiiät ein feldgrauer Offi^icrsmantel ohne Abzeicl^cn mit grünem «Tagen entwendet. Sack>dienliche Mit­teilung erbiitet die hiesig Kriminalpolizei.

Militärpelze. Angehörige der Lufischiffer und Fliegertruppen haben der Heeresverwaltung ge­hörige Sonder-Dekleidungsstücke, insbesondere Pelze, bei ihrer Entlastung uni echtmatzigerweise ih bie Hei. mat mitgenommen. Die Entlassenen werden hiermit aufqeforbert, die ihnen nicht gehörenden Sonder- bekleidungsstücke unverzüglich an das diesseitige Be- zirkskommando, Zimmer 24, zurückzugeben. Siehe Be­kanntmachung.

* Dom Hessischen Freikorps. Am 20. März, 10 Uhr vormittags, fand auf Oswaldsgarten ein Appell des zum Hessischen Freikorps gehörigen Freiwilligen-Bataillons des hiesigen Regiments (Führer Major Zicdendrath) statt. Es waren wieder einmal Soldaten, die man hier zu sehen bekam. Freiwillige, zum Teil ehemalige Angehörige des Feld-Regiments, die sich zur Aufrechterhaltung ber Ordnung im Innern des Reiches unb auch außerhalb zum Schuhe seiner Grenzen verpflichtet haben. Rach einem von dem Regimen1s-Ar>mmandeur, Herrn Oberft von Westrell, ausgebrachten Hoch auf das deutsche Vaterland mar­schierten die Kompagnien unter Vorantritt der Re- gimentsmusik in ihre Kasernen zurück.

* Konzert zum Vesten der Kriegshinter, bliedenen. Die Fürkorgestelle für Kriegshinter­bliebene schreibt uns: Wieviel Leid und Sorge liegt in dem emen Wort Kriegshinterbliebenen.' Wir sehen sie vor uns: (Bramgebeugte (Eltern, vereinsamte Frauen, verwaiste Kinder. Es liegt nicht in unserer Kraft, all ihre Schmerzen und Trauer zu beenden. Aber das eine kann und mutz geschehen: sie sollen nicht hilflos bastehen im Kampf ums Dasein, und die dringendste Rot muh ihnen ferngebalt.-n werden. Große Summen sind dafür schon aus öffentlichen Mitteln und privaten Spenden zur Verfügung gestellt worden, aber noch lange werben dies- Quellen weiter fliehen mästen. - 3n den Dienst dieser Aufgabe stellen sich auch die Ausführenden des Konzertes, das am kommenden Sonntag in ber neuen Aula stattfinden soll. Gesang, Klavier und einige Rezitationen wechseln in bunter Folge, so bah jeder Musikfreund auf seine Rechnung kom­men wird. E n volles Haus ist den Ausführenden zu wünschen, ein volles Haus auch im Intereste der Saaie, der fle dienen wollen. Ihr alle, die ihr ein Herz habt für eure Mitmenschen, ihr vor allem, die ihr so glücklich seid, daß euch Söhne, (Batten, er gesund aus diesem bl. tigen Krieg zurückgekehrt sind, kommt dankbaren Herzens und bringt eure (Babe, um an eurem Teil mit.uhelsen, die Rot derKriegs Hinterbliebenen" zu lindern. Ter gesamte Ueber chutz fließt in bie Kaste der Fürsorgestelle für Kriegshinter- bfiebene, die für die richtige Verwendung Sorge tragen wird

Gießener HauSfrauen-Verein Aus mchrsa.b geäußerten Wunsch veranstuite; tvr i'-crein wieder nn n Strumpfslickkur:'uS

-------Z u um Franen unb Xiix.xn Gelegeubckt xu geben, .. n,usti*ram ib« Strünu>fr inflan» iu i^n. ökgenroirtu iii

14. DUtj ou oleUc bei DrreuorL Ulü» ersinn a s»p neue Strüuipic

Umkmrrbr ist es nötig, afte, Dertragmt wieder gebrauchefäh g zu machen. Wohl in ??bcm L>aus- halte finden sich nocb S.rümpfc vor, bie sich durch Einsetzen von Sohlen ob:: Ansitze:, von. Füß­lingen aus anderem Material nach erpr jbxn und ergänzten Mustern bcrrich.en lasscn, ober aus welchen man noch fiinbentrftmpfc und Söckchen anfertigtn tarnt. Näb.res siche Anzeige.

e Vortrag Hellmuth o. Mücke. Die Orts­gruppe der Deutschnationalen Volkspartei Hut Herrn Kapitänleutnant Hellmuth v. Mücke zu einem Vor­tragsabend gewonnen, der am Mi twoch, 26. März, im Hotel Einhorn ftattfnben wird. Herr v. Mücke wird über .Emden und Aye cha" sprechen und seinen Vortrag durch Lichtbilder ergänzen. Dem Vortrag des tapferen Seehelden wird wohl jedermann mit Span­nung entgegensehen.

Lichtspielhaus. Von heute ab tritt Fern Andra in dem Film .Auf des Lebens rauher Bahn' auf. Außerdem wird ein gutes Beiprogramm ge­geben.

Landkreis Gikßrn.

x Wieseck, 20. Marz. Die für den 19. März angesetzte erste Bcratungsstunde der Zentrale für Mutter- und Säuglingsfürsorge im unteren Saale der alten Schule fand einen alle Erwartungen übertreffenden Zuspruch. 25 Mütter waren mit ihren Kleinsten erschienen.

Kreis Büdingen.

"Büdingen, 21 März. Am Montag, 24. März, eröffnet das Hessische Hochbauamt Friedberg, Baubezirk Büdingen, unter Leitung des Kreisbau. Inspektors Frey als Am svorstand [eine Diensträume im.Steinernen Sausin Bübingen. Gleichzeitig damit verbunden ist die Kreisbauinspektion für Hochbau im Kreis Bübingen.

)( Konradsdorf, 20. März. Sicherem Ver­nehmen nach wurde dem Inhaber der hiesigen Ober­försterei, Forstmeister Dr. Weber, dem bekannten Abgeordneten der früheren 2. Kammer, die Stelle eines Ministerialrates in der Forstabteilung an­geboten. Forstmeister Weber nahm die Stelle an, doch bleibt die Oberförsterei vorläufig unbesetzt.

Hessen-Nassau.

Frankfurt a. M., 20. März. Eine von etwa 1100 mäunlickten unb weiblichen Gast- hausangc stellten besuch e N. chtverl'rmm- lung sprach sich mit überwäl ijenber Mehrheit für bie sofortige Gewährung feiler Löhne, die Ein­führung des Acküstunden^ages und tae sofortige Arbeitsni berlegung aus, falls diese Forderungen- nicht bewillig, lvcrden. Tic Forderungen wurden heute ndtfanittcg den Arbeitgebern unterbreitet. Falls es zum Streik bntm1, mollert sich die Fri­seure unb die Elcktrizüä.sarbeitrr ber Bew.-gung, anschlicßen. Tie arbeitslosen Gasthausange­stellten Deren [ leten nach einer Versammlung einen Temvnstrationszug durch die Stadt, der eine mehr gcmütlirfx Note erhielt, da eine mit­geführte Musirkapelle ununlerbvochim fröhlich« Weisen in die Frühüngsluft schmrltertr.

- -= Herdorf, 19. Marz. Auf der Grube San Fernando stürzte der 17jährige Bergmann Schnei­oer aus Bierborf in einen Schacht und war auf der Stelle tot.

= Wiesbaden, 19. März. Dem Präsidenten der evangelischen Konsistorien Wiesbaden und Frank- furt a. M., Geh. Konsistorialrat D. Dr. Ernst, ist die nachgesuchte Dienstentlastung zum 30. Juni 1919 erteilt. Gleichzeitig ist demselben vom 1. April bis Ende Juni d. F. Urlaub bewilligt worden.

Aus Dem besetzen ffifr-ingebirt.

= Okriftel fsTr. Höchst), 20. März. Vor kurzem wurde der 20jährtge L<rndwirts- obn Jung auf seinem Ackerarunbstück er- chossen aufaefunben. Man nahm an, > er von Wilderern erschossen wäre. Jetzt ergaben Ermittlungen, daß Inna von Franzosen, die in der Feldmark eine Treibjagd veranstaltet hatten, erschossen wurde.

Konjcrt im Hotel Einhorn.

Gießen, 21 Mörz»

Ter Fürstenhos bat nun wieder seinen alt­bewährten NamenEiuhont" angenommen, und es ist zu bcarüßen, datz nun Dort künstlerische bprfjtoertiffc Wnzerle geboten norden sollen. Für die erste derartige Veranstaltung batte man einen g^ücklrcken Griff getan unb den hier bereits bestens bekannten Kammersänger Max 5krauß-Mün> dien für einen Hiebet- und Balladen- abend verpflickttet. Wir stellen seine nament­lich in den Locreeballaden hervortre.'ende wunder­volle DortragS7unst noch höher als die natürliche fUmmlirbe Degab»mg des hrvo tragen den Organ-, das, anscheinend durch allzu grofy Strapazen, an Wohllaut unb Sckvnelz etwes ringebüftt hat an stärke und Tragfähigkeit sich aber gh-ichge' blieben sein dürfte.

Tie eingangs gesungenen S (bu ber111 ebe r wurden leibet durch die zunächst versagende Be- (ciidxtmg in ihrer Wirkung ettoas beeinträchtigt: nnmei-hin kamen auch unter erschwer en Umständen

Toppelgämger" unbIm Abendwt schön jur Geltung Bei Wolf warenBi^erolf", bei st tau stWm:erweihe" unbZueignung" wohl tue burdNfhtr.intcn Leistungen In LoeweS .,!öerr Oluf" undNöck" unb der auch int Vor­jahre io glänzend vorgetrageneLauer" war jeden­falls b.T »>h-punkt des Adenbs erreich, den bc-. Lwckttrits i.d" mit mrifbrrlirfrt Zungr-nsertigkeit «nb brädüvier Gestaltung wirk'am alckcklost

Im «aale war es Colt unb dunkel zugleich, ein ^pveltes Verhängnis .icrabc für eine Sing- Ittnunr unb für ein Publikum, das niÄ mehr durchweg mit allerstärkster Winirrgarderobe be- wehrt ersclnen und stellenweise über leeve Stuhl- reiben bmreegkben mufett. Torf) erwärmte man sich bet hldxm ein gen rasch und rollte dem wackeren Münftier wie auch seinem Begl-itet der tüt ben Petitor Lenen Sxrrn Ahrote eingesorungen war, reichlich unb herzlich Beifall Gütige recht unliebsame Störungen am Ettde der Pmjen und wgar mit!en in den Vorträgen (!) hätten ver- mieden werden können. (y

Ectzte 21 <i rieb ton«

Tie Friedkosfrafft.

Rotterdam, 21 Mürr. ATB.)Dailv News" me.det aus von gestern, daß die n^r^CUtSrn bk am 1J. Jiarj bem ^berfyi Rat oorgeleien hat, von b.t >wch nnchtlg-rm Fra« m ben Sckattrn «- kelt wurde, nn? am besten unb raschesten ber ^^^01 xuitxmbe gr-brarfit werden .'dmte Icr oArut Dilwns reu d ansang-z in rinigen ikreiien mit Argwohn be.ra?,t^ eher mm siebt ictu rin daß ^t doch tir brik Manregel ist. um den Gang kann jetzt sagen.

daa tKt 5nAm hm n zwei Sunden zustande gebuidx rverbmtou^. Im »ebieg u^gt a f At

den Dafsenstillffand itxb die vorlt»- sigen Friedens de dingungen zusammen Mn dem Völkerbundsentwurf .netben ici T«utscheu gif id>»ei i ig borgt legt werden, 2ie neutraler Ma r. c, die von ber Mmtkrenp ein- g. laben wurde», ibw Auffafiunge» über - den x.<üherbu:;b&.-iurcurT barjulegen, haben jetzt bn bei» Sclretariai nhdxigi Tenkschriften cingerriift nrhinen ohne Ausnahme ben Entwurf ik, re;e er ist imb machcn keine Borbtcha te vezug.tu» der gruiibiäbiidrn Fragen Tie Schweiz ni.ar^ b.e bautrnbe Neutralität des Lnnd.s ohne sicht auf bie at^g meinen Berpflich ungen ber Mb- l ieber des Bundes. Als besten Beweis für tv tatsäckchche Eristeilz des Bundes tarnt man das Ansucl-en einiger neutraler Staaten um ?Tntr- famung als Mitglied des Bundes nach dem ur­sprünglichen Entwurf betrachten TÄt Frieden-, fonferen» wirb unverzüglich darüber beraten. Ti- i>ollä der wollen vorschagen. den £>aaa tzum Litz des Bmrdcs zu machen.

Ein dkulschkr Antrag zum Drüffeler Abkomme,.

Berlin, 21. Mär> (1BOT) Jnfol« ber Weigerung einiger radikaler Seemunnsvetbänd^ sici» an Bord der au-laufenden deutsckien Leben-, nrittel schiffe zu beo ben, war be Au-süh. einig des Brüsseler AbümttnenS unb die Ver­pfleg'mg Trutsch anps in Fraae acstellk. Deshalb hat die Deutsche Waffenstillstand-kom- Mission am 20. März bei den alliierten Regie, rangen den Antrag gestellt, die Qkmebrarigung zur sofortigen Indienststellung von vier Heine» Kreuzern auf dem sckmellsten Wege xu er­teilen. Durch diese Ma^lahme würde der Sckmtz ber Jofortigm Ausfahrt der Landes-schiffe sowie der zu erwartenden Vx.bensuiiltrltransporte ga­rantiert.

Tie Grenzkämpse im Osten.

Berlin, 20. März (WTB) An der polnisch, oberschlesischen und posenschen Front Patrouille», geplänkeL Die Polen beschießen neuerdings, so bd Zduny und im Raume von Bromberg friedlich ihr« Feldarbeit nachgehende Bauern mit Maschinengewehr, und Infanteriefeuer. Arn 19. März abends schleppte» sie fünf Bauern aus der Deutscher Gegend fort. 3« Baltikum gehen die Bolschewisten weiter z». rück. Trotz ihrer militärischen Erfolge in der letzte» Zeit und insbeiondere irn Süden Rüglands gelang e, ihnen bisher noch nicht, ihre durch Abgabe gelchwachle baltische Front wieder zu verstärken. Infolgedess«, gewannen die Truppen der lettischen Regierung und der baltischen Landeswehr weiter nach Osten Gelände. Die baltische Landeswehr besetzte unter der persön­lichen Führung ihres Befehlshabers Major Fleischer in einem kühnen und blitzschnellen Streifzuge do» Tuckum aus oorgehend Mitau. Auch den reich», deutschen Truppen gegenüber beginnt der b »her sich hartnäckig wehrende Gegner nunmehr seine Stellui» gen zu räumen.

Die Zukunft Deutsch-Oesterreich».

Berlin, 21. März. Wie da-Neue Wiens Tagebiatt" meldet, verlautet in gut unterrWeten parlomentarisrfzen -reisen, das; in Wren m 0ew nächsten Tagen eine Kommission ber En­tente rintreffen wird, deren Ausgabe es fein soll, mit ben Wiener politischen Kreisen über bie Frage der Neutralisierung Deutsch-Oester- reich- in Fühlung zu treten und zugleich bie si- nanjictten innerpolüischen Verhältnisse zu ftubtfr ren. Bon dem Ergebnis dieser Studien dürfte es abhängen, ob unb in welcher F^rm der Wiener Wegiming konkrete Vorschläge über eine etwaige Neutralurerung gemacht werden, vorläufig werden besten rmgeachtet im Auswärtigen Amt bie Bor- bcreitunpm für die Verhandlungen über ben Huk sammensrf>lub Teiltsch-Ociterrnchs imb DeMsch. land- eifrig weiter geführt.

©fitere Erhöhung ber vreunstoffpreise.

Essen, 20. Mär». MTB.) In ber he» tigen B e r sa mm lung der Zechenbesitzer wurde folgendes befdiloffen: Bei dem sehr fcht^-ch» ten (Selber(Kbnt#, welches selbst gu.gestellte Zeche« seit einigen Worficn austorisen uitb angesichts der fortgesetzten Stzi-zerung der Selbstkosten muß eint weitere und wiederum betr&dtflitibc Erhö Hun­de r Brennstoffpreise vorgenommen wer­den. Tie Steigerung der Selbstkosten Ist in bet Hauptsache auf bie gewaltigen Lohrrerhöhun,um, ferner auf die gekürzte Arbeitszeit und auf die verringerte Arbeitsleistung zurückzuführen. Ire Preiserhöhungen betlagen nn aNgemeinen< K'ohlen 20 Mk, für §okS 33 Mk., für Bri- ketts 20 50 Mk. für bie Tonne, fte verstehen sich entschließ ich Kohlen-, und Umsatzsieu^ unb g Iten für ben Monat April. Abweichend von birferi Preiserhöhungen werden bie Preise für Nüssl um 22 Mr. und für Brechkohlen 13 um 36 Mk wegen der besonderen Steigeruna ber Her­stellungskosten erhöbt, während die Breife für ge­ringere Brennstofftorten i Sckckammkohle, Mittel- Produkte, minbenvertige Fein^hle und .ÜVkSgruSs nur um 5 Mk für die Tonne erhöht wurden lie Preiserhöhung für Brikett- ist um 50 Pf M5et alS für kkohlen »um Ausgleich be> Perfwrrises. Die heutigen PreiZerhöhnnmm cntfprerfm nut knapp oder vielfach nicht einmal ben Verlusten, bie viele Zechen in den letzten Monaten erlitlN haben.

(flcnrrfll Eiri v. Arni» iu Böhmru ermordet.

Berlin, 21. März. Wie der ,Lok -Anz * cmglisrfien und französischen Blättern entnimmt, lei der beiitfrfr General Sirt v Arnim in Asch in Böhmen ermordet worden. Nm Nachprüfung der Meldung war noch nicht möglich

Ein enbafteter Hochftaplkr.

München, 21. März. Einen gefätzr- m *en Betrüger unb Hochstapler in bei Perlon eines angebliihen italienischen Staat-'any^ hörigen Namen- Marchese Armando Imperiale von sorrent verhaftete die Polizei Lr trat mu gefälschten diplomatischen Pässen und gt> < m01 ^ilmachten der italienischen Regierung alS Gesandter beim Staatskommissar für baj banc- rifd>c ErnährunnSn'esen auf unt' erklärte, im "3ul* trage ferner Regierung der Volksrepublik Gayern als erste Lebensmittel die kondensieM Müch und BristollrerS in erheblichen Mengen u nesern und gegen bare Borausmhlung bereit- 'tchende Waren tm Werte von 17 Millwnen Mark nn^ ® Millionen Jhxllrier) zu verkaufen, frr d Itanü auf Barzahlung im voraus und »mat faw^5kirfd>unr. von sieben Millionen. A'.' Is ben Betrag nicht er hielt, ging er aus drei Villw' nen Mark herunter. Srin Gebahren fiel auf, mck schließlich wurde er verhärtet Zuerst gab er fidl alS cnglisrfier Staatsangehöriger, als rntemirrtpe* roeencr Fliegeroifrrier, aus. Seine Angabe» er- wre.en sich indes al? '^l-ch. Es steht fest, b:ü der Verhaftete unter vers' euen Namen und Xktruacnom in UrrUn unö Sun eciMt M