Ausgabe 
21.3.1919
 
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grettag, 21 Mär; 1919

Erster Blatt

169. Jahrgang

Ein Antrag Fapan» zum Völkerbund.

. W Borffornbe den Ulttie^

> - - ii-t> nr"rt bet £i bii>» 9<*-V>Hitt?I HUT CUT der dDC

Amsterdam, 20. März. In der Un­terhaussitzung vom 17. März sagte Bonar Law in einer Beantwortung von Anfragen: Die Regierung beabsichtige nicht,

Wien, 20. März. (WTB.) DieNeue Freie Presse" erfährt über die Gerüchte der bevorstehen­den Reise des früheren Kaisers Karl in die Schweiz, daß fast zur «gleichen Zeit, m der die Sozialdemokraten nach dem Ausfall per Wahlen den Gedanken der Ucbcrfied lung des Llai- sers ins Ausland ins eilige fatzcen, eine Ein­ladung des englischen Königshauses an den Kaiser cintraf, sich in England unter allen

in Eckartsau wiederum mitteilcn, daß die legung des Wohnsitzes nach außerhalb Oesterrerchö wünschenswert erscheine.

ten sind, eine gleiche und gerechte Be Handlung angedeihen zu lassen.

ten mitgestimmt. Es heißt, die Regierung werde jetzt mit Eitergie sich diese Eingriffe verbitten, und damit wäre sie auch im Recl)te, denn es kann unverantwortlichen Stellen

amt) über Mannheim durch ^5 Le

bensmittel nach Prag be ordern werde, mc tontrolle der Transporte s llten alluerte und tfrÄoch-o-slvwakisclft Behörden übernehmen. Zn einer

1ütc ttrtf, daß die Lebensmittel nur auf ber Clbc ütoec H<rnft>urg nach Pr ag 'ne fördert wewcn rvnn- M. £ez EisenbahMveE Nb MxrmcheiM oder Front-

treffen.

Tie Entschüdigung-frage.

genommen worden. Erne offizielle Ein-1 öster^ickische Regierung durch eine Mitttlsprrüm ladung nach Deutschland ist seit vier Tagen - b,e Ä$ct

untenoegs. Der Vertrag wird noch zwei Nach­träge enthalten, toelrfye die Regelung finan zieller und territorialer Einzelfragen be»

AUuu^iuc Vvii MiijCiflC« f. die Lagesnunnner viS zum Nactnniliag vorder ohncjedeBerbnidlichkert

Leibnp.eise: für örtliche 'Knzeigen 25 tzk.,für auswärtige 30 Pf., für Reklamen Mt.t.-»ebst 20* ,teue- runaS.chs lag;Playoor» fdtrift 20 % Aufschlag, fcauutichn r eiicr: Aug. tz>oeg Berautwortlich fih Politik: Aug. Goetz, für den übrigen Teil: Dr Re'nbold Zenz; für den Auzsmeuteü: v. Beck; fämltlch in Gießen

Die Sozialisierungen.

Berlin, 20. März. (WTB.) Tas Kabi­nett hat in seiner Sitzung oom 10. März be­schlossen, das Rcichswirl > chafl samt mit der schleu- lägen Ausarbeitung eines Gesetzentwurfes ;u be- austragen, ber die Sozialisierung der Gas- und Elektrizi! LtSwerke und Straßenbahnen herbifülnrn soll. Ticftr Beschluß trifft sich in seinen Abc .ten mit dem Gesetzentwurf über 'Kommunalisierung wn Mirtschaftsbetrirbei', den die So-Mirs.erungsdontz- Mission ansgearbeiter hat. Tie von t'jc dort auf* geführten Wirtschaftszweige, insbesondere Lae Er- zeugung von Rahrungsm.it. 'ein (Lvewersorgrms). die Herstellung von Kleinn»hnimtzen. die gewerbs­mäßige Stcllenvermi.tlung und dir Kommunali re» rur.g der Apotheken müssen nach i>cm Sinne der Regierung den .timininnen und den Kommunal- Dcrbirtben die Möglichkeit geben, auch ihrerseits den Sozialisierungsgedanken für die C/emiet Je nutzbar.u machen, um so von einer politt \xn zur wirtschaf liäMt Selbstverwaltung großen Seils zu kommen.

prenhilche La'iSezverlammlunz.

Berlin. 20. März. Tie preußrsche Landesversafmmlung hat in ihrer heutt- gen Sitzung die N o t v e r f a i s u n g rn und dritter Lesung gegen die S inmen der U !ab­hängigen angenommen. Noch einmal tourte ein» gehend das Für nnb Wider eineZ tzneumschen Staatspräsidenten erörtert. Tie An ^spräche endete mit der Ablehnmtg eines besonderen pceußrlchen Staatsoberhauptes. Finanzminnter Dr. ©übe« kum teilte mit, daß heute Vertreter des Rerch> ministerulms mit solchen des preußischen Mini­steriums über die Frage der llebernahme ver Eisen­bahnen auf das Reick verhandelt baben und chaß man zu einer Einigung über den Ar­tikel 90 der Reichsverjasstmg gewuumeu sei.

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2er Lirtzener Snzetgei erscheint täglich, außer bonn'taps. - Beilanen: LießrnerZamllfendlLNer;

Kre Stith ftr den Kreis Gieße».

Bc}uesprei$: qumatl.Aik.135, viertel- rchtlirh Akk. 4.05: durch abbole- u. Zweigstellen monatl Alk. 1.25 durch ,iePostMk.4.0bmertet- jährll ausschl. Benrllg. iernsprech - Anschlüsse: vr die ed'r'ftl?itunqll2 tz erlag,Gkschciftsslellebl Anschriftsür Drahtnach­richten: Anzeiger Siehe».

kommen ber Regierung für unannehmbar ertlärt und angekündigt, die Seeleute tuürbcn die Handelsflotte nicht ablicfern urrd nicht rmsreisen. Der nationale Gedanke, der in diesem Verhalten scheinbar steckt, wäre nicht übel. Wir können alle damit einverstanden sein, daß der Entente nochmals zum Ausdruck gebracht wird, wie sehr ihre gewaltmäßigen Zumutungen die Geduld der Deiltschen er­schöpft haben. Aber die wahren Gründe des Seemannsbundes liegen doch wohl anderswo. Es weht offenbar eine spartakisiische, die die Ausfahrt hindert, und derVorwärts" erklärt, auch Arbeitslose anderer Berufe Hüt­

stehen. , r ,

General v. Hamm er stein erhob m ferner Note fönn>:ichen Einspruch bargen, daß die Geg­ner während der letzten Zeit Forderungen an Deutschland in der Weise übermi leiten, dcn- kurzerhand eine Cnitfdjeibimg der alliierten Re­gierungen in der bctteffendcn Frage mütgeteilt wurde. Tiefe Form sei, wie der deutsct-c Vor­sitzende hervorhob, um so ungewöhnliclier, als es sich dabei meist um Förderin'.gen handelt, die über die Bedingungen des WaffensriUslandeS hin ins- gehen, v. Hammerslcin sprach die Erwartung aus, daß die Form, wie sie unter gleiä)berechlrgten Staaten mtge$ctqt ist, in Zukunft gewahrt tvcrde Er erinnerte daran, daß er bereits früher einmal darauf Ifinwtnfen mußte. N u ixt n t eriutcric, er werde sich Mühe geben, daß dieses VartbinMnis sich nicht wiederlwle. In einer rvct.eren wte brachte General von Hammer stein die Tat- mdjc zur Sprache, daß am 15. März fian- zösische Soldaten unter Nichachtnnq ber feit Mrmaten besteh.mden, von bei dm Seiten an- erkannten Abgrenzung der neutralen Zone, den Stadtteil Rödelheim der Stadt Frankfurt am Marn betreten und auf neutralem Boden Tafeln angebracht haben, die den Durchgang verbieten. General bon Hammer stein ersuchte, die Ange­legenheit aus-'.'.klären und yegelieneufalls einzig greifen, damit die auf Grund des Waftenstill- standsvertrages getroffenen Vereinbarungen irmo- aehalten werden. Auf die deutschen Vorschläge zur Beschleunigung deS Po st Verkehrs nut den deutsckten Kriegsgefangenen tn den^ Eu- tentdänbem teilten die Alliierten mit, die Frage der an die deutschen Gefangenen in Frankreich ge­richteten Briese werde «prüft. Die Zensurvor- sclrriften für diese Briefe seien bereits gemildert worden, wodurch sich walmäieinlich eine schnellere Beförderung ergeben werde. Der deutsche Bor- sclilag, die B^elfe für btt in England befindlichen deutschen Gefangenen direkt und nicht auf Um­wegen nach England zu besördern, sei für längere Fest unburdriübrbar, da der Postverkehr im rbt- rnals besetzten belgischen und französischen Gelnot infolge der Zerstörung der Eisenbahnen überlaitrt fei Nur Briese aus nnb nach dem besetzten beul- fd*m Gebiet würden jetzt direkt übermittelt.

Entsprechend dem deutschen Lriucl-en hat Frankreich sich bereit erklärt, das hemitzubefö^ derm.de tfuti d)e Sanitätspersonal nach Köln zu leiten und die Ankunst sechs Tage vorher mitzuteilen. Die Heimsührung, aber nicht bie Aas- rtnifung der Chinadeutschen sei, wie bte Alliierten auf den dentsä^n Protest hm mutcnlten, von ber chinesischen Regierung beschlossen wordett. Der Abtransport habe bereits begonnen. Für die Missionare würde keine Ausnahme gemacht werden. Der franiömcfe Vertreter sei jedoch ermächtigt worden, einzelne beutsck^e Angehörige von Missio­nen, die unter alliierter Leitung stehen. dort zu belassen. In di-esen Fällen müßten jedoch beionbere Siä>erheilen für die Gesinnung und Haltung der Betreffenden vorhanden sein.

Eine deutsche Anfrage «ber die Art de» geplanten FriedenöschlusscS.

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imstande sei.

Die verhondlungcn in pars.

Paris, 20. März. (WB.) Havas. Der erste Teil der Sivnng des Obersten Rates war der Prüfung der Lage in G a l i - z i e n gewidmet. Jules Cambon legte dar, Polen türme ein lebensfähiger Staat wer­den, trotz seiner unzusammenhängenden Latt- desgrenze unter gleichzeitiger Aarpassuitg an das Nationalitätenpninzip. Um seine Unab­hängigkeit zu behalten, habe Polen einen freien Zugang zum Meere unbedingt nötig Unter diesen Umständen aber sei es unm-öglich, Polen lerne fremden Elemente einzuve le h n. Das Projekt der Kommission, das im ganzent genommen die Grenzen Po­lens werng weiter ausdehnt als 1772, bewil­ligt Polen einen Ausgang zum Baltischen Meer, der mit einem Landstreifen längs der Weichsel gedacht ist. In Allen stein wird eine Volksabstimmung abgehalten werden müssen. Am Donnerstag findet keine Sitzung des Obersten Rates statt. Aber die Chefs der Regierungen werden sich zu einer Beratung versammeln. Am Freitag findet eine neue Sitzung des Obersten Rates statt, in deren Verlauf die Westgrenze Polens geregelt wird und auch die Zurücksendung der polnischen Divisionen zur Sprache kommen soll. Zu­gleich wird auch die Aestfetzung des 'Teiles der neuen Waffenstillstandsbedingungen (ob Waffenstillstand oder Präliminarfrieden) end­gültig geregelt werden.

Ein badischer Protest gegen französische Raubgelstste.

Karlsruhe, 20. März. (WTB.) Beider Beratung des neuen Verfassungsentwur- ses in der Badischen Landesver sa rn rn- l ung führt« Minister des Innern Haas and: Wir werden in jeder Werse protestieren, baß badi­sches Gebiet von Frankreich annef tier t wich. Wir haben Grund, anzunehmen, daß Fratckreich babsiästigt, das Kehler Gebret zu annek­tieren. (Lebhaftes Hört, hört! Niemals!) Wtr protesttenen vor aller Welt, daß dieses «Land, in mcldjcm kein Mensch anders als deutsch spricht, von Deuistlstand abgetrennt wirb ImJournal" wurde dieser Tage anerkannt, daß Kehl deutsch fei, ber Kehtz.i Hafen müßte aber in irgendeiner Form Straßburg angegliedert tverden. Straßburgs, brauche den Kehler Hafen. Das ist uns ein Beweis, daß es sich um einen Raubzuq handelt. (Sehr richtig!) Wir werben immer oa- gegen protestieren. Französische Blätter äußerten entgegen den Waffenstillstandsbedingungen und den vierzehn Punkten Wilsons die Absicht, den Rhein von Basel bis Mannheim dauernd unter franzö- lliidx Kontrolle zu stellen. (Lebhaftes Hört, hört! Niemals! auf allen Bänken des Hauses.) Me Anzeiclxn deuten darauf hin, daß Frankreichs Verhalten nicht einem dauernden Frieden dient, sondern daraus hinausläuft, die VölkerineinneuesUnglück zu stür­zen, und dagegen» müssen wir vor -er ganzen Welt tnoteflientn. Wenn Frankreich auf feinem Anspruch beharrt, müssen wir vor der ganzen Welt sagen:Wir find belogen und betrogen!" (Leb­hafter Beifall im ganzen Hause.)

*

Tie Verheerungen der Hungerblockade.

Berlin, 20. März. Die medizinischen Fa- hultäten aller deutschen Universitäten rich­teten an die medizinischen Fakultäten der neutralen Universitäten und an den Präsidenten Wilson tele­graphisch das Ersuchen, schnellstens zu dem von ihnen beauftragten Physiologen Abderhalden nach Halle eine internationale Untersuchungskommission zu sen. den, die sich über die Verheerungen der Hunger­blockade - Tod, Siechtum, frühzeitiges Altern und seelische Störungen - in Deutschland und Oesterreich unterrickten soll. Auch die medizinischen Fakultäten der feindlichen Länder sind geladen, sich dieser Mensch­heitsaktion für die völlige Beseitigung der Hunger- blockade anzuschließen, die zugleich eine Eindämmung der kommunistischen Flut bringen und die Völker­bundidee stärken könne. Nachdem den Vertretern der Kirche das Werk mißlungen, müßten die Aerzte der ganzen Welt sich einsetzen.

Eine englische Einladung an den früheren Kaiser Karl.

Aus dem versajjungsausschutz der deutschen Nationalversammlung.

Weimar, 20. März. Die heutige Sitzung des Verfassungsausschusses brachte die Fortsetzung der Aussprache über die Frag« der Aufteilung oder (Er- Haltung Preußens. Sie endet« mit der Annahme des von dem Sozialdemokraten Meerfeld gestellten An­trags, wonach der Artikel 15 des Dersassungsentwurfs folgendermaßen lauten soll:

Die Biederung des Reichs in Länder soll im Sinne der wirtschaftlichen und kulturellen Höchst- leistung unter möglichster Berücksichtigung des Willens der Bevölkerung erfolgen.

Die Neubildung von Ländern oder di« Aenderung eines Gebiets durch Angliederung oder Abtrennung von Gebieten kann durch ein Gesetz er­folgen, wenn sie durch den Willen der Bevölkerung gefordert wird ober ein überwiegendes allgemeines Interesse sie erheischt. Der Wille der Bevölke­rung ist durch die Abstimmung der wahlberechtigten Einwohner festzustellen, die aus Antrag eines Viertels der Stimmberechtigten ober ber politischen ober kom­munalen Vertretungen eines Viertels ber beteiligten Bevölkerung burch bic Reichsregierung anzuvrbnen ist.

Entsteh en bei der Angliederung oder Abtrennung Streitigkeiten über die Vermögensauseinandersetzung, so entscheidet hierüber auf Antrag einer Partei bet Staatsgerichtshof für das Reich.'

Dieser Antrag Meerfeld wurde mit 16 Stimmen des größeren Teils der Sozialdemokraten, des Zen­trums und des Demokraten Heile angenommen. Außerdem wurde noch eine Resolution beschlossen, worin die Reichsregierung ersucht wird, zur Vorbe­reitung der Reichsvermittlung im Reichsamt bes Innern unter Hinzuziehung der Vertreter der Gin. zelslaaten eine Zentralstelle «inzurichten. Der Antrag Naumann über den sofortigen Anschluß Deutsch- Oesterreichs wird am Freitag zur Verhandlung kommen.

Ser hessische öertreter v Biegeleden be­merkte bei den Verhandlungen, bte Auftetlüng? Preußens sei nicht nur eine prcumfrlx, sondern ReiÄssack)e. Die/hefsi'che Sicgierung fei mdyt par- ttknlarrfttsch, halte aber noch an dem bunbes- flaattichen Eharakier des Rci.hcs fest, weil so bte Reichseinhstl am besten geivahrt sei.

^osirennung daycrischer Laudksteile.

München, 19. März. Die Lostrennungsbestre­bungen bayerischer Landesteile nehmen ihren Fort- gano. Ein Großschwaben soll neu erstehen. Auch in Franken hat die Bewegung eiyen ernsten Charakter angenommen. Der in Nürnberg erscheinende demo­kratischeFränkische kurier" schreibt:Dayerit ist bas Kunstprodukt aus einer Zeit, in der Fürsten- Kongreße Länder und Völker verschacherten. Mün- chen ist eine künstliche Pflanze, gehegt und gehät- schelt durch Fürstengunst zum Nachteil von Nürnberg und Augsburg. Seinen Kunst- und Gewerbefleiß, verdankt München dem Zuzug aus Franken und Schwaben. Aus dem Münchener Chaos ist die Re. publik Nordbayern ein einfacher Ausweg. München und Allbayern ist auf uns und das übrige Deutschland angewiesen, nicht umgekehrt."

nicht überlassen werden, auf eigene Faust j Reichspolitik zu machen. Gleichzeitig aber ; wird gemeldet, es seien Verhandlungen im > Gang, um auf die Seeleute vernunftgemäß 1 ttnzuwncken. Am besten wäre es, wenn diese : Verhandlungen schnellen Erfolg hätteit.

Berlin, 19 Mär,. (WTB.) Zwiscl'en dem , Verband ber deutschen Reeder und bent Trans- prrtnrbeiterveichlmd haben im Laufe der letzten $k>drcn eingehende Verlnmdlungen über ein neues Tarifabkommen stritt gefunden^ Tiefe Vcrhnnb-

timgim führten erfreuliclntrweisc zu einem guten Resultat Ter Tarifvertrag tauf zustande. Emc . kleine Grnvpe radikaler Seeleute, im Deutschem Secnttmnbbunb organifiert, suchte diesen zu zer­stören und trat an die Reeder mit der Forderung heran, die Satze des Tarifvertrages um 100 Proz. in erhöhen Würde dieser Forderung nicht nach- Aeqeben, so würden die dentscheu Schiffe 1 nicht ausfahren. Der Teutsäie Secntanns- bimb fudtte die Arbeit-nnlligen von der Anwer­bung fern zu ha (ten, berief in Hamburg und Brr- ir<i! öfYrntltdje VersannnltMgen ein und forderte bie Seeleute auf, sich nicht anwerben zu lassen. Dieses Verhakten des Seemanns Hundes ist das denkbar vvlksfrindlicktiste. Es schädigt nicht nur das deutsche Volk auf das allerschwerste, es setzt auch die deutschen Seeleute der Gefahr aus, daß sie auf ihren Schiften nicht verbleiben können- brb-m von den Alliierten hertmiergenonrmerr w>nden Tas Verl«!ten des Delttschcn seernanns- krrnd.'s kann daher nick« scharf genug gebrand- marrt werdett Es ist von den übrigen Arbertern ht Rxmburg und Bremen zu ctmartcn, daß, ftc gep.en dieses arbeitsfeindliche Treiben mit allem Naclchruck auftre en x _. - ,,

Berlin, 20. März. (WTB.) DteVoft. Zeitimg" meldet in einem Privattelegramm aus Hamburg: Es ließen sich nunmehr genügend Seeleute bcr.it finden, sich auf den ersten Schufen ber Hapag anmustern zu lassen, sodaß zwei Dampfer der ersten Staffel vollbemannt sind Es find dies die DantpferPatrrcta" und .Clevcland" Tie Scinffe sollen heute nachmittag 4 Uhr den Hamburger 5)afen verlassen, aber es ist noch ungewiß, ob die Mannschaften tn den französischen Hafen von der Entente herunter- Kommen und zurückgescknckt werden: dte Mann- iten sind jedenfalls auf diese Mogltchknt aus- mertam gemaclft worden. ,

TerVorwärts" meldet tn einem Prwattele- grtrmm aus Hamburg: Zu dem Beschuß der scv- mannsversammlung wird bentHamburger Eaw ' nnitgcicilt, daß die vom Seentannsbund etnberufene Versamm'un g nich misschlt etzttch von peelen test, sondern auch von Arbeitslosen anderer Beruft besuch war. Ebenso war das Ergebnis der Ab- l'tnnmmig zweifelhaft. Hrerzu bemerkt derVor- ivärts" u. a.: Tas Vorgehen der Hamburger . Spartakisten ist nur ein Teil ihres Planes, Teutsch Krnd derart zu zerrütten, datz es nicht mehr tm- ftar.be ist, sich gegen tlyrv Machtansprüche zu \W ten, imt> nidrt mit Unrecht wrrd man hmter solchen Vorgängen die russische Hand vermut^, dcr der deutsche Spartakismus unr als em Werkzeug dvml.

Berlin, 20 Mürz. (WTB.» Die heuttgen Scrbarb' ungett laufen auf eine Vermittlung hrmrus. Tie Führer des Seemannsbundcs schlagen vor: 1 Tie Leute verzich'.en darauf, auf den Lchrsftn ui bleiben, auf denen Truppen transporttm-t wer­den: 2 die Entenft soll sich verpslrcMn, auf reinen Frach-tdcrmpfern 50 Prozent der bcutfdicn Besatzung ?u belassen. Es ist zweifelhaft, ob dw En.tonte sich auf diesen Boden stellt, ebenso,,ob dte Ver- Knrmiimg des Seemannsbundes bitte Borschage ihrer Führer au nimmt. Es Tarnt also leicht das gon-.e SchifiahrtS- und Lebftnsmi'tLlab?omnien rn bic Brücl)e gehen, wenn sich ernzelne Arbeiterva- ttgarien wei erhrn anmnßrn, die Interessen der g-nzen Bevölkerung aus emsetttgcher Interessen- Politik heraus zu btdnfluffen.

Die verhan-lnngen in §pcia.

Berlin, 19 März. (WTB.l Sitzungsbe- Hftt ber beulfcfen W° ss--sliN st-nbrr« ncission IN L-paa am 18. Marz 1919. -Jie 6r«itte Wi. wie bmritä nntgrteilt wurb^ange- hftr.d'.gt, da st sie über HSiNburg an f dem ixibtmgt Mi. i-.fwr hurd) bte Eisenbahn Le-

IXIa (hnnAfiflAn If"N müsse wegen des gegenwärtigen Zustandes

^^PvfUtUll VkS \>* Ml|Uftn deutschen Verkehrsmittel a l s u n d u r ch f ü h r- 3 ba r abgelehnt werden. Für dte Transporft t auf dem Wasserwege werde Teutschlattd die Ver- Wi- wir gestern mitteilten, hat am Mrtt-1 mrtwvrtung vis zur Grntze übertuhmen, ausge- woch eine Versammlung des deutsck)ftn See-1 nommen für solche Verluste, bei dornen ein ixntt- mannsbundes in Hamburg das Brüsseler Ab- 'fches Verschulden niclft vorliege. Ebw Kontrolle ... en..:------ cr._ ------jtypt Transporte durch alliierte und tsä)ea»t>-slowa-

tisclft Organe innerhalb Teutschlands sei dein- nach überflüssig und könne nicht z u g e st an - den werden. Fraäü und Urnsch'agslosien müssen in englisclien Pfunden oder.ameri&miidxni Dollrrs bezahlt werdet! und diese Beträge Deutschland für den Ankauf von Lebettsnttttcln zur Verfügung

Paris, 20. März. (WB.) Ein von dem japanischen Delegierten eingebracytes Amen­dement für den Völkerbund sieht ein Nebereinkommen vor, wonach die kontrahie­renden Mächte verpflichtet sind, innerhalb ihrer Grenze allen Fremden, die Unter- 'KtiLe 8r»5m I-hl-ng-n auf5uerl«en, jtanen bon »um Sölterbunb gelangen Staa- als er nach amtlicher Erklärung zu lersten

Berlin, 19. März. (WB.) Der Vor­sitzende der deutschen W a f f e n still­st a n d s k o m m i s s i o n in Spaa hat gesterti abend folgende Note überreicht: Nach eng­lischen Blä tterme ldung en hat Premtcr- minister Lloyd George erklärt, daß der Friedensvertragsentwurf ten Deutschen zu- gestellt werde, sobald Präsident Wilson feine Genehmigrmg gegeben habe:^ man werde den Deutschen aber nicht geitottcn, über den Entwurf zu bebatHeren oder trgend- welche Veränderungon an ihm vorzunehmen. Das Datum der Einberufttng der deutschen Delegation hänge von der inneren Lage Deutschlands ab. Zu derselben Zeit hat der französische Minister des Auswärttgen Pt- chon in der wöck;ontlichen Presse-Konforenz nach übereinstimmenden Meldungen der fran­zösischen Presse erllärt, daß bic Allnerken sich in feine Debatte über den Vor­frieden mit den Deutsck)en eiiüassen wer­den Tie Deutschen dürften den Vorfrreden, so wie er ausgearbeitet worden fei, nur annehmen oder sie könnten ihn auch a b - lehnen. Der Reichsminifter des Aeußern und ich als Vorsitzender der deutschen Waffen- stillstandskommission erfuä)en um baldige Äufllärung dieser Meldungen der englischen und französischen Presse, welche bisher ohne Widerspruch von zuständiger amtlidfer Stelle geblieben sinb, ob sie als zutreffend angesehen werden müssen und ob die alliierten und assoziierten Mächte nach diesen Meldungen zu verfahren gedenken.

Reichsminister Erzberger.

Rotterdam, 19. März.Daily Mail" meldet aus Paris: In der Sitzung der ....... ...

Miiertenkonferenz ist der Präliminar- Garantien für feinen persönlichen Schutz med^- friedens-Vertrag endgültig an- MlLucu. L» der jüngsten Zeit beb »re deuti.ch-

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Gietzener Anzeiger

ää. General-Anzeiger für Gberheffen

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