Ausgabe 
20.12.1919
 
Einzelbild herunterladen

Nachtrag

Vermiete

Mietgesu

immer

1.Zur Andacht"! Prozession lFeierlicher Auf-1 Gestalt eines Xheotrrtxlkl*- |na) P_. thm, (^nn eniot May; 2. 'ingrmljtr I von HumpertincktzHänsel

Kltzung dcr Sta-tveror-neten.

Gieren, 19. Dez. 1919.

Durch verschiedene Umstände Haire sich die

X. L an au, 1^. Dez. Landral Schmid, der seit November v. I. an der Spitze der

Oermi chte».

Sin englischer Dampf.r gfünfen.

London, 20. Dez. (WTB.) DavaS. Llovds wird aus Saigon gemeldet, daß der brunche Dampserdionshiag" aus der Üöhe von Porsols mit Mann und Maus un- tcrgegangcn ist. Der Dampfer hatte 530 Passagiere und die Besatzung an Bord. Nur 37 Eingeborene konnten sich retten.

ordnungsmäßige SteridMerÜtttiung wurde.

Mvosdon unb Bolz (Sok). Dagegen stimmten die Stadtverordneten Kreil ng, Krausmüller, Nau­mann. Neuenhagen und Wenzel (T B . Bierman». Edel, tzöhn, Noll und Simon (Dem ), Faber. flling, Kromer und Sfhmabl (T N ), Goertz. Grobe und Dachtel (Z), Michl und Stimmer 'freit Bernni- gung), sowie Lderbürgermeiü-r flt Irr unb öd* geordneter Rosen targ. Der Antrag Fourier wurde ,'omü mit 11 gegen 21 Stimmen a b* gelehnt.

de» Fl»«»,-

Sport.

Gieren, 20. Dez. Auf dem Sportplatz an der Darbt finden morgen Fuß^allwc trimme t«s Vereins iür Rosenspietc 1900 e. V. Adlig. Fuß- ball, gegen BollfpieteElub Wetzlar stall.

Stadtverwaltung genötigt gcsel»en, einen Teil der Tagesordnung bet für nachten Montag oorge- iehenen Stedtverorditetensitzung schon heute zu erledigen. Sdtianurirriie wurde die Presse erst im beeten Augendricke, eine Viertelstunde wr Sitzungsbegimi, von der beabfid<igtcn Tagung unterricht et, so daß nur durch einen Zufall eine ermöglicht

,^ehi

5^14214

politischen und rclimöten Richtungen dann über-,' Ueber den Antrag de- Finanz- eursmomLn. datz die AboeiMMg-eg«n einzelne Is-Iausschufses wurde ebenfalls namentlich

kr. Fra nksurt a. M., 17. Dez. Seit l.Juli wurden in Frankfurt neu hergestellt 192 Woh­nungen, meist Kleinwohnungen, ron denen 41 nur em Zimmer. 80 Mvei und 50 drei 3i-t~- taben. Die ill'riaen Haven vier und mehr Räume. Zugezogen sind bisher in der Woche 150 Familien

*" ^ranksurta M. 17 Dez Der B ü h- ksbund gibt jedem der 25OOO Frank- WcihnachtScreschmk in 1 zu einer Borstellun

UM-ß!

h allem flubi bt'Vrfm Conie i «L auch friib in F'uti 2dir. Xi E<IYi an den mit H-ZleBer-Wchn Subfa.flciinfi'.eDi »>'Laeaen Villa J'/butfl o ö. H. Hin 7.31 »d gtiesflo.b.fflu iD?l*9ne^. akri i^mtner.^ohn «iifrt 3*Ainnn( F«J tu vertnnf 1

Elite *$8ne 3.0 r;, Vohn ne( i?*mpr;öobn- M n 2 dir X "Konten (Mh 'J"?m9bn brllerer, mnMner ,>flm L.' "Milcht. ' umer 02<

Jfff lui EV'mmet r 25*"frei

>. ^enn* SvS?

CnttoflDigitne brr etabtwrortnrtm.

Bei Beratung des Voranschlags bähe bk Fraktion der U. S. D beankraat, den Mitglieder» der Stadtverordnetenversammlung, der Teput* timren, Ausschüi e und Lvurmi Itonen Entschä­digungen au gewähren. Der Finanzausschuv, der sich mit dieser Frage befaßte, hatte den Anträ­ge stellt, daß den Mitgliedern der Stadtverorb- uetenversammlung, Deputationen, AuSschü fe und Kommissionen mit Wirkung vom 20 Juni 1919 an für die Teilnahme an den Sitzungen eine Vergütung in Höhe des entgangenen Arbeitsver, diensteS gewährt werden soll.

Stadtv. Fourier sU. S. P) beantragte, daß sich die Stadtverordnetenversammlung für Go» Währung von AnweienbeitSgeldern oder einer Pau­schale aussprechen möge, Da der Antrag feiner Fraktion bte Tätigkeit der Stadt verordneten oev» iammlung in Vorkriegszeiten im Auge gehabt hätte und nicht mit der ungeheuren Mehrarbeit. Die wenigsten- einem Teil der neuen tabue» ordneten erivachsen sei. gerechnet hätte.

Die Stadtverordneten S ch m a h l Neuenhogen lT. Bpt) und Ebel (TemJ er­klären, daß das Amt eines Stadtverordnetem (Fbrflu amt sei und bleiben müfk; fit lehnten daher bei Antrag Fourier ab.

Auf Antrag des Stadtv. Sch mahl fT.1t) wird zunächst über den Antrag Fourier nament­lich obgestimmt. Dafür sind die Stadtverord­neten Baum, Beckmann, Fourier, M-ner. Mattm und Weih (USP ) und Diener, Lorrn,. Mann,

»* '$to S*»JS

'T'

SS«

ter </' 'i'So

Für bunbf hiryr

Sltvnl. sur ilsisinüllt ^Obcrbürsk ^KD.rTOurt

frfeutguw ßtoirr Vx-r,

WC 2 aul eben'

Die «ns nasldine M

2cd kmtr ein schanlwg von zt die ranzlci der

zxrbandes o .Achter und ix iSi.6i8 Gie! «ogelilbutzv u0 öemüliflwfl Mich genebmi

Bum »on; lasse mürbe S fcrflrmr trag w Ve'usni lurg in Fraiien übt Ter Antrag img bet Sl Mirn £ir>ung der tigr&iriniu des Arbeite saht, weiter bii Kellen an bi

Die Grt

Obfrbirrgeri hm die betannt durch es die Ba ßnitbrn harten,

2{$rd?c und Schute.

0 Gedern, 17. De». Die Dahl zum Krrchen vo r stand ergab die Wiederwahl der sämtlichen bisherigen Mitglieder: Altburyermei» itrr Nripel, (Lari llarl II., llhnnian Oknchcrm IX., Johannes Dondorf IV., Deinruh Franz IL und Postiekretär Mehring

wurden einstimmig en bloc angenommen. Einzel­heiten aus der Besoldungsordnung für städtische Beamte müssen wir für untere Montagsnummer iurüdüdlen Bei der Uobnregelung der flabtifdxm Arbeiter entspann sich eine längere Debatte über eine formale Unklarheit der Kommissions­beschlüsse, durch die die verheirateten Arbeiter vom l. November bis 1. Januar 1920 um 10 Pf. pro Stunde besser gestellt werden.

Zu einer ausüi.-bigcn Aussprache, die dauernd ins p-al irische Gebiet adichweir.e, fütnrif tte Stellungnahme z u dem Bauern* streik im Landkreis Giesten, durch den tic Milchversorgung bet Stadt ernstlich gefälwdet war. Alle 81 ebner waten sich darin einig, dah dieser Streik unter allen UnrsLnden $u nerurtvilm war. Tas Ergebnis des Streiks ist für die Stadt Giesten eine abermalige Erhöhung de S MilchpreiseS, der sich nunmehr ab 22. Te-ember auf 1,08 Mark pro Li er stellt.

AuS dem übrigen Teil der Beratung erwähnen wir, dast den Stadtverordneten eine Entschädigung für entgangenen Ar­beitsverdienst zugebilligt wurde, ferner einen Protest gegen b i e Dor führungen eines hiesigen Lichtspielhauses.

Die Sitzung wurde seit längerer Zeil wieder von Dem bis'er erkrankten Oberbürgermeister Steller geleitet.

W

Beginn der Sitzinm 6,15 llhr.

Anwesend sind: Oberbürgermeister ffeHer, öd geordneter Tr. Rosenberg, iorvie mit Aus* na Iw der Stadtverordneten Diehl, Eichert, Er* Hord, Qhitdin, $Tv.l. Marx, Müller, Otter. Som­mer, Urftabt, BcllerS und Winn, 32 Stabtoer- ortmete.

Zu Urkund-Personen werden die Stadtverorb- ncten Naumann und Noll geroiUt

Oberbürgermeister Keller teilt mit, dost Fabrikant Güs'av Bock, 0>i tzm. der Stadt ein Kapital von 25 000 Mark übemne'en ba'x. Di ^in en diesertzfu sta v - Bo ck - S t i s t u n g^ fallen jur Veranstaltung von Volks ko n»er- t e n bienen, die der minderbemittelten Bevölkerung gegen freien Eintritt rugänglich gemacht werden kollen. Tie Stiftung wurde aus Vorschlag deS Oberbürgermeisters von der Stadtverordnetenversammlungmit dem Aus­druck des tirfiten Tantes für den hochherzigen Stif­tet" angeironnnfn.

Ter Schristfühter verliest nun folgende Ein­gabe der israelitischen ReligionSge- meinde und der israelitischen Religi- onSgesellfchaft:

Das Verhalten der Schüler der hiesigen höheren Le dran stak en gegen die jüdischen* schulet und die erschreckende Verrohung, die sich in Steinwürfen nicht nur nach Prioatwohmmgen andern auch nach den h-iden isra litit'chen Gotteö- lwusern geteilt bat, nötigt uns, an den &Ttn Ober* bürgermeistrr und die Stabnx*rortmefm*9enomm» lung das ergebenste Ersuchen \u tich en. ihren gan­zen tatsächlichen wre moralischen Einfluß dahin Sltend zu machen, daß in den Schulen von deren ilern wie Lehrern die niedere Gesinnung, an­der diese befrüb nben Ausschreitung^ hervonvach* en, bekämpft und die Schule sich ihrer Aufgabe benTußt werde, in erster Linie wohlgesittete Men- itben her an ju bi Iben

Wir haben da- Vertrau*n, daß Männer aller

g. Esch Wege, 18 De^. Der 30jährige verheiratete Eisenbahnardeiter Gimbel von hier, Kriegsteilnehmer unb Inhaber des Ei­sernen Kreures l. und 2. Klasse, tnurbe gestern aus bQn Güterdahnhof KasselRothendit­mold durch eine Rangicrmascyine übersahren und getötet.

Verwaltung des Landk^etfes £>anau steht unb seit 3 Monaten vorübergehend im Mini, sterium des Innern in Bcr.in tätig ist, wurde zum zweiten Bürgermeister der Stadl Düsseldorf gewählt.

)( Morbura, 19. Dez. Zum Vorsitzen­den des für den LundgerichtsbeKirk Marburg ui bildenden Wuchergerichts wurde Landgerichts rat Geh. Iustizrat Klingen­biel ernannt.

chOberstein (Nahe), 17. Dez Tin Dia­mantschleifer von hier hatte für 100000 Marl Diamanten unterschlagen. In seiner Wol)- nung wurde bei der Haussuchung ein großer Teil der Steine wiedcrgefunden. Er wurde von der Strafkammer Saarbrücken wegen Unterschlagung zu 4 Monaten Gefängnis ver­urteilt.

tttre^.'limmcr iütblaüci

öerrt-chmmei'

r eien und Tairl Jtifaufen

^cutn V8u

Aus Stadt nnd Land.

Gief.en, den 20. Dezember 1919.

Sparsamkeit im Gasverbrauch.

Nach enter Bekanntmachung im Anzeigen teil unseres Blaites wirb die Belteierimg der Bewiebs- werke mit Kohlen infolge verstärkter Ablieferung an die Entente last ganz in Fra,e gestellt werden DaS Gaswerk verfügt nur noch eine kurze Zeit über flotten und muß den Betrieb noch weiter einfdjränten oder gar ein stellen, rormt die ÄsttrnAiifubren andauernd unguteidynb sind oder ganz auSbleiben. ....

Die GaSverbraucher werden daher nachdrück­lichst ermalmt. mit dem Gas so spar am als mSa* lich umzugehen. Wähend der Sperrtest, also von 8107, Uhr vormittag-, von 1 */»4 Uhr nachmittags und von U Uhr abends bis 57, Uhr früh darf Gas der Weitung unter teilten Um­ständen entnommen werden.

Der Rcichskommisfar für bte Kohlen Vertei­lung hat anneorbnet, daß das Aufgeld für Gasmengen über das zugeteilte Quantum unbe­dingt erhoben werden muß, sonst werden ttf Koblenzufuhren für das Gaswerk Gießen gesperrt oder noch weiter eingeschränkt. Mit der Ein­ziehung des Aufgeldes ist betritt begonnen.

Wcihuachtsferien.

Die Wechnachtsstrien an den Dosksschnlen wer­den einheitlich mit Denen der höherim Schulen f.st* gelegt, von Montag bat 22. Dezember bis Sams­tag bat 3. Januar.

Vcbcnämittcl.

* Lebensrnittel marken. Die am Fveitag den 19. und Samstag den 20. d. Mts in den Bezirken zur Ausgal-e gelangenden Hader* und Nälrrmittelkarten sind bis fpätestens 24. De­zember 1919 einer VerkaufSiteile zur Eintragung ihrer Firma uni) fübtreinmng der ZVotttrolladschitrlle vorzu legen.

Brennhol z. Dir verweisen aut bte im Anzeigenteil mit geteilten Ab gäbe tage.

Veranstaltungen

SamStag: Stadttheater, 7 lHyr,Die Sieb- aehniÄtrigen". Getm-rks^hai^ltaus, 8 Uhr, Ber- fannnlimg der tenthnännifdm unb techni djen An­gestellten. dotel Groscherzog, 3Vi Uhr, Wn> nachtsfest des BürgerknrdergartetrS. 6 Uhr Weih­nacht skest des .tzeimganens. LichtspieshauS, ©djnttnt brr Bergangcnh-it",Nrreusauber". Lichtspi. le, Seltersw«^, ..Ter Srorpirn".

Sonn tagt Sttibtth-atcr. 3 Uhr. Wilhelm Tell, 7 Uhr. Eim- Ball nacht. Gaf6 Leib, 11 Uhr, W ihnach'stest des sl.^lkSkindergar'ens Ott-rheisiichr Kimstverein, ©entöl.<xiud?tnung trn 113 Uhr g.-öftitel. An» DäotUafl (letzter Tag) vvn 111 Uhr.

Amtliche Personalnachr schien Dem Pfarrasfisttntrn Gustav Schmidt zu Lollar wurde am 10. Dezember l. I die eoangeliidx Pfarrstelle zu Ubcnbaufen, dem Psarrverwalter Friedr N u h l a n d zu IVrrtucrfdinmb am 12 De- jember l I die evangelische Psarrstelle zu Braner- schwend übertragen. In den Nuttstand versetzt tmrrdc der föcljumfirter in der Ltesstsdr-Preußischn Eisenbcrlmgemeinschast Peter B ü ch l e r vom 1. Ja­nuar 1920 an

** Ober hessischer Kun stvereist. Die derzeitige Ausstellung, welche die Kollektionen von Karl Fries, Elisabeth Bonin, £). flober stein, R Eurv imö die DinteralaSma ereien von W Muvv- recht sowie die Plmntasie-Puppen von Anna Nein- Hardt umfaßt, bleibt nur noch biS einschließlich SLontng den 22. Dezember geöffnet. Neu einge- reiht wurden Lithr von OsS Naber-Eoblenz und Delg. u. Aguarelle von W Bartl^l-Olleßen Am 1. und 2. WeihnadstSsetertag bleibt die Ausstel­lung geschlosien. Am 3. Weibnachtsfeiertag vor­mittags 11 11 br findet die Verlosung von AnrechtS- schemen auf flunsttverke unter die Bereinsmit- alieder statt. Die Verlosung erfährt biednial ent­sprechend dem im letzten Jahr eingetretenen er- frrulidKn Auffctmmng dcS Vereins eine erhebliche Erweiterung, ioiuobl bezüglich der Zahl der Ge­winne wie auch bezüglich deS Wertes der einzelnen Kunstwelke.

Konzertverein. Der hiesige Kon-ertverein, der während des .ivriages vielfache unb erfolgreiche Veranstaltungen für wohltätige Zwecke in chie 'IBtxrr geleitet hat, plant nrurrbing# eine DilfSaktwn zlt Gtmsten der notleidendem Wiener trauen unbflinher, unbj,n*ar in Form erneo Ertrakonzerts, daS Dien- tag den 30. Dezem der, abends 8 Uhr, in der neuen stlula her Universität statlsinbet Als Künstler finb zwei Solisten ersten Ranol's geinonnen worden: Der hier schon von früber brr befavnte o-iäftr Eellist Professor krümmer ans Wien, der zur Zeit an der Berliner Lwchschtlle tätig ist, unb der Frank­furter Piamst Alfred döhn Auch dieser ist den hiesigen lihififtn-ifen durch btv Erfolge ftincr Kunst­reisen nicht untekannt geblieben, ivährenb er sich in Berlin namenttirf) alS Betlxivenrnterprrt ben Ruf eines der glänzendsten Vertreter feint» Fache» erworben bat. Im Interesse des guten Zweckes, ben Gießen als eine der ersten Städte zu färdern sich anscliickt, intb angesichts bei ttworstellenden brr* vorraaewVn künstll-rischetl Otenusses. kann aus bm Besuch deS Konzertes, auf dessen 'Bragramm wir noch ju fpredten koinmen, nicht nachdrücklich genug birognincira iterbcn.

Anlagen musik. Bei gutem ©eiter findet morgen vormittag von 11 Uhr ab in der Süd-Anlage ein flonxrt mit nachstett-nder Mufik-

roentnr am allerwenigsten von her hrronwachsenbeM Jugend in Formen 5um Ausdruck kommen bürf^ die eures gebilbeten Menschen unb eines Kulluv- oolkeS unwürdig fmb unb die fetten des größt« sitllichen Tiefstandes wieder au lieben laiscrr.

Junge, der Erziehung bedürftige Leute werben zur Verbreitung der niedrigste, Verleumder,scheu vchmähi'chriftcu mißbraucht, ohne daß die der ikrfittlid)ung gewihten Schulräume vor solchen verlogenm Machwerken ver chont btii-frm Vir sind der Meinung, daß es die dringende Aufgabe bet' Schule wäre, jetzt in der höchsten Not des Vater­landes die Jugend zur Versöhnlichkeit und gegen­seitigen Duldsamkeit zu erziehen und daß in erster Linie dem Religionsunterricht die Hobe Aufgabe zufalle, die schuldige Achtung vor jedem religiösen Bekenntnisse -u erwirken. Sir nnsfen, daß Verstöße gegen Sitte unb Gesetz bei den ikterment aller ronfessionen vorkommen, aber nr.r bürfin ver- angen, daß nur die Schuldigen Verad^ung und die Strafe des Gesetzes treffe, nicht aber jeder Jude trotz persönlicher Ebrrn hastig leit als minbemv.tigi geschmäht werde und selbst Frauen auf offener Straße vor rohen Beschimpfungen unb Verhöh­nungen nicht sicher fein rollen. Wir erbitten ein tatkräftiges Einschreiten gegen das alle Grund­begriffe der Gesittung verspottende Bertolten der Juaend, damit sich ähnliche Vorkommnis« nicht roicberbdcn."

Oberbürgermeister Keller erflÄrt hierzu, daß der Stadtverwaltung die Zuständigkeit mangele, diesen Mißständen entgrgrnjuiretnv Er bemerke aber, daß ixbernm und Ausschrz-inin-ea jeglicher Art aui das rntsch ebenste verurteilen unb dringend zu wünschen fei, daß ihnen von ben zuständigen Stellen mit Nachdruck ent gegen getreten werde.

Der Oberbürgermeister richtet an die Bevöl­kerung die Bitte, nach Kräften dazu bri*utragen, daß der Sammlung z u Gunsten vertrie­bener Elsaß-Lothringer, die bnunädtH veranstaltet werde, Polter Erfolg beschied« sein möge.

Nachtrag zur Befoldung-Zordnims für ftförittx Mkamtt.

Oberbürgermeister Keller führt Hierzu u. <u aus, daß sich nach der Neuwrhi des <£tabtpar1k> ments ergeben habe, daß Stadtverockmrt-n-Ver^ iaminlimg inib Boaintenfchaft mu der am 29. April dieses Jahres beschlofsi-nen GehaltSregeluna nicht zusriedeit seien. Die Stabt per roaltung fei zu Aendc- rungen bereit und werde den Wünschen der Beam­ten in roritgrtenbem Maße enlgtgentomnum Für fundamentale Neuerungen lehne sie aber die Ver­antwortung ab Vor allem müsse die (finteitlid)leit mit den übrigen hessischen Stabten auf.echt erhalten bleiben. Weiler sei die 3eit nicht mehr ferne, wo die bringenb erwünschte eiirbeitlidK Besoldungs­grundlage für Reicks-, Staats- unb städtische Be­amte erreicht sein w rde.

lieber die Vienberungen hoben der Aeltestt trat mit FrnanzaiiSfrhuß unb Rechte-auSfdmß unter £»in* znzie.'nmg eii'es vom BeamwnauSsdm'; Ite immtrn Ar beitsausschufseS in mehrenm langen SiYun gen beraten unb eine Vorlage beschlossen, bte auf Antrag des Stadtv. Edel ^Dem.), dem sich lämt- lick« Fraktions'ülkrer anschloisen. auch vom Ple­num ohne Debatte einstimmig en bloc an­genommen wurden.

Lohnerhöhung der städtischen Arbeiter.

Die derzeitigen Stunbenlödne der städtischen Arbeiter betragen in ben vter Rlaifm: 1. 1,05 bis 1,25 Mk., 2 1,15 bis 1A. Mk, 3. 1,25 bis 1,45 Mk. unb 4 1,35 bii l.V IRt. Tie Otorijlien Arl>e»ter beantragten nun eine Er- böinmg dreier Stunbenlämie um ie 1 Mk.. aber unter Ausrechnung der in diesem Jahre bereits gewährten Teuerungszulagen unb Befchaffunzs- beibihen, so daß die eheftitt Ertötsung 60 Pf. pro Stunde betragen würde Eine gern.fOrte Kom­mission, die sich mit bleiern Ersuchen beiafje. ftt4ug vor, ab 1. November d. IS die Shaibenldtyne für Verheiratete um 55 Pf., iür Lebige um 45 Pt zu erhöhen. Danach mürben rüdtoirfenb ab 1. No- oeml>er in den vier fllasien Verheiratete erhalten: l. 1,00 bis 1.80 Mk., 2 1,70 bis 1.90 Mk, 3. 1,80 bis 2,00 unb 4. 1,90 bis 2,10 Mk: Le- bige je 10 Pf. weniger. Diese Regelung würde pro Jahr eine Mehrausgabe von 530 000 Mark er ordern, axr>on die städtischen Bcknete 300000 Mk. auftuteingen hätten, währe ich der tstest von 230000 Mk. von der Stadtkaste |u über» itehmen wäre. MU der Erweiterung, daß fiele Sätze biS Ende Mar» 1920 Geltung haben sollen, wurden diese Vorschläge von der Stadtverordneten­versammlung einstimmig " o: Jtnge* genommen wurden. ' 1

Sin WufWenb der Araber.

Amsterdam, 19. Dez. (Wolff) Der ,,Tele- graaf' melbet aus London: Dre englische Blätter berichten über einen ernsten Aufstandder Ara­ber in Mesopotamien. Die Stabt Bhczez- yjx (?) wurde von arabischen Tntap'n genommen Unb die dortigen Regierungsgebäube vollkommen eingeäschert. Erne größr-re türfifcb ataixidx Be- toegrutg ist im Gange Türkische streit» trifte rücken am Euplnat entlang in der Richtung Bagdad vor. Es besteht d«e Gefahr, daß ein Zusammenstoß mit dm britischen Truppen erfolgt. Die Lage ist sehr ernst.

Lll5 dem besetzten Gebiet.

---- Mainz, 19. Dez. Das französische Ober-Miliiör-Polizeigertcht verurteilte zwct hiesige Frauen zu je 10000 Mart Geldstrafe, ba sie sichwegen Gebrauch eines unerlaubten Telefons vergangen hatten".

$>auptberatintg4pLm fte waren ein

jmr Befoldungsordnung für städtische Beamte sowie eine neue Lohn regeln n g der städttichen Arbeiter Beide Punkte wurden trotz ber damit verbundenen neuem großen frnan»ieilen Belastung der Stabt verhälmismaßig sch eil ertet-igt. Die Vorickläge der wvtirmiuioiten

gefangenenbetmkehrstelle vom 23. Dezember bis 1. 3 amt ar 1920 einschlleßlich gefrfjlofiai.

Weihnachts - Po st verkehr. Tie Arbeitsräume des tzauptsteueramts sind am 25. d. Mts, dcm ersten Weihnachtsfeiertage, von vormittags 10»/, bis 12 llhr zur Abfertigung von aus heg Auslande eingehenden Weihnachts-Post­paketen geöffnet.

T ie Verordnung die Verfügung über Brennholz betr. ist im Anzeigenteil unseres heutigen Blattes veröstentlickt. Wir ma­chen auch an dieser Stelle baraw auTmerffam

** T i e Weihnachtsfeier des deut­schen Jugendbundes Gießen gestern abend war ben Absichten der Veranstalter ent- sprechend recht gelungen. Die mufilalifdxn und deNamatorischen Vorträge, tüchtig wck gut ge­meint, haben den starken Beifall der Altersgenofien und Ellern vollkommen verdient. Im Mittel­punkt der Feier stand die Rede von Profefjor S dj i 0 n über Weihnachten in der Notzeit des Vaterlandes, deren Sinn in kurzen Worten fol­gender war: Weihnachten 1919 ist Kriegsw.nl>* nackten, das schwerste, unb das lehrreichste. In den Weihnachten 191418 ist die seelische Ver­fassung von froher Zuverficht herabqesunken bis zu den grauenhaftesten Enttäuschungen und här­testen Zukm'ftsauSsichten. Einen inneren Höhe­punkt in dieser Reihe stellt Weihnachten 1916 mit seinem deutschen Friedensangebot dar, einer Tat­sache, die kommenden Geschlechtern ein geschicht­licher Bew-is deutscher Sittli.tfeit fein wird. Merk- würdig genug ist, baß gerade die Weittrachten solche Marksteine für die deutsche Sode wähnmd des Krieges waren, unV es könnte sogar die Frie- denssehnfucht, die Liebe zur Menfdcheit, die im beutfdxm Christfeste ausgedrückt ist, und die Er­wartung einer endlichen, ruhevollen, herzfrohen veimkehr für das schnelle Weichen der Front und die Austösung der Verbände beim Revo- lutionsbeginn mitbestimmend gewesen sein Aber. und dieses Aber ist eine Mahnung zur Ehrlichkeit, zur Einsicht, zum Berantworrungs' geiühl für die nadjfommentxm Gescheckter es ist Versündigung an der Liebe, über der weichen Sehnsucht bet Lerzen das Dore Denken zu verlieren und was man liebt, preiszugeben, wenn der böse Nackidar es haben will. In der Trüdnis dieser dunklen Weihnacht sollen wir Geschichte sehen und die Gesdüchte nickst vergessen. Jedes der einzelnen Kriegschriltfeste steht unter besonderer Färbung unb das von heute vor allem unter Dunkel unb Bangigkeit. Nie vergesset, soll nxrben, daß dieses Fest von den noch gvjangcnen Brüdern in Frank oeid) her in besonderer Beleuchtung steht D,e Ge- scknckste dcr sechs Kriegsweihnacksten soll in allen Geschlecktem unoergesten bieiben, damit einmal wieder frohe, hohe Seite gefeiert werten können

Landkreis Gießen.

ga. Et tingS ha u sen, 16. Dez. Bei der wr einigen Togen hxw a(igel>ilenen Treib­jagd wurden 7 Reh.' und 3 Skalen geschissen.

! Klein-Linden, 17. Dez Bei d r letz­ten Viehzählung imirden gezälllt: 19 Pferde, 355 Stück Rindvieh, 16 Gdtafe, 300 Ziegen. 343 Schweine, 1680 Stück Gcslligel und 220 Kaninchen.

X Wieseck, 19. Dez. Unsere flirchen - 0 r pe l l>at sich in diesen Tagen festtäglich ge­kleidet. Im Krieg mußte sie ihre glänzenden Zmn- pfeifen im Prospekt Jxrgdben unb bot einen trau­rigen Anblick. Nun hat die Orgelbauaniialt For­st e r & Nicolaus in Lich 37 neue Pseifen aus Zink, dauerhaft unb faub.T aluminiert, bergefhelli und eingebaut. Ueberftcigt der Anschaffungspreis mit 559.50 Mk. auch um 300 M7. die für die allen Pfeifen während deS Krieges geleistete Ent- Idiäbigung, so glaubte der Kirchen vor stand doch ein­mütig, mit der öergebunp dieser Arbeit nickst mehr luorten zu dürfen. Die Anschasfungskvsten steigen iwch dauernd, und eine weitere Verzögerung deS Einbaues hätte bas seit 19 Jähren stehende Werk durch fvnschreitcnde ^kwnrinigimg unb Verstau­bung ernstlich bedroht. Eine gründliche Reinigung und Jnstanbietzung der wertvollen Orgel soll zwi­schen Ostern unb Pfingsten 1920 ftattiinben.

KreiS Lauterbach.

Q SB em ged, 18. Tez. Unsere Gemeinde tat eure neue Glocke erhalten. Die Glocke, die vvn der Firma Franz Schilling'.me in VLpofba agrößten Zusricdenhit gcli.tert nmrte, hat ein mtgenncht von 325 flilogauiun und kostet iricht ganz 2600 Mark.

dellen-Rassim. tzranzöfische Werber.

--- Frankfurt a. M., 19. Dez. Die Werbetätigkeit znni Eintritt in die franzö­sische Fremdcnll gior. von der wir berichteten, jntdet durch das ijicc stationierte französische Abschnittskomnurnho nad^rüdHcpe Förde­rung und Unterstützung. Die Agenten lei­der sollen es wieder deutsche Verräter fein ^ehen im Hause des Abschnittslommandos, ^aunusanloge 9, ein und aus und stellen teil- 'veife scl>on Laufle Monate in französischen Diensten.

folge der RepimentSmnsik deS Rrickswehr-Jnf.- nenvolksbund gibt jedem der 25 000 Frank- RegtS. Nr^3d (Clcnnulihneiiter W.eri statt:' furter Vvlksfckrulkinder rin Wcrbnach ,>7esckrnk in . a»---rr.--_ <w . . - -- zu euicr Vorstellung

___... _ _____ ____DumperdincktzHänsel und Gvcrcl", bte im

Stücke (m3 der Oper:ttnbme" A Lortzrng: I Schrm«7m-T7«ter steckender. Dte Ma ttrrten 3. 2 Lieder: a) Vaters Garren heimlich stehr' durch^freovillige Spender amgebracht^ v 3. Marx, b)Bitte an das Böz'lein", Solo für trompete Derr Schwarzlo e), D Löber: 4. Unga­rische Lustspiel-Ouvertüre Keler-Bela; 5. Deutich- landS Ruhm! Hiarfd), O. Schröder.

* Für jeglichen Berke hr geschlvs- fen sind am Mi twoch den 24. Dezember nach­mittags, lowte am Sams'^g ben 27. Dezcmbei tne Bank für £>anbd unb Industrie, Direkttvn der Disconw-Gesellfckaft, Gewerbebank zu Gießen, Hessiicker Bankverein A -G. unb die Mittelbeuttcke Grebtibanl. Tie Bezirkssparkasse hält am Sams­tag den 27. Dezember ihre Geschäftsräume ge­schlossen. Ter Zw-igverein vom Roten Kreuz unb tne ftTvy»aeianflenenbeunlelyrfielle Gießen, Alle Klinik. Cubigftrofce, hallen die Geschäftsräume ihrer sämtlichen Abteilungen ebenso die Kriegs-