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Nr. 220
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vlatt 169. Jahrgang t Samstag, 20. September fysy
Gletzener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberheffen
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be-
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werden.
Vorgang vor der Bürgermeisterei fällt so-
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Franzisko, die verkehrte ?lnfsassung, die die Gegurer, des Völkerbundes über seine Zweckmäßigkeit in der irischen Frage verbreiten, tebc SB i I;
tert. Außerdem sind sie dafür da, dem Willen der Negierung Geltung zu verschaffen! Angesichts dieser Kundgebung, die ausdrücklich daraus verweist, daß oas Bataillon zeitweilig
Vie deutsche Antwort auf die Note Llemenceaur.
tag in Brüssel ziisammentritt, u. a. mit folgenden Gegenständen befassen: Wittsckraftliches Zusarnmen- arbeiten nach Friedensschluß, Blockade Ungarns und des bolfchenüstischen RuUands, .Handel zivi- schen Oesterreich und Ungarn und Lebensrnittel- Versorgung Herder Staaten, Hantel zwischen Deutschland und Oesterreich, Durchfuhr durch Deutschland nach Ungarn und dem bolsctelvisti scheu Rußland, Verteilung und Benutzung des feind- jiffan Schiffsraums, Benutzung der Adttahäsen, Verkehr auf der Donau, dem 9!hein und der
heit drohen. Alles was uns den natio- nalen Mnt neu belebt, muß auch unserer sozialistischen Regierung willkommen sein, denn sie stehl doch, daß wir in der Welt auf uns selbst gestellt sind und auf internationale Solidarität nicht das kleinste Häuschen aufgebant werden kann. Unsere Reichswehr aber und der Geist, der in ihr lebt, haben mit dem alt- preußischen Militarismus kaum noch etwas gemein. Die früher königstreuen Offiziere wissen, daß es ein zielloses Beginnen wäre, tn naher Zeit den Herrscherthron wieder cmf- zurichten. Sie teilen die gemeinsame Not des Volkes und wollen daran mitarbeiten, daß wir die notwendigsten Grundlagen unseres Staatswesens wiedererbauen, nämlich Rechtssicherheit, Schutz und Ordnung geregelter Arbeit im Innern. Erfreulicherweise hat auch Reichswehrkommissar Noske gestern in „Nationalzeitung" nochmals ausdrücklich stritten, daß Bestrebungen ernster Art Gange seien, durch militärischen Putsch Monarchie wiederherzustellen.
Wilson im Kreuzfeuer der irischen fragen.
Rotterdam, 19. Sept, iWolff.) Ter Svn- terkorrc-spontent der „Tiines" meltet aus Sarj
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ohue nächst erkennen ließ.
ist. . Äußerem ließen die alliiert.'n und assozi- daß I '^ien Regierungen bei ihren Bemerkungm über 1 I Sah Ml A *") xJ V___ ___t . f • r < . . ~
derlich ist. Frühc , ....
tärische"' Kundgebung zu den Unmöglichkeiten gehört; Wesen und Geist in unserer Wehr-
Es steht uns ein schwieriger Winter vor, und es muß auf alle Meise versucht werden, der Kohlennot, dem Wohnungsmangel und den r
Der „Oberste Wirtschaft-rat".
A m st er d a m , 19. Sept. (Wolff.) Wie der „Telegraaf" aus Brüssel meldet, wird sich der Oberste W i r t s ch a f t s r a t, der am Sams-
lrischen Frage verbrnteu hrbe Wilson ver- Elbe, Scknffsraum für die Lcbensmittelversorgnna anlaßt, die Fragen, die der Arterterrat ui ^-an der Tschechv-Sloioakei, Benutzung von Antwerpen Frannsko an ibn rbch'cte. zu ^antworten. Lr- > als Ausschiffungsbafen für Deutschland, tveiten
„Als im Kasino über den Minister Erzberger gesprock-en wurde, der damals in der rechtsstehenden Presse heftig attackiert wurde, erklärte Vieweg sofort, er werde den Minister tot» schießem Er erklärte: ^Jch gebe sogar mein Ehrenwort, diesen Mann . . ." hier wurde er von einem der geschmähten und verdächtigten Vorgesetzten aufs energischste unterbrochen mit den Worten: „Halt, jetzt wird die Sache ernst, halten Sie das Maul; man sagt ost etw.rS in der Rage, was man nachher in Vernunft nicht ausführen kann. Machen Sie das Wort sofort rückgängig, sonst müssen Sie es tatsächlich ausführen, oder öte werden ein Lump."
Wenn also der „Vorwärts" kein anderes Matenal über reaktionäre Umtriebe unter den Osfizieren beibringen kann, so ist sein Feldzug zwecklos und unangebracht. Die Reichsregie- rung kann nur gegen Offiziere einschreiten, denen ein Vergehen oder eine Verschwörung gegen die Ver assung zur Last gelegt werden kann. Etne Gesmnnngsriecherei aber im Offizierkorps in die Wege zu leiten, wäre unwürdig und unklug. Wenn es dnrchgefühct würde, was z. B. auch dre „Franks. Ztg." der Regie- ning vorschlägt, daß parteipolitische Gesin- nungstüchtigkeit bei der Anstellung von Offizieren verlangt werden müsse, so würde die jetzige Regierung ihre gediegensten Stützen verlieren. Wir würden in vermehrte Unordnungen und Gefahren hineingeraten. Die Erfahrung hat es ja hinlänglich gezeigt, von wel-1 chec Seite her gewaltsame Umsturzversuche mrd Störungen der allgemeinen Sicher- >
„Es ging," schreibt der „Vorwärts", „unter unterem daraus hervor, daß gmz ungeniert im Potsdamer Offizierskasino über die Ermordung Erzbergers Pläne geschmiedet wurden. 8i m Schein war B. auf dieses Thema entgegen* gen, worauf ihm sofort von anderen Offizieren an- geboten wurde, man würde ihn sicher über di: dänische Grenze schaffen, falls er Erzberger ermordete. Mehrfach wurde V. gefragt, wann es denn «nm geschehen würde! Ein Aufklärungsoffizier gab tecufnidje Anweisung, die Mannschaft nicht te>m Realerungsstandpunkt, sondern vom teutschnatio- naten Standpunkt aus zu instruieren. Ein Honpt- mai'.n erklärte alle Sozialisten für Schweine, falls unter seinen Offizieren einer sein sollte, „so stände er ibm mit her Waffe zur Verfügung". Ties und vieles ähnliches hat Leutnant V. unter genannt Angaben von Namen, Ort und Zeit der Versamm- hmg vorgetragen. Tie Rache blieb nicht aus. 'Als B. am nächsten Tage das Offizierskrsino betrat, wurde er van einer Anzahl Offiziere b:- schimpt, angespuckt und geschlagen."
Auch ein Organ wie das „Berliner Tageblatt" schreibt, es könne für Herrn Vieweg und seine Spitzelei „nur ein Mindestmaß von Sympathie" haben. Das Blatt glaubt nicht an seine „Schauergeschichten" und erzählt u. a., Vieweg sei schon früher einmal für einen Pogrom eingetreten, der zur Feier des Purim- festes unter den Inden zu veranstalten wäre. Ebenso bedenkliche Mitteilungen wissen die mehrheitssozialistischen „Polilisch-parlamen- tar. Nachr." über Vieweg zu machen. Er habe vielfach seine radikal-reaktionäre Gesinnung betont, wobei er mit Offizieren in Konflikte geriet und ihm gesagt wurde, sein Gebaren sei „kindisch". Dann heißt es in diesen Bemerkungen weiter:
Italien und $lumt
Bern, 19. Sept. (W. B.) Die nationalistische Presse setzt ihre Angriffe auf Nitti fort und verlangt den Rücktritt des gesamten Kabinetts. Um vorn Verbände unabhängig zu werden, verlangt Salandra im „Giornale d'Jtalia" den Abschluß eines Kohlenabkommens mit Deutschland. Das Blatt sucht durch eine offenbar z^rcht gestutzte Statistik die Darstellung Nittis über die Kohlen- und Kwditnot Italiens zu entkräften. Die Kohlenzufuhren seien von 423 000 Tonnen int Januar auf 600 000 Tonnen im August gestiegen, während sie im Vorjahrs 350 000 bzw. 500 000 Tonnen betragen hätten. Im übrigen hänge ter amerikanische Privatkredit van Wilson ab, da die Banken selbst größtenteils der radikalen Partei angehören. Das Blatt verweist ferner auf die außerordentlich große Mitarbeit einer internationalen ameriHanifrfjen Ge- fdlfcbaft bei den öffentlichen Arte-jten Italiens.
Bern, 19. Sept. (WTB.) Wie der „Eorriers della Sera" berichtet, wird d'Annunzio durch Rationierung die längere Versorgung Fiumes sichern. Für reichliche Fleischzufuhr aus der kroa- ttschen Zone sei gesorgt. Obwohl Fiume blockiert ist, konnten doch einige Fahrzeuge, so auch fcitt Torpedoboot, die Stadt erreichen. Tie Besatzung des Letzteren schloß sich einschließlich des Kommandanten d'Annunzio an. Zahlreiche Zivilisten, besonders aus Mailand kommend, Aerzte und Veterinäre, ferner Stabs- Und Marineoffiziere konnten nachträglich auf dem Landwege ben Blockadegürtel überschreiten und sind in d'Ännunzios Dienste getreten. Auch eine Anzahl von amerikanische Soldaten sott sich d'Anm^ion angeschlossen haben.
B e r n, 19. Sept. (WTB.) General G a n d e l- hat gestern im Namen der Regimmg einen Aufruf an das Freikorps gerichtet, in dem die Heber gäbe binnen 24 Stunden verlangt wird. d'Annunzio griff darauf ti: Regierung neuerdings mit den schärfsten Wottm an und erklärte, daß er sich lieber in Fiume begraben lasse, als nachgeben luerbe.
Bern, 19. Sept. (WTB.) Eine von den üb* rigen Blättern bestätigte Nachricht des „Seccolo" besagt, daß das f r a n z ö s i s ch e F l o t t e n k o »w mando in Fiume gedroht habe, schießen zu lassen, falls die französischen Magazine angetastet
Berlin. 19. Sept. (Wolff.) Den alliierten und assoziierten Negierungen wurde von bei« deutschen Vertretern in Versailles folgende Note übermittelt: Die deutsche Regierung stimmt mit der in der Note der alliierten und assoziierten Regierungen wurde von den legten Lluffassung überein, daß, soweit die deutsche ■ unG un& ber Friedensvertrag miteinander m Widerspruch stehen, die Verfassung nicht vorgehen kann. Sie erklärte bereits, daß sie in Konsequenz dieses Standpunktes und indem sie die von den alliierten und assoziierten Negierungen verlangte Auslegung des Artikels 80 des Friedensvertrages annimmt, Artikel 61 Absatz 2 der deutschen Verfassung als kraftlos erachtet, solange der Völkerbundsrat nicht der entsprechenden Aenderung der internationalen Lage Oesterreichs zustimmte. Sie hat nichts dagegen einzuwenden, tee)e Erklärung nunmehr in einer Form abzugeben, die in der Anlage der Note vom 11. 9. vor- geschlagen wurde. Zu diesem Zweck versah sie den Unterzeichneten mit der gehörigen Vollmacht und wies ihn an, mit den Vertretern der alliierten und aswzüerten Regierungen wegen des Zeit-i Punktes der Vollziehung der Erklärung in Verbindung zu treten. Im übrigen sieht sich die deutsche
macht haben sich von Grund aus geändert. Der demokratische, sich selbst Schranken, aber fauch gewisse Rechte setzende Zug in dem
wochenrLckdück.
Scheidemanns Einwendungen gegen die Praxis des Reichswehrministers haben in der Presse ein vielfältiges Echo gesunden. Die Segel des „Vorwärts" sind gebläht von dem Wind, der aus der Casseler Versammlung kam, denn Herr Scheidemann bat seinen maßgebenden Einfluß auf das Berliner Zentralorgan nicht verloren. Das „Regierungsblatt", die „Deutsche Allgem. Ztg.", sand zur Verteidigung Noskes, in zweiter Linie auch zur Rechtfertigung Reinhards, kräftige Worte der Abwehr, und der Meinungsstreit spitzte sich schließlich in eine Kraftprobe zu, bei der eine der beiden Parteien unterliegen mußte. Unsere Leser haben bereits die Rechtfertigung geprüft, die die Vertrauensleute der Division Reinhardt ihrem Führer öffentlich haben zuteil werden lassen, indem sie versicherten, der Oberst habe keinerlei gegenrevolutionäre oder monarchistische Propaganda getrieben. Es wurde festgestellt, daß der Beschuldiger des Offiziers, ein Offi- ziersstellvectreter namens Neuendorf, in der Tat, wie es in dem amtlichen Blatte gestanden hatte, ein aus persönlichen Rachemotiven bandelnder, mehrfach vorbestrafter Mensch ist, ein Zeuge von recht zweifelhafter Zuverlässigkeit. Der „Vorwärts" und seine Leute wollen es aber nicht wahrhaben, daß die Vorhaltungen, die Scheidemann gegen die Regierung gerichtet hatte, eben nur Wind seien, und so griffen sie einen weiteren „Fall" auf, mit dem sie einen ähnlichen Reinfall erlebten. Der Schauplatz ist das Potsdamer Offizierskasino, und der Held dec Geschichte ein Leutnant Vie- weg, der unter Verheimlichung seiner angeblich sozialdemokratischen Gesinnung in dem Kasino Material gesammelt hatte, um dann als Enthüller hervortreten zu können:
Frage, ob Amerika nach den Bestimmungen deßs Völkerbundsverttages verpslich^let fei, einem Öanber das Mitglied des Bundes fei, bei der Unterdrückmigt eines Ausstandes seiner Untertanen oder eines un* tenuorfenen Volkes zu helfen, verneinte Wilson. Auf 'die J-rage, ob Amerika, toenn es Mitglied de- Völkerbundes fei, unabhängig von anderen Mitgliedern des Buirdes eine Negerung ancrkennenr nürde, deren Volk seine Unabhängigkeit ton den Mitgliedern des Bundes zu erhalten ttachite odeö sck.on erhalten babe, antwortete Wilson, ein unab-' hängiges Vorgel-en her amerikanischen Negierungs in derartigen Fällen werde durch den Völkerbundk keineswegs beschränkt ober behindert. Tie dritts Frage lautete: Haben nach den Bestimmnngeir des Völkerbundes nur Nationen und Völker, von denen im Friedensvertrag die Rede ist, das Recht auf die Selbstbestimmung oder hat der Völkerbund bte Befugnis, auch anderen Nationen: oder Völkern dieselben Vorrechte zu gewährens Wilson antwortete: Es war für die Friedeuskow- ferenz nicht möglich, über das Selbstbesttm-' mungsrecht anderer Nationen als der, die zu den besiegten Kaiserreichen gehörten, eine Entscheid düng zu treffen. Der Artikel 11 des Völker-, bundsvertrages sieht aber die Errichtung eines' Forums vor, vor dem alle das Selbstbcstim-' mungsrecht betreffenden Fragen, die den Welt-' frieden und das gute Einvernehmen zwischen den! Nationen stören könnten, zur Sprache gebracht können. Die vierte Frage lautete: Warum wurde' die irische Frage von der Friedenskonserenz nicht verhaiwelt und was ist ihr Standpunkt zum. Selbstbestimmungsrecht Irlands? Wilson antwortete: Die irische Frage wurde in der Friedenskonferenz nicht verhandelt, weil diä Konferenz nicht befugt war, über derartige Fragen zu beraten, da sie keinen Bezug auf die Natioüen der geschlagenen Kaiserreiche hatten. Mein Standpunkt zum Selbstbestimmungsrecht Jrlairds kommt in Artikel 11 des Völkerbundvertrages zum Ausdruck, für den ich mich besonders interessierte, weil es mir im Interesse des Friedens und der Frei^ heit notwendig schien, ein Forum zu errichten, vor das alle Nationen jede Frage, die mit dem Frieden und der Freiheit der Wett zusammenhängt^ bringen können.
Was Wilson sagte, habe nicht nur Bezua auf Irland, sondern auf jedes Gebiet und jedes Land, das zum Völkerbund gehöre und das Selbstbestim- nmugsrechr für sich verlange.
nicht in der Stadt anwesend sein kann, werden die Stadtväter nicht umhin können, sich abermals mit der peinlichen Frage zu befassen, die ja freilich damit noch nicht ganz gelöst ist, wenn man sich entschließt, 2500 Mark Kredit für Waffen und Munition zu bewilligen.
gleich ins Auge. Die Neichswehrmänner setzen in ihrem Wirken für Schutz und Sicherheit ihr Leben aufs Spiel; da wollen sie nichts versäumt wissen, n>as diese Aufgabe erlcich-
Ernährunqsschwierigkeiten Negierung genötigt, zu den Ausführungen der : abzuhelfem, Beim besten Wi'llen, auch wenn alliierten und afsozuerten Regierungen folgendes ' man alle Hebel vorsorgender Verwaltung an- [aute^unb“ a?or!*
; strengt, werden Ungleichheiten und Unzu- £%ote Tom 5 9 S Z
Füglichkeiten genug übrig bleiben. Da gilt beutfd)e Regierung wolle die Auffassung vertreten, ' ev, zu vermeiden, daß aufgeschurte cknd ver- daß kein Artikel der Versassmig, wie fein klares hetzte Volksteile zu Gewalttätigkeiten und Ge- Wortlaut auch immer sei mit dem Friedens- ; setzesüberschreitungen übergehen. Die Regie- vertrag in Widerspruch stehen könne weil in der rung sieht allerlei Unruhen voraus, und da- Verfassung ein anderer Artikel des Inhalts stehe, her hat sie den Stadtverwaltungen vermehrte ^.ab ferne ihrer Vorschriften dem Friedensvertrag g; ».>> *«", sw- S 'SÄ* £' SSK-trs S;
6o.subvt. Fraglos hat es an genügender, recht- hervortretenden Widerspruch zwischen dem Wort- zeitiger Aufklärung gefehlt, sonst wären nicht laut der Verfassung und in Tragweite der viel- neben den radikalen Elementen, die in einer fach zweifelhaften Bestimmungen des Friedens- Aufpeitschung der Massen ihre Llufgabe er- Vertrags unter allen Umständen auszuschließen, blicken, weil sie eine neue gewaltsame Um- Aaß auch Artikel 80 des Friedensvertrages zu Wälzung berbeiführen möchten, auch Mehr- j.mesen m ihrer Tragweüe nicht ohne weiteres heitssozialisten und Gewerklckaften ru öffentJ 1 -rcn unzweideuttgen Besttrnrnungen gehört,
L Unab: SÄM hängigen und Kommunisten auf ihre nächste allgemein anerkanntem Nechtsgrundsatz dürfen Be- Nachbarschaft so stark und wirksam wurde, stimmungen, die eine Beschränkung der elementaren Aber, was anfänglich als eine mehr oder Rechtsgrundsätze bedeuten, nicht in erwei- nnnder erklärbare Mißstimmung angesehen ^rndem Sinne ausgelegt werden. Deutschwerden konnte, das entlud sich schließlich als ° nichts voraussehen, tmß abweichend
eine jener aus bösen Trieben entstehenden I £ e (f) t ber bf?;Ke ÄMÜ m urn 0 ft
■hTtt?^tcnatmnn°pu^€nh-9e9en man einen der Grundpfeiler ihrer FAedeusbe-
hatte rüsten wollen, die gemäßigten Ele- dingungen bezeichneten, gerade für Deutschland mente wurden durch die Ereignisse be- und Oesterreich noch mehr beschränkt i lehrt, daß der Regierungsantrag auch den sollte, als der Wortlaut des Artikels 80
für Gießener Verhältnisse nicht ' *! K
weiteres von der Hand zu weisen Wir haben es bereits ausgesprochen, ----------- — -
verkehrte Dispositionen der Stadtverwaltung Artikel 178 ter Verfassung außer acht, daß es
den skandalösen Auftritt möglich gemacht rJi Erfassung eines Staates um ein Gehaben — das kann aber die Tatsache ni^t «ft Vorschriften
verdecken, daß es nun erwiesen ist, meld^er I Cf
Putsche und ©ewalttätigteiten man firf> 3 ß'Ä Äft UuL IN Grnßen zu vers-heil hat. Nicht nur das «sev alloem-ine N°rm«n aufgVflellt wer- hat man sich zur Lehre zu nehmen, daß den, habet aber im Hinblick auf bereits wrliegmde die unabhängigen Führer die aufgehetzte ^>der voranszusehente Sondersälle Ausnahmen vor- Menge nicht mehr in der Hand hatten, wie begatten toerten. derartige Ausnahmm van all- sie selbst erklärten — das Schlimmste ist, Sememen Regeln heben diese Regel selbst daß einer dieser Herren später auf der Straße auf, zumal, wenn Ausnahmen, wie
die Gewalttat der Rathausstürmer lobte, in- h,mineilten Bffttmntun-
dem er ihren Sieg über die „Bürgerlichen" ^^^^/-^szutrtfft, ftch aus be- feinte! Damit fäftt ber ©«feier von bem.Lfdiriintt sind oder selbst 100^ Stelen noch nicht klar genug ge- Vorfeten. Tie Aufnahme des Artikels 178 in wesen war. die deutsch« Verfassung stellt daher keinen
Die Gegenkundgebung des Gießener u«kgrisf dar fo.itern eine wahlbegründete, ber roir LL »s
cfn ■ Vorgänge rn etn noch Negierungen zu der mit den ausdrückltchen Er-
hettere^ Licht geruckt. Ste war eine Mah-1 klärungen der deutschen Regierung in Widerspruch nung an die Stadtverwaltung, nichts zu ver- stehenden Sckstußsolgerung brachten, daß mit Ar- fäunten oder zu unterlassen, was zur Sicher-l ttkcl 61 Abs. 2 eine Vertragsverletzung beab- heit der Stadt und ihrer Bewohner ersor-1 ffchtigt war. Tie deutsck)« Regierung we i st di e se ier hätte eine fo^e „miti* uJ1 £crJtcUu 119 aHer ©«fefirfe zu- .....1; u a. St« kamt auch den ivomschen, den inter- nattanalen Gepfbogenhieiben nickst entsprechenden Ton, womit die Note ter Alliierten und Mo- ziierten die feierlichen Erklärmtgen der teut)’d>eii Regierung behandeln zu dürfen glauben, nicht stillschweigend hinnehmen. Tie Tatsache, daß Deutsche land den Krieg verlor, gibt seinen Gegnern nicht das Recht, sich einer Sprache zu bedienen, die den Zweck haben soll, T-eutschland vor aller Welt zu verletzen. Tie deutsche Regierung wird teil Alliierten And Assoziierten auf diesem Wege nicht folgen. Tie Herbeiführung des mir fluten Frieden s- zustcmdes kann aber durch dieses Vorgehen ter alliierten und assoziierten Mächte nur erschwn:t werden.


