.unter den größten Unzuträglich leiten, erheblichen
der Wafferverfforguug
von Personen in Gasthöfen, bgL auf eine gewisse Zeit zu
Wlan;
2. den Aufenthalt Wirtschaften u. beschränlen.
Störungen in
Aus dem Reiche.
Der Putschversuch in Weimar.
Weimar, 18. Juni, lieber den Putsch der Militärarrestanten vor dem Weimarer Schlosse wird ergänzend noch folgendes mit- geteitt: 58Militärarrestanten sind aus dem Gefängnis des alten Landgerichts ausgebrochen und zwar hauptsächlich durch Eingreifen eines Feldwebels Peter Schwartz, der wegen Unterschlagung festgesetzt worden war. Die Arrestanten hatten Kenntnis davon erhalten, daß die Landesjäger zum größten Teil nach Erfurt gegangen waren, und glaubten die Zeit als günstig beurteilen zu können, um die Reichsreg ie- run g im Schlosse auszuheben. Schon unterwegs wurden einzelne Flüchtlinge von den Landesjägern sestgenommen: dem größten Teil gelang es aber, die Wache am Schlosse zu entwaffnen und sich in der Kaserne in den Besitz von Waffen zu setzen. Vor dem Schlosse entspann sich ein F e u e r g e f e ch t. Durch die Geistesgegenwart eines Wachhabenden wurden die Tore geschlossen und Hilfe herbeigerufen. Nach einem kurzen Feuergefecht wurde der größere Teil der Entwichenen wieder feft- genommen.
Eifenbahnerausstand in Jena.
Berlin, 19. Juni. (Wolff.) Die „Vossische Zeitung" nreldet aus Weimars Während in Erfurt die Wiederherftellung geregelter Verhältnisse nach dem Einrücken der Truppen des Generals Märcker glatt vor sich ging- traten in Jena, das sich immer mehr zum Hauptsitz des Radikalismus in Thüringen entwickelt, die Eisenbahnerin den Aus st and. Der Verkehr auf der Saalbahn, d. h. der Verkehr Berlin—München über Probstzella ruht. Eine Abordnung der Eisenbahner verhandelt in Weimar mit dem preußischen Ministerpräsidenten Hirsch und dem Eisenbahnminister Oeser.
Arrr Hessen.
Außerdem hat das Haus wie die anderen keine, Nachbarort zur Duldung des außerehelichen Bei- Kamine. Tie ganze Einrichtung des Hauses und | Mass genötigt zu hat “* die Anlage der Räume ist derart, daß es sich nur unter Ausschluß
Infolge Maschinen defekt auf dem Pumpwerk Queckborn fiel gestern die große Fördermaschine auf einige Stunden aus, wodurch die Wassergewinnung eine ganz empfindliche Einbuße erlitten hat und die vorhandene Heine Wasserreserve angegriffen werden mußte. Da trotz der Ermahnungen der Wasserverbrauch nicht zurückgegangen ist,wer- >en Störungen in der Wasserver- orgung unausbleiblich sein. Die Bevölkerung wird daher wiederholt auf das dringendste gebeten, mit dem Wasser in der nächsten Zeit recht sparsam umzugehen.
Die Ausfuhrgenehmigung für Ziegen.
Gemäß Verfügung des Landes-Ernährungsamtes wird nunmehr die Ausfuhrgenehmigung für Ziegen, Böcke und Ziegenlämmer von den Kreisziegenzuchtvereinen in Oberhessen erteilt. Anträge auf Ausfuhr von Ziegen usw. sind also nicht mehr bei dem Oberhess. Viehhandelsverband, sondern bei den Kreisziegenzuchtvereinen des Kreises, aus welchem das Tier ausgeführt werden soll, zu stellen. Für den Antrag ist ein Formular zu benutzen, das von den Kreisziegenzuchtvereinen erhältlich ist. Auf der Rückseite dieses Formulars muß vom Wirtschaftsausschuß der Gemeinde bescheinigt sein, daß das auszuführende Tier zu Nutz- oder Zuchtzwecken Verwendung findet. Dem Antrag ist eine amtlich beglaubigte Bescheinigung des Käufers beizu- sügen, daß dieser das zu erwerbende Tier zu genanntem Zweck benötigt. Die einschränkenden Bestimmungen für die Ausfuhr von Ziegen, wonach diese nur in dem Maße gestattet wird, wie sie in der Zeit vor dem Kriege ev- folgte, bleiben nach wie vor bestehen. Die Ausfuhr darf nicht einen Umfang annehmen, daß die an sich schon sehr knappe Milckiversorgung nicht noch weiter beeinträchtigt wird.
SebentmitteL
** Lebensmittel karten. Die am 20. und 21. d. Mts. zur Ausgabe gelangten Zucker- und Nährmittelkarten sind bis spätestens 28. Juni einer Verkaufsstelle zur Eintragung ihrer Firma und Abtrennung te3 Kontrollabschnittes vorzulegen.
** Gemüsekonserven kommen in verschiedenen Kleinhandelsgeschäften ab 23. Ium zum Verkauf. Näheres siehe Bekanntmachung.
** Seefische. Die in Aussicht gestellte Seefischsendung wird voraussichtlich erst nächfte Woche zur Verteilung gelangen.
** Bunkdirektor Heichelheim t. lieber dreihundert Personen aus allen Bevölkerungsschichten gaben dem Verstorbenen gestern nachmittag das letzte Geleit. In seiner Gedächtnisrede ßchilterte Rabbiner Dr. Sander den (Äitwick- Ürngsgang, die geschäftlichen Eignungen und Fähigkeiten, sowie das Familienleben des Verstorbenen. Am Grabe sprachen dann Direktor Wol - fensPerger von der Mitteldeutschen Kreditbank Frankfurt im Namen des Aussichtsrats und der Gesamtdirektion, dann Direklvr Grießbauer für die Direktion und die gesamten Angestellten der Filiale Gießen und der von ihr abhängigen acht Niederlassungen. Weitere Worte des Abschieds sprachen Beigeordneter Krenzien, Professor Dr. Ebel im Namen der demokrattschen Partei uttö demokratischen Fraktion des Stadthauses sowie für die Lesehalle, Fabrikant Bindewald smach für die Loge Ludwig zur Treue und toebmete dem Verblichenen die üblichen drei Rosen. Den Beschluß bildete Uhrmacher Marx für den Verein der 50er.
( ** Entlassungsanzug. Die Reichs
regierung hat den in der Zett vom 1. Juli 1916 bis 9. November 1918 mit Versorgungsberechti- gung entlassenen Kriegsbeschädiaten mit dinem Einkommen von weniger als 3000 Mark einen EntlasfungsanWg bewilligt. Sämtliche Kriegsbeschädigte, die hiernach Anspruch ans einen Entlassungsanzug Haban, haben alsbald einen schriftlichen Anttag beim Bezirkskommando einzureichen. Siehe Bekanntmachung.
** Das Schwurgericht in Gießen verhandelte, am SÄontag die Dem Staatsanwalt Sxiiner vertretene Anklage gegen den Besenbinder Daniel Keßler in Gießen, der von Rechtsan- twalt Raab verteidigt wurde. Der Augeklagte, ein 33jähriger, mehrfach, insbesondere auch wegen Sill- lichkeitsverbreckM mit erheblichen Strafen vorbestrafter Mensch, war beschuldigt worden, am 24. März 1919 im Gießener Stadtwald durch Gewalt und durch Drohung mit gegenwärtiger Gefahr für Leih oder Lehen iebte Frauensperson gps äjm
tben. Die Verhandlung fand _____ , , _ der Öffentlichkeit tatt. Das Urteil 'lautete, nachdem die Frage nach mildernden Umstanden wemeint worden war.
Die Tagesordnung der Volkskammer.
rm. Darmstadt, 18. Juni. Soeben ist die Tagesordnung für die am Dienstag den 1. Juli einberufene Volkskammer sitzung erschienen. Es stehen 25 Punkte, Regierungsvorlagen, Anträge, Anfragen und Vorstellungen zur Beratung. Eine vierzehntägige Verhandlungsdauer ist vorgesehen, roenn nicht andere Umstände die Verhältnisse ändern. Der von dem Mg. Schildbach erstattete Bericht des 5. .(Sonder-) Ausschusses über die Regierungsvorlage betr. die Förderung des Wohnungswesens, ist im Truck crfdyiencn. Der Ausschuß stimmt der Vorlage im ganzen zu, ersucht aber die Regierung, bei der Reichsregierung auf einen anderen Ver- tettungsmodus der Reichsmittel hinzuwirken, da die Zugrundelegung der Bevölkerungsziffer zu schematisch wirke. Ter Ausschuß ist ferner für die Beseitigung aller Stempelabgaben und Gebühren für gerichtliche Handlungen. Endlich empfiehlt der Ausschuß der Regierung, für den Wvhnmigsauf- sichtsdienst auch Frauen zuzuziehen. Ter Volkskammer ist ferner eine Regierungsvorlage betr. die Aufnahme langfristiger Darlehen zu . Zins- und Tilgungsbedingungen ^gegangen, die der Lage des Gewmarktes entsprechen. Em dringlicher Antrag Dorsch zum Landgesetz fordert, daß der Staat im Interesse der Siedelung die Kosten trage, ferner, daß die Beschwerdefrist gegen eine Strafbestimmung nicht eine, sondern zwei Wochen betrage; auch die Beschsverdefristen gegen eine Entscheidung des Larrdamtmmmes, wie des Landsiede- lungsamtes soll sich auf 14 Tage erstrecken. Auch bei der Enteignung sollen andere Grundsätze gelten.
Der Finanzausschuß der Volkskammer fetzte am Mittwoch seine Beratungen fort und erledigte eine ganze Reihe von Vorstellungen von Beamten und Pensionären aller Art, betr. ihre Geleits- oder Anstellungsverhältnisse. Auch der Anttag Scherer und Genossen, bett, fteuerlicbe Erleichterungen, ist in seinem ersten Teil durch die Genehmigung des Antrages Eißnert, betr. Freilassung ter Vermögen bis 900 Mk., erledigt, der zwette Teil geht an die Regierung. Ter Antrag Eißnert und Genossen, betr. die Gewährung eines Bettages von 30 00Q Mk, für die Erholungsaufenthalte der Kinder der Stadt Dffenbarft, wird abgelehnt, dagegen soll die Regierung ersucht werden, zu prüfen, ob sie nicht Mtttel berettftellen kann für die Kinder aller Städte und ob es sich nicht durch eine planmäßige Organisation ermöglichen läßt, die notwendigen Mtttel auf privatem Wege aufzubringen. Ein Antrag tz a t t e m e r, betr. die Steuerfreiheit von Kriegertmtwen uftn, wird der Regierung zu wohlwollender Prüfung empfvhS.cn. Der Ausschuß vertagte sich dann auf unbestimmte Zett. __________________ _
Arrr Stadt rrnd Land.
Gießen, den 20. Juni 1919.
Die Frage der Wohnungsnot.
Tie Frage der Wphimngsnot bringt hnmer gebieten) eher auf eine schnelle Lösung hin imt> es ist daher zu begrüßen, wenn aus den Streifen ber Bevölkerung selbst Vorschläge gemacht werden, die zu einer Benenmg bei tragen können.
Ern solcher Vorschlag, der uns zugttig, wäre der Ansicht, daß vier Bauten der Heil- und Pflegeanstalt 3U Wohnungen hergerichtet werden könnten. Wir haben die Anregung zur Nachprüfung -an das städt. Wohnungsamt toeiter gegeben, das uns nachstehende Auskunft ber Direktion ber Provinzial-Heil- und Pflegeanstalt übermittelt.
Don den erwähnten 4 Bauten ist Männer 5 als Lazarett noch mit kranken Soldaten und bergt belegt und kann in absehbarer Zeit nicht geräumt werden, weil die Anstalt sich der Heeresverwaltung gegenüber noch für längere Zeit zur Stellung von 100 Betten für nerven- und geisteskranke Soldaten, Kriegsgefangene usw. verpflichtet hat, und bei der Rückkehr unserer Gefangenen wieder ein größerer Zugang von Kranken zu ettvarten ist.
Männer 4 und Frauen 4 sind von ber Regierung zur Belegung mit nervenkranken Männern unb Frauen in Aussicht genommen; es schweben darüber schon Verhandlungen mit den interessierten Kassen.
Es bliebe also nur noch Frauen 5, das in ber Mitte ber Anstalt gelegen, abgesehen von allem anderen seiner Lage wegen zu Familienwohnungen sehr ungeeignet ist unb zu fortbauernben Beschwerden der gesunden Inhaber und der ganz nahe «ftergebrachttL (MttftowfcÄ fühun müte
Kosten unb zur steten gegenseitigen Belästigung der betreffenden Inhaber zu Familienwohnungen einrichten ließe.
Uebrigens sind die erwähnten Häuser erst im letzten Winter zur Ersparnis an Personal, Heizung und Beleuchtung geräumt und stttlgelegt worben. Tie Kranken mußten zu bem Zweck in ben unteren Häusern recht zusammengebrängt werten, unb es ist hote Zett, baß sie wieder in menschenwürdigere Verhältnisse und weiter auteinantergelegt werden, damit sie sich nicht gegenseitig stören und belästigen. Zudem hat die Tuberkulose der Lungen und Trüsen infolge der Unterernährung wahrend des Krieges leider in bedenklicher Weise unter den Insassen ter Anstalten angenommen und erfordert die Einrichtung besonderer Abteilungen für Tuberkulöse, wodurch auch wieder mehr Räume gebraucht i verteil. .
Ans all diesen Gründen kann einer Verwendung ter 4 Gebäude zu Familienwohmmgen nicht näher getreten werten.
Tas Hessische LandeS-Arbeits- und Wirt- chastsamt hat die Oberbürgermeister der Städte Offenbach uni) Gießen, ferner die (Bürgermeistereien ter Landgemeinden im unbesetzten Tett des Kreises Tarmstodt, fonrie bie Bürgermeistereien Gernsheim, Klem-Rohrheim unb Rüsselsheim ermächtigt, bigotte Anordnungen auf die Tauer bis spätestens zum 15. Januar 1920 zu treffen:
1. eine Uebertaffung von Wohnraumen an Personen, bie von auswärts zuziehen, ohne Zu- stimmimg des Mieteinigungsamtes zu ver-
duf 8 Jahre Zuchthaus, auf die zwei Monade ter Untersuchungshaft in Anrechnung gebracht werden, ferner au f Aberkennung ter bürgerlichen Ehrenrechte auf die.Dauer von 10 Jahren, unter Verurteilung in die Kosten des Verfahrens.
** Zugänderung. Vom 1. Juli ab wirb ter Aufentfalt der Schnellzüge D 175 Frankfurt ab 12.48 nachm. unb D 176 Frankfurt an 3.04 nachmittags in Butzbach aufgehoben. Vom gleichen Tage ab wirb ein neuer Werktagsperfonenzug Nr. 711 Frankfurt H. ab 8.20 nachm., Friedberg an 9.36 Nachm. neu eingelegt.
** Orgelkonzert. Zu dem im 'heutigen Inserat angezeigten Orgelkonzert" fei mitgeteilt, daß A. Wieder in letzter Zeit in veffchietenen anderen Städten .ähnliche Konzerte mit großem Erfolg gegeben.hat. Heber ein Konzert in Biele- eld schreibt ber B. Generalanzeiger: „W. zeigte ich aut ter „Königin ber Instrumente" als tüchtiger Künstler, ter alle betonteren Schwierigkeiten des Qrgelspiels unb die Geheimnisse ber Re- fistrierkunst beherrscht, makellose Technik mit ver- täudnisvoller Phrasierung unb klarem lichtvollen Vortrag oetbintet.
** Preu ß. -Süddeutsche Klassen- lvtterie. Trotz aller polnischen Umwälzungen st die Pttuß.-Süddcutsche Klassenlotterie bisher tets ohne Störung burchgeführt worden unb wirb auch für die Folge ebenso weiter ausgespielt werden. Tie Ziehung 1 Klasse ber 14. (240.) Lotterie findet am 15. unb 16 Juli ds. Js. statt. Tie Erneuerungslose liegen von jetzt ab bei den zuständigen Einnehmern zum Abhoien bereit. Die Linsatzgew.imie ter abgelaufenen Lotterie werden ofort ausbezahlt, die größeren Gewinne nach Er- cheinen ter amtlichen Liste, also etwa vom 20. >s. Mts ab.
** Der diesjährige Seebäder fahr- plan des Norteeutschen Lloyd ist jetzt erschienen. Der Fahrplan enthält Angaben über die regelmäßigen Verbindungen nach Wangerooge und über Fahrten nach Helgoland sowie über die Fahrpreise. Daneben ist noch ein besonderer Fahrplan, für die 'Fahrten tiuf ter Unterweser nach Wangerooge, Helgoland und in See herausgegeben. Die Druck- Sachen find erhältlich ffei den Vertretungen des viorddeutschen Lloyd.
** Haltestellen ber Straßenbahn. Zu unserem Berichte über bie Stadtverordneten- versammlung teilt uns Herr Stabtv. Kling berichtigend mit, baß er in ter Marburger Straße Sine Haltestelle beantragte und zwar die bei C. Jekel, die während des Krieges aufgehoben wor- worten war.
** EineOrts gruppe Krregs beschädig te r, welche sich dem freien fassischen Landesverband Kriegsbeschädigter unb Megshinterblie- bener bezw .dem Einheitsverband der Kriegsbeschädigten Deutschlands — Sitz Leipzig — an- Moß, bildete sich am 18. Juni in Gießen. Die Bereinigung bezweckt auf streng parteipvli.isch uno konfessionell neutraler Grundlage die wirtschaftliche Sicherstellung ihrer Mitglieder. Ter vorläufige Vorsitz liegt in Händen des Kameraden Möll, Stcinstt. 186 I, an den Anmeldungen von nur wirklich Kriegsbeschädigten — nicht auch ehe- htaligen Kriegsteilnehmern — zu richten sind.
** Rudersport. Bei ter Grund ft ein- legungdesneuenBootshauses des Vereins Mdersport sprach Universitätssekretär Erle für Pen Turnverein von 184 6 und nicht wie berichtet, für den Männerturnverein.
** Irn Lichtspielhaus inerten von morgen bis einschließlich Montag bas Tetektivschau- spiel „Ter Stier von Salandha" mtt Stuart Webbs in der Hauptrolle und das dreiaktige Lustspiel „Wenn der Bräutigam mtt ter Braut?" aufgeführt.
Landkreis Gießen.
u. Heuchelheim, 19. Juni. Ter älteste Sohn der Familie Ludw. Lenz III. geriet in den Buderus'schcn Werken zu Wetzlar, wo er als' Arbeiter beschäftigt war, zwischen die Puffer, zweier Eisenbahnwagen, die i'lM den Brustkorb eindrück- ten unb feinen sofortigen Todher beiführten.
-m. Lich, 19. Juni. Auf ber Kleinbahn- Ne ben strecke Lich—Butzbach und Lich—Grün- berg war gestern Infolge S tre i k s des Perfonals der gesamte Betrieb eingestellt, so daß keine Züge Nach diesen Richtungen verkehrten. Welcher Art die Forderungen waren und ob sie beigclegt wurden, gönnte bisher nicht ermittelt werden. Heute früh ist der Betrieb wieder auf genommen worden und die Züge verkehren wie vorher.
kl. Lollar, 20. Juni. Ter im November 1913 unter dem Vorsitz von Kaufmann Hugo Hoos gegründete Stenographenverein „Gabelsberger", dessen Tättgkeit mit Ausbruch des Krieges durch Einberufung ber meisten Mitglieder zum Heeresdienst lahmgelegt warte, nimmt nunmehr seine Arbeit wieder auf. Der damals nach einem Ansängerkursus erstandene junge Verein hat bereits schöne Erfolge aufzuweisen. So beteiligte er sich mit zehn Mitgliedern an dem Bezirkswettschreiben im Mai 1914 in Schotten. Zehn erste Preise imb ein .Ehrenpreis konnte der Verein mtt nach Hause nehmen. Aus Grund dieser guten Leistungen würde dem jungen Verein das Herbstwetlschreiben 1914 jugeteilt, das jedoch durch Ausbruch des Krieges nicht ftattfinden konnte. Der Verein gehört dem Verband Gießen an. Gleichzeitig beginnt ein Ansängerkurfus. Ter Besuch dieses Ansängerkurstts kann mir empfohlen werten, da ein merklicher Mangel an Stenographen besteht.
r. Londorf, 18. Juni Einem vierjährigen Bedürfnis ist jetzt dadurch vbaeholfen, daß sich wieder ein Arzt hier niedergelassen hat.
x W ies.eck, 18. Juni. Tre diesjährige Anbau- und Ernteflächenerhebung ergab folgende Zahlen, wobei die von 1918 eingeklam- meit find: Auster gesamten bewirtschafteten Fläck-e im lfiefigen Flirrbezirk von 1113 ha 80 a Winterweizen 9 ha 95 a (10 ha 78,5 a), Sommerweizen 19 a (112,50 a), Winterroggen 85 ha 8 a (71 ha 20 a), Wintergerste 1 ha 13 a (96 a), Sommergerste 2 ha 78 a (3 ha 99,84 a), Gemenge aus diesen Getteitearten 20 a (28 a), Hafer 51 ha 79 a (52 ha 14,49 a), .sonstige Getteitearten (Buchtreizen, Hirse) 8 a (3 a), .Erbsen und Peluschken 6 a (17 a), Hülfenftüchte zur Grünfuttergewinnuing 5 a (v0 a), Raps und Ziübsen 5 ha 45 a (5 ha 43,5 a), Frühkartoffeln 0 (10 a), Spätkartoffeln 57 ha 38 a (71 ha 85,37 a), Zuckerrüben 1 a (20 a), Runkel- (Futter-) Rüben 59 ha 76 a (54 ha 94,95 a), Kohlrüben 17 a (33 a), Weißkohl 2 a (9 ha 50 a), sonstige Kohlarten 33 a (19 a), Bivicbctn 0 (1 a), sonftiae Gemüsearten 4 a (22,02 a), Mee aller Art 46 ha 52 a (40 ha 884Q2 a), Lm«UL Z2 a (1 cha 64 a), sonstige
nicht mehr ausrcicht.
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ber Schutzimpfung unterstehen.
fn. Rinteln, 19. Juni. Ein 12jährij tSchulmübchen aus Essen a. b. Ruhr wollte einem Teich ein Schaf tvaschen, geriet in ein A serloch, ging unter unb ertrank. Der gleicham Sohn tes Gutsbesitzers Schäfer, bei tem das I {Jener Kind zur Sommerfrische weilte, wollte! Gespielin retten, wurde aber von ihr mit in Tiefe gerissen und ertrank auch Der sodann Auftegung Herbeispringente Gutsbesitzer Scho welcher die beiten Kinder retten wollte, nui dieses ebenfalls mit dem Leben bezahlen. •
Rechnungsjahr 1917 ein Ueberschuß v 664 314,82 Mk. erzielt worden ist, ter ter sammlung zum Ausgleich von Fehlbeträgen ü wiesen wurde. Im Rechnungsjahr 1918 wird Ueberschuß auf 677 300 Mk. geschätzt. Der Bor schlag .für 1919 zeigt, daß die finanziellen forberungen an die Stadt in außerordentlich Maße gestiegen sind. Zum Ausgleich von nahmen und Ausgaben find an Steuern 3 664
Futterpflanzen 91 a (50 a); die nichtbcstellte Dcky. lache erhöhte sidj von 1 ha 48 a auf 2 ha 17 Von den Wiefen find 58 ha 78 a Bewässerung wieM, 274 ha 92 a andere Wiesen.
Starkenburg und Rheinhessen.
dt. Auerbach, 19. Juni. Hauptlehrer Siii| eierte am Sonntag fein bOjähriges Dienstjubilui^ hl. Heppenheim, 18. Juni. Tas teuer» Anwesen an der Bergstraße dürfte dieser Tage bid verkauft worden sein. Es ist dies der Herrschaflz itz vom Rentner und Schiffsbaudirektor a. H Steinicke auf dem Maiberg hier, das um den sch hohen Preis von 260 000 Mk. an den Freien von Biel in Zierow, Rittmeister d. R., verkauj wurde.
og. Isenburg, 18. Juni. Von Jsenburi toanberten täglich viele Sinter ins besetzte Geb« nach Langen, um allerhanb Nahrungsmittel hq Überzuschmuggeln. Die Klemen konnten vielsuj ungehindert passieren, am Samstag wurden abt nicht weniger wie fünfzig Kinder von ben suy zösischen Grenzwächtern angehalten, Gelb uä Nahrungsmittel würben ihnen abgenommen. einem Fall leisteten sie einen sehr gefühlsrobz Streich. Ein Junge, ber mit Schmalz an gefalle worben war, wurde von ihnen in die Sonne g, teilt, bann legte man ihm das Schmalzpaket a< ben Kopf und mußte ber Junge so lange auä harren, bis das Schmalz geschmolzen war und ü Fettbrühe ihm über Gesicht und Kleidung rönnen war.
Hessen-Nassau.
— Frankfurt a. M., 19. Juni. SöeJ mittag erfolgte an der Haltestelle Obereschbach bl Homburger Lokalbahn ein folgenschwerer 8l ammenstoß zwischen einem Bierautomobil in einem elekttischen Sttaßenbahnwagen. ( Bei Fahrzeuge, die mtt voller Wucht sich inemanbi rannten, wurden zertrümmert. Sechs Fahl gäste erlitten derart erhebliche Der le hin gen, baß sie tem Homburger Krankenhause u geführt werten mußten. Die Fülxrer beider Fah zeuge trugen schwere Nervenerschütterungen dav« mr. Frankfurt a. M., 19. Ium. Jnfvl, Stockung der Kohlenzufill-r, verursacht bui ranzösischeSchiffsbrückenbautena Intermain, ist die Gasversorgung der Ctt auf das schwerste gefährdet, so daß vom morgig Fveitag ab wieder verschärfte Sperrstunden es geführt werten müssen.
nr. Frankfurt <a. M., 19. Juni. In dc nächsten Monaten soll ein zweites' großes Heil für psychopatische Kinder errichtet wo den, dr das „Hermannsheim" für diese ,8rod
mr. Frai der Bürgerschaft l.„— eine Annahme tes Friedens unter Protest. As eine heute abend inoffiziell von allen Partaa auf dem Börsenplatz abgehaltene Versammlus & Silte toutben sprach sich für Annahme tes Fircteus aus. Prichiße 7 Ckmäii X. Hanau, 18. Juni. Der Bericht dr Magistrats über die Verwaltung unb ba l-mabljmirbc nu Staub der Gemeindeangelegenheiten zeigt, teg die Wehüic
--------- <1 E tarnen vuvanrat iuuuk pit 'yu/itcuuuy uiui Schulen, '°'0lch, Emil Selbs geordnet, auch die heutige Fronleichnamspwzei! Bwrj, Kack wurde verboten, i Sämtliche Einwohner müssen f
Aus dem besetzten Rheingcbiet.
= Marxheim >(Kreis Höchstt, 19. Tie Franzosen richten in ter hiesigen legeren Gemarkung einen Flugplatz ein, ter n weniger als >350 Morgen umfaßt. Das Gela wird unmittelbar noch der Ernte in BemH genommen.
Alvche unb Schule.
rankfurt a. M., 19. Juni. 3i Mgerlichm mck regen sich viele Stimmen ii V l md vm der Itobihaten gewählt.
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B. Gießen, 19. Juni. Die diesjAW Tagung der tl;eologischen Konferenz sand henktA der Johanreskirche stall und wurde vom W Kirchenrat D. trüget mit Schriftlesung im»Z bet eröffnet Nachdem tes verstorbenen Vorstoß mttaliedes, Dekan Hainer-Hungen, gedachl»5 igeschäftliche Mitteilungen gemacht waren. Kvnsistvrialrat v. Förster - Frankfurt a. angekündigten Vortrag über den neueren UnR ter Kirche. Er ging von dem Gedanken auS.y niicht neue äußere rFvrmen an unb für Hl Belebung ter Kirche bringen können. Auch £ fürchtet er nicht bie restlose Durchführung de^ für ter Programms gegen bie Kirche (Religio^ Privatfache), wohl aber bie Abschaffung be» tzionsunterrichts in ben Schulen. Aus biefet ©nJJ 'jage stellt er die Frage: Volkskirche ober ChnB L kirche? Das Wort „Volkskirche" kann m # {und schlechtem, ja gefährlichem Sinne werten. Darum muß es abgelehnt werden £ Mitgliedschaft an ter Kirche muß vielmehr Wttlensecklärung des Einzelnen geknüpft Das gibt Lauterkeit und Ktarhett in ber Kirch« Wertekraft für bie Kirckfe. Die Taufe muß onW Bedingung tes Mitgliedschaft ter Kirche getiA werten. Der Gemeindepartikularismus i|t lehnen, jede Gemeinte gehört zur betreftentenxg de2kirche, die das Recht haben muß, dce .gemeinden zu beaufiichttgen, denen die lciM«, Ten Glieder des )Gesamtverbantes erhalten ben. Sodann brauchen wir nicht vlotz^erim.-7k Pfarrer, fontern fachlich misgebildete viele andere Gebiete des kirchlickM und reng^ Lebens. Diese Brrufsarhetter ' ausMüdea.
Mark aufzubringen: davon werden geteett diwM l'ttgcfündmcn G indirekte Abgaben 145 100 Mk., durch Gebühv Ifa 100 360 Mk. Der Rest mit 3 406 340 Mk. od ,J “ 1315 340 Mk. mehr als im Vorjahre ist du --------
direkte Steuern zu decken. Zur Aufbringung di» Mben, madM b Summe wird die Erhöhung ber direkten Steuo ^b7 vm ihrem A von 210 auf 300 Prozent notwendig. nton-ng bie bürgei
- = Limburg, 19. Ium. Tie Pvckenek -wten unb dan kran kungen gewinnen trotz aller VorfiÄ «• überließ maßnähmen in ter Umgebung langsam an W 'lorralai (1154 tj tehnung. Neben den Erttankungen in Cschhv! (1214 fe und Elz find neue Pockenherde jetzt auch tu ß| heim und Hadamar festgestellt worden. .
Hadamar warte die Schließung aller Schulen


