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schaft.
richtungcn in dieser Beziehung sich denen der füta Wt« öv w, »■« 3
Übrigen btWieii Stnaldxxbnen anpassen werden, tedung an die OrtSarmeii kommen si n.
Eine Zuteilungder zur Verfügung stehenden Fahr-.Ter I nternattonale SP^rtv ^JL pj karten likkt sich natMich nicht vermerderu Altorn 1&—- 20. Mgustz auf ieuicm
4830 3848 2468 1559
1450
Der Staatsgerichtshof. < Weimar, 18. Aug. Der Berfas-
,Die UreKLagswahlen.
Da» vorläufige Ergebnis im Kreife Gießen.
und das Siedlungsgesetz.
** Lindenftruth, 19. Aug. Die erste direkte Post aus Mexiko von .ihrem Sohne erhielten die Eheleute Heinrich Volz.
Kreis Alsfeld.
.Abendsitzung.
Tie Beratung desOffiriLrentfckMgunsSgesetzes
Sozialdemokraten 11. S. P.
18 1
Demokratische Partei
Deutsche Volkspartei .
Tas Gc amtergebmS und bte EmzelerpLtmisse in sämtlichen Orten des Kreises werden wir-rn einer (Sternberg) als Gegenredner auf und enyaltete eure der nächsten Nummern veröffentlichen. V I Amwtion für bte sorraldemokratuche Parier.
sungsausschuß hat folgenden Antrag an die Nationalversammlung gerichtet:
„Die Nationalversammlung wolle beschließen, auf Grund der Verfassung des deutschen Volkes Art. 34 alsbald einen Unterausschuß von 28 Mit- gliederrr cinzusetzen, der die Aufgabe hat, durch
Men.
ra. Wehlc §reissyn/de «leitet durch S den Ver^r die Md NöetÄ&i gjich»ive>tsällichM A st'w" «planten Trennr »-deiMvvinr, dr< Amsels Mbed' Meiden wollen. Üc Organistenüejl «erden.
ra. Aus bei Mßigt vom t ;<e Ernte ihrer .truc’tarien, die l Mitten werden fr Leizen und > Mieben, das $ in allgemeinen o tt Dreschmaschn 16 Mark pro § •!« Landwirt dre Äen. dazu Bekös k Maschine.
- Frantfr datumcn der La laben sich am li Gemeinschaft verband tüt Zetzlar" zusam Mgmg sind die Ä dm Kreis $ temgantiahoni t den RegierM! » Manischen L M Raiffeisenseher Ä der Verband '^ossenscbastm i .ltsamnmschluß'es aller fragen, die i schweren derÄren.
"Franks 'ta Ählacht- ■ ^ntgat amei '■«irenb der letzt chnen gefuM i’3 Schweineflei KinSpeif feiten, M Trichinen hi
Frankfur Nmittag murd «Hörden am B Es. dem ZSmm ^>lwv Reih, de 'etlicher Veise e
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*♦ Großen-Linden, 18. Aug. Gestern! fand hier eine gut besuchte, durch die „Vereinigten Landwirte" einüerufene, öffent- liche Versammlung statt. Bürgermeister Diehl (Hochweisell sprach über die Bauernbewegung und den Abbau der Zwangswirtschaft.. In der Aussprache trat .Abgeordneter HLusers
lüE teilnehv sä^Autzba iibr s<ord M
Dattu ^ °aK ör0 r SfS ßfimtl**1* sjW? ^ÄtiE
ZMwe bis Ipate
Frage der Versorgung von Personen, die durch den Krieg gelitten haben, darf nicht unter dem Gesichtswinkel parteipolitischer Propaganda beantwortet werden. Welche politische Gruppierung auch die Geschäfte deS Reiches fuhrt, sie muß sich nach seiner Finanzlage richten. Was in Aussicht gestellt wird, muß auch tatsächlich geleistet werden können In beide Gesetze ist der sogenannte Härteparagraph ausgenommen, der dem Finanzminister und mir die Berechtigung gibt, zur Linderung hecvorgetrc- tener Mängel alleS Zweckdienliche zu veranlassen. Ich gäbe die bestimmte Erklärung ab, daß davon in der wohlwollendsten und warmherzigsten Weise Gebrauch gemacht ivcrben wird.
Reichsstnan Minister Gr; berg er: Ick) stimme mit dieser Erklärung vollkommen übernn Die Reickisregierung wird alles tun, um das Los der Offiziere und Kapitulanten auch trotz der schlechten Finanzlage nach Möglichkeit zu erleichtern. Tie Ausführung der Gesetze wrrd zeigen, daß es sich nicht um Worte, sondern um praktische Taten handelt. ■ u I
Aba Stücklen (Soz.): Tas Geietz erfüllt die moialische Pflicht des Reiches — eine rechtliche Verpslickttmg vermögen wir nicht anzuerkeimen— den Offizieren in der Übergangszeit zu helsM. W der Pflickt einer besonderen Dankbarkeit bei: Offizieren gegenüber kann man nicht sprechen. Tie ein seifige Betonung dieses Gesichts Punktes Mtte tah-i' | führen, daß den Offizieren eine Belotstiung t»r Kriegsdienste gegeben werden soll. Wenn bte Offiziere die Regierung unterstützt haben, so lag« das | auch in ihrem eigenen Interesse. Bei der lleber- sührung der Offiziere in den Zivildienst im Reich, Staat und Gemeinde müssen die militärischen Ra ng- verMtnisse völlig ausscheiden. Aus diesem Grunde erachten wir auch die Einführung von Schiedsgerichten für völlig unaitgcbrndrt. Soweit das Gesetz im einzelnen zu Härten führen sollte, wird mit dem Härtcparagraphen Abhilfe geschaffen werden. Wir sind daher der Meinung, das; das Gesetz so gut ist, daß es einftimmis angenvnimen werden
die Krim.-Abtlg. entgegen. , . , , .
** Keine Re iseerlaubnis scheine. Tie Einsch rä nkun genim Persvne^nv er- ke hr der Eisenbahnen Rainen vielfach dre Befürchtung hrroorgerufen, die Reiseerlaubnisschein: ioür- den ebenfalls 'wieder auftauchen. Wie wir hören, ist cm Zurückgreifen aus diese Einrichtung 'von der Eisenbahnoerwaltustg nicht beabsichtigt. Tie Erfahrungen haben gezeigt, daß die Förmlich- kciten mehr die Reisenden belastm, die eine wirklich notwendige Reise machen müssen, als daß sie bte Reise verhindern, die Weniger erwünscht sind. Tie Reisenden lernen in wenigeir Wochen die Scheine sich doch zu beschaffen. In vielen Fällen wurden sie sogar gefälscht, wenn nidiit andere Wege zum Ziele führten. Die sächsischen Staatsbahnen haben die Reiseerlaubuisschnne bis heute beide halten. Man' ist aber in Fackffvnsen der Meinung, daß auch in Sachsen die Ein-
M. Alsfeld, 17. Aug. Gestern nachmittag hielt Dr. Br ä u n i n g-O k t a v i o (Flensungen) fit dem Singsaal der hiesigen Stadtschule vor einer hauptsächlich aus Lehrern bestehenden Zuhörerschaft einen Vortrag über das Thema: „England und mir". Der Redner ging aus von dm Syndikalismus in Frankreich, einer Umgestaltung der bestehenden sozialen und wirtschaftlichen Ord tnmg durch den Generalstreik als einziges wirtschaftliches Mittel. Er zeigte dann, wie vor etm 10 Jahren diese Bewegung nach England kam, ftä hier unter dem gramen Schop Steward Mooe> ment entfaltete und durch das Munitionsgesetz vor 1916, welches das Streikverbot enthielt, zu einer enormen Macht einer zielbewußteii Minderhw anwuchs. Ter Redner sprach dann von der Quäkern, einer religiösen Sekte ohne (Senthat Kirck-en und Sakramente. Deshalb hätte mich nie- ihrem Neuen Testament. Deshalb hätte auch niemand sie bewegen können, im Krieg die Waffen zr ergreifen. Mehrere Tausend von den 20 000 Gliedern dieser Sekte hätte man deshalb während des Krieges ins Gefängnis werfen lassen. Von Leuten ginge eine wunderbare Kraft ag Sie hätten deshalb den grüßten Emfluß auf^c soziale und pädagogische Umaestaltung Emlaiv. ausgeübt. So seien sie ^energisch gegen den Stlavai' handel und die Kinderarbeit vvrgegangem christlick.-soziale Betveguug hätten sie hauptsäckM duvcki Gründung der Mlischen Bolts schule gefördert. Es seien dies Anstalten, bte rat schönen Spielplätzen, Anlagen) und Teichen umgm feien, bte bdm Arbeiter eine harmonische Ausni- düng des Körpers und Geistes ermöglichten, etin- (er und Schülerinnen von 18 bis 80 Jal/ren käimi hier zusammeit. Tas Verhältnis zwischm Lehrm und Schülern sei ein freundschastltck)ies. Ter etu! würde diese Anstalten mit reichest GeldmtttelN terstützen. An der regen Aussprack-e, bte bem trag folgte, nahmen liauptMstich die Pfarrer Mo- J bus-Alsfeld, Weber-Schwarz und M ow J aer-Ober-Breidcmbach teil. Letzterer betentejüj j unsere VolkÄMl-.schulen nur dann bte segErmW Wirkung Llmlich wie in Gnglmtd lmben ro«j wem sie ebenfalls von solchen Scannern, twie« gaittz vom Gvtt.'sgeist erfüllt wären und der Bi« leben würden, gegründet toikrben.
Abg. Tr Mittelmann (Ttsch. Vpt.): Der Regierungsentwurf hat im Ausschuß erne sehr hart: fiknirteitung durch die beiden Mehrheitspartetm erfahren. Tas Gesetz selbst ist im Ausschuß der- arttg versckilecküert worden, daß das Ausschußergebnis tatsächlich in ben Rahmen der Regierungsvorlage nicht mehr hineinpaßt, sondern ihr diametral gegenübersteht. Wir können dem Ges:tz nicht zusttmmen, wenn sie unsere grundsätzlt.cknm pÄbänderungsanträge ablehnen. Tie Streichung d:r Bedürftigkeit ist ebenso notwendig wie bte A merzung der ungerechten Behandlmtg der sagen, slriegsleutnants. Unsere Anträge wollen tm Erund-e genommen doch nicht mehr, als was bte Ukhrl)eitsvartcien zunächst selbst gefordert hatten. Folgen Sie unteren Anträgen, das Reuh hat ein JutLresse daran, Offiziere, die eS wohl noch einmal gebrauchen kann, zufriedenzustellen.
Tie Besprechung wird um W Uhr abgebrochen, Wiederbeginn der Sitzunss 31/» Uhr.
Aus Stabt und Land.
Gieße n, den 19. Aug. 1919.
** Gestohlen wurden in der Nacht zum 17 August aus einem Keller in der LuÄoigstraße etwa 40 Flaschen Wein und eine größere Anzahl eingelegter Eier. — In der Nacht zum 18. August statteten Diebe einer hiesigen Autoreparaturwerk st ä t t e einen Besuch ab und stahlen dort mehrere Auto- und Fahrraoschläuche. Bor Ankauf toird gewarnt. Sachdienliche Mitteilungen nimmt
blieben sind.
Abg. Schöpflin (<5*o&.) erklärt, daß der LLuteparagraph bei Kriegslemnants nur in besonderen AnsnaümefMen angewendet werden darf.
Danach wird der Paragraph Mit großer Mehrheit angenommen. Zu § 16 wird gemäß dem Vorschläge des Reichsfinanzministers beschlossen, das Gesetz tfml 1. Oktober 1919 in Kraft treten zu lassen.
Danach wird das Gesetz in zweiter mid dritter ßefung gegen die Stimmen der beiden Parteim der Rechten und der Unabhängigen angenommen.
Bei bem1
Kapitulant-enabfindungsgcsetz
war gleich die Debatte sehr eingehend, ohne daß neue Gesichtspunkte zutage gefördert wurden. Auch I hier wurden Abänderungsvorschläge der Rechten adgelehnt und das Gesetz in der Fassung des Aus- sAmsses angenommen. Bei bet dritten Lesung stimmten diesmal auch die beiden Rechtsparteien „schtveren Herzens" für die Vorlage.
Ohne jede Amderung angenommen und verabschiedet wurden das Gesetz zur Ergänzung des Mannschaftsversorgungsgesetzes, das Offizierabfindungsgesetz, das Mili- itärbinterbliebenengesetz, die Vorlage
können eben für die einzelnen Züge nur eine 6« stimmte Zahl von Fahrkarten ausgegeben werden, wenn nicht dieses Ziel durch andere Besäilränkungen zu erreichen ist. , ,
** Erhöhung der Bormerkgebüh- reu für Bettkarten. Tie Bormerkgebühren sür Scklasnagenplätze wird, wie alles andere, teurer. 'Vom 15. August an beträgt sie filr bne prcußisck.'-hessisch'M SIaswagen in der ersten Klasse 2 Mk., in der zweiten Klasse 1,50 Mk.
** Süßstoff (Saccharin) wird für bu> Zeit vom 16.—31. August gegen die Lieferung^ abschnitte 7 der Süßstoffkarte „H" (blau) unb 4* der Süßstosskartt „0" (gelb) von den Süßstoff- abgabestelleu abgegeben. Es gelangt auf den, Abschnitt 7 ein Briefchen und auf den Abschnitt 4 eine Schachtel zur Ausgabe. Nach dem 31. Aug. nicht abgeholte Süßftosfmengen dürfen von den Ausgabestellen frei verkauft werden.
** In den Schwarz-Weiß- Licht- spielen kommt von heute an das fünfaktige Filmwerk welche ,derben, wenn sie lieben", ein Künstlerroman, und bet Wiener Kunstfilm „Der DoppelselbstMvrd" nach Anzengrubers ! Bauernkomödie zur Aufführung.
Landkreis Gießen.
Vorgänge zum Ausbruch des Krieges geführt seine Verlänternng veranlasst und feinen Verlust herbeigesührt haben, insbesondere 2. ob Möglichkeiten sich int Verlause des Krieges geboten haben, zu Friebenöbesprechungen zu gelangen und ob solckte Möglichkeiten ohne die erforderliche Sorgfalt behandelt worden sind, 3. ob im Verkehr der polittschen Stellen der Reichsleitung unter sich, zwischen der politischen und militärischen Leitung und mit der Volksvertretung oo-er deren
Kreis Friedberg. L J
Rl. Friedberg, 18. Aug, Neben der LE gruppe des Reick,Sbundes bet .idnegsbesck^adtg'ten « hier eine Ortsgruppe des Einheitsverdai! deS der Kr iegsbeschädigten gcgrmü« worben. Verhandlungen über VersckMclE"ss, da beiden SDrganifationen führten zu &ntrcm ^^€1. Wozu die Donberbündelei, wenn es sich um gemev»' '“Ä'.Ä'k! m , 17, M meister T r. Kayser überwles anläßlich sm« silbernen Hochzeit der Stadt 500 M., die zur Sr .. y.iHim.'ft i.iilen.
auf Erhöhung der Pensionen der Rcichsbe am - t e n, die das 65. Lebensjahr überschritten haben, das Gesetz über die Pensionierung von Reichsbeamten infolge Umgestaltung des Staatsivesens.
Nächste Sitzung: Dienstag. Tagesordnung: Anfragen, Gesetz betreffend EntschLbigung, bie auf Grund des Friedensvertrages zu zahlen ist, Auö- führungsgesetz zum Friedensvertrag, Post- und Telegraphengesetz, Ta'.akfteuergesetz, R.ichsabgabe- orbnung, Antrag Löbe über Wochen Hilfe, Wahl- ; Prüfungen, Bericht des Ausschusses für Volkswitt-
aiigenontintn.
§ 3 über die Verabschiedmig von Offizieren mit einer aktiven Dienstzeit von weniger als zelM Jahren wird in der Auslchußfassung angenommen, ebenso § 7 über das Bezugsrecht der Gebührnisse. Gleick.fglls angenommen werden § 11 (über bie Uebergangstzulagen) und § 14 (üÄr das Kündi- gungsrech't oer QkWmtfic beziehender Offiziere).
Zu diesen Pavagraphm gestellte Abchnderungs- anträge von Arnstiadt (Deutsch-notl.) und Dr. Heinze (D.Vvlksp.) und GenoisE Serben obge- tehnt.
Zu § 15, der bestimmt, daß in Füllen, in denen sich aus den VorsckMsteii des Gesetzes l^Mtdeve Härten ergeben, der Reichswehrminister im Einvernehmen mit dem Zieichsfimnrzmiarister einen Llusgleich gewähren kann, erwartet Abg. Bruckhofs (Tem.) bte Amvenoung dieses Paragraphen I auf die sogenannten Kriegsleutnants.
Reichsminister Erzberger erklärt, daß für Fackofsiziere eine besondere Regelung gttvoffen wird. Ter Minister schlügt ferner vor, das Gesetz am 1. September 1919 in Km st treten zu lassen.
Abg. von Grüfe (Deutsch--Nall.): Wir haben den Krieasminister so verstanden, daß der H.ärte- pavagraph nur für die Zbriegsleutnant-S gelten soll, bie nach bem 1. April 1919 noch im Dienst ge-
dürften aus unterer Stabt Bankvorstand Hartmann Stoll (Demokrat), prakt. Arzt Dr Langsdorf (Tisch. Volkspartei) und RechtÄinwalt Dr Brücher (Hess. Volkspartei und Bauernbund) als gewählt betrachtet werden.
** Butzbach, 18. Aug. Bei der geftrigen Kreistagswahl erhielten die.Zentrumspartei 69, die Deutsche Volkspartei 237, die Demokratische Partei 225, der Bauernbund 47 und bie Sozialdemokratische Partei 193 «Stimmen
Rl. Friedberg, 18. Aug. Die Ziffern über dm ^lusgang der Wahl z u m K r e r s t a g werden frül-esttns morgen vollständig vorliegen, so daß sich bis jetzt noch nicht sagen läßt, wie sich die Sitze aus die einzelnen Parteien verteilen. In Friedberg^Stadt mürben noch nicht 1600 Stimmen abgegeben, das bedeutet ein ausnehmeno üering- fügiaeS Interesse der Bürgerschaft Der Grund hierfür ist einmal bann zu suchen, daß ine Beden- tung des Kreistages nicht genügend gewürdigt wird. Dazu kommt, daß es die politischen Jßartcicit au hinreichertder sachlicher Aufklärung sehlen ließen. Schließlich darf 'nicht vergessen werden, dap ine hiesige Kaufmannschaft mit Recht,sich vor ben Kops gestoßen fühlt, weil keine Partei es für nötig gesunden hatte, einen Kandidaten aus ihrer Mitte auszustellen. Die Kandidatur Fertsch wird, well es sich itm einen Vertreter der Grvßkaufmann- schast handelt, nicht für ausreichend erachtet. Die Zahlen für Friedberg-Stadt lauten: «Soz. 610, Ö276, Hess. Vp. 261, D. Vp. 245, Zentr. 169. Schlüsse aus dem Vergleich mit fttiheren Wahlen aus Umgruppierung lassen sich infolge der geringen Wahlbeteiligung schwerlich ziehen.
S» e
d«Ä fortgesetzt.
Abg. Bolz (Ztr.): Ter politische Grundgedanke des OfefeW ist vom Zentrum u,id von der Sozialdemokratie nicht im geringsten angesochten norden. Wir baben uns nur gegen das M^uwt, was in dem Entwurf zu viel an allem Regierungsgeist noch enthalten ivar. Tie ganze Stellungnahme der Teutschi-nationlllen und der Deutschen Volks- ^Partei läuft auf Agitation hinaus. (ErreMcrWidcr- spruch reckts.) Ein Rechtsanspruch auf Pensionen eristiert für die nach dem Entwurf $u entschädigenden Offiziere nicht und der moralischen Verpflichtung des Staates, sür die Offiziere zu sorgen die obite ihr Zutun und Verschulden entlassen tonten, wird bie Vorlage ja gerade.gerecht. Ter neift auf die enorme Rückwirkung hm, welche bte Anrechnung der Kriegsdienstzeit auf die Nctchs- beamten sür den Reichsetat haben würde imd empfiehlt schließlich die vom Aüsschuß vorgeschlagenen I Entschließungen dem Hause zur Amtahme. (Lebhafter Beifall tm Zentnim.)
Kriegminister Reinhardt spricht Jemen Tank aus für bie außerordentlich emgebenbe Arbeit, bie ber Ausschuß dem Gesetz gewidmet und das et in manchen Einzelheiten verbessert hat. Andererseits fiel *die Vorlage nicht so mts, wie nnr sie gewünscht hätten. Aber es ist immerhin ein gangbarer Weg und es geht nicht der Ehre zuwider, wenn man einen Vermögensnachweis erbringen muß, um mehr zu bekommen, als man an sich zu beanspruchen bat. Wichtiger ist die Frage dec Kriegsleutnants. Die Kriegsleutnants haben am rvenigsten Anspruch auf Rücksichtnahme. Nach Ansicht des greichsfinanzministers und des, Reichs-! wehrministers und auf Grund des Härtcpara- graplien sollen sie in gewissem Umfange nach Maßgckbe derjenigen Dienste, die sie nach dem Kriege dem neuen Staate geleistet haben, entschädigt worden. (Hört,'hört, bei den Unabh.) Bon großer Bedeutung ist ferner die Lücke, die bezüglich der Nichtaltrechnung der Uebergangszeit zuungunsten der Offiziere geschaffm worden ist. Ich würbe es sehr begrüßen, wenn burch eine billige Lösung dieser Frage mehr Beruhigung in bie Kreise der Offiziere hineingettaqen würde. Beim Friedensvertrag ist das Heer zweifellos ber Haupt- leibtragenbe gewesen. Die neue Reichsversaisung I enthält gewiß manche Sätze, bie gegen unsere | bringenbe Warnung hineingekominen sind. Ta wäre es wirllich mit Freude zu begrüßen, menn! durch eine entsprechende Behandlung dieses Gesetzes den Empsinbungen und Gefühlen der Oiit- ziere Rechnultg getragen und es ihnen erleichtert würde, sich in die neuen Verhältnisse hineinzu- finben, in bie sie bineingebören und in die sie Innein wollen, damit das Reich wieder gedeihen kann. Zu der Frage der Kriegsleutnants möchte ich iwch Folgendes sagen: Ich lveiß aus eigener Erfahrung, daß es mand)c ütriegsteilnelmier gegeben hat, die es wohlweislich abLhnten, Leutnant zu werden, weil sie Wußten, daß ihnen als Leutnant eine schivere Verantwortung auferlegt würde und daß sie einen sehr viel hölieren Prozentsatz »um Sterben liefern mußten, als manche andere. Also so ganz verdienstlos sind diese Kriegsleutnants nicht. Was bannt die Agitation ber Offiziere anbelangt, so mochte ich sagen, soweit Unglchörigöeiten,- .. c ,,
dabei vorgekomnten sind, haben sie Remedur oder bte Erhebung aller Beweise festzustellen, 1. welche die entsprechende Zurückivetsung gefunden. Im üb-' «««*»* rigtn haben ja aber bie Offiziere mit ihrer Agitation nichts weiter verlangt, als baß ihnen das gewährt werben sollte, was bie Regierungsvorlage ihnen von Anfang an zugesagt hatte.
Abg Seeg er (Unabh.): Das Gesetz wirb den Offizieren und Unteroffizieren wieber eine bevorzugte Stellung geben. Das lehnen wir als undemokratisch ab. Der Streit zwischen der Regierung und den Rechtsparteien bedeutei nur, daß sich beide ..... w
bei den Offizieren in ein möglichst günstt^es Licht 1 Vertrauensmännern Treu und Glauben geioahrt setzen wollen Das Ausland Wuß angesichts der | worben sind, 4. ob ia der mllllärischen und lvirt-
gewinnen, bau Pier
nicht die" jetzige Regierung maßgebend ist, sondern ' bie Offiziere. Wir lehnen die Vorlage ab
Reichswehrminister Noskc: ^enn ini Ans- - lande bie Sorge vor ber deuten Militärmacht noch besteht, und deshalb bie Frage ber Kriegsgefangenen nicht tveiter kommt, so tragen allerdings die Freunde des Vorvedners am meisten dazu bei, indem sie dort falsche Vorstellungen über bie deutsckn: Militärmacht l)crvorrufen. Noch gestern hat bie „Freiheit" festgestellt, aus der Sozialistenkonserenz in Luzern habe ein Redner ber Unabhängigen bie Zahl der deutschen Soldaten auf 800000 bis 1 Million beziffert. Das ist eine nichtswürbige Verdäckstigung Deutschlanos, die die armen Kriegsgefangenen zu büßen haben. Deutschland hat jetzt rund 400000 Mann, aber sämtlich'' Leute darin eingeschlossen, die in Kurland und Litauen und beim gesamten Grenzschutz siiid. Die Truppen verteilten sich bis vor kurzer Zeit zur Hälfte auf den Grenzschutz, während die aiibere Hälfte im Innern des Landes war. ZnznnsckMi sind Verschiebungen eingetreten, ba aus dem Osten bfträdftlidye Truppen abtrans- portiert wurden. Ms 1. Oktober wird die Ab- ruftintg bis auf 250 000 Mann durchgeführt fein. Ganz felbswerständlich ist es, daß über alle Einzelheiten der deutschen Abrüstung in offenster und loyalsber >Weise mit den Vertreb;rn der Entmte Rücksprache genvmmen wird, sobald ihre Vertreter zu folckvr Rücksprache bereit sind. Offiziell ist es I noch nicht geschelicn. Inoffiziell kann ich mich aber auf das berufen, was ich bereits gesagt habe. Bisher haben Offiziere, solv-eit sie für das Gesetz in Frage kommen, nichts Weiber getan, als d.iß sic inric bie Arbeiter für ihre Reckche anftraten, und ihrem Unwlllen AuÄ»mck gaben. Gegen solcktc Offiziere, deren Tun mir besonders ungehörig erschien bin ich eingefdyritten. Ich bin bis zur Anßerdienststcllung gegangen, genau so wie ick auch andere Rebellen befranMn wurde, darauf können Sie sich verlassen. Wir müssen in den Stand gesetzt werden, denjenigen Mannschaften und Offizieren, die in der Reichswehr Tienst tun und uns außerordentlich wertvolle Dienste gelciibet haben, einen Notgvoschen in die Hand zu geben, wenn nnr sie entlassen. Sie, beweisen Ihr Wohlwollen, lufcnn Sie uns möglichst in ben Stand setzm, nun prakttsch auch die Abrüstung durck>zuführen. Tie Voraussetzung für den raschesten Abbau ist die rascheste Derabschiedulig des .Gesetzes. (Beifall.)
Damit schließt die allgemeine Besprechung.
§ 2, ber von den UebergcrNgägllMwnff sen handelt, wird unter Annahme des Antrages Tr. Haas (Tem.), ber die. Uebernangsg.'biihrnisse für Verheiratete ausdehnt, auf die Unterhultspflichtigen
heftige Agitatton für bie sozialdemokratische Partei.
ga. Gr ünberg, 18. Aug. Am letzten Sow«-
♦* Qum Ergebnis ber Kreistagswahl in! tag versammelten sich bie Schreine r m eister Gießen bemerkte auf unsere gestrige Notiz eine von hier und ber Umgegend um über mrmi Zu- Zuschrift des 1. Vorsitzenden der Teutschnationalen sammenschlußzu berate. Nach reger Ai^sprack» Volkspartei, daß er und seine Freunde nicht ent- wurde beschlossen, gleichmäßige Preise ftstzusetzen scbeid^i könnten, ob und wieviel Stimmen des und in jeder Wcrkstaat ein Preisverzeichnis au&- Zentrums und der Privatangestellten auf die zuhängen Auch Über andere Fragen, wie das Un- Teutschnationale Volkspartei gefallen sind. Wir terbieten bei Submisswmm, Holzbeschaffung, Lehr- haben, Jo heißt es in ber Zuschrift weiter, mit lingswesen, achtstündige Arbeitszett u. a. wurden diesen Gruppen keinerlei Wahlabkommen getroffen die Meinungen ausgetauscht.
und sind auch nicht um Wahlunterstützung an sie O Hausen bei Men, 18. Am. Am 14^ b. herangetreten. Ebensowenig haben diese Gruppen Mts-wiorgens geg«i 10 Ubr geriet bec.Mifto- chre Anhänger au gefordert, für un cre Liste zu pen der Theodor Maid Wwe. aus biv letzt unaus. rHntmen aellckrte Weise in Brand. Dank der tatkräftigen
' • * Hilfe ber hiesigen Feuerwehr und ber Ortse-mwoh-
Bad-Nauheim, 17. Aug. Trotzdem die ner blieb das Feuer auf feinen Herd beschränkt cin^Tnen Parteien durch Flugblätter und Auf- ^m.Hungen,19.Aug.TiehresiseDampf- ruse gestern mid heute noch eine rege Agitation ent- siegelet Aktiengesellschaft) hat seit einigen falteten, war die Wahlbeteiligung zur Kreis- gen dyren Betrieb wieder aufgcnDmmen. 0W tagswahl außewrdentlich gering. Von 5789 Zeit hatte der Betrieb infolge KOhleinnrngels unv Wahlberechtigten machten nur 923 von .ihrem geruht Nunmehr Ixit em Lersnch, die Deren mit Wahlrecht Gebrauch, das sind 16 Prozent, wahrend Braunkohle zu speisen, >hr befriedigt, uni) nw bei der Wahl zur drationalverianimlung 4429 hofft, auf diese Weise auch ohne Kohlen den Betrieb (80 Prozent) und bei der Stadtverordnetenwahl aufrecht zu erhalten.
2683 (47 ivrozent) Wähler zur Wahlurne schritten. r. Leigestern, 18 Aug. Dve Feld< Es erhielten heute Stimmen: die vereinigten dieb st ah le in unftrer Gemarkung mehren sich sozialdemokratisckien Parteien 223. die Demokraten stark. Während es die Diebe bisher, mehr auf 264 die Deutsche Volkspartei 82, die Deutsch- bte Kleeacker abgesehen hatten, suchen sre nun auch nationale Volkspartei mit Hess. Bauernbund 328, die Getreidefelder hei'wJn der Rackst rom ©am$ das Zentrum 26. Im Vergleich zur Nationalnxihl tag aus Sonntag übe^aschte der Nachtpoliztst hat & Bauernbund prozentual einen beträchtlichen Reitz zwei Diebe beim WetzendiebstM. Am Otte Stimmenzuwachs (bei ber Nationalwahl 694 Stirn- ber Tat ließen sie ein gwßes Schlachtmesser, mit men) erhalten, während die Demokraten (bei der dem, sie bic Aehren abgesämitten hatten- »urück Nattonallvahl 1061 (stimmen) und die Deutsche ebenso einen bereits mit Aehren gcfültten uw (liberale) Volkspartei (bei der Ncktionalwabl 482) einen leeren Sack. Die Diebe inacht«i sich in. der prozentual ihren alten Stand, bel^auptet, Sozial- Richtung nach dem Wal^ aus dem Staube^Ntch bemofraten (1808 Stimmen bei der Nationalwahl) aufdem Swfgnt N en Hof sollw rn derselbe,', und Zentrum (384 Stimmen bei der National- Nacht Kartoffelbiebe abgefaßt worden sM.
wabl) vrozentual eine erhebliche Einbuße an Sttm- ** Lich, 17. Aug. Heute nachwittag fprpi men verzeichnen haben. Nach den bis zur auf Einladung der demokratischen Partei Pwfessok Stimä vorliegenden Ergebnissen aus dem Kreise Ur sta d t (Gießen) in Steins Saalbau v^ emer dürften aus unserer Stadt Bankvorstand Hartmann gut besuchten Versammlung über bte politische Lage
** Gießen, 19. Aug. Bei Nedakttonsschluß waren v-on den Wahlen im Kreise Gießen die Ergebnisse von 3 4 Ortschaften (eustckch Gießen Stadt) eingelaufen. Hiernach verteilen sich die abgegebenen Stimmen auf bie einzelnen Parteien wie folgt:
Deutsch-nationale Volkspartei
tärisck>e und iiürtschaftliche Notwendigkeit hinaus grausam und hart waren.".
Weiter hat der Verfassungsausschuß beschlossen, den Unterausschuß mit der Ausarbeitung eines Gesetzentwurfes wegen Errichtung eines ordentlichen Staatsgerichtshofes gemäß Artikel 108 ber Reichsverfassung unter Ausdehnung seiner Zuständigkeit int Sinne des Gesetzentwurfes zu beauftragen. Die Neichsregierung ließ durch den Unterstaatssekretär Delbrück ihre Z u st t nt* mung zu diesen Beschlüssen erklären.


