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Datum
Wetter
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8. ---18.7°.
(Gewitter-
Lingesandt.
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heiter trocken warm
nachte Nebrl
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* Feldbergfest. Schon hatten sich unsere turnet mit der bitteren Tatsache abgrfmrden, das
Vorwiegend wolkig und trocken
Neigung), Temperatur wenig geändert, süd westliche Winde.
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Gießen, 14. Aug.
Bad Salzhausen ist, abgesehen von -^d-Nauhnm, bic Perle von Oberhessen -''Ur önt in Lad Salzhausen überfüllt von Fami- dn dort Erholung suchen und finben. Leider « ’.FWreirfic crlwlmrgsuchrnde Familien und SS9?'te lWflcn. Platzmangel feine Aufnahme: I dich wpunen viele, die wieder abreisen müssen. •
F'JK -uugungena11e t. Ner ytuhtieg -um Feld- P erfolgt zweckmäßig am bestnl ab Oberursel- ' ffljopemort. Da das Gau fest de» Gaues Hessen in »■ Wp' eßcn vom 31. August auf den 7. September R derlegt worden ist, dürfte auch aus dem Gau Hes- D 'm noch eine größere Beteiligmrg am Feldberg-
mn Oldstem em Wurftaubenschreßen veranstalten. Zahlreiche Ehrenpreise stehen zur V-r- süyrmg. Gäste von außerhalb können am Preis- schieß«r tettnehmm.
m l8- dlug. Gestern nachmittag
I-/2 Mr rmü) im Rathaus,aale in Anwesenheit des QMvmWinbg durch Äreisdireklor Freiherr Schenck von Friedberg hie Tieusteinweisung des ncugewä hltenBürgermersterS M öhier statt.
Starkenburg und Rheinhessen.
rNt. Darmstadt, 18. Aug. Für den Posten eines L a n d a m t m a n n e s , denr die Ausführung des aus der Initiative des Fmanzmimsteriums her- vorgegangenen Landgesetzes obliegt, ist der Rogier ungvassessac Henrich in Aussutt ynom- men Die förmliche Ernennung dürste erst nach Beröftentlichung des Gesetzes im Regicrungsblatt erfolgen.
rm. Darmstadt, 18. Aug. In einer Versammlung der stadtisck)en B u r e a n h i l f s k r ä s te wurde nach lebhafter Aussprache eine En t schlie° ßung einstimmia angenommen, in der die Stadt- Verwaltung ersucht wird, in Anbetracht der großen Notlage ihrer Mitglieder bis zur endgültigen Regelung der durch bic Stadt zugesagten Tenerungs-- zulage durch das Reich, den Bureauhilfskräften eine Abschlagszahlung der dann zu g.nxihronden Summe bis spätestens Eirde dieses Monats zu gewähren.
Kreis Wetzlar.
ra. Wetzlar, 17. Aug. Tie diesjährige KreiSsynode tagte int nahen Garben heim, geleitet durch Shnodalassesivr Pfarrer Wieder Aus den Berlmndlungen sei hervorgehoben, dos, die nächste und wichtigste Aufgabe die durch die Zeitverhältnisse gebotene Umarbeitung der rheinisch-westfälischen Kirchenordnung ist. Ebenso einmütig ftimmte man dem Anträge zu, daß bei der geplanten Trennung des Kreises Wetzlar von der Rheinprovinz, die beiden Synoden Wetzlar und Braunfels unbedingt bei der Rheinischen Kirch- verbleiben wollen. Auf Vorschlag der Synode sollen die Organistenbesoldungen auf 300 Mark erhöht werden.
ra. AuS dem Kreise Wetzlar, 17. Aug. Begünstigt vom herrlichsten Wetter hat nunmehr die Ernte iliren Höhepunkt erreicht. Sämtliche ^rudjtarUm, die hier ausschließlich mit der Hand geschnitten werden, Reben in diesem Jahre dünn. Bei Weizen und Hafer sind die Halme meist klein geblieben, das Druschergebnis ist beim Roggen int allgemeinen befriedigend. Für die Benutzung ver Dreschmaschine wurde ein Einheitssatz von 16 Mark pro Stunde vereinbart. Jedoch muß der Landwirt die Bedienungsleute bis auf drei stellen, dazu Beköstigung und ferner Brennstoff für die Maschine.
Hessen-Nassau.
--- Fran'kfurt, IG. Aug. Die Zentralarga- mfationerr der Landwirtschaft im Nassauer Lande baten sich am 13. d. Mts. in enter ArbeitS- gern ein scha fl unter dem Namen „Landverband für Nassau und den Kreis Wetzlars zusammengeschlossen. Glieder der Vereinigung sind die Bezirksbauernschaft für Nassau und den Kreis Wetzlar mit ihren angeschlossenen Kreisorganisationen, die Landwirtschafts-Kammer für den Regierungsbezirk Wieslxiden, der Verband der Nassauischen Landlvirt ckaftlichen Genossenschaften Raiffeisenscher Organisation in Frankfurt a.M. und der Verband Nassaui cher Landwirtschaftlichen ^Genossenschaften in Wiesbaden. Der Zweck des Zusammenschlusses ist die gemeinsame Bearbeitung aller Fragen, dre die Landwirtschaft und zwar ins- vc-sondere die bäuerliche Landwirtschaft in dem schweren Daseinskämpfe, in den sie sich gestellt sieht, her übten.
---Frankfurt«. M., 18. Aug. Im städti- icpen Schlacht- und Viehhof wurden bei Untersuchungen amerikanischen Specks utid Schinkett »Ehrend der letzten acht Wochen in 66 Fällen Trichinen gefunden. Es handelt sich dabei um fünf- »ig Schweincsleischviertel oder Schrnken und sechzehn Speckseiten, von denen 44 stark und 22 schwach mit Trichinen durchsetzt tvaren.
Frankfurt a M., 18. Aug. (WTB.) Heute nachmittag wurde in Gegenwart der Spitzen der Behörden am Bolksbildungsheim gegenüber dem Sömmering-Tenkmal das Denkmal für Philipp Reiß, des Erfinders des Telephons, in leserlicher Weise enthüllt.
— Frankfurt a. M., 18. Aug. Die Bestaub ung von Eisenbahnwagen durch Matrosen des hiesigen Marine-Sicherung s d i c il st e S zieht immer weitere Kreisst Zur Beraubung der Güterwagen bedienten sich die Matwsen eines raffinierten Systems. Sie stell- ten in gervissem Ab stau de von den Wagen Posten aus, die die wirNick-en Diebe zu verscheuchen hatten. Die anderen Matrosen plünderten indessen die Wagen aus und schafften die Waren, Schinken, Schokolade, Wein, Kaffee, Schuhe und Tuche im Lerte von vielen Tausenden in die Hände von Helfershelfern, die das T-iebsgut writerschoten. An den Diebereien und Hehlereien sind auch zahl- eichc Eisenbahner und Zivilisten beteiligt.
Hanau, 18. Slug. lWolff.) InWirtheim ttutbe daS Lokal der Spar- und Dar le he ns- lasse,.während fid;, der Rechner int Gottesdienst befand, von Einbrechern crbnDto, die den Kasseu- ichrank sprengten und aus ihm 14 000 Mark in bar Mb 20Ö000 Mark Wertpapiere raubten.
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Ans dem rtrntsverkündigungsblatt.
Das Amtsoerkündigungsblatt Nr.74 vom 18. August enthält: Schluß der Verordnung über die Reicksgetreideordnung für die Ernte 1919. V.nn 18. Juni 1919. — KriegsgefangenenHeimkehr. — Pfcrteräute. — Schweirverotlauf. — Feldberet- uigung Allendorf a. Lda.
Zur Kriegs gefangenen Heimkehr werden die Bürgermcistereicn der Landgemeinden ns Kreises ersucht, so bald als möglich dem Städt. Arbeitsnachweis in Gießen ein Verzeichnis derjenigen Kriegsgefangenen mit Angabe non Vor- itnb Zunamen und Beruf zu senden, die voraus- ick^lick nach ihrer Rückkehr ihre frühere Arbeitsstelle nicht wieder entnehmen können, denen also Arbeit vermittelt wertem muß.
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18. N. Wtt 14& Mber hvlzschw ^«tsbtS jetzt milll,, Dm! der MLftiR luü der Lrlsmrch -n Lerd befchrÄk^
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Aug. Tie hel^ emartung mehren inj icke bisher mehr a suchen sie nun oa der Nacht Dom chie der Nochyv./ izmdiMabl. Am £:• feö Schlachtmessa, r: fpritten hatten, junf Aehten gefällten a i>e machten sich in te aus dem Staude. L: f sollen in deökkr it rootben flirt. r
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, 19. Aug. 2d w. Io ton ihrem &W nrich Bolz.
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lug. Gestern staviolFlmsuM" n Stadtschule Mp restehMdfli Zuhörkr'^ Thema: „Engl^
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Wvr il likhergebrachte Fe l d be r g t u r nen auf dem n 11#- II Homburger Exerzierplatz veranstalten zu müssen, -r 11 ü unnmt nun in letzter Stunde ans Königftein k W) eine erfreuliche Nachricht. Laut telegraplftschcr it ^ltteilung des Landrats in Königstein an den
.jorntzenden des Feldbergfestausschusses hat näm- fttsaöil^.0 Irch die französische Militärbehörde die Ab Hal-
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bet 8U ^?T*!rcten W”-. Anmeldungen zum volks- ft. wl? n1?6" Wettkampf mmmt Wilh. Baumann
ort ui einem Notguartiec lselbst in Eisenbahnwagen) urn nicht obdachlos her um irren zu Essen. Nun steht seit vorigem Jabr das große Kurhaus mit Nebengebäuden leer und un- bsnrutzt! ^OHbt es denn gar keinen Weg zur Abhilfe! 10 bis 20, vielleicht auch mehr, Familien rumtten hier Wohnungen erhalten, wenn die innere Ein- und Herrichtung vollzogen ivürbe. Bei bem großen Wohnungsmangel ter überall herrscht, märe es Pflicht der betreffenden Behörde, hier das Erforderliche in die Wege zu leiten, sich von der Kammer die nötigen Herstellungsmittet bewilligen zu lassen und die 10 oder 20 Wohnungen preis- würdig zu vermieten. Trotz allen Schwierigkeiten ist die Ausführung möglich und es könnte der Staatskasie jährlich (vom zweiten Jahre ab) ein namhafter Reinertrag verbleiben.
Hcssisch.naFanischer Bcrgarbeitcrtag.
Ter Hesfisch-Nassauische Bergarbeitertag, der unter starker Beteiligung von öcrgarbeilcrticrtre^ tern (etitra 70 aus 20 Gruben) in Wetzlar ItQthanb, sprach sich nach Referaten des Generalsekretärs Geisler. Frankfurt n. M., des Bar- fttzenden der Bergarbeiter-Abteilung des D.-utschen Arbciterbundes, Schulte-Tortmund, dcS Bezirks- leiterg Müller-Wetzlar und des Bergmannes Fink- J)cunitcr b. Weilburg, gegen bic S 0 ziali - ' x$ r u n s utid für Erlmltung der PrioatwiNschaft mit starker Beschränkung butdji soziale Ge- letzgebung aus, sowie für Gewinnbetei- Irgu ng der Arbeiter durch kleine Aktien, die den erster Lrine an geboten werden müßten. Fn^n^r wurden die Akkordarbeit, stärkere Bekämpfung der Arbeitern nach Aenderung des Aktiengesetzes in Knappichastsv-e'.'eine, Erhöhung der Kinappsck^aftS- Krtappschstsvercinea, Erhöhung der Lbnappschasts- ch'nten, Arbeiterurlaub, Arbeitererhulungsheim', eine stärkere Förterimg des Arbeiter-Siedlungs- wesetis u. a. für noUvendig gehalten, um die Arbeit im Bergbau ter Arbeiterschaft wieder schmackhaft zu machen. Durch die allgemeine Verkürzung ter Arbeitszeit auf 8 Stunden biete die gesahr- tenlf und ansttengente Arbeit im Bergbau nicht mehr den Vorteil einer kürzeren Arbeitszeit, so duß lereits eine ansehnliche Abwanderung ter Berg- □rteiter in tinbero Berufe stattfinte. Tie Verkürzung der A^r be i t s ze i t auf 6 Stunden sei bei vierfacher Sckstcht duräi-fübrbar und zu erstreben, wxrn die intematijiiale Lage und dre wirtschaftliche Wetttelv-erbsfähigkeit des teutsck)en Bergbaues tees zulafse. Notwendig sei ater hauptsächlich eine Wiederkehr der Arbeitslust, wozu ins- tesondeve volkswirtschaftliche und staatsbürgerliche Aufklärung ter Bergarteiterschaft notwendig sei. ^er deutsche Ärbeiterbund, Abteilung der Bergarbeiter, veranstaltet deshalb lausende volkswirt- fchaftl^-'e Arbeiterlehrgänge möglichst unter jeder Belegschaft.
Vermischtes.
Ein raffinierter Bankraub.
» Berlin, 16. Ang. (Wolff.) Die Nachforschungen ter Kriminalpolizei wegen des Ein- b r uch s ht die Filiale der Dresdener B a n X, iianteiteeger Straße 100, haben zur Festnahme des 16iShrlgen Bureauburschen Erich G e l e w s k i geführt, ter bis 1. August bei ter Bank tätig war. Geleivski batte vor mehreren Monaten Glühlampen auf te-r Bank gestohlen, die er bei einem Elektrotechniker, August Wendt, einem vielfach vorbestraften Einbrecher, verkaufte. Tiefer faßte zusammen mit dem Sdmeiter Eduard Prcowsnick ten Plan, in den Tresor der Bank einzubrechen. Gelewski besorgte die zu dem Keller führenden Schlüssel, die von Wendt alsbald nachgemacht wurden und fertigte eine Zeichnung der Kellerränme, insbesondere des um den Tresor führenden Kontrollganges an. Tie Einbrecher haben säst zwei Wockfen gebraucht, um ein Loch durch ben gemauerten Tresor zu schlagen. Sie fanden, wie gemeldet, 100 000 Mark Bargeld und einen größeren Posten ter der Bank zur Aufbewahrung überaebenen Wertsachen, hauptiächlich Tafelsilber. Wendt .vurde bereits am 14. d. Mts. festgenommen und machte auch ein Geständnis. Ter größte Teil ter auf ihn entfallenen Beute an Bargeld konnte gefunden werten. TaS ganze Tafelsilber und ter größte Teil ter gestohlenen Schmucksachen wurde in einem Keller der Wohmmg seines Bruders in Lichtenberg vergraben aufgefunden. Am Tage nach seiner Festnahme gelang es Wendt, aus dem Polizeigefängnis zu entkommen. Es wird angenommen, daß die beiten Einbrecher sich in die Provinz begeben haben.
Ein Elternmord.
München, 18. Aug. (WTB.) Ter Tag- löhner Joses 'A p f e l b ö ck und ferne Frau wurden in ihrer Wohnung in vollkommen verwestem Zustande ausgefunten. Ter 16.iährige Soinr Josef narrte verhaftet. Er gestand, seine Eltern am 29. Juli ermordet zu haben.
Meteorologische Beobachtungen der Station Gietzen.
Höchste Temperatur am 18. 8. —25 4°, 19.
Niedrigste „ , 18.8.--12.3°, 19.
Wettervoraussage
für Mittwoch:
.... — nm. L—
18. 8. abbs-h 19.0 12.6
19.8. om. 13.5 11.1
Berlin, 19. Aug. Ter Reichsrat stimmte dem Gesetzentwiirf über die B-etrrebsrätim wesentlichen zu. Tie Regierung hat ten Wunsch, daß ter Entwurf wenigstens noch in erster Lesung von ter Nationalversammlung bebantelt .oird, so daß ter Ausschuß -nährend ter Pause bis zum Wicterzusammentritt des .Parlaments seine Beratungen erledigen kann. Ob es gelingen wird, diese erste Lesung womöglich am Mittwoch zu bsenten, steht dahin. Bei ter Gefchäftsmüdigkeit tes.Hauses itnrb es, wie die „Teutfcke Allgemeine Zeitung" aus Weimar berichtet, kaum möglich em, eilt irgendwie verhandlungsfälliges Haus noch über ten Mittwoch hinaus zusammerrzubalten. An-
überten Mittwoch hinaus zusammenzuhalten. An- Senaten uSschusses über den Friedensvertrag mner^ tererserts werte tee Opposuron es keineswegs zu-?'Kalb 10 Tagen erhalten werte
Wilson über den Frieornsvertrag.
Rotterdam, 18. Aug. ^WTB Ter „Nteuwe Rotterdakusche kurant" meltet a i< Acupork: Prälitent Wilson hat durch Berrnfti- umg Hiftchocks dem Senat mitgeteilt, daß ira* ten ffrltdensvertrag betreff.-, feintrkiBor-> fcNage coer Vorbehalte tecückftüftigt werten V6v neit. Weim ter Vertrag abgeäntert oder abelehn 1 jwrte, müsse em neuer Frieden ^vertrag g.-schaftv- Werten. Wenn die Großmächte und Teutschland ten tetzigen »ywtensvertrag angenommen träten, würden die Veoeinigten Staaten in die Lage kom men, sich mit dem Hute in ter Hand an Teutirt land mmden zu müssen mit tem Ersiickvu, einen sontervertrag annehmen zu wollen. Teulichlano würde aus dem Umstand, daß es allein mit oeu Bereinigten Staaten zu tun habe, ten äußerlten Nutzen ziehen. Die Vereinigten Staalvrt würd' i von ter Belieferung mit deutschen Färbstpsen dft für die Kaufleute aller Nationen erhältli.i- feien, ausgeschlossen werdeii. Ter Präsident gab ter Hoffnung Ausdruck, daß er tem Bericht iv
Friedrich Wil Herrn ß>onbolf in Lich ausgebvo- chrn.
Ter Schweinervtlauf ist unter dem scbweinebestand des Dietrich HeibertSbau- s e n III. in Staufenberg und unter tem Schwein.- bestand ter Johann Hch. Streb Ww?. unb ter Deurr. Rühl III. Wwc. in Burrhardsfelten aus- gebrochen.
Letzte Nachrichten.
Lin amtlicher Ausruf an die Bevölkerung Sderschlefienr.
G l e i w i tz , 19. Aug. (WTB.s Ter Staats- kvm missar erläßt f-lgenten Aufruf an dic Be- v ö l k e r n n g L be r s ch le s ien s.
Seit Monaten Derfudien Unabhängige, Spartakisten und von Polen bezahlte Subjekch Ruhe und Ordnung zu Kören. Ruhige Arbeiter werten an ter Arbeit gesintert, Frauen unb Muter leiten bittere Nol. Unter ten nichtigsten Vorwän- ten, mit Blut und Trug werten Streiks, ja sogar Generalstreik- inszeniert. Infolgetessen herrscht int Land: bitt rste Mhlennot. Fabriken müssen stillgelegt werten. Zahllose Arbeiter müssen feiern und.haben keinen Verdienst. Es kann kein Essen mehr gekocht werten. Not staute arbeiten liegen still. Ja, es besdeht größte Gefahr, daß in wenigen Tcigen die Lebensmittelzufubr unmöglich ist. All diesem Wahnsinn, diesem Verbreelv,! kannte ich nicht länger zusehen. Besonders nicht, als am Sonntag und Moiuag ein bewaffneter Aufstand mit Plüiiderungeu einsetzle. Es mußte daher das Standrecht verkündet, da» Streikrecht aufgehoben und die Arbeitsaufnahme an geordnet werten. Ich ersilcho alle vernünftigen Arbeiter, sofort die Arbeit aufzunehmen, für Ruhe und Ordnimg einzutteten, damit es nicht zu schweren Strafen kommt, wie sie aus dem Stanoreckft folgen. Tas Standrecht wird ver- fdiirnnten, sobald Ruhe unb Ordnung eingetreten sind. Arbeiter, Bürger, ich rechne auf bic Vernunft und dje Hilfe aller, die geordnete Zustände lieben und nicht länger unschuldige Mensäzen durch den Stteikwohnsinn quälen wollen.
Vom Aufstand in Oberschlcsten.
Gleiwitz, 18. Aug. (WTB.) Im Streife Pleß wurden heute an einer stelle 13 schcttß - lich zu gerichtete Leichen deutscher Soldaten.einer überfallenen Feldwache aufgehinten. Meldungen über Greueltatrn ter Aufrührer laufen von allen Seiten ein. Tie Bevölkerung bittet um Schutz, da sie Plünterungcit tesürchtet. Mle Vorkehrungen sind militärischer- feite getroffen Worten.
Lin biilgarifcher Staatsmann über die Schuld am Kriege.
Baden-Baden, 19. Aug. (WTB.) Der Schriftleiter der „Badisck-en Volkszeitung" hatte vor einigen Tagen eine Unterredung mit einem hoben bulgarischen Staatsmann, ter die Geschicke seines Landes viele Jahre hindurch an maßgebender Stelle geleitet hat. Der Staatsmann erklärt bestimmt, bat» Rußland den Kriegsausbruch verschuldet habe,um seine Vormachtstellung, die im Osten durch den russisch-japanischen Krieg ins Wanken gekommen nnrr, nach Süden weiter auszubauen. Serbien sei lediglich dienender Arm Rußlands gewesen. Tas Treiben ter kriegsgesinnten Partei Rußlands habe in Frankreich aus chauvinistischen und in England aus kommerziellen Grüntet: großen Anklang und Unterstützung gefunden. Die Behauptung, daß Deutsch la nv den Krieg angezettelt habe, sei eine raffiniert ersonnene En tentelüae, die leider von Ikonfusen, un- patriotischen Köpfen auch in Deutschland weiter propagiert und yu einem parteipolitischen Jangmittel ausgenutzt nwrten sei. Ebensowenig habe Kaiser Wilhelm II. kriege r ische Ideen in sich getragen. Den Feftchen teS Kaisers werbe es nicht gelingen, aud) nur einen einzigen Beweis zu erbringen, der die Anklage unterstützt, daß er ten .Krieg ge> wollt habe. Auch eine unnütze Kriegsoerlänge- rung habe ihm ferngelegen. Wahrfck-rinlich würden d:e Alliierten ten Kaiser in absentia verurteilen und damit werte das Entente-Komödien- spiel zu Ente sein. Das Verhälttüs zwischen Deutschland und Bulgarien bleite freundschaftlich. Die Gesamtlage in Europa werte in wenigen Jahren eine wesentlich andere werten. Der Staate wann schloß feine Ausführungen mit ter Bemerkung, daß ein neuer Krieg vor ter Tür stehen werde, wenn die Entente die Interessen ter Mittelmächte nicht berücksichtige.
Graf Lzernin über die Nebenpolitik des Kaisers Carl.
28 ten, 19. Aug. (WTB.) Ex Minister Graf Ezernin richtete an die Korrespondenz Wilhelm eine Depesche, in ter er gegenüber ter Darstellung des Grasen Polzcrs erttärt: Ich leugne niemals, daß ich die Verhandlungen mit dem Prinzen Sixtus billigte. Ich wünschte, diese selbst zu führen. Ich übernehme selbstver- ftändlich die volle ^Verantwortung für alles, was ich selbst zum PrinHert sagte, und roas ihm mit meinem Wissen von anderer Seite gesagt wurde. Hingegen lehne ich die Verantwortung für Mitteilungen und Zusagen an ten Prisen ab, die ohne mein .Wissen .und hinter meinem Rücken erfolgten. Bethmann-Hollweg wurde damals sofort durch mich über ten Inhalt ter Unterredung unterrichtet. Ueter Dinge ater, die ich damals selbst nicht wußte, konnte tch auch den Reick>skanzler nicht auf Hären. Ezernin erklärte schließlich, er fei int Besitze von Dokumenten, die bewiesen, daß er erst im Frühjahr 1918, also ein volles Jahr später, zu r Kenntnis dieser nichtamtlichen Nebenpolitik gekommen sei. Er sehe vorläufig reinen Grund, sein Beweismaterial zu veröffentlichen und würde dies erst tun, wenn die Wahrheit seiner Darstellung von kompetenter Sette bestritten würde.
T<r Entwurf über die Betriebsräte.
lassen, daß bic erste Lesung des (Enthxitf» oho.' gründ!icke Aussprache erfolgt und voraussichtlich alle Mittel amventen, die erste Lesung nicht br ■ enten zu lassen falls viele ihrer fforterungen unter ücksrchtigt bleiten sollten.
Der Entwurf eines Ausführungsgefe-e» zum Fricdensvertrag.
Weimar, 18. Aug. (W. B.) Der Na tionalversammtung wurde der Enttvnrs eines AusführungSgesetzes zum ffri r denövertrage nach erfolgter Zustimmung te* ReicksvateS zur Befchlutzfaftung wrgdegt. Das Ausführungsgefetz zum Frutemsvertrage jcrfällt in folgende 10 Abschnitte: 1. Regelung von Gelte verbttidlickkeiten; 2. Anforderung von Leistungen. 3. gewerblich' Schutzrechte; 4. Rechsverhälttüsie ter Hypothekenbanken; 5. Ausgabe von Schuld Verschreibungen und von Schatzaruveifnirgeil durch das Reich; 6. Zwangs- und Stvaftnasmahmen für elsatelotbringische Angelegenheiten; 8. Auf- hebmig der Kriegsmaftnahmen; 9. Ermächtigung au weiteren AuäfühningSbestimnnmgen; 10
Schustvorschriften. —- Der Nationalversammlung ging lernet ter Entwurf von Ausf-übrungs bestimm ungen zum Gesetz über die Rege lungber Ko h l enwi rt schäft vom 23. März 1919 zu.
Berlin—Mailand.
Bern, 18. Aug. (WTB/' Nach einer Matt (unter Meldung hat ter deutsche Minister für tew Pvstw:sen an ten italicnifrfien Postminister telc- graphiert, dast die telegraphische Ster bin» hung auf tem direkten Draht Berlin — Mailand toieter aufgenontmen ist.
Vom früheren Kaiser.
Amsterdam, 18. August. (W. B.) Das „Allgcmeen Hantelsblick" meldet, dah sich ter vormalige deutsche Kaiser wieder ausserhalb ter Tore tes Ameranger Schlosses bewege unb mit tem Grafett Rentink zusaminen Spazier sahrten in der Umgegend mach.
Rückkehrrnde KriestSstefangene.
R 0 t tc r d a m , 18. Aug. (WTB.) Nachdem „Nieuwe Roiterdamschen (Svxuraiti" ist bet Dampfer St. Tenis mit 3 7 2 verwundetene u t s che n Kriegsgefangenen, Osftzft'e', un? Mannschaften, ans England Ui R ltcrdam ftn- getroffen. Tie ^Weiterreise na^ 'Xmtschland erfolgt mittels Lazarettzuges.
Eine Kundgebung der Deutschen in Westungarn.
Fürst en seid, 18 .August. >.W. B.) Die Bevölkerung des deutschen Teiles des Eisen- burger KomitateS hat an die Biltepeften Regierung ein Telegramm gerichtet, in tem mit geteilt wird, tetfe die beglaubigten Vertreter aller Gemeinden des an Steiermark angrenzenten Teilen von Westungarn am 16. August ihren A n s ch l u an Deutsch-Oesterreich vollzogen und sich für die Zugehörigkeit zu Steiermark ent ■ schieden haben. In einem Telegramm an ten Verweser Ungarns, Josef von Habsburg, wird dieser aufgefortert, allen magyarischen Behörden, soweit sie von ter Bevölkerung nicht zum Weiten aufgefortert werten, unverzüglich ten Auftrag zur Mumung des Landes zu geben, das auf (f)runi> des VoHswillens teutsch-österrettlnscheS Land dar stelle. Die teutsch-österreichisäte Regierung sei aus- gefordert loorten, den Sick>erheitsdienst im Laute sofort zu übernehmen. Auch ter deutsch-österreichischen Staatskanzlei in Wien und ter ft vier märkischlm Landesregierung wurde der Anjchlus, an Deutsch-Oesterreich telegraphisch mitgeteilt.
Die Kohlennot in Oesterreich.
Wien, 18. Aug. (W. Wegen ter Kohlen not wird am 19. August bis auf weiten s auf ter Südb ahn der S chn el l zu gs ver kehr gänzlich ein gestellt.
Generalstreik in Obrrelsah.
Mülhausen, 18. Aug. (WTB.s HavaS In ganz Ober-Elsaß ist Von ter Arbeitersitest ab Montag ten 17. 8. ter Generalstreik er flärt worden. In M ü l ha u sen hat die (5traben - balj-n ten Betrieb eingestellt. Am Sonntag mor gen setzte auch daS elettrische Licht aus. Tie öfkntlkfcrt Betriebe sind durch ten Aussttmd etei* falls lahmgelegt.
Die Kohlenlieferungen an Frankreich.
Berlin, 19. Aug. Die von Teutschland zu ernxirtenten Kohlenliefenmgen an Frankreich baten ihren Anfang genommen. Die e r ft e R a t e dieser Lieferung beträgt, wie gemeldet ivirb, über eine Million Tonnen für ben ersten Monat.
Lloyd George in Köln.
Berlin, 19. Aug. Ter „Bett. Lok.-Auz." meldet aus Köln: Ter englische Mütifterprösitent Lloyd George ist vorgesterrt in Köln einge troffen. Ihm zu Ehren fand gestern mittag eine kirofte Parade statt, bei ter alle Truppenformli- tionen vertreten waren.
Die'Niederlagen der russischen Bolschewisten.
London, 18. Aug. (WTB.) Reuter meldet anttltch: Es wird berichtet, daft die B-o Ische 'mieten von ter Bevölkerung aud Odessa ver Uivten warten sind. Es heistt ferner, dah sie im Begriffe fim>, Kiew und die ganze Ukraine zu räumen.
Amsterdam, 18. August "W. B.) Das Preschureau Radio meldet, daß die Bol'chewiste:i in ter Nähe von Ä lexa nd r c s k a s a -Gorka eme grosse Niederlage erlitten haben Ti- neuorganisierten ruffifeten Truppen haben diese Stadt besetzt. Fn ter Nähe tes Bahnhofs Pod seny tjt ein Sowjetregiment zu den cftMän^ dtschen Streitkräften über gelaufen.


