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Ein Protest Ser deutschen Kultosminifter.

bahnbetriebsamtes Frankfurt a. M. zu ver-

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selbständrnes und eigenartige^ Geistes-

rbe des Friedrich Rudolf in Lich ivorden.

An die Negierung des Deutschen Reiches z. H. des Reichspräsidenten Ebert (Berlin) ist in dleseu Tagen die nachfolgende Erklärung der Kultus niini st er der deutschen Bundes- vaaten ergangen:

. .'.Die uuterzeichireten einzelstaatlichen Kultus- uunrster sprechen ihr Bedauern darüber aus, datz man sie bei den letzten Verhandlungen über "le ^chulartikel der Verfassung nicht JWjeitig und nicht ausgiebig genug hat zu Worte J5men Die Folge davon ist, daß die Entscheidung über den Charakter der deutschen einerseits der Reichsgesetzgebung, anderer- 2 « » Erziehungsberechtigten m der Gemeinde Erlassen worden ist, und daß dadurch der in Sache liegende .kulturell und finanziell not- Einfluß der Gliedstaaten stark ein» schrankt worben ist. Dies dürfte umso mehr zu benagen sein, als die vielgestaltige Zusammen-- des deutschen Volkes es mit sich gebracht

Die Volksabstimmung in Nordschleöwig.

Berlin, 18. Aug. (Wolff.) NachdemBer- lrner Tageblatt" hat die aus je einem Vertreter Englands, Amerikas, Frankrricl-s, Sckpvederrs und Norwegens bestehende Ententekommission zur Durchführung der Volksabstimmung in N o r d s ch l e s w i g in Kopenhagen ihre Tätigkeit begonnen. Ein französisches Bataillon soll in Mur- Wick bei Flensburg uutergebrachr werden und im wesentlichen die Südgrenze deS Abstimmungs- gebietts besetzen.

ch. Streb Wiim ^ardsjelden i|t ir jüüt angeorbiti.

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p des leises, bald als möglich, Verzeichnis ver- t9 und Zunamen rer Rückkehr ihre nnen, denen also .Ihnen dringeno, 1 dem Städtischen rsorge für Kriegs- nsccht für Kriegs- teresse dieser Äe-

Annahme von Anzeigen f. die Lagesnummer btj zum Nachmiltag vorher ohnejedeVerbmdlichkeir Preis für 1 mm höhe für Anzeigen v.34mmBreite orllich 15 Pf, auswärts 18 Pf., für Reklame- nnjeigen von 70 mm Brette 48 Pf. Bei Platz- vorfchrif:20°/^Aufschlag. Hauvtschriitleiter: Aug. Goeq. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz, für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Zenz; für den Anzeigenteil: v. Beck; sämtlich tu Gießen

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^Erkundung in

ich Sitibeiti- laus.uL^cböta.

Hessen.

Anträge und Anfragen in der Volkskammer.

rmk. Darmstadt, 17. Aug. Zur Re­form des Veterinärwesens haben die Abgeordneten Riegi und Eißnert der Volkskammer einen Antrag vorgelegt, in welchem sie beantragen: Die Kammer lüolle beschließen: 1. den Kreisveterinärärzten ist jede Privatpraxis verboten und es liegt ihnen lediglich die Feststellung und die rechtzeitige Anordnung der Bekämpfung von Seuchen ob. 2. Alle Tierärzte sind befugt, an notgeschlach­tetem Vieh die Beschau, gegen Seuchen die er­forderlichen Impfungen vorzunehmen und werden dazu eidlich verpflichtet.

Der Abg. Lux hat folgende dringliche Anfrage an die Kammer gerichtet: 1. Ist der Regierung bekannt, daß der Arbeiterrat von Frankfurt a. M. beschlossen hat, daß Ar­beiter vom Land, die in den dortigen Privat­betrieben arbeiten, demnächst entlassen wer­den sollen? 2. Ist es der Regierung ferner be­kannt, daß auch Arbeitern vom Land, die im Betriebsamt Frankfurt a. M. beschäftigt sind, bereits gekündigt worden ist? 3. Was gedenkt die Regierung zu tun, um diese bedauerliche Maßnahme des Arbeiterrates und des Eisen-

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°^nung für hic hten v incn frN Wow 18 ^getretenen ^ts der Reichs- btt vorstehend ergibt, liegt zm e onen (RGBl. ei) sowie den einden des mg für die Ernte henden zur Ein-

daß gerade in den effrzellien Gliedstaaten brndern? In der Begründung dazu wird aus- cm selbständiges und eigenartiges Geistes- geführt: In dem südlichen Teil der Provinz M>QI entwickeln kowute, das nun entweder der' Oöerhesseu sind Hunderte von Arbeitern, die

Deutsche Nationalversammlung.

Weimar, 18. August.

Präsideirt Fehrenbach eröffnet die Sitzung um 10.25 Uhr.

Aur dem Reiche.

Ehrung Hindenburgs.

Berlin, 18. Aug. (Wolff.) Nach einer Meldung derVoss. Ztg." wurde Hinden- burg von den Technischen Hochschulen des Deutschen Reiches die Würde eines D r. - I n - genieursehrenhalber verliehen.

Ebert auf der Leipziger Messe.

Leipzig, 18. Aug. (Wolff.) Das Meß­amt für die Mustermessen in Leipzig hatte den Reichspräsidenten Ebert unter besmrderem Hin- lveis auf die große Bedeutung der Leipziger Messen für unser.gesamtes Wirtsck-aftsleben gebeten, der bevorstehenden Herb st messe vom 31. August bis zum 6. September eilten Besuch abznstatten. Daraufhin bat der Reichspräsident dem Meßamt mitteilen lasseit, daß er der Einladung, wenn es die Umstände irgendwie gestatten, gern Folge leisten werde.

Die bayerische Regierung nach München übergesiedelt.

Berlin, 18. Aug. (Wolff.) Tie bayerische Regierung ist gestern von Bamberg nach Mün­chen übergesiedelt.

Kundgebungen der Arbeitslosen in Köln.

Köln, 18. Au«. (Wolff.) Heute mittag kam es zu einer großen Demonstration der Ar- bettslosen, der stellenlosen Kaufleute und der Notstandsarbeiter vor dem Rathaus. Am Vor­mittag sand im großen Gürzeinchsaal eine Ver­sammlung statt, in der diese drei Gruppen eine Entschließung annahmen, in der u. a. von der Stadrverwaltung die Erhöhung der bisherigen Sätze der Arbeitslosenunterstützung, die Gewäh­rung von Teuerungszulagen usw. gefordert wurde. Eine Kommission wurde in das Rathaus entsandt, welche mit der Stadtverwaltung verhandeln und eine Antwort zurückbringen sollte. Als der Bescheid kam, daß der Oberbürgermeister in Urlaub sei, beschlossen die Teilnehmer die Antwort selbst vom Rathaus z!u holen. Sie zogen gegen elf Uhr vor das Rathaus, wo sie den Beigeordneten Dr. Löhe aufsorderten, sofort mit ihrer Kommission die Verhandlungen über ihre Forderungen aufzu- nehmen.

Aus dem besetzten Gebiet.

Dorten aus dem englischen Besetzungsgebiet serngchaltcn?

G e n f, 18. Aug. Die Pariser Zeitungen geben die Meldung des BerlinerLokalanzei­ger" aus Köln wieder, wonach die englischen Militärbehörden dem Dr. Dorten den Auf­enthalt in dem besetzten Gebiet verboten hätten. Die Zeitungen fügen ohne weitere- Kommentar nur ein großes Fragezeichen hinzu.

Gründung eines RheinlandbundeS.

Köln, 18. Aug. Ein neugegründeter Rhein- l a n d bu n d fordert die sofortige Errichtung eines nach West und Ost unabhängigen Volks­staates im Föderativ verba nd mit den in der Bildung begriffenen oberrheinischen Repu­bliken auf. Als Vorsitzender zeichnet der unabhän­gige Sozialdemokrat Josef S m e e t s. Ter Aufruf, der sich gegen diesozialistisch maskierte preußische Militär-, Geheimrat- und Schieberlamarilla" wen­det, .schließt mit den Worten:Wollt Ihr noch weiter die Kriegslasten und Besatzungskoften durch Eure Arbeit allein tragen, während drüben die Reaktion sich «ruf Eure Rechnung stärkt und mästet? lieber diesen Rahmen weit hinaus hat ein freies Rheinland noch höhergesteckte Ziele, internationale, soziale und kulturelle Versöhnungsaufgaben zu erfüllen. Es soll am brandenden Meere der Rassen- mrd .stiassenleidenschaften ein Granitblock des Völkerfriedens werden."

Nr. 192

Ter Siebener Anzeiger erscheint täglich, außer Gönn- und Feiertags.

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Tagen dauernd nicht der Fall gewesen. Das können wir nicht mehr mitmachen und bean­tragen Absetzung dieser Vorlage.

Reichssinanzminister Erzberger: Wenn sie dem Anträge stattgeben, madxm sie eS dem Finanzministerium unmöglich ordnungsmäßig Gel­der auszu geben. Wir geraten batnird) oor dem Staatsbankerott. (Große Bewegung und lebhafte Unruhe rechts.) Die Nationalversammlung möge wenigstens die erste Lesung vornehmen und das Gesetz an einen Ausschuß verweisen.

Abg. Schulz- Bromberg (D.-Natl.) wider­spricht.

Reichssinanzminister Erzberger bringt nochmals aus Erledigung der ersten Lesung.

Abg. Dr. Heinze (D. Vp.): Wir fordern ebenfalls die Absetzung der Vorlage. Wir müssen fordern, daß uns Gelegenheit gegeben wird, die Vorlagen in gründlick^r Weise zu durchdenken und zu beraten.

Abg. Tr. Dem bürg (Dem.): Die Vorlage ist nicht kompliziert. Jeder Kenner des Etats weiß, daß sie vollauf begründet ist. Im Ausschuß besteht: durchaus die Möglichkeit zu einer gründlicküen Be­ratung. Tie Rechte macht anscheiirnnd Versuchs zur Störung der Geschäfte.

Abg. Schulz-Bromberg (Ttsch.-natl.) und Abg. Hugenberg (Ttsch.-matl.) bestehen nod- - mals auf Vertagung.

Reichsfinanzminister Erzberger: Tas von den Antragstellern geforderte Studium bir Vor­lage ist. 'wertlos, weil ich zur Begründung Ergän-- zungen zu machen habe, die ich hier nickst machet taim und die dartun, warum ich in diesem Augen­blick die Beratung oerlangen muß. Tie Annahme des Antrages Hugenberg würde von unabtocntK baren Folgen begleitet fein.

Abg. Keil (Soz.): Es ist ganz offenkundig, daß die Rechte der Regierung Schwierigkeiten ma­chen lwill. e

Abg. Geher (U. S. P.): Tie Vorlagen Ser­ben hier tatsächlich in einer beispiellvfm Hast ein- gebracht. Vermutlich, damit sich die Fraktionen nicht vollauf klar toetöen können. Wir werden uns keinerlei Gefahren aussetzen, 'wenn wir die Be­ratung um 24 Stunden vertagen.

Abg. S ch u l z - Bvomberg (Ttsch.-naÜ.): Tie Erledigung des Gesetzes vor der Sommerpause 'wird durch die Annahme unseres Antrages nicht in Frage gestellt, so daß der Reichssinanzminister Erzberger zu unserem Bedauern nicht zu demissio­nieren braucht.

Ter Leutscknationale Antrag wird gegen die Stimmen der Rechten und der Unabhängigen ab- gebehnt.

Es folgt die erste Beratung des Gesetz- entwurfes.

Reichsfinanzminister Erzberger: Ich werde im Ausschuß weitere Mitteilungen zur Begrün­dung machen. -

Abg. Dr. Dernbur g (Dem.) beantragtBer- roeifung der Vorlage an einen Ausschuß.

Tas Haus beschließt dementspreck-enb^

Es folgt die zweite Beratung des

OffiSiersentschädisungsgefttzes.

Ta die Möglichkeit einer sofortigen dritten Be­ratung ins Auge gefaßt ist, findet eine General­debatte statt

Abg. Grünewald (Dem.): Wir bogrüßenl es, daß wir durch das Gesetz den Offizieren bar Uebergang zu einem anderen Berufe er leichten» können. Bedauerlicherweise sind Vorschriften, die der Ausschuß für das Kapitulantengesetz annahm, für dieses Gesetz gestrichen worden. Wir behalten uns etwaige Anttäge vor und werden unter Umständen auch für solche von anderer (Beile stimmen.

Abg. v. Gräfe (D.-N.)t Das Gesetz solltet mit Einmütigkeit angenommen werden, weil es den Dank der Ration für ei Mn Teil der Armee aus- spricht. Fehlt solche Einmütigkeit, so können sich die übrigen Teile des Heeres zurückgesetzt fühlen. Unerträglich ist, daß der Ractzveis der Bedürftig­keit verlangt wird. Bei der Mehrheit wirkt doch wohl einige Anpmosität gegen den Offiziersstand, ivenigstens int Unterbewntzffein, mit. Wir sind für die ursprüngliche Regierungsvorlage zusammen mit den Demokraten eingetreten. Die Mehrheit bereitete lirns eine große Enttäuschung. Sie machte ihrer Regierung Opposition und die Regierung hat ihre eigene Vorlage gar nicht so recht vertreten. Furcht­bar schnell stellte sie sich auf'den Standpunkt, nur noch etwas zu retten. Was wir als notwendig be­zeichneten, hat die Regierung selber als nottoenbig bezeichnet. Sie soll sich durch uns nicht beschämen Lassen und die Mehrheitsparteien sollten ihre eigenen Freunde nicht im Stiche lassen. Es ist nicht bloß eme moralische Pflicht, sondern ein Gebot ipo'.i- rischer Ulugch.nt, wenn in imserem Sinne öorgegan- aen wird. Schon herrscht in diesen Kreisen röte nnyeheure Erbitterung, die auch wirllich berede tigt rst.

Aesahr zu weitgehender Zersplttterung durch die Gemerrrdim ausgesetzt werden wird.

. Außerdem sind die unterzeichneten Kultus- ikttüber unterrichtet, daß dve Lehrcr- vrgonisationen in ihrer überwiegenden Mehrheit aus pädagogischen Gründen einen anderen Stands- Punkt vertreten, als er in der Verfassung zum Ausdruck gekommen ist. Von irgendeiner Mitbc- ftimmmig der Lehrer ist gegenüber dem weit­gehenden Einsluß der Erziehungsberechtigten mit keinem Wort die Rede.

Überdies enthalten die Schulartikel Bestim­mungen, die vom schulverwaltungstechnischen Standpunkte aus in höchstem Maße bedenklich und für den größeren Teil des Reiches undurck>- sührbar sind. Sollten sich aus der neuen Ge­staltung der Dinge Schwierigkeiten ergeben, so müssen wir unsererseits alle Verantwortung dafür ablchnen."

Die Erklärung ist unterzeichnet: Haenisch (Preußen), Heymamr (Württemberg), Hummel (Baden), Strecker (Hessen), Burk (Sachsen), Polz (Weimar), Rönneburg (Braunschweig), Sivkowich (Schwerin), Reuniann - Hofer (Detmolds, Der Staatsrat für Anhalt, Tas Unterrichtsministerium Str^itz, Ter Landesdive'ktor-Arolsen, Däahnert (Altenburg), Ministerium Sondershausen, 'Drechs­ler (Gera), Hildebrand (Bremen).

in einer Reihe von Ortschaften des Kreises Friedberg und Büdingen wohnen, schon jahre­lang in Frankfurt a. M. beschäftigt. Durch diesen Beschluß des Arbeiterrates und die be­dauerliche Maßnahme des Eisenbahnbetriebs- amtes Frankfurt a. M. würden die genannten Arbeiter arbeitslos. Es herrscht deshalb in weiten Kreisen eine große Erregung, deren rascheste Beseitigung ein dringendes Bedürf­nis Ware.

Sorgfalt und Gründlichkeit nicht nur Eile und Zlüchtigkeit!

Die Mehrheit in der deutschen National­versammlung ist eifrig beflissen, der Regie- rintg keineSchwierigkeiten" zu machen, und so machen die rasch zusammengeflickten Vor­lagen ernen noch rascheren Weg durch den par­lamentarischen Schlund. Eile tut not, das ist richtig. Wir können auch über die neuen Finanzgesetze nicht mehr mit von früher her gewohnter Weitschweifigkeit und Redseligkeit verhandeln denn die finsterste Notwendig­keit drängt. Immerhin, auf einige Tage sollte es bei der Durchberatung so weittragender Gesetze doch nicht ankommen, zumal die Erz- bergersche Eigenmächtigkeit nicht viel nach dem Urteil anerkannter Sachkundiger und beson­ders der Kenner aus Handel ulrd Industrie gefragt hat. Besonders berechtigt erscheint uns die Forderung, daß Angaben über das an­nähernde Gesamtbedürfnis und über einen großzügigen Steuerverteilungsplan gemacht werden müßten. Die Erzbergersche Schnell­malerei genügt in dieser Beziehung keines­wegs. In derVoss. Ztg." nimmt zu diesen Fragen Georg Bernhard das Wört, und wenn auch das Lied über den neuen Reichs­sinanzminister nicht mehr neu und melo­disch tönt weil es ein sehr politisches Lied ist, muß es auch ein garstiges fein so Hut Bernhard doch noch eine Reihe zu­treffender Bemerkungen zu machen:

Rein sachlich betrachtet, kann eine gewissen­hafte Volksvertretung über eine solche Riesenreform tmr in Kenntnis aller Teilgesetze beraten oder doch mindestens erst, nachdem ihr dos Grund­sätzliche der Gescrmtreforrn bekanntgegeben ist. Tenn eine Reform, die den einzelnen bis an die Grenze der Leistungsfähigkeit beftcuert, und die Handel, Produktton und Konsum geradezu revo­lutionär beeinflussen muß, kann erst richtig be­urteilt werden, ivatn ihre GesamtwirLmg.auf die MtTüirftiqc BolkÄvirtschaft erkennbar ist. Hvffrnttlich bat wenigstens der ReichsffnMrzmini-'cer davon be< imts ein klares Bild. Tie Nationalversammlung Hamt es tttufi den bisherigen Vorlagen des Mini­sters gar nicht haben.

Sie Kennt ja noch nicht einmal den gesam­ten Bedarf, der <nif3u6rinnen ist. Erzberger schätzt den Gesamtbedarf für Reich, Einzelstaaten und Gemeinden auf 24 Milliarden Mark. Nach seinen eigenen Angaben ist in dieser Summe nichts von den Anforderungen der Entente enthalten. Tine Schätzung dieser Summe ist vorläufig tatiäch- Tick, unmöglich. Die Forderungen werden erst später ausgehündelt werden. Aber ohne sie istauch eine Reform der Reichsfinanzen un- möglidk Schon deshalb, weil die Frage der Kriegsentschädigung für Deutschland ja nicht bloß ein «Steuerproblem, sondern Luch ein Zahlungs- stroblem, eine Valutafrage von höchster Bedeutmig ist. Schon das zeigt, wie eng hier Staatssinanzen, Volkswirtschaft, Staatswirtschaft und Wäl-rungs- srage für die Zukunft zusammengekoppelt werden. Richt alles, waS als Entschädigung festgesetzt wer­den wird, kommt für die bare Bezahlung in Frage. Em sehr erbeblidner Teil wird durch Verre>cktmngen( beglichen. Liber für einen großen Teil der Derreck-- tmngerc und namentlich für alle Lieferungen von Schiffen, Kohlen imb Chemikalien, sowie für alle Leistungen am Wiederaufbau Frankreichs und Bel- aiens müssen doch die deutschen Staatsbürger als Lieferanten, Arbeiter und VerluAräger aus Be­schlagnahmungen entschädigt werden. Wie sicht es z. B. ferner mit den Entschädigungen der deutschen Bankcei und Exporteure für ihre Valutaverluste infolge der Bedingungen für Auslandsrerreckmün- gen im Versailler Vertrag aus, ohne die nament­lich die Banken in ärgste Bedrängnis kommen müß­ten? Durch all das müßte der reine Reichisbedarf, den Erzberger jährlich mit 17V2 Milliarden ver­anschlagt, auf mindestens 25 Milliarden Mark ifcigen."

Es nmß also zur Besinnung, zum Nach- technen aufgefordert werden; Erzberger, der 6>illetant, darf das Feld nicht allein be­herrschen; es müssen die Sachkenner auf den Man und den Kommissionen zu gründlichen Sichtungen und neuen Vorschlägen die nötige Beit gelassen werden.

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r. c: RerchÄmhrmrmster Noske: Es ist richtig, ssw sthr viele Offiziere zur Zeit in sehr schlechte La^> befinden und daß es einer bettöcht- Kapitulanten geradezu ttostlos ». Mr Zustand wird durch die Ausffihrung des Frredensvertrages noch eine weitere Verböse- rung erfahren. Ter Friedensvertrag schreibt uns die Verrrngerung des Heeres vor und wird von der Regierung ehrlich und loyal durchgeführt werden. 'etc %OT9(ny9- tn der Kommission sind von Herrn; von Grafe durchaus tendenziös besprochen worden Bcrlchtertzattung in einzelnen, den Rechts- P?r^£len. nahestehenden Blättern war zum Teil direkt nichtswürdig und hat dadurch zur Erweckung einer unberechtigüm Erbitterung in den Reil>en der Offiziere rrnd Kapitulanten ganz wesentlich beigetragen. Ter Ausschuß hat die Regierungs- aber von ihrem Grundaedankea abgewichen. Daß nicht alle Wünsch«

Der Kampf um Rußland

W a r s ch a u, IS. Aug. (WTB.) Havas. Norlk. westlich von Mmsk-Smolenskwirze haben wir den Feind über den Plisafluß geworfen und Dltuwen besetzt. Die Zalfl der Gefangenen steigt. Ast der wolhynischen Front stelmn wir irn^ Osten von ^Kvwno. Die Bolschewisten ziehen sich panikartig nach K'orzec zurück. Wir bracheii den Widerstand des bei Obvrow verschanzten Feindes. Diese Stadt wurde von uns besetzt und die Bolschaviften nmrben aus das rechte Flnßufer der Slntza ge­worfen. Wir haben die ganz« Linie Wilna RownvLemberg in der Hand. Ander galizischen Front erreichten wir nach Kämst- fen bat Poirinafluß bis Moryn und bei Wilna die Linie von Sachowicz bis Osttoj. Auf der Front des Nordwestens haben wir deutsche Patrouillen: zurückgeschlagen.

W a r s ch a u, 18. Aug. (WTB.) Havas. Gene­ral P e 111 u r a, der seine Truppen von bet pol- stöck?en Front zurückgezogen hatte, griff die Bol- Jdxmiften an und eroberte den wichtigen Punkt Wzerinkau.

rruswcifnna des britischen Geschäfts­trägers aus Mexiko.

Amsterdam, 18. Aug. (Wolff.) Tas Preffe- birreau Radio melpet: Carranza toies angeb­lich aus Aerger, Daß er bisher nicht anerfnrnt wurde, den britischen Geschäftsttäger ht Mexiko, Commins aus Mexiko aus.

Rcw York Sun" nennt die Handlungsweise Carrnazas eine Großbritannien angetane Schimpf, die veranlassen kann, gegen Mexiko vorzugehen.

New Bork Herold" schreibt: Tie Auswei­sung Commins komme einer Deportation gleich.

Der Völkerbund.

Amsterdam, 17. Aug. (Wolff.) Die englischen Blatter vom 15. August bringen eine Exchange-Meldung aus Paris, nach der die Bildung des Völkerbundes auf näch- stesJahrverschoben worden sein soll.

Erster Blatt 169. Jahrgang Dienstag, (9. August 1919

Eichener Anzeiger

General-Anzeiger für Gberheflen

3w»lmgrnln»druck u. Verlag: vrlihl'lche Univ..Buch- u. Sletnöruierei B. lange. Schriftleitung, Seschäsirftelle u. Druckerei: Schulstr. 7.

Als erster Punkt steht auf den Tagesord­nung die erste inib zweite

Veratirng des Anleihegesetzrs für 1919.

Abg. Hugenberg (D.-N.) zur Geschästs- ortnnmg: Als wir der heuttgen Tagesordnung am Sonnabend zu stimm ten, nutzten wir an­nehmen, daß sich damals die Vorlage bereits in unterer Hand befand. Der Irrtum ist entfchnlo­bär, da es immöglich ist zu wissen, welche Y^ei'etzes- torfagen dem Hause zugegangen sind. (Lebhafter Widerspruch.) Tie Vorlage ist uns erst Svimtag morgen zugegangen. Sie konnte also gemäß § 18 heute nicht zur Beratung gestellt werden. Zn der letzten Zeit sind ja manche Gesetze mit einer Ober- fläcAichkrit beraten worden, die der Würde dieses spricht. Wenn die Mchr- beigetragen. Ter thnt dieses Verfahren mit ihrer Wurde verein- Vorlage geändert, bri'chluß-1 ist er nichc abgew^«. nia>r ane WUitzche febig hier vertotiai leur. Das ist ur den letzten restlos erfüllt werden tarnten, bebaute ich.