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Vorträge

Letzte NackrLcbtsn.

Das Programm der Nationalversammlung.

Weimar, 18. Juli. (WTB.) Der Ael- testenausschuff der Nationalversammlung beschloß, am Dienstag die programmatischen (Srfiärungcn des Ministerpräsidenten und dos Reichsministers des Aeußern entgegenzunehmen, für den Fall, daß Aussicht besteht, die zweite Lesung des Ver­fassungsentwurfes am Montag zu beenden. Sollte nach dem Gange der Verhandlungen diese Wahr­scheinlichkeit nicht eintreten, so soll die zweite Lesung des Berfassungsentwurses unterbrochen ünd bereits am Montag in die große politische Aussprache cingctreten werden. Am Sainstag werden lediglich kleinere Vorlagen zur Beratung stehen. Bei dem ausgedehnten Arbeitsprogramm der Nationalversammlung wird mit der Möglich­keit einer Tagung bis Ende August gerechnet.

Die Abstinnnung in Schleswig.

Versailles, 18. Juli. (WTB.) Die fran­zösische Regierung wurde durch eine deutsche Note darauf hingewiesen, daß nach Artikel 109 des Friedcnsvertrages Militärperionen der deutschen Armee, die aus der Abstimmungszone in Schles­wig stammen, zum Zwecke der Teilnahme an der Abstimmung die Rückkehr in den Heimatsort zu ermöglichen sei. Unter diesen Begriff fallen auch die zur Zeit noch in Gefangenschaft befindlickxm deutschen Heeresangehörigen aus Schleswig. Da bereits zehn Tage nach dem Inkrafttreten des Ver­trages die Abstimmungsfrist zu laufen beginnt, wird die Durchführung der obigen Bestimmungen für die Gefangenen aus Nordschleswig in Frage gestellt, wenn nicht jetzt schon ihre Rückkehr in die Wege geleitet wird. Tie französische Regierung wurde deshalb gebeten, baldtunlichst die notwen­digen Maßnahmen in dieser Richtung zu treffen.

Die Auslieferung des früheren Kaisers.

fassender Werfe in br Wege geleitet worden sind» und die Entsendung deutscher freier Arbeiter mög­lichst zu beschleunigen und in engstem Einver­nehmen mit Arbeitnehmer- und Arbeitgeber verbil­den den zur Erfüllung dieser nationalen Pflicht nach Nordfrankrrich Gehenden günstige Arbnt> bcdingungen und genügenden Schutz ihrer txrföit- lichen Sicherheit zu gewährleisten. Die deutsche Regierung hofft, daß es gelingen wird, genügend Arbeiter hierfür zu finden. Es dürsten etwa 150 000 Mann in Frage kommen.

Marschall Foch in London.

Paris, 18. Juli. (28TB.) Havas. Mar­schall Fach wird sich nackt London begeben. Er hat gestern abend in Begleitung des Generals Weygand Paris verlassen.

Der Fall Manheim.

B e r l i n, 18. Juli. (WTB.) Die Antwort der deutschen Regierimg auf die Note Fvchs gegen die Tötung Manheims ist bereits abgegangen. Es wird darin darauf hingewiesen, daß einem Teile der von französischer Seite ausgestellten Forderun­gen, insbesondere wegen der Einleitung einet' Untcrsuchungsversahrens gegen die Täter, SnO schuldigung und Uebernahme der Kostet der Be­erdigung bereits vor Eingang der Note Ge In ü gc geschehen sei. Tie für die Familie des Getöteten beanspruchte Entschädigung wurde, obwohl eine Rechtsverpflichtung dazu nicht beiteht, ' aus Entgegenkommen zugestanden, dagegen lehnt die deutsche Regierung die Bestrafung der Stadt Berlin mit einer Buße von einer Million Franken als völkerrechtlich unbe- gründet ab. Für den Fall, daß die französische Regierung sich hierin dem deutschen Rechtsstand- puntt nicht anschließt, wird jedoch angeboten, die Frage einem gemis chten S chiedsgerrcht zu unterbreiten.

Der internationale Strciktag.

A m st e r d a m, 18. Juli. (WTB.) TerTele-- gram" melvet aus Paris: Der allgemeine, Slv beiterverband hat mit Rücksicht auf die Oppchition des Personals des öffentlichen Dienstes, besonders der Angestellten der Eisenbahnen und der Post beamten beschlossen, daß öffentliche Dienste nicht an dem allgemeinen Streik am 21. Juli teil nehmen sollen.

Amsterdam, 18. Juli. DerTelegraast meldet: Die niederländische Gcwerkschastsvereini- gung wird sich an dem Demonsttationsstteik am 21. Juli nicht beteiligen.

Trennung von Kirche und Schule in Braun schweig.

Braunschweig, 19. Juli. (WTB.) In der Bramischwrigischen Landesversammlung wurde in namentlidKr Abstimmung mit 39 gegen 13 Stimmen die völlige Trennung von Kirche und Schule beschlossen.

Samstag den 19. Juli 1919, abends 8 Uhr oiliz. Kneipe Um recht zahlreiches Er« scheinen wird gebeten.

014072 Der Vorstand

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Ortsgruppe Gießen.

Sonntag, 20. Juli 1919 91 usfiug nach demJagd» schlösxchcn (Dutenhofen). Treffpunkt 2.30 nachm.am Hotel Schütz. Für Nach­zügler Abfahrt 2.52 und 3.41 Richtung Wetzlar.

8447c Der Vorstand

feit und Pflichtgefühls am Neubau des Reiches mitznarbeiten beseelte auch die Studentenschaft. An den beiden ersten Tagen fanden Beratungen über Vorschläge zur Nougestaltung des HochsckMl- unterricksts und über Maßnahmen zur Hebung der NTirtsckafrlichffvzialen Notlage der Studenten statt.

Bern, 18. Juli. (WTB.) Nach der Chicago

Tribüne" haben sich die Amerikaner, Japaner ---------- -

und Italiener offen gegen die Aus- dec Hand der von den Alliierten angegebenen

l i e fe r u n g des Exkaisers ausgesprvchen. Nur ' Richtlinien sofort die nöligen Vorarbeiten in um-

yochschUtnachvichten

Würz dura, 19. Juli. Der lary Zllsammenschluß der Deutsche: d e n t c n> d) a f t ist am 17. Juli hier

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' Vilbel, 19. Juli. Tie beiden sozial- erratischen Parteien, dir, wie berichtet, für die iHirgermcisterwahl erst eigene Kan- ALn aufgestellt Hanen, haben inzwischen tn einer * -infamen Bersammlung eine Einigung d.»r Sy rien für alle kommenden Wahlen oollzogm durch einstimmigen Beschluß folgende Man* Cm aufgestellt: Als Bürgermeister Arbnter- K;är Rechtin in Worms, als 1. Beigeordne'.m ^'nicifter Karl Armbrust^ als 2. B-igevrdnetm 2 starnührer Hermann Walz. Tie bürgerlichen My tin sind der Ansicht, daß die Bürgermeister- ijx eine Personen - und fein: ar t ei» |rige ist, und daß Wlbel nicht nötig hat, kn Ortsfremden zum Bürgermeister zu wäh'.en, die biefiffen Verhältnisse nicht kennt uns t r Einarbeitung in die Verwaltung Jahre ge- und haben deshalb in letzter Stunde 1-ffitrrapier Treffet einstimmig als Kandidaten stellt. Dr. ist geborener Bilbeler, der schon über K '.jbre fein Amt mit ausgezeichnetem Geschick Gewifsenh.rft1gkeit verwaltet, ein äußerst Cf- Tlyaflcr Arbeiter und vorbi dlicher Gemeinde- Eff-t-r, der mithin das Vertrauen der Eiüwohner- Er in reühem Maße verdient.

HLssen-Nassau.

Der internationale Streiktag.

I -Frankfurt a. M., 19. Juli. Deri n - Rtrnationa le" St reik, der für den 21. Juli Ment ist, wird Frankfurt diesmal nicht be- Ejvn. Beide sozialistischen Parteien beschlossen

* t saft ErdbtA tttn so DErlor Ic . denn nnff M ier «i» ^steigerten V;, »'!

bat Fravzosen scheint nur nvch daran pi liegen. Ter Fünferrat habe bisher feine Liste der auszuliefernden Personen aufgestellt. Nur von anderer Seife ist eine vorläufige Lisfe aufgestellt worden.

Versailles, 18. Juli (WTB.) Tie Kom­mission für die Verantwortlichkeiten berichtete gestern dem obersten Rat der Alliierten über die Briefe Bethmann Hollwegs und Hindenburgs, die die Verantwortung für die Handlungen Kaiser Wilhelms übernommen haben. Wie die Pariser Ausgabe derDaily Mail" wissen will, l>at die Kommission beschlossen, das Verlangen der beiden Manner, für den Kaiser einzutreten, abzulehnen.

Die Ratifizierung M Fricdcnsvertrages durch Amerika.

Amsterdam, 18. Juli. (WTB.) Der Neu- Yorker Korrespondent derDaily News" meldet seinem Blatte, daß man in dortigen gut unter­richteten Kreisen der Ansicht ist, daß der Frie­densvertrag vom amerikanischen Senat schwer­lich vor Ende August ratifiziert wird.

Belgien und der Fricdensvertrag.

Brüssel, 19. Juli. (WTB.) Die Kammer­gruppen, die den Friedensvertrag prüfen, sind der Ansicht, daß der Vertrag unverändert ange­nommen werden darf und daß jede Opposi- tionüberflüssig fei. Immerhin beklage man sich darüber, daß Belgien die ihm gebührenden Be­dingungen nicht zugestanden erhalten hat. Die Sch­lage in bezug auf die Volksabstimmung in Mal­medy mürbe einer Kritik unterzogen. Es wurd: eine Anfrage gestellt, ob es für Belgien nicht möglich wäre, den gleichen Schutz seitens der Ver- einigten Staaten zu erlangen wie Frankreich.

Der oberste Rat der Alliierten.

Paris, 18. Juli. (WTB.) Havas. Tiplv- matisckier Situationsbericht. Ter oberste Rat der Alliierten beschäftigte sich gestern mit der Fraae der Ernährung Öefterreichs. Da die österreichische Telcgatioii verlangte, die Sendungen von Nah- rnngsmitteln auch im Ackgust und September sort- zusetzen, glaubt derMarin", daß dem Verlangen stattgegeben werde. Ter oberste Rat behandlt als­dann die Frage der Besetzung des linken Rhein n f'ers und die durch die Zurückziehung der englischen und amerikanischen Truppen ge­schaffene Lage. Diese Fwage machte die Anwescn- heit Marschall Fochs in der Sitzung notwendig. Schließlich verhandelte der Rat über die Berichte der Kommissionen, die Danzig und Memel über­nehmen sollen, über die Frage der Festlegung der Ostgrenze Deutschlands. DerMarin" meint, dic Aussührnng dieser Bestimmungen werde, jeben-- falls die Entsendung von Truppen und die Zu­sammenstellung eines beträchtlichen Personals not­wendig machen. Schließlich soll der oberste Rat über die Frage der Zurücksendung der deutschen Kriegsgefangenen gesprochen haben. Er wird sich am Freitag wieder ver­sammeln, am Samstag jedoch nicht, da an diesem Tagc^die Siegesfeierlichkeiten in London stattfinden werden Tie letzten Bestimmungen für den Frie­densvertrag mit Oesterreich sind nahezu vollendet. Tiefer dürfte alsdann unverzüglich übergeben wer­den. Tie französische Regierung hat von der beut- schen noch keine Antwort erhalten auf die Forbe- rung des Marschall Fach von 100 000 Fr. für die Familie des französischen Unteroffiziers und von einer Million als Buße für die fran­zösische Regierung.

Die Entsendung deutscher Arbeiter nach Nordfrankreich.

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slarkbesuckten Vertraueusmäirnersitzunaen an i lag lediglich die Veranstaltung von Massen- htybungen gegen dieWeltreaktton und für die ib.it der deutschen Arbeiterbewegung". Die Ab- mmf gerade in Frankfurt darf als Nachwirkung > verpufften Eisenbahner ft reiks ange- .. roerbm. dessen Folgen sich noch heute in

m. eoipeit bekam: em gänzlichen Mangel an Kartoffeln bemerk- wwig nicht gedeckt. märten. Tie Stadt gibt heute bekannt, daß des Streiks vor ©nbe nächster Woche mit

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