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Tagesordnung:

1. Berichte:

L Reuwuhl des Vorstandes:

8. -lortrag de» Herrn Prof. Dr. ® totere: Der polit. Katholizismus d Jahres 1848 und die Kirchenfrage in der Frankfurter Nationalversammlung".

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Freitag den 21. März, 71/, Uhr abends im Postkeller Mitglieder - Versammlung.

Tagesordnung: L Bericht über den Parteitag.

L Stadtverordnetenwahl.

Letzte Nachrichten.

Vie Verhandlungen in Spoo.

Berlin, 18. Marz. sWTB.) Nach der Doll- sitztmg der Waffen still standskonnnission in Spaa front 17. März gab General v. Hammer st ein den Alliierten einige Aüsichlüsse über die Lage im Osten, die stch, lote er ausführte, in den leisten 2Bod?cn etwas gebessert habe Trotz der kleinen Fortschritte bleibe aber die Scbroödjte dev deutschen Truppen gegenüber den Bolscl-ewisten bestehen, da keine Verstärkungen berangefonrmrn seien. Tie bisher verweigerte Erlaubnis jirnt' StiM verkehr zwischen den westlichen deutschen Osthafen und Libau sei notwendig. General v. Kammer­stein ging sodann zu der polnischen Frage über. Er wies darauf hin, dast die Polen an der Grenze ScAcfiens immer rühriger werdens und auch dort unter dem TockmrnUrl bed Bol­schewismus nationale Ziele verfolgen. Dadurch werde unter den Kohlenarbeitern ObersckzlcsienÄ Erregung hervvrgerufen. Es drängte sich die Frage auf, ob nicht Polen ein besonderes Jnioresse daran habe, nach Osten gegen die Botschewisüm aktiver zu werden, um einen besseren Damm gegen das Vordringen der russischen Gefahr zu bilben. Ties würde nicht nur für Deutschland von Vorteil sein, sondern auch die von Osten herandrängende Welle benrmen. General N u d a n t bemerkte hierzu, dies sei auch die Absicht der Alliierten. Es sei deshalb der französisciie General Henry unter dem Titel eines rnilitärffcl-eu Bcralers beim polnischen Ober­befehlshaber nach Wars<l)au entsandt worden, der die Aufgabe habe, den Widerstand an der Ost­front zu organisieren.

Berlin, 18. März. <WTB.) Sitzungsbericht der WaffenstillstandSkoMmiisv.m in Spea vom 17. März. Die französisclx Komwission hatte vor kurzem unter Angabe verschiedener Gründe die

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Gs sind jedoch nur solche Bücher in deutscher Sprache zur Einfuhr zugelassen, die Sammlungen von Gesetzen und amtlichen Verordnungen enthal­ten oder Naturwissenschaft, Staatsivissenschasten, Gesetzeskunde, Heilkunde, Erziehungswesen, Philo­sophie, Theologie, Technik, Handel, Landnnrlschaft, Literatur und Künste betreffen. In englischer «Lnache sind zugelassen die Bücher des Tauschnitz- VerlagS, die rote Bibliothek der Firma.Drockhaus und die englisckzen Bücher des Verlags Nelson u. Co. in Leipzig.

Dre Bücherpakete unterliegen einer besonderen Prüfung durch die britische Zensurbehörde, sie müssen deshalb durch farbige Zettel mit der Auf­schriftBückier" gekennzeicchret sein.

Wertpakete zwischen dem britischen Be­satzungsgebiet und dem unbesetzten Deutschland dür­fen nur noch folgende Gsgmstände enthalten: Bar­geld oder Papiergeld (Banknoten, Schecke, Wechsel, Tratten) oder Sicherheiten unter Berücksiclstigung der oben aufgeführten Ausfuhrbeschränkungen nach dem unbesetzten Deutschland, Gegenstände aus Edel­metallen und Edelsteinen, Urkunden und amtliche Schriftstücke.

Pakete, die den Vorschriften nicht entsprechen, können von der britischen Militärbehörde beschlag­nahmt werden.

Der VersandvonWarenproben wird auch im Verkehr mit dem unbesetzten Deutschland wieder zugelassen.

Gtenzschutzsoldat Hirschberg traf DLontng abend am Rathaus zwei Amerikaner, die er nach deren Pässen fragte. Da erwies es sich, daß sie keinerlei Auswcispapiere bei sich führten. Plötz­lich zog einer der Amerikaner einen Armee- revolver und tötete den deutschen Sol- daten durch »loei Schüsse ins Herz. Während her Fluckst wandte sich der Tater um, schost aber­mals und verletzte seinen ihm folgenden Karne-

derrksche yhyfc.ua Rfgefelwi. einer verekniguns der Brückenköpfe Kob len, und Mainz zurustirmnen. Die irutfdx Regierung liest heule antworten, daß sie sich nach sorgfältiger Prüfung der Frage mit der Besetzung des neutralen Ge­biets zwischen den Brückenköpfen 5doblenz und Mainz nicht einverstanden erklären könne. Der deutsäE Vorsitzende protestierte gegen die nrillTürlicbc Beitreibung einer bedeutenden Zahl Schlaclstttcrr durch die französisäien Besatzungs- bchörden. Er ersuclste die Franzosen, falls Requi­sitionen unvermeidlich seien, sie durch die beut-* |d>cn Kreisbevollmächtigten vorzunehmen, um eine gerechte Verteilung aus die einzelnen Bezirk zu sichern.

Lloyd George bleibt vorläufig in Paris.

Paris, 19. März. (WTB.) Lloyd George Hal beschlossen, Paris vorläufig nicht zu verkästen, um den wichtigen Beratungen über die Friedenskonferenz und den Völkerbund teilzunehmen.

London, 18. März. (WTB.) Reuter. Ter VriefWilsons,Clemenceausund Or­landos an Lloyd George wurde in Paris unter dem 17. März amtlich veröffentlicht. Er hat f 0 l - genden Wortlaut: Um zu vermeiden, das; die Welt auf 'den Frieden länger zu warten braucht, als tatsächlich unvermeidlich ist, scheint es uns dringend notwendig, dast Sie in Paris verbleiben, bis die Haupt,'Lclzlichsten Fragen, die mit dem Frieden in Zusammenhang stehen, ge­regelt sind und wir erstickten dringend, diesem! Wunsch Folge zu geben. Wenn Sie es ermöglichen können, weitere zwei Wochen zu bleiben^ so hoffen und glauben wir, dast dieses hochwichtige Ereignis erreicht werden kann. Wir schreiben dies mit vollem Verständnis für die dringenden Ange­legenheiten, die Sie nach England rufen und sind uns des, Opfers, nm das wir Sie ersuchen, lebljuft bewustt.

Die Cparlakas-Agilnlion.

Berlin, 19. März. (WTB.) In einem Flugblatt erklärt der S Pa r takr st enbu nd, dast der letzte Generalstreik zu einer Besitz­ergreifung der politischen Macht rwch nicht füh­ren konnte. Ter Zeitpunkt der politischen Mackst-

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ergrrifung durch das Dvoketariat fei beim go­to mmen, wenn nicht Berlin, Leidig, dos Rhein­land oder Westfalen abwechselnd oder nacheinan­der streiken, sondern wenn der General Kreit trt ganz Teutschland gekommen sei. Diesem Ziel seien die Spartakisten in dem letzten Kampf um Meilen näher gekommen.

TerVorwärts" bemerkt hierzu: Ter Spar» takusiTund will also die demokratische Berfasiung, die sich das Volk selbst gegeben hat, durch einen Generalstreik stürzen. Er wird vor einem be­waffneten Kampf nicht zurückschrecken. Daraus fann nur ungeheures Unglück entspringen. Wir werden daher mit aller Kraft frei ter kämpfen Spartakus wird nicht siegen und die ihn unter stützen, werden durch eigene Schuld mit ihm unter die Räder kommen.

Der Allschlaß Oesterreichs av das Reich.

Weimar, 18. März. (WTB.) 3m Derfastungs- ausschutz der Nationalversammlung wird morgen der Antrag des Abg. Dr. Naumann (Demokr.) beraten werden: 3n der Verfassung ist folgendes zu bestimmen Deutsch-vesterreich tritt als Ganzes als ein Glied­staat dem Deutschen Reiche bei. Etwaige Abänderungen bestimmen die im Einvernehmen mit Deutsch-Oester- reich zu erlastenen Ausführungrgesetze unter Berück», sichtigung der im Artikel 15 festgestellten Grundsätze Eine Abfindung für daS GroßhcrzogUche Hanf

in Baden.

Berlin, 19. März. Laut einer Meldung des Lokalanzeigers" aus Mannheim verzichtet bei der Dermögensauseinandersehung zwischen der Grohherzoglichen Familie und der Republik Baden der Grohherwg auf alle ihm zustchenden Rechte auf seine Besitztümer und erhält dafür eine Darabfindung von mehreren Millionen Mark. Die Grotzherzogliche Familie erhält für sich das Schlotz in Baden und ein Landhaus in Badenweiler, sowie ein kleines 5chloh in der Stadt Freiburg. Alle übri­gen Schlösser gehen in das Eigentum des badischen Staates über. Prinz Max von Baden erhält ein« Abfindung, die die Hälfte der Abfindung des Grotz- herzogs beträgt. Eine Abfindung für sein Recht aus den Thron erhält der Grotzherzog und seine Familie nicht. (Er hat auch darauf keine Ansprüche erhoben

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