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Gilihab Amrs.
Roman von H. A. Adams.
'Rmbbni* verboten. Fortsetzung 65
„9tem, ich liebe dich nicht, Sibyl. O vergib mir, aber ich tarnt nicht. Ich- habe versucht, es dich nicht merken zu 1 affen, deinetwegen, deinetwegen. Herr Jones hat mich dazu überredet. Aber jetzt acht es nicht fo weiter. Du willst doch nicht, daß ich dich weiter betrüge, Sibyl? Das willst du doch nichts
„Du liebst mich nicht mehr!" Das Mäd- djen stcnrd aufgerichiet, stolz aufgerichtet stand sie da. ,^Jch bin froh, daß ich es nocl) zu rechter Zeit erfahren habe. Ich hätte mich tonst — immer weiter betrogen. Und mir ist, als ob ich es die ganze Zeit über ge- nmßt hätte, 'jfber ich wollte es nicht glauben — mein Herz wehrte sich dagegen. Aber jetzt weiß ich es und jetzt kann ich mutig fein wie du."
„Was konnte ich tun, Sibyl?" murmelte der junge Mann in seiner Not, „was formte ich tun, als es weiter führen?'"
«Sdynetl, wie der Stoß einer Schlange, kam dec Ruf des Mädchens: „Du liebst eure andre!"
„Ja, ich liebe eine andre."
„llnd wie . ft« hWnsrT
,F), feit einem Monat.""
„Seit einem ganzen Monat?"" Es war beinahe zu viel für fit, obgleich sie sich wie sie glaubte, auf alles gefaßt gemacht hatte. „Also ist alles diese ganzen letzten drei Wochen über nur Täuschung gewesen ? O Horace, wie fonntest du das tun?"
„Ich tat es deinetwegen. Herr Jones sagte, es fei das einzige, was zu tun übrigbleibe. Er sagte, es würde dich täten, wenn du es merktest."
„Alles kam also von chm, meinem Ritter (Nalahad?" Sinnend sagte sie es; dann mit einem Schluchzen des Zornes: „Er hält mich für ein Kind!"
„Er dachte nur an dein Glück," widersprach der Mann.
„Ja, ja!" Ungeduldig räumte Sibyl diese Möglichkeit ein. So eittließ sie chn beim völlig und endgültig mit dem Seufzer: „Er hat mich geliebt! Ich sehe es nun. Er wenigstens hat mich geliebt" Aber das Wort „ittebe" brachte sie plötzlich zu sich selbst und ihren jammervollen llwten zurück.
„Aber du? Du liebst sie, liebst sie wirklich — das andre Mädchen?""
„Ich liebe sie,"' sagte Horace mit ernster Aufrichtigkeit.
„Ah!"
Es war der letzte Ruf eines brechenden
-«Mn». llnervittttch klar und deutlich tarn et daher tm Rauschen des Südwindes
Ernten Dugenbluk stand das Mädchen aufrecht, dairn stl)wcrnkte sie, fast unmcrHid). Horace streckte den Arm aus, um sie aufzufangen. Aber sie nahm sich mit äußerster Anstrengung zusammen und streckte ihm abwehrend chren schmächtigen Arm entgegen.
„Nicht du! Nicht du?" flüsterte sie.
Und während er so zurückgetviesen da- stand, ersäzauerte sie, wie ein Waldbaum unter dem lebten Hiebe der Axt erschauert, ehe er fällt. Wie ein gejagtes Tier warf sie chve erschrockenen Blicke umher.
Galahad Jones stand an ihrer Seite.
„Ah! Mein Ritter! Mein wahrer Ritter! Mein Ritter Galahad!"
Hier war ihr Hafen, chr Ruheport. Hier war der vor allem Kummer und allen Schrecken des Lebens geschützte Zufluchtsort.
In feine Arme flüchtete sie sich jetzt am Ende voller Dank, in seinen Armen Der- flackerte ihr Leben.
Galahad fdjaute empor von dem toten Gesicht, beim viele Menschen standen um sie her. Er meinte den Fleischer zu erkennen, und ohne daß er sich darüber verwunoert hätte, auch die Gestalten Ems und Käthics. Und von der andern Seite der Laube waren zwei Mämier mit blaffen Gesichtern auf getaucht, und immer noch ohne Erstaunen erkannte Galahad Sibyls Batet.
Der andre Mann schaute scharf in vab Angesicht der zarten Last in seinen Armen, berührte sie mit sachverständiger Hand und wandte sich dann an den Va.er.
„Ja, es ist vorbei,'" erklärte er ertrsthasi.
„Nein, nein, Doktor! Sie ist nur ohn- mächtig," flehte der geschlagene Mann l>off- nungslos.
„Nein. Das Ende ist gekommen. Es mußte kommen. Ich wundere mich, warum es nicht fdyon vor einer Woche kam."
Sie legten des Mädchens schmächtige kleine Hülle auf das Gras unter dem Sternenhimmel. Ein Diener war mit einer Laterne aus dem Hause gekommen. Der Doktor erledigte seine kurze, nutzlose Untersuchung und stand bann sästveigend auf.
„Es war ihre einzige Aussicht," sagte er endlich, denn es war eine erwartungsvollc Stille über die ganze kleine Gruppe erschrockener Zuschauer gefommen. Der Arzt wandte sich an Herrn Bvach: „Sie sind nicht zu tadeln. Es war eine letzte Möglichkeit, und wenn sie nicht versucht worden wäre, würde das Ende genau fo gekommen sein — in der Tat, es würde früher gekommen jein."'
„Aber sie hat mir alles gesagt, sie beichtete mir an diesem Nachmittage, und ich gab nach — und nun ist es doch zu spät."
(Schluß folgt.)
Dentschnationaler Handlnngsgehilfen-Verband Ortsgruppe Gießen
Donnerstag, 20.rssebr.,abends7Uhr t. Wintergarten deS Cast Amcnd:
Geffentliche Versammlung. $ortri8 des ßmoril. £Min, Wch'urt'M. über das Thema:
„3ei!sragen der kaufmännischen Ange- stellien in handel und Industrie." Wir laden hiermit alle kaufmännischen Angestellten von Gießen und Umgegend zu diesem ^or» trag ein (2145cl Der Vorstand.
Durch jede Buchhandlung oder durch die N. G. Elwert’sche Verlagsbachhandlung, Marburg ist geg. Einsendung v.M. 1.3t) portofr.erhältlich:
Ein freies Hessen! """
len einigen Deutschland!
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Kein Partikuiarismus! Keine Zertrümmerung! sondern Reichseinheit durch Föderation!
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Gießen, de» 18. Februar 1919. 2104 B
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Laut Beschluß der Stadtverordneten-Versamm- lunn find die Gaovreile vom 1. Januar 1919 ab wie folgt festgesetzt:
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Die Miete tut die Messer bleibt bestehen.
Gießen, den 18. Februar 1919. 2105V
Stadt. GaS- und Wafferwerk: Steding.
Der Plan über die Erweiterung der unterirdischen ZementkanaUinie in der Bahnhosfirahe liegt bei dem Telegrapuenamt in Gießen von heute ab 4 Wochen gus.
Darmstadt, 19. Februar 1919.
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