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mehr S-Iciidj&rten zuaeteii Weitere Unrcgelmä^Mrter

in

statt.

Kreis Schotten.

fitzmrg, zu der sich eine große Anzahl ZuVr«, meistens Arbeiter, eingebunden hatten, zu einer mehrstündigen erregten Aussprache. Wie der Vor­sitzende des Lttrcnsmittelamts, Bürgermeister Mueller, mittette, hat Dietrich zwei Familien mehr FleisäKirten zuaeteitt, als diesen zukam. Weitere Unrcgelmäßtgtz:ften, die in der Stadt erzählt und die auch hier zur Sprache gebracht wurden, i. B. einige Angaben bezüglich Vergebung vvn Milch und Schmalz, sind nidX fest gestellt. Ein Faß, Sännalz, dessen Fehlen Dietrich sofort gemeldet, hat die Fleisd-rrinnuna, trotzdem sie es nicht erhielt, freiwillig bezahlt, ohne etwas von den gcfdjiÜ>ertcn Vorwürfen gegen den Leiter der Fettstelle zu wissen. Die Berl)oirdlung endete damit, daß beschlos,eu wurde, Dietrich sofort aus seinem Amt zu ent lernen. Sein Atandat als Sladt-

fallen und mit einem Beil oder Hammer niedergeschlagen. Der Räuber entriß ihm die Brieftasche mit etwa 700 Mark barem Geld. Der Ueoerfallene wurde später von Geschäfts­kunden aufgefunden.

Eine stürmische Stadwerordneicusitzung.

Q Marburg, 17. Dez. Seit einigen Wochen gingen hier Gerüchte um, daß sich im stcLtisrhen Lebensmittelamt Unregelmäßig keilen herausgestellt hätten. Die Beschuldignrngen richteten sich gegen den Leiter des Fleisch- und Fettbureaus, den früheren Gastwirt Dietrichs der zugleich Stadt­verordneter ist. Nachdem sich in den letzten Tagen die beiden hiesigen sozialdemokratischen Parteien in ihren Versammlungen schon demFall Dietrich" befaßt hatten, führte dieser in der gestern abend abgehaltenen Stadtverordneten-

np. Ulrichstein, 17. Dez. Nun ist auch das zweite Postauto der Po sta kt iengese l l- s ch a f lHier oben angefommen. Es ist ein gebrauch­tes Sanitätsauw, dem erst andere Fenster ein» und andere Reifen aufgesetzt und eine passende Sitz­gelegenheit ein verleibt werden muß. Dann kann es einspringen, wenn der große Wagen wieder lahmt.

Kreis Friedberg.

Q. Bad-Nau-eim, 17. Dez. Das Ehepaar Bernhard Langsdorf III. kann morgen,Freitag den 19. d. Mts., das Fest der go ldenen Hoch­zeit begehen. Beide Elreiattcn erfreuen sich voller Rüstigkeit und guter Gesundheit. Bei einem Einbruch in das Bureau der Kohlen Handlung von VH- Müller fiel den Dieben unter anderem eine Schreibmaschine und eine Registrierkasse in die Hände.

von Gooßen-DuseS aus, da bis tzmn festge­setzten Tag keine Antwort einaetrvfsen war, der Streik proklamiert. 23a§ ote Ablieferung der Milch anlangt, so wiro der Stallpreis der Milch ab Jaiurar 1920 auf 80 Pf en- nig erhöht werven.

Beuern. 15. Dez. Der Krieg Hot in Vnserem etwa 1000 Einwohner zählenden Dorf 63 Todesopfer gefordert. Von den in Gefangen­schaft befindlichen Leuten sind aus englischer Ge- «angenschcift drei zurückgeb:htt: August Ranft, Nachtigall und Heinrich Koch. Koch fiel ver­wundet hi die Hände der Engländer und beklagt sich bitter über die wenig sorgfältige Belxindlung seitens der ntglifto Acrzte, so daß eine ridftige Heilung nicht erfolgte. Aus französisc^r Gesangensckxlst als Zivilgegangener ist kürzlich der Missionar Walther zurückgcÄchtt. Er bc and sich bei Kriegsausbruch als Missionar in Kamerun. Wie barbarisch dieritterlichen" Franzosen mit diesen ftamcnntbeutfdm um gegangen sind, geht aus seinen Scksilderungen frarer. Einmal wurde ihnen milzbrandttankes Fleisch verabfolgt, das sogar die Aasgeier verschmähten. Es mußte von 7 vis 12 und vo-n 4 bN 6 Uhr mit einer kurzen Hacke Gras gepickelt werden, wobei sich ticincr cufridjten durfte, andernfalls er von einem ©djnwrjen geschlagen wurde. Eine besonders schwere Strafe waren die Daumschrauben und das Wageredühalten der mit einem Holzklotz beschwer­ten Arme aus längere Zeit. Wer die Arme vor­zeitig sinken ließ, wurde mit der Nilpf-erdpeitsch? vom Vorgesetzten und mit Kolben stützen dreier Schwarzen b^rrbeüct. Jetzt sind noch fünf Mann in frcrnzösisclrer Gefangenschaft, einer ist noch fn Sibirien, von dem vor zwei Jahren die letzte Nackrricht kam.

P. Nieder-Bessingen, 16. Dez. In der jetzigen Zeit wird so viel über H o l z n c t geklagt. Hier scheint die Holznot aber noch nicht groß zu sein, das sieht man, wenn man in den hiesigen Gemeindewald kommt. Da liegt nun schon 14 lange Jahre hindurch Eichen grnben- halz, welches seiner Zeit von einem Zimmer­mann Keßler aus Annerod bei Gießen gekauft und bezahlt wurde: der Spund ist verfault, aber der Kern ist. noch hart wie Stahl. Diesen Som­mer scheinen ja einige Fuhren davon abgefahren worden iit sein, aber wie oft noch wird das Holz Fuhrleuten und Holzhauern im Wege liegen und muß feinen Platz wechsln. Schade, daß keine Stadt in der Nähe ist, hier könnte man billiges Holz holen.

Kreis DÜdiitaen.

4- Ortenberg, 16. Dez. Heute feierten die Eheleute Heinrich Eisenhut intb Bar­bara geb. Schneider das Fest der silbernen Hochzeit. Die diesjährige Weihnachts­feierder Kleinkinderschule findet bereits am 4. Advent nachmittags V-5 Uhr in der Kirche

Zur «arloffelversorgung.

X Kassel, 15. Dez. Unter dem Namen .Lurhessischer 2an bber ban b" haben sich die bedeutungsvollsten landwirtschaftlichen Ver­bände und Körperschaften des Regierungsbezirks Kassel zu einer Bereinigung zusammengefchlossen, um die lcLienswictzigstsn Fragen der Landwirtschaft gemeinsam zu erörtern und zu vertreten. Ihm ge­hören an: Die Landwirtschaftskammer für den Regierungsbezirk Kassel, der Bezirksverband der Bauernschaft Kurbesscns, der l-esfische Verband ländlicher Genossenschaften, der Verband landwirt­schaftlicher Genossenschaften für den Bezirk Kassel und angrenzende Gebiete, der Bund der Landwirte (Bezirksabteilung Kassel), sowie-, der Deutsche Bauernbund (Bezirksabteilung Kassel). Die erste Tagung des Verbandes hat sich u. a. mit den neuesten Zwangsmaßnahmen auf dem Gebiete der Kartoffelbewirtschaftung besaßt und einstimmig die Absendung einer Entschließung an die zuständigen Reichsstellen beschlossen. In dieser Entschließung wird Bezug genommen auf bie Anordnung der Provinzial kartoffclstellc Kassel, die den Selbstversorgern für das lausende Wirtschafts­jahr die ihnen zu belassende Kvpfmenge von fünf auf vier Zentner herabsetzt. Gegen diese Maßnahme, die sich nicht auf das gesamte Reichsgebift, sondern

nur ans die Prmftnz Hessen-Nassau erstreckt, er hebt der Kurhefsische 2anbuerbaub den all er schärf­sten Protest. Er fordert schleunige Zurückziehung dieser Anordnung.

Annst und Wissenschaft.

Tbeaterskanval in München.

München, 16. Dez. Am Dtontag kam es

ohne Einfluß von anderer Seite gehandelt zu haben. Man faub bei ihm noch weitere Spreng­körper, darunter auch Glaskugeln, anidicinenb Stinkbomben. Die Vorstellung wurde später bei erleuchtetem Hause zu Ende geführt. Die Hyatcr-- leitung hat sich der Poltteidircktion gegenüber, die die Weiteraussührung deS die fitthrixn An- chauungen weiter Kreise verletzerwen Aedekind- chen Einakterzyklus verbieten wollte, bereit erklärt, wenigstens von Sonntageaussührungen abzusehen.

Gerichtssaal.

rm. Darmstadt, 16. De). Der Offen- bacher Spartakistenpulsch hat gestern einen weiteren, voraussichtlich den letzten der be Bannten TeilTrehmer, vor die SchranSen zitiott. Der 28 Jahre alte, vielmals auch wegen Diebstahl vorbestrafte Fuhrmann Karl Ries aus Offenbach, der in der Eiseirreichschen Schwurgerichts Verhand­lung nur als Beuge geloben war, wurde damals durch eine andere Zeugin, seine eigene Sd)wieger- ntutter, unter Eid schlvcr belastet, da diese erfiärte, Rios fei bei Erstürmung des Kasernentores w Offenbach imb der ganzen KommrmistcnbeTv^rmrg beteiligt gervesen. Er ist im allgemeinen geständig, will aber bei dem Aufruhr nur aus Neugierde mit- getan haben. Ries echält vor der Strafkammer deshalb 2 Jahre Gefängnis. Da er sich aber noch wegen zweier schwTver Diebstähle, die er im Mai unb Juni d. I. bedangen, ju verantworten hatte, wird er in eine Gesamtstrafe von 4 Jahren Zucht­haus und 3 Jahren Ehrverlust genommen

veHkml setzte».

Die ExplosionSkatastrophe in Mariensiel.

Berlin, 17. Dez. (WTB.) liebet bie Ex- plosionskatastrophe in Marien siel wird derB. Z." berichtet, daß die qefamtr Munitionsmengc des Munitionsdepots in die Lust ging. Es wurde ungeheurer Schaden angerichtet. Bisher wurden 20 Tote und etwa 60 Verwundete geborgen. Der Eisenbahnverkehr zwischen Ml- helmshaven und der benachbarten Ortschatt Sande mußte eingestellt werden. Auch die Teleorahen- und Femsprechleitungen in der Umhegend wur­den größtenteils vernichtet. In fDtarienfiel selber ist kern Haus unbeschädigt. Die Brücke über den Emsjade-Kanal ist infolge Beschädigung nicht be- nutzimgsfähig.

Alrchttche Nachrichten.

Israel- Religivnr - Gesellschaft Sabbatfeier b. 20. De» 1919. Freitag abd. 4.00. Samstag norm. 8.30. Prttngt. Nachm. 3.30. Sab- tatausgang 5 20. 8Bo*ieng»tte4bienft: nurg 7.10, abdS. 4.00.

Israel. SeligionSgcmetnbe. Gottes­dienst m der Synagoge (Süd-Anlage). SarnStag, 20 Dez. 1919. Voradd.: 4.30. Morg.: 9 Pre­digt. Abds.: 4.40 u. 5.20.

verordneter hatte er fdjon vorher niedergelegt.

Eine Zimme-börfe für Reiserde.

** Siegen, 16. Dez. Zur Behebung der Not des reisenden Publikums bei bet Sudx nach Unterkunft ist in Siegen im Bahnhoshotcl Huthstemer ein Zirnrnernaduveis (Zimmerbörse) ür die Reifende-n eingerichtet worden. Man refft, nunmehr auch bei neu eintretenben Verkchrsfchwierigkeiten alle Unterkunftsuchen- den unter zcwr engen. *

--- Franksu rt a. M., 17. D^. Aus den Lagerräumen der Adler-WerÄ.' hat der Heizer Max Streit, der sich duld) Nachsdüüssel Zutritt zu den Räumen verschaffte, in den letzten Wochen etwa 50 neue Schretbmaschinen gestohlen unb an Hehler weiter veräußert. Einige der ge­stohlenen Masdnnen konnten noch herd.-igeschafft werden. Der Dieb und mehrere Hehler wurden bereits Der haftet. In der vergangenen Nacht wurden aus einer Wohnung der Rl-einsttasx Gegenstättde im Worte von 100000 Mk. geswhlen.

«= Frankfurt a. M., 17. Dez. Im Treppenaufgang einer hiesigen Genossenschaftsbank will der 14Vrjährige Lehrling der.Kula" über­fallen worden sein, wobei der Täter ihm Pa­prika in die Augen gestreut haben soll. Dann fort der Räuber ihn seiner Geldtasche mit 53 500 Mk. beraubt haben. ä

[J Marburg, 17. Dez. Auch für den Krets Marburg ist die Errichtung ebur sog. Bolks- hochschu le ins Auge gefaßt worden. JmLand- ratsamt fand bereits eine diesbezügliche Be­sprechung statt.

Starkenburg und Rheitchesfen.

X. T a r m stadt, 15. Dez. In dem- Kon* kur sver f a hren über das Vermögen des Kauf­manns und Bankiers Leopold Kahn, Inhabers der Firma Gebr. ftabn, soll jetzt eine Abschlagszahlung in Höhe vvn 5 Potent erfolgen. Zu berüchuh- tigm sind nicht bevorrechtigte Forderungen von 5 c5 804 Mk., bie verfügbare Masse beträgt heute 28 790 Mk.

Kreis Wetzlar.

ra. Brandoberndorf, 18. Dez. Jin hie­sigen Jagdbezirk stieß am Sonntag der Pächter mit feinen Iagdgästen auf drei Wildere r, wo­bei Karl Hofmami aus Kleeberg getötet und ein anderer Wilderer verwunde t wurde.

Hesfen-Nasfau.

Werbmlgen für bie Fremdenlegion!

F r a n k s u r t a. M., 17. Dez. Seit einigen Tagen enthalten französifche Agenten im besetzten Gebiet unb in der neutralen Zone, besonders auch in der Stadt Frankfurt selbst, unter jungen Reichs­deutschen eine systtmatftche und rührige Werlx- tätigteit für den Eintritt in die berüchtigte Frem­denlegion. Vor allem wenden sich die Werber an junge stellenlose Leute vom 17. Lebensjahre an, dann an Heimgekehrte aus dem Baltikum, b?n*n sie u. a. vorfpiegeln, daß sie ihnen reich; Ar­beitsgelegenheit mit hohen Verdiensten oder die Mitwirkung an der Bekämpb-ing ds Bolschews- mus verschalen können. Die Opfer werden von den gewisienlosen Werbern auf offener Sttaße ange­sprochen und veranlaßt, nach Mainz zu fahren, wozu sie fofort ftanzött-che Einreisepässc erhal­ten. 5&nn hier kommen die Leute in Sammeltrans­potten nad) Fran kreid) bzw. Ofta'Tifa. Ein grö­ßerer Transport soll gestern von Mainz abgesandt worden sein. In der vorigen Woche, so erfahren wir von zustäichiger Seite, wurde hier in Frank­furt eine Anzahl junger Leute auf die geschilderte Weise zur F-ahtt nach Mainz veranlaßt. Hier erfuhren sie er ft, daß sie in die Fremdenlegion eintreten mühten. Einem gelang es, zu fliehen und nach Frankfurt zurückzukehren und hier über seine Erlebnisse unb das Schicksal seiner Lands­leute zu berichten. Diese Vorfälle mögen für un­sere jungen Leute eine dringliche Mahnung fein! Wer einmal in die Hände der gewissenlosen fran­zösischen Agenten und Söldlinge gerät, ist für immer der Hölle der Fremdenlegion verfallen. Ein Zurück gibt es nur in den allerseltensten Fäl­len. Wer aber von Agenten angcsprocdm oder unter dem harmlosen Vorwand zum Mitgehen ufro. veranlaßt werden soll, möge sofort Alarm schlagen.

Rauhutordversuch.

= Frankfurt a. M., 17. Dez. Der 51jährige Althänoler Jakob Weber, Saal­gasse 36, wurde heute früh gegen 9 Uhr in seinem Geschäftslokal vvn einem bisher nicht ermittelten Manne mittleren Alters über-

... den Kammerspielen wieder zu einer Kund- ocbuiig gegen die Ausführung vonSchloß Wetter- Itein", der dritten feit dem Premierenskandal am 6. Dezember. Ein Vizefeldwebel der Rcich.ttoehr warf diesmal bald nach Ausgehcn des Vorl-angS Sprengkörper auf die Bühne. Begreislick>erweise entstand infolge der Detonation ernt Panik im Publikum. Der Vorhang mußte fallen und das verdunkelte Haus wurde wieder erhellt. Der Täter wurde von der Polizei entfernt. Er erklärte,

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Deiß.Nidda - Nidda Leihgestern - Gießen

Dezember 1919.

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