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helleren Ton braunvwlett gedruckt, ebenso der ten in Schönbach 100 Mk. und für die Vordruck ..Postkarte" auf den Harten für den I Siedelungsgesellschaft 5000 Mk. bewilligt.

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las Sem bejetzten Gebiet.

«= Frankfurt a. M., 16. Okt. Dom Mini- terium des Innern in Berlin ist die Stadt zur Be. reithaltung militärischer Gebäude angefordrrt wor­den, damit hier Militärpolizei einquartiert wer­den kann.

= Mainz, 16. Okt. Das 15tägige Verbot der sozialdemokratischen .D o l k s st i m m e" aus Frank- urt für das besetzte Gebiet ist um zwei Dtonate verlängert worden.

Weg diescr JLststellung r-ll geHarbin werden ün Einvernehmen mit den Landesregierungen. Die . Pflege der Kriegergräber soll würdig, wenn auch ein­fach durchgesührt werden. Den Antrag der U.S.P- auf eine allgemeine Sozialisierung des Heilwesens bitte ich abzutehnen. Die Zeitungsverbote, von denen gesprochen wurde, fallen unter den Belagerungszustand. Ärbeiterräte, die sich an die Stelle der viegierung setzen woben, müssen verschwinden. Meine Rede war keine Kampfansage an die Arbeiter.

Minister R o S k t: Das Verbot der Iugcnd- »ähmgen ist erfolgt wegen eines Inserats mit der UeberschristDer Starrt als Üliörber". In Berliner itranfcnbduicnt Unut heute nicht operiert irerden, weil die Genossen der Frau Zieh die Kraftiverle lahmlcgen. (Lärm, Zuruie. Ordnungs­ruf an den Aog. Geyer.) Ich hone, die Hraftiucrte in Gang zu bringen, auch das in Bitterfeld. Wer «eiter den Bersuch macht, lebenswichtige Betriebe zu Hören, nnro mit Geiangnis bis zu einem Jahr bestraft werden. (Bravo.) ttußeroem werden die, die solches versuchen, mtt größter Beschleunigung hin­ter Schloß und Riegel gefetzt werden. Zch werde Leben und Gesundheit so vieler Tausender zu schützen wissen. (Starter Beifall. Lärm bei den ttn- , abhängigen.)

Abg. Frau Zietz (US.): Än dem Metall- arbciteritrcit sind die polizeilichen Vtaßnahinen schuw. Der-luSbau der Screrkvrccherorganiialion wird von Roste betrieben. Wenn Roske tuetter das Recht mit Füßen tritt und Gesängnisstrafen an* droht, warum läßt er nicht schießen ?

Minister Noske: Gewalttaten sind von der Regierung lediglich abgewehrt worden. (Lärm bei den U<d. ; Beifall.) Daran wird die Regierung un­ter allen Umstanden festpatten. Jeder Versuch dieser lagt, einen Umsturz ui Ihrem Sinne (zu den UL.) zu machen, wird entschlossene Gegnerschaft finden. Derr Sxntc wird das Loch finden, wo er seine Paul in Sicherheit Dringen wird. (Zwi)chenrus des Ab- geordneten Penve, d.r zur Ctbuimg grrusen wird. Das zloalitionürecht der Aroctter wird von uns nicht angetajtet; aber ui Berlm handelt es sich darum, baü versucht wird, hunderttausende von Arbeitern in den (streit zu treiben, die tocxrStreit- noch AroeilStoienunterstutzung zu erwarten haben. Tarunler zu leiden haben die Arbeiter und armen TeuftL Tas Mast der Nichtswürdigkeiten uiü> ^dximloiighüat, oaS von den tlnUuigem der Frau Zietz seit 'Monaten gegen Andersdenkende geübt wor- den ist, über.risst tausendfach das, was jemals unter dem allen Regime von mir und meinen Freunden gegeißelt woroen ist. Don diesem Druck befreit zu werden, danach lechzen viele, und wir werden ihnen helfen. Ich habe dem Berliner Magistrat befohlen, Sorge zu tragen, dass die Betriebe in Gang gehalten werden. Der von mir eingeleitetc Apparat der Rot,

Höhung der Gebühren notwendig geworden. Sie werden jetzt von der Reichsoruckerei herge,teilt und Louunen voraussichtlich noch tut Lause dieses Aconats zur Ausgabe. Erwrderlrch ist vor allem eine Karte zu 15 Ps. Sie wird mit dem Wert- stempel der Fünizehnpfennigmar^ hergestellt. Dieter erhält aber eine neue Farve. Tie erste Aus­gabe dieser Marte war s. #. heUbraun. Tie Ge­schäftswelt fano aber, das |ie sich allziuoenig von der hellgelben Marte zu 71/, Pf. unterscheide. Ls wurde deshalb die fetzige dunkle Farbe etnge,uhrt. Diese hat aber den tlebelstand. Daß der Posifrempel auf dem dunklen Hintergrund oft undeutlich ist. Die neue Fünizehnpiennigmarke wird besyalo im

Arr» Stadt und Land.

Gießen, den 18. Ott. 1919«

Weitere Einschränkung de» verbrauch- von Gas und elettr. Licht.

Der Vorsitzende des Demobllmachungsansschusfes Gietzen-Stadt erläßt im Anzeigenteil unseres Blattes unter Androhung von Geldstrafen bis 100 000 Mk. oder (Entfernung der Verbrauchsmesser einschnei­dende Maßnahmen zur Einschränkung des Verbrauchs von Gas und elektrischen Lichts.

Fabriken und Gewerbebetriebe sowie Läden mit offenen Derkaussständen dürfen nur von vormittags 7 Uhr bis nachmittags 41/, Uhr beleuchtet werden, ausgenommen sind Apotheken, Der- kehrsbetriede, Anstalten und Betriebe mit Doppelschichten oder mit Tag- und Nachtarbeit. Lebensmittel- und F ri j e u r g e f ch ä f t e dürfen bis abends 6 Uhr beleuchten; Bureau- räume bei Privatgeschäften und Behörden von vor- mittags 8'/, bis nachmittags 4 Uhr- alle öffent­lichen Lokale von 4 Uhr nachmittags bis 10 Uhr abends- Lichtspielhäuser, Theater, Klub-. Konzert-, Vergnügnngs- und Versammlnngsräume von 7 Uhr nachmittags bis 10 Uhr abends.

Reklamebelenchtung ist verboten. Glek- ttische Kraft darf nur entnommen werden in der Zeit von vormittags 8 Uhr bis nachmittags 4 Uhr. Aus­genommen hiervon find Bäckerein.

3n der Haushaltung dürfen nicht mehr als zwei Flammen gleichzeitig brennen und der monatliche Ver­brauch an elektrischer Beleuchtung darf 20 Kilowatt- tunben oder bei Gasbeleuchtung 50 Kubikmeter nicht übersteigen. Verbraucher Haden für jede über die zu- gelafsene Menge hinaus verbrauchte Kilowattstunde und Kubikmeter Gas ein Aufgeld von 50 Pf. zu zahlen.

Die Benutzung aller Gasbade» und Gasheizöfen, sowie Gas-Warmwasjeranlagen ist verboten.

Lebensmittel.

Kartoffelversorgung. Vom Lebensmtttelaml geht uns die erfreu­liche Mitteilung zu, daß es der ©tobt gelungen ist, etwa 250 Zentner Kartoffeln durch Autofuhren hereinzubekommen. Es konnten sämtliche Geschäfte be­liefert werden, die ab heute pro Kopf bPfund gegen,die Kartofselmarke 42 abgeben.

* (Eine S onber juteilung von frischem Rindfleisch gelangt am Montag auf den Bestell- ausroeis der Fleischdarte der 43. Bloche zur Ausgabe. Der Preis wird in den Metzgerläden bekannt gegeben. (Es entfallen 150 Gramm au, die oerforgungsberechtigte Person; Kinder unter 6 Jahren erhalten die Halste.

* Detroleum-Berteilung. An bie» ienigen Familien unb Einzelpersonen, die zuffolge löetanntmaüjuno vorn 3. Otvover 1819 ihren Be­darf m Petroleum angemeldet haben, erfolgt Mon­tag den 20. d-. Mts. die Markevübgabe. Siehe ÄÜytgriUeiL

* Aus dem MtlitLrwochenblatt. v. FrantenbergundLubwigsdorf, CblL im Znf.-Rcgt. 115, Der Abschied mtt der ge^-tzlichen Pension und der (Erlaubnis zum Tragen cer Regi- incnüuniform bewiUigt. Ter aus der Lriegs- gefangenichaft zurückgtlehrte Lt. v. Lyncker im 5cIbart.'biegt Rr. 25 zum Dbcrtt. mit Patem vom 25. n-chruar 1915 und gleichzeitig zum Hauptmann mit Patent vom 18. Cttober 1917 be,ordert. Lt. v. Keudell ün Feldart.-dlegt. Nr. 25 Da Ab- schied bereinigt v. Hoeppner, Gmerallt und Führer des 18. Arutcekvrps, bciti Rricgdbcginn icommaiueur Der 4. Kao.-Brigade, mtt 3J. Sep­tember 1919 in Genehmigung xnnes Ab.chieds- gefuchs mit der ge.etzlichch Pen.ion und dem Charakter als General der Kaoattertt zur Tis- poittwn gestellt

** Aus dem Theaterbureau.. In der Auff ühruiig von SchönherrsW e i b i 11 u f e 1" am nächsten Sonntag nachmittag sind Fräulein Rubner uiu> die Herren Telech mu> Feigei beschäs-

heizt ist.

* Anlagenmukik. Sonntag vormittag 11 Uhr inbet bei günstiger Witterung eine Aulagenmusik in der Süd-Anlage durch die Regimentsmufik des Reichs- wehr-Jnf.-Negts. Nr. 36 (Obermusikmeister Loder) mit nachstehendem Spielplan statt: 1. Ave Maria von Franz v. Schubert; 2. Ouvertüre zur Oper .Ilka" von F. Doppler; 3. Pilgerchor und Lied .An den Abendstern" aus der Oper .Tannhäuser" von Rich. Wagner; 4. .Die beiden kleinen Finken", Konzert- polka für zwei Pikkoloflöten von Th. Kling; 5.(Er weicht- der Sonne nicht!" Marsch von (E. Kaiser.

** Ein großes Bolts!onzert findet Mittwoch imJpotd Einhorn" statt (Siehe An­zeige.)

Gewerbeschule (Biefcen, Oberhessische ge» werbliche Lehranstalten. Wir weisen auf das In. erat in der heutigen Diummer bin unb machen be» anders aufmerksam auf die im kommenden Semester neu beginnende Maschinenbauabteilung und auf die kunstgewerbliche Fachdlafse für weibliche Handarbeiten, die zunächst zweimal wöchentlich, Mitt- wach und Samstag von 21/,51/, gehalten wird. Ferner sind, um Gesellen u|ro. In der Weiterbildung oder Vorbereitung zur Meisterprüfung zu unterstützen, Sonntag» und Abendkurse eingelegt

** Sperrzeit der Tauben. T« Besitzer von Tauben werden aufgefordert ihre Landen während der Saatzeit vom 20. Ollvder bis 15. Lv- tKinba 1919 ein zuhalten, andernfalls sie zu ge­wärtigen haben, daß sie desttaft und die Tauben von Dem Felds chutzperst-nal adgeichoiien werrirn.

* Tie Kohlenprerdu ktion in Hes­sen. Tie monatliche Statilllt der Lohlenpvoduttion des Landes Helfen weist für den ÜJtxnat S:p- tember 1919 fotgende jjafctat nach: An Rvh- brannLohlen wurden ge,ordert 32 689 Xoraien, ver­kauft wurden davon 11221 T.; der größte Tett der Rshkohte wurde weiter v^rarb-ttet uoer war zur wetteren Xkrarbeituug beitimmL Aus dm verorbeiteLLn Rohkohlen wurden n-^ai Schwelereo- probutteii erzeugt: 247 1. BraulttohtettorrLetts, 1549 T. 9tatzpr«ßsteine. Außerdem wurden in Reifen noch 4752 Z. Steinpoeßkohlen ertrugt. Unter Berücksichtigung der au» Vormonaten über» nommnum Destwwe, pro« be» Absatz^ uno Selbsv- oerbrauchs verblieben am Monatsschluß absatz- ,ahig: 2629 T. Rohkohlen, 318 T. Briketts, 2u88 T. Raßpreßstetne, zuiammeu 5035 T. Braun- kohlen und Brauntohlenprodutte im Gesamtwert von 253 350 Mart

** Neue Bostkarten fmb mtt bet Ort»

tigt Das Stück hat ui die, er Besetzung als letzte diesjährige Borstellung der Sommeripieizett in Bad-Rauheim au^eigt-wöhmichen ux,olg zu ver­zeichnen gehabt Die Regie inhrt verr Bolck. Die SolinLagavend-Bvr,»cllu.ig bringt inD o k - t o r it l a u 5" ein attes u.u> beneotti Lustspiel, oessen Wahl verschiedenen Anregwigeti aus dem Buolikum entspricht uno des,en oatnoare Rollen mehreren neuen Mitgliedern Gelegenpett gibt lich einzuführen.

** Der Oberhesfische Kunstverein er- öffnet morgen seine Okwber-Ausstellung mit über IZO Werken folgender Künstler: o. Haverl, Äai|er, Ko,elitz, 'Mablener, P. P. Muller, Schmitz, Segler unb liebgen ('München), ilonjennus (x>erunj, Fraym, ßutteroti) uno18urffel (Hamburg), Rocholl (Du||eb dors), Fahrenbruch (Frankfurt), Jahn (Dresden), Eimer, Stegmager und Vetty-Fritzel (Darmstadt), Geüsus (Biegen). (Eine Ausstellung, wie Vorzeichen, mit nur Münchener Kunst zu bringen Uetz sich leib er nicht ermöglichen, da bie angemeweten Büoer teil­weise noch unterwegs sind. Da in nächster Zett wöchentlich Aenderungen in der Ausstellung vor- genommen werden, sei ein regelmäßiger Besuch emp­fohlen. Leider verbleiben die Kolleknon Segi||er und andere nur acht Tage ausgestellt Die Ausstellung it an Sonntagen von 11 3 Uhr, an Werktagen von 11-1 Uhr geöffnet

* Konzcrtverein. Das zweite, am Sonntag den 19. Oktober in der neuen Aula statt- sindende Konzert wird uns Meisterwerke aus oer musitalischrtt Literatur derMadrigale" bat» übten. S« heißen jene kutiswolleti drei- bis fünf stimmigen Chorgesänge Ihrisch-idyllischen In­halts, .die in früheren Jahrhunderten eifrig ge» pflegt und durch viele Generatwuen hindurch das Entzücken der lebenslustigen Lugend und des be» chaulichen Alters bildeten. Seicht historische For- chung hat sie wieder belebt, sondern die (Lrkennt- niS, daß es sich um musikalisch reizvolle Weisen »andell die in ihrer Anmut und blühenden 2)te- odtt auch heutzutage lebensvoll mitten. Die Frank­furter Bereinigung läßt sich die besondere Pflege dieser Kunslgattung angelegen sein. Sie ist überall mit Begeisterung ausgenommen worden und hat in vielen Aufführungen einzelne Lieder mehrfach wiederholen müssen. Die Leitung des ans neun Gesangssoli/ten bestehenden Chores liegt in den Händen von Frl. Margarete Des soff, einer bekannten feinsinnigen Dirigentin. Tie Gesänge werden eine besonders schwierige Ausgabe und die höchste Stufe deS LhorgesangeS a capella ofjne jedwede Jnstrumentalbeglcitung ausgeführt (Es sei weiter darauf hingewlesen, baff ber Saal ge»

sofort ein.

ra. Dillenburg, 17. Okt Der elektrische Strom, preis würbe für Licht von 60 auf 80 Pf. unb für Kraft von 45 auf 60 Ps. fHigesetzt - Für bie Rück, wanbererhilse wurden 200 fUtiu, |ür die Abgebrann. len in Schönbach 100 Mk. unb lür die Nasfauhche

inneren Verkehr. Die Delkpostrarte mttcrtchctdet ich von diesen nur dadurch, baß jii d:n Zu atz <Äarte poüale" in sranzösiicher Sprache erhält, wie dies durch den S&ttpo,vertrag vor.x,eben ist. Tie Doppel karte erhält im inländischen ^e.ft.hr den , uiatz «mit Antreortkarlc", im Läellverkchr dazu avec reponft payöe". Tie Äartti zu 10 Ps. für ben Orts- und Nachbarortsoer lehr bleiben wie bisher rot

Ariessendungen nach Elsaß­es t b r i n g e n sind jetzt nach den Weltpost­vereins s ätzen freizumachen.

**Aphrodite" btittdt sich ein neue, : ^unstsilm, der gegenwärtig im Lichtipielhaus Bahiihosstratze 34 iwch bis einschließlich 'JJlontag ut Aufsührung gelangt Dao hervorragend in« izenierte Wert, das au der lieblichen dalmattsch« Lüste wielt. bringt Landscha ^vllver von üoer- roaitigeiuxr Schö.igett und Stimmung. Selten wohl >at man so viel Ätoturschönoetten in einem Fttw gesehen wie bei diesem. Tie rurch,ich.ig UÄe Lust vieies (rroenstückes gestaltet tiumagme von sel­tener Frische und Llarhett, wie sie aier ün 'Jtoroen mag möglich sind. In diesem Schoiihettswinle.' spiell der uattige ViehesrommiApgro^iie', dessen vanolung eine von All zu All lich itcigauDc Span­nung auslöst

** Die Schwarz-Weib-Lichtspiele bringen ad heute bis Montag ein großes Doppel- ichlagerprogiamm mil»ajuoitio» Lotenhand"g ein molterioieS Drama in 4 Alten, uno die große yauerntragooieDas Licht deS LebenS" in DiexJ Allen mtt Garl de <togt üt der vaupttolle^

Landkreis (Sieben.

tt. Treis <t S.f 14. Oft Aächften Sonntag abend findet dahier eine Äuiführung von ^Pen­sion Schöller" stall, deren üteuiertrag zum Besten der heimgekehrten Kriegszeiangeneu per« wendet werden soll.

Kreis Friedberg.

Der ttilbeltr Sprudel.

- Vilbel, 17. Okt Die Gemcinbefitznng be­schäftigte sich in eingehender Weise mu einem Antrags auf Kommunalisierung b e s Bro dich er Sprudel». Der Anttagsteller, Gemeinderat Hoffer- berth, begründete seinen Antrag bamit, dag btt Sprudel als Bodenschatz der Allgemeinheit zuzu^uhrer jeu Der Vorsitzende machte geltend, datz uaq den Bestimmungen der Reich-oersasinug der Sprudel in staatlichen Besitz überzugehen habe. Die Wetterver^ jolgung der Angelegenheit wurde einem be|onbaen Ausschuß übertragen.

nt Wtzlfersheim, 18. Okt Äb L Vovemb« wirb ber Zug ab Friedberg 2 Uhr 45 Ulin., an Mel« bad) 3 Uhr 6 Ulin., bis Wolfersheim durchgeführt. (Er fährt in Friedberg ab 2 Uhr 36 Ulin., kommt in Wölfersheim 3 Uhr 1 Mut, wird dort 3 Uhr 10 Min_ wieder abgelassen, um 3 Uhr 39 Mm. m Friedberg einjutreffen.

Starkenburg und Rheinhesse«.

deutsche rrationaiversammlung.

Sitzung vorn 17. Oktober.

Am Ministertisch: Dr. K o ch.

Präsident Fehrenbach eröffnet die Sitzung tnn 1,20 Uhr.

Aus der Tagesordnung stehen zunächst 2lnsragen.

Abg. Dr. Mumm (5)yjMI.) fragt an rott» viel Steuer gelber bish-i durch den Wer^wnst der deutschen Siepublik verausgabt worden [uw.

Jiegierungdfcilig rotru envibert, daß dte Zen­trale für Heimatdienst Aufklärung unb Xsetitanonis zu fördern sucht über die Gründe der NegierungS» Handlungen, und die Lust zu wecken ,ucht zur tätigen Mitarbeit. Diese Zentrale bient al.o testier art* zelnen Partei. Mit oem äiktbcbienit hat bie Zen­trale nichts zu tun. Zum E.nichntten gegen irgend­welche Beautie liegt leine z.canlafiung vor.

Abg. Riedmiller (s.) fragt an wegm der Rücklehi.Möglichkeit in der Schßveiz anMiger Wehr- pftichtiger. _

RegierungÄ'ettig wird erwidert, daß em.Teil dieser Leute bereits zurückgekehrt i|t Die Schweiz habe allgemesti die kycUuuius zur Ruulehr iwa, nicht erteOt wegen der rwohnungsnot in der Zchwciz. Berharwlungen wücoen gepilogen. Regierung nehme Die Rechte der Betrvllenen ener­gisch wahr.

Adg. Aster (Z.) wünscht Entschädigung der LanLgcmrinoen für ihre Mehrausgaben vurch die Zwangsiinrtichaft aus Dtillellt der Änegsgefell» schäften.

Regierungsseitig wird dies als nicht angängig ^^Aui eine Anfrage des Abg. Behrens (T.-N.) betreffeno Barcnthallung von Depuicttbezügen an fianoaruciter wtto rcgErungs^eftlg gean.wor^t, laß eine völlige tfreigaht Der ^atturaltochwezüge nicht angängig lei. SS soll darüber stlarhett geichafien iverocn, imvümxtt die beiiehenden Beichrankungen dem Abschluß von Darifveiträ»N hinderlich find.

Auf eine Anfrage der Abg. Frau Pfülf (So-.- wegen Bollbesetzung der traoaien Vorschulen wird erklärt, daß es noch nicht möglich geivesen sei, in der tttr-en Zett üoeraU die Vestirnniungen durchzuführen. Die vom Bayerischen Landtag ge- iroffene Bestimmung, wonach Lehrerinnen mtt ihrer Derhettatung aus bem Schulbienst auszu- fcheiden Haven, widerspreche der Verfastung.

Dem Abg. Schiele (D.-N.) wird auf feine Anfrage erklärt, baß eine unmittelbare Versorgung der Zivil' uni) L-taatsstioaliden durch dte Viot» standsveisorgung nicht angängig fest

Abg. Frau v e i tz e (Soz.) wünscht Abschaffung des Holzwuchers.

Regieruiigssettig wird geantwortet: Der Holz- An- uno Verkauf soll organisiert werden. Die Er­nennung eines besonderen Kommissars werde er­wogen.

Es folgt die Fortsetzung der zwetten Beratung des Haushalts des Reichsministeriums des Innern.

Abg. Frau Zietz (llnabh.): Die Rede des Mi- ilisters Koch bedeutet eine scharfe Kampfansage gegen uns. Der Jugendwohliahrtspflege der Re­gierung bringen imr das größte Mißtrauen ent­gegen. Die Zugendzettungetl der Unabhängigen uno Äommuiuiten sind verboten worden, trotzdem diese das Mtttel gegen die Schundliteratur sind. Der Kinopest tann man beikommen nur mit der Kommunalisierung. ES soll eine Verestibarung be­stehen, Unabhängige im Staatsdienst nicht zu ver­nennen. Ltinister Noske behauptet, es gebe nur iwch 22 Schutzhästlinge. Ich stelle fest, daß das die Unroahrhelt ist. .Die Verzweiflung treibt die Schiitzhäftlinge jum Hungerstrett. Die rnilttärische Volizeitruppe widerspricht dem Friedensvertrag.

.Abg. Dr. Mumm (Tsttsch-Rall.) tonunt auf die Änttage der Abg. Frau Pfülf zurück wegen der Willenserllarung der Erzieher bei der Teil- nahvw am Religionsunterricht, der ordentlicher Gegenstand deS Unterrichts ist. Nach bim llaren A.rrllcult der Verfaftang kann doch eine ausdrück­licher Erklärung der Erzieher nur bann verlangt werden, lvenn die Tettnadme am SteligbußunUr» rid.t nicht gewünscht wird.

Mstiistcr 2t. stoch: Wir alle wünschen, baß ber klare Wille ber Eltern feftgiftdlt wird. Ter

USV.)

&bg_ Dr. Geyer-Sachsen (llnabh.): NvSke nimmt die Hilfe der Entente gegen die deutschen Arbeiter in Anbruch. (Gelächter.) Aus seine schäm- tofen Provolationen gehe ich nicht ein. (Orb- nungsrus.)

Minister Noske: Nachdem Herr Geyer vom Leipziger Bürgermeister 11XJ000 Mark erpreßt halle, verschreand er, sobald bie Truppen ein» ruckten. (SJuTin bei bat llnabh.)

Aptz. ttrüger (S): Tie Arbeiterschaft hat den Metallarbciterstoril als ein Lohnsttett gevttligt. Es smd aber bann andere Sachen bindngetragen worden. Sympatyiestteiks wurden verlangt, bie den Streikenden nichts nutzen, aber bie Gesamllevölte- rung ,chwec schaoigen wurden. Die Megrzagl der Arbetter ist mit ber Nochille durchaus einverstanden. Beifall bei ber Mehrhett/Lärm bei den USJ

olach wetteren teilweise sehr erregten Aus ein. anbersetzungen der Abgg. Frau Zietz (US.), welche dem Avg. Krüger (Potsdam) Lüge oorwirit, (Ord. nungsrus), Launant (US.), Krüger (Potsdam, S.), Hartmann (Berlin, Dem.) unb Henke (US.) schließt dieser Test der Aussprache.

(Eine Reche von Titeln des Haushalts wttb ohne erhebliche Aussprache angenommen. Hierbei bemerkt Minister Koch, daß ein Reuhsauswanderungsgesetz vorbereitet wird, das besonders auch bem wucherijchen Geschäftsgeist entgegentreten soll, ber sich auch hier bereits bemerkbar macht.

'Abg. Kunert (llnabh.) begründet den Anttag Agnes (llnabh.) auf Sozialisierung des Heilwesens.

Minister Koch: Die Bor,orge gegen Tuberkulose und andere Krankheiten liegt schon in den Händen des Staates. Die llebernahme ber Apotheken aus privaten Händen ist im Kommunalifierungsgesetz bereits vorgesehen. (Ein besonderes Ministerium zu errichten empstehll sich nicht.

Der Anuag Agnes roirb abgelehnt, ber Rest des Haushalts angenommen.

(Ls folgt der Haushatt des Reichsarbettsmim. teriums.

Abg. Hoch (5oz.) berichtet über die Ausschuß- oerhandmngen.

Abg. Frau Dr. Lüders (Dem.) wünscht klare Bestimniungen über bie Zulassung ber weiblichen Ar- beiter zu den Slrbeiieroertreiungen. Die Heimarbeit und die Wohnungsfrage sind Themas, bie ohne Mit­arbeit der Frau nicht zu lösen sind.

Nächste Sitzung morgen 1 Uhr. Schluß nach 6 Uhr.

ge. Aus der Nhön, 16. Okt ün dem Rhön, borfe Rommers wurde die Lheftau des Arbeiten Ricyttr von diesem während ber Nachtzeit mißhande!« unb mtt Erschlagen bedroht Zn bef blotwehr ergriff die Frau emen Hammer und zertrümmerte mit zwei Schlagen den Schädel de» Staune». Der Tod trat

« D a r m [t : b t, 14. Okt .Deutsch»» See­oer ein" heißt sett 12. Oktober 1919 der am 30. AprU 1898 gegründete Deutsche Flottenoerein auf Grund des von der Hauptoer)ammluug zu Beritts nach tiefgründigen (Erörterungen gefaßten einstimmige»' Beschlußes. Durch die Namensänderung soll der ebenda beschloffenen neuen Fassung der Satzung Rechnuup getragen werden:Der Deutsche Seeverein will Uber den Parteien stehend - da» gesamte denttch» Seewesen fördern, insbesondere zu bem Witberanfba* der deutschen Handelsflotte, ber Wiederaufttchiung des deutschen Seehandels unb ber deutschen See­fischerei sowie der überseeischen Tättgkett ber Deutschen oe(tragen. Der Deutsche Seeoerein will sich ferner ber Angehörigen be» Seemannltanbe» annehmen." Hiev mit sinb die neuen Ziele klar umriQen, der derbe»1 tätigkeit ist freie Bahn geschaffen.

n Bieder, 17.Oktober. Dekan Faßbender begeht nächsten Sonntag bie Feier seines 50 jähr Priesterfubilaums, verbunden m.t dem 80 Geburtstage.

n Offenbach a. 9JL, 17. DkL Die (Ein'abe aller städtischen Arbeitnehmer, die in dem Verbände der Gemeinde- und Staatsarbeiter, dem Vereine städti­scher Beamten, dem Offenbacher Lehrerveretn, dem kathottschen Lehrerverein und bem Schwesternrat or­ganisiert sind, um Bewilligung einer Wirtschaft»« beit)ilfe, wurde in ber gestern aLenb abgehattenetz Stadtverordnetenversammlung dem Finanz' ausschuß überwiesen. Gefordert werden 1000 Mk. für Verheiratete, 800 Mk. für Ledige, 200 Mk. Kinder zulage, für Zugendlicbe unter 18 Jahren 30 Proze» ber Lebigeiideihilse. Die Bewilligung dieser vom Staats vorn Reich und von anderen Städten bereit» genehf migten Wirtjchastsbcihilfe würde einen Kostenansi wand von 2856000 Mk. beuagen. - Die Stabt» verordneten erhalten ab 1. Juni d. I». eine jähr» liche Vergütung von 600 Mk. - Der Antrags die Schaffung ber Stelle eine» Schularztes mtt einem Gehalte von 10000 140000 Mtu, wirb dem Rechtsausschuß überwiesen. - Für die h e i m k e h r e n» den Kriegsgefangenen werden 20000 Mk. bewilligt.-Der Beitritt der Stabt zur deutschen Ge. jelljchaft für Dolkshochschnlwesen wttd be schloffen. - Die Notstandsarbeiten sollen bis längstens 1. April 1920 wettergeführt werden, jedoch' mit dem Vorbehalte, daß bei ungenügender Leistung, die 2lrbetten sofort eingestellt werden sollen.

, vesfen-Nassa«.

Eiae Patzsadrik. ,

a Frankfurt a. 9JL, 17. Okt Seh einiger Jett war an den zuständigen Stellen bekannt, daß falsche Pässe mtt dem besetzten Gebiet angefer­tigt und vertrieben wurden. Die (Ermittelungen bei Kriminalpolizei führten zur Festnahme de, 35jährigen Kaufmanns Zohannes S t a a r, in dessen Behausung man zahlreiche Stempel französischer Zivil» und Mi- lttärbehörden und eine Menge Briefe von solchen Leuten vorfand, denen er Pässe besorgt hatte. Die Stempel hatte sich Staat bei zwei biehgen Geschäften anfertigen lassen, gegen die nunmehr Strafantrag ge. stellt i(L Staat, der sich bei seinen Fälsckungen eine» iranzösischen Feldwebel» bedient Haven soll, ließ sich für einen Daß 150 Mark zahlen, der Feldwebel soll zur Beschaffung der notwendigen Formulare pro Fall 35 Franken erhallen haben. Staat betrieb sein ein. trägltche» Geschäft bereit» seil Januar 1919.

** A m tltche Persvualvachri'chten. Ernannt mürbe der LeprauttSafftfsvr Ludw. «-ru­ber ans Tarmiiadt yun Lbericyrer au dem X&oli» gang-^rnft-Gvmnaiium in Büdingen, ber Ober­lehrer an der Oberrealschule in QHeßcn Ferdinand Wcckerling mft Wirlung vorn 16. Ottober 1919 ab zum Otzer.ehier an der Auguftincrichule (Gym­nasium und Realickule) zu Friedberg, der Rechts­anwalt CrtJ ^chonltttts in yungcu zum 'JZuur mir dem AmlS,i^e in jungen. Der ordentliche Pro- feffor für (Elektrotechnik an der Technischen Hochschule I zu Darmstadt Dr.-3ng. Ludwig Pinder wurde mit

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yNfe verspricht solche Leistungen, daß ber Ser Rn er | TDrrttnng vom 1. Oktober ab ans dem Staatsdienst Bevölkerung schwere Schäden in ihrer (Eriftena erfnart entloNen.

bleiben dürsten. (Lebhafter Beifall.