Ausgabe 
18.6.1919
 
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Dos neue Gewattdokument der Entente

der 2(ntfüortnotc ist bti- Mehnnng des deutschen

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Antritte abgeänderten Vertragsentwurf ent­halten sind. DasEcho de Paris" schrieb legenden Kommentar:Die alte Diplomatie !,ebe Wert darauf gelegt, in den Formen ge­schickt, höflich und anschmiegsam zu sein, int tÄofflichen aber unnachgiebig; die neueDiplo- mtie übe das Gegenteil dieser weisen Tra-

Auch hvute noch läßt sich kein endgültiges Urteil abgeben über den Wert und das Maß terZugeständnisse, die in dem von der

ttker ihren Geist ausgestreut haben! Flachs­enner im großen Stile...

Scheidemann im gtieömausfdiufo der UationawersamMmg.

Weimar , 17. Juni. Der Friedens au s- w ß der Nationalversammlu-^ trat heute nach- g unter dem Vorsitz des Präsidenten Feh­

nbach zu einer kurzen Sitzung zusammen, die zerordentlich stark besucht war.

anderen Seite» geschah und noch geschieht, ein­schließlich der Hungerblockade, gilt als ein Akt

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. 'es und überhebendster Selb stge- a t i g k c i t. Alles, was die Deutschen taten,

unb der Friedensausschuß erklärte sich damit ein- veritmchen, daß die nächste Sitzung am Donnerstag nachmittag abgel-alten werden soll. Bis dahin wird die Reichsregierung nach den Mitteilungen des Ministerpräsidenten Scheibemann die Möglichkeit haben, mit der l-eute nacht hier eintreffenden deut­schen Friedensdelegativlr zu beraten.

Protest gegen die Zwischenfalle iu Versailles.

Berlin, 17. Juni. (Wolff.) Gegen die Zwischenfälle bei der Abfahrt oer Mitglieder der deutschen Friedensdelegalion aus Versailles legte der Minister des Aeu- ßern Graf Brockdorff-Rantzau schärfsten P r o t e st ein.

tiHiiaqmt von Unzetgea s. die iagesnummer bis1 zum Nachmittag vorher ohnejedeVcrbindtichkerß preis för \ mm höhe für Anzeigen o 34mm Breite örtlich 15 Pi., ausivärtA 18 Pf., für Reklame­anzeigen von 70 mm Breite 48 Pf. Bei Platz- vorschriii20°/,Auischlag. Hauptschriitleiter: Ang. Goetz. Berantwortlicy für Politik: Ang. Goetz, für den übrigen Teil: Dr. Neinhold Zenz; für den Anzeigenteü: p. Beck; sämtlich in Gießen

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postscheätont»:

zumlsvri c. M. 11686

Preffeftimmen.

Berlin, 17 Juni. (WTB.) TerVor­wärts" schreibt: Die Antwort der Entente-wirkt wie eine neue Kriegserklärung. Tas ganze Schrift« ML (timet *tai LeiL

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freien und jüberen Ausgang zum Meere. (Es folgen darauf die bereits nritgeteilten Ausfüh­rungen.)

Es hat den Anschein, daß die deutsche Dele­gation den Sinn der wirtschaftlichen und finanziellen Bedingungen in erheb­lichem Maße mißdeutet hat. Es besteht bei den alliierten und assoziierten Mächten in keiner Weise die Absicht, Deutschland zu erdrosseln iinb es zu verhindern, im internationalen Handel die Stelle einzunehmen, die ihm zukommt, vorausgesetzt, daß es die Bedingungen des Friedensvertrages erfüllt, und vorausgesetzt ebenfalls, daß es seine Methoden des Angreifens und Ansichreißens aufgibt, die seine Geschäftsmethoden wie seine politischen Me­thoden charakterisierten, ist die Msicht der alli­ierten und assoziierten Mächte, daß Deutschland eine gleichmäßige Behandlung genießt in Bezug auf den Einkauf von Rohmaterialien und den Ver­kauf von Waren unter Vorbehalt der zeitlich be­reits angeführten Maßnahmen, die im Interesse der durch Deutschlands Scyuld zerstörten und ge­schwächten Nationen ausgestellt worden sind. Die alliierten und assoziierten Mächte wünschen, daß die durch den Krieg aufgepeitschten Leidenschaften so bald als möglich verlöscht und daß alle Na­tionen an dem Wohlergehen teilnehmen, das aus einem Austausch hervorgehet, wo jeder ehrlich den Forderungen der anderen nachkommt. Sie wünschen, daß D-crttsckstand Wie alle anderen Na­tionen, sich dieser Wohlfahrt erfreut. Aber auf viele Jahre hinaus wird noch. ein beträchtlicher Teil tiefer Wohlfahrt dazu dienen müssen, bei den Nachbarn die Schäden wieder auszubessern, welche Deutschland verschuldete. Um ihre Absicht klarer zu gestalte, haben die alliierten und assoziierten Mächte eine gewisse Anzahl finanzieller und wirt­schaftlicher Klauseln des Vertrages, abgeändert, aber die Grundsätze auf denen der Vertrag beruht, sind unantastbar.

Der Vorschlag der Alliierten über die Wie­dergutmachung umschließt keineswegs sei­tens der Commissions des Reparations eine E i n- mischungindasinnereLebenDeutsck)- lands, tote die deutsche Denkschrift behauptet. Sie bezweckt lediglich beiden Parteien die Be­zahlung der Wiedergutmachung möglickfft zu er­leichtern. So muß sie ausgelegt werden. In­folgedessen sind die alliierten und assoziierten ALachte nicht 'geteilt, sie abzuändern. Aber gleich der deutschen Delegation erkennen sie die Vorteile an, die daraus erwachsen, wenn man so schnell wie möglich den Betrag kennen lernt, welchen Deutschland zahlen muß imd den die Alliierten an­nehmen können. Dieser Betrag kann nicht sofort festgesetzt werden, da die Höhe des Schadens und die Kosten der Wiederherstellung noch nicht fest­gesetzt werden konnten. Infolgedessen willigen die alliierten und assoziierten Mächte ein, Deutsch­land alte notwendigen vernünftigen Erleichterun­gen zu gewähren, um ihm zu gestatten, sich ein Gesamtbild der Verheerungen und Schäden zu machen, und in der Frist von vier Mo­naten von der Vertragsunterzeichnung an Vor­schläge für die Regelung des von ihm verschul­deten Schadens zu machen. Falls man im Saufe von zwei Monaten, welche der Inkraftsetzung des Vertrags folgen, zu einer Einigung gelangen kann, wird die genaue pekuniäre Verantwortlichkeit Deutschlands so festgelegt werden. Falls in dieser Frist eine Einigung nicht Platz gegriffen hat, wird das im Vertrag vorgesehene Arrangement aus­geführt werden.

Wunsches um sofortige Aufnahme in den Völker­bund. Zunächst ist nur eine Volksabstimmung in Oberschleiien zugestanden worden. Was saust an Aenderungen vorgeschlagen wurde, ist aV Zuge­ständnis in keiner Weist"- anzusprechen. Wohl zum erstell Male in der Geschichte ergibt sich der Fall, daß man ein Volk, womit man angeblich Frieden schließen 'will, in der unerhörtesten Weise belei­digt und beschimpft. Tie sozialdemokra- ti''che Fraktion wird morgen zu einer Sitzung zusammentreten, die Nationalversammlung am Donnerstag oder Freitag. In den nächsten Tagen vollzieht sich,die größte Entscheidung der Welt­geschichte, btc .doch, wie immer sie fällt, keine endgültige sein wird, denn das deutsche Volk tarnt den Kampf um Recht und Leben nicht aufgeben. Möge es sich stark genug erweisen, ihst jetzt tefcm kraftvoll wciterzuführen, indem es den unerfüll­baren, unannehmbaren und entehrenden Forde­rungen des Ententekapitalismus ein f c st e s R e i n entgegensetzt.

Die Pariser Presse.

^Versailles, 17. Juni. (WTB.) Tie Pa­rises Morgenpresse veröffentlicht das Begleit-, schreiben zu der Antwort auf die Gegenvor­schläge im Wortlaut. Siet hält teils Sir E. H e n k r,. teils Sir Philipp K e r r für den Verfasser und hebt im allgemeinen hervor, es handele sich um die' schärfste Anklageschrift, welche jemals , gegen Deutschland veröffentlicht worden fei. Es fei ferner das letzte Wort der Alliierten, ein Ultimatum, auf Welches nur ja ober nein die Antwort fein dürfe und könne. Aber der scharfe Ton des Be­gleitbriefes verdecke boaj nur mangelhaft Zuge­ständnisse recht wesentlicher Art. Von der Ant­wort der Alliierten auf die deutschen Bemer­kungen wird der Presse nur ein ganz kurzer Aus­zug ziugestellt, worin im wesentlichen die bereits aus den Blättern bekannten Zugeständnisse iwdp mals rusammengestellt sind.

lieber die Zwischenfälle bei der Abfahrt im Laufe des gestrigen Abends darf die Presse nichts veröffentlichen. Eine in den Blät­tern übereinstimmend wiedergegebene Meldung, anscheinend von Havas, verschweigt die ganzen Vorkommnisse bei der Abfahrt und bemerkt so­gar, die Abreise sei ohne Zwischenfall vor sich gegangen.Oeuvre" enthält eine kurze Zensur- lücke, welche sich zweifellos mit den Zwischenfällen beschäftigt. Von den Blättern in englifdjer Sprache berichtet als einzige Zeitung dieN e w Bork Tribüne" kurz über die Vorgänge. Dem Blatte zufolge warteten die Einwohner von Versailles in dichter Menge auf die Abreise der deutschen Delegierten und gaben diesen auf der Fahrt nach Roisy-le-Roi mit Pfeifen und Schreien das Ge­leit. Am Bahnhofe angekommen, sahen die Deut­schen sich von einer feindseligen Menge umgeben, welche, wie eine Nadiomeldung besagt, Steine auf die Automobile geworfen habe, so daß mehrere Fensterscheiben eingeworfen wurden. Dies ist alles, was dieChicago Tribüne" meldet. Di'e von ihr erwähnte Radiomeldung findet sich in keiner Zeitung.

fe,_ wenn das deutsche Volk durch Hand­lungen seine Absicht, die Friedensbedingungen zu erfüllen, seine endgültige Verzichtleistung auf die Angriffspolitik und seine Umwandlung in ein Volk bekundet, mit welchem man auf freundlichem Fuße in guter Nachbarsck-aft leben Kann, die Erinnerung an die letzten Jahre sich schnell verwischen, und es möglich sein wird, in nicht ferner Zukunft die Gesellschaft der Nationen zu vervoll- ftänbigm, indem man Deutschland zuläßt. Es totro hauptsächlich von der Haltung des deut­schen Volkes selbst abhängen, den Zeitpunkt seines Eintrittes in die Gesellschaft der Nationen näher zu bringen.

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Die alliierten und assoziierten Mächte können der Forderung der deutschen Delegation auf so­fortige Zulassung Deutschlands zur Gesellschaft der Nationen nicht nachkommen. Die deutsche Revolution wurde vis zum letzten Augenblick des Krieges verzögert, und bi^ljer ljaben die Alliier­ten und 91florierten keinerlei Garantie, daß die Revolution eine dauernde Aenderung darstellt. Beim wugenbiicklichen Zustand des internationalen öffentlichen Gefühls kann man von den freien Nationen der Welt nicht erwarten, daß sie sich unverzüglich und auf dem Fuße der Gleichheit mit denen assoziieren, welche ihnen so großes Unrecht zu gefügt haben. Jeder Versuch, dieses Ergebnis in verfrühter Weise herbeizuführen, würde das Anbrechsn der von 'allen gewünschten Beschwich­tigung nur verzögern statt es zu beschleunigen. Aber die alliierten und assoziierten Mächte glau­ben, das

Uns ötm vegNHLrief.

Ter gestern erwähnte Geleitbrief der Entente (Eine Stelle daraus muß in ciuent Teil der, heu­tigen Auflage wwtevholt Iverden.) schlieft! mit folgenden AusfiLiriu^gen:

Gerechtigkeit istbie einzige poli­tische Basis für die Begleichung ter Rech­nung dieses schrecklichen Krieges. Gerechtigkeit ver­langt die deutfche Teleganon. Gerechtigkeit, er­klärt die deutsche Delegaium, hat man Deutsch­land versprochen. Deutschland wird G-wecbtigleit zuteil 'narben; aber es muß er.te Gerechtigkeit für alle sein. Es muß eine Gerechtigkeit sein für die Toten, .für die Verwundeten, für die Waisen, für alle Trauernden, damit Europa vom preu­ßischen Despotismus.befreit wird, damit den Völ­kern Gerechtigkeit zuteil wird, die heute unter der Last einer Kriegsschuld wanken, die 30 Mil­liarten Pfund beträgt und die sie auf sich nehmen müssen, um die Freiheit zu erhalten, damit Ge­rechtigkeit gefrtete den Millionen von menschlichen Wesen, deren Heim, Boden und Habe die deutsche Grausamkeit geplündert .und zerstört hat. Des­halb haben die alliierten nutz assoziierten Mächte nachdrücklich erklärt, daß Deutschland als allererste Bedingung des Vertrages den Wechsel der Wieder­gutmachung bis zur äußersten Grenze feiner Lei­stungsfähigkeit übernehmen muß, denn die Wie­dergutmachung der von ihm verubren Sch öden ist Hauptbestandteil der Gerechtigkeit.

Deshalb bringen sie daraus, daß die Personen, die am offensichtlichsten btc verantwortlichsten für den Angriff Deutschlands 'und für die Akte der Barbarei und lluMenschlichkeit sind, welche die geg- fterische Partei in der Kriegführung entehrt haben, der Gerechtigkeit überantwortet wer­den, der sie bisher in ihrem Lande nicht unterzogen worden sind. Deshalb auch muß sich Deutschland während einiger Jahre gewissen Einschrän­kungen und Sonderbestimmungen un­terwerfen. Deutschland hat die Industrien zu Grunde gerichtet und Die Fabriken der benachbarten Länder zerstörr. Es hat sie zerstört nicht während des Kampfes, sondern mit ter überlegten und be­rechtigten Absicht, seine eigene Industrie zu ermög­lichen, sich der Märkte dieser Länder zu bemäch­tigen, bevor sich deren Industrie von ter ihr zu- hefügten Verwüstung erbrüt haben würde. Deutsch» Raub hat seine Nachbarn alles dessen beraubt, was es (rennten und .'fortführen konnte. Es zerstörte Schiffe aller Nationen auf offener See, wo keine Ntettungsmoglichkeit für die Passagiere und Be- fiatzung vorhanden war. Es ist nur gerecht, daß die Wietergutmachung erfolgt, und daß die so mift- ttanbelten Völker für gewisse Zeit gegen die Kon­kurrenz einer Nation geschützt werden, deren In­dustrien intakt sind und sogar durch entwendetes Material aus besetzten Gebieten gestärkt wurden. Weim darin ehre harte Belastung für Deutschland liegt, so hat es diese sich selbst zugezogen. Jemand Miß die Folgen des Krieges tragen.

Wer soll leiden'? Deutsck)iland ober bloß die Völ ker, denen Teu t sclstand Sck/aten zu gefügt hat? Allen denjenigen, die das Recht auf Gerecke tigteie haben, Gerechtigkeit nicht geben, hieß?, die Welt neuen Katastrophen ausliefern. Die deutsche Denlschrift behauptet, daß ter deutschen Re­volution Rechnung getragen werden müsse und daß das deutsche Volk nicht verant­wortlich sei für die Politik feiner Regierung, da es sie von ter Macht gestürzt habe. Die alliierten und assoziierten Regierungen erkennen den eingetreteneu Wechsel an und freuen sich dessen. Diese Aenderung stellt eine große Hosfmmg auf Frieden und Ordnung in Europa dar, aber sie famt die Begleichung des Friedens an und für sich nicht berühren. Die teutfete Revolution wurde aufgeschoben, bis die teutfeten Armeen im Felde geschlagen waren, bis jede Hoffnung, aus dem Er- vberunaskrieg Gewinn zu riehen, drhingeschwunten war. Während des Krieges und vorher hat das teutfdie Volk und seine Vertreter, die diesem fhiegi günstig gesinnt waren, Kredite bewilligt und Krtegsanleihen gezeichnet, es hat allen Befehlen seiner Regierung gehorcht, so graufam sie sein mochten, die Vertreter teilten die Verantwortlich- teit der Politik ihrer Regierung; denn sie hätten in jedem Augenblick, wenn sie gewollt hätten, diese stürzen können. Wenn triefe Politik ter Regie­rung erfolgreich gewesen wäre, so hätte es das deutsche Volk mit ebenso viel Begeisterung be­grüßt, !vie es den Llusbruch des Krieges begrüßt bat. Tas deutsche Volk kann daher mrfyt ver­langen, daß, weil seine Regierung gewechselt hat, nackrdem ter Krieg verloren war, die Gerechtigkeit nun erfordere, daß es ter Folgen ferner Kriegs- Handlungen ledig fei.

Tie alliierten und assoziierten DLöchte halten deMvlh dafür. Ml der Ätedq. dm w »Kflo»

Die kricg»gesangenen Deutschen in Sibirien und Tripolis.

Berlin, 16. Juni. Die P. P. N. erfährst von zuständiger Stelle, daß die Deutsche Waffen- stillslandslommissiion fn Sllaj sich in einer 9hqte vvm 15. Juni erneu 1 nackchrücklich um die Befreiung der noch in Sibirien schmmchtenten, kriegsgesair- gelten Deutschen bemühte. Du s)h>te gibt ein ein­gehendes Bild von dem entsetzlichen Los dieser Gefangenen, tsie stellt fest, daß von rund 100 000 Gefangenen "40 000 an Seuchen gestorben sind. 27 OOÖ leben noch in Rußland unter snräftbarften LKrhältnisfen. Ter Antrag wurde gestellt, einer deutschen SondervomMission von Telegierten teZ Roten lenzes, Schwe'stern und Gesangeichnsür- sorae such verständigen uM>erzüglich die Reise nach Sibirien über .Nordamerilä zu gestalten. Am 13. Juni ersuchte die beutjdjie Wassenstillstandskvm- Mission die italienische Mission in Spa, der deut- scheu Expedition in Tripolis sofort Rück­kehr in die Heimat zu ermöglichen. Weder tert deutsche noch ter türkische Wasstnstillstandsverlrag berechttge die italienifdue Regierung, die Mitglie­der dieser Mission als Kriegsgefangene zu be» tradjiten.

Die Bedingungen für die Türkei.

Amsterdam, 16. Juni. (Wolff.) Laut Nteuws van den Dag" meldet derNew York Herald" aus Paris, daß bic türfifd) e Delegation wahrscheinlich am Dienstag von dem Rate der Vier empfangen itierbr. Ueber den Inhalt der Friedensbedingun'- gen für die Türkei verlautet, daß das tür­kische Reich in Kleinasien weiterbestehcn werde. Der Sultan werde die gesamte poli­tisch-religiöse Oberaufsicht erhalten. Die Tür­kei müsse auf alle Reckfte stber Konstan­tinopel verzichten: Konstantinopel werde unter internationale Kontrolle ge* MU.

Die französische Presse setzt selbst voraus, ß die Mantelnote, deren Schluß wir heule röfsentlichen, in ganz Deutschland einen leiten Sturm der Entrüstung entfesseln werde. !-ic können dazu aber feststellen: mehr Vec- tui'derung über den geistigen Tresstand dieser !»!enrik, als eigentliche Entrüstung. Es ist War ein französisches Machwerk, ob- kich Pariser Blätter, vielleicht im Wl leiser Scham, andeuten, englische « nfönlichkeiten hätten das Schreiben berfafct. mdra|tnitafl|ei» Immerhin, auch Wilsons Prophetenantlitz er- Lapezftrekl W sich wieder über die alte und neue Welt, ninfc n. rtuewiM friat als Beweis für die folgerichtige Hand-

wird gut u. bngsweise des Viererrates werden uns

Fern. Her&w Öftere Aus spräche seiner Unfehlbarkeit vor- Weiliorecrj&js.: eT habe es ja zeitig genug gesagt, Ge- lwfütuil1 U' ®chKlU und Schrecken ohne Ende sei Uw^lM-nlullrlrn Programm bis zum Frieden. Was für euufieNr verklärte Weise und Heilige es doch sind, die Bere.S6siefWwe,M öont hohen Katheder auf die Schulbänke der

Erster Blatt 169. Jahrgang Mittwoch, 18. Zuni 1919

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger Mr Oberheffen

schlagen haben, ein Friede ter Gerechtigkeit und H aj s

des Rechts ist, gemäß ter beim Abschlüsse des re cb t lt) t u... u.v

Waffenstillstandes angewandten Grundsätze. Be- wird als Derbreä-erisch hingestellt, was auf ter trcsss Anwendung dieser Grundsätze haben die anderen Seite- geschah und noch geschieht, ein» allii rten uiti> assoziierten Mächte Bessimmungen schließlich, der Hungerblockade, gilt als ein. Akt getroffen, um Polen a l s unabhängigen gerechter Abwehr. ^,stennzcick)luend für den Geist Staat wiederherzustellen mit einem nr " ' ' ' '' v

Wäscht"........ .......

E-dicitemann hat im Friebensausschuß der nxtimteuraaBti* -ationnsversammlung ebenfalls Zurückhal- lislftnl" 1,1 r-: ocübt und gewissenhafte, leibenschaftslose ^iBieeei Ul. $dtuiig der Gegenvorschläge angekündigt.

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Worte- i«

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^^metnberti 1.....- -- --D------

jjrttg m» litten". Nun kennen wir die gri W röjrn icij ^antelnote, von der selbst oe

schreibt, ihrestrenge Beredsamkeit überhole & Glanz stellen aller Zeitungsartikel und ter iDtenain,^. ? 'Munerredeu, die man vier Jahre lang ge- ea, rSZ Ie1cn unb gehört habe" und nun müßten cntifräterM iw abwarten, ob derstoffliche" Teil des t Trag gebratte nwtte Vertragsentwurfs die Behauptung des

.Satin" von einer Umkehrung der

" ßrabition rechtfertigt. Wenig genug

Öffnungen sind dazu vorhanden, n in ihren Umrissen sind die Aew- mgen ja schon bekannt. Ministerpräsident

Mnisterpräsident Scheidem ann gab einen "blick über die Kindliche Monteliwte, intern eiiileitenb auf soie bevorstehende folgenschwere Übung und auf die Insu11ationen hin- den unsere abreiiente Delegation ausgesetzt . Er bedauerte ten Mangel eines ausreickKmd^u. tzes und teilte mit, daß sofort Protest ein- t worden fei und daß sich die Reichs regier iura t Stellungnahme dazu bis zum Eintreffen eines Achen Berichts Vorbehalte. Zur Mantelnote ft crKäcte er, daß sie ein abschlieftenoes jteil noch nicht erlaube, ein voreiliges Ur« aber verfehlt fest In den allgemeinen gegen > deutsche Volk erhobenen Besck ulbigungen sei rvicift enthalten: aber er müsse da<zu mit Be- frflftellen, daß die Entente unseren Bor- $ur Schaffung eines neutralen hiedsgerichts abgclehnt habe, das allein oefätulbigungen obj^tiv hätte prüfen können, lick? fei weiter, Haß 'das ganze Volk mit .angeführten Vergehen und Verbrechen belastet ten soll. Diese Belasllmg solle aber die Be- g schaffen zu ten schweren Mdingmrgen, tm zweiten Teil ter feindlichen Mantelnoto 71 Mnzen teutscheu Volke anfcrlegt werten sollen, r.ßegrünteng, die ter vorgesehenen Regelung hältnisseimOsten beigegeben werde, u* tenig Hoffnung auffommen, daß in dem aus- ^cheren Memoranteun ein 'wesentliches Ent- ptrtommcn eMhatten sein werde. Das gelte auch L*6 übrigen territorialen Fragen, tei tenen! b'71 tofr bei den wirtschaftliche imb finanzielle Mkn-in der Mantelnote noch mancherlei Punkte uullar seien. Angesichts dieser Unllarheiten ^wngesichts ter Tatsache, daß das gesamte Ma- 4 Hebe ß! Zeit poch nicht vorliege, könne heute eine

IIÄ^ug noch nicht getroffen werden. Nur ter Mtege und Oollftänbige i^ext ter feindlichen W könne die Grundlage für eine gemein-

*****<\/*'l ^erottmg zwischen Rerchsregierung und Frie- Wfdwü abgeben. Das deutsche Voll, die ^alvcrssmmlung und die Reichöregterung 'ü II 11! scknverste Entscheidung ge­

llem H "und deshalb sei es Pflicht, gleichviel wie ter HI/ u 1 Zur Frntensfrage stehen möge, mit v o l l- O b i e f; i b i t ä t an diese Entscheidung her- n Eaten. Memand dürfe im Zweifel sein, daß al Jlrtölfi ^.ch^lk ten schwersten Zeiten entgegengehe.

I1äI rUfiulö* .l^^tent Fehrenbach schloß sich der Anf- «8 W' °n, daß eine materielle Beratung erst

||V E^Mlj fei, wen» das gesamte Rlaterial vorliegc

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