Einzelbild herunterladen

1877 d

Donnerstag, (7. Mi 1919

169. Jahrgang

Erstes Blatt

latt

ftU ITtfefifhhit h(*S kenticken Man begnügte sich mit einigen dürftigen viv 44ll^fluJlvH vvS vVUI|U|vll Redensarten. Mittlerweile kommen wohl Die

Einheitsstaates.

mwe

ir halten an unserer alten Meinung

Heren.

Umerika und die künftige Weltpolitik.

Ohne Filmzensur geht es nicht. Im weiteren Verlause der

(tfü^

Älerdings noch etwas teuer.

ö *

bei Königshofen. Das leere Portemonnaie der Frau lag bei der Leiche.

3047c fefi- ,50 .75 .50

1.50 Blten

des auf hat. Anl-

linksrheinischen Zentrumsabsichten immer weiter ins Rutschen. Soll man ohiimächtig zuschauen, wie das ganze linksrheinische ük = biet tatsächlich zu einem Pufferstaat gemacht wird? Und sollen wir uns auf dem rechten Rheinufer damit begnügen, tatenlos Trän men nachzuhängeii, während die Erzberger- sche Politik in einem ganz anders gedachten Silmeverwirklicht wird?

Im weiteren Verlaufe der Sitzung kommt es dann zu einem Zusammenstoß zwischen dem Abg. Cohn (Unabh.) und dem Präsidenten Fehreu-

Erkrankung de» Kaiser».

Amsterdam, 15. Juli. (WTB.1 Wie aus Anrerongen qenrclbet wird, ist der ehemalige deutsche Kaiser krank. Auch die Keife­rin ist unpäklich. Dr. Forster wurde Montag pat abends aufs Schloß gerufen und blieb die Nacht über dort.

konzert verboten und alle sonstigen Festlichkeiten und bergt, bis auf weiteres untersagt. Ferner wurde in einem wunderbaren Deutsch bekanntye- g<ben: Tie srcnrzö ische Komma^dcmiur ver'wte sich und verböte hiermit alles, was französische Sol­daten anbetrefse. Jeder Franzose habe das Recht, mit deutschen Frauen zu verkehren. Ueberdies sei es eine Ijobe Ehre, mit Vertretern einer so großen edlen und geachteten Na ion ver­kehren zu dürfen und die Einwohner hätten sich glücklich zu schätzen, einer solchen Ehre überhaupt gewürdigt zu werden usw.

kg. Buchschlag, 16. Juli. Trer Ma­ro k l.a n e r, die zur hiesigen Be atzungstruppe ge­hören, vergewaltigten gestern ein Dien fi­rn ä vchen. Tie drei Bursch n wurden späier fest­genommen und vor den französischen Offizier ge­führt, der die Strafe an den Uibeliätem sofort vor- nalnn. Er schlug ihnen mit der Faust ins Ge­sicht, da dies die einzige Art von S'rafc sein soll, die au' die Afrikaner Eindruck macht. Tenn eine Arrest- ober Gefängnisstrafe bcdeutet den Marok­kanern nur, wie der Offizier erklärte, eine Be­freiung vom Tienst.

ga. Idstein, 16. Juli. Die 42 Jahre alte Mühlenbesitzerin Venning von oer Lenzenmühle bei Engenhahn hat sich am Frei­tag nach Wiesbaden begeben, von wo sie aber nicht zurückkehrte. Als man Nachforschungen nach der Vermißten anstellte, fand man die Leiche der Frau mit drei Stichen in der lin­ken Brust na Walde in Nähe der Fahrtmühle

ib Mang 8 Uhr: Vortragskünstl te v. Lies

cohartigeu Zanberakt. Zilh «Büscher-T o beliebte Humorist

fr. 164

ter Elctzener Anzeiger ricfieint täglich, außer jt 3 in- und Feiertags.

vezugsprci;:

i. inatt. Ai t.1.60, viertel- k jvlid) Alk. 4.80, durch Ibhole- u. Zweigstellen mail- Älk. 1.5O; durch k ßöft Mk. 4.50 viertel- kicL auSschl. Bettetlg. x.niiprech - Anschlüsse: Hibie6d)nUleitunqll2 It rlaa,^ eschäÜssleUebl Isl schrittffirTrabtnadp k<ch<m:Anreig" Sieben.

Postscheckkonto:

c.anksurt a. M. 11686

tatDr.W.Borjm Wirtschaftsiel sehen Volkes.

I- M, 8y,Uhr ib( idesVorlesungagebä Jniversitit. .

Weitere süddeutsche Proteste gegen Erzbergers Finanzplan.

Tcesden, 16. Juli. Heber die Konferenz der bundesstaatlichen Ministervräside.iten und Fi­nanzminister teilte der sächsiicheFinanz- m i nister einem Trcsde er Blatt mit, daß man einig darin war, besonders die I)o?eu Einkommen bis zum äußersten zu erfassen, edenso, daß diec- um der Einl)eitlichkeit roi len nur durch das Reich geschehen könne. Es luerbe tünitig nur eine Reich:- eintommensteuer geben. Nicht gegen die einheit­liche Regelung durch das Reich, sondern nm gegen die Veranlagung und Erhebung dieser Steuern von Reichs wegen richten sich die Bedenken der Bundesstaaten. Sie fürchten, in solchen Fällen nur dann etwas zu erhalten, wenn etwas übrig bleibt. -Auch aus diesem Grund war die Konieren; für Beide'altnng der Landesstener- behörden, die jedoch nöt genialls einer Rnchs- kontrolle unterstellt werden lortnen. Ten Einzel­staaten werden künftig Gewerbesteuer, Grundsteuer, Gebäude- und Lustbarkeitssteuern bleiben und neben ihnen der größte Teil der Einkommen­steuer

Bamberg, 16.-Juli (WTB.) Der Finanz, ausschuß des bayerischen Landtages beschäf. tigte sich heute mit dem von Finanzminister Speck mitgeteillen Finanzplan. Finanzminister Speck ergänzte seine gestrigen Darlegungen und erklärte der Reichsfinanzminister beabsichtige auch eine Kapitaler­tragssteuer in Höhe von 30 Prozent zu erheben An die Ausführungen des Finanzministers knüpfte sich eine lebhafte Aussprache. Schließlich wurde von dem Vorsitzenden des Finanzausschußes folgende Ent- schließung vorgeschlagen, die den Fraktionen zur Be- ratung vorgelegt wird: Der Finanzausschuß protestiert mit aller Entschiedenheit gegen die neuen Reichs- sinanzverwaltungspl9ne, wie sie in der Mi- nisterkonferenz vom 13. Juli in Weimar behanntge- geben wurden. Er sieht in ihnen den Untergang der finanziellen wie politischen Seibständig, keit der Einzelstaaten, auf der ihr Blühen und Gedeihen und das Blühen und Gedeihen Deutsch- lands gegründet ist.

Annahme von Anzeige« V die lagesnmnmer ln4 iu»n Nachmittag vorher ebne jcbe-ßerbmbliditcit P'ds für 1 nun höhe für Aa ci ich u.34 nun rette t-iti b 15 L-i, auswärts 18 Bi, für Reklame- anzeigen von 70 mm trete 48-VL Bei Platz- tfor'cbriu20° Auiscklag. Hauvkfchn neiier: Aug. feoeg. Veralltwortlitt, tur Politik: Aua. Goetz, für ben übrigen -teil: Dr. Reinhold Zenz; für den Anzeigennil: ö. Beck; fänrtlid) in Gießen

Ff "Wj /»*!

vielen kleinen Kriege, die jetzt noch geführt würden, eine Vogel-Strauß-Politil. Die Welt Politik werde in den nächsten Jahren ge­waltig auf die Probe gestellt und man biaudK eine entsch offene öffentliche Meinung als vinderni-ö für dunkle Pläne. Die internatio nale Zusammenaib it sei notwendig, um eine Rückkehr zum egoistischen Parcilularismuszu verhindern.

WtUlll <, n. hl to Dorrn

jiberNachttro«»^

Sw£®2

h Erzberger uns schon währeiw ieges durch seine Wühlerei i Empfindlichste geschädigt nn er hat, wie man auch sonst seine uungen und Ueberzeugungen beurteilen Sge, das Volk uneinig gemacht, hat den Keil Zwietracht in es biueingetriebcn. Jetzt ist Reichsfinanzminister geworden, und es int fast, als könne das Ausland seine lkude daran haben. Wiederum stellt Erzbcr-

ieittn jeder Jrt

Lhrijt Sich"' r.3$ Zttchrtchttllr-M

Deutsche Nationalversammlung.

(Sitzung vom Mittwoch den 16. Juist) Präsident Fehrenbach «ölluet bte Sitzung|

hängigen.)

Damit schließt die Veiprechimg.

Ter so ia.d.rn.'kraii che A. trag auf Au Hebung bet Todesstrafe wird hierauf in narnent.tther Ab­stimmung bet ;rod Stimmentl-al uugen mit 154 geoen 129 Stimmen abgelehnt.

Artikel 117 spricht das Recht bet freien Meinungsäußerung ans und bestimmt dann weiter: Eine Zensur findet nicht statt, doch können für Lichtspiele durch Gesetz abweichende Bestimmungen getroffen werden. Auch sind zur Bekämpfung der Schund- und Schmichttcrcitur sowie zum 'Schutze der Jugend bet öffentlichen Schauspielen und Tarbietungen gesetzliche Maß­nahmen zulässig. . , ,,

Ein demokratischer Antrag will die Mögliche keit einer f

Filmzrusur

dadurch beseitigen, daß er nur gesetzliche Maß­nahmen zum Schutze der Jugend gegen den Schund in Wort, Schrift und Bild sowie bei öffentlichen Schaustellungen, Tarbietungen und Lichtspielen zn- laffen will. ..

Ein unabhängiger Antrag will gletchsaus me Filmzensur befei.igen. .

Abg. Nuschk - (Dem.): Mein Antrag will den letzten Rest der Zensur, nämlich die Möglich­keit einer Filmzenfur, beseitigen und damit die Verfassung entlasten. Zur Bekämvmng der Ei:t- artiingen reichen die bestehenden Gesetze vollkom­men aus. _ ,

Abg Koenen (Unabh. Soz.) begründet der unabhängigen Antrag. Als er am Ende seiner Siebt erklärt, es handle sich bei dem Antrag um eine positive Maßregel im Intereste der Jugend­erziehung, und wenn dieses Haus auch nur einen Funken von Verständnis für diese wichtige Frage bat so muß es diesem wichtigen Anträge zu- stimmen, bemerkt Präsident Fehrenbach, daß er diese Bemerkung, dip er für leinen Teil nicht ruhig hinnehmen könne, entschieden zurückweiser ^libg. Oberfohren (D.-N.): Der Mensch-« heit ganzer Jammer faßt einem an, wenn man bedenkt, was dem beutidjen Volke durch die Film­industrie für feine Erholungsstnnden geboten wird.

ga. Ludwigshafen, 17. Juli. In Lud­wigshafen ist man, lautFranks. Gen.-Anz.", md ausländischen Lebensmitteln geradezu _ Über­schwemmt. Süßrahmbutter, feinste _ Wuritwaren, erstklassiges Rind- und Schweinefleisch kann man waggonweise haben. Das feinste amerikanisch Schweineschmalz kostet im Großeinkau 14,75 Mark das Kilo, Süßrahmbutter 13.7d Mark das Pfund in Fässern zu 50 Kilogramm. Margarine, Speiseöle, Kakao, Schokolade, Tee, Kaffee, Konfekt, Speck, amerikanischer ^Schinken, Dürrfleisch, geräuchertes Ochsenslench, Mettwurst, Hartwurst, französischer Käse, alles wird angeboten.

her dnietroffro.

tin___________<«!

in

i Ostend mflört 47 MRCtiUl) efcet

Rys öcm besetzte

Das harte Urteil g gen Oberregierungsrat Spii o um.

Ter kürzlich gemeldeten Verurteilung dc.- Oberregieruiigsrates Springorum in Wies­baden durch ein fa.:ö i d;e .> Mickla epolizelgencht p,u 3 0)Z o ii a ie it Gesä :i gnis und 5000 M t. E eldstrase wegen angeblicher Be.ci.igung an der Beförderung eines Brieses ins unbesetzte Ge­biet liegt folgender Talbesiand zugru de:

Herr Springorum l>attc aus Anregung eines helren Berliner Staatsb.amlen einen Brief zu Dem Zwecke geschrieben, ein anderes Mitglied der Wiesbadener Re ie ung von einem zu Unrecht aut ihm laste chn Vrdnchie zu befreien. Tieies Re- gierungsmi giicb nahm als alleiniger Jnterefient den Briet at^-sich, um die Richtigkeit seines In­haltes durch den auf Urlaub befindlicki-en Re­ch rnng p.ä id nlen, mit dem er zur Besprechung dienstlicher ^lngelegcul-eiten sowohl im besetzten wie unbesetzten Gebiete öf.ers zuiammcn kain, vor- sichtshatb r inxl) bestätigen zu la sen. Herr,^pnn- norum halte sich sei.dem um diesen Brief bei dem es sich für ihn lediglich um die Erfüllung einer kollegialen Pflicht handelt, nicht^niehr be­kümmert, bis er später hörte, daß das ^christstuck jenem Regierungsmitglied auf einer Auto ahrt zu dem Regierungspräsidenten nach 5>ombnrg v. d. Dvh. an der Grenze bei Lochst abgenommen wor­den sei. Ter Regierungsrat bät e den Brief, weil zu einer bicnftlidten Besprechung bestimmt, offen in einer Aktentasche mit sich geführt. Nun wurde Herr Oberregierungsrat Springorum zu jener überaus holten Strafe verurteilt, roäTrrenb der Regierungsrat als Beförderer und Interessent mit einer verhä tnismäßig qeri igen Geldstrafe davon- Inm. Unmi telbar nach der Gericlstsverhandlung wurde Derr Springorum vom Amte luspendiert. Ties, die Beseitigung des den F-ranzvsen ver­haßten Mannes, j»ar nämlich der alleinige Zweck des ganzen Gerichtsoersahrens.

Site KKona mtsnr.36 lllaNüdn.

bach, da der Abg. Cohn erklärte, namentlich in der letzteii Zeit habe es der Präsident den Unabhängigen gegenüber an Objektivität fehlen lassen. (Großer Lärm im ganzen Dause )

Präsident Fehrenbach: Zu dieser Ver­wahrung haben Sie nicht den mindesten Anlaß. (Lebhafter Beifall in einem großen Teile des- Dauses. Zurufe der Unabhängigen: Wir lassen, uns das nicht mehr gefallen.) .

Abg. Cohn (Unabh.) macht dann sachliche Ausführungen und führt u. a. aus: Der ^orttand derUfa" steht im engsten Zu>ammenhang mit der Regierung. Falter habe man logcnannu Durchhaltefilms erlebt. Es rst wabrschemt^. da»

FortseNimg der Verfassung:brratnng_ bet Ar­tikel 113. Es liegt ein Antrag Auer (Soz) um Gen. vor aus Einfügung eines Artikels lloa.

Die Todesstrafe

ist abgeschasft. Mit der Beratung dieses Artikels verbindet der Präsident die Beratung über einen unabhängigen Antrag zum Artikel 115 desselben Inhalts. s ,

Abg. Dr. ©inj beim er (^wz), fuhrt aus, beute sei bet richtige Augenblick für die Verwirk­lichung der alten Forderung gekommen.

Negierungskommissar Dr. Preuß: Ich bitte die Abschaffung der Todesstrafe nickt in die Ver« sassung anfzunelstnen. Darüber wird bei der an» bedingt notwendigen Reform des <strasrechts «tt- schiedcn werden müssen. Ick glaube, daß die Em- scheidung über die Todesstrafe, zweifellos rnt Sinne der Antragsteller erfolgen wird.

Abg. Düringer (D.-N.): Tie besten Theo­retiker und Praktiker haben sich für die Beckehal- tung der Todesstrafe ausgesprochen Die Frage ge­hört auch nicht in die Verfassung. Anscheinend sind die Anträge doch nur aus parteitaktt,ck)en Grün­den gestellt worden. Die überwiegende Mehrheit des deutschen Volkes ist gegen den Antrag. (Un­ruhe und Lärm links.) x ._

Abg. Dr. K a h l (D. Vp.): Der Antrag ist zweifellos vom Idealismus cingegebeir, atwr Ort und Zeit für ihn nicht richtig gewählt. Nicht bloß die Juristen, sondern auch erste Namen unseres geistigen Lebens halten die Todesstrafe für un­entbehrlich. Ter richtige Zeitsmukt ist die Reform des Strafrechts. Bei ihr wolleii wir Grunde und Gegengründe sachlich abivägen.

Abg Cohn lUnabh.): Was wir beantragen ist ein Teil der Buße, die das Volk sich auicrlcgeu muß in einer anderen Wertschätzung des mensch­lichen Lebens. In höchstem Maße hmidelt es sich um eine moralische und politische Frage.

Aba. Haußmann (Dem.): Wir werden, um die Verfassung nicht noel) weiier zu belasten, die­sen Antrag, wie alle neuen Anträge, ablehllren. ^ie Frage ist eine Kulturfrage, gehört aber nicht in die Verfassung. Diejenigen haben nicht das Recht, die Abschaffung der Todesstrafe zu verlangen, die ortgesetzt an die Gewalt avpellieren und die Handgranate für das beste Mittel erklären, auch diejenigen nicht, die Geiseln erschießen lauen, obei Offiziere, hie ihre Pflicht tun, beim Schwimmen totschießen und ertränken. (Lärm links.)

Abg. Tr. Költzsch (Ttsch.-natl.): Gesühls- momentc sprechen für die Abschaffung der Todes­strafe. Aber es gibt nun einmal Verbrechen, di« nur dadurch gesühnt werden fömten, daß der Der- bredpet das Letzte, was er l)«t, fern Leben, (er­gibt. Gerade der jetziiie Zeitpunkt der Reoolution ist der ungeeignetste Moment, um die Todesstrafe obzusckaffen. (Unruhe und Lärm bei ben Unab

Man muß dem Rcichsfinanzminister Irlberg er schon zugestehen, baß er über Jotfraft und Rücksichtslosigkeit verfügt und richt zu den Beamtentypen des alten Reiches kl iört, die den Schwierigkeiten gern aus dem ^ge zu gehen pflegten. Seine Hand packt täieiilustig LU, wo die andern nicht zu Ent- Mssen kommen können, und der Pflug, mit itm er den deutschen Acker umstürzt, ist im- mtr in große Staubwolken eingehüllt. Auch bai) er große Geschicklichkeit besitzt, ist ihm richt abzustreiten; aber das eine wissen wir iu-b .besser: daß fr ein skrupelloser Lutleimensch ist, kein Mami, dessen aus- d willkommen ö ^festliches Fühlen und Denken der beutln 0ef a m 11) e i t gehört. Das letzte ift aber ^lscheidend, denn auf diese Weise wird eben le Geschicklichkeit des Mannes gefährlich, fest,

Lezu unterstützt.

Wir erhalten heute aus Weimar folgende Etliche Mitteilung:

Weimar, 16. Juli. Amtlich wird mitge- pk: In Birkenfeld soll morgen der Landes- Lschuß, der unter dem Drucke der Okkupations- »ist neu gi'wählt werden mußte, zusammentreten.

seiner Tagesordnung steht die Loslösung von pfcenlnirg. Der Reichsregierung ift be - tunt, daß sich hinter diesen Loslö- l'igs wünsch en wesentlich andere, tärsstens zu verurteilende Beftre- Nngen verbergen, die auf einen An- !iluß an das unter Verwaltung des Pilkerbundes stehende Saargebiet nu ziel en. Das wäre ein wenigstens Ki:weises Ausscheiden aus dem Reichsgebiete und tot ei d) eine widerrechtliche Verschiebung der Gren- b des Saargebiets, wie sie beim FriÄ)ensschluß ffzelegt worden sind. Die Bestrebungen verswßen fttn die Reichsverfassung und den Friedens- fetrag. Die Reichsregierung im Einvernehmen Kl der oldenburgischen Regierung legt darum [t ä r f ft e Verwahrung gegen sie ein. Sie Kid jeden zur Rechenschaft zu ziehen wissen, der |1t, aus welchem Grunde immer, daran beteiligt wr sie fördert."

Die Reichszentrale darf aber nicht bloß Kitestieren, sondern sie muß ihre Glieder an- Khcn, nickst abstoßen. Sie muß. im Westen Ijre kluge, vernünftige Politik treiben. Die ltuscherpolitik Erzbergecs ist vom Standpunkt slt Zentrums aus vielleicht ein sehr gutes IW brauchbares Mittel zum Zweck. Die rhei- Itichen Zentrumskreise, die nach staatlicher ^'.Iiständigkeit oder gar Loslösung vom Reiche IjtlÄftet, können sich gar keine bessere Trieb- Mer denken, als sie Erzberger mit seinem IMinzplan in Bewegung gesetzt hat. Gerade [kfj wir in Hessen müssen jetzt vor wohlfeilen jt^lagtoortcn sehr auf der Hut fein! Der Ein- Iptiftaat ist etwas Gutes, aber er ist, wie foir IW n gesagt haben, in weiter Ferne. Wir kön- |l£iL die Zukunft des Restes unseres Desseiv- sßMes keinesfalls feiner ungewissen und frag» Kündigen Möglichkeit überlassen. Es ist 1 I Äst verwunderlich, daß gestern in der preu- Ilichen Volkskammer bei der Besprechung der

Iffischen Frage so oberflächlich über den 'Mi der Dinge hiruveggeredet worden ist.

r eine Forderung auf, der viele Deutsche ciiizipiell zugeneigt sind, nämlich das Ziel s Einheitsstaates. In den unglücklichsten wnden des Reiches will er es schnell ver- irklichen und wenn auch das Reich dar- ict zugrunde geht. Er kennt kein vermitteln- es, schrittweises Vorgehen, wie es auch einer lelbewußten, kraftvollen Politik stets vorge- rieben \tft. Er erhebt die Fackel und steckt .Land damit in Brand. Es war vorauszu-

Tie Tötung de» französischen Soldaten in Berlin.

Paris, 16. Juli. (Wolff'.) Savas. Für Die Tötung des fra nzösischen Soldaten in Berlin wird die ffanzöfische Regierung Genug­tuung verlangen.

Da» Urteil im HochverratSprozetz Toller.

München, 16. Juli. Das Urteil gegen Tvckl er lautete wegen Verbrechens des Hoch­verrats unter Zubilligung mildernder Umstände stnd unter Ausschließung der Annahme einer ehr­losen Handlungsweise auf 5 JahreFestu n g.

Kundgebung der Arbeiterschaft Deutsch-Böhmen».

T e p l i tz, 15. Juli. (WTB.) Die Landespartei der deutsche n Sozialdemokraten Böb- hnens erließ einen Aufruf an die Arbeiterschaft Deutsch-Böhmens, in dem diese aufgefordert wird, ich am Montag, 21. Juli, abends, zur Bekundung >er internationalen Solidarität zu Massenver- stnnmlimgen cinzuffnden, um gegen den Pariser Gewaltfrieden und den Imperialismus zu prote-

Junge Leute in Wörrstadt hatten em Ver­zeichnis der ehrvergessenen Frmizosenliebchen an die Mauern angeh.ftet. Tie Liebchen waren in Klassen eingeteilt: 1. Klas'e: die Frauenzimmer (folgten öie Namen), 2. Klasse: die Mäd­chen ... ., 3. Klasse: tie Kriegerwffwen (!) . . Darauf wurde von dem französischen Komm.m- bauten das an dem Tage statt findende Kircktzm-

Gietzener Anzeiger

Eeneral-Anzeiger für Gderhesien -

Zwillingrrunddruck u. Verlag: vrühl'sche Univ.-Vuch- u. Zteindruckerei R. Lange. Zchr'.stleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: §chulskr.7.

WiÄiri liefert an(M|

-SffiO

ggg

AM

Kl-»;-Ä

Amft erd am, 16. Juli. (Wolff.)Dai­ly Herald" meldet aus Paris, man gebe jetzt zu, daß Lansing, White, General Blitz das sei die Mehrheit der amerikanischen Dele­gation Wilson einen schriftlichen Pro­test gegen dieZuweisung Schan- tungs an Japan, unmittelbar nachdem diese Zuweisung beschlossen war, übersandten. Wilson habe erwidert, daß es not­wendig war, einen der 14 Punkte z u verletzen, um zu verhindern, daß die Japaner aus der LVvnferenz ausschieden. Das Ausscheiden Japans würde den Weltfrieden bedroht haben, besonders da Italien sich an­schickte, wegen Fiume die Konferenz zu ver- laffen. Senator Borah, das Haupt der Wil- fongegner im amerikanischen Senat, ver­langte, daß der Brief veröffentlicht werde.

Lansing sprach sich bei seiner Abreise aus Paris den amerikani'chen Pressevertretern ge­genüber offen aus. Er erklärte, Optimismus I sei ungerechtfertigt und bedeute angesichts der'my 3.55 Uhr.

...n, daß fein Finanzreformplan, der den izelstaaten die finanzielle Selbständigkeit ilig wegnehmen will, einen Sturm entfesseln

ürbe. Das ist mit zahmen Wolff-Depeschen (VftXMXuUwQ1! ru verdecken. Zuerst haben in Heidelberg * Württemberg, Baden und Hessen protestiert, lang 7 Ilhr. _ _ ran gesellen sich auch Sachsen und Bayern da- __-u Wir geben die entsprechenden Meldungen iochflehend wieder. Also Kampf, Hader, und iai Ende? Nicht Einheitsstaat, sondern Icichszerklüstung. Es ist vom realpolitischen ffrndpuukt aus doch uubentbar, daß eine so feoantenbe Reichsvolitik, wie wir sie gegen» petig haben, alleinherrschend über die Be­us ursse der Bundesstaaten soll verfügen Bfinen. Mit solchen Plänen, wie Erzberger ke hegt, wird namentlich an der Westgrenze k Reiches nichts als Unheil angerichtet. Tie tolösungsbesrrebungen werden damit ge-