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Nr. 156

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Das Vaterland braucht einen sicheren Schutz für den von un» allen erstrebten Wiederaufbau.

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Bei dem ReichSwehr-Rgt. 35, III. Batl. (ehem. J.-N. 168), z. Zt. Reinheim, späterer Standort Darmstadt, werden unter den be- kannten Bedingungen eingestellt:

2 Ausgebildete Unteroffiziere u. Mannschaften: Infanteristen, M.-G.-Schützen,Fernsprecher, Fahrer, Pferdepfieger und Handwerker.

2. NichtauSgebildete Mannschaften.

Es werden nur einwandfreie Leute ange­nommen. Minderjährige bedürfen der Ein­willigung ihres gesetzlichen Vertreters. Fahrtauslagen werden bei Einstellung vergütet.

Sämtliche Anmeldungen bzw. Verpflich­tungen erfolgen bei

Wcrbestelle Reinheim i. Odenwald

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Das Reserve-Lazarett II .,Alte Klinik sucht zum sofortigen Eintritt mehrere IIliL=Krank.«Wärfer und Schreiber.

Die Anstellung erfolgt zu den Bedingun­gen der nichtkämpfenden Reichswehr.

Krle^Äbescliädigte bevorzugt. 60MD

Warrniilg cor Zuzug nud) Romberg.

Dor Zuzug von auswärts nach Homberg ttrirb wogen der Lier horrfäreirden WohmingSnot buncetb gewarnt. Äie Vdschasstung von Wohitungcn für die bi-esigen wvhnungsucki^ndcn Bürger bereitet un$ schon die größten Schwierigkeiten. Eine 'üfbguft btiit W-.chnräumen an Auswärtige ist daher gänzlich ausgeschlossen. Wer trotz dieser Warnung nach Homberg zieht, laust Gefahr der Obdarl>losigkeit.

Homberg (B^> Kassel), den 17. Mai 1919.

Die Wehr hätte auch in diesem Falle keine ein­seitige Richtung. Durch das Fehlen einer organi­sierten Wehr war cs möglich, dast in Frankfurt die Plünderer beinahe 24 Stunden ungestört am Werke bleiben konnten Auch in Eisengch hat am 9.» Mai das'Feftleu einer Eimvohnern>lchr zu den gröbsten Ausschreitungen geführt. Es ist nichl ohne Belang, baf; nach den späteren Feststellungen der größte Teil der Schuldigen airs nichl octsansäs.'igen Pcr- sönlichkeitml jxflanb, iveldje die Stodtbevöllerunff EisenackiS terrorisierten. Dast auch hier sich orts- srcmdeS Gesindel cinliinbe und mit 5)ilse £>a(b» wückLigrr uni) unsolider Elemmte einen ,Plüu- derungstmtsch vcrsilchtc, dem die Polizei nicht gewachsen wäre, liegt nicht außerhalb der Mög- llnb dann? Bedürften nicht Polizei und

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Nachverzcick>noteS §wlz aus den Waldungen der Gemeinde Ruttershausen soll auf bem Snbmlssions- nxg Mr geben werden:

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1 Estheustamm II. Klasse, 56 Atm. Durchmesser, 0,99 Fstm.;

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13 Fichtenstämme 5b-Klasse, 1318 Atm. Durch- nresser, 4,17 Fstm. haltend.

Die Angebote sind getrennt nach Sortiment und Mlasse zu ballert, da eine Zusammenlegung nicht stattfindet. Tie Angebote siird geschlossen mit entsprechender Aufschrift versehen dis $um 24. Mai L I., naästnitta^ 4 Uhr, bei unterzeidmetcr 93ib> genii'if^rvi einzureichpiu wo in Gegenwart etwa erschienener |Bieter die Eröffnung erjolgt

Ruttershausen, den 17. 9)tai 1919.

Bürgermeisterei Ruttershausen.

Kl inkel.

vrancht ©legen eint LInwohnerwehr?

G ie Herr, 15. Mai.

Vor kurzer Zeit haben wir Richtlinien des hessischen Ministeriums zur Bildung von Ein- Uobucvnvljrai beröfSeittlixI^. Ob die Bildung einer Evusohnerwehr für Giesten nciierdings bcabfbdyigl ist, oder nicht, darüber nxtr bisher nichts zu er­fahren.

Vor einigen Wochen wurde zu ihrer Bildung ausgcrusen und es wurden Listen aufgelegt. Später hörte man von der ganzen Angelegenheit über­haupt nichts mehr. Rack unterer Erkundigung hatten sich damals 717 Doann gemeldet, darunter 667 Sttldeullm. Die Beteiligung auS anderen Ve- völkerungsschichtcn war also austerordentlich ge­ring. Die Arbiterschatt lehnte es direkt ab, der Wehr beizutreten; ja der Führer der Unabhängig, n glaubte für ein Unterbleiben von Unruhen nut dann garantieren zu können, wenn die Bildung einer Wehr unterbliebe. Ihre Organisation scheint daraufhin auch wirllich unterblieben zu sein. Es fehlte allerdings damals auch an der Möglichkeit, sie zu bewachum. Verhandlungen mit dem hessischen Ministerien um Freigabe von Waffen tonnten an- scheinend nicht weiter s:dech-n. Tas Ministerium schien damals, wie heute noch dieOberh. Volks- yitung", aus.bem Standpunkte zu stehen, dast eine Ernwohuertvehr für Giesten eine überflüssige Sack>e sei. '

Wie auS den Richtlinien zur, Bildung von Einno Ifmnwelneir zu ersehen war, ist das hessiid»: Ministerium mittlerweile wohl anderer Ansicht geworden Die unbegründete Angst vor der Reak­tion, die auch in Arbcitcrkreisen spukt, und in

Für deutsche Familie aus d. (Saargeb. suche los. Mut oh. LuudhuuS mit Laudiviltsdiusl in Hessen, Thüringen oder Westfalen tntcht In» dustriegebiei) mit totem und lebendem Fnoen- tar au kamen. ..

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Dezember Haben wir einen AufsatzDie STfenfc liÄ Sicherheit in Giesten" auf diese Notwendigkeit hingewicsen. Seither haben fick die Berhältniss« ja etwas gebefiert, aber fast täglich venkündet öa Polizeibericht neue Einbrüche und Diebltähle.

Die zu bildende Einwohnenvehr müstte einem militärifdjen Verbände an gegliedert werden und auf Atwrdnuny einer militärischen Stelle Dienst tun. Nur in diesem Falle kommt nach den neue» Gcsichtsvunkten" das Reich sMilitärsiskus) ge» mäst den bestehenden milttärischen Bestimmungev für die Kosten der Unterhaltung der Einwohnev- wehren, sowie für die Dienstbcschädigten- und Diuterbliebenenfürsorge auf. Es wird daun aui NeichSmttteln als Besoldung gewährt:

1, Mk. tägliche Grundtühnung,

5, Mk. täglidje Zulage,

2,70 Mk. tägliches Vcrpllegungsgeld, brw. Verpflegung in Natur.

Bei Derwcitdung der Einwohnerwehren zu anderen Zwecken iVewachung der WassenbepotS nnb der örtlicl^en Verwa!timgsgebäude. Polttei- verstärkung nsw.) tragen die Gemeinden die Lasten.

Zur iHerabminderung dieser Lasten wird d« Organisatioit der Einwolmerwehren mit Dilse des Zeitsreiwilligenspstems" empfohlen, bei dem nie­mand oder nut eine geringe Zahl von Mliglirirern dauernd eingezogen rst, während der Rest erst im Bedarsssalle unler die Waffen tritt.

Diese Art der Organisation scheint uns auch für Giesten die richtige zu sein und wir erwarten, dast ihr recht bald etttsprochen werden möge. a.

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Der Plan über die Errichtung einer oberirdischen Telegravhenlnue an der Cbcnborfer Straäe in SciPtircüert Kr. Giehenl liegt bei dem Postamt in

e en von heute ab 4 Wochen au&

Darmitadt, 17. Mai 1910. 6122V

Ober-Postdirektlon.

vorauszuskhen, rooliei sie fct Wirkung treten könnte.

Man denke daran, dast eine Verschäriung der, vu..... ~...

Lmngerblockade, die bei Nichtttnterzrichnung desSicherhcitswacheso schon einer Unter» FriedenSvenrages zu befürchten steht, in mdusttie- stützung durch freiwillige Kräfte. Bereits im reichtni Gegenden besonders fühlbar werden wird. I __

Giesten, den 16. Mal 1919.

Der Oberbürgermeister (Gcbensmittelamt).

schnellstens und preiswert angeferligt. X MU Mustern stehe

gern zu Vlensten. ewD J

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vom rheknifiy - weA Mschen Irchuftriegteknet, und $umal vom ©irperlanb ber, sind während bei ganzen Krieges vamsteriahrten nach Ober Hes­sen au-5gesührt worden. Diese varnsterfahrten kötmten zu Raubzügen plündernder Horden aus­arten, g. gen bte mau sich sMtzen urüöte, war doch schon vor einiger Zeit üvn den Spartatiftcu des NulwlfbietcS für den Fall einer LebetrSntittel- not die Paiolc aus^-gebeu: .,Wir ziehen noch ixfien, da gibts rwch mad zu Fressen".

Es tomite aber auch durch irgend einen neben- sächlickint Umstand, bei der seettschen Ueberreizt- heit aller Dcvölleruugsschichtt.m, ein Plündenrngs- krawall entstellen, an dem sich, älmlich ioie in Frauksurt, vielletcht auch Angehörige wirtschast- lid) bessergestellter Schichten beteiligen würden.

Geäserei-Verpachtmtg.

DonnerstagLen 22. Mail. FS, vor« mittags 1UA Uhr, soll in der Gafdmrischoft ZlumtLreppchen" bei Ferdinand Kret- ling zu Heuchelheim die GraSmitz-itug m der Lahn in den 6kmartungnt Giesten und Lxmcheb heim.{itr das laufende Jähr versteigert werden.

Mainz, den 13. Mai 1919.

HessisckZcS Wasserbauamt Mainz. 61241) Schmitz.

Tirpltzp -Erinnerungen Preis geheftet ca. M. 20.-, in vornehmem Einband ca. M. 25.-.

AuS dem Vorwort:

Es erschien mir als Pflicht, meine Er­innerungen jetzt niederzuschreiben, well ich den Nachweis bringen kann, dast unser altes Staats- gebäube nicht morsch und veraltet war, sondern für jede Fortbildung die volle Fähigkeit besah. Um verständlich zu sein,must ich nach bestemWiflen die Wahrheit sagen. Dafür must ich aber dieHand- lung noch Lebender in meiner Auffassung dar. stellen, die von der ihrigen voraussichtlich ab­weichen und daher vielleicht schmerzlich empfun­den wird. Nur die verzweifelte Lage Deutschlands zwingt mich gegen mdne persönliche Neigung bei Lebzeiten zu dieser Veröffentlichung. A.v.Tirpitz. Bestellung bald, erwünscht. Lief, auch n.ausroärts. ffdfMchc vuchbandlung

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Ausgabe von Buttermilch.

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Die Ausgabe geschieht wie nachstehend:

Bürgerwehren ei» reaktionäre» Mathtmkftel be­fürchtete, drückt sich jetzt noch in den neuen Gesichtspnn kten" über die 6d>oinrng von Ern wo kmerw ehren aus. Diese neuen Gesichtspunkte, vom Reickswehrm mister zusammenaestellt und vom hessisckien Ministerium deS Innern am 10. Mai bckairmgegeben, besagen:

Wehren, die sich als reine Bürger-, Studenten-, Arbeiter- oder Bauernwehren bllden jinb aus­drücklich die Aufnahme anderer regierungstreuen Ortseinwolmer, die sich zur Ausrechterlialtung poli­zeilicher Ordnung bereit erdaren» ablehnen, werden nicht anerlaiint."

Tiefer Vorbehalt trifft auf die ursprünplich In -Giesten beabsichtigte Wehr natürlich nicht zu. Man hatte gleich zu Anfang Wert daraus gelegt, Angehörige aller Bevölkerttngsschichten zum gemeinsamen Sckuche der öifenllichen Sick^r- heit zusammenzusassen öotdyc Wehren sollen näm­lich durckiauS kein poIttiidycS Instrument sein, sondern wie Minister Fulda in der hefiisckien Volkökammer sehr richtig auSsührtcprophrstak- lisch", als VorbeuonngSumstnah-me ciirgerüchtel Id.t* den. Sie sollen im Falle von Unrubni, wie sie sich etwa in Frankfurt ereigneten, die Sicherheit von Person nnb Eigentum gewährleisten.

Sind nun derartige Unruhen in Giehen zu befürchten? Vor der $>anb nicht. Die Wehr soll ja auch nur vorbeugend wir­ken. ES sind aber verschiedene Möglichkeiten

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