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den Bevölkerungskreisen, mit

and des Reiche» verlangt TieÜtrfomm-

n

rr«A Hessen.

Lebensmittel.

w-ilsäUichkn Si-publ.k «Härten diejA

dem ÄuS schütz angehSrenden Abge­ordneten aus Rheinhessen, da'

ssen, daß in denen sie Füh­lung hauen, besondere Vorliebe für diese S t a a t en g r ü n d u n g d u rch o u S nichtzu spüren sei. Die früher mügcteil- ten Schulwünsche des Ausschusses bzw. Volks-

i7hUe8ab,VO<H,.Süd,in9en- von Montag !" bi» einfd)l. Mtttwoch den 19. d. Mts. er. balttn die Kunden verschiedener Geschäfte einen Bücking. Siehe Bekanntmachung.

h *2* Lebensmittelkarten. Die am 14. anb 15. n-x m Ausgabe gelangten Lebensmittelkarten lnd dis spätestens 20 Mörz 1919 einer Verkaufs. !.'^»^E'"l'agung ihrer Firma und Adttennung de» Kontrollabschnitts oorzunrhmen. 9

... ö Äusgabe von Sützstoff »Sorchw-

nn'. ttur die Zcri turn 1>31. wir» 1919

W'n bir £irfrruito*iWdxnLt*? 28 ter SüfeijfL karre .F" (Hau) rnibj iuo 3 brr

G grlb) ton ten oilGtoffdb-xibefbrllni ut teu ta b;< meinten des EnnseS »übjjf' oiyo-.dxm (Sa ytov.gen auf teil «bhUmitM ein «xi>

^lus dem Finanzau-schllß.

Da r m st a bt, 14. Mürz. Deryinanz- a»«!chuß b-sprach heute nut der Regierung das Kapitel 37 (Tcchn. Hochschule), wobei her Als Nachtrag neu vorgelegte Voranschlag ohne Beanstandung genehmigt worden ist. Bei K pltel 23 Minist. d. Innern) hielt es die Re- yrerung für unmöglich, für dic nächste flrit 'M Landesamt für Bildungswescn einen Vor­tragenden Rat einzusparen, weil infolge der Reng.staituug des Schulwesens alle Herren voll l'i"chäsligt seien. Bei Kap. 38 fand eine Aussprache über die Einheit-schu le statt. Zn einer Weiler sich onschltetzenden längeren Aussprache über die Bildung einer rhe 1 n .

schule, Lehrerseminarien, Volkshochschule, wer- den von der Regierung in befriedigender Weise beantwortet Kapitel 1 (Reste aus frü­heren Jahren) wird ohne Debatte genehmigt. Eine Massenkundgebung gegen die Vergewal­tigung Deutschlands.

I. Darmstadt, den 17. März.

Eine eindrucksvolle Mass nkundgebuna gegen die Vergewaltigung Deutschlands durch otc Entente veranstaltete am Sonntag vor­mittag der DolkSbund für Freiheit und Vaterland. Sehr eindrucksvoll sprach als Hauptredner Ministerialdirektor Dr. Strecker, ferner vom Zentrum Sani- !ätsrat Dr. Kocks und von den Sozialdemo­kraten Abg. Delp. Ihre Ausführungen wur­den mit lebhafter Zustimmung ausgenommen und am Schluffe einstimmig folgende Ent- schliestung angenommen:

Zum ehrlichen Frieden bereit, hat das beutfrfr Volk dic .14 Pinrk.e WilsonS an<frmommrn und erklärt, datz cs mitnrirfen will, den teiumrbcn Frie­den durch internationale Organisation freier gieid>- terechligter Völker zu iidieni. Tas Verl ollen nn« lerer Gkgner ist mit diesen Gedmiken unvereinbar Sclwn die ersten Da ^fensl ü! stondsledi tju ncen waren furchtbar fxtrt; deren wrtae>'ev:c 23er dtto ht:tg nmd)t den Eindruck, als fei es dic Absidfl inifer er Gegner, einen schmadwollen Frieden vor- W bereiten. mit dem der Gedanke eines Softer« bundS nicht vereinbackich ist. All-s Mast ObcTfteigrn die Forderungen, dr fid) jefct l-ervorwooen Lebens­notwendige Teile sollen mis unserem Volkski'rvcr terauSgkrijsen inerten. Turd» Aufbürdung einer uiierlwrlen Schuldenlast sollen wir auf Ialirebnie lnuau- versklavt werden. Jnzw sdien schmachten unsere Brüder weiter in /ranzösis<1»er Eefairgcn- sdxrst, harter Frondienst ist ihnen zugedadit. In der Heimat aber strrben täglich viele Hunderte un­serer Volrsgeiws'en, nur infv!g.- der Vorenthaltung der zugesa^.en Lebensmittel. Ter VolsitzeivismuS ;ieht durchs Land und droht -um Weltbrand zu nerben. f

3n Rot und Verzweiflung erbeben wir Ein- woh"er von Tanni'adt, Angehörig? aller Parteien zu Tausenden verstrmmril die Änk'aae, test uiv'crc Gkflner unser Vertrauen getäuscht baten, wir rufen (jvoen die Ver^naltrsvmg daS Vowi^sen der Menschlieit auf. Wir sbrtern: Unst-re Rcgienmg soll unbeirrt auf den 14 Punkten WilsonS als der vereinbarten t^eundlogc der Verlxrndlungrn be­stellen. Einen Frieden dauernder schmodwollcr Ver­gewaltigung lehnt daS teutsd-c Volk ab.

MinistcrprSsiHenl Ulrich gegen dir Nnabhüngigcn.

I. Darmstadt, 16. März. Am Freitag abend setzte sich Ministerpräsident U l r i ch in einer überfüllten Volksversammlung mit den Unabhängigen auseinander. Er gab eine all­gemeine Uebersicht über die Ursachen der lTrennung der Unabhängigen von den Mehr­heitssozialisten, verteidigt die Politik der letz, tercn während des Krieges und nach der Ne- volntion. Den Unabhängigen warf cr vor, »atz sie keinen scharfen Strich gegen die Spar­takisten gezogen hätten. Sodami rechnete er mit dem Führer der hiesigen Unabhängigen, Dr. W 0 l f s, ab, dessen Reden er als patho- ogisch und dessen Vorwürfe, die Revolution habe nichts erreicht, als unberechtigt be- zeichnete. Dr. Wolfs und eine Frankfurter Vertreterin der U. ©. P. erwiderten mit Hefti- gen Ausfällen gegen die MekrheitSsozialisten und Ulrich. Für die Mehrheitssozialisten prach auch Mg. Delp. Die Versaßpmlunfl nahm einen zeitweise recht stürmischen Ver- laus. Es zeigte sich, daß die Gefolgschaft von Dr. Wolfs hauptsächlich auS ganz jugendlichen Elementen besteht.

auf die toftfirüle 2 urtb 3 je eine SHackLS zur Ausgabe Mit dem 31. Mär; 1919 verlieren tee , Abschnitte 28 bpv. 2 imb 3 itrrt Gültigkeit Nach , dii-scm Zriumnkl nicht abqerufent 3üöiuifnmgai jürfen Djn bat Abgabe>teilen frei verkauft werden.

(Ein seltene» Jubiläum feierte am Sams­tag der Milchfahrer PH. Wild. An dem Hage waren 25 Jahre ve> flössen, dast Wild im Haufe der Frau Witwe Friedel, Bahnhofstratze 33, ununter: . brocken feine Mielswohnung inne hat. Der in den greisen unserer Bevölkerung sehr bekannte Jubilar hatte das Glück, bisher viermal ein silberne» Jubel­fest begehen zu können, lieber 36 Fahre ist er bei der Siebener Molkerei tätig, in welcher er vier ver­schiedenen Desivern treu diente. (Es war ihm auch vergönnt, das silberne Diem Jubiläum bei der Feuer­wehr und feine silberne Hochzeit feiern zu können.

Liederabend Max Kraust. Kammersänger Max Kraust gehört zu den besten Sängern unserer Tage. Mit glänzender Varitonstimme begabt, ver- steht es der Künstler m geradezu meisterlicher und vollendeter Weise, die musikalischen Schöpfungen un­serer Srost-Meister der Tonkunst zur Geltung zu bringen. Der Liederabend des Künstlers, welcher von Adolf Knotie aus Frankfurt a. M. begleitet wird, findet am 20. März, abends 7*, Uhr, im Saale des Fürstenhofs statt. Karten find erhältlich in der Musikalienhandlung Busch, ßinbenplatj.

Die Not des Vaterlandes ist so grost, dast unter allen Umständen Ruhe und Ordnung im Innern austechterhatten werden muh, damit wir nicht in wirtschaftlicher Rot und Hunger und Elend unter- gehen. Pflicht eines Jeden, dem die Erhaltung des Vaterlandes am Herzen liegt, ist es heute, die Bil­dung der Freikorps zu unterstützen und sich selbst zur Verfügung zu stellen. Wenn auch zur Zeit die Herrschaft der Kommunisten in der R.ichshauptstadt beendet ist, so kann doch niemand sagen, ob nicht in einigen Wochen in Berlin oder in anderen Gegenden Deutschlands neue Unruhen entstehen und aufs neue der Bürgerkrieg entfacht wird. Wir wollen oorbauen und rufen deshalb allen Deutschen zu: Tretet ein in die Freikorps oder unterstützt sie wenigsten» mit allen Euren Mitteln! Wie wir erfahren, unterhält das Freikorps Hülsen, dast sich in Berlin ganz besonders hervorgetan hat, hier eine Werbestelle im Pfälzer Hof. Bisher haben sich bei seiner hiesigen Meldestelle 300 Mann gemeldet.

M Die von dem Deutschen Eisenbahner- Verband im Hotel Fürstenhof abgehaltene öffent­liche Eisenbahnerversammlung war sehr zahlreich, auch von Richtmitgliedern, besucht. Der Redner, Herr Wittrich-Frankfurt a. M., sprach in einstündiger Rede überSozialisierung und Eisenbahnbetrieb". Er schilderte eingangs seines Vortrags die Soziali- sierung der Kohlenwirtschaft wie sie von der Regie­rung bzw. Rationalversammlung beschlossen, um darnach in klaren Ausführungen dic Sozialisierung der Eisenbahn den Zuhörern ausführlich zu erörtern. Er erkannte die Leistungsfähigk it der deutschen Eisenbahner in beq hinter uns liegenden Zeit an, aber er wies auch auf die Mängel hin, die nun durch die Sozialisierung zu beseitigen wären. An der anschliestenden Besprechung des Vortrages beteiligten sich verschiedene Versammlungsteilnehmer in zustim- mendem Sinne. 3n seinem Schlustwort gab der Red­ner noch Hinweise, In welcher Weise weitere Soziall- lierungen wohl vor sich gehen werden, unter der Be­rücksichtigung des Grundsatzes, das Wohl der Ge, samtheit zu fördern und damit auch die Lebenslage des einzelnen zu Heden.

3n der Alicesch^tle beginnt die Gewerbe­lehrerin Frl. Pauli den Kursus für Schneidern am Mittwoch und den neueingerichteten Putz Kursus am Donnerstag. (S. Anzeige.)

Landkreis Giesten.

R Allendorf a. Lda., 17. März. Heute hielt der Bienenzüchterverein .Lumdatal" seine erste dies- jährige Mitgliederversammlung ab. Es konnte von einem guten Stand der Mitgliederzahl und der Kaffen« Verhältnisse berichtet werd en Den Dortrag hielt Lehrer Adam-Giesten über verschiedene wichtige Früh« fahrsardeiten auf dem Bienenstand.

Alten-Duseck, 17. März. Das Fest ihrer silbernen Hochzeit begehen am 18. März Au- guft Hof und Frau Hermine geb. Liester.

Heuchelheim, 17. März. Am 24. Januar 1919 erschwindelte ein unbekannter Unteroffizier, der von mittlerer QJröfje war, hellblonden gedrehten Schnurrbart hatte und Iwicker trug, bei einem Sol­daten eine» dort einquartierten Truppenteil» ein Reitpferd, Fuchs, mit Blesse und weihen Fesseln. Sachdienliche Mitteilungen nimmt die hiesige Kriminal­polizei in Giest.n entgegen.

B Treis a. d. C., 17. März Für die zurück- gekehrten Kriegsteilnehmer unserer Gemeinde fand gestern morgen in der hiesigen Kirche unter auster- ordentlich zahlreicher Beteiligung der Gemeinde ein feierlicher Begrüstungsgottesdienst statt.

Kreis Büdingen.

- Ober.Mockstadt, 15. Marz. Die vor eini­gen Tagen veröffentlichte Rotiz, wonach Dr. med. Lenz sich in Dodenhausen und Dr. Nicolai in Ober-Mockstadt niedergelassen habe, trifft nach uns von beteiligter Seite gewordener Mitteilung nicht zu.

flrrid Friedberg

Vad-Rauheim, 16. Marz. Der Südwestdeutsche Handelskammerausschust für Hotelgewerbe und Frem­denverkehr, Vorort Handelskammer Karlsruhe, trat kürzlich hier w einer gemeinsamen Tagung zusammen. Aus dem umfangreichen Beratungsstoff sei besonders erwähnt die Beratung über die Auslegung der Schleichhandelsverordnung und in diesem Zusammen, hang die Erörterung über eine ausreichende Versorgung der Hotelbetriebe mit Lebensmitteln, so dast die Auf. rechterhesttung der Küchenbetriebe ermöglicht wird. Weiter knüpften sich längere Verhandlungen an die Beratung der Frage der Entlohnung, der Trinkgelder und der Arbeitszeit im Hotelgewerbe. Der Ausschuh desahte sich auherdem noch mit einer (Eingabe de» Landesverbandes der badischen Hotelindustrie und verwandter Betriebe an bas Badische Ministerium des Innern, betreffend staatliche Einrichtungen zur Forderung des Fremdenverkehrs. Es ist an die Schaffung eines amtlichen Verkehrsrates gedacht Die Versammlung beschlost, die (Eingabe zu unterstützen. Bezüglich der Entschädigung für angegebenes Kupfer ufm wurde bet Deichlust gefotzt, nunmehr unter Ein. reichung eines Sachverständigen-Gutachten» vorstellig zu werden.

Orffrn=9?affan.

mr Frankfurt a. M, 16 März. Die Stabt- Verwaltung verbot mit Rücksicht auf ben drohenden Wohnungsmangel jede kündigungvonWohnungen ohne Zustimmung bes Ulieteinigungsamtes. Auster- dem dürfen ohne Iusttmmung de» Mieteinigungsamtes keinerlei Häuser abgebrochen oder die Wohnungszatzl verkleinert werden. '

- Fran kfurt«. M., Is.MSr-,. Tv «ast. - kflC|fttLll<n 1tnb 03 il»r> 9lrl>-lieber 1 um L«dnkorberunaen fr-ri»toten, bir, 1 jafli fjr oerwrnidtfiinh-ben, ben rwr (/crtltdjm i Nurndebileren Es berlenotm uom 1 7*1 b.a ab <m Docheal^hn I

lung fordert den Uebergang aller deutschen Haupt» und Nebenbahnen im Wege der Gesetzgebung in den Besitz des Reiches gegen entsprechende EntschädigunG der bisherigen B sitzer. Die Binnenwafferstrasten sollen auf ftoften bes Reiches unter Beiträgen der Glied« floaten, (Bemeinben unb Interessenten gebaut und ein­heitlich verwaltet und betrieben werden. Reichseisen- bahnen und Reichswasserstrasten sind einem Reich». Verkehrsamt zu unterteilen, bas den andere» Reichsämtern gleichgestellt ist. An das Relchsverkehr». amt w -re mich das Kraftwagen- und Luftverkehrs wesen anzuglicbern. Dagegen sollen Post-, Telegraphie usw. dem vom Reichsverkehrsamt getrennten Reicht» Postamt unterstellt bleiben.

Ans Stadt rind Land.

Gießen, 17. Mär- 1919.

8»r Retiwahl der ftrbcltcr» und Soldatenrate.

Bon bem Dorstanb der hiesigen Ortsgruppe der .Deutsche n Dolkspartei" wird uns geschrieben:

TBenn wir davon abgesehen haben, unsererseits i>u der anscheinend auch hier beabsichtigten Unter- affung von Reuwahlen zu den Arbeiter», Solbateu- und Bauernräten Stellung zu nehmen, so ist dies deshalb geschehen, weil wir in dieser Frage der Ber- tretung der Gesamtpartei im Reiche und in Hesien nicht vorgreisen wollten. Wir wollen aber keinen «Zweifel darüber aufkommen lasten, dast wir in der Sache selbst durchaus auf dem auch von bem Der. assungsausschust ber Hessischen Volkskammer (oerql. ben Schlustsatz ber Rebe des Abg. Reh zur Begrün- bung des Derfasiungsentwurfs in der Sitzung der Volkskammer vom 20. Februar Ifb Fs.) und selbst von sozialdemokratischer Seite (oergl 3. B. die Reden der Abgeordneten Schildbach unb Knoblauch in der- eiben Sitzung) vertretenen Stanbpunkt stehen, dast "ach ber (Eröffnung der Nationalversammlung unb ber Volkskammer unb nach der durch diese erfolgten Bildung der neuen Regierungen für eine Tätigkeit ener durch die Revolution entstandenen Räte auf politischem Gebiet, die doch von vornherein nur bis ur Schaffung einer neuen Regierung auf gesetzlicher Grundlage gedacht sein konnte, überhaupt kein Raum mehr ist.

5!n Briefrotdjftl zwischen Luden dorsi und Zcheldemann.

8 art in, 15. März lie , Bossische Sdhmg" wtoffentlidtt in ihrer Sjuntageminrrmer einen üncfnxt&id zwtfchett Qkr.craf Cubenbo r f| unb a/iinifierpräfibcnt Scheibemann, ber im Ln- IchluH an die Aausterung ScheibemannS. tiubmbjrff Jet ein Hafa rbeur, geführt worben ist 2ub;n> dorck schrieb unterm 28. Februar 1919 an ben Meich-sminiilerpräiidenlen Scheibemann unter att» der em folgendes:

Ew. Crzellenz haben alsHasardeur" einen Mann betetclmet, der alles auf eine Karte setze, die Folgen zu bebenken. die ein Versagerr bteser fl'artt nach sich ziehe. Ein solcher ..Halar- denr" fei irf) gewesen. Ich mutz gezen diese Auf­fassung bestimm en Einspruch erhcven. Mente Gut» sdeidungen haben sich stets auf gewissenh.iste Er­wägungen aufgebaut. Genntz habe ich auch Hohes wagen müssen. Tas nxir in einem Kriege, ben Teulschlattd mit seinen Derbünbeten grgen eine flarte Ucbcrlegen heil zu führen gezwungen war, leider nid>t anders möglich. Zur Bestätigung Ihrer Auffassung erklärte Ew. Exzellenz, es siehe alten- mäfitq fest, bah ich selbst am 1 Oktober 1918 ge­mustert habe:Ich k^mme mir vor wie ein Sjafnrlv spieler." Tarauf habe ich zu erwidern: Ich hab.' dantalS Vertretern der Regierung gegenüber unsere Trtilifärifdte Lage dargelecit, die mich veranlasse, d.e Reicbsleiltng um Einleittmg pjn Wassenstill- stand-Z- und FriedenSverhattblungen zu erfudyu. In diesem Zusammenhang habe ich gräufyrt, ich käme mir wie ein Hasardsvieler vor, wenn ich nicht auf Beendigung des Krieges brfrigte. Jeden- falls war der klare Sinn meiner Warte jtnmer ber, irf) will nicht Hasardspieler sein, tvill nidrt alles auf eine Karte fetzen. Dazu ist meine fj(> dattsche Anssassuna zu ernst. Ich darf Sie bilten, Herr Ministerpräsident, bei einer der nächsien Gelegenheiten die Aeusterungen über ntid) in aller Form rich'igzustellen. Tarüber hinaus richte ich an Ew. Erzellenz daS Ersuthen, mir, sobald die Neichsreaierung den Zeilpunkt für gekommen hält, ^Gelegenheit zu geben, vor einem Staatsgeriditkhaf für mein Wallen und Handeln eimutvelen Ich btn Clo Exzellenz ergebener üubenturff/'

Ministervrasch^nt S che identann antwortete hierauf amt 6. März 1919:

Ew. Exzellenz bestL'ige ich ben Empfang 5chres Sdwerbens vom 28. Februar. Ans bic An gelegen heil nochmals zurückzukvmmen, erübrigt M) für mich. Ich verweise als auf eine vorläufige AüNvort auf die beiliegende durch W. T. B be. wirlte Verüfsentlidtung. Em endgültiges Bild über bic Haltung Ew Exzellenz in der Wäfsen- sttllstands'rrge wird sich aus den T^kumrnten er­geben. weldw die Reictzöregierung in Kürz.' ver- dffentridxn wird unb die ben Inhalt der Mwn von Oktober biß November 1918 umfassen werden Ter Wunsch Ew. Ex-ellen», vor rinnn Staats-- ^richtslwf fflr Ihr .Handeln und Wollen einztt- Irt*ten, fiinntc erst erfüllt Iverden, n>cnn die end- glUtige Verfassung und damit aud) der in ihr tvrgefebene SlaalSgeridstshof beschlossen werdet/ nnrd. Ich bin Ew. Exzellenz ergebener

Sdteüwntann."

General Subenborff antwortete bteraitf amt 12. März 1919: Wir entnehmen seinem! Schrei- ten folgende Sätze:

Öcrr Ministerpräsident k Ew. Exzellenz schreiben vsnr 5. März habe ich erhalten Ihre Äntw<ort genügt mir nicht. An der Tatsache, dost Sie murine SBcmcrfinrntm über einenHasard­spieles genau in das Gegenteil von dem ver­kehrt toben, was ich gesagt bäte, sehon Ew. Ex- ynen* vorbei. In Ihrer vorläufigen Antwort der W T B.-Verössentlichtmg vom 4. März wird von einemOfcftäiibuiS" meinerseits gefprüften Lbwohl Ew. Exzellenz wie fämtlid* amtlicl>en Stellen wissen, dast ich mich stets dazu bekannt?, la sogar zur Erklärung meines Tutte auf die Feststellungen imwer kn-son Heven Werk gelegt habe, mni August 1918 ab für die Beendigung des Kneges, die ich rm übrigen stet- geivünscht bäte, .'inge'reten zu sein, wozu id) durch die ErdmntttiS veranlastt war, dast trotz meines jahrelangen Ringens mit Berlni daS Seer an ber Front von ber Heimat nid)t nur die Kräfte nicht erhielt, deren eS beburste, sondern datz es sogar nutertoüMt war. ES ist daher irreführrnd, von einemAe- ständnis" zu fpredwn.

Ich fasse zusammen: TAt Anforderung des WafsensttllflandeS war fdWDcr, noch scleverer war setne Unterzeidmung. Zwischen ?(n f 0 r b c -« tung und Unterzeichnung aber liegt daS f ch we r st e, nämlich die Tatsacte, datz die R e i d> S- 1r «1 -n,^cn °°n lmS vorgefdüagenen unb in ber Netdte agSn-de des Prinzen Max am 6 Okto- tet angerünbio-en Weg verlassen und trotz metneS Einsprucl>eS an die Kapitulation des Banke- vottS und teS Friedens um jeden Preis ge­gangen ist.

Mit dieser Klarstellung ist die Angelegenheit fur miel, vorlänftg erledigt. Ein vollständiges iteld meine- .'oantelrte werden erst meine jltiegs- ermneruugen bringen. 2Luf eine RidTtigstellimg u eVfl,P Heuterungen lene ich feinen Wert w*hr. Ich takte erwarten dürfen, das» mir nicht ter Parteiführer SchlNtemaun, sondern brr Prä- fttent des bentfdxn ReichSministeriumS erwidern Erirortung sehe ich mich ge- täuscht. Ew. (te^llenH entstellende unb irrefütemte (Mrläuhgc" Antwort mutz ich als illohal tezeich- nrn. Ich katm nun auch kaum nod> hoffen, datz bte amtlute Tenkschrift. die die weit zurückgrei- 'frnten IusammeuhLuge, aus denen allein mein Jmnteln zu erfiärtn ist, anscteinend gar nicht terNcksichicgen wird, eine jbiefiiiv und lückenlose DaruclUmg aller Vorgänge geben wird, aus die teS beutfdx- Volk Anspruch hat. Ich bin So CxicUeni ergebener Ludendorff." '

Siebener Uonzertvercln.

Ä ie tze n, 17 M.tez.

TaS achte Konzert brachte uns »wer überaus neichütz.c Eäste, dir gesciertr Kmnmrrschtgeriu F-rau Er le r -s chn a u dt aus Minuten und ten biet reod) mcht gehörten jungen Ecllist.-n .ixmt C4. Eastu i -Leivzig. Frau Erler-Zchnaudt, über deren emineu:e Zcunst Weiteres tu sagen über- flüffig ist, sang ifiit wuntervoll au'3>ieglidrtia^ HcnUfter Stimme und meisterli^chem 'Zbrtra» zw «ächtk sedte Lieder von Vatis P s i tz n e r. ttnr da hörten, mar mufitaliftter Fortschritt ie testen et inte deS Worbes, nichts Krankha ;ed und audt Nichte Exzentriicteöergeholte-, sondern krrw teulsch empfunten und selbüäudig zur Erschernung gebrachte Musik. Zwar geht Psttuter aus von ter musikdtamo tischen Tonliwache Richard W<tgner4 und übertragt bereit Pliuzip« die Iffd* brnpai^on, tu aber nicht barauö in Varmvnik und 9.

tsequeuzen zu ziehen, sondern Hal tx-i Verme-i g teS bovtel.cn Fehlers ! , . -..<> ist utn ^minessivniil zu werten, die nii t eie Liuü' huie- zuhalten gennnu unb dabei seinen cigaim Stil mtt Benulitheit entnnckelt. Aber was Hilst schlich, Ilch eine ''wiiNniborische, rtin fti!ii;i|dx

daS Wnoincn Dützner ist bannt noch nicht erklärt! Wie packend Nar die br.ntra.ifcte Wucht »n stimme ber Sehnsucht", die Tragik in2m teten teilt abend Vcsellschult", wie fein empsuw bene Stimmungen bolcn will mich im grünen Wald ergehn" mib das teoatifirme ,,Fri»- ben , und wie wutz e die Sängeittti intö bine Vie* ber nahe zu bringen k I.n Utei.en Teil wacht» ne mte bekannt nnt sechs 2tcteri des ÜHuutmrt ^ntztzers Ätdwrb Tr u n r flttnmt diese auch ^^^i,nlichhu an Bedeutung Mt PtitnierfdKn nidjt glctdi, so war doch auch hier so viel des Imterrzsantt-n unb Originellen zu ter- schneit, bau das Publikum mit Spannung bee ebenjand recht persönlich gefärbten S.chöpfungett lausäNe, von denen wirlieber die Liebe" und

»/^ntjneriaben" als besonders fein geftMif- htne IJorrf her Porte den wollen, wal/rrnd bei , Lu- eifc und dem nmchigeuSchnitterlied" ter Um- staich Beachtung verdient, ba& bic bi3 ins Svm-

1 wfe। Wt e auög w .ch e e B g eitung an

ter Wirkung bcnMrraacitteni Asiteil fxxt

öerr Oafijt 1 führte sich mit dem je Znlang teftnelten Kvnzert il-Moll von Rodert an ^fimis ein, ctihmi illxrauS vornehm gtbaUenai Werke teis m nwl>r als einer vmstchl ten Namen ..Klastisch" verownt u;ib an den 5* listen aüijerorten.liche Ansprürte stellt. T4e Art. nnc fid» ter qirmUcr feiner Ausgabe entledigte, oeriHent öoetne Anrrketmung und stellt ibn in l^den ^ibniri teT. Namenk« llSj*rb ?hcn Sicherheit in ten lateren und todrften Lagen, die erat« Anssuh-ung ter L'ppel- nritje unb Arpegnen uub die glucken>vinen Flages lettone. Neben Stücken aus Äb Bachs (L-Iut* «uile boten bann noch die lietemZtoürdigen ffto- L)kovartattonen von Tscha i kow ky hi reichen- teil Stofs zu allerbanb technischen Exi^rim-nlen. Jn allen leinen larbietungen aber zeigte er sich

RrlenpjUe Tonbilduna unb durch vornehme Auslastung «US toürbigvr «ern^trr bet oNanaschule

du«ikmn erwie» sich sehr temtor und nöhgte am SiUuf^ ben tibiftlern ie eine Zu- 2" ntrn lanic" non TläDiihmmch

L» viattt) Es ist Ehreno flicht, ® TrautmannS wui dermale Lteglettung als Mitverantwortlich für das oarzüa» liche »dingen gebührend her 00 r zu heben

Siebener Stadttheater.

Nora.

I Schauspiel von venrik Ibsen.

m Wieften, 15 M»tL

$/te Verständnislosigkeit, mit ter Nora bei 1l7rrT [ten Äunüteung in Berlin im In brr 1880 ajm Publikum unb auch von ter Jhi if auige- wmnrn tourte, brauch» heute nicht mehr befdmrf! !W werten. Die gro eSkrn Misc-eutungen der bet* den Vaapscharciktere wird sich heute der uriete ajrr.iftc Tledterteurfier nicht mehr zu Stellte« toutmen laifat Probleme, d» her Mui erftenntf

Bos! und Wkchmmg die (teTtNfrfWfrner die Portiers 125150 Mk., die >?o:elx>tex11tilne» 130150 «Hf., die Mine r 120 «k. Taz» verlangen die Ätlln-r Bechchal rung ter T rin tz- gelber, ten ad«;tibtbtijm Arbeitstag und ange« meifcnm Urlaub. Be. NidegewöIrrung von 5h>it tritt eine tägliche Dttschrdigung von 3^0 Mk. ein. Die Lage auf dem Arbeit Smart: für E^auhmiS- angeflell te ist trübe, am Donnerstag suchten bwr Stellung 95 Direktoren, Geschüfivführer und Buchlialter, 120 Ctertellnrr und Portiers, 499 Saal kellner, 94 SUZami ÄuSlnl fSper ional.

Frankfurt a. M., 15. März. Der Ausschuß der bürgerlichen Berufsstände hatte für Donnerstag abend eine öffentliche Versammlung einberufen, in 6e die Fragen der Reichsoerfastung und des Derkehrs- wefen» vorn Gesichtspunkt einer einheitlichen Veikehr». Politik für das ganze Reich behandelt wurden. Prof. Endres führte aus: Wenn jetzt nicht eine Berel» heitlichung des Derkehrswesea» zustande komme, ty der geeignete Zeitpunkt für alle Zeit vorüber. Alle Reservatrechte der Einzelftaaten muffen verschwinde». Bei Tariferhöhungen mutz die Dolksvertretung da» Mitbestimmungsrecht Haden. An den D<tzimmunge» über die Wafferstratzenpolitik ist erfreulich, datz bi« Schiffahrtsabgaden weggefallen sind Das Reichsver­kehrsamt muh die höchste Reichsinftan; fein, voll, ständig gleichgestellt den übrigen Ministerien. Pros. Enders wünsch:, dah dieses Reichsoerkehrsamt in Frankfurt a. M. errichtet wird. (Ein Forfchunas- unb Äuskunslsinstitut für das Verkehrswesen soll seinen Sitz in Mannheim haben. O. E. Sutter verlangte eine ftraffe Zentralisierung unter Uebergang aller Bahnen gegen Entschädigung an den Staat und eine einbeit, liche Wafferstrohenpolitik. 3n der sodann anqenom« menen Entschliehung, die allen deutschen Städte» zugehen soll, wird von ter Nationalversammlung die endliche Derw.rklichung bes Gedankens der voll- tänbigen Vereinhettlichung und Zusammen- assung der deutschen Verkehrseinrlchtunge.