. | Sombdten zu einem gr>&ai geschichtlichen Kulturfilm begonnen, der auf dem Daul bürg-
Aus Staöt sind Land.
Gießen, den 16. Sept. 1919-
tonnen.
Die
Tie
bereits
rei-1 Stabt ix vor DnetJt Der) ammlung ineniaa) Tcamug der > noch die Möglichkeit gehabt hätte, über die An-
Protestversammlung auf dem OSwaldSgarlen.
tützen."
Es wird roleitCT eine Abvrdnung, begehend aus den Herren Strv hwig, Seng, und Maier gewählt, die dem Oberbürgermeister die (ÄitfcÄießung übermitteln soll. Ter R-dn,>r mahnt noch, jegliche Ausschreitungen zu mrmerc>m imb etwaigen .Ausvuffchungsversuchen kulxe Ao- KFififlig zuteil werden zu lasse»!. Tvr «Smam* I melden, die zum großen Teil aus 9leugiengen bestanden haben mochten, rnarsM-rtrn mm nach der Bürgermeisterei, um hier zunächst das Ergebnis der Verhandlungen zwischen dem Ober- büraermeister und ihrer Abordnung abzuwarten. Es war s/45 Uhr geworden. Gegen 5 Uhr wurde mitgeteilt, daß der Oberbürgermeister zugesagt habe, die Angelegenheit in der jetzt beginnenoen öffentlichen Sitzung der ©tabtücrotbneten* Versammlung sofort zu erledigen.
Gelände 'vielt und den Kumpf zwischen Römertum und Germanenvolk zum Vorwurf hat.
= Frankfurt a. M., 15. Sept Berliner Filmgrößen beabsülitigen in Frankfurt die Ertver- bitng eines großen Geländes, um hru eine tr i I m - ft ab t noch amerikanischem Muster zu gründen.
Stadtv. Krausmüller gibt für die Frak- tion der Deutschen Bolkspartei nächste- hmde Erklärung ab: Wenn wir auch hoffen, daß es hj Gießen nicht zu Unruhen kommen wird, so halten wir es doch einstimmig für unsere Pflicht, für OT2 Verbesserung aller fich-rh-itspolizeilichm Einrichtungen den erbetenen Kredit z u bewilligen.
Stadtv. Beckmann (USP.): ES wundert mtdi nicht, daß die bürgerlick-en Parteien yeschlossen für die Ansckaffung von Rbordwerkzeugen eurtretvn. Durch Verhandlungen mit dem Oberbürgrrmeutrt ist es ims gleich nach Ausbruch der 5ReWnHort gelungen, die beabsichtigte Aufstellung einer. Bür- qerwehr zu vereiteln, ebrsns-o Wie Wir bor einigen Monaten die geplante Errichtung einer Einwdt/ner- wehr hintanhalten konnten. Wir hatten uns dafür eingesetzt, daß die öffentliche Ruhe und Sicherheit gewährleistet bleibt und hatten unser 93erfprerf.cn bis jetzt immer aufrecht, erhalten können. Tie Arbeiterschaft bat ihren Lio' v darin erblickt, mrfst als Unruhstifter aufzutreten. Wir sind der Ansicht, daß die Ordnung und sicher-' beit um so gefährdeter ist, je mehr Waffen in die । Bevölkerung hinerngetragen werden. In der Ein- notmerschaft hat sich in den letzten Tagen wegen dieser beabsiä.itigten Maßnahmen eine grohe U n - ruh e und Erregung bemerkbar gemacht. Wir sind weiter der Ueberzeugung, daß durch diese Waffen geaenrevolutivnLreBestrebun- g e n unterstützt werden sollen. Im übrigen muß ich bemerken, daß das Ministerium gar fcin Recht tat, irgenbiueüfie derartige Maßnahmen zu veranlassen. Wenn die Stadtvewrdnctenversammlung den Antrag ablehnt, dann ist die Mgricgenl-eft für uns erledigt. Wenn es wirklich zur Wasfcnver- teilung kommen sollte, dann peben wir vielleicht traurigen Zeiten entgegen. Wir stehen weiter aus'! dem Standpunkt, daß es die Polizei bisher verstanden hat, die Ruhe und Ordnung aufrecht zu erhalten; eS ist daher ein Unding, sie noch mit Maschinengewehren und Handgranaten zu beton» nen. Diese Mordwerkzeuge sind fein Er, a y I für Le bens mittel und sonstige Bedürfnisse des Volkes. Wir sind unter keinen Umständen gesonnen, irgendwelche Mittel zu betorllunm, um Arbeitermassakres und Juden pro-. I g ro me herbeizuführen. Sie haben doch dao cfegen die Juden hetzende Flugblatt gelesen. Wie die Er- I fabrung an anderen Orten gelehrt l)at, sind solche kleinen Tinge Vorboten für ettoaigc Umtuälzungeu I gegenrevolutionärer Art. Wir lehiien diesen lltebü ab und beantragen namentliche Abstimmung.
v°m Voll g-wählt-n Vertreter im StodthouZ-1 gel^mhei^
saale emtritt. Sorbit gestern Hand-1 ^chanocln, eine Auffassung, der sich Die
greiflichkeiten in Wort und -Lat nadj=1 ^nbtwrnrbneten ausnahmslos an»
gewiesen werden können, muifen sie vor die ordentlichen Gerichte gevracht werden, i Es muß vor allem volle Klarheit geschaffen werden, ob die Vertreter der UnablMgigeii int Stadtparlament nur bedingungsweise für die parlamentarischen Rechte eintreten wol-! len, oder oh jie, wie die Straßenrede des Landtagsabg. Kiel zu bezeugen scheint, geneigt sind, bei sachlichen Entsll-eidungen öfter eine HUfstruppe öon pU^en her mitwirken zu lassen. Uno gaiy untätig und willenlos wird man ein solches Treiben in Gießen doch wohl auf die Dauer nicht hinnehmen
Mehrheitssozialistische und die Unabhängige sozialde mokrati- sche Partei sowie das Gewerklchafts- kartell hrttsi am Samstag abeno durch Flugblattverteilung und Platatanschlag für gtfrern nachmittag 4 Uhr zu einer Massenkundgebung auf dem Oswalds- ga rten aufgerufen, um fdpn im voraus gegen einen etwaigen Besrf/uß der -Lotadtverord- netenöerfamntiimg auf Anschaffung von Waffen und Munition zu protestieren -ter unabhängige Landtagsabgeordnete Kiel hielt eine ziemlich scharfe Rede, in der er zu.wchst die Vorgänge in der letzten nich-töfftntlvftien L>tadtver- ordnetenversammllmg schilderte. Ta wir hierüber eine objektive Schilderung aus dem Munde des ObeMirgermeisders ausführlich im Sitzungsbericht der ©tabtnerotonetentrrfammhnig tote* ter geben, können wir uns an dieser e-teue em nochmaliges Eingehen auf diese Vorgänge ersparen. Ter Redner hob weiter die angeblichen Verdienste der Arbritersckoaft zur Aufroch^erlMung von Mhe und Ordnung hervor. Er forderte dann die An- Nesentzeu auf, geschloffen nach der Bürgermeisterei zu marschieren und den Oberbürgermeister (ZlM- chenrufe: Herausholen l) zu veranlassen, dafür Sorge tragen zu wollen, daß der beabsiclchgte Wafsenanlauf mrfft zustande komme. „Wir brau- d£n feine Maschänengewehre und xxmbgranaten, wir kämpfen nur mit geistigen Waffen." (!)
fcrtiggeftefft und jur Zustellung übergeben worden war, ist es nicht möglich getoefen, I diesen Berhcmdlimysgegemwnd auf bte Tagesordnung zu setzen. Anderseits war es int Hm- blirf auf die in der Mmisterialverfügung ausgesprochene Dringlichkeit wünschenswert, daß sich die StadtvcrorbneterrVersammlung mit dem Antrag des Finanzausschusses beschäftigte. In der Sitzung vom 9. September hat denn auch die Versammlung gegen die Stimmen der Sozialdemokraten und Unabhängigen in nichtöffentlicher! Sitzung die Dringlichkeit des nicht auf der Tagesordnung stehenden Gegenstandes ausgesprochen. Dach diesem Beschluß verließen die Mitglieder der Unabhängigen und sozialdemokra- tischeti Fraktion den Saal. Es blichen dadurch weniger als die Hälfte der Stcüot verordneten an* lucscud. Glrickstvohl blieb die Versammlung be* scliußfähig, da von keinem der in her Sitzung iwch anwesenden Stadtverordneten die Beschluß fähigfeit angczweiselt worden war. Obgleich die Stadtverordnetenversammlung hiernach rechtlich
*♦ Kriegsgefangenen * Heimkehr. Gestern abend gegen 8 Uhr traf wieder ein Transport auä englischer Kr ieg sgefan genscyan zurücttehrender deutscher Kriegsgefmigener hier ein. Sie wurden auf dem Bahnhof wie Üblich empfangen. Die Begrüßungsansprache hielt £r. Schneider, 2. Vorsitzender des RoleriKreuzes. Unter Glockeugeläute marschierten die 731 Mann, die aus dem Sammellager von Balenciennes kamen, nach dem Durchgangslager, von der Bevölkerung überall freudig begrüßt.
*♦ Kricgsgefangenendank.
cm Freitag morgen aus langjähriger französischer Gefmigenscltoft '.urückgrichrten i trän Een und Verwundeten aus den Lazaretten Rouen, Fontauie* sous-jouy, Lieseux und Meau bitten uns der Gießener Bürgersrfxlft, besonders den Frauen für cen überaus herzlichen Empfang ihren tiefemyfunbenen Dank zu übermitteln. . _ . ,
** Bankdirektor Konrad Tietz von der hiesigen Zweigstelle der Bank für Handel und Industrie ist ttm Samstag plötzlich nnolge einti Schlaganfalls verschieden. Er war über den,Stadt-
anwesenden Stadtverordneten ausnahmslos an* Ue schlossen. In der heutigen Sitzung itt nunmehr ™ über ben vorliegenden Antrag des rvmauzaus-- schusses zu beraten und abzustimmen. Ist bjr oben ertvähüten Verfügung hertzt es, daß ine be»- vorstehende starke Verminderung des Heere- ^ne, möglichste Verbesserung aller sicherheitspolizeilichen Einrichtungen bedingt. Dazu gebärt auch eine' bessere Bewaffnung von Polizei und Gendarmerie,- sowie Sicl)erycits- und Einwohnerwehren, wo letztere als unbedingt zuverlässig zu erachten sind. Durch die Herabsetzung der Heeresstärke werden gleichzeitig auch Waffen neuester Konstruktion für diesen Zweck frei. Diese Waffen werden rum Reich aus Heeresbeständen für poli- zeiliche Zwecke entweder unentgeltlich oder ' gegen eine sehr geringe Vergütung geliefert, ©irt Gewehr kostet 3 Mk., ein ^eitengctoebr 1 Mk., ein Maschinengewehr je nach RÜodell 10 bis 19 Mk. und eine Patrone 2 Pf. Außerdem können ältere Waffen gegen neue unentgeltlich Hinget au^t
werden. _ , j
Meine Damen und Herren! Da die Stabt Gießen nach den gesetzlichen Bestimmungen die Kosten des staatlichen Polizeiantts zu tragen hat, mußten wir das erwähnte Gesuch des Polizeiamts dem Finanzausschuß vorlegen. Ter Ausschuß war in seiner Mehrheit der Ansicht, daß eine Be^ schafftmg von Waffen und Munition für Polizei und Sicherheitstoache notwendig sei imb beantragte, hierfür 2500 Mark zur Verfügung zu stellen.
Stadtv. Ebel gibt für ferne Parteigenossen die Erklärung ab, daß die demokratische Fraktion tun der Notwendigkeit der Bcntär- I tintg des sicherheitspolizeilichen Schutzes üb.’ryngt ist. Sie hält es für ihre Pflicht, den vom P o - llz-iamt gcnTillischten Kredit zu bewilligen. Sie erklärte, daß diese Maßnahme keine einseitige Tendenz in sich birgt, sondern den Zweck verfolgt, । jegtid/e Störung der Ordnung zu verhindern, ov stimmt datier dem Antrag des Finanz« ansschuiseszu. „ . _ ,
Stadtv. Schmahl gibt namens der Treten Vereinigung folgende Erklärung ab: Wir ha- ben uns durch die Mitteilung des Ministeriums des Innern von der Nottvendigkeit und Dringlichkeit der Verbesserung aller sicherl^itspolizn- lichen Ein richt mtgeu überzeugen lassen und bewilligen daher mit Ausnahme des Stadtv. Stirn - nier einstimmig den vom Polizriamt nach gesuchten
Stadtv. Mann gibt folgende ErNärung abl Wir Sozialdemokraten können die ange* forderten Mittel zur Beschaffung von Waffen und Mmlition in dem vorgeichlagenen Umfang m.ht bewilligen. 1. In den letzten 9 Monaten amrlx wiederholt auf angeblich in naher Aussicht stc, hende Gefahren hingewiejen. Ties: Ge.ahrcn habm in Gießen in keinem Augenblick in tum Troartetn Umfange bestanden. Beweis: Tv öffentlich' Orb- nun-, Ruhe und Sicherheit war trotz Unterlassung der Bildung von Einwohnerwehr usw. in Gießen in einem den Zeitverhältnissen entspreckiend hohem Maßt gewährleistet. 2. Wenn heute die Erregung m die Bevölkerung hrneingctragen wurde, dann l>at die Art der Erlediguoig dieser Pvlizeimasnahmen durch den Herrn Oberbürgermeister wesentlichen Anteil daran, denn dadurch, daß di-'cr Punkt nicht auf der den Mitgliedern der städtischen Körperschaften zugesanüten Tage-5- I ocdnung stand, wurde dem Mißtrauen Tür ime Tor geöfftict. Unsere Adlehmoig begründen ivir damit, daß das Ministerium nicht zwingend Nc Beschaffung der Massen und Munition fordert, son- bern nur anheim stellt. Hierbei geht, es von Voraussetzungen aus, die u. E. in Gießen nuhl ^geben find. Sollten roüvr Erwarten Plwuv rungsversurf'e unternommen werden, dann bürricn imicrc Polizei- und SicherhritS,vachma,mschalt.-n über genügende Lewaifnung zur Unterdrücknw üerfügen. AIS Sicherheit steht auch^daun noch die Garnison zur Verfügung: deren Stärle wiw irwlst zu keinem Zeitpunkt soweit terabgemuieert fein, daß sie nicht in der Lage wäre, Plunderun-m usw. .mrfvatn zu belampffm.
Oberbürgermeister Keller: Ich versteoe nicht weshalb mein formelles Vorgehen am griffen wurde, nachdem ich vorhin eine ci.n9c^*-;
' Tarstcllung gegeben habe. Jeder, der meine a«
Abg. K iel verlas dann sagende En t schl ie- jung, die einstimmig angenommen wurde: „Tie M>cifeuversammlung der Arbeiterick'aft Gietzens er- Ijebt entirf’iebenen Protest gegen die vom über* ttiigermeifter beabsichtigte Beschasstmg ton Wal- <m und Munition. Tie Arbritersclraft mutz in dieser Maßnahme eine Ges-ährLuug der öffentlichen Ordnung, Ruhe und Sicharhrit erb.icken die bis'her in unserer Stadt ohne Lelvaffnung der Ernwohi^r- schast glänzend aufrecht erhalten worden ist. Tie Veriammlung protestiert gegen die Art, mit d,r der Oberbürgermeister die Ang^genheit zu er- 1-dften suck't. Tie Bermitwortung für alles haben öd’ Kreise zu tragen, die die Provokation unter*
-- Frankfurt a. M., 15. Sept. Ausdas Hilfegeschrei zweier Mamier in ber Rechnei- anlage eilte in ber vergangenen Nacht etn Metzger- meister herbei. Er fand aber nicht zwei Hllss- bedürftige, sondern wurde von diesen Burschen kurzerhand niedergeschilagen, Erheblich verletzt und seiner Barschaft von 1000 Mark beraubt.
h. Marburg, 15. Sept. Mft rückwirkender Kraft vorn 1. Januar ab ist die Stadt Marburg auf Betteiben des Beamtenbundes nunmehr tn bte Klasse der teuren Orte eingcreiht worden.
)( Marburg, 15. Sevt. Der Vorstand der Schuhmacher-Zwangsinuung macht besannt, das es bei den heutigen Ledervrffsen den Sckuhmachcrn unmöglich ist, Herren-Sohlen und
Schlagansalls verichieoen. vrr war uoer vku'uiuvv- g^sütze unter 30 Mk-, Damen-sohen unb Absätze kreis Gießen h'rnaus auch in den ländlichen Bezirken 25 Mk., Herren-Absätze unter 6 Mk. und eine bekcmitte und geachtete Persönlich'fttt. , Als Tamen-Absütze unter 4—5 Mk. anzufertigen. Banksachmami wurzelte er ganz im beimu-iy-n
Boden , er hat in Gießen bei Mbert Kauffmann ----- —"
seine Lehrzeit durchg-emacht, woraus er eimge Jahre,
außer halb Gießeiis tätig toar. Ta>m trat er ms HlfifiCttQCtDßll IM StßOt5 biejlK Bankgeschäft von L. Racke ent, bei welchem nil v»wvi
er sich beteiligte, um nach kurzer Zeit, im Ja.)re
1894, in der SchEraße em selbstmidiges Unter- nehmen zu gründen. Zwei.Jahre später.ft^efte er! Gießen, 1B. Sept. 1919.
in Rin neues baut fiba: 1902 geflrige Tag bedeutete für die Ge
stehenden Tepositeukasse ber Bank für Handel mid schichte der Stadt Gießen ein ganz besonderes Industrie, uitb dieses Institut verdankt seiner DL- Trauerspiel. Zwar ist es int tciuTe ber dunk- txgfeit als Mitglied der Direktion zum guten Teil len Wochen des letzten Jahres in Gießen noch ben Aufschwung, den es fritier genommen hat. „icht zu ernsthaften Störungen der össent- Ter Jubi^nmsiag feiner 25iübrigen selbstäudtgen [f j,en Ordnung und Sicherheit gekommen, Tätigkeit ist in diesem Jal-re stlll voMrergegangen: Qber befm Ueberblick über die gestrigen Ereig- nun lvird stm unerwartet schneller Tod» m lernen, l mu6 ausgesprochen werden, daß sich bei ausgedehnten Bekanntenkreis überall lebhaft be-1 Dinge ereignet haben, wie wir sie noch dauert^werden. Ausland nicht in Volkskammer und Nationalversamm-
Telegramme ^kosten"vom 15 September an ^0, sondern E°n 8"6ftW^U*
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auf die wir besonders Hinweisen. Gewalt? Die Führer der unabhängigen Frak-
** Eine Protestversammlung des tion haben sich vor den gestrigen Avsttmmun- HesjischenBauernbundeS findet Freitag, gen uur bann für Aufrechterhaltung der Oro- , 19. September, nachmittags 2 Uhr, auf der „Lw- nUHA und Beruhigung der eingedrungenen : digehöhe" statt Auf ber Tagesordnung steht: Volksmassen verbürgen können, wenn der 1. Protest gcqxmbje Lwferungs- ^i^^e ber Strüfee Dom (5tabtbar^^Iment
S^fTtu1K^iebabÄg^£an^ iwmmen würde^ Sie haben, also selbst zuge- roirte; 3. Verschiedenes (Rücklieferung von Kleie, standen, daß fie dieaffe nicht in le^m^all Haferablieferung usw.). Siehe Anzeige. in ihrer Hand haben imd größere Unruhen
** Die Wagneroereinigung des und Gewalttätigkeiten in bestimmten fallen Kreises Gießen hielt am Somitag im Gc- nicht verhindern können.
werbehaus eine stark besuchte Versammlung Der ursprüngliche Beschluß ber Stadt- ab. Nach einer Begrüßung durch ben Vvrsitzenoen Aufforderung ber Organe
ÄÄ urfem Regierung.
statt Mit Rücksirfft auf die weiter anhaltende besondere Sicherheitsmaßnahmen zu treffen, enorme Preissteigerung aller Rohstoffe, Werkzeug- bedeutete ganz gewiß reine Provokation gegen usw. sowie der außerordentlich hohen Kosten der irgend welchen Teil unserer Einwohnerschaft. Lebenshaltung wurde einstimmig beschlossen, auf In der Begründung, die dafür vorgebracht die f. 3t. festgesetzten Preise eine Erhöhung von pn^de, steht ausdrücklich, daß infolge der 50 Prozent eintrclcn zu lassem Im werteren Ber- ^walligen Herabminderung unseres Heeres lauf der Versammlung sprach Skretar 51 i r ch n e r ü % / { ,um Schutz der öffentlichen Ruhe über die Bedeutung der Organisation, ntph erirbeine Man kann
Wägermeister O. F a b e r-Gießen über K a l k u - und Ordnmig geboten erlcheine^ ^an mnn l a t i o n s f r a a e n. Die im Versammlungslokal über das Matz solcher Sicherungen und ausgestellten Werkzeuge und Geräte fanden all- reitstellungen gewiß verschiedener Meinung gemrines Interesse. c sein, aber eine Herausforderung und Belerch*
** Ter Gernhardt'fche Zither-und gung bestimmter Schichten und Parteien des Mandolinenchvrhielt am Sonntag im SaaleIPolkes ist daraus unmöglich herzuleiten, sonst des Felsenleller seine erste größere Veranstaltung grüßte ia im Prinzip jeder einzelne Schntz- feit dem Kriege ab. Während der Nack,Mittag mit> u‘nb Gendarm schon ein das Ehrgefühl
musikalisch, e n Da r b wt uw ge nausgesüllt Volkes verletzendes Subjekt darstellen, war, diente der Abend at erster Lmie der gesel- 9 » Urnftoft
liaen Unterhaltung. Ter Chor verfüat zur Zur Aufschurung de^^Geister und Uniftotz
Zeit über eine große Anzahl wirklich guter Kräfte, der demorratischen Grundsätze war also tei die unter Seitung ihres Dirigenten Musiklehrev nerlei Anlaß gegeben.
Gernhardt lobenswerte Seiflirngen boten. Ein fragt sich nun ,ob die Organe ber
betznderer Genuß wurde den Besuchern der Der- Stadtverwaltung aNes getan haben, um fall S"Ä?rinJ ÄJe scheu «uffassUAgen uAd ZwischenMlm ^cht.
baden bereitet. Bon ben Darbietungen der Künst- 5^^i9 bo^u^ugm. Und hierzunttch c^s g lerin, die sämtlick- sehr beifällig aufgcitom'ntcn wur- werden, die Regie von dieser Seite aus hat brrt, sei Ave Marta von Bach besonders erwähnt, völlig versagt. Es genügt mcht, m so debeu- 9lbcr auch die vom Gemischt en Chor des turgsvollen Tagen und Stunden nur „tot» Evang. Arbeitervereins gebotenen Ge- ^ekff' zu handeln, sondern Forderungen von sangsvorträge trugen weseullich, zur Verschönerung Klugheit, Festigkeit ober Mäßigung, je nach- bet ,®cra*ltitne tet. ©etegentlufj aobcr Andere in Frage tanmt,
veran taltricn geselligen Unterhaltung gedachte der «rmnnen imb auf»
Kerem des 25jährigen Jubiläums seines Mit- Essen rechtzeitig erivogen uno auf gliedes W. B a l z e r als Zitherspieler, worauf der gestellt 'werden!. Da sckM arw Sam^ Jubilar die Antoffenden durch zwei Zithervorträge: tag bekannt geworden war, datz an- „Tie Mühle im Schwarzwald" imb „Die Post im nähernd in derselben Zeit, da die Stadtvater Walde" erfrartr. I tagen sollten, Massenkundgebungen stattfin-
Krcis Alsfeld. den würden, war es durchaus verkehrt, die
^Groß-Felda, 14. Sept. Tödlich ver- Sitzung stattfinden z«lassen, bevor das Ergeb- ünglücktc der Landwirt Steuernagel, iffs der öffentlichen Bolkskundgebung in allen lötirfjer vom Erntewagen abstürzte und über- Einzelheiten feststand. Die Sitzung mußte unfahren wurde. tei der Hand auf einen späteren Zeitraum ver-
r>r t er ect, tagt werden. Dann wäre auch die Möglichkeit
Infolge der Hitze h ^n gewesen, ohne den Druck von der
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Vulagen an di?sts!ftscE'^L n^rb^r- Unzweifelhafte Vertreter der Demokratie, wie schäft m Höhe von rund 2 633 000 Mk. soll die die Stadtv. Urstadt und Ebel, haben es nicht ZalK der jährlickMi Steuerziel.; von sechs über sich gewinnen können, den Bruch ber auf acht erhöht tocroen. demokratischen Grundsätze mitzumachen. Es
Hessen-Nassau wird Sache aller verständigen Organe sein,
Die Saalbura im Film an der Hand all der gestern zutage getretenen
Frankfurt a. M.! Ib^Sept. Unter der Zustände zu prüfen, wer m ließen unter SDHUrrbrit des Douvats Jacobi (B.id Homburg allen Umständen für wahre Meinungsfrei- p. d. H hat die hiesige Mamfilm-A.-G. mit den'heit und das Recht ber freien Abstimmung de-
Sitzungsbericht der Stadtverordneten- Versammlnng.
Beginn der Sitzung 5.15 Uhr.
Anwesend sind Oberbürgermeister Keller, diel Beigeordneten Klingspor und Rosenberg, otme mit Ausnahme der Stabtvevordnedrn Brer- niüinn, Gmelin imb Fourier 39 Stadtvevorbn^e.
Zu Urkundspersomn werden gewählt die Stadtverordneten Diener und Grvde.
Oberbürgermeister Keller eröffnet die Sitzung mit dem Vorschlag, zunächst den letzten Punkt der Tagesordnung der nichtöffentlichen Sitzung offeitt- lich zu beraten.
Diesem Vorschlag wird zugestimmt.
Oberbürgermeister Keller:
Am 4. September ersuchte das hiesige Pollzei- amt unter Bezugnahme imb Beifügung einer Verfügung des Ntiuisteriums des Innern zur Verstärkung des sicherheitspolizellichen Schutzes im ysv (besten Hessen, die Stadtverwaltung um Bewilligung eines entsprechenden Kredits zur Beschaffung von Waffen und Munition. Die oben erwähnte Vermgung behandelt bre Be^ stärkung des sicheryritspolizrilichen Schuhes durch bessere Bewaffnung von Polizei und Genbarmene und bezeichnete die Angelegen lieft als sehr dringlich. Die Stadtverwaltung hat daher bereits am 5. temter dem Finanzausschuß rnc^i. Antrag des Polizeiamls twegriegt. Der AMchuß be^oß^n erforderlichen Kredi t vo n 2o00 Mark lei dem Plenum der Stover ori)iketEersanimtmm zu


