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Wichert en $artrim getipncr itortuniyn tintretrn. em Dbtriingtreirvr. »bnuü) bet 3tttR)liü.?9ii ilnstrNnng nnet Ar- o Ivie mir vor einigen itimg einer EinnMn« Wir retten uns dafür tliche Kube und ifret bleibt und i icgt immer aufreit rufaftlXLtilitea'e^.ir riÄnWer cunutrettn L trfcnnuj und Lichn« je mehr ©affen in die t werden. In der Eiw m leftten Tagen wegen ahmen eine große Un* neribar gemacht. Wir gung, daN durch diele ionäreBestrebun- Uen. Im übrigen muj uistermm gor fein Seti e Mühv-men zu vev itnni«ettnMlanm!ung iLdie ÄMlegeichmt sti Mich -ur Bfln» nn geilen nm viellcutt Wir stehen weiter auf die Polizei bisher vere > Ordnung auftrcht zu . Unding, sie noch m

mit der unübertroffenen Oelwachs-Schuhkrem Ergo" putzt.

1-1LL'" titfiarung a?. M sag Vetters einverstanden. Im übrigen berühre I? 90 tonten ine angt' stadtv. Sommers auf Ab-

iten ton uti Mobv einer Erklärung, daß die Stadtverordneten-»

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Französischen und englischen Unterricht er­teilt Carl Bresien, weiland Professor an der Ecole des Hautes Etudos Commerciales de Paris und bei der Gesellschaft für die Ver­breitung der fremden Sprachen in Frankreich, Hötel des Sociötös Savantes, Paris, Eiami- nator für Englisch an der Ecole des Francs- Bourgeois, Paris.

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zuruckztehen würLe, hätte ich« unter hem Trude P®" uutzen gehandelt. Daran ändert auch r r?^tUAn0, Arbeitervertreter nichts, daß h sich für Aufrechterhaltung von Ruhe und Ord- nung berbürgen. Im Gegenteil, ich würde damit »um Ausdruck bringen, daß ich vorhin gegen Die Arbeiterschaft gestimmt hätte. Meine Meinung unter dem Drucke der in den Saal ein- gedrungenen Massen zu Andern, halte ich für un- de mo t rat is ch u nd gewissenlos. Ich bleibe deshmb bei meinem Ja.

. U1 ft o b t (Tem.): Ich hätte niemals

bem Beicllusse zugcsttmmt, Waffen anzuschrsfen, rtenn idi aucfji nur den leisesten Verdacht gehabt VE, daß diese Maßnahme cinfeüig gegen die Arbettersctast gerichtet wäre. Ter Antrag ging dnchi von der Regierung der Republik aus, der gewiß keine Arbeiter fein dlich- reit vorgewvrfen werden kann. Ich hätte auch uach der Abstim mung noch mit mir reden lassen, wenn in aller Ruhe verhandelt worden Ware. A_ber unter einem Zwange kann ich mein

nicht zurücknehmen. Ich bin noch nie in meinem Leben einem Zwange gewichen. Ich bin fei n ,5eigling und an meiner Wei gernng 1 r ^er -^^uck von außen s ch n l o.

Stadtv Sommer (Dem.): Ich schließe mich biefcm Antrag an. Nach meiner Erklärung von bormn bedeutet dies kerne Gesinmmgsänderung. fordert die Massen auf, für kurze Zeit den £>aal zu raumen, damit die Stadtverordneten uicht unter einem körperlichen Zwange abzustimmen brauchen.

Nur langsam und zögernd wird der Saal Massen stellen das Ultimatum, m 10 Minuten die Entscheidung wissen zu wollen tnbem Rufe laut werden: Wenn Ihr in 10 Dti- nuten nicht fertig seid, hauen wir alles zusammen. , Stadtv. Vetters (Soz.): Ich bitte, die L6\nMu sch ließen, da die Folgen sonst mcht abzusehen sind.

^Stadtv. Schmäht (D.-N.): Ich werde mit verschiedenen Stadtverordneten gegen den An­trag Klinaspor stimmen und lege Ver­wahrung dagegen ein, dnß die Ver­sammlung unter dem Drucke der Massen einen gefaßten Beschluß zurückzieht.

Stadtv. Maier (USP.): Tie Arbeitersckiaft verzichitet aus eme Kmrtvolle der Waffen, da sie ntdt beabsichtigt, sich selbst in den Besitz der Waffen zu sctzen.

Stadtv. Ebel (Dem.): Für meine Person, nitfit Fraktion, erkläre ich: Wenn ich mein Ja

6en auf der Straße versammelten Massen dielt Stadtverordneter Beckmann (U. S. P.) eine Mnadjc, in der er besonders betonte, daß btc Arbeiterschaft den Bürgerlichen beute ihre Macht gezeigt und einen glanzenden Sieg durch ihr einmütiges Zu- ammenstehen errungen habe. Er forderte weiter bre. anwesenden ländlichen Arbeiter auf, in ihren Heimatsorten in derselben Weise Stellung zu nehmen und unter allen Umständen dafür Sorge tragen ju wollen, daß keine Waffen in das Bürger- tum hinemkommen. Er richtete weiter an die Massen die Aufforderung, ruhig auseinanderzu-- gehen ba die Führer sich dafür erbürgt hätten, bah die örhPtterfcbaft ohne Hand-

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ÄätiS i ru verhindern. :fl bed Finanz,

Oberbürgermeister Keller: Tie Worte des Vorredners sind durchaus richtig. Es besteht gar rem Zweifel, daßeingroßerTeilderStabt- verorbneten wesentlich beeinflußt ist Tumult- und Lürmszenen. Ich möchte hoffen, daß der heutige Tag der e r st e und letzte dieser Art in der Geschichte unserer Stadt gewesen ist. Ich muß als Vorsitzende der Stadtvevorimetetiversammlung und t Interesse jedes einzelnen Stadtverordneten ent*) Idacbcn darauf bringen, ba ß derart igeLar m- iienen nicht wiederkedren. Tie Mei- n " ngs sreiheit ist durch die neue Verfassung gewährleistet.

Schmäht (D.V.) beantragt nament- hebe ybfhrmnung über den Antrag Klingspor.

Dw Massen vor den verschlossenen Türen fan- flen an, unruhig zu werden und trommeln an die Hur; einer ihrer Sprecher bringt auf sofortige Zurückziehung bes Beschlusses.

Beigeordneter K lingspor: Ich habe meinen nicfft aus Feigheit gestellt. Der Mtrag auf Beschaffung von Waffm und Munition geht nicht lL Sir ^fben ihn nicht für unbedingt notwendig gehalten. Ich l-abe tatsächlich von vorn­herein nn Zweifel gestanden, ob es unbedingt nötig fwrre, bent Wunsche der Regierung zu entsprechen.

.habe meine Zustimmung nur gegeben, tottl die Regierung die Waffenbeschaffung für nn- bebmgt uotwendig hirit. (Großer Lärm vor den

Die w Minuten sind um) M 'bche aber nicht an, nach den Er- llarungen, die heute hier von den Arbeiterführern abgegeben worden sind, mich auf oiefe Versprechun- gen 5u verlassen und für Ablehnung des Antrages zu stimmen. Sollten sich diese Vor­aussetzungen nicht bewahrheiten, so toerbetr wir Afferen heutigen Beschluß jederzeit abändern rönnen.

Es folgt nochmalige namentliche Ab­stim m ung.Für den Antrag Klingsvor Itunmen bre etabtocraitmeten Baum, Beckmann, DE, Diener, Sichert, Erhardt, Kiel, Lircenz,

330$», WenMl und Beig. Mngspor; gegen drei Antrag die Stadtverordneten Ebel, Kling, /Warner- NaumairN, Dienen ba gen, ©ehno^imb Urstadt, die Swdtvevorrmeten Fiber, ^vhn, KrauSmüller, Wrwn, Beigeordneter Roseu- b^g und Dberltirgiermetfter Mer enthalten sich ber dkbstnnmung. Nicht mOr anwesend .varen bei ber zweiten Msümrnurrg die Stadtvv. Goertz, Brade, Skdtet und Wachtel. Ter Antrag Klingspor auf Mchnmrg des Antrages des Finanzausschusses^ brir. Zurverfügungstellung eines Kredits von 2600 Mark zur Beschaffung von Waffen und Munition tft.fomtt mit 2 4 gegen 8 Stimmen bei 6 (Ltrmmenryallmrgen angenvmmcln.

Tas Ergebnis wird von der Menge mit to­sendem Bravo aufgenommen, das sich in drei Gängen Prtpflanzt.

Oberbürgermeister Keller wendet fid», f> ben nächsten Punkten bet Tagesordnung zu. Es smd einige Baugesuche, die rasche Erledigung finden.

Zum Saatguthandel sind vom 20. Fnni 1919 an die Firmen Vereinigte Getrridehänvler G. m. b.H. in Gießen und August Seibert in Wiestck zugelassen worden. Gleichzeitig ist der Landwirt Wilhelm Pons in Gut Warthof bei Grünberg zum Verkauf von 120 Zentner Roggen als Saatgut zugelassen.

üVeftfeßung der Saatgutmengen Die Reichsgetreidestelle hat auf unfern Antrag vom 11. August die Erhöhung der Aussaatmengen wie im Vorjahre genehmigt. Demgemäß sind fol­gende Saatgutmengen auf das Lektor in Ansav zu bringen: Winter-Roggen Drillsaat 155 kg, K>tmbfaat 170 kg; Winter-Weizen Drillsaat 190 kg, Landsaat 210 kg; Sommer-Weizen Drillsaat 185 kg, Landsaat 204 kg; Gerste (Sommer- und Wintergerste) .Drillsaat 160 kg, Landsant 176 kg.

Eers(Soz.): Ter Beschluß ist

rntnuri gkiatzt^mid Wick sich, nicht rückgängig machen Tie S«che ist ober gor nicht so schlimm, jiti holre dieser Doge über diese Angelegenheit mit tent M kulsterprüsibenten gesprvck,en. Tie bvraussetzungen sttrnmen nicht ganz, von denen Slc (gu den enrgtbrungertot Demonstranten gewen- 'eil ausgegangen such. Zur Beruhigung der )ia)fen boantrage sch, Waffen und Munition unter jenralhrttg und Kontrolle des Aeltesten- rttesju nehmen. (Großer Lärm.)

ist für den Antrag BerterS., Er bittet aber vorher die Stadtvewrd- ueret, eme Erklärung abzugeben, daß sic auf je m Boden der Reichsverfassu ng irr h en Tenn nur, wenn wir nicht einig auf Grundlage stehen, kann es zu Unruhen kom- 'r^1''?r6ti9' würben. Ter Redner be- ic/jtoert st h dann, daß er bei der Abstimmung nicht =i |nct lyr zu Worte fiammen Sonnte, um diese Märuna '*gebcn. Tas sei keine freie Abstim - pnnng, wenn Tausende von Menschen den Weg kirnt ^itznngsraum versperren, so daß er erst nach Inh der ^e^tte habe eintreffen können. Das rt ">och kein Demokratie. Denivkrvtie heißt y auch, daß es sich

rteIbfl beherrscht. Unicre auÄiÄrtigen Feinde tiarten tmr auf drei Bürgerkrieg im Innern ^tschlands, um einen Grund znm Einmarsch zu titicrt. Stadtv. Sommer wehrt sich entschieden da- Begm, daß die Versammlung ihren gefaßten Be- tohift zuruckzieht; dann wäre die Stadtver- vrdnetenversammlung für immer er- lebigt und kein Lund würde mehr et- von ihr nehmen.

- Stadtv. Winn (fDVp.): Herr Beckmann hat

An- u. Verkauf von MSbcIii,8i>li>,Lilbtt, Lintiquitäten, sowiellebernabme ganzer Einrichtungen. eld Louis Rothenberger 22Neuenweg 22. Tel, 176, Gatterieleisten wieder eingetroffen.

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10288) Gebr. Kehl.

Für den Antrag des Finanzausschusses stim­men die Stadtverordneten Ebel, Faber, Goectz, ^Grode, Hölm, Kling, Krelling, Kramer, Strand» Müller, Marx, Michel, Müller, Naumann, Neuen­hagen, Noll, Schmabl, Sommer, Urstadt, Wach­tel, Wenzel, Wnrn. Dbcrbürgcrmeifter Keller und die Beigeordneten Klingspor und gtosreiberg. Gegen 5>en Antrag waren die Stadtverordneten Baum, Kcffnanm Dielst, Diener, Erhardt, Kiel, Lorenz, Ma'er, Mann, Martin, Moosdorf, Otter, Simon, Stimmer, Vetters, Volz und Wei ß; Stadt verort» ^ter Sichert enthüll sich der ^Abstimmung.

Der Antrag des Finanzausschusses auf Bewil- Itgung eined Kredits von 2500 Mk. zur Beschaffung von Wapen und Munition ist also mit 24 gegen 17 Stimmen, beieiner Stimmenthal­tung angreionimen.

Oberbürgermeister Keller versucht in der Takwsordnung fortzufahren.

Den vor der Bürgermeisterei noch angesammel- ten Oswaldsgarten-Demonstr anten scheint die Zell etwas lang geworden zu sein. Noch vor der Abstimmung bringen sie in das Bürgermeisterei- tiebdube ein und haben schwell das Treppenhaus tieffint. Die Demonstranten wollten unter allen Umftänben in den Toigungsraum, um die Be­ratungen zufördern". Jchre Führer, besonders Stadtverordneter Kiel, suchen sie vergeblich zu- rückznhalten. Sie werden einfach niedcrgeschrien. Schnell hat sich der Hintere Teil des Litzungs- raumes bis auf den letzten Platz mit einer Kopf «n Kvpf gedrängten Menge gefüllt. Auch vor bem Presse-^isch macht ine Brandung noch nicht Dalt war bald von einem halben Dutzend Ncu- du- besonders viel sehen wollten,bestan­den - ^rkwn das Abstimmungsergebnis wird von ben Zuschanerii mll Pffiirnfen,Naus mit dern DberbürgermetfteT!" nsw. aufgenommen.

auf bem Gange Versammelten rufen nach arntat: Lerauf, herauf! Raus mit ihnen. Werft .Tie m die Sudanlage! usw. Weitere Mengen ft ^nllen nun ni das Bürgermeistereigebäude, wo i>a5 Telephon besetzt wurde. Von jetzt ab nahmen am Sitziingsmale dessenGäste" aktiven Seil <m ben Verlmvdlungen. Wenn einer der Stadtoer- "^bnelrei etivas sagt, was ihnen nicht paßt, baiut tixirb er emsach nredergeichrien. Es wurden Fragen an den Oberbürgermeister und die Stadtverord- netm gerichtet, Vorschläge gemacht, aus den Zu- werden von sich berufen fühlenden ^o!ls Tribunen Reden an trie Stadtverordneten roie auch an dw Demonstranten gerichtet usw. usw. 6f0 C-1 AbP.): Tie Erregung der

d"assen n^ch>st wir haben keinen Einfluß ntehr auj sie. Sie haben erklärt, hereinzu- latumen inti> alles dem olieren zu wvl len.

bitte bringciti) um Zurückziehung des soeben gefaßten Entschlusses.

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run» ^d:.ino- Stadtv Winn (T^Vp.); Herr Beckmann hat Ih-.v a - bihE !2.^tz5^.^7>Tetterschaft ilwen Stolz darin ,'J ären -- Ruhe urch Ordnung aufrecht zu erhalten. Ich

bat, sind solch vollste Herrn Beckmmm ersuchen, dieses Versprecksen ftünme ich dem An- - ir,n diesen ittckl .trag Betters bet.

"."b -timmimg. Äling (Ti-N.) ist ebenfalls mit dem

m.. .. (LffSmna ab: Mtrag Vetters einverstanden. Im übrigen berühre

' Wertung von Nadelhvlzsamen aus der fiskalisckfen 1 Samenklenganstalt Gammelsbach für 1919. Walzung der Kreisstraße Lang-GönsHolzheim. Verwertung von Heeresgut; Verkauf der in Gießen (Zeughauskaserne) lagernden Heeresbe- s> linde. Mieteiniguiigsämter. Rundgang der Feldgeschworenen. Zulassung zum Saatgut­handel. -- Fesffetzung der (Saatgutmengen. Bargeldloser Zahlungsverkehr.

Der Verkehr mit Seife und Waschmil- teln bat eine Aenderung erfahren: Die nach den Bestimmungen des Ueberwachungsausschusfee der Seifenindustrie hergestelllen fetthaltigen Wasch­mittel sind markenfrei, mit Ausnal-me von Seifen- Pulver. Die an eine Person in einem Monat ab­gegebene Menge Seifenpulver darf 125 Gramm nicht überfteigen. Bleibt der Bezug einer Person in einem Monat unter der zu gelassenen Höchst menge, so wächst der Minderbetrag der Höchst imenge des nächsten Monats nicht zu. Dagegen ist der Vorausbezug der Menge für zwei Monate ge­stattet. Seifenpulver darf nur gegen Ablieferung des für den laufenden oder nächstfolgenden Monat gültigen Abschnitts der von der zuständigen Orts- behörde des Wohnsitzes oder dauernden Aufenthalts ausgegebenen Seifenkarte abgegeben werden.

Wahl der Vertrauensmänner der Landlieferer. Nach §2 der Vollziigsordnung zum Landgefetz vom 1. September 1919 wählen die Landlieferer in jeher Provinz fünfzehn Ver­trauensmänner und deren Stellvertreter. Für die Wahl gelten die Vorschriften der Bollzugsordnung Alle Wahlberechtigten sind aufgefordert, sich spä­testens bis zum 30. September 1919 zum Eintrag in die Wählerliste schriftlich oder mündlich bei der Provinzialdirektivn der Provinz Ober lassen zu melden und dabei ihre Wahlberechtigung durch amtliche Bescheinigung des ^Finanzamts, der Bür germeisterei oder des Ortsgerichts nachzulveisen. Wer sich nicht rechtzeitig meldet, wird nicht in die Wählerliste eingetragen und ist von der Wahl ausgeschlossen. Schriftliche Meldungen sindAn den Provinzialdirektor der Provinz Oberhessen, Gießen, Regierungsgebäude" zu richten. Tagsahrl zur Wahl ist auf Dienstag, 7. Oktober 1919, vor­mittags 11 Uhr, im SitzunMimmer der Proviil- zialdirektion zu Gießen festgesetzt.

Die Kreisstraße LanggönsHolz­heim zwischen Eisenbahnviadutt und Abtztvrig nach Grüningen wird wegen Vornahme von Walz- arbeiten vom 16. d. Mts. bis auf weiteres für den Fuhrwerks- und Automobilverkehr ge­sperrt.

Verwertung von Heeresgut. Nach Mitteilung des Staatskommissars für wirtschaft­liche Demobilmachung in Hessen kommt Heeres- gerät, insbesondere Geschirre, in der hiesigen Zeug­hauskaserne zum Verkauf. Die Einkäufe zu Groß- Verkaufspreisen können von den Gemeinden, welche die Einkäufe ihrer Angehörigen gesammelt bc tätigen sollen, nur bis zum 27. September 191.9 vorgenommen werden. Erst am 12. Januar bis 18. Januar 1920 bietet sich hneber eine solche Eiukaufsgelegenheit. Die Einzeleinrause zu Klein- Verkaufspreisen können sofort ohne Zeiteinteilung in den Vormittagsstunden von 8 bis 11 Uhr bei der Verkaufsstelle Gießen, Zeughauskaserne, vor­genommen werden.

: Versammlung auf dem Boden der lsterchsderVassung stehe, etwas eigentümlich Er persönlich sei Mo- narckist, sei Monarchist gewesen und werde es bleiben bis an fern Lebensende

Oberbürgermeister Steiler bittet, bisse ins ' userloie gehende Debatte abzubr'chen.

Stadtv. Beckmann (USP.): Tie Ruhe u ny Sicherheit wirdbestimmtaufrecht erhalten wenn der Beschluß zurück- geiagen wird. Ich möchte auf die ungeheure, . wehr einzudämmende Erregung m beu Aich-iterichaft aufmerksam muhen. Es kann unter Umstanden sofort zum Generalstreik rommen. Ich ersuche dringend um nochmalige Abstimmung und Zurücknahme des 2111 träges. (Zuhörer: Sofort! Wir verlau­sen das! Wir suid die Berlrmger!)

Oberbürgermeister Keller verli-st den An- lfr.rt ^ahin erweitwt hat, daß der Aellestenrat noch einen V ertret^r der Ge- 10 e^ f [4a ft en bei der Verteilung der Waffen 3U Rate ziehen kann. (Großer Lärm)

Stadtv Vetters (Soz.) begründet seinen Jrntrag. (Seine Worte gehen zum größten Teil m bem Tumult der Zuhörer unter. Rufe: Raus Ull ihm! Tas will ein Arbeitervertreter fein! Wir 1 aisen uns auf nrchtS ein!) Stadtv. Vetters "lucht dringend, diesem Skandal ein Ende zu macren. (Erneuter Lärm. Spitzbube, Schuft, Ar- betterberrätcr, heraus mit ihm!) Stadtv.

Vcrs: Die Waffen sind lur Bekämpfung plündernder Banden und . . . Ein Arbeiter mirb fa etwas niemals tun. (Ter Schluß der Rede geht im erneuten Lärm unter.)

Stadtv. Beckmann (USP.) dringt nochmals auf sofortige Entscheidung. Es gelingt 'dm nur mit Mühe, die Ruhe notdürftig wieder- lerzustellen und catrei Teil der Eingedrungenen zirm Verlassen des Saales zu veranlassen, damit

SMtverordneten w-nigstens Bewegnngsfrei- trit haben, nm nochmals abstimmen zu können. fz,rr-®F°bt or * j verbürgt sich eben­

falls für Aufrechterhaltung der Ruhe und Ord- ?er Antrag abgelehnt würde. Für Lebensrnittel habe man kein Geld, wohl aber für Waffen und Mimition. (Auch seine Ausführungen geben zum Teil in dem Durcheinander unter.) Wenn es zu Unruhen kommen sollte, daß Waffen notig- wurden, dann werden auch wir Unabhängige I nicht abseits stehen. I

, , A°btv. Sommer (Dem.) sucht zu beweisen,' datz die Beschaffung von Waffen in keiner Weise gegen die Arbeiterschaft gerichtet sei. (Er wird ebenfalls niederaeschnen.) Ich schlage vor, noch- mald Über diese Angelegenhell zu verhandeln. (Lärmender Widerspruch. Zurufe: Gibts nicht!) Der Antrag Tann nur von der Regierung zurück­gezogen werden. (Erneuter Lärm. Zurufe: Wir sind die Regierung!)

Die unabhängigen Stadtverordneten Weiß und Kiel suchen die Massen zu beruhigen, was ihnen nur notdürftig gelingt.

Oberbürgemeister Keller:.Wir können nicht nochmals abstimmen, da wir Veein slu ht sind, ©r fordert die Stadtverortmeten auf, nacheinem Ausweg aus dieser Zwangsla ge zu suchen. Er hebt nochmals ausdrücklich hervor, daß suh die Beschaffung von Waffen und Munition P^t^^ertngften gesen die Arbei- terf<SÄft richtet. (Der OberiÄrgermeister wird niedergeschrien.)

Beigeordneter Klingspor: Die Stimmung der Masten ist so, daß wir in eine Revision unferc« Beschlusses eintreten müs­sen. Nachdem von den Llrbestervreckrekern die Zu­sicherung gegeben wurde, daß die Ruhe und Sicher­bell unter allen Umstünden aufrecht erhalten wird, beantrage ich, daß der heutige Beschluß ?ur)ickgezogen wird. Diesen Antrag stelle ich. härmst im Namen verschiedener Mitglieder meiner Frartion und mehrerer anderer Stadt­verordneten.

sachli^ prüft, wird zugeben müssen, ^ bte Stadtverwaltung in jeder Beziehung korrekt 'borgegangen ist.

Jin Antrag des Stadtv. Schmahl (D.-N.) puf Schluß der Debatte wird angenommen, ebenso her Antrag Beckmann auf namentliche Ab- fflimnumg.

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flranaten und Maschinengewehre bie Ruhe aufrecht erhalten könne. Sollten - » J# Maßnahmen geplant werden, bann

Vflicht der Massen, evenso wie heute ein» mutig iu s am menzustehen, um ihren Willen tatkräftig durchzusetzen.

Ans dem Amtsverkündigirngsblatt.

** DasAmtsverkündigungSblatt 9er. 88 vorn 15. September enthält folgende kanntmachungen: Aenderung der Ausführung^ besttrnmungeii zur Verordnung über den Verlor mit Seife, Seifmpulver und anderen fetthaltigen Waschmitteln vom 18. August 1916 (Reichs-^setz- blatt S. .807). Vom 25. August 1919. Wahl der Vertrauensmänner der Landlieferer. Ver-

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