Ausgabe 
16.5.1919
 
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Berlin

Disconto-Gesellschaft in

Geschäftsbericht für das Jahr 1918

dem schon

Berlin,

6 500 0U0, Mark,

1913:

n

mit

von

Bb 3. Dezember zweite Ehizxhhing auf die fX. Kriegsanleihe

Bis 9. Januar 1919 dritte Einzahlung auf die IX. Kriegsanleihe

Bis 6. Februar 1919 letzte Einzahlung auf die IX. Kriegsanleihe

Bis 24. Mai zweite Einzahlung auf die VIII. Kriegsanleihe

Bis 21. Juni dritte Einzahlung auf die VIII. Kriegsanleihe

Bis 18. Juli letzte Einzahlung auf die VIII. Kriegsanleihe

Vom 28. März bis 27. April erste Einzahlung auf die VIH. Kriegs­anleihe

Bis 9. Januar 1918 dritte Einzahlung auf die VII. Kriegsanleihe

Bis 6. Februar letzte Einzahlung auf die VH. Kriegsanleihe

, 2868238,30 . 3 171 668 11 . 3614290,67 , 6294675.13 der gesamten Verbesserung

Vom 30. September bb 6. November erste Einzahlung auf die

-IX. Kriegsanleihe

31. , 15. Februar 28.

15. März

Ji 12666216,72 , 1'3160228,67 13993541,57 . 17332114,08 , 22430834,92 . 33805792,24 uns im Verein

316'/. 34IX 330 X 364 X

347 X 352*/;

317 X

363 X 304 X 372 X 379 X 391 X 385 X 394 X 390% 399%

396%

413%

402% 393% 389% 397 % 398% 393% 387% 386% 387% 397%

31. .

15. April

30. .

15. Mai

31. *

15. Juni

30. i

15. Juli 31. .

15. August

31. ,

15. Sept.

im Jahre 1913 1014 1915 1916 1917 1918

1914 mit 100 '/.angenommen. 309%

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Adfsich^ fürTilonslc SdfeD 5 Pension^ drfllei», dti übenreisen undiufnei zntragen .

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15. Oktober I

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15. Nov. .

30. .

15. Dez.

31. ,

15. Januar 1919

31.

15. Februar »

28. ,

15. März »

Es betrugen

die Verwaltimrskosten

Bestand am 15. Juli

15. Januar 1918

kassenguthaben von nicht weniger als rund 10 Millionen Mark verfügen und daneben noch sehr namhafte Beträge in Wertpapieren bei uns im Depot haben, so ist die Behauptung einer allgemeinen Notlage, soweit unsere Beamten­schaft in Betracht kommt, nicht begründet. Dies ergibt sich auch aus folgender Ucbcrsicht. Es betrugen unsere Aufwendungen für die Entloh­nung der Beamten allein in Berlin

1918: 17 871 412,76 .

Es haben sich, auf den einzelnen Angestellten berechnet, gesteigert:

die Bezüge der Angestellten mit Aus­schluß der Direktoren und Prokuristen von 19131918 durchschnittlich auf 225o/o

die Bezüge der Boten und des Hausperso- nals durchschnittlich auf 256«k,

wobei noch zu berücksichtigen ist, daß die Stei­gerung für die niedrigeren Gehaltsstufen eine prozentual stärkere war als für die höheren.

Kaum eine andere Kategorie von Staats-, Kommunal- oder Privat-Bcamten dürfte eine ähn liehe materielle Fürsorge der Arbeitgeber erfah­ren haben wie die Bankbeamten. Auch denen, die im Felde standen, ist überdies ein sehr erheb­licher Teil ihrer Bezüge fortgewährt worden, und sie sind auch vor Benachteiligung in den Gehalts­bezügen gegen die Heimgebliebenen geschützt worden.

Unter dem Drucke def Verhältnisse mußten wir trotzdem den Forderungen der Beamten in weitgehendem Umfange entsprechen. Die Auf Wendungen, welche Tm Berichtsjahre für dflk Oesamtinstitut bereits 21921 317 Mark betrugen, werden für das Jahr 1919 eine weitere recht er­hebliche Steigerung erfahren.

Zu dieser Vermehrung der Pcrsonalkosten (gesellte Sich ein Anwachsen der sachlichen Un kosten, so daß die Verwaltungskosten, auf deren erschreckende Zunahme wir schon in unseren früheren Berichten hingewiesen haben, neuer dings in erhöhtem Maße das Gewinnergebnis un­günstig beeinflußt haben. Auch die Steuerlasten haben, insbesondere infolge der Zinssteuer und der Erhöhung der Umsatzsteuern, wiederum stark zugenommen.

IW KT,

mit »' &

5»000 M, K ^nberück^h Je sich aus

Bilanz eing .Norddeutsch DO'XIO Mark n Bankverein sante Aktien - Das Eigen kapi a nunmehr wie

Aldienkap Gesellschaft

Bilanzmäßige Disconto-üe

Bilanzmäßige Norddeutsch Hamburg .

Bilanzmäßige A-Schaaifha verems A.-C

Zuymmert Ka mäßige Rest ' Unser Bankge Men, da wn gießen mußten Eichbart geleg [jaden 32 und läiltn, und ferne e Frankfurt a. 0 dj Trier neuer Kilo der sonstig 'nhtre Binkgcbä leikvereins in ße »gen eine Erm.

Durch die be hesionskasse wu fcliohe von 5 32 Die von uns llipstellten bei > |i des Deutschei ItO.) aufgewend tue unter den

sdzfeMer anzugliedern. Eine Steigerung des Ab Sitzes während der ersten % Jahre in Verbin düng mit der durch Relchsgesetz festgelegt Erhöhung der Preise für Kalisalze brachte den Kaliwerken Aschersleben Mehreinnahmen und da

Die uns zufHeßenden Gelder konnten zum < Teil ün Kreditgeschälte Verwendung finden, i zum Teil dienten sie zum Ankauf von Schatz- i anweisungen des Reiches und der Bundesstaa­ten. Die Flöhe der in Betracht kommenden Be­träge sicherte uns ein besonders günstiges Er­trägnis unseres Wechsel- und Zinsenkontos, ob­gleich dabei der starken Entwertung der Reichs­mark auf den ausländischen Märkten Rechnung getragen werden mußte. Die Schwierigkeit der Devisenbeschaffung, welche diese Entwertung der Reichsmark mit Sich brachte, hat uns ver­anlaßt, im vaterländischen Interesse für Rech­nung des Reiches oder der Reichsbank im Aus­lande hauptsächlich für Einfuhrbedürfnisse Kre­dite zu nehmen. Die sich daraus für uns ergeben­den Verpflichtungen, welche wir bisher unter den Gläubigern verbucht hatten, haben wir nunmehr, ebensowie die sie ausgleichenden Forderungen an das Reich und die Reichsbank, in der Ver­mögensübersicht gesondert aufgeführt.

Auch auf dem Aval- und Bürgschaftskonto tritt die Entwertung der Reichsmark in die Er­scheinung, da diese Verpflichtungen, soweit sie auf fremde Währung lauten, bei dem ungünsti­geren Stande der Wechselkurse höhere Mark­beträge ergeben.

Das Oeschäf t in Wertpapieren war namentlich im ersten Teile des Berichtsjahre« ein recht lebhaftes und gewährte uns die Ge­legenheit zu einer umfangreichen Betätigung im Kommissionsgeschäft. Die Zunahme unserer eige­nen Effekteiibestände ist im wesentlichen hcr- vorgerufen durch unsere Beteiligung an den Kriegsanleihen und die Hereinnahme verzins Leher Schatzanweisungen des Reiches und der Bundesstaaten.

Die Ereignisse des November brachten nicht nur einen Umschwung in der Kursbewegung am Wertpapiermärkte hervor, sondern sie bewirk­ten auch erhebliche Störungen unseres gesam­ten Geschäftsbetriebes, die noch nicht überwun­den sind. Infolge der Unruhen sahen wir uns aus Gründen der äußeren Sicherheit gezwungen, unsere Geschäftsbetriebe zeitweilig zu schließen, und die Furcht vor gewaltsamen Eingriffen sowie eine im Herbst emgetretene außerordentliche Knappheit an Umlaufsmitteln trieb das Publikum an, in erheblichem Umfange eine Verschiebung in der Lagerung seines Wertpapierbesitzes und in der Belegung seiner Barguthaben vorzuneh­men, welche den Banken eine kaum zu bewäl­tigende Arbeitslast aufbürdete. Die sich hieraus ergebenden Uebelst inde wurden noch dadurch verstärkt, daß die mit der Revolution einsetzende allgemeine Lohnbewegung auch die Bankbeam­ten ergriff und durch Maßnahmen der provi­sorischen Regierung gefördert wurde. Diese Be­wegung, die wie der weitere Verlauf deutlich erkennen ließ vornehmlich auf das Betreiben politischer Agitatoren /urückzuführen ist, ent­behrt der wirtschaftlichen Begründung. Wir haben uns eine ausreichende Entlohnung unserer Angestellten stets angelegen sein lassen und ihnen in erheblichem Umfange durch Tantieme Zusicherung und besondere Vergütungen Anteil en dem zur Ausschüttung gelangenden Gewinn gewährt, wir haben ihnen durch unsere David Hanscmannschc Pensionskasse höhere Pcnsions- ansprüche für sich wie für ihre Witwen gesichert, jk ac ümeu bei den gesetzlichen Anstalten oder

Wie in früheren Jahren haben wir bei def Aufmachung unserer Bilanz hinsichtlich unserer Londoner Zweiganstalt nur den Said» eingestellt, der sich aus unseren Büchern für unsere Rcchnungsverhältnisse mit der Filiale er­gibt, da wir auch im vergangenen Jahre mit ihr nicht in näheren Verkehr treten konnten, la gleicher Weise mußten wir in diesem Jahre be­züglich unserer Zweigniederlassung io Metz verfahren, der cs von den französische» Besatzungsbehörden nicht gestattet wurde, uni ihre Bilanz zu übermitteln. Ohne ersichtlichen Grund wurden von der französischen Militär« behörde die Leiter unserer dortigen Zweigniedcn lassung im Dezember 1918 in Haft genommen und trotz der von uns erwirkten energischen Bemühungen der WaffenstillstandskommiSsiul | bisher nicht freigefassen.

Unserer Antwerpener Filiale ist es gelungen, ihren Betrieb rechtzeitig vor der Räumung Ant­werpens seitens der deutschen Besatzungstruppen nach Düsseldorf Zu verlegen und von dort am einen erheblichen Teil ihrer Geschäfte zu er­ledigen.

Der Umfang unseres Geschäftsbetriebes bat eine weitere Ausdehnung erfahren, indem v-if im Juni 1918 die Trierer Volksbank im Fusions­wege übernahmen. Diese hatte bis dahin mit einem Kapital von 2 500 000 Mark und 420 200 Mark offenen Reserven nutzbringend gearbeitet und wertvolle Beziehungen insbesondere zu ded Kreisen der Weinproduzenten untcrh Jten. Eint Erhöhung des Grundkapitals war für uns damit nicht verbunden. Eine neue Zweigstelle eröff­neten wir in Halberstadt unter Uebcrnahme del angesehenen Bankhauses M. Helft.

Diesen Erweiterungen schlossen sich im fenden Jahre die Eröffnung einer Filiale in Lübeck und einer Zweigstelle in Gießen an, wofür vif bereits im Berichtsjahre vorbereitende Maßnah«.;

men getroffen hatten.

von unseren Angestellten sind 331 auf ded Felde der Ehre gefallen. Ein Verzeichnis ihrer Namen, deren Anbringung auf einer Ehrentafel al sichtbarer Stelle in unserer Bank bereit-' in diti Wege geleitet ist, fügen wir auch diesem Bericlitl bei. Ihr Andenken sali damit den lebenden und' kommenden Geschlechtern erhalten bleiben.

Mit tiefer Trauer gedenken wir auch del Verlustes, den wir durch das Hinscheiden un­seres früneren Direktors, des Herrn Paul Boett- rer, sowie der Herren Dr. R. Dietzschold. Mit- Leiters unserer Filiale Mainz, und F. Winkel- mann, submanagcr unserer Londoner Filiale, ul Bericntsjahre erlitten haben. In ihnen habenv l. langjährige, treue Mitarbeiter verloren, d e rml größter Hingebung sich der Erfüllung der ihnei J gestellten Aufgaben gewidmet haben, und derei . Andenken wir s*ets hochhalten werden.

Aus dem Kreise der Direktoren schied fer­ner Herr Richard F. Ullner, welcher in den Vor-Ml stand der uns befreundeten Deutschen Erdöl-n A.-G. als stellvertretender Vorsitzender berufe» 11 wurde. |

Der stellvertretende Syndikus Herr Dr. w- I Hartmann wurde zum Syndikus bestellt. Dil I Herren stellvertretenden Direktoren C. Thürnaü, I R. E. Pestei, H. Zeitz, E. H. von Berger, r. I Koch und J. St. Loeb wurden zu Direktoren ef- I nannt, und die bisherigen Prokuristen L. Neu* I hauß, O. Wahrendorf, F. Schneider, W. Krüzef, I M. Stern, A. Gast sowie ferner Herr L. Köndgdr zu stellvertretenden Direktoren.

Als stellvertretende Direktoren traten außef* f dem in unsere Dienste die Herren W. Wicrz 11 | Trier, A. Helft in Halberstadt und A. Wendel I in Gießen.

"" 'n 1918

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l Dflöh kl. ^hfltn k Pkt; hn

I Im Wechseln 537903699538 M), die Zahl 177168), der D tb 22 209,72 Mar l Dezember 1911 khseln auf <8213 211,93 M

Die Umsätze itn sind in dei

Öu Rtmcrtta faul l Ulf) 94132 1 Mte 190.

mit einen gewissen Ausgleich gegenüber den ge­steigerten Materialpreisen und Löhnen. Leider hat der infolge der Waffcnst.llstandsbedingungen ein getretene Wagen- und Kohlenmangel während der letzten drei Monate crheblicli* Nachteile im Gefolge gehabt. Mit einer Verringerung des Ab­satzes stiegen die Unkosten so bedeutend, daß im letzten Vierteljahr, wie in allen Kalibetrieben, mit Verlust gearbeitet wurde.

Die Deutsche Erdöl-Aktienge- schaft konnte in dem größten Teil des Jahres aus dem Verkauf ihrer Produkte an die Heeres­verwaltung guten Nutzen ziehen. Die künftige Gestaltung ihrer ausländischen Interessen wird tu cihrbiicbrzn Maße durch den Gang der poik

>|onbs " ' ' B.rü,l°nbs' b,r i

Die

deutschen Bankwelt angestrebte

der Geschäftsbedingungen konnte, wenn sie auch Fortschritte gemacht hat, mit derartigen Mehr­belastungen nicht Schritt halten, und wird dies auch io Zukunft nicht vermögen, namentlich da

tischen Ereignisse bedingt sein. Dfc Gesellschaft die sich im vergangenen fahre durch Erwerb weiterer umfangreicher GrubenfeUer in verstärk­tem Maße in der Braunkohlenindustric beteiligt hat, erhofft auch auf diesem Gebiete in der Zu­kunft ein Feld erfolgreicher Wirksamkeit zu fin­den, insbesondere wenn die jetzt in größeren Maßatabe zur praktischen Durchführung gelan­gende Vergasung der Braunkohle zwecks Her­stellung von flüssigen Brennstoffen eine günstige Entwicklung nimmt.

Lje Braunkohlen werkeBorna A.G< hatten sich in fortgesetzt günstiger Entwicklung befunden und ihre Produktion bis zur höchsten Leistungsfähigkeit gesteigert Die plötzliche Ent­lassung der Kriegsgefangenen ohne gleichzeitigen Ersatz an Arbeitskräften hatte einen unvermutet ten erheblichen Rückgang der Kohlenförderung und Brikettfabrikation zur Folge. Lohnbewegun- gen und Arbeitsunlust sowie die im Jahre 1917 notwendig gewordene Uebcrnahme des Abraum» in eigenen Betrieb trugen dazu bei, diese Nach­teile noch zu verstärken, so daß gegen Ende de» Berichtsjahres mit Verlust gearbeitet wurde.

Bei derFreia Braunkohlenwerke A.-G. haben wir bei der Lage der Verhältnisse den Aufschluß der Kohlenfelder noch nicht be­ginnen können.

Gemeinsam mit bayerischen Bankfreunden gründeten wir als Studiengesellschaften die Mittlere Isar" und dieO b e r -1 n n" G. m. b. H, welche bestimmt sind, die Erschlie­ßung und Verwertung der Wasserkräfte der mitt« leren Isar bei München und des oberen Inn von der Landesgrenze bis Wasserburg für industriell» Zwecke zu studieren und vorzubereiten. Die Ar­beiten sind bestmöglich gefördert worden. In­wieweit die Absicht der Bayerischen Regierung, den Ausbau der mittleren Isar von Staats wegen durchzuführen, unsere Mitarbeit an dieser auy schließen wird, steht noch dahin.

Nachdem Deutschland unter dem Einfluß der völkerrechtswidrigen Blockade den Krieg verloren hat und die sozialistische Revolution sowohl die politischen Grundlagen des Reiches vollkommen verändert, als auch unser Wirtschaftsleben aufs chwcrstc erschüttert hat, sind alle Hoffnungen Und Erwartungen, denen wir in unseren früheren Geschäftsberichten Ausdruck verliehen haben, zu­nichte geworden, und es ist eine solche Unsicher­heit aller Verhältnisse emgetreten, daß es un Möglich ist, sich ein Bild der politischen und wirtschaftlichen Weiterentwicklung zu machen. In seiner Existenz von innen und außen aufs höchste bedroht, darf Deutschland nur dann hoffen, sich langsam wieder emporzuarbeiten, wenn der kommende Friedensschluß ihm keine übermäßigen Opfer auf erlegt und wenn das deut­sche Volk noch in letzter Stunde Ruhe und Be­sonnenheit wiederfindet und zu nachhaltiger Ar­beit und Sparsamkeit zurückkehrt. Auch ein Rück­blick auf die Vergangenheit erscheint bei diesen tiefgreifenden Veränderungen heute wertlos. Wir beschränken uns daher im nachstehenden darauf, unseren Anteilseignern über unseren Geschäfts­betrieb zu berichten.

Wir müssen mit der Mitteilung beginnen, daß Herr D Max v. Schinckel »ich entschlossen hat, aus Rücksichten auf sein Atter und seine Gesund­heit aus seiner Stellung als Geschäftsinhaber der Disconto-Gesellschaft wie der Norddeutschen

Vorzüge bietenden Beamtenvcrskhe- rungsverein des Deutschen Bank- und Bankier­gewerbes a. G. zustehen, und wir haben ins­besondere auch der Teuerungszunahme fortge­setzt durch Gewährung außerordentlicher Bei­hilfen Rechnung getragen. Da allein unsere Ber­liner Angestellten, unter Ausschluß der Direk­toren und Prokuristen, bei uns über ein Spar-

Der Abschluß gestattet die Verteilung eimd Gewinnes von 9% auf das KoinmanditkapiW von 310000 000 Mark.

De Rohgewinn beläuft sich ein­schließlich des Gewinn vorlrages aus w4

1917 von 292 619,47 auf. . . . .4 72116598,0 i

Hiervon sind abzusetzen die Vcrwaltungskosten, Steuerni

usw. mit .........- » 40 100 467,3.

Es wird vorgeschlagen, von iql-3

verbleibenden........32 016 13L3I

die Stenern

JH 2090435,27 , 2515922,10

die stets wachsende Konkurrenz der von den 1 Steuerlasten befreiten staatlichen und kommu- t nalen Anstalten diesem Ausgleich hindernd ent- ' gegentritt.

Die Kursrückgänge auf dem Wertpapier- j markte, insbesondere bei den Kriegsanleihen und verzinslichen Schatzanweisungen, haben auch bei 1 uns ein erhöhtes Maß von Abschreibungen auf den Effekten- und Konsortial-Konten erforderlich : gemacht, so daß ein Gewinn hieraus in die Ge­winn- und Verlustrechnung nicht eingestellt wer­den konnte. Darüber hinaus mußten bei der Be­wertung unserer Aktiva die veränderten Verhä.t- nisee besonders in Rußland berücksichtigt werden, wenn wir uns auch von größeren Engagements im Auslande ferngehalten naben, so daß wir ins­besondere durch die Ereignisse in der Türkei wie auch in Rumänien kaum berührt werden. Auch die Engagements, die wir in Oesterreich, Ungarn und Bulgarien noch unterhalten, geben uns zu Besorgnissen keinen Anlaß.

Die Kreditbank in Sofia hatte sich günstig entwickelt. Infolge der politischen Er­eignisse mußten die deut eben Mitglieder der Verwaltung Bulgarien verlassen, und wir ent­behren seitdem zuverlässige Nachrichten über das fernere Schicksal der Bank, die von den bul- gar,sehen Beteiligten weitergeführt wird.

Die Banca Generala Romana in Bukarest, deren Verwaltung wir seit ihrer Gründung im Verein mit dem Bankhause S. Blcichröder geführt haben, an der wir aber nur noch mit einem ganz geringfügigen Aktienbesitz beteiligt sind, hat auch im vergangenen Jahre sehr günstig gearbeitet. Einen Abschluß hat sie bisher noch nicht vorgelegt, und ihr weiteres Schicksal wird wesentlich von der weiteren Ge­staltung der politischen Verhältnisse aut dem Bilkan bedingt sein. Sie hatte im Berichtsjahre unter unserer Beteiligung sich die Aufgabe gc- s eilt, den Aufschluß der bedeutsamen Braun- kohlenfelder, welche unter der deutschen Militär­verwaltung in Rumänien längs der Karpathen festgestellt worden sind, in d.e Hand zu nehmen Es verlautet indessen, daß die Rumänische Re­gierung diesen im eigensten Interesse des Landes gtl.gcnen Bestrebungen gesetzliche Hindernisse m den Weg legt

Bei den niedrigen Einstandskursen unserer Beteiligungen an überseeischen Banken, nämlich der Br;s I anisch n Bank für Deutschland, der Bank für Chile und Deutschland, der Deut­schen Afrika-Bank, der Deutschen Ostafrika- Bank und der Handelsbank für Ostafrika, dürfen wir hoffen, keinerlei wesentliche Verluste an ihnen zu erleiden. Mit der Unterbindung oder Einschränkung der wirtschaftlichen Betätigung Deutschlands über See wird aber natürlich der Nutzen, den wir aus diesen unseren Tochterunter­nehmungen Ziehen können, eine Minderung er­fahren. Keine von ihnen war unter den gegebe­nen Verhältnissen in der Lage, ihre Bücher für das vergangene Jahr abzuschließeo.

Die Deutsch-Asiatische Bank ist, wie wir im Vorjahre berichteten, nach der Kriegs eritfärting Chinas unter Zwangsverwalttmg ge­stellt worden und soll sich inzwischen in Zwangs liquidation befinden. Auch hier fehlen eingehendere Nachrichten.

Von den uns außerdem nahestehenden Ge­sellschaften: der Neu-Guinea Compag­nie, der Otavi Minen- und Eisen b a hn-Gesellschaft, der Schantung Eisenbahn-Gesellschaft und der Gro­ßen Venezuela Eise n b a h n-G e s e Il­se h a f t, deren günstige Fortentwicklung wii annehmen dürfen, erwarten wir, daß sie auch in Zukunft wichtige deutsche Unternehmungen bleiben werden. Eine ordnungsmäßige Bericht erstattung der Verwaltung dieser Untemeh mungen konnte im Berichtsjahre wiederum nicht erfolgen.

Für das fernere Geschick aller dieser über­seeischen Unternehmungen wird natürlich die Entscheidung über Deutschlands Kolonialbesitz von tiefgreifendem Einfluß sein. Unsere Gegner wollen Deutschland seiner Kolonien völlig be­rauben und suchen dies mit dem sonst von ihnen ver ün; i^ten Grundsätze unvereinbare Vorhaben durch die Behauptung zu beschönigen, Deutsch­land habe sich durch die unmenschliche Behand­lung der Eingeborenen unwürdig erwiesen, Kolo­nien zu bes.lzcn. Demgegenüber stellen wir aul Grund unserer langjährigen, vielseitigen Beteili­gung an deutschen Koluniahmternehinungen fest, daß die fürsorgliche Behandlung der Eingebore­nen stets ein mit allem Nachdruck verfolgtes Ziel der deutschen Kolonialverwaltung und der Prlvat- untemchmungen geb Uet hat und ihre ausführen­den Organe unnachsichtlich zur Befolgung der entsprechenden Anweisungen angehalten wor­den sind.

Ueber die uns nahestehenden inländischen Unternehmungen berichten wir:

Die Kaliwerke Aschersleben haben im vergangenen Jahre zweimal eine Kapitals- erhöhung vorgenommen, und zwar erstmalig von 12 auf 20 Millionen Mark zur Durchführung des Erwerbs der Kaliwerke Hattorf, sodann erneut auf 22'/» Millionen Mark zum Erwerb der Mehr­heiten üer Bergwerksgesellschaften Mariaglück und Habighorst. Beide öeschäfte bezweckten, der uns befreundeten Gesell chaft wertvolle Hart-

Bank in Hamburg mit dem 31. März 1919 auszu- acheidcn. Von den übrigen Geschäftsinhabern wird dieser Entschluß auf das schmerzlichste bc dauert, denn die Bank verliert dadurch die Mit arbeit eines Mannes, der über ein außergewöhn liebes Maß von Erfahrungen auf dem Gebiete des Bankwesens, des Ucbcrseehandeh und der Wäh­rungsfragen verfügt, und sein reiches Können und Wissen, verbunden mit einem klaren Blick für die wirtschaftlichen Zusammenhänge und Ent­wicklungen, in 47jähriaer Tätigkeit bei der Norddeutschen Bank und 21jähriger Tätigkeit als Geich fismh.iber der Disconto-Gcse.l chaft stets mit vollster Hingebung und nie ermattender Tat kraft in den Dienst unserer Institute gestellt und ihren Aufstieg in hervorragendem Maße ge­fördert hat.

Die Geldflüssigkeit hat während des ganzen lahrcs in fast unverminderter Stärke angedauert. L)er Reichsbankdiskont hielt sich unverändert aut 5*Vo. Auch der Waffenstillstand und seine Folgen vermochten die Geldflüssigkeit nur wenig zu be­einträchtigen, da es angesichts innerer Wirren und der Absperrung vom Außenverkehr an ge­nügenden Verwendungsmöglichkeiten fehlte. Dies spiegelt sich in der Bewegung der Depositen in unseren Berliner Wechselstuben und Zweigstellen wider. Dieselben be­trugen gegen den mit 100 angenommenen Stand bei Ausbruch des Krieges: