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Hner baldigen 5etft6nlfgung rommer. wird. 5)*t adrurnschen Frage wird zeitlich vor aw- deren Fragen der Vorrang gegeben unb das festländische Problem (Continental study) wird in sein End stadium gebracht werden. Was speziell £um Vertrage mit Teutschland ge­hört, wurde aus diese Weise erledigt fern, wahrend gleichzeitig alle anderen Regelungen entsprechend formuliert werden. Es wird an- ntonnt werden, daß, obwohl dieses Verfah­ren eingeschlagen werden muß, alle Fragen der ar genblicllichen großen Regelung Teile des Ganzen firtb.

Die Frage der weiteren Besetzung des Unten Siheinuser».

Amsterdam. 15. April. MTV.) Ton töflcmefli >. u.U^löblad" wird aus gemeldet, daß di-' Bexomis PcS linken R bei nu fers anJarfjl begrenz!, die Abrüstung des linken Rbrirr- upcr^ dage.ren eine dauernde fein wird. Es pck):iirt wieder a s ob eng.ifckc Truppen sich an der Be- Eng beteiligen, bapegat ist es »veniger wahr- nfief), bah suh auch amerikanische Zruptxm .n belc.l d ii Frankreich ist uon der Losung dieser 7>rag beirieb.at, vvvauSg-.sctzt, daß daneben noch eine militärische Konvention zu defensiven Zwnken y\r .! »ir Am -rika, England und Frank- eriifi obgeschossen wird, die in Straft treten soll, wbläd Ten ) )'nnb sich gegen die Ausführung der Yriedensbedmgmigcn auslehnt.

Die Durchreise der polnischen Trupveu.

Bern, 15. April. (WTD.) Wie die Pariser Blätter mttteilen, haben die mili» türischen Delegierten der Friedenskonferenz von offiziöser deutscher Seite die Mitteilung erhalten, wonach zur Beförderung der polnischen Divisionen durch Deutschland an Stelle der verein­barten zehn Züae täglich nur fünf zur Verfügung gestellt werden könnten. Die Pariser Presse erklärt die Weigerung, zehn Züge täglich zu liefern, für einen offiziellen Bruch des (ypaer Abkommens und weift dar­aus hm, daß Foch bereits seine ursprüttg- üd>c Forderung von 20 Zügen auf 10 Züge herabgesetzt habe. Don deutscher Seite wird gemeldet, für die Woche nach Ostern werde der ganze Verkehr auf der Linie Nöblenz- Posen unterbrochen werden. Die Pariser Presse erwartet, daß Fock die deutschen Vor­schläge ablehnen wird, jedenfalls würden sich die polnischen Truppen für alle Eventuali­täten bereithalten und in ben Waggons Ge­niehre und Maschinengewehre mit sich führen.

Siu französischer Nrbeitcrprotcst gegen den Bölterbundsentwurs.

Berlin, 15. April. (WTB.) Ein ftcmzS- toter Funkspruch aus Lyon meldet am 14. April: Der Allgemeine Arbeiterverband, bei fast 2000000 Mitglieder zahlt, brachte in Paris Plakate mit folgenbem Text ein: Vom August 1914 bis November 1918 ist uns zu roicberbolten Malen gesagt worden, daß wir für das Rod* kämp- fm würden. Diese Versi-chwung bedeutete, der Friede würde bat Völkern daS Eelbstbestim- Xnungtredit verllÄ-en und auf atlgemrtner A b- t fl ft u n g begründet fein, das einzige Mittel, das die Ciqnibatu.»! der Kriegsschulden ermöglicht. Tie feierlich gemachten Zusagen werden heute ge- bvochen. llnferv Diplomaten legen uns heute ben Van eines Völkerbundes vor, der nicht eine Gekelb- schaft von Nationen ist, wie dies in WilsonS 14 Punklen niebcrg.-Icgt ist. Diese 14 Punkte, die wir uns auch zu eiger machten, wurden von allen Bölkevn der Erde ht ihrer Sehnsucht nach Gerech- tigfeü mit Beifall ausgenommen. Tie Arbeiter- llasse Fomckrei-cks, die der AuffassungKrieg dem Stirer" vertraute, erhebt sich gegen die Sabotage am Frieden. Die Völker können nicht stündiy, zu Qualm verurteilt roerben und Abgaben leisten, die für ben fAuZglleich her RüstungSbudgets be­stimmt sind. Der Allgemeine Arbcitcrverbcrnd verurteilt jede V lock ade pol it i k, jeben politisclm Truck, jede bewaffnete Intervention, wodurch die Formel der ftanzösisckren Revolution widerrufen wird. Jede Nation bat allein die Tlarflt, sich OJefet» zu g?ben, und das > man tastbare Recktl mit Gewalt einem fremden Volke au netrmen, bedeutet zu einemFeinde der Menschheit" zu werden. Der Allgemeine Arbeiterverbmcd aift die öffentliche Meinung und das Gewissen bet wzia- listifchen Orgar.if-rtion auf, oenrn diese Zustände «IIUkämpfen. Der 9111 g-meine Arbeiterv^rband verurteilt jede Fortsetzung des Krieges und fordert dringend den Absd^ eines wahren Friedens, den <flk Völker unterfdxrviben tonnen.

Eine Fraueulund >ebnng.

Paris 15. April. <WTB.) Ministerpräsi­dent Clemenceau empfing Madame Farnham, die ihm im Namen des nationalen Schutzkomitees eine von 5 Millionen amerikanischen Frauen unterzeichnete Motion überreichte, in welcher im Einvernehmen mit den französischen Frauen die Forderung gestellt wird, daß alle erinbe, die sich Vergeben geaen Die Sitt­lichkeit zu schulden kommen ließen, zur Ber- antwortimg gezogen und alle ans solche Weise be­leidigte Frauen als Kriegsbeschädigte betrachtet werden.

Der heilige Krieg gegen England.

L o n b o h , 15. April. Es wird jetzt be­stätigt, daß in Aegypten die mokant* medanischc Bevölkerung ben heiligen Krieg gegen England proklamiert hat und daß auch im Innern des Landes voller Auf­ruhr herrscht.

Pk tage in Sanem.

BeueKommuniftenf?errfd)ait In München

Aug-burg, 1b. Avril. (WTB.) Seit 1 Uhr wrchmitt as ist die direkte' telephonische Verbindung von Au^.ckurg nach München loicocr bergestetlt »München befinbet sich vollständig in der Ge­walt der Kommunisten. Die Dikatur des Proletariats ist aufgmdrtd. Der Kamps um brn stwuptbahnbos, der mit Artillerie, Maschineng» webren, Hairdgran.tten und Minenn»erskrn ruSge- sdklnen wurde, dauere eroa 3 Stunden imS batte das Gepr^ einer förmlichen Schlack.. Er forthr e hegen 1 50 Tote und Verwundere und wnbete mit einem Siege der Kommunisten Die regierungstreuen Truppen wurden ent- waj f uet. Nach diejem Erjvlg war das Schich'al

bet Stadt desiegeU. Bon einer vierten öeatnbtipe» gung ist nichts zu fpüren. Die ganze Garnison ueht fe&t im Dienste der neuausgerichteten Herr­schaft des Proletariats. Tie Zahl der bnoaffneten Arbeiter ist außeroroentlich groß, so daß bte Kom­munisten eine starke Macht Hotter sich haben. )n ganz München herrscht bet Generalstreik Alle Betriebe und Geschäfte sind ge­schlossen. Ter Trambahnverkehr ruht! die Zett hmgen erscheinen nicht. .

Regen sburg , 15. April. (WTB., Gestern wurden tu Mik.enou der Bauernbunds fül/rer Gan- dor fe r und der bortigr prak.i ehe Ar> Dr. wel­cher verhaftet und nach Regensburg gebracht.

M ün chen, 15. April. (WTB.- Ter Voll­zug s r a l der revolutionären Betriebs- unb 3vl- oatenräteMündtens veröffentlicht em Flugblatt an die Proletarier, Solda en uno Kämpfer, i > dem der Sieg des tafenb.nui8ten Mstuch ner Prole- wriatt, der nach kurzem Kampfe gelang, gefeiert wird.

Ter PreffeauSschuß de» Zentralrates über die letzten Kämpfe.

München. 15. Avril. (WTB.) Mitteilung deS PresseauSschus es des Zentralrates. In ter Samstagnacku routoe an der Rät regierung durch von mehrhri:s o rialisli eben Verrätern bestocheite Soldaten ein Putsch verübt, Mitglieder des 3entra(ratc5 wurden verhastel imd nach Bamberg aotransportiert Sie verbreiten am Samstag noch einen Anschlag, daß die Garnison von der Näteregü-rung abgesallen sei. Das ist eine un­geheure Lüge Dio gemmte Garnison fW finden« liebt nach rote vor zur Räteregicrung, mit Aus­nahme der repubi'anischen Schutztrnv e. bie noch am Abend von Rätetruppen und Arb icern ent- wassnet rourbe. Am Bahnhof wurde ein Demon­strationszug von der Schutztruppe, die dort unter- gebracht war, mit Feuer empfangen. Ein sich entn'idelndes Feiergesecht endete zugunsten ter mit den Rätetruppen kämpfenden bewaffneten Ar­biter Sie nahmen den Bahniws ein uno ent­waffneten die Besatzung. Die Zahl der Toten und Verwundeten ist noch nicht genau festgefteilt. Eine vorgestern abend vom Stadtkommandanten Rüger einberuftne Sttrsammlung der Arbeite.- und Sol- batenräte München- beschloß nach stärkstem Pro­test gegen den Terror der Bantberger Bolksoer- räter folgendes: 1. Die klare Diktatur des Prvle- laiiats 2 Die Bewaffming der organisierten Ar­beiter (Bildung der Arbeiterwehr. 3 Den soforti­gen Generalstreik bis uye Be reiung der rer- btuteten Mitglieder des Zentralrats. Die Prole- ta ier Münchens sind der Parole ber Arbeiter- unö Betriebst äle gefolgt und bnLen am 14. April alle Straßen der Stadt zu einer ungeheuren Tenwnilia ion aeigefuilt. Die Arvci:crwe.,r ist be» rei s gut organisiert und hat im Verein mit Rätetruvpen bk Bewachunz des Bahnhofs sowie der öffentlichen Gebäuoe übernommen. Der Zu- drang d^er Arbeüer zu den Äasenien, um dort bewaffnet zu roerben, ist sehr groß. Am 14. April tagten die nicht verhafteten Mitglieder des Zen- tralrats. Bis zur Neuwahl des Rätckongreffes wird der proviforische Zentralrat die geplanten Arbeiten erledigeit. Der gestrige Tag ist voll­ständig ruhig verlausen. Heute dauert der General­streik noch an.

Eine Vedrohvng der Geschäftsleute.

München, 16. April. Der Bollzugsrat der Betriebs- und Soldakenräte Münchens macht be­kannt: Wer für Gegenstände des täg­lichen Bedarf- (Lebensmittel, Slei- dung.HauShaltungsartikel ufro.) Preise fordert, die nicht im Einklang mit den Ge­stehungskosten stehen, hat sofortige Schließ­ung deS Geschäfts und strengste Strafen, die durch das Revolutionstribunal ausgesprochen werden zu gewärtigen. Tie Preise sind in den Schaufenstern und Laden an bat betreffenden Artikeln anzu­bringen.

Die umnewandekten Münchener Äcucften Nachrichten".

München, 15. April. DieMitteilung de- DollzugSratS der Betriebs- und Soldatenräte" ist an Stelle derM ünchener Neuesten 9t a d)- riebten" heute an die Bevölkerung herMtsaegebar worden. Der provisorische revolutwnäre Zentral­rat, dessen Müglieder zum großen Teil verhaftet inb, ist durch den Gaitg der Ereignisse erledigt. An seine Stelle tritt der von der Münchener Ar- br'iterschaft gewählte Aktionsausschuß, der die Macht übernommen hat.

Der Hätefongreß.

Berlin, 15. April. In der gestrigen Nachmittagssitzung nahm der Rütckongrcß die Wahl des Zentralrates vor. Ein An­trag, der ben Zentralrat als höchste Instanz aller brutschen Arbeiter- unb Bauernrate er­klärt und die Mitgliederzahl auf 28 festsetzt, wird fast einstimmig angenommen, ein An­trag der Unabhängigen auf paritätische Zu- ammensetzung beö Zentralrates abgelchnt. Die Unabhängigen verweigerten baraufhrn )ie Mitarbeit im Zentralrat Der Zentralrat wirb baher zunächst nur aus 21 Mitglie­dern bestehen, 16 Mebrheitssozialisten, zwei Angehörigen der Soldatensraktion, einem Demokraten, einem Bauernbünbler unb einem Vertreter bet christlichen Gewerkschaf­ten Sieben Sitze werden ben Unabhängigen offen gehalten. Dann erfolgt noch bie Wahl von neun Mitgliedern zum provisorischen Reickssoldatenrat. Gegen 8 Uhr wurde der Kongreß geschlossen.

Vie Unruhen im Reiche. Der Streik brr Bankbeamten.

Berlin, 15. Aprü. (WTB? DirB. Z. a. M." rncldet aus Weimar: Reid^vräsid.mt Ebert emrKing gestern abend die in Weimar ra> getrofrenen Vertreter der ft reifen ben Ber­liner Bankbea mten. Der ReichspräsideM erklärte, daß ber Widerstattd bet ©anflcitungenf »gen das Mi:bestimnumgSrechk der Angestellten zwar pfvckoloGfsd) versländlick sei, aber er könne mrU aufrecht erhalten werden, denn der alte Derremtand des llmernehmertumS mS fc endgültig zu Grabe getragen werden. Die Vr'lksrrgwrung labe die volle Somparhie für die Focdenmgen der Angestetlten, sic habe auch m dem schon ver­öffentlich en KabmeNebefchnß zum AuS^-urk ge­bracht. daß sie den Bankbeamten daS Mitbestin^ mi.-ngsrod, in allen Frnaen de« Arbeit-verhSlt- ni'ses mgestrben u»<!e Led:,stich über ben em- Mi'd" agmben Weg unb über die Formulierung brr Beddingen Knaeten Meiuun^sverutsedcnpeiien

bestech«. 6c hoffe aber, daß eine mXrfleThiefl ko bock,cehenbe Arbettnebmergruppe wie bie Bank- angndCiUen eine Eruigmlg nicht an Jormulicrungs- sragcu scheitern lassen würde, unb oaü e« zu etnrr Verständigung kommen werde. Dre Vertreter der Barrkb«nn.l-n txrhanbrüt heule mit den Mit­gliedern des KabmetlS über bie Durchührung des MübestimmungsrechS, eventuell im W«gr einer Nvwervrdnung Wie rott hören, werden guck die Vertreter der Bankleitungen heute müLig in W<imar einrreRtn. Sollten die Verlxrndlungen erfolglos bleiben, so wollen die streikenden Barch- beamten den Lohnkamvf auch aus alle größeren Dankvlähe in TeutsstLarrd ausdehnrn. Räch Ber- srlxrmrg der Stterleitung würden m diesem Falle auch die Slngeüdhen der Reuchsbank sich der Be­wegung anüK.eßen.

Mannheim. 15. Avril. (WTB.) Deute mittag 12yt Uhr sind sämlliche Beamten der Mannhermer Banken in einen Sympa­thiestreik für ihre Berliner Kollegen emge- treten.

Dtr a l-emrinr Streik in Braunichweig.

Braunschweig 15 April. (WTB.) Eine allgemeine Beamtnidersammlung beschoß, den Streik nictiC eher avzubrechen, bis die Arbctter- -chrsl den Ge vrrü ereif bebt .gim^j o4 aufgibt und Oarontizn gegeben sind, daß Der Eisenbahn, und Postvertehr ntdx mehr behindert tvennt und grgai teilten Beamten Mastreg luiryen erfolgen. Tie srädtischm Beamten besärlosjen ebensa.ls, im AnS- and zu lxwharren. Die selbständ.gm Gewerbe» hx'ibenben sdL>ssen sich zw'ammcn, um bat bürget» und Beamienitreik durd^üdrrn zu brfien. Tie Ge- HÄrNr sollert solang- gcfd>offen bleiben, bis bie Arbeiters<l«ft ben (.^enrval treif beilegt. Gestern nadrnittMxg wurden durch lmmopersche Flieger ban- noversch: Zei uvgm abgeroorfen, die u a. bie Mit- t.ilung enthielten, daß die Truppen des Generals Märker im Anzug aus Bvumichveg seien. Aus die Flieger wurde sofort ein lebhaftes Gewebrseuer eröfmet, das aber nur den Erfolg bitte, daß rin fr auntetnrig \d#i Flugzeug getroffen wurde, das zur Derw'gung der baTTtHrrfden mif-te liegen war. Tie le&iercn sind unversehrt entkommen.

Aus Dchöni'gen meldet derBo'kösreunb": Tn. Barth erjtlpH g-rtrrn den ©r. offen Lilie. Der Mörder ist g'fluchet. Drc Mutter Bartbs wurde als Geisel fe1'*» fehl. Ferner wurden durch Vandgnanaten drei Personen getötet imb vier ver­wundet.

Braunschweig, 15. April. (WTB.) Ge­stern nachmittag fand im Schloß eine Sitzung des revolutionären Aktionsausschusses statt, in der darüber beraten rourbe, ob ber Gene­ralstreik fortgesetzt werden solle Für die Fort­setzung de« Streiks erhob sich feine Srirnrne. Es wurde beschlossen, am Mittwoch den General­streik abzubreeben, roeim die Beamtenschaft am Dienstag den Dienst wieder aumimmt imb die Arbeitgeber sich beretterllären, die Streiktage zu bezahlen und von Maßregelungen obzusehen. Diese Bedingungen lehnen roieber die Beamten und die Arbeitgeber rundweg ab. *

Tie . Einnahme" von Mmitrbt.

Magdeburg, 15. April. (WTB.' Teile des LandeSjagerkorps nahmen heute früh Helm­stedt ein, das Feit der Befreiung des Ministers LandSberg durch Helmstedter Poli'eibeamte von der Braunschweiger Volks wehr besetzt wurde. Bei dem kurzen Kampfe fiel seitens der Landessäger Hauptmann d. R Koch aus Helm­stedt. Die Verluste ber Braunschweiger Volks­wehr lassen sich noch nickst seststetten. Der Babn- verkchr nach He'mstibt ist wieder bergeHellt. Tas LanoeS ägcrkorps n irb in Magdeburg durch einen Test des LanbesschützcnkorpS unter Führung des General- v. Roebern abgelöst.

Streik in Halbcrfta-t.

Halberstadt, 15. April. (WTB) Seit heute mvrgni 11 Uhr ist ber Eisenbahnbe­trieb durch btt Streilleilung ber Werkstättni- arbeiter völlig stillgelegt worben Der Streik soll 48 Stunden dauern mit dem Zweck, MbcrixrM m eine höhere Lohn klasse zu verletzen. Ter Perso77en- und erzngverkehr ruht. Braun- fcfwig .intb Magdeburg sind in MuleSrenschaft gezogen.

Das Gesetz über Die BetrirbSrät«.

Berlin. 15. April (WTBd Wie derVor- wärt«" hört, ist das Gesetz über die Be­tri e b - r ä t e so gut wie fertwgefteUt, so daß es voraussichtlich nach den Osterferien bereit« in bie Naiionalver ommluna einaebrackn werden kann So wird zunächst bas Mitbestimmungsreckst qesetz- Irck geregelt. Das Blatt meint, es sei zweifellos richtig, baß ber Grunb ber gegenwärtigen Äon» f,vt ut ber Hartnäckiikeit eines großen Teils ter Unternehrschi t ä c: was in Ber iherung - uno ^cauewigeroerbe möglich sei. könne in den anderen Gewerben nicht unmöglich sein Andeiec- ttits sei zu überlegen, ob es sich bei ber jetzige Wirtsckiallslage verantworten lasse, ben Kampf bi- aufs äußerste zu treiben.

DicKündiavngsfrtst sürSchwerbeschädigte

Berlin, 15. April. 'WTB.) Die Kündigungsfrist für Schwer beschä- digte ist neuerdings verlängert worden. Durch die Verordnung vom 1. 2.1919 hatte das ReichZamt für bie wirtschaftliche Demo­bilmachung bestimmt, baß ben Schwerbeschä- bigten im Sinne ber Berorbnung vom 9.1. 1919 frühestens am 15.3. gekündigt werben darf. Die Frist ist inzwischen schon auf ben 15. 4. hinausgeschoben uiü> nunmehr mit Rück- !icht darauf, baß es bei ben gegenwärtigen wirtschaftlichen Verhältnisttn noch nickt mög­lich war, eine dauernde Weiterbeschäftigung Schwerbeschädigter mit Erfolg sicher zu stel­len, durch bie neue Verordnung bis 1. 7. ver­längert worden.

Aus Hessen.

Ueberführuvg von Privaldesitz in Gemeinde, dgrnhnn.

T« sozialdem^krali'chen «bgrortmetvn Eiß- nert, 6 ® 11 b ba d) und Genossen haben in ber befTileben Volkskammer beantrag , bk Regierung autjurörbem, alsbald einen Geetzentwurf vor zu- tegcn. nach bem aller Privatbefitz an Forsten bebauten und unbefxnitm örunbfriLflen, sowie an NecküSansvrüchen, Ak ien ober sonstigen P v eren bie auf heran i* Wende lauten, bei b-absichtittcr 93er<hn','enma ober Uebrrrimnng umächst ber Ge­meinde, in bem bas betreffende Obiekt liegt zom vkttuse an äufneten ist. Tie »nncinbe hat m ber Birgel das Obre ff (noch näher im Gesetz <<flw legenden @runb' 1^01^ in 6itxntum zu übernehmen wid an eventuelle Bewerber mir ui Pacht ßbder Erbpacht dwgebex.

Am 14. ds. Mts.

flung von 5 0 H Messe gewährt

*Vesitzweck»sel. Da« Anwe'en der Dikwr Zobanna Petri, Marktplatz 18, ging für 91000 Mark in den Besitz des Glasermeisters Euler über. Der Huthändzer unb Müdenfabrikank Conrad Bramm taufte für 48000 Äk. ba5 Hil mrbtWr Sxmft, Kreuu4atz 12. Ter OJafdrot Kaif. rbos, Ecke Zon oen fkraßa-Srlulstrnße, g nq mit Inventar für 115 000 Mk. an ben Tragtftm Gmll Karn über. Rentner Christian Petri kaufte für 50000 Mk. das Haus Roonistra^ 18

** Gegen bie Abtrennung bes Saar gebiet« Dir weisen nochmal« auf bie öffentliche K'undgeoumq hin, die barte abend 8'/« Ubr im Einhorn st all findet. Um die KttnbgebuTm mäqlidjft eindrucksvoll zu macherr, möge niemand ftrnbl eiben.

** Eine Kon ferenz der Arbei­ter-, Bauern- unb Solda ten räte Obe rhessenS hat ber A.- und S.-Rat Gießen auf ben 22. April (3. Osterfeiertaa) einberufen. Punkt 1 der Tagesordnung ist bie

Fahrpreisermäßigung zur Leipziger Messe. Die Leitung der Leip» ziger Ostermesse gibt bekannt, daß auf allen preußischen Strecken eine FahrpreiSermäßi- 5 0 P r o z e n t für die Besucher oer >ährt wird.

ritt daS Tier ohne Sattel auf ber Straße nach Reiskirchen zu. Sachblentiche Mitteilungen, nimmt» die Kriminalabteilung entgegen.

** Wem gehör t bergestohkeneKorb?^ gegen 4 Uhr n ad Zmittags ent

n Bahnhöfe bei der Handgepäck-

** Amtliche Personalnachrichten. Ucbertragen wurde am 5 Aprll den an der Volks jtoulc zu Gießen einstweilig angestellten Lehren Dr. Eduard Betzendörfer und Rudolf Paul mit Wirkung vorn 1. April 1918 ab je eine Lebrer- Ttclle an ber Volksschule zu Gveßen lieber* tragen rourbe am 8 Avril bem SchulamtSamvärter fcrinrid) Ba 1 ß aus Brandau eine Lehrerstelle oit ber Volksschule zu Reichenbach, Kreis Bensheim In den Ruhestand versetzt rourbe am 5 April bre Lehrerin an der höheren und erweiterte« Mädchenschule zu Gie ßen Marie Valetta aut ihr Naemuchen untre Anerkennung ihrer bem Staate geleisteten Dienste vorn 1 Mai 1919 ab. Erledigt find jroei mit evangellschen Led'-ennnei» -u besetzende Schulftellen an der BolkSschule yt Gießen. '

♦♦ AuS bem Militär-Wochen­blatt. Versetzt würben bie Zeugbanvtleute Schmibt beim Art »Dep. in Darmstadt, zur 4 Art.-Dep.-Dir., Braun, im tztrieoen beim Art.-Dep. in Neubreisach, xum Art.-Dep. tu Darm stabt. Auf fein Ok-fud) zu den San-! Offizieren ber Ref. überaeführt wurde. Dr Gros, St.-Ar^t beim Fu^art ^legt 3; Ober­arzt Wulf, beim Inf.-Regt 118, in ben San.- Offizieren ber Landw. 1. Aufgebots. Ter Abschteb mit ber gesetzt Penfion bewilligt Soffner, Major im Pron -Batl 25, mit oct Erlaubnis z. Tr. b. Uniform b. Batls.

** AuSc^abevonBückingen. Von Don­nerstag bis ^oamötag erhalten bie Kunden ver­schiedener Geschäfte auf je eine abgegebene LebimS- mittelkarte l/< Pfund Sprotten oder Sprottbückinae zum Preise von .85 Pftmiig für das ls.-Psurä>

** Pferdediebsta hl. Arn 15. April, vor mittags 0 Ubr. rourbe aus einer hiesigen fi ui er ne ein braune« Reitpferd enttvendcl. Das Pferd hat 1,58 m Schulter höbe, bie rechte Hmterfesset ist etwas weiß. Der Täter in Milttarunisorm

Aus Statt und Land.

Gießen, 16. April 1919.

Holländische Lebensmittel für Hessen.

Die mancherlei Meldungen au« Franlsurt Aber die Verteilung von Entente Lebensmitteln taffen die Frage aufroerien: Wo bleiben rott? Wo bleibt He f.n? Der Darmstädter Mitarbeiter berDifak bacher Zeitung" bat sich mit bem hessischen Lau- desemädruugsamt in Verbindung gesetzt, um w erforschen, ob nicht von dort eine mageniiobc Osterbotschaft zu holen fei. da doch anzunehmen war, das; auf. bie Dpenthirtvr insbeson­dere und Hessen im allg-mcrien mtt wirb bin:- anzustehen brauchen, wenn Frankfurt berücksich­tigt toerfcen konnte

Ter Gewährsmann ber ^Offenbacher Zeitung erhielt folgende Mitteilungen vom Lanbesernäh- rungsamt: Es wirb von den durch die Alliierten zu liefernden Lebensrnitteln für Hessen 331889 Kilogramm Schweinespeck und Fleisch zunächst zugewiefen. Diese Lebensmittel kommen aus Holland und find, nachdem f e unter­wegs in Emmerick a Rh. 2 läge festgehalten wur­den, nunmehr seil dem 4. April auf hem Wasser­wege nach Mannheim unterwegs. Sie werden nolM inzwischen Dort etng?troffen Jein. Von Mannheim aus werden bie Lebensmittel btuut zur Achse ver­laden und an die einzelnen BerteilungSHellen gr führt. Als erste Ausgabemcrrge kommt auf ben Moor der Bevölkerung der beHihtrn Städte Vi Pft> Speck ober Flrisch zur Verteilung

Erne Anfrage beim stäbt. LebenSmittel- a m t bestätigt, daß für Gießen, Stabt und Landkreis eine Ausgabe von Speck ober Fleisch h? Höhe »on 4 00 bi« 500 Gramm pro stopf in Aussicht genommen ist. Samt bk ersorberiichra Tiengen ledock ein treffen werden, steht noch dahin.

Do» versprochene Osterei.

In ber Sitzung ber Hessischen Volks­kammer vom 2. April gab Ministerialbirek- tor Neumann vom Landkscrnährungsamt folgenbes Versprechen:

Wir wollen jedem Städter we­nig st ens ein Osterei zukommen lassen.

Versprechen ist leicht, Halten ist schon schwieriger. Eine Anfrage beim städtischen Lebensmittelamt ergab, daß dort von einer Zuteilung eines Ostereies nichts bekannt ist. Auch die Landescierftcllc weiß von nichts.

Wir müssen demnach wohl hoffen, daß das LandesernährunaSamt einen eigenen Osterhasen angcftellt hat, der jedem Städter sein Osterei heimlich ins Nest legen wird.

wendete am hiesigen

rvrwaärungsstrile ein junger Mensch einen Henkvl- torb m^t 26 proben und Keinen stück-nmeisrm, 47 Rollen Serbe unb Zwirn, 2 Toren Wickse, 16 Dvofcken, 3 Resten ßridener Bänder unb 75 Täter mit Samen von der Firma Heinrich Hahn, Gttßen. Der (Eigentümer rroue sich mit der hiesigen Krimi­nalpolizei ins Benehmen fetzen.

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