ten 0be r t. Die Deputation legte bat, daß die in
* Tas mit Musik gr nährt e Babv.114. Mai eine Unterredung mit dem ReichtzprüsLem' IRnt Entdeckung, die für Mütter, deren Babys I . ' ~~
nicht trinken wollen, von l)öck)ftem Wert sein soll,1 Frage kommende Bevölkerung bis zu 90 Prozent
deutsch sei und daß auch die litauisch sprcä>ende Bevölkerung sich völlig deutsch sudle und das; das Land durch mehr als 600 Jahve der Zugehörigkeit meiusamer Kultur und wirtschaft licher Interessen mit Deutschland verbunden sei. Die Verwirklichung' der Gnlenteplä'.u! würde auch sür den verbleibendsff Rest der Provinz Ostpreußens die völlige wirtschaftliche Erdrosselung bedeuten. Die Be- vöKeNung ist bis zum äußersten entschlossen, an ihrem deutschen Vaterlande sestzuhalicn. Präsident Ebert drückte seine Freude üöer diese Gesinnung der ostpreußischen Bevölkerung aus und erklärte, daß die Regierung den ^riedensbedin- gungen in der vorliegenden Form nicht zußimmen fditne und werde. Esiwird alles getan werden, um die Loslösuug?vläne bezüglich Memels nicht verwirklichen. zu lassen. Hostentlich gelingt es, in'Versailles zu Verhairdlungen zu kommen und auch sür das deulsche Volk das Selbstbestimnrungsrecht zu erkämpfen. Die Reichsregicrung werde den Volksgenossen im Osten Treue mit Treue vergelten.
Vaterländischer Aufstand in Oberschlesien.
Benthe n, 14. Mai. (WTB.) Zu einer gewaltigen Kundgebung für das Deutschtum gestaltete sich eine heutige Demonstration gegen die Loslösung Oberschlesiens. In fast ganz Oberschlesren war am Nachmittage jegliches Geschästsleben stillgelegt: die Läden waren geschlossen, die Betriebe ruhten, die Straßen waren festlich Mschmückt. Eilt endloser, drei Stürzen dauernder Temonstrationszug, an dem sich Alt und Jung Männer und Frauen, Arbeiter wie höchste Beamte beteiligt hatten, bewegte sich mit mehreren Kapellen und Falmen, patriotische Lieder singend, durch die Hauptstraße der Stadt Beuthen nach dem Aöoltkc-Plad und dem Ring, wo mehrere Redner «gegen einen Geivaltfrü-den Protest erhoben. Meil über 100 000 MensckZen aus Stadt- und Landkreis Veutl)en, die dort versammelt waren, nahmen eine dtesolulivn gegen die Ästrennung Obcrsckstesiens an, in der es u. a. heißt: Jedem Bcrsuck>c, unsere Heimat von dem angestammten deutsckien .Voterlai-.de zu trennen,
wird in der Daily Mail mitgeteilt. Ein kleiner Junge von 21/z Jahren toiuite durch nichts dazu ßebrackst werden, die Flasche zu nehmen. Verschiedene Aerzte wurden gefragt, dir Nahrung wurde gewechselt, aber das Kind wollte nichts zu sich nehmen und magerte mehr und mehr ab. Da kam die Pflegerin auf eine gute Idee. Sie hatte bemerkt, daß das Kind sich sehr für Musik interessierte und gern zuhörte, nwnn das Grammo Phon spielte. Zur Essenszeit wurde nun eine Platte eingelegt, und zugleich mit bet Nahrung wurde dem Kleinen eine Melodie geboten. Der Erfolg war erstaunlich, denn das Baby nahm nun willig die Nahrung zu sich und gedieh seitdem kräftig. Nun erklingt bei jeder Mahlzeit das Grammophon, und die Eltern sind darüber sehr glücklich, die Nachbarn aber weniger. . . .
* Was ein Dichter wert ist. In diesen Tagen, in denen von Lohnsragen und vom Verhältnis von Hand- und Kopfarbeitern so viel die Rede ist, erinnert „lieber Land und Meer" an eine Berechnung, die einmal Alexander Dumas ausgestellt hat: „Ich habe in diesen 20 Jahren 400 Bande Romane und 35 Schauspiele geschrieben. Die Romane haben eine Summe von 13 853 600 Franken eingebracht, die Schauspiele 6360 000. Wenn ich einen täglichen Arbeitslohn von drei Franken zugrunde lege und das Jahr zu 300 Arbeitstagen rechne, so haben meine Bücher während 20 Jahren 692 Personen ernährt. Meine Schauspiele haben während 10 Jahren m Paris 347 und in der Provinz 1111, zusammen 1458 Personen, ernährt. Somit haben meine Bücher und meine Schauspiele int Durchschnitt 2160 Personen Nah- rung verschosst," _____
Letzte Nachrichten.
Vertreter des Ostens beim Reichspräsidenten.
Eine Deputation aus dem Nordosten Ostpreußens, der u. a. die Oberbürgermeister Altenberg-Memel, Pohl-Tilsit, Siadtbanrat Kutsch- ke-Ki>igsbevg, die Abgeordneten Borowski, Siehr simd Matzies 'sowie andere angehSrten, «hatte unter Führung des Oberpräsidenten v. Vatocki ain
Behördliche Anzeigen. Aufruf! I. Bataillon. Badswek- lnfanterie-BegimentNr.36 (Best. Freikorps, Meuterte-Eegiml Nr. 116, Bleien) stellt nach den Bedingungen der Reichswehr Freiwillige— gelernte Handwerker — (Schuster, Schneider, Sattler und Schreiner) ein.
Auskunft erteilt:
Werbeftelle Gießen, ZcughauSkaserne.
Zickendrath, Major und BalaillonS-Kommarideur.
Gießen, den 9. Mai 1919. 5928B
Bekanntmachung.
Karl Schmidt. wohnhaft in Gießen, Neustadt 59, ist heute zum Lci-chenwärter für den Bezirk der Stadt Gießen bestellt worden.
Gießen, den 12. Mai 1919 58488
Der Oberbürgermeister. I. Ä.: D r a u b a ch.
Statt Karten!
Ihre am 12. Mai stattgefundene Vermählung beehren sich anzuzeigen
Regierungsarzt Dr. Drill Frau Gustel geb. Klingelhöfer
Niedenstein (Kr. Fritzlar) Rodheim a. d. Dieber
Martha.
In dankbarer Freude zeigen wir die Geburt eines gesunden Töchterchens an.
Pfarrassistent H. Eidenmüller u. Frau Margoj geb. Strobel.
Klein-Linden, den 13. Mai 1919. w<84
DtiiWkc Bmrbkitcr-Arlmd ßitjjtn.
Samstag den 17. Mai, nachmittags »'/, Ubr, im GewerkichaitSbauS Gienen
VMarbeiter-versammlAng Tagesordnung: Bericht von den Bertraasverband- hinnen. Bericht vomVerbandslag in Weimar.
Kein einziger Bauarbeiter darf fehlen. VerbandS- bücher sind initzubriugen. 09535
Bauarbeiter Verband Gießen. Der Vorstand.
Die Arbeiten und Lieferungen zürn Ausbau deS Holzwegs in Gemarkung Nieder-Bessin- gen sollen zur alsbaldigen Ausführung vergeben werden, und zwar: ~ _
Erd- und Chrussierungsurbeittn 10300 M.
Fuhrleistungen 2 385 „
Litern von Klernschlag 3350 „
, „ Ueb.rgründungSmatnrial 1120 „
,» „ Zementröhren 626 „
Tie Derdrirgungsunter!agcn liegen auf ber Bürgermeister ei offen, wo auck die Angebote in .Prozenten des Kostenanschlags verschlvsten, .post- jret und mit entsprechender Aufschrift versehen, einzureichen sind. Erösfnungstermin: Mittwoch den 21. ds. Mts., in>rm. 10 Uhr. aus dem Gemernde- hauS. ZusÄagsfrist 3 Wochen 59498
Gießen, den 10. Mai 1919.
Hess. Kulturinspeklion Gießen. H. Steinbach, Baurat.
Holzversteigerung
Dienstag den 20. M ai 1. I r., vor- -mittaaS 8 U^r an saugend, werden in den Wal-- tymt^eri der Gemeinde Mleudvrs a. Lumda, Disttikl Dombach, Fichtewies, Todenberg und Verschiedene (Forstwarter I) nachverzcichnete Holzsortimente versteigert :
121 F-ichten-Derbstangcn mit 10,67 Fstm., 2 Eiche, 2 liefern ^tutzknüppel;
121 Rm. Achten Nutzreisig;
64,5 Rm. Buchen, 1 Eichen, 5 Kiefern Scheit: 156 Rm. Buchen, 9 Eicksen, 129 Kiefern, 10 Fichten Knüppel; .
327 Rnu Buchen, 10 Eichen, 14 Kiefern ReiShol»; 10 «Rm. Buchen, 17 Eichen Stockholz.
Das Holz rn den Distrikten „Verschiedene^^ wird größtenteils bei der Versteigerung nicht vor- gezeigt und kommt am Schluffe tzum Ausgebot.
Zusammenhmft im Distrikt Dörnbach bei Brennholz Nr. 544.
Allendors a. d. Lumda, den 14. Mai 1919.
Hessische Bürgermeisterei Allendors a. d. Lda.
Rein. (5960
In ber Nacht von Montag auf Dienstag wurde in Gambach bei Butzbach IWereBelgieMmmelftte gestohlen. Mitteilungen, die zur Wied«- erlangmtg führen, werden belohnt. [5905
MrheM falb nah Lttin-ZudHrie
«z an. b. H. in «ntzbach.
An alle Bauarbeiter des Kreises Gießen!
Der neue Tarifvertrag für da- Baugewerbe hat Geltung ttir alle Arbeitsstätten int ZlrciS Gießen und in bett Orten Nodhetm, Bieber und FelUngs- hausen. Die Arbeitszetl beträgt 8 Stunden täglich, beginnt morgens 8 Ubr und endet abends 5 Ubr. Mittagspause von 12—1 Uhr. Samstags ist eine Stunde früher ArbeitSschluß.
Der Sinndenlobn beträgt
ab 1. 4. 1919: Für Maurer und Zimmerer 1.75 M-, Hilfsarbeiter 1.65 M.
ab 15. Mai 1919: Für Maurer u. Zimmerer 2.— M-, Hilfsarbeiter 1.90 Pt.
für Zeineniarbetrer 1.70 M. ab 1. 4. und 195 3)1 ob 15. 5. 1919.
Die Lohnzcihlung erfolgt wöchentlich Freitags und muß vor Schlnii ber Arbeitszeit beendet lern.
Laut Tarifvertrag müssen die Arbeiter jeder Arbeitsstelle einen Vertrauensmann wählen, der die Funktionen eines Mitgliedes des 8lrbeiiernu8- schnffes au versehen hm. Die Löhne und Arbeit»- zetletl sind strikte bttrchAtifübren, denn diese Be- stimmungen hoben aus Grund der Verordnung vom 23. Dezember 1918 gesetzlicke Gültigkeit und kSitnen ntchl wegvereinbart werden. Verstöße gegen Vobn und ArveitSAcit sind sofort unter Angabe der genauen Adresse beim UnterAeichneien ah melden.
Der Vorstand des deutsche»
Bauarbeiter-VervandeS Oicßcn—Wetzlar.
Albin Mann, Gießen, Schanzenftr. Ul. •*“
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Freitag den 16. Mak, von nachmittags 2 Uhr ab versteigere ich Neustadt 55, tm Pfau: 1 Sofa mit 4 Stühlen (roter Plüsch), 2 hochfeine Messing- Bettstellen, 1 vollständiges Bett, 2 Bettstellen mit Stahlmattatzen, 1 zweitüriger Kleiberschrank, <ine Kommobe mit Glasaufsatz, 1 Waschkommode, mehrere Ttfche, 5 Stühle, 1 eleganter Kinderwagen mit Gummi, 1 Sportwagen, 1 2 rüder. Handwagen, 1 Gasherd, 1 Schaukelpferd, 1 Eisschrank, 1 Nachttisch, 2 Rauch, tische, mehrere gute Bilder, 5 Hümmer und etwa» Schlosierwerkzeug, Porzellan, Kragen u. Manschetten, 1 Regulator, Kaffee«, Tee, u. Milchkannen in Nickel, 18 Paar wollene Damenstrümpfe und vieles andere.
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mittags 9 Uhr ab erfolgen. Darmstadt, den 12. Mai 1919.
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Besichtigung kann am gleichen Tage von vor-
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werden wir mit allen Mitteln, wenn es sein muß, mit Gewalt, entgegentreten. Oderschlesini ist deutsch für immer! Nach dem Liede „Tleutsckstand, Deutschland über alles" zerstreute sich die Menge. In den Kirck>en sanden Gottesdienste statt. An mehreren Sieden waren Werbetische für eine Bürgerwe^r gegen einn polnischen Einfall errichtet. Zahlreiche Einzeichinungün wurden norgeitomnicn.
Neue Männer in der preußischen Verwaltung.
Berlin, 15. Mai. (WTB.) Wie der ,,ßo» kalanzeiger"' berichtet, wird Oberpräsideitt von Westfalen Geheimrat Dr. W ü r m e I i n g. Er war früher Zeittrumsabgeordncter und begleitete biSl jetzt den Posten eines Miiüsterialdirrltors im Ncichswirlschaftsamt. — Mit der Leitung der Pro- vinzialvertolltlmg in Kiel ist der sozialdemvkra- ttsche Gewrrlschastssekretär slürbis betraut worden. Er verwaltete diesen Posten in den letzten Monaten bereits kommissarisch
Die Ankunft der österreichischen Delegation in Paris.
Berlin, 15. Mai. AuS Basel wird gemeldet : Dr. N e n n e r ist an der Spitze der ö st e r- reichischen FriedenSdelegation, welche sich ckus Professor Lammatsch-Schönbauer (Deutsch- National) und Gürtler (Christlick>-Sozial) zusammensetzt, in Paris eingetroffen. Die Delegation gilt als dem AnschDuß an .Deutschland seiudlich gesinnt.
Berlin, 15. Mai. Wie der „Lokalanzeiger" mitteilt, ist eS dem Grasen fVrockdorfsfq Rantzav nicht erlaubt worden, einen Abgeord» neten zur Vegrüßung der Qesterreicher nach St. Germain zu fenden.
Der Erpresserfriede.
Wien, 14. Mai. (WTB.) Der „Neue Tag" schreibt: Wir sind von kompetentester französischer diplomatischer Stelle ermächtigt worden, mitzuteilen: Die Friedensbedingungen, die in den heutigen Morgenblättern nach französischen Zeitungs- melduiracn mitgeteilt sind, sollen nur für den Fall Geltung haben, daß D eu t s ch«-Oe st e r- reich aus dem Anschluß an Deutschland beharren würde. Die Bedingungen sind midyfa
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endgültig, apch nicht die Eittscheidung über 66 territorialen Fragen. Alles hängt von der Sxxlhntn der dcutslb-österreichifchen Delegation ad. Sie wich bestimmen, welchen Frreden Deutjch-Oesterrcich vov der Entente bekommen kann. Die Stimmung bei uns ist für Deutsch-Oesterreich außerordentlich günsttg, und es kann sehr vieles erreicht werbe», wenn der Anschluß an Deutschland aufrichtig fallen gelassen wird. (!)
Russische Räuber.
Benthen, 14. Mai. (WTB.) Wie der ,L)derscllLsische Wanderer" meldet, wurde auf der EhausjeL nach Hohenlinden ein Wagen oer Fürstlich Donncrsmarkschen Verwaltung in Menden von achtRussen überfallen, die den Kutschier und f)as Begleitpersonal von dem Gefährt rissen und mit dem Wagen da- vonfAhren. Im Wagen befanden sich 300OOO M a°r k L 0 h n g e l d e r , die der Bank in Beuthen zugesnhrt werden sollten. Die Räuber fcntEamcn unerkannt.
Sozialer Fortschritt in Oesterreich.
Wien, 14. Mai. (WTB.) Tie National- betf a ntmlung nahm einen Gesetzentwurf betreffend das, Verbot der Nachtarbeit für Frauen und Jugendlichrnin goverblichen Betrieben an.
Hoffnungen der Iren.
Amsterdam, 14. Mai. (WTB.) Dem „Wl- gcmceii Haltdelsblad" zufolge meldet „Daily 3x iegrapb" aus .Newyork, daß bet Jrenführer Balera in einer Botschaft an den „Ncwyvrk Arne rican" erklärt, der Besuch der amerikanisch-iri-' schen Telegatton habe das irische Volk, da°> für die Freiheit kämpfe, mit neuer Hoffnung, Entschlossenheit und neuern Vertrauen be seelt. Wilson habe sich für das Recht der SchwackM eingesetzt. Jrlmrd habe selbst das Recht, sich von der Herrschaft Englands zu bc freien. Drei Viertel der Iren verlangten die Republik. Irland habe bereits Regiermrgsämttr eingerichtet, die ihre Arbeit beginnen werden, sobald das englische Besatzungshecr Aurückgezogoe wird. Tie irische Regierung könne sofort in Kraft treten.
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Endlich von der Zensur zur öffentlichen Aufführung frelffcgoben! Der niit y eo großer Spannung envartete ameri-lj kauische Mädchenh&ndlerülm Schmusiges Seid . kommt bestimmt ab morgen Freitag zur \ Aufführung. A
Lichtspielhaus


