der öchvr an der Volksschule tu Lindenfels, SLeid BenSdeim, Karl Zinßer aus sein Nachsuchen untre Anerkennung seiner dem Staate (jeleiftetcrt Dienste vom 1. Juni 1919 ab. — Ernannt wurde am 5. Mai der Anwärter sär daN mittlere Ver- waltungssach Friedrich Will>elm Howech zu Bingen vom 1. Mai 1919 an zum KreiSamts- aeh-ilfen. — Am 9. Mai d. IS. wurden die Obersteuerkontrollcure, Finanzasskssoven Karl Bock, z.
in Darmstadt, Franz M e r -, z. Zt. <in Groß- Gerau, Jakob K a d e l, z. Zt. in Gießen, mit Wirkung vom 1. April d. Js. an, und der Finanzassessor Ludwig Weidner aus Darmstadt zu. Frnanzamtmännern ernannt. — Ernannt wurden am 5. Mai der Finanzaspirant Heinrich Franz auS Gedern und der Aspirant des mittleren Ver- waltungsachs Jakob Getrost auS Rinrbach i. O. z. Ministerialrevisoren bei her Buchhaltung sdeS Ministeriums des Innern, beide mit Wirkung vom 1. April 1919 an. — Erledigt ist eine mit einein evangelischen Lehrer zu besetzende Schul- stellc an der Volksschule zu Vilbel.
** Ihre Silberne Hochzeit feiern morgen Sckmiiedemeister Heinrich Becker und Frau Marie geborene Andernach, Wallwrstraste 53.
Kreis Schotten.
** Ortenbcrg, 15. Mai. Nächsten Sonntag sindet nachmittags 2 Uhr aus Veranlassung des Verbandes Niddertal der deutschen demokratischen Partei für Hessen zu Forsthaus Finkenloch Zwischen Ortenberg und Nidda) eine grafte P ro te st- versammlung gegen den schmachvollen Friedensvorschlag und die geplante Vernichtung Deutschlands statt. Es sprechen Minister Tr. Strecker aus Darmstadt und mehrere arwere bekannte Redner.
Kreis Friedberg.
Friedberg, 14. Mai. Friedberg wird zunächst für die Zeit von Ende Mai bis Mitte September einen regelmäßigen Theaterbetrieb er» halten. Ter neue Leiter des Kurhaustheaters in Bad Homburg, per ebem. Königl. Hosschausvieler und Theatcroirektor Otto Hennig, wird allwöchentlich in Friedberg eine künstleriiche Theaterrussüh- rung mit dem ausgezeichtreten Künstlerperson rl des Homburger KUrhausrheaters veranstalten. Als Spieltag ist der Mittwoch festgesetzt worden. Ter Spie!plan wird alle Gattungen des Schau- mtb Lustspieles und Operetten umfassen. Literarische Werke werden mit ausgewählten Unlerhaltungö- stvcken abwcchscln. Tie Eröffnungsvorstellung i t auf Mittwoch den 23. Mai festgesetzt worden. Zur Aufführung gelangt das neueste Werk von Hermann Sudermann „Tas höhere Leben" (Lustspiel). Die Vorstellungen finden im Saalbau statt.
Kreis Wetzlar.
ra. Wetzlar, 14. Mai. Die Getrelde- bei ügte fltnb für den Umfang des Kreises Wetzlar in ihren Höchstpreisen wie lobt stu^ntzt: 100 Kilo Weizen 33,50 Mk., Roggen 31,50 Saict 30 Mt., Gerste 30 Mk., Kartoffeln 12 Mk
ra. Wetzlar, 14. Mai. Unser früherer Skadt- baumeister Krieger wurde zum 2. Bürgermeister der Stadt Unna in Westfalen «gewählt. <
ra. Dorlar, 14. Mai. Am Sonntag wurde der neue Pfarrer E. Heid er in sein Mmt ein- geführt.
Hrsskn-Nassau.
mr. Frankiurt a. M., .14 Mai. Ter heutige Arbeitsvferdemarkt war aubca> ordentlich stark beschickt. Das Geschäft war nicht sehr lebhaft, da die Landkundschaft foiclfach vermißt rturbe. Temtoch erzielten gute Pferde außerordentliche Preise. Stark rngeboten waren auh» gefütterte Militärpferde. Schlachipferde sanken be» ttc.chtlich im Preis. Ter Martt war um die Mitte,gestünde noch nicht völlig geräumt, abwohl die Preise nachgelassen hatten.
Aus d.-m vtsrtzten Rheingkbiet.
Marschall Foch in Main;.
Frankfurt a. M., 14. Mai. Wie auS Mainz indirekt gemeldet wird, ist dort Marschall Foch! gestern abcnd eingettoisen. Er wurde von General Manyrn empfangen. Die Truppen^bildeten! Spalier. Abends sand ihm zu Ehren ein Fackelzug statt. Er bleibt zwei Tage in Mainz und begibt sich Freitag nach Wiesbaden, wo er feierlich empfangen wird. Er nrirb dann den Taunus befudxnt und sich später nach Koblenz begeben. Jock soll angeblich Vorbereitungen zum Einmarsch ber Truppen ins rechte Rh eingebiet kreisen.
nrr. Mainz, 14. Mui. Tic französisch? Mi- litäiverwaltmig sucht in der Umgegend von Diatn> einen 900 Morgen großen Flugplatz aus die Tauer von 15 I ihren zu pachten.
= Franks u rt a. M., 14. Mai. Einem Fabrikbeützer im Stadtteil Rödelhnm, der einen Trupp lärinenderfranzösischer Soldaten, der unberechtigterweise spät abends die Sttatzor durchzog, in französischer Sprache zur Ruhe mahnen wollte, wurden die Fensterichrben der Woh- nung eingeschlagen. Sodann bedrohte man bat Herrn mit Schudoassen.
--- H ö chst a M., 14. Mar. Außer dem Gymnasialdirektor Hassncr wurden von den Franzose« auch die Lehrer Dittmer und Sommer aus gewiesen. Sie sollen die Anwerbung junger Leute für die deutsch Armee gefördert haben.
--- H ö ch st a. M., 14. Mai. Von den Mauev- anschlägen, die den Bezug der neuen französischen Wochenschrift „Le Rhin Jlluströ" empfehlen, rissen hier Kinder ttlich ab. Tie Stadt mußte dafür mit 1000 Mark büßen.
-= Wiesbaden, 14. Mai. Durch die Besetzung und die damit verbundene VerkehrSabsper- rung fvitzl sich jetzt der Schaden, den dadurch dar gesamte Kur gewerbe erleidet, zu einer gemalt.gen winschaitlichn Katastrophe zu Für die Monate Dezember bis Mai beträgt der Fremdenbesuch nur rroch 5 Prozent gegen die gleich Zeit im Frieden, die Kur: a rein nahm n sind auf 7 Proz der bisherigen Einnahmen gesunken. Oftmalige Gesuche der Stadt um Aufhebung der Sperre beantwortete die französische Verwaltung jetzt mit der Einforderung einer Darstellung über den Rückgang der Kurindultrie seit der Besetzung.
Vermischtes.
*Fmbe setzten Gebiet Ter kleine Max hatte ficf) mit zwei Negern angcfreundet; Plötze lich fiel ihm aus, bifj der eint etwas Heller Dort Hautfrrbe war als ix-r andere. „Tu, sag emvl," fragt Men den Helleren, „warum lMve fe dich nu n^ch so lang geräuchrt rote den ärmere ?"
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14 Punkte sehen nur die Abtretung
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abstimmung soforf abzutrelen.
Volksabstimmung entscheidet
Saargebiet kommt sofort unter feindliche Verwaltung. Volksabstimmung erst nach 15_Jahren.
„unzweifelhaft polnischen“ Gebiets vor. Würde man die Kreise mit über 75% Polen als „unzweifelhaft polnisch“ betrachten, so würde das in der Karte schraffierte Gebiet abzutreten sein.
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Die Zerstückeln« Deutschlands.
Vom Reiche sollen In Ost und West 51/» Millionen Deutsche getrennt werden.
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Aus Stadt und Land.
Gieften, 15. Mai 1919.
Einheitliche Festsetzung der vrotaurbeute
Bei den einzelnen Kommunalverbänden bestehen erhebliche Unterschiede in der Fest- lehunq der BrotauSbeute, die vielfach auf einseitiges Urteil der örtlichen Sachverstän- digen zurückzuführen sind Zur Behebung dieser Unterschiede hat das Reichsernährungs- ministeitturn ordnungsgemäße Backversuche vornehmen lassen, welche ergaben, daß sich aus 110 Teilen Mehl im Durchschrtitt aller «bräuchlichen Backverfahren 140 bis 141 Teile ausgebackenen Brotes Herstellen lassen. Für Sackgewicht und Verlust beim Aufschnitt sind hiervon 4 bis 5 Teile in Anrechnung zu bringen, so daß man 136 Teile Brot aus 100 T^ile Mehl als Norm für die Vrotausbeute seststellen kann. Die Verwendung der zugelassenen Brotstreckungsmittel verändert diese Ausbeute nicht wesentlich. Lei Verwendung von Frischkartoffeln sind auf je 100 Teile zu ersetzenden Brotmehles 38 Teile rohe Firschkartoffeln ru rechnen. Lei Herstellung von arobem Schwarzschrot- brot kann man nach den Backversuchen mit einer Brotausbeute von wenigstens 133 bis 134 Proz. rechnen. Diese Zahlen erl-Hhen sich für Großbetriebe um 1 Proz. Das Reichs- ernährungSministerium hat daher die Kam- munalverbände zur Festsetzung einer eitt- spreck-enden Backausbeute, und zwar für kleine Betriebe von 136 Proz. und für Großbetriebe von 137 Pror., angewiesen. Die Beachtung dieser Vorschrift soll durrh sachgemäße laufende Kontrolle der Bäckereien s'iäsergestellt werden.
Zuckcrmangel, Zuckermißwirtschaft, Zuckerfchlcichhandel.
Trotz aller Aufklärungen macht sich in der Bevölkerung immer wieder eine SteunruLLnnig über angebliche Zuckermißwirlschaft bcmerfixir. 2cnv- »oenüber stellt das Rcichsernährungsministerium Mt:
Infolge des Krieges (Arbeiterschwierigketten, xtir.g^Tmangel, Berke brserf ckwe ru n gen, Kvhlen- örorget) ist die deutsche Zuckererzeugung gegenüber dem Frieden etwa auf die Hälfte herabgegangen. Im laufenden Jahre ist der Rück- ftmg besonders groß gewesen, weil Ernte und Verarbeitung der angebauten Zuckerrüben durch die Folgen des Waffenstilkstandes und der Um» tvälzung stark beeirtträckttgt wurden und weil die kilrotiic Besetzung deutschen Landes, besonders der larf zuckcrerzeugenden Provinz Posen, einen sehr erheblichen Ausfall -an greifbarem Zucker zur Folge hatte (Rohzuckererzeugung 1913/14 rund 42 Millionen Zentner, 1917/18 rund 30 Millionen Zentner, 1918/19 rund 25 Millionen Zentner). Ter ^tfamLai^faU des laufenden Jahres übersteigt
ganz wesentlich die Ersvarungen, die sich aus der Temobilmachung ergeben.
Der Verbrauch im Inland ist gegenüber Fric- denszeittn nicht gesunken. Dazu kommt eine ungeheure Steigerung des Verbrauchs an Marmelade und Kunsthonig. Den Mehrbedarf von 6 MillioinLr Zentner zu befriedigen, ist in diesem Jahre leider ebensowenig möglich wie die Ausgabe von Gin» mechezucker. Die Kopfration an Mundzucker soll, wenn irgend möglich, aufrechterl-alten tverden.
Von Zuckermißwirtschaft kann leine Reoe sein. Für die Herstellung von Süßigkeiten wird im Interesse der Aufrechterhaltung von 1400 Betrieben mit 25 000 Arbeitern eine Zuckermenge gelben, die auf den Kopf der Bevölkerung im ganzen Jahr wenig mehr als ein Pfund aus- macht. Tiefe fDleng: kann datier ebensowenig mit Rech: beanstandet nrrben, wie die oft bemängelten Zuteilungen für Wcinzuckcrimg und Biene'niütte- tunp. Zur Ausfuhr wird Zucker nur verwandt, soweit er in zuckerhaltiger Ware (Kondensmilch ufro.) wieder hereinkommt. ....
Tie im Schleichliandel vertriebenen Zucker- mer.gcn können nicht festgestellt werden, werdeck aber offenbar überschätzt. Ein gestohlener Waggon! Zucker ist für den Schlcichl^airdel eine erheblick)e, für den Gcsamtinlandsverbrauch aber eine gerings Menge. Besonders ärgerlich ist das 91 ui tret en von Schleichhandelrucker in Luxuswaren, z. B in Süßigkeiten. Tiefe Auswüchse zu bekämpfen, ist Sack^- der örtlichen Polizei. Sie hat dabei eine aiisgezeichnete Handhabe in der Verordnung über die Höchstpreise für Süßigftiten, indem sie alle Verkaufsstellen, in denen Süßigkeiten Der Höchlt- preise abgcfetzt werden, einfach schließen tonn.
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** Amtliche Personalna ch r i ch t e n. Ernannt wurde am 6. Mai der Professor Dr. Friedrich Le n z zu Berlin mit Wirkung vom 1. Oktober 1919 zum etatsmäßigen außerordentlichen, Professor für Dolkswirtschaftslihrc (Siegmund- Heiclxlheim-Profesfur) an der Landesuniversität Gießen. — Ernannt wurde am 3. Mai Friüuich Eardung aus Darmstadt zum Mechaniker am Maschinenbaulaboratorium I der Technische Hochschule zu Darmstadt, Jol)ann Jakob Ganßmann ans Darmstadt zum Wärter am elektrotechnischen. Institut, Philipp N ö l l aus Darmstadt zum Diener am Institut Tür organii'dx Chemie, Heinrich Stier aus Groß-Gerau zum Mechaniker am Maschinenbaulaboratorium V, Rudolf Wohlfahrt aus Groß-Sleinheim zum Meßgehilfen am geodätischen Institut, sämtlich mit Wirkung vom 1. April 1919 an. —. Am 19. AvrU d. I. wurde der Re- gierungs- und Saurat Wilhelm Sieben zu Saarbrücken zzim Mttqlied einer Eisenbahndirektion in der Hessisch-Preußischen Eisenbahngemeinschast mit Wirkung Dom 1. April d. J. ab ernannt. — Ernannt wurden anr 7. Mai die Lehramtsassessoreir Tr. Otto Arnold aus Frankfurt a. M^-Oberrad, Friedrich Bischoff aus Bensheim, Wilhelm Hörr aus Langenthal, Dr. Albert Mannheimer aus Wimpfen, Dr. Christian Müller aus Mannheim, Tr. Heinrich Racke aus WormS und Wilhelm Stein aus Gießen zu Oberlehrern, sämtlich mit Wirkung vom 16. April 1919 ^b. — In den Ruhestand versetzt wurde am 5. Mai


