UI tn «u I ftpn fadlt I unter« tlmelni
Ä',1-
"*r auch «1U; Sfls;
.Ar« r "Intii |
S'ubcnt gMlert,
E®i i A'?
LK
•& k Ötntbt tn*'
EfWirt? L°'°n ob, SSS".
Voqc
Jvfr e
M
ick- ffllt f N Ave» tn $^ul rinnen ai erfr.in bellen eST» zu MM
|Verf
h*(b niu ÜSorb
in tri' «.8S-H- yitjt, 3 LÄ Fab> tüilb |(0 am* nrb’i b ionii rt taumer anbftn
W
Nr 11
Ml Ml" Schriitl LW an Uü per L gi Iflutbi. yirriöl tflnjel inm L ft 14-7-le mit #al fctbuhl MW an Sünjtäl sucht loh F-«i wi, Such, nib. Umt u-OtfU wii ttmjtnigi l'nn, lur M-dlm n ' roem li.fB an Irinfli
EkuSm k-.'limm Ruilyr jenjfanbi pMfbotf toMefc
Ein o
■s
Prival-Randelsschnlß zot 0. Hermes, Bleies. BUnhofstr.SI * TeLINf
G -wiesenhafte Vorbereltang von Herren u. Damen für deu kaufm. Beruf u. Fortbildung In demselben, sowie sichere hinführ, in die Praxis । Auch L älL Personen.i
Balitlahn- n. Jahraklasie ESjera la.-.delsladtklaue
Die Kurse eignen sich auch für schulend. ju -ge Leute, besond. Mädchen, die (Lkaufm. Beruf nicht ergreifen wollen, als Abschluß ihr. Allgemeinbildung.
ÄtuDsldnnflsn ftr das Im April 1*19 beginnest noee Schuljahr wsr<SB seboa lotst satgsjongss.
Verlangen sie kosfenl. Proip.u.Auf ।ahmesch.
von
Nach-
Deutsche na tto träte Bi>ff 5 partei 62, Deutfdjc liberale) Volkspartei 74, Christliche Volks-
xrrtei 43, ungültig 390 Stimmen. Gaoühllt
ca.
Aus dem Ueiche.
Ei« Ausruf Hindenburgs.
hindurch Besten
müfien zum
Wir arbeiten Tazu
Arr» Stadt und Land.
G i e ß e n, 15. Februar 1919.
Leben-mittel.
ind ywt Sfarrbibaten der sozial dem okratisckreu Partei, Paul Rodemcrnn mtb Peter Kronen.
gelangen.
•• Freibank. Montag den 17. Februar werden von 12-4 Uhr die Nummern 2001 -2160 beliefert.
•• Seefisch-Verkauf. Der Stabt wurden
30 Zentner Seefische überwiesen, die heute nachmittag in den bekannten Fischgeschäften zum Verkauf
und enlfdMfen bc4 8flterUnibt3. Linie, daß anr
lang es bei Tamumbcrg und den Masurischen Seen unsere Diürnarten vor fciiiMicbem Einfall zu bcn>abrat. Wenn ich heute nodmtald nach Sem Osten zurückkehre, um dort im Auftrage der Aicichsretzierung das Kommando zu führen, so erfüllt mich schwere Sorge um die Zukunft unseres Vaterlandes, nicht to.il wir, von der Ucker- macht unserer F.intx und der $)imgerbf<xfcibe erdrückt, um Frieden bitten muhten, sondern loril ich unser Volk in sich zerrüttet und erschlafft im Wollen sehe. Sode stehen abseits und haben mit der Freude am Vaterland auch allen Opfersinn thTlortn. WolM soll und dieser Zustand führen?
Berlin, 14. Febr. (WB.) Ärmlich.
dem der Grenzschutz Ost der Oberfirn Heeres- Irihntg übertragen worden ist, habe ich mit dem heutigen Tage mein Hauvtgmlnier nach Osten verlegt. Als ich im August 1914, zum Oberbefehlshaber der 8. Arm« ernannt, im Osten eintrat, standen mir fdjroert Aufgaben bevor. Tank der Vortresslichkeit von Führern und Truppen ge-
gehört tn erster
MDMÜNU (ft Äüre von bWew Gencht-rrircktt ans pur allzu unerfreulich, daß die Lllliienen und mnnentltch Frankreich entschlossen, jene Polüik eimdftügrn, zu w?lcht sie zu neigen scheinen. Oibt man uns jedoch einen Revanchewillen ein, V nftr) uns dieser nicht mehr Verlagen. Man tot hier den Eindruck, daß bie Waffettsrillsttmds- Hmterhandiungei! von Frankreich ausgenutzt wer- ton um eine Lage zu schaffen, wiche im Friedenskongreß als das erworbene Recht dargesttllt toerden könnte. Polen seinerseits überstürzt Ein- ■rifte welche unsere «Truppen zwingen werden, ihm die Spitze hi bieten. Und ist — „so seufzt Brockborff —" die Pflicht derer, welche wir noch unsre Heinde nennen müssen, nicht die, uns zu helfen, damit ivir vergessen und bannt vergessen wird, was vorgefallen ist, sbatt darin zu beharren, zwi- scchm tljnen und uns eine unüberschreitbare Mauer aukuricliren."
Leutnant: „Herr Minister, es handelt sich pjcht darum, diese Mauer zu errichten, sie besteht Aon, und nur allzu gut. Sie ist allzu hoch und tuizu dick, und Deutschland selbst ist es, welches sie mit eigenen Händen errichtete."
Brockdorsf schweigt.
Leutnant fährt fort: „Sie bedauerten vorhin die Reden Poincarös und Clemenceaus Sehen Sde nicht, das; sie genau die Ansicht dar Oeffenllichkeit, der Nationen widerspiegeln, welche tnit brr französischen Sache solidarisch sind? Wir wissen, daß das deutsche Volk sein Regime wechselte. Wir bezweifeln aber, daß es seine Gerstesverfassung änderte. Kein Wort der Reue entsprang je seinem Herzen."
Brockdorsf: „Allzu oft wiederholte Reue wird zur Demütigung."
Leutnant: „Das deutsche Volk hätte sich wenigstens einmal flar ausdrücken können Aber sch selbst konnte feststellen, daß das deutsche Voll en seinem Irrtum beharrt. Namentlich bleibt es überzeugt, daß die belgische Neutralitätsverletzung «hm durch Umstände ausgenötigt war."
B r o ck d o r f f: „Finden Sie irgend jemanden, sm diese These zu verteidigen?"
Leutnant: „Jawohl, Erzellerrz. Ich brauche kticht weit zu suchen: der Leutnant, der uns als Dolmrtsckfer dient."
B r o ck d o r f f schweigt wiederum.
Die Unterredung dauert schon nahezu eine Stunde, als ein Diener eintritt und Brockdorsf daran erinnert, daß man auf ihn warte. Brockdorsf «erhebt sich und sagt: „Ich danke Ihnen für Ihren Besuch, aber ich hätte eine Unterhaltung von dieser Bedeutung nicht erwartet. Sie haben mir wirklich viele Fragen gestellt. Ich bitte Sie, mir vor Ihrer Abreise den Text der Erklärungen, die ich Ihnen abgegeben habe, zu unterbreiten."
Leutnant: „Exzellenz gestatten mir aber bann Sie um eine Zeile v n Ihrer eigenen Hand als (Erinnerung an unsere Besprechung und als Authentizi- tätsberoeis zu bitten."
Diesem Wunsche roärbe entsprochen. Der „Matin" bringt bas Bild Brockdorsf.Rantzaus und folgenden handichriftlichen Text: „3d) glaube an eine Versöhnung der Völker, wenn ein Rechtsfriede zustande kommt, aber auch nur unter dieser Voraussetzung." gez. Brockdorsf-Rantzau.
Berlin, 27. Januar 1919.
♦♦ 4 Millionen Anleihe der Stadt Gießen. Die Stadt Gießen hat an eine Gruppe hiesiger Banken unter Führung der Mitteldeu ticken Kreditbank Gießen und Beteiligung der Bank für Handel und Industrie, Zweigniederlassung Gießen, sowie des Hessischen Bankvereins, Filiale Gießen, eine 4pro',entige Anleihe in Höhe von 4 Millionen
trägen und Anfragen ein gebracht. So verlangt sie Auskunft der Stellung, welche die Regierung zu dem geplanten „Groß.Hessen- und dem rheinischen Freistaat einnimmt. Sie verlangt ferner mit allem Nachdruck, daß die deutschen Kriegsgefangenen baldigst ausgeliefert werden, daß die Kriegsanleihen garantiert werden, und daß der Kohlennot gesteuert ward. Ferner fragt die Deutsche Volks- partei an, ob die Regierung die Rechte der hestischen Beamtenschaft (auf Gehalt und Pension) unge- schmälert lässt und ob bei Gewährung der Staatsdarlehen der gewerbliche Mittelstand berücksichtigt wurde. Für Beamten, Lehrer und Lehrerinnen und Pensionäre wird eine einmalige Teuerungszulage verlangt. Ferner will die Deutsche Dolkspartei Aus« kunft darüber, ob die Regierung dem Unfug der Tanzbelustigungen und Maskenzüge steuern will, was gegen die Wohnungsnot geschehen soll und ob der Notlage des Handwerks durch Zuweisung überfiüssigem Heeresgut entgegengetreten wird.
hessische üollsfammer.
Darmstadt, 14. F«br. Die Hessische Volks- Kammer wurde heute vormittag gegen */,12 Uhr durch den Präfidenten Adelung eröffnet, der ein Schreiben des Vorstandes der Zentralstelle der Hessischen Volksräte verlas, in welchem die dort beschlossene Entschließung behanntgeqeben und die Tätigkeit In die Hände der neuen Regierung übergeben wird.
Dann wird die Wahl der einzelnen Ausschüße .vorgenommen (Es werden gewählt in den Finanz, ^ausschuß: Die Abgg. Eihnert, Delp und Bauer (Soz), Henrich, Dr. Strecker (Dem.), Hebet, Soherr (Zeatt), Dr. Osann (D. D.), Brauer <H. D.).
Gesetzgebungsausschuß: Engelmann, Hart- mann, Kaul (Soz), Dr. Pagenstecher, Windisch (Dem), Schröder und Lenhart (Jentt.), Köhler (D. V.), Dr. Diehl (H. D.).
Pettionsausschutz: Lang, Seel, Steinhäuser (Soz), U r ft ab t, Balser ('DemJ, Schorn, Hofmann (Jentt.), Hahn (D. V.), Dorsch (H. V.).
Sonderausschuß für die Verfassung Schildbach, Rechtien, Detters (Soz.), Reh, Henrich (Dem.), Schröder, Schorn (Jentt.), Dingeiben (D. D.), Fenchel (H. V.).
Hieraus wird ber Regientngsentwurf betreffend bie provisorische Verfassung beraten. Zunächst ergreift Ministerpräsident Ulrich das Wort, um sich tn längeren Ausführungen über die Ursache, den Gang und die Fortführung der Revolution zu verbreiten. Als die Revolution hierherkam, war sie zum angemeinen Erstaunen schon vollzogen. Da der Großherzog nicht abdanken wollte, wurde er einfach abgeseht. Die Sozialdemokratische Partei habe dann im Interesse ber Ruhe und Ordnung das Ruder in die Hand genommen und die A.- und S.-Räte gebildet. Die (Ent- laffung von 3C0000 Verbrechern aus den Gefängniffen
Mark zmn kommissionsweisen Berkaus gegeben, die bis 1924 unkündbar ist und von da an mit IVi v. S). zuzüglich der ersparten Zinsen getilgt werden soll. Die Anleihe wird zp 93V» v. $y »um Verkauf gestellt.
•• Polizeibericht. In der Nacht zum 3. d. Mts. wurde aus einem Stall Kaiser-Allee 44 ein 9 Jahre altas, 1,70Mtt. großes, braunes Reitpferd »Hans' (Wallach), mit Kurzem Schwanz und geschorener Mähne entwendet; und am 26. Febr. d. Z. aus dem Hofe der Zeughauskaserne ein sechssitziger Personenkraftwagen 12 32 Mercedes, Motor Nr. 21786 (III 1112) rntt 820er Bereifung gestohlen. Sachdienliche Mitteilungen erbittet die Kriminal-Abterlung.
•• Steuerzahlung. Unter den heutigen amt- lichen Bekanntmachungen der Stabt Gießen befindet sich auch die Mahnung des 5. Zieles Gemeindesteuer und Kanalgebühren für das Rj. 1918 Die Zahlung kann noch bis einschl. 1. März d. Z. ohne Kosten erfolgen. Nach Ablauf dieser Frist erfolgt die Beitreibung, wobei die vorgeschriebenen Dfän- bungshonen erhoben werden. Am 26 und 28. Februar ist bie Kaffe geschloffen. Die Zahlung kann bei bei Stadtkaffe oder auf deren Reichsbank-, Postscheckober Bankkonto erfolgen. Bei der Ueberweisung auf ein Konto muß die Nummer des Hebregrsters, bet Name bes Zahlenden sowie der Betrag genau angegeben werden.
♦♦ Oberhessischer Zkunstverein. 2er Wunsch eitriger Kunstfreunde, die aegen- wärtige AuSstelluna noch über nächste Woche zu belassen, läßt sicy leider nicht ermöglichen. Sie bleibt nur noch morgen, Sonntag, von 11—3 Uhr, ged f [ne L Bon Montag an wird ein vollstänoioer Wechsel der Gemälde »orgenommen, sodaß die (Eröffnung der neuen Ausstellung, welche größere Sammlungen von Prof. tkaiser-DÜinäien, Prof. Morgenstern-Frankfurt und Pros, ttod» mann-Willingshausen bringt am nächsten Sonntag erfolgen tarnt. Infolge Kcchlrricher Beitrittserklärungen pimihinftoenrtn war es leider noch niäZt möglüb, die Mitgliedskarten zuzustellen. ES sei baper an btefer Stelle darauf bhigewtefen, daß die neuangemel beten Ntttglreder mit il/ren Familienangehörtgen fd>on jeftt freien Antritt yi den Aussteb- Lungen haben.
♦♦ Befthwechsel. Die Hvfreite Nv-rd- Anlage 12 wurde von Kaufmann Wilhelm H a n ste i n an die Kaufleute Heinrich und Wilhelm Becker für ,120 000 Mk. verkauft. Kaufmann Han stein erwarb das An- toefen Moltkestraße 24 vvn Weißbindenneist« dticolaus für 66000 Mk.
Landkreis Eichen.
-m. Hungen, 15. Febr. Die Eheleute Friedrich uno Margarctl)e Roth von hier begehen am 25. d. Mts., in kärperlickrer uno ^eifriger Frische, das Fest der goldenen Hochzeit.
Hessen-Nassau.
= Frankfurt a. TI., 14 Febr. 3n rfttrr woh. nung der Grünesttab« wurden zwei junge Burscheu bei einem Einbruch überrascht. Bei der Verfolgung gab der Wohnungsinhaber auf offener Sttaße meh. rere Schüsse auf die Einbrecher ab. Liu Schuh ttuf den 18jährigen Arbeiter Louis Iatbo in den Rücken und verletzte ihn lebensaefährlich. Durch einen zwei, ten Schuh wurde ein zufällig die Strohe passierender Kaufmann am Oberarm erheblich verletzt. Der zweite Einbrecher entkam.
Hanna des Fabrikbesitzers Wilhelm Schmidt. Sie wollte zwei jungt Leute, dir beim Scküittfchuhlaufen cingtbrodjcn waren, aus der Lahn retten. Dabei gmet sie selbst unter die Eisdecke und konnte nur alS Leiche geborgen toerbet. Die beiden jungen Leute wurden gerettet.
All- dem besttztkll Nheillgebiti.
— Königstein, 14. Febr. Die französische Besatzungsbehörde verurteilte einen hiesigen Apotheker, der durch den Fernsprecher einen Bekannten um Mitnahme eines Briefes nach Wiesbaden gebeten hatte, wegen dieser Aeuherung -u 5 Monaten Gefängnis und 2000 Mark Geldstrafe. - 3m hiesigen Gerichtsgebäude wurde ein Iren- berger Einwohner gefesselt eingeliefert, weil er bei einer Leibesprüfung nach Zeitungen den betreffenden französischen Soldattn - angelächelt haben soll. Ein anderer (Leonberger verbüßt hier augenblicklich eine Haftsttafe, weil er mit einem der bekannten feldgrauen Munitionskästen angetroffen, auf dem noch die Inschrift stand: «Munition für M.-G ".
— (Ironberg, 14. Febr. Wahrend die Franzosen den männlichen Mitgliedern der hiesigen Turnvereine bei der Abhaltung ihrer Hebungen die denkbar größten Schwierigkeiten in den Weg legen, darf di« Damenabteilung des Turnvereins selbstverständ- lich ungehindert so viel turnen, wie ihr beliebt.
zum Heere war S^uld, daß auch hier vielfache Heben griffe vorgekommen Das Recht zur Revolution »ar im Volkswtllen begründet.
(Es mußte dann Ordnung geschaffen und sollte ein sog. Zentralisationsmintsterium gebildet werden, das aber scheiterte. Besonderer Dank für die glatte Abwicklung der ganzen Hmwälzung verdient die gesamte Beamtenschaft, was er hier ganz besonders aussprechen wolle. Er wolle hier glatt fest- stellen, daß die wohlerworbenen Rechte der Beamten n cht angetastet werden sollten. Gegen die Bildung von Einzelstaaten habe man in Berlin bei der Reichsregierung energisch Stellung genommen, da man in erster Linie den Reichsgedanken hochhall« muffe. Dementsprechend sei auch die Stellung zur Bildung eines Großhessen.
Hlrich bedauert dann die Absetzung des Mainzer Oberbürgermeisters und die Ber- gea)altigungsDer(ud;e durch unsere Feinde. Man scheine in Paris mit Blindheit geschlagen zu sein, wenn man nicht merke, daß man mit solchem Vor- gehen nur das Gegenteil dessen erreiche, was man wolle. Heute früh seien sowohl an General Mangin wie an das Reich energische Proteste in d-eser Angelegenheit ergangen.
Die Berfaifungsoorlage bedeute nur ein Provisorium, da man rasch im Sinne der Revolution eine Unterlage schaffen wolle, auf der man weiter- arbeiten könne. Auf den Wortlaut wolle man sich nicht festlegen.
Ministerialdirektor Henrich (Demokr.) dankt zu- nächst dem Großherzog für seine großen Verdienste um das Heffeuland vor der Revolution und begründet dann die Umstände, welche seine Partei veranlaßte, in die Regierung einzutreten. Er bespricht bann den Verfaffungsentwurf, der in Einzelheiten noch verbesserungsbedürftig sei.
Abg. DingeIbeg (Deutsche Dolkspartei) erklärt im Namen seiner Freunde, daß sie selbstverständlich die Freude des Mm sterpräsidenten und seiner Partei über die Revolution nicht teilen. Auf politische Fragen werbe man später zurückkommen. Er bestteite auch, baß bie Sozialdemokratie durch bie Revolution überrascht worben sei. Die eigenen Führer sagten das Gegenteil. Die Zusage bes Ministerpräsidenten für die Beamtenschaft genüge nicht, sie muffe viel genauer und schärfer feftgelcgt werben. Dankenswert seien die Schritte gegen bie Vergewaltigungsoersuche unserer Feinbe. Der oorgelegte Verfaffungsentwurf habe sehr emtäuscht. (Er enthalte viel Ueberflütfiges unb viel ganz Wichtiges fehle barin. Dlngeldey gibt bann folgcnbe Erklärung ab: Die durch die Revolution geschaffene Staatsform erhält sowohl in den Einzelstaaten, wie im Reich erst durch bie Verfassunggebende Regierung ihre ernstliche Grundlage. Jm Hinblick auf bie tatsächlichen Verhältnisse unb den durch die Wahl geäußerten Willen des Volkes sind wir bereit, uns auf den Boden ber republikanischen Staatsform zu stellen unb an beten Ausbau mitzuarbeiten. (Er geht bann auf die Einzelheiten bes Entwurfes näher ein und übt daran scharfe Kritik. (Er greift besonders an das Referendum, bie Trennung von Kirche unb Staat, bas Fehlen eines über den Parteien stehenden Präsidenten, die Hinaufsehuirg des Wahlalters auf 21 Jahre, das Wahlrecht von Nichtheffen, bas Fehlen ei er Wohnsitzklausel. (Es fehle ferner bie Festlegung einer Sarlamentarischen Regierung. Die Festlegung ber Arbeitszeit gehöre in ein Speaialgefetj. (Es fehle vor allem auch ein Artikel über bie Immunität der Abgeordneten usw.
Abg. Dr. Schmitt (Zentrum) erklärt, daß man nicht zurückschauen, sondern mit den Tatsachen rechnen solle. Man sei jetzt souverän und niemand habe das Recht in irgend einer Weise die Arbeit der Volks- Kammer zu krittsieren. Auch die Räte nicht, bie hoffentlich balb beseitigt würben. Der neue Ber- sassungsentwurf verdiene wirklich nicht die Nummer 1, Die er trage. (Er bringt bann eine Reihe von Mängeln unb Fehlern vor unb erklärt, baß ber Entwurf sehr einfach sein unb sich nach der Reichsverfaffung richten müsse. Der Redner verbreitet sich dann über die Bildung ber Einzelstaaten unb erklärt, wenn schon eine Beubilbung nölig sei, bann gehöre Rhein- Hessen, bie Rheinpsalz unb ber Nheingau mit Nassau als von Alters her verwachsen eng zusammen. Er wünscht bann, baß ber Großherzog veranlaßt werde, bie Beamten unb Abgeordneten von dem ihnen abgenommenen Berfassungseid zu entbinden, da« mit die Gewissensnöte Bieler beseitigt würden.
Abg. Kaul (Soz.) wendet sich gegen die Aus. sührungen ber beiden Borredner vezügl. der Revolution und deren Begründung und geht bann auf ben Verfaffungsentwurf näher ein, ber boch nur pro-
Prof. Dr. D. Diehl (Hess. BoOcspartei) als letzter Redner gibt bie Erklärung ab, ber (Entwurf enthalte eine Reihe Wibersprüche u. a. auch eine be- benkliche Fassung bezügl. ber Schul- unb Kirchen- frage. Die Festlegung ber Arbeitszeit, bie sich in Der Lanbwirtschaft niemals burchführen lasse, gehöre nicht in bie Berfaffung. Der Entwurf müffe ein- facher gehalten werden.
Damit schließt bie Sitzung, unb wirb die nächste Tagung auf nächsten Donnerstag den 20. Februar anberaumt. Schluß 3 Hhr.
Ik. Darmstadt, 13. Febr. Die DeutscheVoIks- Partei (früher natliber.) hat eine Reihe von An-
oius sind in der Liebe zur Heimat intb den alten deutschen Avden fdrinnet vor dem neuen Feinde, dem Volscl-eimsmus, der die Kulturwclt bedroht. Ihr freiwilligen und jungen Kameraden, die Ihr zum Sckmbe der Ostmark Euer Leben einzusetzen cnctschlossen seid denkt an die Getreuen vom Jahre 1914, und Ihr, meine alten Kameraden und Mitkämpfer von loiuttitbcrg und den Masurischen Seen, eÜt herbei, um mir zu helfen! Teutsch- lands Ruf darf nicht ungelydri OrilMfiai! Wrick>en Stamme- ihr feib, ob Bayern, Sachsen. Sckftvabcn oder Preus/n, welcher Partei ityr auch aiio-lyört, wir sind alle Tc-ut|ck-e! Berges, was uns trennen konnte, und findet euch nridier zusammen in der Liebe zur Heimat, Sclbslsuckft, Tiszirim unb Vertrauen zu euren Fülnern.
v. H rndenbur s.
Wahlen der Truppen an der Ostfront.
Königsberg i. Pr., 14. J^br. (WTD.) Mitteilung des ZentralrcrteS der Ostfwnl: Bei den Wahlen hat sich der größte Teil der Truppen tn dem besetzten Geriet der Wahl enthalten, weil sie zum Dril aerade im Abtransport begriffen hxrrm und die Truppen der Heeresgruppe Kiew und der Gtavpen-5Znfpektton Bug aus Kameradschaftlichkeit ebenfalls nicht yrr Wahl fehrettrn wallten. — Das Ergebnis der Wahlen ist: Sozialdem. Partei 7864, Unabhängige 1945, Demokraten 1681, Parteilose Liste 1389,
Man befrage den Hausarzt
Fl n von hervorragender Wirkung bei
f Blasen , Nieren-, Gicht-Leiden
Jf MBiS Rf TOwMF Br 8OWIC bei allen übrigen Erkrankungen der Hamorgane.
WggÄ H Q K2 Aa H Nach neueren Erfahrungen ist es auch ausserordentlich
e M wirksam zur Aufsaugung pleuritischer Exnudate.
Ans dem staatl n . Die Quelle ist seit Jahrhunderten medizinisch bekannt.
Hinernlbrunnen ZU 630 BrUCkeOai!
Iclbroelfe ob. gra entsvr Berglliung zu kauf. 1803
Das Zobannnerkranken- baiiS tu Vamreu Nieder- Wei el lucht ioiort ein
Beblldeta englhche Dana ereilt Untent*t lm(?niv lttchen. Schriit Anaebote UM. 0297D o. d. Gteß. An».
"Lttoi etlb. Nockaadel verl. VubmtaftT.—ffrieael* pmb—Viebiflftr. Äbtun o- Belobng. Ledwl|itr. 44 p.
Fräulein aus guter Canbiuivioiatn., 29 3. alt, eunl- sucht mit ftrebf, rbilul. nennmem Herrn in 4ttieiwechsel zu treten zw spat.Heirat Schriftl. ?lna.. ev. in. Bild, u. ir>i?o an ben®ieö.«HA. erbeten.
Damenvortemonnaie mit Inhalt Donnerstag nachmittag ncflcn 61, llbr Sonnenitr ob. Sremplay verloren. (Hearn sehr eile Belohaieg abAunebcn. eounenftcabc *4öL iew
Höhere Beamtentochter 21 ilabrc alt, eoanfl. ver- möaenb wünscht m. einem Akabeinik. in Bcrbinbunn zu treten zwecks späterer
Heirat.
Zuschrift, unter O29M an ben (pteß. Anzein erbet.
Heinrich Noll, FaplertiaDdlangiLEarejuliedarl v* Mausburg 7.
io- ool total o.lTniloiilfflien, Möbeln, nnnAett Einrichtung Alt- eilen, lotu alten von mir aehibrten Vlrnleln. 38D Louis Rothenberger.
Oroc':$8rhei] afl^r Irl
wirt Ile IrWecke Üelv.-Orrw&irit, B. Laave, OiaSig
Rp ohp Heirat o.Einh. ne une erreicht man ichmU durch (Lült.verbr. u. w| rk«. ,Hilra!saaztl]tr* Lilpi'g 25S. Pr b. Nr. u. amtlich beglaub. Dankschreiben Verseht 60 Pfn al< Drucks. 30 Pf Postscheckkonto ß'-Äil. hise- rat erseh. In 700 Ztg.l<M8»
(lange, nette Dame wünscht auf diesem We-ie mit nett. Herrn tn Brief- wechsel au treten zwecks später. Heirat. Scbrlrtl Anacb. n. 112927 an ben (Siebener Anceia. Strebsam, junger Mann. Vanbroirt, 30 Z. alt, eugL 25—3uO<X) Mk. Vermögen, sucht Vekann:|ch. in. oaff. Fräulein im entfpr. Älter vom Vanbe
iroeifs fpäkrrr heirat. Anon. Aroctfl. Äng. nt B. u. l'«7 an ben Gieß. Änv
„Adler“- IMmisdiDti kauft, verkauft und repariert sachgemäß
Bersteigernng. Am 17. Febr. ISIS, 10 Ohr vom., werben nachb. Gegenstände meiitbivtenb ge- fltn tiavAablfl. versteigert: 1 Jpanbfurenaronnett auch als Bfitblioh neeinnct, 1 kessel zum .vui ter rochen, 1 Fleti'chbackmaschtne für
Masch.-Antneb,
4 Svülichtsiisser,
5 Futtenröge von ^oIa, mehr el-Hetzviattenuvm. Einggang vom Trieb aus — Wirtschaitcaebaube —
Irli|i|tlai|milanr.
Glafiea. 1957D
Welcher Photograob ober Amateur hat Ausnahmen von dem Einzug o Lanfl- wehr-IoL-Regli. Nr. 118 am 7. 12. 1918 tn Wlcijen angelertigt? Ehemaliger Angeböriger beS Regts. bittet um Mitteilung mit.
D an den Gießener Anzeiger.
0Wcr>l Restauration ober (f ai<* zu oartitcn ob kaufen gesucht. Rabere»
Noch, Groß. Leinweg lL
auf hiei. fluteo Objekt von türtit. GcschästSinann ges.
Lckr Anyeb um. (X»i24 an Den Glien. Anz. erbet.
fliuiaitrSrtriligiiig Kaufmann, kipit ttkräf- tta. lucht tat.Betelllaunß, eutl Mau! eines ordn, ne- kbäftl. Hntcnicbmen». Hu f. Angebote unter 1S71 an b. ülieiteitcv Anzeiger.
Perfekte Friseuse
nimmt noch Kundschaft außer dem Haufe an.
03MH Wtcripen 4«,IL Junqcs Mülichcn s. grifier • llntcrridit Srtir An teb. unter löiri) an ben oheft. Att^eig erb.
$d6t Stfineibfrin
nimmt noch Kunden im Nähen von Blufen imb filii>erfleibern an? Ang. u. 0297b a. ben Gieß. Anz.


