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Zreitag, U. November I9|9

169. Jahrgang

**D

Sem Reiche

Aus

irträge über iliitniiiy

orts.)

g den 16. Nov. i Physiologischen kenbergstraße 15. R DR BÜRKER.

letzrgen Vorrechte Sie Schweiz solle einzugreifen.

r Vortrag:

mpfindung

auf eigene Faust.

Truckerstreik in Neapel.

Köln, 14. Nov. Nach einer Schweizer Mel­dung derKöln. Ztg." erscheinen auch in Neapel keine Zeitungen, da die dortigen Trucker chcnfaflS w -g.'n Loluttvrderungen in den Ausstand getrennt sind. _____________

Tie Schweiz und der Völkerbund.

Bern, 14. Nov. (WTB) Ter Nationalrat setzte in seiner Adend'itzung die T-iskussion übne I den Beitritt der Schwerz zum Völkerbund I fort Ter erste Redner Demeuron (Wa-di ver« iiderte, daß der Versailler Pakt ernen ernften Versuch darstelle, die grosse Idee des Völker­bundes zu verwirklicken. Keller (Argau) erklärt:, dass die Sckweiz einen entscheidenden Schritt nur nach eigenem Empfinden treffen dürf:, ohne aus dos Ausland Rücksicht zu neunen. Ter Redner

ahr fofort grfucht. 11M»

nbangesettschast.

Die Washingtoner Konferenz.

Köln, 14. Nov Wie die n Z g".er­fährt, ist es jetzt g liing.m, doch noch eilte Re r , e - Gelegenheit' die deutschen Terr neh- nt et an der SB a f b in g t o n t r ft o ni c t e n # ausfindig zu mattem. Sie werden Ende der -ibiXDe Paris verlassen und am 18. Nov mb r von einem nordischen 5)asen aus die Ueberfahrt antreten. Ebenso wird sich Ende der Doch? die deu,sck>e Ao- orbnimg unter Führung des Sxnn 0. Simon nach Paris begeben, um wegen der in der letzten Ver­bandsnote an uns gesellten Forderungen zu ver­handeln.

Der Bergarbeiterstreik in Amerika.

Annahmr von anzr»g«L s. die Lage»>nnniner viS 4um 9hiduniuag ooiyrr oime iet»e IftrbnidliUteit Preis für 1 mm höhe iür An,eiae» u.34mm zweite öitlt n 15 bi, audiväit3 18 Pi., für Reklame- anzeiaen von 70 mm vre 'C 48 Ps. Bei Platz» »oi'd)riii20° A,nsct>lag. HauvtschriNteuer: Ang. tiioeg. BeranlivorlUch für Politik: Ang. lÄoetz. für ben übrige» teil: Dr. Reindolü Zenz; für den Anzeigenleck: d. Beck; sämillch in Gießen

Newyork, 14. Nov. (Prwattei-.gnamm.) Tie Nachrichten aus den Verg-torksbezi ten be* weifen, dass die Melwzahl der Bergwertsar* beiter die Arbeit wieder aul genom­men hat Nur im Westen um Virginia sind noch viele Arbeiter den Gruben fern gvbliden. Einladung des Arbeitsministers Wilvns zur ^.ru- nähme an einer Konferenz zur neuen Lohn- regeluna wurde von den Bergarbeitern angcnonM men. JnzwisckfeN haben etwa 400 000 Arbeiter ber Maschinen- und Metallindustrie im ganzen Lande mit entern allgemeinen Ausstand gedreht, wenn d-.r Kongreß di: bie jick geltern gegen

die ausständischen Arbeiter richteten und Zn-angZ- schicdsgcrichte in Arbeiterstreitigseiten einsichrev

kritisierte den Bersailler Pikt sowie die Anerken. nung von Vorrechten für gewisse Großmächte. Er glaube nickt an eine wesentlich^ V.'rtesserung bti Völlerbundes in Zukunft, da die Gratzmächte u)te wohl kaum aufgeben dürft m. sich hüten, in fremde ftänbif

hen Presse vor, nichts gegen die gewaltige Teue­rung der Lebenshaltung untern ommen zL haben. Tie Verleger haben mit der Einstellung von neuem Pertonal zum alten Taris begonnen. Neben derPresse de Paris" und derFeullle 6?mmune/' erscheint auch dieEhicago Tribun-

nationalen Abmachungen für den Kren zerkrieg vor­geschrieben find. Auch dem größten Optimisten tonnte hiernach kein Zweifel über die Stelliitig- ilahme der Vereiirigllm Staaten bleiben. ^$eve weitere Rücksicht auf sie Ivar nicht mir zwecklos, sondern auch infolge des Zeitverlmtes gefährlich. Der Generalstabschef forberte daher un April erneut den sofortigen Beginn des unbc schrällkten Unterseekrieges. Er forderte ihn um so dringender, als der Ädrniralstabscktes verficherte, daß er hinfichllich der offensiven Mittmrkung bei Seestrcitträste am Kriege in anderer Form rote dem Unterfeekrieg ans seinem bekannten Stand-, punkt beharren müsse. Nur unter taktisch aus­nahmsweise günstigen Umständen fei der Einsatz der Flotte rätlich. Bei den Stärkevcrhaltnifsen bestände sonst keine Hoffnung auf Erfolg, wohl aber die Gefahr, das; ein die Entscheidung suckiendes Unternehmen mit einer ernstlickpn Schwächung d.n Flotte endete. Dadurch formte nicht nur der Schutz der Küsten, sondern auch bie Herrschaft in der Ostsee in Frage gestellt merben, wcldjc letztere wegen der Erzeiuful/r aus Sckfwedcn ebenso un­bedingt auf red# erl-alten werden müsse wie bie

Au; General v. Zaltenhayn; Kricgsbud).

Nach General Ludendorss tritt nunmehr Ge­neral v. Falkenhayn mit seiner Tarste'lung der Kriegsereignisse torvor, soweit sie unter seine Amtssührung als Generalstabschef fielen. Sein Work erscheint in den nächsten Tagen unter dem TitelD ie Oberste Heeresleitung 19141916 in ihren wichtigsten Entschließungen. Bon Erich v. Fal­ken Hayn." bei E. S. Mittler und Sohn in Berlin. Aus den sehr klar und knapp geschrie­benen Darlegungen heben wir bie folgenden Ab­schnitte hervor, bie bie Stellungnahme des zwei­ten dentsd-en Genevalstobschefs zu den Fragen erkennen lassen, die die politischen Erörterungen unserer Tage erfüllen.

I

Die Perschiebung des Unters ekrieges 1916.

Um Ws thna elften 1915 stellte der General'abs- chef den Oreratwnsplan für 1916 aus und faßte seine Ueberlcgungen in längeren Aussührungen zusammen, bie als Unterlage für den Vortrag beim Kaiser dienten. Tarin heißt es über bie Frage des Unterseekrieges: c

Tas Ergebnis dieser Unterinchung ist, dost es sich nid>t empfiehlt, die englische Front im Westen mit entsck-eüung'uchendem Angriff anzu­packen, es sei denn, daß sich eine Gelegenheit dazu

Ter gute deutsche Bürger, bet gegenwärtig ein kleines Kapitol sein eig/n nennt, wird bTretts feit Wocken in der Press: erschr'ckt durch dunkie Andeut mgen über ein' zwangsweise ver­öl-setz ung seines Vermöge ns In 0»^ Sck/reckensberi.hten spi'.t das FvemdivortDwnl- txilim" eine grobe Rulle. Es lit d syalb wchl angebrod t, einmal darüber aufzuklären, was unter Devolvation verstanden wird.

Tie a.s All pell mittel empfohlme D'volvatton hängt eng mit dem Bal u t a p rvblern zusani- m*n, c h. mit dem gegmroärtigen Tiefstand d'S Markkurses im Ausland. Es wird bat,er, um tue für Pie deutsche Wirtsck-ast überaus sdstld idum ww dllpemetn bekannten Wirkungen der jchl'd/en Va­luta lVerteuerung unsres Einfuhrbedurss, Vn:- fckleuderung unserer Ausfuhr) zu beseitigm und Den Markkurs ein für allemal festzulegen, v-or-

zu erreichen. .

Um so notwendiger ist es, day gleichzeitig alle jene Mittel rücksichtlos zur Anwendung ge­bracht werden, die geeignet sind, England au! seinem eigneten Gebiet zu schädigen. Es sind bie- der Unterseekrieg und die Anbahnung eines tolv tisch-en und wirtschaftlichen Zummmenschlusies Deutschlands nicht nur mit seinen Verbündeten, sondem auch mit allen noch nicht ganz im Bann­kreis Englands gesejse ten Staaten. Sich mit die em Zusammenschluß zu beschä tigen, ist nickt Sadre dieser Darlegung. Tic Lösung der Ausgabe liegt ausschließlich der politischen Leitung ob. .

Der Untcrfcefrieg dagegen ist ein Kriegs­mittel wie jedes andere. Die Ge-aintr'rtegslettimg darf sich der Stellungnahme zu ihm nicht ent-

Er zielt auf bie verwundbarste Stelle des Feindes ab, inbem er ihm die Zufuhren über §ee abzuschneiden versucht. Gehen die bestimmten Zusagen der Marine dahin in Erfüllung, bau bei unbeschränkte Unterseebootkrieg England inner­halb des Jahres 1916 zum Einlenken bringen muß, so ist selbst bie Annahme einer feindlichen Haltung seitens der Vereinigten Staaten letzt zu ertragen. Ihr Eingreifen in den Krieg kann nicht so schnell entscheidende Wirkung üben, bah es England, welches das Gespenst des Düngers und viele andere Nöte auf seiner Jnfer auftaiicken sieht zum Weiterkämpfen bewegen könnte. Dies erfreuliche Zukunftsbild wird durch einen schat­ten getrübt. Voraussetzung bei ihm ist, daß bie Marine sich nicht irrt. Erfahrungen in ausreichen­dem Mähe gibt es auf ble fein Gebiete nicht. Die­jenigen, bie wir haben, sind nicht durchaus er­mutigend. Mittlerweile sind anderseits die (Srunte I tagen für bie Berechnungen durch bie öemie.ymrfa der Zahl der Unterseeboote wie die fortgeschrittene Ausbildung ihrer Besatzungen wesentlich zu unseren Gunsten verschoben. Es wäre deshalb militärisch nicht zu rechtfertigen, wenn man weiter­hin aui die Ainvendung dieses voraussichtlich wirk­samsten Kriegsmittels verzichten wollte. Tas Reckt, es rücksichtslos zu gebrauchen, sieht nach dem rücksichtslosen Vorgehen Englands auf Lee Teiitsch'.and zur Seite. Tie Amerikaner als heim liche Bundesgenossen der Engländer werden es nicht anerkennen. Ob sie sich indessen, gegenüber einer starken politischen Vertretung des Stand­punktes Tentsch ands, deshalb entschließen wer­den, zu aktivem Handeln auf dem europäischen Festland Überzugehen, ist zwei elha t. Noch zweifel­hafter ist. ob sie mit genügenden Kräften recht­zeitig eingreifen können. Ter Verzicht auf den unbeschränkten Untcrfcefrieg hieße daher einen nach den Verficherungen der allein zuständigen Sach­kenner sicheren Gewinn von unschätzbarem Wert aus Besorgnis vor einem, trenn auch schweren, so doch nur möglichen Nachteil preisgeben. Das ist in der Lage Deutschlands nicht zuläs.ig.

In der w.ntere.i Darstellung beißt Ts:Tie Turcksühring der in diesem Gedantengang ent- nidelten Absick ten wurde um W ilwack^n 1915 bc'cf-Laficn Ehe damit aber begannen werden hnnte, mußte au, einen wichtigen Dell d:r Plane

(Eine neue Konferenj Per (Entente.

London, 14. Nvv. lWTB.) Havas. Zm Unterl>iuse tellle Lloyd George mit, daß für bie nächste Zeit eine interalliierte Kon­ferenz vorgesehen sei, in der bie Minister der alliierten unf> assoziierten Mächte bie vettch-iedenen Probleme prüfen werden, die auf der Friedens- tonferenz aus biefem oder jenem Grunde keine Lösung gefunden haben. Unter ihnen befindet sich die russische Frage.

Tie Kämpfe in Nustland.

Warschau, 14. Nov. (WTB.) Savas. Nach einer Depesche am dieGa^ttta Koronna" l>aben bte Truppen Denikins die Linie JampolJur­kowaBra iavyCerny erreicht Sie ha'en einige De'achements Petlju'as geangengenomwen. Im Norden sind die ukrainischen Truppen vollständig geschlagen worden. Ein Teil von ihnen ging zur Armee Denikins über. Petl- hira ist geflohen.

Ein Ausstand gegen die Sowjetherrschaft in Rußland.

Konstantinopel, 14. Nbv. (WTB.)* -vas In Kalu ga und Serpufosf (öübteü der Pwvinz Moskau) ist ein gut organuiertcr, neit ausgebreiteier Aufstand gegen die Sowjetherrschaft ausgcbvcck.LN.

Die Ostseeblockade.

Berlin , 14. Nov. (WTB ) Für die Erleich­terung in der O st s e e b l o ck a de ist es bezeichnend, dah aus Königsberg, Lübeck und Stettin überein­stimmende Mi teil ingm k-rnmen, daß von irgend- n>.1d-cr m-rllich r D lebung te5 B ick hrs und von einer wirklich.n V rbes erung itr Versorgung Nich s zu spüren sei. Die d-utschen Reeder haben nach wie vor die größten Bedenken, ihre Schiffe aus­laufen zu las en, da fte deren Wegnahme befürchten. Lediglich der neutraleSchisfSverkehrhat eine geringe Zunahme erfahren.

geid)Iagen, die im Laufe der Zeit eingetretene ßkibenüü. ctung au, ein Fünftel geschlich unju- erfinnen und dadurch wenigstens Klarheit im Wirt- .asts.cbeii zu schaffen. Man will eines schönen Tages van der Remecuiig aus erklären, daß bie Mark tatsäcktich nur noch einen Wert van 20 P). hat. Tr.s würde dasselbe bedeuten, als ronuv man aul alle mehr ober minder schmutzigeii M-ark- tdetne einen Stempel drückt, aut b?m stände: W.rt Mart.20. Es würde also die Mark

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Die Einschränkung Des Rciseverkchrs.

Berlin, 14. Nov. (WTB.) Aus dem Verkehrsministerium wird gemeloet, daß vom 16. November ab auf sämtlichen, dem öffentlichen Verkehr dienenden Haupt- und Nebenstrecken die im Interesse der Er­haltung -es Wirtschaftslebens unbe­dingt notwendigen Personen- und Schnellzüge wieder gefahren, wer­den. Sollte die Durchführung dieses Verkehrs wieder zu Schwierigkeiten in der Kartoffel- und Kohlenversorgung führen, müßte mit einer Wiederholung der völligen Personen- verkehrsspcrre gerechnet werden. Um diese Maßnahme nach Möglichkeit zu vermeiden, ergeht die dringende Mahnung, alle nicht un­bedingt erforderlichen Reisen zu unterlaften.

Der Transport von Lebensmitteln und Kohlen.

B e r 1 i n, 14. Nov. (WTB.) Der R e i chs- verkehrsminister hat eine Verordnung I erlassen, wonach alle in deutschen Gewässern ! beheimatete Binnenfahrzeuge bis auf wer­teres lediglich für den Transport von Lebensmitteln und Kohlen benutzt werden dürfen. Ausnahmen sind nur mit Ge- nehmigung der Schiffahrtsabteilung zulässia. Ferner sieht die Verordnung die Meldepflicht der Besitzer und Schiffer von Binnenfahr­zeugen bei einem noch zu bestimmenden Be­auftragten vor. Die Stellen, bei denen Be­sitzer und Schiffer sich zu melden haben und die die Umleitung der Schiffe verfügen, wer­den von Der Schiffahrtsabteilung bestimmt. ^Die Verordnung tritt sofort in Kraft.

nur nod, mit 20 Pf. in Rechnung genommen zu < irx-roen brauchen. Wenn jemand ein: Schuld von 1 Mark hat, so müßte er mit 5 aus 20 P|. herabgesetzten Markjckeiwen zahlm. Ter Vatteil 1 einer derartigen Maßnahme, die b?n Namen o.e- MliMtion führt, wäre es, d- das Mißverhältnis

In.and- und Auslaiidsmarkpreisen in den Dfrid'icbenen Zahlen ausgeglich'n und em einh:il- licker klarer Zustand Ijergefte It werden wurde. Es nürde aber dack> einen Trugschluß bedeuten, wenn man die Maßn hme batsächlich als g eid)gültig für das Wirtschofts eben ansehen würde.

Zunädstt einmal gäbe es einige Wochen ein ^menloses Durckieinander. SämtlichePreise ußtcn sich natürlich der Devalva­tion anpassen. Cs geht nicht an, da ßsüi 'einen Gegenstand, der heute iwch mit einer rich­tigen Papiermark bezahlt wird, morgen fünf um- vstcmp.lte Papiermar^n gezahlt werden müssen. -Es würde vermutlich auch ein erhebliches Un­verständnis beim Publikum auslösen, wenn eine -derartige Maßnahme plötzlich in Erscheinung träte. Weiter aber muß man sich fragen, wie sich die Auslandsgläubiger, und deren Zahl ist heute rieimgroß, zu einer plötzlickiien Devalvation verl)alten würden. Wenn jemand z. B. vor einem Jahre einen qröfrren Kredit gegeben hat, sagen wir einmal 100000 Mk., und dieser damals den Wert ton 50 000 Kronen hatte, so kann man den Mami st.'ute nicht mit 100 000 beoalvierten Mar? ablinden, bie ja nur den Wert von 20 000 Kronen haben. Die ausländischen Gläubiger würden damit lieber nicht einverstanden sein. Es müsste also dem Ausland gegenüber, das uns ja beute ganz in fänden Hot, em ganz besonderer Modus gesunden werden, um diese Wirkungen der Devalvation aus- *119 Ein weiterer Nachteil der Devalvation bestehl "arm, baß man gewissermaßen das Vertrauen m cm Steigen bet Mapkwähnmg ein- für alle­mal nimmt. Jeder kleine Kapitalist wird durch die MöglickBeit, durch eigene Arbeit das ganze Wirtsd-aftsleben und damit auch den Markkurs wieder zu heben, zu immer stärkerer Tätigkett angespontt. Wenn man ihm gegenüber festfetzt. daß tatsächlich die Mark ein- für allemal nur noch 20 Pf- gelten soll, so verewigt man da­durch den Verlust seines Vermögens um vier Bitnftcl und nimmt ihm die Möglichkeit, diesen erlust burd) .Hebung an der Gesamtheitsarb^it wüLer auszugleichen. Man hat schon so viel Mit­tel versudst, um die Währungsverhältnisse zu bessern, so daß man zu dem Versuch verleitet wird, den Kredit des Reiches, der ja der Träger der GeldwirtsckMst und der Matelwährung ist, durch den Kredit der vielen Millionen Prioattvirtschaf- ten im Deutschen Reich zu ersetzen. Ein dem Ein­zelnen eingeräumter Kredit ist leichter zu reali­sieren als ein dem Staat einaeräunrter. Doch auch dieser Versuch wird feine bedenllichen Folgen haben, die immer wieder aus die Selbstgesundung der Valuta Hinweisen. W. Z.

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schon verzickstet werden. .

Als oer unbeschrankte Unter fee fci:g im Fe­bruar eröffnet werden slllte, erhob dir Reichs­kanzler Einspruch dagegen. Er verlangte em m Austckub von einigen W.xhen bis Anfang A§ril um während des.elben nochmals den Vermck. einer Umstimmung der Vereinigr:n Star­ten zu machen. Ten Eimvand, diß wir nich deren bisherigem Verhalten v)N Viichandlungen nichts zu erwarten hätten, und daß keine Zeit für den Beginn der Tätigkeit der Unterseeb^ite günstiger wäre als die der Agttationsperbe»de aul die bctorrfrbenlK Prästrvntmwahl, ließ er eteii» foirenig gelten wre die <£>rcy, datz em spa­terer Begiim dm Errvlg des Unter, eekrieges beeinträchtigen könnte. Er wurde l/derm durch die veränderte ^tung des Admlrllstribscl'<fs Vizeadmiral v. Doltzendorsf, g«.stützt, ter jetzt auch die Ansicht gewonnen hatte, der kurze Aunchub würde das Eitteig'lmis: Lähmung Englands im Laufe des Jahres 1916, nicht w sentlich jchädigen. weil die während desselben fertigwerdenden Neu­bauten beit Zeitverlust wettmadjen würden. Tie Entscheidung fiel zugunsten ds vorlä ftgen Auf­schubs des mcke'chränk.en Untmeefr.eg^. Den Unterse btotm wurde in^wi'chen nur dis Borge, en gegen b roaffnete feindliche Öande ssd/iftc ohne vor­herigen Anruf fr ig g- ben. Der Dinw^rk' des Gene- ralstabschess, daß 5 e e Art bpr Srigmbrung ganj untauglich sei, weil sie kstne wirklichen Ergeonuse liefern, av.'r doch infolge ber bei ihr unvermnd- iidjen Irrtümer d r U-Btot--Konrmandan ten in ber Eiitscheidung, ob ein Schiff bewaistitt fei ober Nicht, zu Verwicklungen mit den Neutralen fuhren wurde, wurde nicht berücksichtigt.

Es handelte sich jedoch nicht nur um eine Verzögerung. Bevor bie vorn Reichskanzler beab­sichtigte Umstimmung der Vereinigten Staaten geglückt war, trat durch die Torpedierung eines unbmnffneten L^ndelsschiftes, derCullexte der zu erwartende Fall ein. Amerika «rmngte^m einer sackstich wie förmlich unerhörten Note, daß ber Unterseekrieg in Zukunft nur noch in den 1 Formen geführt iverben dürfte, bte nach den mter-

Die Heimkehr Mackensens.

Berlin, 14. Nov (WTB.f Nach einer der Waffenstillstandstommis'ivn in Düsseldorf z"scgan- genen Benachrichttgung Int Marscktall Fo ch angc- ordnet, daß die Heimkehr Mackensens sofort m die Wege geleitet werden solle.

Brotmangel in Oesterreich.

Wien, 14. Nov. (WTB.) Da die Zufuhren kaum reichen« um die Brotta ion und die gekurfte Mehlration zu decken, muß das Staat^amt für Volkscrnahrung von Mitte NovemlEr an bte Ab- c,abe von L e b e n s m i 11 e (iu b n fte n für Kinder ein lleilen, welche im Marz tn'o^ge der Ententezufuhren eingeführt worden waren.

I im Gegenstoß ergeben sollte. Gewiß ist das bc- IVQS llt UCVQlvUTiOn I trübend uvm Standpunkt unserer Gefühle für den ......U..L K.r «.«mmnrtia ern Erzfeind in diesem Kriege. Es ist jedoch erträglich nenn man ftch verA>tenwarttst, dast der ftrteg mit eignen Kräften auf dem europäi d)en ^faatid für England im Grunde eine Neben Handlung ist. Seine eigenllichen Waffen sind hier die f^nzö- sischen, rufsisckten und italienifd/cn L>cere Setzen nir diese äusser Gefeckst, so steht uns England allein gegenüber. Es ist sckyver anzunehmeit, daß es unter kleben Umständen an seinen Bernühtungs, absichten festl^lten sollte Erne Sid-erlieit, daß es nachg-ben wird, bestelst srcil'.ch nicht, aber eine tobe WaIjricheinlichleit. Mehr ist im Kriege selten

nr. 267

lex Stefittttt Injtlpei erldieini tofllicb, antzer tzonn- und FeieriagS.

Bejngspreis: monatt.P!k.l-60,oiertet- jäbrl'ck Alk. 4.80. durch Abbote- u. Zwettt'tetlen mouatl Ult. 1.50 durch bie 1)011Ult. 5.- viertel- jätirl ausschl. B«- tellq. Femfvrech Ansck lüsse: ffir bteecbr-ftleuungliz Perlap.Geschäussteüeöl Anschrift für TraMnach- richten: Lnzeiger -jetzt».

postschecttonw:

Snmtlnrt a. Dl. 11686

WWW i Mpaltei. mng zum enM ttbtr 1919, abends 1 Ubr l Ei°b°rn

irzWeiß itsP'ele, ST«.

WM

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Küsteiisick-erung. .. . ,,

Diese Abftckiit ist, wie zntlrch vorgreifend schon hier bemerkt werden darf, burd) das Ergebnis bet Viiijigen großen Seschlacht des Krieges nid)t Lügen gesttast itorbcn. Sie wurde wenige Wochen spater, am 31. Mai, als Begegnungs- oder Zusallsschlackst --------- .

vor dem Skageerak durchg-kämpft. Unhcrgänglidxnt wollen, annehme. Lorb er hat sie für die so sckm ll verblichene ch-utsche ZruckerauSfuhr «US Brasilien.

M&WMÖ Berlin. ,14. N°°. Stad «taet SMtan« W jetzige V'rw.ndung d.r den sd.en Flotte unrichtigBert. Tagebl. aus Mailand mel^t eine amc- KobKt üb Witter Einsatz »ur.EntKi- rilanische Agentur aus Rio de JEiro, daß duna sckon in den erft.m Kriegstagen, wie oft be- die brasilianische Regierung ove hanptet worden ist, ein anb res Ergebnis gezeftigt Zucke rausfuhr mit Neufahr wieder erlauben hätte, muß dahin est llt bl iben werde. _________,

Sn ber Unlerie friegefrage fälo6 fuft bte Volte

tiscte Leitung der Meinung des Generalstabsck)efs Der Druckerstreit in Part»,

nicht an. Tavon lieft sie sich auch telrch die Be-- Köln, 14. Nov. TieKöln. Ztg." ntelteimn

tonung ber Tatsache nicht abb.tngvit, daß die recht- Schweizer Grenze, baß ber Aus stand der

zeitige Anwendung des unbesdnankten Unteriee- Pariser Trucker mehr einen politischen als krieges ein ganz w'sentlicher Bestandtett unserer ^^tschaftlichen Chttrakter anzunehmen beginne. In Kriegsführung und Kriegshoffnung wäre. Sie gab -^m Aufruf werfen bie Ausstand ft chen ber gro- dem dadurch Ausdruck, daß se d.mt amerikantichen ' - -- --- - - *-----

Botschafter den Verzicht Deutschlands auf den unbe­schränkten Unterseekrieg mitteilte, ohne den Gene-

I ralstabsches vorher in Kenntnis zu s tzen. Ms dte- jer davon erfuhr, hielt er es letzten Endes für eine Pflicht, sich mit dem vollzogmen Schntt ab- znfinden. £>ätte er gegen den Wunsch des Kauers auf seinem Gesuch b standen, ihm eine persönliche F-olgc durch ferne Enthebung von der Dienststelle geben, so würde das als eine Kundgebung gegen einen tercitS ausgefülirten kai erlichen Befehl ge­deutet trorb.n sein, durch wl,he der Geten atz in dieser Frag-.' zwt ckn mi'itärt'ch-r und polili cher Leitung zum Nachteil Deutschlands nach außen er­kennbar geworden wäre."

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Gberhefsen

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