konnte Fleisch überhaupt nicht ouögegeben Auch die inzwischen eingctretene Erhöh,
treten.
SU
bis
Studium verhindert waren.
am
Die Handelsbeziehungen mit Frankreich.
Paris
Stunden für die
Hochschuluaebrrchten
Zwischensemester in Preußen.
Woche Schlachtvieh nicht zur Anlieferung kam, konnte Flersch überhaupt nicht auögegeben werden.
Auch die inzwischen eingctretene Erhöhung des Schlachloielwrei^es Hot eine merkliche Besserung der Verhältnisse bisher nicht gebracht. Eingriffe in die Zucht- und Nutzvieh.'estände sind, um den dringendsten FleischbÄ>ars decken zu können, un- vernreidlich. Ta, wo die Landwirte die Abgabe der von den Sicherstellungskommissiotren yur Ab- lieierunb bestimmten Tiere verweigern. steht sich der Kreröausschuf; gezwungen, über diele die Ent- eignimg auszusprechen und durchzuführen. Aber auch dieser hat man in letzter Zeit in oerschedenen Fällen sich mit Gewalt zu widersetzen versucht.
London, 13. Juli. (WTB.) Wie das Reuter- sche Bureau meldet, l-at das britische lenkbare ~ ' ' ' ' "r „91 3 4", das heute morgen m infolge starker gün- :t nur 75 Stunden
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L Eiland des &2I ® - »um Rcgiermw^I Wourat in bei HM Schaft hont 1 %(i 1 , LehrerMb ofieil cl- twi Mag, J MilitSrwochenblil ^Reserve, bisher >1 gts. 116, wurde der M »msion und der Erlr^I >"'!« dn luigt.
Wegzüge und Um J HTO Ms dem Stadt LÄ Nr.8, für die LetenÄ werden. Tie
wch an dm Tagen g$nJ «ton Lebensrnittel marla!l vimMundm m MO S ihlung der Familie! t die AMhörigm der mH M für 16.-31. Füll 11 ■ 15. Juli 1919, in btr ] mittags im Äadthauö, jl cikanischeSchwrinI in Frankfurt, W itimg", für 9.50 9 m kostet es noch 13.50 £1 fttzern des tzrssilÄ gungsgericht- niutit. iuriotgeiftlle der LäegÄi« Mterblirbenenfürsorgr ft
der Provinz Die Weil, bermnn, Siwd
13, Bach, Bnwo, Langlollis, seimich,
Men und entwendeten dort einen Motor, der ' den Betrieb eingebaut werden sollte. Man wjt, den Tätern auf der Spur zu fein.
Volpertshausen, 11. Juli. Einem Landwirte wurde nachts ein Rind aus 61 Stalle gestohlen. Man konnte die Spur einige ^wrt Meter in das Feld hinein verfolgen, wo sie jedoch wieder verlor. Tie Täter konnteni 13 letzt nicht ermittelt werden.
2. Vollnkirchen, 11. Juli. Ter 21 Jahre *- rwhn des Landwirts und Viehkaftrierers Wll- Nau Höch st war mit Holzhacken im Hofe seiner "z®1. beschäftigt, als er oiötzlich von einem Un- liU'ein befallen wurde. Er begab sich in das ^wijimmer und verstarb dort nach wenigen Mi- vermutlich an einem Herzschlag.
t m u 8 dem Kreis e Wetzlar, 11. Juli. ■ ’ Aufbringung des zur Deckimg des Eigen- '-^mes des Kreises und zur Versorgung der aus-
Morftr. 29, M w tftr, ® vuMÄ teMrchen, yai, Wt.
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21 b. L «crttaft V L-NK.1S, Laüm-ss
[fj Tr. Schmoll, r. 63.
-kttis Girben.
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Friedberg, 13 Juli. DaS neu- gründete KreislebenSmittelamt unter her Lejttmg von Kreisamtmann Walter entfaltet heoeits eine rührige Tätigkeit, die hoffentlick» mit fc.T Zeit tmrchgreifenden Erfolg gegenüber dem kdaher bringen wird. Es scheint, daß mit gutem I1 Kirben und Verwarnungen auf diesem Gebiete tilhtS zu erreichen jft, hier muß offenbar durch- byriffcn werden. Dre Verhältnisse bnlx-n sich ja in allgemeinen wieder so gebessert, das; man von rnem Erstark«! der ftoatlidxm Autorität sprechen ikrf. Wenn einmal in dieser Hinsicht ein paar fipmrpel statuiert sind, wird das seinen Eindruck rrf die nicht verfehlen, die es angeht. Dieser Tage rHerzogen Beamte des Kreislebensmütelamtes die lorvälsbestände des Grand-Hotels in Bad-Nau- h in einer Revision und beschlagnahmten prompt 150 Pfund Butter, zumeist Landbutter, daneben, ft-xü Lchwrine- und Hammelfleisch, wenn auch in ^■ringercn Mengen. Wir gönnen ja den kurbedürs tirrt Fremden in unferer Nack>harstzadt gern ctna h vorzugtc Nahrungsmittelbeliefermm, aber dann Wlten die Hvielwirtc sv viel Rücksicht auf die t'vSlkermrg nehmen, daß sie das ausländische kÄoeinesäwalz, das zum Preise von 13 Mk. ji Pfund hier überall käuflich ist, zum Kock,rn brrenben und die Butter der Allgemcinl-eit nidxt enieW- — Für Obst und Gemüse hat das jrciSlebendmittelamt mitsofvr tiger Wirkung Rick>t- pie-.se festgesetzt, die im Vergleich zu den Wucher- i Dreifai, die bisher gefordert wurden, erträglich z nennen sind. Hvfsenllich hat diese Mastno Inne viht wieder wie bei den Kirschen die Folge, dast bi: Erzeugnisse vom Markte verschwinden.
Rl.- Friedberg, 13 Juli. Infolge des eod) immer unaufgeklärten Mordes nn tm Schreibgehilfen Simon herrscht in der Um- rgrnb eine große Erregung. Tie Untersuchung fet setzt ergeben, dast um die fragliche Zeit ein r-itschenwagen in der Näh: des Tatortes gehalten >rt, von dem eine Person, die vielleicht Simon prk, abgestiegen ist. Es kommt nun darauf an, chn Eigentümer bzw. die mitfahrenden Personen K Wagens zu ermitteln. Bekanntlich ist eine Be- bfwiung ausgesetzt für alle Mitteilungen, die zur । Inffrllmig tx-T Mordtat führen.
Al Friedberg, 13. Juli. Die Orts- trrvpe F!i dberg-Dad-Nauheim des Deutsch- locivnaleuHandlungsgehrlfen^Ver- ion de s in Hamburg fasttt in einer Versammlung I« Dad-Naul>etm eine Entschliesiung, die die Ab- lßrllung der maiigelhaft-en GelmltsVerhältnisse der iVufmLrnifchen Angestellten verlangt und die Ein- ISinrrng eines Tarifvertrages fordert.
oz. Friedberg, 11. Juli. In der gestrigen »btno-verordnetensitzung wurde and) die Frage der Igiciditnr.g einer Einwohnerwehr erörtert, Ifir dahing hender Antrag aber nach längerer Aus- khrach' ab^. lehnt. ES wurde hei Beratung des Vvr- hufthlag«. beschlossen den Wasserpreis einheitlich hi 34 Pf. pro Kubikmeter, den Preis für Leucht- mb Heizgas von 38 auf 50 Pf. pro Kubikmeter, »r Motorvmgas von 27 auf 45 Pf. und für Auto- Mchnrgas von 35 auf 50 Pf. zu erhöhen. Ter WkckausLpreis für Koks wird von 8,60 Mk. auf K2 Mk. für den Tvppelzentner erhöht. Für Besser kvu- der Strastinrbeleuchtung wurden 5000 Mk. sv den Voranschlag eingesetzt. Die Stromabgabe 'ft: Beleuchtungszwecke wird von 60 auf 75 Pf. bw Kilowattstunde erhöht, für Kraftzwecke wird tu Linhrttspreis von 35 Pf. festgesetzt.
Starkenburg und Rheinhessen.
'Vie Dasserkatastrvphe int Modau- und Mühl- tQlf.
R. M.. K. Darmstadt, 13. Juli. Zu der rtrofam Wasserkatastrvphe rm Modau- vd Mühltalc ist inzwischm feftgestellt, dast : ii 'ranzen nicht Weniger wie neun Brücken, i bi ixm öffentlichen Verkehr dienen, darunter die Borte Brücke an der Kreisstraste Oberramstadt— jfcmnftabt, ein Opfer des reißenden Wassers ge- tirrbcn sind. Stein-- und Feldblöcke im Gewicht M HU 6 Zentnern wurden 100 Meter und mehr mrdv das Wasser fort geschleppt. In Niederramsttd t ■n» durch das Unglück etwa 100 Familien mit ■HKiu 700 Köpfen getroffen. Sbweit nicht ein* ■dar Gebäude ganz niebergeriffen und wcgge- «Wramt sind, machen die Wohnungen, in denen p Wasser meterhoch stand, einen durch den Mnmtz und Schlamm verursachten grauenhaften Wndruck. (anriditung cg gen stände. Bet werk, G ?- Äirr usw. ist vielfach unbrmrehbar geworden. Biele ' kr Bt-dauernswerten haben nur das nackte Leben ritriteL Für Sonntag war ein aUgemein-er llDfer tag vor gesellen, bei dem durch die große MiIÄ der Besucher d?s Ortes ein Scherstein bei* Mruert wurde, um die allergrößte Not ein* toter Famisten zu verhindern. Man schätzt den Min in dem Orte und der Gemarkung oerur- Mttn Schaden auf etmi 2 Millionen Mark, litte Stadt Darm stad hat für die Betroffenen den totrag von 10 200 Mk. zur Verfügung gestellt.
Airche und Schnle.
n. Grün berg, 11. Juli. Unter dem Vorsitz des Kreisschulinspektors Prof. Tr. Alles fanö gestern eine Lehrerkonferenz des Bezirks Grünberg statt. Im Mittelpunkt stand eine Unterrichtsübung von Lehrer Blod)--Grünberg. Er behandelte in der Elementarklasse den Leseunterricht, wie er von namhaften Pädagogen zur Belebung unter ausgiebiger Benntzung der Tätigkeit der Schüler und unmittelbarer- Anschauung durch malendes Zeichen gefordert wird. Herr Bloch fand mit dieser Vorführung reichen Beifell. Als Themen für die nächste Versammlung wurden gewählt: Aufsatzkorrektur und das Eitzsche Tonwort im Gesangunterricht. Aus der übrigen Tages- ordming ist nod) hervorzuheben: Die Stellung der Lehrerschaft zum Elternrat. Tiefer wird als solcher abgelehnt, da die Eltern im Schulvorstand, der jetzt häufig Eltern als Mitglieder hat, die keine Kinder zur Schule gehen haben, genügende Vertretung erhalten.
nicht verschliestt, dast diese Mtze z. Zt. nicht einen entsprechenden Lohn darstellen. Maßgebend für diese Festsetzung ist jedoch die Erwägung, daß ein wandfrei der Nachweis erbracht worden koirnte, daß bei Zahlung höherer Löhne die be teiligte Industrie »um Erliegen kom men müßte, was im Interesse der Volkswirt schäft und insbesondere der Arbeiterschaft unbedingt vermieden werden muß.
Ter Schlichtungsausschuß spricht die Erwartung aus, daß eine Besserung der wirtsdmftlicbcn Lage der Baurit-Jndustrie in erster Linie der betätigten Arbeiterschaft durch Gewährung entsprechend höherer Löhne zugute kommen soll.
2. Ta der Grund der Arbeitseinstellungen nicht mit völliger Sicherheit festgestellt werden konnte, und offenbar Mißverständniise unterlaufen linbf wird beschlossen, daß die Hälfte der Feierschichten zu vergüten ist.
3. Tie für die Zeit vorn 1. Januar 1919 bis 28. Februar 1919 geforderte Lohnerhöhung von 15 Pro;, ist durch die Entscheidung unter Ziffer 1 erledigt.
Tie Arbeitnehmer behielten fid) 8 Tage Bedenkzeit nad) Zufertigung des Schiedsspruchs vor, den die Arbeitgeber alsbald anerkannten, indem sie zugleich ihre Bereitwilligkeit zu erkennen gaben, wegen Lohnaufbesserung bei günstiger Gesdfefts- lage mit den Arbeiterausschüssen ins Benehmen
madnmg das Verfahren nochmals eröffnet.
In der Verhandlung vom 30. Juni 1919, der ein Vertreter der Hessischen Oberen Bergb.hörde als Sachverständiger beiwohnte, gelang die wiederholt versuchte Verständigung nickst. Tie Arbeitnehmer erklärten, mit einem Stundenlohn von weniger als 1 M k. nicht auskommen zu können. Tie Unternehmer teilten in Aussicht, daß dann sämtliche Werke in Liquidation treten mühten: bisher habe man nur durch freiwillige Zuschüsse den Betrieb noch aufrechterhalterc. Tas Material liege zunächst mwerkäuflich auf Halde, man habe unter Selbstkosten Angebote gemacht, um überhaupt einmal ins Geschäft zu kommen. Bei einem (stundenlohn von 85 Pf. könne für die meisten Gruben von einem Gewinn schon feine Rede mehr fein. Bei einem Stundenlohn von 1 M k. würden die Selbstkosten bei allen Gruben den erzielten Preis weit überschreiten. Tie Waschereianlage in Münster hübe Schwierigkeiten mit der Konzession, deshalb habe man den dortigen Arbeitern kündigen müssen, und man arbeite dort nur unter Vorbehalt täglicher Betriebseinstellung weiter.
' Tie geschilderten Schwierigkeiten wurden vom Sachverständigen bestätigt.
Ter Scblichtungsausschuß fällte folgenden Schiedsspruch: . m ,
1. Ter Stu ndenlohn torrd nnt Wirkung vom 1. Mai 19 19 auf 85 Pf., hcr-
Berlin, 12. Juli. Vom 22. September 20. Dezember werden die meisten preußisckien Hochschulen ein neues Zwifchenfemester einlegcn und zwar die Universitäten Berlin, Breslau, Göttingen, Halle, Kiel, Königsberg, Marburg und Münster, die technifcheic Hochschulen Charlottenburg, Breslau und Hannover. Tie Universitäten Bonn, Köln, Frankfurt und Greifswalds die technisck>en Hock)- schulen Aachen und Tanzig legen kein Zwischen- femefter ein, sondern beginnen das Winterhalbjahr wie sonst, während die Hochschulen mit Zwifchenfemester das Winterhalbjahr am 5. Januar beginnen lassen. Tafür sollen zugelassen werden: 1. Studierende, die dem Grenzschutz Ost, einem Frciwilligenverband oder der Reichswehr ange- hären und hierdurch mindestens ein Semester verloren haben; 2. studierende Kriegsteilnehmer, die mindestens zwei Semester verloren: 3. Kriegsteil- nehmer, die ein Semester verloren und verhindert waren, am ersten Zwischensemester teilzunehmen: 4. ausnahmsweise Hilfsdienstpflichtige, die entsprechende Semester verloren: 5. Rerchsausländer deutscher Abstammung, besonders Teutsch-Oester- reichr und Teutsch-Balten, hei denen die. genannten Vorausst-tzungen vorliegen; 6. Reichs- deulsck-e und Reichsausländer der genannten Art, die durch kriegerisckie Maßnahmen, wie Internierung oder Absperrung ohne ihr Verschulden
Paris, 14. Juli: (WTB.) Havas. Jnfelae Luftschiff v , Ratifikation des Frceoensverträges durch Deutsch- Pulham lNorfolk) gelandet ist, u land hat die französische Regreruna beschlossen, feiger Winde zu seiner Hermiahri
Die aDvSHerckIVhen Änltefenntfltn von Schlacht- Heren sind so gering, daß es kaum möglich ist, die KveiSeingefessenen mit Fleisch zu versorgen. An die Berforgungsbercdstigten verschiedener Bürger- meißeieien, aus denen in der einen oder anderen
n L Dörmrr^
Letzte Noehrrchten.
Die Planwirtschaft Dc-3 Ncichswirtschasts- minifteriums.
Der Hessische Handelskammer- tag gab in feiner Sitzung vom 7. d. M. zu den Vorschlägen des Reichswirtschaftsministeriums über die Einrichtung einer sogenannten Planwirtschaft einstimmig die folgende Erklärung ab:
„Tie Vorschläge des Reichswirtschaftsministeriums vom 7. Mai 1919 über die Einrichtung einer fegenannten Planwirtschaft laufen darauf hinaus, an die Stelle der Initiative, Tatkraft und Verantwortung des Einzelunternehmers ein System von Berufsgemeinschaften zu fetzen, die aus Vertretern der Erzeuger, der Verbraucher, des Handels, der Angestellten und Arbeiter bestehend die Zuführung der Rohstoffe, die Verarbeitung und das ganze Produktions- unb 53er» teilungschstem maßgebend regeln unb beeinflussen sollen. Ter Zweck soll in der Ausschaltung unnötigen Wettbewerbs und in der Zusammenfassung der gesamten Wirtschaft und Erzielung größter Produktivität und Sparsamkeit bestehen.
Tiefer Plan ist rein Papierner Natur und hat mit der Wirklichkc-it nichts zu schaffen. Volkswirtschaftliche Erfolge können nur durch Ertrags- wirtschast erzielt roerben. Die Voraussetzung zu biefer ist immer und überall die Eigenwirtschaft des Privatunternehmers, dessen Interesse an dem Erfolg allein wirkliche Sparsamkeit und Wirt- sck-astlichkeit zu erzielen vermag. Jebe Abschwächung biefer Grundsätze durch Gemeinschaftsbildun- gen öffentlich rechtlicher Art muß die Wirtschaftlichkeit hemmen unb das Ergebnis der Wirtschaft verschlechtern. Außerdem erfordert ein System, wie das gedachte, einen geradezu ungeheuerlichen Apparat von Organisationen, weil die Vielgestaltigkeit der Erzeugung unb des Bedarfs tausende von Gemeinschaften mit ihren zahlreichen Organen, mit ihren Sitzungen unb ihrem ganzen unproduktiven Aufwand an Arbeit, Zeit unb Kosten bedingt. Ter.Hessische Handelskammertag lehnt deshalb mit aller Entschiedenheit eine Planwirtschaft nach den Vorschlägen des Reichswirtschaftsministeriums ab.
Die „Planwirtschaft" ist durch Wissells | Rücktritt mittlerweile in der Versenkung verschwunden.
ft alten für bte Waren, bereu Ausfuhr anL Frankreich erlaubt ist, sowie auf Grund von i’o wittigungen beim zuständigen Ministerium iür solche Waren, deren Ausfuhr uqrböten bleibt. Vis auf weiteres bleibt famer verboten jede Bezahlung oder Begleichung von Schulden, ine von Deutschen an Franzosen ober umgekehrt geschuldet werden, und die vor dem Kriege ober roäbrcno des Krieges fällig wurden. Ebenso bleibt verboten die Zahlung von fälligen Zinsen. Verboten sind gleichfalls alle Operationen bezüglich seguestierter feindlicher Güter unb jede Bezahlung von Kupons, die fest August 1914 feindlichen Angehörigen gehört haben.
Ein neuer Protest gegen den Gewaltftiedcn.
Bern, 14. Juli. (WTB.) Tas ZeMralkomi- tee für bie Wieberaufnahme der internatioimlcn Beziehungen, eine Zweigorganisation der Union of bemocratic control in Lonbon, arläfet einen öffentlichen Protest gegen beit Frieben, den TeutschUmd grzwungenermasxn imterzeichnen mußte. In bmt Aufruf heißt e?: Wir erklären feierlich, baß unser Gewissen sich weigert, bie- fern Vertrag irgcnb welche moralische Gültigkeit zuzuerkenneii und daß wir als unsere Hauptaufgabe betrachten, diesen Vertrag durch einen Frieden zu ersetzen, der den Wünschen unb Jbcalen der Volker entspricht.
Heimreise deutscher Tnippen auS der Türkei
Berlin, 13. Juli. Ter Steft aller noch in der Türkei und in Saloniki festgehalte ncn deutschen Truppen l>at am 28. Juni mit den Transportdampfern „Refchid Pascha" mia „Akbenis" bie Heimreise nach Deutschland angetreten. Ihr Eintreffen in Hamburg oder Bremen wird imgesähr für den 18. Juli erwartet.
Die Unruhen in Italien.
Bern, 14. Jchli. (WTB.) In Rom blieben am Samstag die meisten Läden geschlossen. Die Apotheken waren genötigt, Arzneimittel und Toi- lettegegenftänbe zu halben Preisen zu verkaufen, nm Plmrderungen zu vermeiden. Zn Lucera in Apulien kam es zu b'lu t i g en Zu 1 am men* ft ö 6 e n , bie 6 Tote unb 27 Verwundete forderten lieber die Stadt wurde der Belagerungs zu st and verhängt. Nitti richtete an die Präfekten einen Erlaß, der energische Maßnahmen zum Schutze der Ladengeschäfte und der Waren Vorräte gegen bte Gewalttätigkeiten der Menge verlangt.
Das Frauenstimmrecht in Italien.
• N o m, 14. Juli. (WTB.) Stefani. Die Deputierten Martini unb Genossen haben in bei' .v'ammei einen Antrag eingebracht zur Annahme des Frauenstimmrechts bei politisch< n unb administrativen Wahlen.
Das Mandat Über die Türkei.
Bern, 14. Juli. (WTB.) Informationett Schweizc-r Finaiczkreise wissen zu melden, daß internationale Handelskreise die e reim g tert Staaten von Almwika zur Uebernahme emeö Mandats über die Türkei zu bestimmen suchen.
Eine Protestnote Persiens.
Versailles, 13. Juli. Tie persische Regierung überreichte der Fri-chenskanferenz in Paris eine Note, in der sie gegen die Bn> letzung der püitsschen, wirtschaftlichen und tu- ristifchen Unabhängigkeit pmtestiert. Vor und während des Krieges feien ihm Verträge und Abmachungenaufgezwungen UndILpu -
Der Schlichtungsausschutz der Provinz Oberhcssen.
Auszugaus demBericht über die Verhandlung am 30. Juni 1919.
1. Ferd. öa uterin ans Friedrichsdorf i. T. verlangte nach feiner Entlassung aus dem Heeresdienst seine W jeder ein st e l l un g als Techniker bei der Firma Gebr. Ulrich in Fried* tvrg, bei der er bis zum Krieg beschäftigt war. Die Firma wies nach, daß sie nicht in der Lage ist, ihn'zu beschäftigen, da der Betrieb (Bau einiger Häuser für eigene Rechnung) aufgelöst ist. Der SchlickuUngcaussckMß crla nt? auf Ablehnung bes Wiedevetnstellungsantcags, da die Wiedereii- stelllmg den Betriebsunternehmern „infolge der besonderen Verhältnisse des Betriebs unmöglich i ft" (§ 9 der V. O. vom 24. 1. 1919 über die Einstellung, Entlassung und Entlohnung der Angestellten während der Zeit der wirtschaftlichen Demobilmachung): unter Umständen ist jedoch der Anspruch auf Erwerbslosenfürsorge gegeben.
2. Tie Oberhessische Bauxit-Industrie. Oberhessen besitzt die einzigen nennenswerten Bauritvorfommen in Deutschland undrtriirbe im Stande fern, einen großen Teil des Erzbedarfs der deutschen A l u m i n t u m * und sonstigen Tonerde-Industrie zu decken. Tie Einführung des Hestischen Bauxrts in die. Industrie ist jedoch ivegeiT der Konkurrenz des ungarischen sehr erschtvert: vor dem Krieg wurde haupt'äch ich französischer Bauxit verarbeitet. Tie Obertessischetl Betriebe 'ind in ihrer Mehrzckhl erst während des Krieges entstanden und unter großen Schwierigkeiten ins Leben gerufen worden. Nachdem die Konjunktur zurückssnh und die Hceresaustrüge zurückgezogen wurden, ist ein schwieriger Uebergangszustand eingetreten, der nur bet günstigerem Absatz und entsprecheiidcn Löhnen überwunden werden kann. Tie Hessrsche Regierung hat in Berlin dringende Vor- stellnngexi erhoben, damit der hessisckie Bauxit Absatz findet; auch der Bergarbeiterverband hit Schritte getan, aber ebenfalls ohne Erfolg. Frhlt der Absatz, und wird noch obendrein das Material durch hohe Lö^ne verteuert, dann muß bie junge oberhesstsche Industrie, an deren Schicksal etwa 2000 Köpfe gebunden sind, erliegen.
Zu der an sich schon schwierigen Lage kamen seit Beginn des Jahres 1919 noch Lohnstreitigketten hinzu, die ihren Ausgang in einer 15prvzentigen Lohnerhöhung nahmen, die damals vom Wetzlarer Arbeitgeberverband des Bergbaubetriebes zugestanden worden war und die von Arbeitnehmerseite auch für bie Bauxitgruben für verpslichtenb gehalten wurde. Mitglied des Wetzlarer Verbandes war aber nur bezüglich her den Bauxityruben gemeinsamen Wasck^nlage in Münster bet Lich bie Bereinigung hessischer Bauxitgruben, G. m. b. H., in Frankfurt a. M„ bte im übrigen lediglich eine mehrere in Oberhessen gelegene Gruben umfaffenbe Ver- kaussorgantsation nach Art b er Syn- bifate dm:stellt.
In bet Folge kam eS zu Unstimmigkeiten, bie von Der einen Seite als Arbeitsverweigerung unb Streik, von ber anberen als Maßregelung unb Aussperrung empfunden wurden. Anfang April erllärte man sich auf Arbeitgeberfeite bereit, auf den bisherigen Stundenlohn von 70 Pf. einen Ausschlag von 20 Prozent zu bewilligen = 85 Pf. Höchstsatz. Die Arbeitnehmer bestandeit jedoch auf erhöhten, mit ber fortschreitenden allgemeinen Teuerung begründeten Lohu- »orberungen unb erzielten beim Schlichtungsausschuß am 12. Mai 1919 einen Schiebssprach, ber bie von ihnen ab 1. März 1919 geforderten Lohnsätze (bis 1 Mk.) bewilligte, im übrigen jedoch bie für Januar unb Februar noch nachträglich geforderte Ibprozentige Lohnerhöhung in feine Entscheidung nicht einbezog, auch bie nach Ansicht ber Arbeiter ihnen aus Anlaß ber Lohnbewegung aufgezwungenen Feierschichten überging. Da ber Schiebsspruch von beiden Seiten nicht anerkannt wurde, er auch den ganzen Umfang der gestellten Forderungen der Arbeiter nicht er- fchövtend geregelt batte, die sämtlichen Streitpunkte aber im Hinblick auf die Leistungsfähigkeit ber Werke in engem Zusammenhang miteinander standen, wurde auf Ersuchen des Staatskommissars für die wirtschaftliche Demobil-
dz. Darmstadt, 14. Juli. Die Bank für mbd und Industrie, Darmstadt, die Deutsche ml, Zweigstelle Darmstadt, und die Deutsche Ver- rrbank, Filiale Darmstadt, haben von ber Stadt irmjlabt 5 000 000 4 Proz. ab 1924 tilgbare inn-Mdter Stabtanleihe jum kommissionsweisen rrkaus ä 94,25 Proz. übernommen.
ch. Nieber-Jngelheim, 10. Juli. Auf Q hiesigen Obstmarkte kostete bas Pfund Rha- ttr 23 Pf., Kirschen 90 Ps., Erdbeeren 2 Mk., Lufelbeercn 75 Ps. und Johannesbeeven 75 Pf.
Kreis Wetzlar.
d. Ebersgöns, 11. Juli. In dem in hiefi- ' Gemarkung belegenen Kalkwerksdetrieb der ln.hessischen Kalk- und Stein-Industrie zu Butz- wurde heute nacht ein Einbruchsbieb- shl verübt. Tie Siebe brangen in einen versessenen Raum ein, den sie mit Nachschlüssel
HirtSitijL ?1\ Bclarfsgebiete erforderlichen Sch n-d" r?it l{ toit auf immer größere Schwieri
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zessi onen ab gerungen warben, bec ferne Unabhäängigkett vermindert und feine wirtschaftlichen und polittschen Interessen geschädigt hätten. Tie Persiscl-e Regierung verlangt bte Aimussrwung dieser Abmachungen und außerdem Entschädigurrg tür die Verwüstungen, dte seitens ber Türker und stiußlands wästreich des Krieges angeridytet worden feien. An dieser Entschädigung soll auch TeutMarch beteiligt werden. 3um Sckstuß verlangt Persien bte Rückerstattung der Gebiete, die Rußland unb die Türkei ihm entrissen haben.
Franrösische Sozialiftentagung.
Versailles, 13. Juli. (WTB.) Der Nationalrat ber sozialistischen Partei ist unter bem .Vorsitz von Marcel Cachin am Vormittag zu zweitägiger Verhandlung zusammengetreten. Die Vormittagssitzung mürbe mit der Erlebrgung von Parteiangelegenheiten unb ber Prüfung bei Mandate ausgefüllt. Außerdem würbe darüber Derbenbeft, welche Stellung man gegenüber den Abgeorbneten einnehmen soll, bie am 25. Juni für bie Kriegskredite gestimmt haben. Auf Antrag Renaudels wird über diese Angelegenheit am Montag nachmittag verhandelt werben. Inzwischen wirb ber Nationalrat bie Berichte der eingesetzten drei llrtterfommiffionen über den Friebensver- trag entgegen nehmen unb dazu Stellung nehmen. Nach „Heure" verhanbelte bie erste Unterkom- misfton über territoriale und koloniale Fragen unb kam zu bem Ergebnis, daß diefe Bestimmungen sowohl ben Wilsonschen 14 Punkten als ben Friebensgrunbsätzen widersprechen, die die alliierten Regierungen und die lozialrstisdie Internationale verkündet haben. Tie zweite Unter* konrmissson beschäftigte sich mit miiitäri>chen Fragen und dem Völkerbund. Auch sie kam zu einem negativen Ergebnis unb stellte Grunbsätze für eine wahre Völkergeineinscknrft auf.
Der Kellrrerstreik in Frankreich.
Versailles, 13. Juli. (WTB.) Ter Streik der Kellner unb Angestellten der Pariser Hotels und Eafös ist heute vormittag beendet worden. Tie Arbeftgrber bewilligten eine zehnstündige Arbeitszeit einschließlich Pausen für Mahlzeiten.
Die Entente und Ungarn.
Versailles, 13. Juli. (WTB.) Ter Oberste Rat ber Alliierten beschloß in seiner gestrigen Sitzung, De la Khun einen Funkspruch zu übermitteln, daß, solange Ungarn bie Bebingungen bes Waffenstlllskrnds nicht erfülle, bie Alliierten in feine Verhanblungen mit ihm erntreten könnten.
Presfeftreik in der Schweiz.
Bern, 14. Juli. (WTB.) Infolge Nichteingehens der Zeitungsverleger auf bie Forderungen der Maschinensetzer (42 Staubtn-- Woche) haben letztere ihre Arbeit heute niebcr gelegt. In der Schweiz erscheinen daher keine Zertungen.
Luftfahrt England—Amerika.


