Ausgabe 
14.6.1919
 
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Wohle des ge-ikert vereinbaren kann. Die Gießener Volkshoch- Die g e N>a l' sckflrle ist nicht zu verwechseln mit Vollshochschul-

il Die gewal- tschen Volkes

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Kreis Büdingen.

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und die am 1. Juli fälligen Witwengelder sind einer Besetzung in sich schließe. Dann weroe i diesmal ausnahmsweise bis zum 18. l. Ms. beil Abwandern der Wohnungsnot von selbst em der Be^-Zasse ok^rchsleu. 1 bereites

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ganzen Rei^ deutscher Städte bereits verwirklicht ist, gewinnt auch in unserer Stadt erfreulich an 'Boden und es besteht begründete Hoffnung, ihn auch hier bald in die Tat umgei>etzt zu sehen. Die Gießener Volkshochschule soll eine dauernde Einrichtung werden, die in regelmäßigen Se­mestern ihre Arbeit leistet und jedermann zu­gänglich ist. Ihre Veranstaltungen finden in den Abenditiinden statt, so daß jeder Hörer den Besuch

Heuernte begonnen, die nun in vollem Gan- den ausgedehnten Grünt»

ist. Ter Ertrag ist in den ausgedehnten Grünt» «

als gut zu bezeichnen, nur auf den Bergwiesen Ü f Su«.

er unter Mittel gerieben. Wenn die beutiga

starken Gewitterregen für die Heuernte auch gerair _' «L nicht sehr erwünscht waren, wurden sie aber Mi £ «J SWJSJ freubta bearüßt kw Bitt uegeiwe

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Das Polizeiamt tritt mit: In Gießen treibt eine Emilie Vie hl ihr Unwesen, indem sie Zucker gegen Vorauszahlung von Geld und sonstigen Gegenständen zu besorgen verspricht, wozu sie auch Säckchen ausgehändlgt erhält, läßt dann aber nichts mehr von sich hören. Da schon eine Anzahl Personen auf diese Weise geschädigt wurden, wird hiermit nachdrücklichst vor ihr ae»oarnt.

** Wem gehört das Kind, welches am

** Amtliche Persvnalnachrechten. Der außerordentliche auheretatsmäßige Pro­fessor bei der philosophischen Fakultät der Landcs- mriversität Gießen. Dr. Albert Peppier, wurde auf sein Nachsuchen mit Wirkung vorn 1. Juni 1919 an aus dem Staatsdienst entlassen. Am 7,^Juni ds .Js. wurde der Bergrat Prof. Tr. Alexa?rder Steuer zu Darmstadt zum kom­missarischen Mitglied des. Ministeriums der Fi­nanzen, Abteilung .für Forst- und Kameraloer- waltung, ernannt. Dem israelitischen Religims- lehrer Arno Bick zu Michelstadt i. O. wurden die Rechte eines definitiv angestellten Bolksschul- lehrers verliehen. Tie Lehrerin an der höheren Mädchenschule zu Mainz, Emilie Tugend toairbe auf ihr Nachsuchen mit Wirkung vom 18. Mai 1919 aus dem hessischen Schuldienst entlassen. Er­ledigt ist eine mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Schulstelle zu Heubach, .Kreis Die­burg. Mit der Stelle ist Organistendienst ver- brlnden. i

** Ihre Silberne Hochzeit feier­ten gestern August Siebert und seine Ehefrau Luise geb. Schleenbäcker, Dammstr. 481.

** Oberhessischer Kun st verein. Die Eröffnung der Ausstellung erfolgt wegen verspäteten Eintreffens der Gemälde am nächsten Sonntag. Außer Einzelwerken gelangen unter anderem Sammlungen von Prof. Koberstein, Prof. Liesegang, Professor Junghanns, A. Berdrand, G. Bauriedl, E. Rau, Th. Rocholl, C. Fries und H. Geilfus zur Ausstellung.

** Warnung voreinerBetrügerin.

rm. Darmstadt ,12. Juni. In der heu« |L, Stadtverordnetensitzung gab Obecbv,IDUrg 3o,Pö3 germeifler Dr. Glässing bekannt, daß 2$ ' M Prosoakt <11 <4*V rttATl hC '

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Kreis Lauterbach.

Wallenrod, 14. Juni. Am 1. Pfing feiertage fand zum ersten Mal seit 1914 >v der übliche Gottesdienst auf dem Pfingstberge fts Die Ansprache hatte Professor D. Schian a Gießen übernommen. Bei der Feier wirkte uni Posaunenchor mit. Unter den alten Hainbu hatten sich auf der luftigen Bergeshöhe Hund« von Andächtigen versammelt und lauschten fr den erbauenden Worten des Predigers.

Kreis Friedberg.

nt. Friedberg, 14. Juni. Am hiess Güterbahnhof ist eine große Anzahl von Ka toffeln ringetrjffen, die dank unserer Kckg wirtschaft vollständig verfault und li Mensch und Vieh ungenießbar sind. 25 wurden versteigert und die verfaulten Kqrtow als Dung abgefahren. Wie mitgeteilt wird, I

Ans Stadt und Land.

G i e ß e n , den 14. Juni 1919.

DaS neue StadLparlamcrrt.

Die Stadtverordneten der Deutsch-natio­nalen, der Christlichen Volksvartei, sowie die beiden gewählten Vertreter ver Privatange­stellten haben sich, wie uns mitgeteilt wird, zu einer Gruppe unter dem NamenFreie Vereinigung" zusammengeschlossen. Die­ser Zusammenschluß bedeutet jedoch für die Angehörigen der einzelnen Richtungen keine Ausgabe ihrer politischen Grundsätze.

Die Einführung und Verpflichtung der neuen Stadtverordneten findet heute nach­mittag statt.

Gießener Volkshochschule.

Der Gedanke der Volkshochschule, der in einer

Sozialdemokratischer Parteitag.

Weimar, 13. Juni. (WTB.) Ter Partei­tag der sozialdemokratischen Partei Deutschlands nahnl heute ein Vertrauensvotum für den Parteivorstand und für die fozialdemokratischen Mitglieder der Regierung an. Das Vertrauens­votum hat folgenden Wortlaut:

Ter Parteidag der sozialdemokratischen Partei Deutschlands stellt die uneingeschränkte Selbständigkeit der Partei gegenüber der Regierung und der in ihr wirkenden Parteimit­glieder fest. Der Parteitag verkennt nid#, daß unter der Regierung .manches geschah, was be­rechtigten Unmut erregte und daß manches unter­blieb, was auszufülTren. dringend nottoenbig ge­wesen wäre. Aber diese ,Fehltritte und Unter-

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Bfo taten sie das ohne jeden Auftrag und die Verantwortung für ihr Vorgehen allein Die Erklärung wendet sich im weiteren Werlaus gegen die Freiwilligen-Truppen und ihre Bührer und bewnt, daß sie jede Gemeinschaft mit dem neudeutschen Militarismus ab- lehne.

Die Unabhängigen und die Freikorps.

Berlin, 12. Juni. Wie dieVoss. Ztg." tnitteilt, ist Emil Barth nicht das einzige Mitglied der Partei gewesen, das die Ver­handlungen mit dem Freikorps geführt hat. Hervorragend an den Verhandlungen ist auch Dr. Breitscheidt beteiligt gewesen.

Der RheinDonau-Kanal.

Stuttgart, 13. Juni. Der württembergische Landtag hat heute mit allen Stinrmen, einschließlich der unabhängigen sozialdemokratischen Partei be­schlossen, das württernbergische Staatsminisferrum vnöge bei der Reichsregierung beantragen, an der Ablehnung des Art. 353 der Friedensbedin- jgungen betreffend den künitigen RheinDo­nau-Kanal festzuhalten und unter allen Um­ständen die Mitwirkung Württembergs an der Ent­scheidung über Die Verbindung der beiden Flüsje 8U sick-ern. Begründet ist dieses Vorgehen in dem Ansinnen unserer Feinde, den Bau des Rhein Donau-Kanals auf Deutschlands Kosten nach Den Plänen der Entente verlangen zu können.

Verbot der Leipziger Volkszeitung.

Leipzig, 13. Juni. (WTB.) Die Leip­ziger Volkszeitung wurde wegen eines Feuilletonaufsatzes,Standrechtlich erschos­sen", in der Nummer vom Mittwoch, durch den Kommandeur der hiesigen Regierungs­truppen, General Hueter, bis auf weiteres ver­boten.

wird hinter der Regierung stehen, warn sie ohne Zaudern und Schwanken die Ver­waltung allezeit und allenthalben demokratisiert, das Verhältnis von Schule und Kirche zum Staate im Shute unseres Programms ordnet, im Heer­wesen die erforderlichen Reformen durchführt utrd im Wirtschaftsleben die grunbtegenben Aendcrun- gen trifft, die den Forderungen und Möglichkeiten der Zeit entsprechen.

An die Parteigenossen im Reiche richtet der Parteitag die Mahnung, bei Beurteilung aller Vorkommnisse stets nur von festgestellten Tatsachen auszugehen und den Un­wert von Kritiken zu erkennen, die von Verant­wortungslosen nur zu dem Zweck geübt werden, unsere Partei und ihre Vertreter in der Regie­rung in den Augen des Volkes als unwürdig des Vertrauens erscheinen zu lassen.

Ferner wurde gegen wenige Stimmen eine Entschließung angenommen, die die Ei ni- gungderbeidensozialdemokratischen Parteien betrifft. Diese lautet wie folgt:

Der Parteitag teilt den in vielen Anträgen zum Ausdruck gekommenen Wunsch nach einer Einheitsfront des klassenbewußten Proletariats Deutschlands. Die Fortdauer der Parteispaltung, die den kraftvollen Vormarsch der Arbeiterklasie aufzuhalten droht, erkennen wir als die größte Gesahr für die Lebenshaltung der Arbeiterklasse wie für die Abwehr gegenrevolutionärer Machen­schaften. Bei den Versuchen, das Proletariat tvicDcr zur Einheit zusammenzuschwrißen, wenden sich die Vertreter der U. S. P. wie der K. P. D. gegen Die Grundsätze der Demokratie. Der Parteitag lehnt das Streben einer nur mit den Mitteln des Terrorismus und auch da nur für kurze Zeit aufrechtzuerhaltenden Diktatur einer Minderheit a b. Der Parteitag erklärt seine Bereitschaft, in Verhandlungen zur Einigung mit der U. S. P. auf der Grundlage des Erfurter Programms zu treten, sobald die U. S. P. den Grundsatz der Demokratie rückhaltlos an­erkennt und jede Gemeinschaft mit der mit den Mitteln des Putschismus unter Verwerfung aller bernofratifdren Grundstitze wirkenden K. P. T. auf» gegeben haben wird. Die Vertnmdlungen über eine Einigung können nur zentral^geführt werden. Ein Antrag auf Einsetzung einer Kommission zur Füh­rung der Verhandlungen wurde abgelehnt. Die Eimgungsverhandlungen hat der ParteivorstanD zu führen.

In der weiteren Verhandlung gab Abgeordne­ter König- Dortmund einen crngÄ-endcn Bericht über ben neuen Organisativnsentwurf, der ben gewaltigen Umwälzungen des letzten Herb­stes Reäniung trägt, die bewÄhrlen Bestimmungen des alten Statuts bei behält, im übrigen aber den Parteikörper den neuen Verhältnissen anpaßt. An die Rede schloss sich eine lange Aussprache.

Feldges - Trier erbittet die tatkräftige Un­terstützung der ganzen Partei in der A bwe i s u n g der rheinischen Los treu n nu g sbe stre°< bungen (Beifall) und sagt weiter: Ich erkläre hier vor aller Wett, daß wir deutsch b l e i be n wollen für alle Zeiten. (Beifall.) Grühn- Graudenz versichert, daß auch Westpreußen unter allen Umständen beim Reich zu bleiben, wünscht. Vorsitzender Lobe: Sollten die Genossen aus Westpreußen uns wirklich entrissen werden, so hoffe ich, daß sie bald zu uns Iurück- k ehr en mögen. .(Stürmischer Beifall.)

In der Gesamtabstimmung wird das neue Statut mit unwesentlichen Aendernngen einstim­mig angenommen. Dann folgt der Bericht der Fraktion der Nationalversammlung. Bericht­erstatter Abgeordneter Löbe: Bei der Kritik an der Regierung nmß immer wieder daran gedacht werden, daß arir es nicht mit einer Regierung Ebert-ScheiDemann, sondern mit einer Regierung Sck-eidernann-Dernburg-Erzberger zu tun haben. Möglichst bald sollte der Axthieo an die un­selige Kleinstaaterei gelegt werden. (All­seitige Zustimmung.) Wir richten an die Genossen im Land ben Appell, an der Einheitsrepu- blik Deutschland mit allen Kräften zu ar­beiten. (Lebhafter Beifall.) Tie Mitarbeit der Räte muß in irgend, einer Form durchgeführt werden, denn beim Sozialisierungsgesetz waren die nach politischen Gesichtspmrkten gewählten Abgeord­neten meist nächt sachverständig. In der Reichs­wehr erftrebten wir eine demokratische Organi­sation. Daß durch reaktionäre Offiziere unb Nicht- eintritt der Parteigenossen sich gefährliche veaktto- näre Nebenerscheinungen zeigten, ließ sich nicht vorhersehen. Noske trifft kein Vorwurf. Er übernahm sein Amt, als ganz Deutschland nach festem Zugreifen gegen die Unordnung schrie. Tas Urteil in der Oeffentlichkrit über uns ist unfreund­lich. Nach fünfzig Jahren Kritik, Opposition und Unverantwortlichkeit kein Wunder. Obendrein send wir Verwalter einer Konkursmasse. Jede andere Person und jede andere Negierung würde nicht besser abschneiden. Trotzkis Reden auf dem Saw- jetkongretz ähneln denen unserer Minister auf ein Haar Wir hoffen, bald nützlichere Arbeit leisten zu können, als in den letzten vier Monaten. (Leb­hafter Beifall.)

Die Verhandlungen werden ans Samstag vertagt. Man hofft, sie an diesem Tage zu Ende zu führen. .

ht den zunächst gelegenen Dörfern Stcmdguartis hat, nahm heute nrieber etwa 150 Pferde, die int Frühjahr an Landwirte von hier und Utnstfcniv verliehen worden waren, Zurück und ließ 40 davon öffentlich versteigern. Dabei wurden Preise geboten. Je nach Alter und Gebrau fahigkeit kostete ein Pferd 1000 Mk. bis 3000 Die Leihgebühr betrug für jedes Pferd ohne Hute» schied täglich 1 Mk.

Fürfen, nne sie z. B. im Auftrage des Landesamtes für das Bilduiiasweftn von der Zentralstelle zur Förderung der Volksbildung in Hessen für Arbeiter Und Angestellte in diesen Tagen auch in hiesiger Stadt veranstaltet werden. Das Nähere über das Wesen der Volkshochschtle, ihre Auf^ben und Ziele soll in der nächsten Zett an dieser Stelle kurz dargelegt werden.

Um die Gründung vorzubereiten, bat sich ein vorläufiger Arbeitsausschuß von Männern und Frauen ans allen Kreisen gebildet, dessen Arbeiten sich der Anteilnahme und Unterstützung der Stadt erfreuen dürfen. Dieser Ausschuß ist sich bewußt, nur in enger Fühlung mit der Allge­mein heit und ihren Wünschen Ersprießliches leisten zu können. Er hat deshalb bereits an die hiesigen Vereine einen Aufruf und Frage­bogen verschickt und wird sich in nächster Zeit damit auch an Emzelperiönlichkritm wenden. Die eigentliche Gründung endlich soll in einer allge­nreinen öffentlichen Versammlung statt- finden. Die erwähnten aufklärenden Aussührungciu. sind zugleich als Richtlinien für die Bearbeitung der Fragebogen seitens der Vereine gebaut.

Die Adresse desVorläufigen Arbeitsaus­schusses der Gießener Volkshochschule" ist Weser­sttatze 3. Vereine, die aus einem Versehen, das bei der Zahl der in Betracht kommenden Körper­schaften begreiflich ist, keinen Aufruf und Frage­bogen erhalten haben sollten, sind gebeten, sich dort­hin zu wenden. Dorthin sind auch sämtliche anderen -Zuschriften (Anfragen, Anregutrgen- zu richten.

Leben-mittel.

** Nährmittel-Ausgabe. Die bei den Kleinhändlern der Stadt Gießen bestellten Waren für Juni können von Montag den 16. d. M. ab gegen Vorlage des Bestellausweises zur Nähr­mittelkarte und Abgabe der Nährmittelkarte für Juni (6) in Empfang genommen werden. Es entfallen 1. auf die gelben Karten (A): 250 Gramm Suppenfabrikate, 2. auf die roten Karten (B): 250 Gramm Grieß, 250 Gramm Hafer flocken, 250 Gramm Teigwaren, 3. auf die blauen Karten (C): 250 Gramm Graupen, 500 Gramm Teigwarcn, 250 Gramm Suppenfabrikate.

** Marmelade-Verteilung. Von Montag den 16. Juni bis einschließlich 20. Juni gelangt in den Kleinhandelsgefchäften 1 Psund Marmelade zum Preise von 1,30 Mk. zur Aus­gabe.

** Käseverteilung. Am nächsten Mon­tag unb Dienstag gelangt in sämtlichen Verkaufs- sdellen der Firma Gebrüder Grieb Handkäse zur Ausgabe, Näheres siehe Bekanntmachung.

** Ausgabe von Süßstoff (Sacha­rin). Bis emschließlich 30. Juni wird gegen die Lirferungsübjchnitte 3 unb 4 der Süßstofftarle H" (blau) und 6 und 1 der SüßstvffkarteG" (gelb, von den Süststoffabgabestellen Süßstoff ab­gegeben. Es .gelangen auf die Abschnitte 3 unb 4 je ein Briefchen und auf die Abschnitte 6 und 1 ie eine Schachtel zur Arrsgabe.

** Io ppe n sto ff. Tie Nähstube für Kriegs- fürsorge, Walltorstraße 241 kann noch Joppen- ftoff, 1,50 Meter breit zum Preise von 22 Mk. per Meter abgeben. Ter Verkauf erfolgt Mon­tags, Tienstags, unb Freitags vor­

mittags von 10 bis 12 unb nachmittags von 3 bis 6 Uhr. l

Keine Aufhebung der Zwangswirtschaft de» Hafer».

Die Nachricht über Aufhebung der Zwangswirtschaft desHafers bestä­tigt sich, wie wir vom Neichsernährungsmini- fterium erfahren, nicht. Die Beratungen über die neue Reichsgetreideordnung sind noch keineswegs abgeschlossen. Die Aufhebung der Zwangswirtschaft der Gerste ist abhängig von dem Ausfall der Jnland-Brotgetreideernte und der Möglichkeit ihrer Ergänzung durch Zufuhren aus dem Auslande. Sie kann darum vorläufig noch nicht erörtert werden.

An» Hessen.

Darmstadt unter fmnzöfischen Geschossm.

Darmstadt, 13. Juni. Heute nwrgen 7 Uhr schlug ein französisches?,5 Zen­timeter-Schrapnell in das Dach des städtischen Lebensmittelamtes, Sandstraße 8, gerade als das Personal zum Dienste antrat. Das Geschoß durchschlug das Dach, flog ge­gen die Mauer des Schornsteins und kre­pierte als sog. Ausbläser, wodurch ein größe­res Unglück verhütet wurde. Die innere La­dung des Schrasmells durchschlug die Boden­decke und richtete in einem darunterliegenden Zimmer erheblichen Sachschaden an. Geschoß- mantel und Zünder wurden auf dem Dack)- boden gefunden. Nur dem Umstande, daßoas Geschoß mangelhaft krepierte, ist es Zu danken, daß nicht Personen zu Schaden gekommen sind. Nach Meldung des Försters Klip­stein (Böllenfalltor) ist ein weiteres Ge­schoß in der Nähe des Golfplatzes eingeschla­gen. Die technischen Einrichtungen Hes Schießplatzes sind derart, daß bei seiner ord­nungsgemäßen Benutzung zu Scharfschieß- iübungen die Schußrichtung niemals in der Richtung der Stadt liegen tarnt.

Ministerpräsident Ulrich hat an den General M a n g i n in Mainz folgendes Tele­gramm gerichtet:

Heute vormittag 7 Uhr fiel bei den vuf dem Truppenübungsplatz bei Darmstadt stattfindenden Schießübungen französischer Artillerie ein Geschoß in die hiesige Stadt und beschädigte das Dachgeschoß des Hauses Sand­straße 8. Auch in der unmittelbaren Nähe der Stadt bei den Golfplätzen sollen Geschoß- einschlagungen beobachtet worden sein. Ich lege gegen diese Gefährdung der Stadt Darmstadt nachträglich Verwahrung ein und ersuche unverzüglich Maßnahmen, insbe­sondere durch Aenderung der Schußrichtung zu treffen, durch die eine Gefahr für Darm­stadt und seine Bewohner ausgeschlossen Wird."

nn. D a r m st a d t, 13. Juni. Der S i e - delungsausschuß setzte heute seine Be­ratungen über das Landgesetz bis zu Ar­tikel 40 fort. Es wurde im wesentlichen eine Einigung erzielt. Die Verhandlungen werden am näck)sten Dienstag fortgesetzt.

Kundgebung der Mainzer politischen Parteien.

dr. Mainz, 13. Juni. Die unterzeichneten Marteren von Mainz erheben schärfsten Widerspruch tzegen die von Unbefugten wider ben Willen der erdrückenden Mehrheit der Bevöllerung erfolgten jAusrufung einer rheinischen Republik. Sie stehen tote in guten, so auch in bösen Tagen treu zum Deutschen Reich. Zentrumspartei: Deutsche Volks- partri: Deutsch-demokratische Partei; Sozialdemo- itratisckie Partei.

es sich um Auslandskartoffeln handeln, es '(W _________

aber vermutet, baß sie deutschen Ursprungs fi«|popathische är Starkenburg und Rheinhessen. krahinnotui

Nidda, 13. Juni. Hier hat sich m fc ikrhid* bet Stal landwirtschaftliche Bezu gsgenossri» auf bie Nackb schäft gebildet, die ben gemeinsamen Einkoa! geblieben, von Mnstlichem Dünger, Futtermitteln unb Saab m gut in erster Linie bezweckt. Tie GenossenWi< zählt bereits 38 Mitglieder, die sämtlich hier nen. Direktor ist Sanbtoirt August Mann auf i» Krötenburgsmühle, zum Rechner wurde Lmidwirl Karl Kirchhof bestimmt. Tas Feld-Artillrrib' Regiment Nr. 25, das seit 7 Monaten hier uni

jaffangen sind nicht entsprungen aus Mangel an Einsicht, an Tatkraft oder gutem Willen, sondern Waren die Folge schwieriger Verhält­nisse, die zu bezwingen bisher nicht gelang. Der Parteitag spricht deshalb trotz der zu tadeln­den Vorbommnisse seinen in der Regierung sitzen­den Genoisen sein volles Vertrauen aus. Er er- «fcarnt das hohe Maß von Selbstverleugnug, das sie bewiesen durch Uebemahme der Regierung in fbec Zeit höchster Bedrängnis unb lähmendster Zer- -rissnlheit des ^Reiches nach innen und außen an. Er dankt ihnen auch für die Hingabe, womit sie ausharrten, obwohl sie selbst durch den Erfolg ihrer Arbeit nicht befriedigt sein konnten. Ter Parteitag sichert der Regierung kraf- u._, tigfte Unterstützung bei der Turchführung I Abendstunden statt, so datz jeber Hörer ben Besuch aller Maßnahme» zu, die zur Kerwirttichmtg »»-.1 «mit seiner beruflichen Tiätiskett ohne Schwierig-

** Hebet bie Ausbildung t<jj Kriegsteilnehmern zum Richteraani ordnet daß ßanbedamt für Bildungswesen an, bni] die Anrechnung eines Z w i scheusem e st r gleichzeiiig bie Anerkennung des bet reisenden M sck>ensemesters als eines vollen Halblahres<ft die nach 3obren bemessene Studienzeit entkft

** Die Gehilfen bei den hessi­schen Staatsbehörden hatten für 12. Juni l. I. eine Versammlung einberujcJ welche stark besucht war. Es wurde eine CrtJ gruppe gegründet. Der vorläufige SSorfUnb setzt sich aus den nachstehenden Herren jJ jammen: 1. Vorsitzender Alker, 2. Vorsihk». der W Stork, Schriftführer W. Luft, Reclwecs Meier. Die Ortsgruppe ist besttebt, die In. teressen der Bureauveamten zu wahren unb für deren Fortkommen int Staatsdienst Sorge zu tragen.

** Eine Schutz v er ein igung der! deutschen Eigentümer von unga.! rischen Staats- und staatlich ga. Kontierten Anlehen hat sich, wie uns die Gießener Bankenvereinigung mitteilt, ge. bildet. Sie wird in den nächsten Tagen mit einer Erklärung an die Oeffentlichkeit treten, aus der die Besitzer genannter Papiere z« ersehen vermögen, welche Formalitäten ziu Wahrung ihrer Rechte erfüllt werden müssen

** Die Trennung von Kirche pm Staat in ihrer geschichtlichen En,. Wickelung und ihren mannigfaltig» Formen behandelt ein Dorttag von Profess« Dr. M. Schian am Mittwoch, 18. Juni, abtnbi 8y» Uhr, im großen Hörsaal des Vorlcfung4g»s baudes der Universität.

Landkreis Gießen.

O Dorf-Güll, 12. Juni. Bei eins] Grasversteiaerung in der NachbarW wurden für 3000 Meter 900 Mk. bezahlt.

= Lick, 12. Juni. Im Gemerndesaal tw! anstaltete die Gießener Sauglingssün sorge heute eine Mütterberatung. Die hall abend nieder gegangenen Gewitter brachten u»1 serer Gemarkung nur «geringe Niederschlagsmenge Tte Gewitter zogen sich hauptsächlich nach be Butzbacher und Gießener Gegend.

O S t e i n b a ch, 12. Juni. Nach Beendigni« der lwnptsächtichsten Feldarbeiten unb des Ein­fahren des Holzes hat man diese Woche mit ös

** Wem gehör

20. Mai von einem Radfahrer in der Neuen Bäue an gefahren wurde? Tie Eltern wollen sich bei der Krim.-Abt. melden. Zu der Notiz des Polizeiamts über ben KukHiebstahl ist zu berich­tigen, daß ber am 13. Juli 1894 zu Steinbach geborene Karl .Becker aus Lang-Göns mit der Angelegenheit nichts zu tun hat.

** Ruhegehälter und Witwengel­der. Tie am 25. Ium fälligen Ruhegehälter und die am 1. Juli fälligen Witwengelder sind

Stadt zu Wohltätigkritszwecken ben Betrag 25 000 Mk. vermacht haben. Zur Einrickl^ von Untersucknmgsväumen für Schulärzte^ den 2500 Mk. bewilligt. Eine Reihe bqnllfr" Angelegenheiten, insbesondere auch Herricstu« von Wohnungen in verschiedenen Gebäuden trei» bewilligt. Der Vorschlag der VerwalttmgftM? dem Vorbild anderer Städte zur BeschleunW des Geschäftsganges, die nach der Städteordm«l nur dem Oberbürgermeister zustehönde BeftiW Ausgabe-Anweisungen auch an die Beamtend«) stände städtischer Aemter unb BetriebsverwaltnrA zu übertragen, wird gutgeheißen. Dem DarmstM Männergesanaverein werben 100 Mk., für $ Besinnger Kiirderhott 1300 Mk., für aßaben'ij® Volksunterrichtskurfe ber Bettag von 400

jährlich bewilligt. Für Räume zu KinberfpeifE werben 2300 Mk. gutgehrißen. Der Anttag, bet Stabtkasse ein Darlehen von 100 000 Mk zunehmm, um den Betrag an Hausbesitzer für W ftelhmg von Tachräumen zu Wohnungen verstiv lich auszulrihen, findet Annal)me, doch entm® sich daran eine längere Debatte über bie DA ftäbter Wohnungsnot, in ber ber Staftc«' roaltung ber Vorwurf gemacht wirb, baß stt M energisch genug in ber Beschaffung gceiM^ Räume durch Beschlagnahme unbenutzter mmgen, Benützung von Kasernen usw. öorg». Bürgermeister Müller weist auf bie vielen SmM rigfeiten aller Att, ht5befonbere bie außerorbciHM» hohen Sortierungen bes Fiskus für Miete M18 unb ben Umftanb hin, baß seit November 12 000 Personen in Darmstadt zugezogen Verschiedene Projekte seien in Ausführung, müsse man vor weiteren bestimmten Maßnaiw^» ben Friebensschluß abwarten, der bte MogbMW einer Besetzung in sich schließe. Dann werde lioj |