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wieder mit
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nimmt die Kriminalabteilung entgegen.
Gemüse- gelangt am Salat und
die Straßenbahn von morgen ab dem alten Fahrplan.
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** I n der städtischen
Urteilsverkündung am Mittwoch nachmittag erwarten.
Ans Stadt und Land.
Gießen, 14. Mai 1919.
Die Ankunft von 1000 Kriegsgefangenen.
Heute mittag VJ Uhr traf der erste größere Transport deutscher gefangener, aut! amerikanischer Gefangenschaft von Tours in Frankreich kommend, über Limburg hier ein. Am festlich geschmückten Bahnhof hatte sich der Empfangsausschuß, an seiner Spitze Herr Oberbürgermeister Keller, und eine große Menge Zuschauer eingefunden. Die Kapelle des bisherigen Infanterie-Regiments 116 spielte militärische Weisen. Die Leute wurden von der Kriegs-Verpflegungsanstalt in deren Räumen mit Kaffee, Brot und
zum letzten Heller bezahlen. Ein Staatsban- kr-ott sei vollständig ausgeschlossen. Deutsch-Oesterreich sei imstande, die eigenen Staatsbürger vor Verlusten aus der Kriegsanleihe zu bewahren. Tie be Vorsteigende einmalige hochprozentige Vermögensabgabe dürfe zu ni<Äs anderem verwendet werden als zur Abbürdung der Kriegsschuld, nicht etwa zur Deckung der laufenden Ausgaben. Tie Vermögensabgabe werde progressiv sein mit Prozentsätzen., to-ie sie die Finanzgesclnchte noch nie bisher gekannt Jxtbe. Jeder müsse dazu herair- ft^ogen werden. Ter Staatssekretär schloß: „Es kommt jetzt darauf an, die Kriegsanleihefrage zu erledigen, den .Kredit »u heben und jedem die Urberzeugirng zu verschaffen ,daß die Früchte seinen Arbeit ihm nicht weggenonrmen und keine wirtschaftlich^. Existenz gefährdet tverden soll. Tann wird auch der soziale Friede zurückkehren."
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Die Armee Haller.
Berlin, 13. Mai. (Wolff.) Wie wir von zuständiger Stelle erfahren, tft die Nachricht, daß die Transporte der Truppen der Hal- lerschen Armee durch Deutschland eingestellt worden sind, unrichtig. Auch eine Umleitung der Transporte findet nicht statt, vielmehr dauern die Transporte unverändert fort.
Der internationale §rauentongreß gegen Öen (Beroaltfrieöen.
Zürich, 13. Mai. (WTB.) Depeschenagent. 3n der heutigen Sitzung des Internationalen Frauenlorrgresses wurden die von der politischen Immission für die Pariser Konferenz ausgear- bei toten Vorschläge zum Friedensvertrag und znm Völkerbund behcmdelt. Miß Snowden Tiiti- stortr aufs schärfste die Pariser Bedingungen, wobei sie vielfach von starken Beifallskmrdgebungen, besonders auch von feiten der cttg[ifd)en und amerikanischer Delegation mrterbroä)-en wurde. Miß Snowden Ährt aus, daß vor allem das Selbsd- bestimmrrng^reckü der Völker mit Füßen getreten werde. Die Abtretung des Saarbeckens an Frankreich sei ein Schwindel und bedeute nichts anderes als Annexion. Eine nach 15 Jahren erfolgende Abstimmung werde unter dem Druck der französischen Regierung selbstverständliä,, eine 9JZeIyrbcit zn- gimften Frankreichs ergeben. Eine Errtsck>adigungs- summe von 120 Mill iarden werde das deutsche Volk niemals bezahlen 'können. MißSnowt-' den schlug dmrn eine entsprechende Resolution vor, die etnflimmicp angenommen und telegraphisch nach Paris übermittelt wurde.
Die Aktion der Sozialisten.
Verlailles, 13. Mai. (Wolff.) Wie der „Populaire" berichtet, beauftragte der i n te r- national^ Ausschuß, welcher die Friedensfrage prüft, Ramsay Macdo -- nald, Huysmans und L o n g u e t, nach
Tie Versorgung des frühere» deutschen Kaisers.
Rotterdam, 13. Mai. (WTB.) Dem zMeunx Rolterdamsche Courant" zufolge meldet der Daily Expreß" aus Paris, die Alliierten fhätten nicht bic Msicht, die Auslieferung Kaiser Wilhelms zu verlangen, bevor beschlossen sei, was mit ihm geschehen solle. Wilson, dec das Versahren gegen den früheren Staifcr nicht billigt, werde energtsch dafür eintreten, daß das Verfahren unter Aufsulxt des Völkerbundes von statten gehe. „Tailci Expreß" meldet weiter, der frühere ixutfdye Kaiser sverde nicht die Er- laubnis erhalten, sich rrach Teutschlaicd zurückzu- begebeu, man werde auch nicht zugeben, daß er AuseMhalt in einem an Deutschland grenzenden Lande nimmt.
Der Srieöensoertrag mit Vesterreich
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2«mar 1919.
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Italien und der Schweiz zu reifen, um mit den sozialistischen Parteien dieser Länder sich ins Benehmen zu setzen. Die Reise einer Delegation nach Deutschland ist erst nach der Friedensunterzeichnung ins Auge gefaßt worden. Die Delegation soll auch aus Henderson, Mistral und dem Holländer V i b o bestehen. Das Manifest über den Frieden soll morgen veröffentlicht werden. Die Aktion der Sozialisten gegen den Versailler Frieden beginnt innerhalb der Partei selbst auf Schwierigkeiten zu stoßen. Wie der „Populaire" berichtet, stemmen sick eine Anzahl von Parteimitgliedern gegen Die Aktion. Der „Temps" dürfte wohl den Nagel auf den Kopf treffen, wenn er schreibt, daß die tatsächliche Lage durch die sozialistischen Proteste nicht im geringsten geändert werden könne.
Paris, 13. Mai. (Wolff.) Havas. Die von der internationalen sozialistischen Äon ferm 8 in Bern ernannte Aktionskommission prüfte die den Vertretern Deutschlands unterbreiteten Friedensbedingun- aen. Tie Kommission beschloß, den vier Haupt- bevollmächtigten ein Erposs über ihren Standpunkt vorzulegen. Die Kommission erinnert daran, daß die internationale Konferenz in Bern im Februar 1919 einige Grundprinzipien für die Sd-affnng eines gerechten und dauerhaften Friedens, festgelegt habe, Prinzipien, die sie auch dem Präsidenten der Friedensko-werenz übermittelte
die Italiener bei dem Kunstraub, den sie in Oester»! oeich ausgeführt haben, doch wenigstens fabet»! schernige Begründungen aus der Art des Erwerbes 1 der betreffenden Kunstwerke hervorsuchten, cvird hier mit brutaler Gewalt, ohne jede Spur eine wirklichen Rechtes, die Rückgabe gefordert. De Flügel des Genter Altars sind hn Berliner Museum, so lange diese Sammlung überhaupt besteht.. Sie sind von den ursprünglichen Besitzern, für de sie gemalt worden, von Der St.--Bavd--Kirche in (Stent im Jahre 1815 für 3000 Gulden gn de» nieder-ländischen Krnrsthändler M. C. I. Nieuwete Huis vertäust roorten; ein Landsmann also erwart diese Schütze auf "dem rechtmäßigsten Wege. Nieu- wenhuis hat dann das Werk der Brüder Eyck, ft dem man den Anfcmg der modernen germanisch.il! Malerei verehrt, an ehren engtfifdjen KaufmalM für den Preis von 100000 Frs. wnterverlianleli. Es war bieö der Engländer Svlly, der euren Hs deutenden Handel mit Schiffbau bolz zwischen Ena^ land und Preußen betrieb. Solly war es gegllM,^ in icner Zeit der Revolutionen und der napoleo'i rrisehen Kriege mit verhältnismäßig geringen Stoirot] eine Gemäldesammlung zuswmde »u bringen, bic jo kostbare Werte enthielt, wie sie wohl heute "em Privatsammler mehr zusämmenbrin gen kbmtü! Diese Sammlung Häufte mm die preußische Regit» atng im Jahre 1821 für 700000 Taler, imhMJJ Bilder dienten mit zum Grundstock für die ber» liner Gemäldegalerie, ixte damals gnrrüindet,wurto.^ So lange cs also übertxntot noch den iunfttf(®l Begriff des rechtmäßig erworbenen Eigenckums gm, wird diese Folgerung ein Hohn auf dieses Ei'Ml» tumsrecht sein. Nickft anders steht es mit den i» Berlin unb Münckxen befindlichen Flügeln o-s Tlbendmahls von Dirk Bouts, di- uns ebeir falls geraubt werden sollen. Die betten gW[l dieses Altars aus der St.-Petrus-Kirckie m Lmmrl wurden 1834 aus der Aachener Sammlung Batte»-j dors erworben.
Die Lage Deutsch-Lefterreich».
Wien, 13. Mai. (Wolff.) In der vom Verein Währungsschutz einberufenen Massenversammlung äußerte sich Staatssekretär Ä chu m- peter u. a. wie folgt: Die Lage Deutsch-Oesterreichs ist nicht hoffnunsslos Im etgenen Interesse der Mächte, die den Voynbund buben sollen, lügt es, die Aktiven Teutsch-OesterrerchS.m den Nationalstaaten unangetastet zu lassen und eme
Versailles, 13. Nftri . (WTB.) Nächsten Morgenblattern werden die österreichischen Dele- ßierten in St. Gcrmain-en-Laye in Villen unter-- gebracht. Tie Plenarsitzungen finötm im Schlosse selbst statt. Tic Uebergabc der Friedensbcdingun- gen wird im Saale Bouck>cr de PertlM,erfolgen Für eilte unmittelbare Verbindung zwischen St. Germain und Wien ist eine Fnnkspruchstelle sowie eine unmittelbare Telephonverbindung geplant.
Versailles, 13. Mei. (WTB.) Der Zeh- iterrat. wozu Tardicu als Vorsitzender des Territorial ausschusses l-iirzugezogen wurde, erörterte gestern die Grenzen Deutsch-Oesterreichs und Ungarns. die unverändert nach den Ansschußbeschlüs- fen angenommen wurden.
Tas Journal berichtet dazu, ter lschecho-slo- wakische Staat werte Böhmen und Mähren sowie einen guten Teil vom österreichisckxm Schlesien und Tetschm umfassen. Zwecks unmütelbarer Verbindung mit Rumänien habe man ihm auch ungarisches Gebiet an den Karpathen zugewiesen. Dieser Beschluß habe scharfen Widerspruch ter Ukrainer, ter Rassenbrüter ter Ruthemm, liervorge- rufen. Sie hätten namens des Völkerrechts den ganzen östlichen Teil Galiziens bis zum San und den ungarischen Tcll ter Karpathen gefordert. — Die Konferenz, so berichtet das Blatt meiter, ^e- wöhrt Rumänien nicht alles, was ihm im Vertrage von 1916 versprochen war, ter ihm die ganze Bukowina, Siebenbürgen, die Ebene auf dem Itntert Theißuser und ten Banat Temesvaar zusicherte. Jetzt erhält Rumänien die ganze Bukowina, obwoA ihr nördlicher Teil mtbeftnntbar ruthenisch und ukrainisch ist, und Siebenbürgen. Dagegen läßt nun Ungarn die magyarischen Bezirke des Theißtales. Tie Grenze wird etwa durch Szattnar, Remen, Tebueczin, Großwartein, Arad, Temesvaar, Wersecz bezeichnet. Ter südöstliche Teil des Banates Temesvaar wird Serbien zugewiesen. Südsiavien erhält Bosnien, Herzego--, wina, Krortten .and die Krain, ferner die süd- serbischen Bezirke von Ungarn: Baschko znnschen Th'iß und Donau und nördlich ter Trau. Das Säncksal des südlichen Teiles von Kärnten. Steter* mark, der Gebiete um Klagenfurt und Marburg »vird durch Bolksabsttrnmung entschteden. Somit ist Teutsch-Oesterreich auf einen Teil von Kärnten, Steiermark, auf Ober- unb“ Nieterösterrnch und Tirol beschränkt. Wie ter Petit Parisien bin* eusetzt, eichält Italien Südtirol bis zum Brenner Paß. Ungarn besteht nur noch aus ter Donauebene.
Heber die weiteren Bedingungen berichtet ter „Matin": Gemäß ten im Vertrage mit Deutschland angewandten Grundsätzen werden die vor hem Kriege entstandenen Schulten proportional unter alle Staaten tm Gebietv der früheren Habsburgischen Monarchiegeteilt, ebenso die Wiedergutmachungen, wofür Oesterreich-Ungarn die Verantwortung zu tragen haben würde. Dagegen werden bte wahrend des Krieges zu Kriegszwecken gemachten Schulden ausschließlich von Oesterreich-Uttgarn zu tragen fein. Die österreichische Handelsflotte wirt ein Teil ter gemeinsamen Flotte feindlicher Schüfe bilden, welche ten Alliierten ten verlorenen Schiffsraum ersetzen soll. Italien hatte vergeblich gefoltert, daß die in Triest beheimateten schisse nicht unter die Lllliierten verteilt, fontem als zu Triest gehörig bettachtet würden. Durch Verteilung wird lebte Land etwa 45 Prozent von fernem verlorenen Schiffsraum, das heißt, Italien wird etwa 380 000 Tonnen wiedererhalten.
Nemscheid von den Engländern geräumt.
Berlin, 13. Mai. Tie englischen Truppen haben mn Montag unerwartet ten besetzten Teil der Statut Remscheid geräumt.
Der Liebknecht-Prozeß.
Berlin 13. Mai. Im Liebknecht- Prozeß wurde am Dienstag nachmittag die Zeugmvernehmilng abgesÄofsen. Heute begrünet Die PlaidohrrS. Nach Ansicht der Blätter ist die
u.id maritim;n Rüstungen terabzusttzen. Die Internationale begrüße die Wiedergeburt Polens, sie bedauert jedoch, daß die Absteckung seiner Grenzen und die Trennung des deutschen Staates in zwei auseutanderliegende Teile die Ursache von Schwierigkeiten und Mißsttmmung sein werde. Die Kommission erkennt an, daß es gerecht ist, wenn die Zerstörung der Gruben in Belgien und Frankreich für Deutschland die Verpflichtung nach ich zieht, als Kompensationen Kohlen zu liefern, doch kritisiert sie die Bedingungen des Vertrages bezüglich des Saargebieted, die Aufteilung ter deutschen Kolonien und die Zuteilung Schau tu n g s an Japan.
Acußerungen Branting».
r Stockholm, 13. Mai. (Wolfs.) „Allehante" veröffentlicht ein Jttterview mit dem soeben ans Paris und Amstordam zurückgekehrten Bran- t i n g, ter sich folgendermaßen äußerte: Ich hoffe, es werten ruodji mehrere Modisikativnen zu erwarten fein. Diese werten so ansehnlich sein, daßTeutschlandzustimmenkann. Suter ist, daß sowohl in Frankreich wie in England die Arbeiterparteien sich gegen ten Friedens vertrag in ter jetzigen Form, falls er tem Parlament vorgelegt wird, erftaten werten. Henderson, mit tem ich die Angelegenheit besprach, war sich ganz flat, daß seine Parteigenossen dagegen Stellung nehmen würden, da man so wett von jenen Linien entfernt sei, die man für einen sicheren Friedens- schluß erwartete. „Allehanda" wirft die Frage auf, ob Wilson wirklich die Verantwortung für ten Frietensverttag übernehmen wolle. Tas Blatt hält es für wahrsckmnlich, daß ter amcri'fanifte P>Lfi>eüt nur versu chs weise zugestimmt habe. „Afionblatet" schreibt: Es feMt nicht an Zeichen, daß bic Staatsmänner ter Entente nichts so sehr fürchten, als daß Deutschland sich tocigert, das Ge- waltfrietensdvfument Au unterzeichnen, vielleicht mit einer Ausnahme; terat Wilson wäre eine solche Weigerung in Wahrheit ein Sieg für seine Grundsätze, falls diese ernst gemeint sind.
Eine Entschließung des dänischen Reichstags.
Feuilleton.
Die Rantzaus.
Die Persönlichkeit des ersten deutschen Frik- bensdelegierten, des Grafen Bwckdorsf-Rantzau, lenkt in ter englischen und franzößichm Preße die Aufmerksamkeit aus das berühmte Geschlecht, dem er entstammt, und die Matter erzählen allerlei von den teteutenoen gefchichtluhen Persönlub- teiten, die auä dieser uralten Famrlu hervor- oegangen sind. Die Franzosen beschaftrgen ftch natürlich am meisten mit ter glänzendsten F e I d - berrners choi nung des (?seschlechts, jenem romanttscherr Josias von Rantzau, ter bic französischen Heere ruhmreich führte und Z'.'.m Marfcka'ck von Frankreich ernannt wurde, der am Hose Ludwigs XIII. eine Hauptrolle spucke und der Königin Anna so nahe stand, datz man tyn jur den Vater Ludwigs XIV. erklärt tert. ^p1ta5 von Rantzau ist auch bei ims,während des Krieges in einer besonderen Eigensckjaft hervorgehoben worden, und zwar schckderte ihn Würtz, ter tatkräftige SZorkämvser ter Krüppelerz,eljung, als emen der .berühmten Kriegskrüppel" Der schone blande Mann, durch sein ganzes Auftreten zum Herrschen unb Befehlen geeignet rote selten einer, batte nämlich in den zahllosen Schlachten, an denen er sich mit sprichwörtlicher Tapferkeit beterlrqte, mehr als 60 Wunden davongetragen, uni» besaß, wie es in ten Schildenmgeil ter Zettgenossen hecht, öon allen Doppelgliedmaßen des Mannes nur nadj eins"; einarmig, einbeinig, einäugig und mit einem Ohr ist er auch aus dem tekanMen Gemälde baraeftedt das ihn in tnegenscher Rüjtung auf seinem Schlachtroß dahersprrmgend zeigt und freute L Versailles auf die Fr ietensnnter Händler ter» niederblickt. Diese ^gur eines kühnen, von der pMcttbc seltsam verklarten Hrtten, dn ,M1» fX war und phantastisch tote em Gascogner , ift ben Franrosen besonders m der Erinnerung,
Wurst bewirtet.
Auf dem Bahnhofsplatz hieß dec Oberbürgermeister die Zurückgekehrten im Namen der Heimat und der Stadt Gießen mit herzlichen Worten to t llkom- men und schloß seine Rede mit einem Hoch auf unser deutsches Vaterland, tooran anschließend die Menge „Deutschland, Deutschland über alles" sang. Mü Tücherschtoenken und Willkommenrufen begrüßte die Einwohnerschaft den Zug, der durch Bahnhofstraße, Liebiastraße, Frankfurt ter Straße, Süd-Anlage, Ludwigsplatz, Kaiser-Allee unter Vorantritt der Regimentsmusik zum Lager rückte.
Da in beit nächsten Tagen noch mehr Transporte zu erwarten sind, wäre es wünschenswert, wenn die Anwohner dieser Straßen durch Beflagaen ihrer Hauser den Zurückgekehrten einen herzlichen Gruß böten. Also Fahnen heraus! Tücherschwenken, Willkommenruf von Fenstern und Straßen, begrüßt alle herzlich die Zurück^ekehrten! Freudig ist es zu begrüßen, daß sich Kinder mit Handkarren anboten, den Leuten ihr Gepäck zu fahren. Aber noch mehr müssen mit kleinen Wagen zur Stelle sein! Die der Kommandantur des Lagers zur Verfügung stehenden Fahrzeuge reichen nicht aus; die Leute behalten auch gern ihr Gepäck bei sich.
Also, Jung-Deutschland, helfe hier!
Wir hoffen, daß es uns möglich sein wird, die Ankunft weiterer Transporte rechtzeüig bekannt zu geben.
Tie Straßenbahn verkehrt wieder.
Wie uns soeben mitgeteilt wird, verkehrt
Heinrich von Rantzau, ter seine diplomatische Erziehung am Hofe Karls V. erhielt, wo er in ten Jahren 1548—53 in wichtiger Stellung sich auffrielt. diachdern er 1566 seinen Vater in der Herrschaft von Schleswig unb Holstein gefolgt war, wurde er von König Friedrich I. Don Dänemark zu großen diplvmatisckjen dlusgaben verwendet unb erlangte durch sein großes Wissen und durch seine ungeheuren Reichttimer einen internationalen Rus. Er war ter Bankier teq Fürsten unb ter Staaten, lieh nicht nur Friedrich II. von Dänemark Geld, fentern auch Karl V.f Philipp II. von Spanten unb ter Königin Elisabeth von England. Mtt allen Fürstlichkeiten unb Staatsmännern Europas ftontb er in Briefwechsel irnb ebenso mit den größten Gelehrten feiner Zeit, mit denen er über ihre Studien korrespon-i teerte. Dem großen Astronomen Tycho Bräfre gewahrte er eine Zufluchtsstätte; er hat selbst eine «rote Reite von astt^ogischm, hiidorischen, genea- togijchen, militärischen^ geographischen und biete teriscten Werken verfaßt und besaß eine ber te- riif/mteften Büchersammlimg-n. Eine interessante Persönlichkeit ioar auch der im 18. Jalj-rhundert fcbenbe dänische Staatsmann Schak-Karl Gras txm Rantzau, der einen erbitterten Kampf gegen Rußland führte unb ganz SEanbinaöten gegen teesen Fciito zusammenschließen wollte. Sein Lebensziel scheiterte; aus seiner führenden Stellung, wurde er von dem Abenteurer Strucnfee nt den Hintergrund gedrängt; in Jntriguen und Gefahren rieb sich der leibenjchaft iche Mwm auf, um schließlich nach laugen Irrfahrten fein Leben in einem französischen Dörfchen zu befchließen.
— Wie der Genter Altar nach Berlin k a m. Der Entwurs der Friede, isbedinMingen' oeckaua! mich, daß eins der herrlichsten Werte brr Berliner Museen, die Flügel des^Gmter Al- tars. an Belgien abgegeben werten soll. Wahrend
rtem'o die Rolle, die seine geistreiche Gemahlin am französischen Wnigshose spielte.
Englische Blatter greifen mehr auf die Reihe bedeutender Staatsmänner zurück, die das Geschlecht der Rantzaus hervorgebracht hat. Diese Familie, eine der ältesten, reichsten unb aus- gebreitetsten Holsteins, die ihren Ursprung bis ins ll.Jahrlmndert zurückversolgen kann, zählte bereits 1600 120 männliche Vertreter, die über einen gewaltigen Länderbesitz verfügten, v.nb ist gegenwärtig in 6 verschiedenen Zweigen unter dem Abel Deutschlands, Dänemarks unb der Niederlande vertreten. Die Familienchronik zählt eine verwirrende Fülle von Männern auf, die sick) nicht nur in ber Geschichte Schleswig-Holsteüis und Dänemarks, sondern auch in der Weltgeschichte hervorgetan haben.
Tie beiden, die tm 16. Jahrhundert Wclt- rnhm erlangten, waren 'Graf Johann von Rantzau und Graf Heinrich von Rantzau. Johann von R a n tz a u, de r nach langen Reisen bis nach Spanien unb dem heiligen Lande zum Hofmeister des SohneS des 'Herzogs Friedrich von Holstein ge- mackc worben war, veranlaßte den Herzog als Gegenlönig gegen Christtan II. von Dänemark anf- zutteten unb als Ehristtan III. die Krone von Tänemark zu ergreifen. Die vereinigten Gegner Christians III. schluy er 1535 am Ochscnberg auf Hünen, und auch die Heerhaufen. die sich 1559 zur Unterwerfung Titbniarfchciis vereinigten, franz ben unter feiner Führmrg. 20 Jahre .hn^urch roar er der leitende Staatsmann Dänemarks. Nachdem er 1544 den Vertrag zwischen Christian III. intb Karl V. yu Speyer zum Abschluß gelwicht hatte, trat er von seinem Posten als veranttoort- fidjer Staatsmann zurück, weil die Teilung ixr Äerzogtünor, der er sich entschieden widersetzt hatte, zur Durdfführung tarn.
Ter andere große Steatsmann aus dem Geschlechte der Rantzaus im 16. Ächchuubert ist
unb die als Grundlage für die Prüfung dienten. Sie erkennt die für die Wiedergutmachung einiger in diesem Kriege begangenen Ungerechtigkeiten gemachten Ansttengungen und die Bemühungen an, einige der unterdrückten Völker zu befreien, begrüßt die Schaffung des Völkerbundes und stellt fest, daß die Kriegsgefangenen heimbesördert werden sollen, sobald oer zukünftige Friede unterzeichnet ist. Der Völkerbund in der vorgeschlagenen Form sei jedoch eine Liga von Regierungen und Exekutivkomitees und nicht ein Bund der Völker und Parlamente. Er verpflichte nicht alle Teilnehmenden, sich Schiedsgerichten und Beschlüssen zu unterrocrien, bevor sie zum Kriege greifen. Er sckreine kein Instrument der internationalen Gerechtigkeit zu sein. Die Kommission verlangt die Zulassung von Deutschland und Rußland, unb zwar sobald als möglich, bantit ber Bund wirksam loeitere Kriege vermeiden könne. Die Beschränkung ber Rüstungen Deutschlands fei eine für die allgemeine Abrüstung notwendige Bedingung, die einzige Friedensfrofsnung, unb notwendig für die Sicherheit der Nationen, doch fordere die Internationale von den Alliierten, ihre militärischen
L, daß 2 »-And •Ä Ramien. ^ksnochut (weffe unfi M werden -Mini bittet, »und der W< aija »Jil chq, abend
°b Mihlen Siel u Deutsch' ii$if heuliAe S f »egen Raun y-, sondern i « Som Wai Wnd mitatei 1 Ksm-AssiM üi Schaefer i spräche h « Das Au en uslv. ist r vormitt st zu beschrrn Ermatten l > die Polizetbe »zur Anwend "Anstellun dei ber Tis süächß im Arte imb, Mm fei i des Mvch 6i Tienfizweig t "M lttpwbung , mich tem si
I gerechte Bettellmig der KriegSkosten herbeizuftchren. Tei < t sck'^Oe fter re ich werde die auf dieses Land fallende Oitote der Kriegsanleihe übemehinen und bis
Kopienhagen 13. Mai. (Wolff.) Reichstag hat gestern in geheimer Sitzung mit 124 gegen 30 Stimmen die von dem Abgeordneten Neergaard vor gelegte, von dem Staatsminister namens der Regierung, von der radikalen Partei und von dem Abgeordurten Sigvalb Olsen namens der sozialdemokrattschen Partei befürwortete Entschließung folgenden Inhalts angenommen: ,Andern der dänische Reichstag seine Freude darüber ausspricht, daß der kommende Frirte mög- lichettveise die nationale Hoffnung des dänischen Volkes erfüllen wird, beharrt er auf seiner Resolution vom 23. Oktober JL918 und auf feinem Wünschen hinsichtlich der Abstimmungsgebiete in Schleswig, die von allen Parteien des Reichstages sowie von den Delegierten unb Repräsentanten des dänischen Wählervereins in Schlesnng den alliierten und assoziierten Regierungen vor- gettagen worden sind. Der R i^hslag ist nach wie vor der Ansicht, daß eine Abstimmung auf Grund dieser Wünsche die beste Garantie für die nationale Zukunst des dänischen Volkes geben wirt."
Verkaufs st eile (Brandplatz 3) Donnerstag Spinat, Rhabarber, und sonstige Gemüse zu billigsten Preisen zum Verkauf. Außerdem gelangen Apfelsinen von 70 Pf. an unb Zittonen zu 55 Pf. zum Verkauf. Es wird besonders bemerkt, daß es sich um erstklassige Ware handelt.
♦* Die freundlichen Eisheiligen, Mamertus, Pankratius und Servattus, die sonst so gefürchteten drei gestrengen Herren, ließen in diesem Frühling Gnade vor Recht ergehen und zeigten sich von ihrer mildesten Seite. Sie waren damit zufrieden, daß wir fast zwei Monate lang einen Frühling des warmen Ofens gehabt haben, der an manchen Tagen fast bis zuni Nachwinter aus- artete, und verzichteten daher auf ihre Re- gieruugszeit um die Maimitte.
** Das Fest ihrer silbernen Hochzeit begehen heute am 14. Mai Eisen- I bahnschaffner Ludwig Biedenkapp unb j seine Frau geb. Beckel.
** B ah ndieb stahl. In letzter Zeü I wurde auf dem hiesigen Bahnhof ein Stück- I gutwagen erbrochen und mehrere Kisten mit j Wein, Zündhölzern, Str oh hüten, Hobeln, Ta-M bak unb Edelweiß-Milchzucker entwendet. Es D ist anzunehmen, daß die Sachen zum Verkauf 1 angeboten werden bzw. bereits angeboten W worden sind. Sachdienliche MitteilungenW


