Ausgabe 
14.4.1919
 
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Nr. 88 Zweiter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Tderhessen) Montag, (4. 'lxrtt (9(9

kirchliche Nachrichten

der

Garde pme tarfyre Volkswehr foH crbilbet wer

anrc-scr

grüßte tief imb

Ader sie verzog vorbei.

Eine Reiterin sprengte in kurzem Galopp den Reitweg I;erauf, der neben der stillen Seiten- atlee herfülwte. In zehn Sprüngen Abstand folgte ihr ein Reitknecht. Dorival erkannte sie auf den ersteh Blick.

Es Iwir 'die Tami ans der Oper!

Blitzschnell jagten sich die Gedanken in ihm. Sein erster Geixlnke war der heiße Wunsch, den guten. Doktor, seinen Freund, den er gern hotte, möchte doch augenblicklich oder womöglich noch schneller der Teufel holen. Er konnte ihn jetzt

den. Freiw'lsia>' Vor! Eilt zu den Waffen! Bmn berg, den 13. Avril 1919. Tas Gesamtministrrrum des Freistaates Bavern. (Ge;... Unterschriften. 1

Der Entwurf der Völkerbunde;.

Paris, 13. Avril. (WTB.) Nack einer Reuter-Meldung ist der Entwurf des Völ- bundes hier veröffentlicht worden. Rack dem Entwurf wird der Völkerbund gegründet, um ein internationales Zusammenarbeiten nrr Förderung des Friedens zu sichern. Der Bolkevbund wird

Atrche und Schule.

Die Einführung tincs Jugendfountages in Hessen

Das Oberkonsistvrium hat an die evangelischen Dekanate, Pfarrämter und Kirchen­vorstände ein Ausschreiben gerichtet, in dem es

D.r Völkerbund wird onerfcnnt als zentrale Körperschaft, die sich zur Aufgabe setzt, un olf- gementen jede Art internationaler Tätigkeit zu organisieren und zu nwerstützen.

Zusätze zu diesem Vertrage bedürfen der Ril ligung aller Stzwten im Rat und Majo ritäl in der Vrrsannnlimg .Tic Staaten, .wlu*' erklären, derartig mtgLnommeire Ziffatzarurage ov - zul.'bnen, sind durch sie mdjt gieoundcn, l>ören aber in diesem Falle mis, Mitgtiüier des Völkerbundes zu sein. .

Zur Speckeinfuhr.

In der Tagespresse ist bei Erörterung der be­vorstehender! Spcckeinsuhr auf das häuftge Vor­kommen von Trichinen im amerikanischen Speck hingewiesen worden. Hierzu ist zu bemerken, daß die Trichinen im Muskelsleisch ihren Sitz haben und daß deshalb der mit Muskelsleisch besetzte oder durchsetzte urchwachsene) Speck vor der Ausgabe auf Trichinen untersucht werden muß, wodurch jede etwaige Gefahr der Trichinenübertragung beseitigt wird. Die für die Massenuntersuchung erforder­lichen Vorbereitungen sind bereits getroffen. Der Speck, der zunächst zur Einfuhr gelangt, ist zum Teil gesalzen (trocken gesalzen) oder gepökelt und geräuchert. Natürlich könnte der gesalzene Speck nachträglich geräuchert werden, (wenn eine Aus­gabestelle Wert darauf l legte, nur geräucherten Speck zur Ausgabe zu bringen.

nicht brauchen. Der zweite Gedanke war lang und bestund aus lauter Jubel und Seligkeit. Ter dritte Gedanke war niederdrückenü und gruppierte sich um die Fruge, ob es im Tiergarten in Berlin etwa unangenehm auffullen mürbe, wenn ein ele­ganter Herr einer schönen Frau auf galoppieren-' dem Pferd zu Fuß nachrennt. Ter vierte Gedanke war das greuliche Gefühl, er benehme sich wie ein Blödsinniger. Tiefer Gebaute war besonders rich­tig. > Tenn er stund mit weit aufgerissenen Augen starr da wi^ ein Bettler, der nn Rinnstein ein Goldstück gefunden hat . .

Trapp, trapp da war sie. Dorival zog seinen Hut und

Handel.

Frankfurt, 12. April. In der heutigen Generalversammlung der Mitteldeutschen Creditbank nmrden sämtliche Anträge der Verwaltung genehmigt und die Verteilung einer Tftffdende von 7 Püozent beschlossen. Die aus- scheidcnden MitgÜieder des Aussich'.srates wurden Wied er gewählt. In den Aufsich srat wurden Herr Tr. Otto von Steinmeister in Frankfurt und Kvm- merzienrat Benno Klopfer in Augsburg neuge- nählt.

Der Doppelgänger.

Roman von Carl Schüler.

Fortsetzung Nr. 6.

Ter Direktor nahm den Portier auf die Seite.

Wahrscheinlich ist er ein Spießgeselle von dem wie raunte sich der Kerl?" ~er xtrcftjr hatte in langer Arbeit als Hotelletter .das Ge­dächtnis für Namen verloren, was ihm viele Ver­legenheiten bereitete.

Herr von Armbrüster. Jnrmier adlig. Anders tUt ^Natürlich. Litte diese Hoteldiebe und Hoch­stapler führen adlige Namen. Bei seiner vor,w rigen Amoesenheit bei uns, die uns in die grau­lichsten Vertegenl-eiten gebracht hat, nannte er sich wie nannte er sich doch?"

Graf von Leimegg, Herr Direktor.

, Richtig .richtig. Damals war er Graf Jetzt begnügt er sich mit dem Baron. Lreber Vogel­sang, wir müssen sofort die Polizei, benachrich- tinen. Tas heifct ~ nur. kein Mnelzen. Nur keine Unrul? inö >.wus bringen. Wir haben ge­rade so viele Gäste. Tas ganze erste. Stockwerk ist besetzt DaS zlveite auch bis auf »wer oder drei Zimmer. Hat dieser Gama viel Gepäcks.

Ter Portier gab die Frage des Mtcftor^ durch das Hauotclepbon hinauf an den Ovcr- kellner, dessen Aufsicht die zweite Gtagc unter­stand. Tie Antivort lautete, daß auf Zimmer 2/3 vier große Koffer und drei Handta>chen limrden.

Sehr gut," lächelte der Trrektor.Der Mann wie hieß er doch?"

Tvktor da Goma."

umfassen: a) alle kriegführenden Staatar, dw ut einem dem Entwurf beigegebenen Schriftstück gc nannt sind, b) alle neutralen Staaten, die eben falls genannt sind, c) in Zukunft jedes Land mu Selbstregierung, dessen Zulassung von zwei Drittel derjenigen Staaten, die bereits Mitglieder br? Bundes sind, gutgeheißen wird

Der Bund wird seine Tätigkeit auSüben buten eine Versammlung von nicht mehr al - b re i Vertretern eines? ieben Glied staates, von denen jeder Gliedstaat jedoch nur eine Stimme hat, und einen Rat, der zu nächst von je einem Vertreter der Großmächte und je einem der vier anderen Mächte gebildet ist. Dieser Rat wird von Zeit zu Zeit durch die Ver sammlung gewählt. Die Zahl der Mächte icbci Klasse, die im Rat vertreten sind, kann durch einstimmigen Beschluß des Rates oder durch Mehr­heitsbeschluß der Versammlung erhöht werden. Andere Mächte haben das Recht, als Mitglieder des Rates bei der Erörterung von Angelegen­heiten teilzunehmen, an denen sie besonders intern cssiert sind. Im Rat hat wie in der Versamm­lung jeder Staat nur eine Stimme. Diese beiden Körperschaften müssen in festgesetzten Zwischen^ räumen zusammentreten, sie können sich mit iebem Gegenstand von internationaler Bedeutung be­fassen oder solchen, die den Weltfrieden bedrohen. Tie Beschlüsse beider Körperschaften müssen ein stimmig sein, außer in getvissen Fällen, die durch Stimmenmehrheit entschieden werden. Der Völker­bund wird ein st ä n d i g e s Sekretariat haben. In diesem und in allen dem Völkerbund unterstehenden Körperschaften dürfen gleicherweise Männer wie Frauen vertreten sein. Ein ft ä u 1 diger Gerichtshof für internationale Justiz und verschiedene ständige Kommissionen und Bu­reaus tverden ebenfalls errichtet roerben.

Tie Gliedstaaten kommen überein: a) ihre Rüstungen zu vermindern, b) sich gegenseitig über ihre militärischen Rüstungen itnb ihre Marine- und Heeresprogramme vollständig zu unterrichte'", c) gegenseitig ihre Gebiete und ihre polttisckle Un abhängigkeit zu respektieren und gegen einen fr em Cten Angriff zu sichenr, d) alle internatio­nalen Streitigkeiten entweder einem Schiedsgericht oder einer Prüfungdurch den Rat zu unterbreiten und in keinem Falle zu einem Kriege zu schrecken, bevor drei Monate nach einem Urtecksspruch verflossen sind oder ettimüttge Empfehlung erfolgt und selbst dann nichr zum Kriege zu schrecken, wenn ein Staat das Urteil dieser Empfehlung nicht annimmt, el einen Staat der den vorstehenden Vertrag gebrochen bat, .-w betrachten, als ob er eine Kriegshandlung gegen den Völkerbund begangen und alle wirtschaftlichen und anderen Beziehimgen mit ihm abzubrecken. den Truppen solcher Staaten, welche im Name des Völkerbundes eine bewaffnete Macht bilden, den Durchzug durch ihre Gebiete zu gewähren, keinen bindenden Vertrag in Erwägung zu ziehe,', bevor er dem Völkerbund mitgeteüt ift, welcher bann zur Veröffentlichung desselben schreiten wird, der Versammlung das Recht zugeftehen, eine IWiedererwägunq der Verträge und solcher inter nationalen Bedingungen anzuraten, die mit den Notwendigkeiten der Gegenwart nicht übereilt stin'- men, unb keinerlei Verpflichtung als bindend an-m- selum, welche mit dem Vertrag nicht übereinstimNtt Ein Staat, der feine Verpflichtungen bricht, darr von dem Rat aus dem Völkerbund ausgeschloffen werden.

Ter Vertrag berührt die Kvaft solcher nckei- nationaler Verpffich'mrgen nicht, welche dieSchieds Verträge ober Vereinbarungen bestimmter Länder gteidji der Monvoe-Doktrin die Sicherung unb Auf rechterhaltung des Frieocns zum Gegenstand habe:'.

Tie ehern aligestdeut scheu Kolon ie it und die Gebiete des o t t o m a n i sche n Reiches werden im Interesse der Zivilisation durch dazu ausgewählte Staaten in ihrer Ei<teu- schvft als Mandatare des Völkerbundes verwaltet, der seinerseits die allgemeine Aui sicht .führen wird.

israelitische Religicnsgemehibe. Gottesdienst in ... Svnagoge (Süd-Anlage). Dienstag den 15.u. Mittwoch den 16. April. P a s s a h f e st. 1. Tag. Vorabd.: 7.15; morg.: 8.30. Predigt. 2. Tag. Vorabd.: 7.15; morg.: 8.30: abds.: 7.40 u. 8.10. Israelitische Rcl.gionrgesellschaft. Passahfest am Dienstag den 15. und Mittwoch den 16. April. 1. Tag. Vorabd.: 7.00; vorm.: 8.00. Predigt. Nachm.: 4.00. 2. Tag. Vorabd.: 8.05; vorm.: 8.00; nachm.: 4.00; Festesausgang: 8.10. Wochen­gottesdienst: Morg. 6.30, abds. 6.30.

heißt:So sehr wir auch gerne anerkennen, daß viele Geistliche mit Treue und Eifer nach Kräll ten der konfirmierten Jugend sich annebmen, so scheint es uns doch erforderlich, daß die Ge­meinden immer wieder mit allem Nachdruck aus die Aufgaben, die hier vorliegen, auf die Größe dieser Ausgaben und auf die Verantwortlichkeit, die auf den Gemeinden liegt, hingewiesen werden. Wir ordnen deshalb an, daß in jedem Jahr der Sonntag Jubilate als Jugendsonntag tu begehen ist, und daß an diesem Sonntag in den Gottes­diensten, sowie auf Familien-Abenden, Eltern- Abenden und bei sonstigen geeigneten Veranstal­tungen unter Heranziehung der Jugend und der bestehenden Jugend-Vereinigungen auf all das hingewiesen werden möge, was unter Jugendpflege und Jugendfürsorge zu verstehen ist. Wir ordnen ferner an, daß an diesem Sonntag eine Landes- kirchenkollekte zur Erhebung kommt, deren Ertrag der kirchlichen Jugendarbeit dient und dem Evan­gelischen Jünglingsbund in Hessen (Hessenbundß sowie dem Evangelischen Verband zur Pflege der weiblichen Jugend in Hessen, deren segensreiches Wirken wir als bekannt voraussetzen, überwiesen werden wird."

** Tas Verwundetenabzeichen für Heimat i ä m p f e r. Auf das Abzeichen für Ver­wundete haben nach einer Verfügung des Kriegs» mcnisteriums auch die Angehörigen der Frciwil-- ligenverbände Anspruch, die in den Kämpfen zur Wiederherstellung der Ruhe und Ordnung im Reiche verwundet worden sind. Auch für sie gelten die Bestimmungen des Erlasses vom 1. April 1918 darüber.

** Lichtspielhaus. Heute ist letzter Tag des Hella-Moja- und Stuart-Webbs- Filmes. Von morgen bis Freitag tritt Ellen Richter in:Der Flieger von Görz" auf.

Landkreis Gießen.

-m. Langd, 11. April. Am Mittwoch nach­mittag brach im hteffgen Staats!', alb, Distrill Heeg- Ivald, ein Waldbrand aus, der in kurzer Zeck einen 15jährigen Fichtenbestand von sechs Morgen vernichtete. Durch das rasche Eingreifen der Orts­bewohner wurde ein weiteres Umsichgreifen des Feuers verhütet. Die Entstehungsursache des Brandes ist unbekannt. ,

Starkenburg und Rheinhessen.

nn. Darmstadt, 10. April. In der heuti­gen Sitzung der Stadtverordneten wurde, um der Wohnungsnot zu steuern und dabei kein Mittel unversucht zu lassen, beschlossen, für sieben Bezirke der Stadt besondere Kommissionen hinter dem Vorsitz eines Stadtverordneten zu bil­den. Ihnen wird die Aufgabe zufallen, planmäßig Olle Räumlichkeiten ihres Bezirkes zu ermitteln, die für die Umwandlung in Wohnungen in Frage kommen, auch Einfamilienhäuser und größere Woh- faungen zu bezeichnen, in denen durch Einschrän­kungen weitere Wohngelegenheit geschaffen werden kann.

Hessen-Nassau.

** Gelnhausen, 14. April. Wie aus dem Anzeigenteil ersichtlich, wird mit der hiesigen Ariguslasckpile (lOftaffige höhere Mädrlxnschule mit Vorschule für Knaben) vom neuen Schuljahre ab (24 April d.J.) ein Schüler innen heim ver­bunden, in dem schulpflichtige Kinder mütterliche Fürsorge, gesunde Lebensweise sowie körperliche und geistige Förderung finden sollen.

haben?"

Ausgeschlossen, Herr Tirektor. Ich habe mir nichts an inerten lassen."

Sehr gut, lieber Vogelsang. Paffen ^tc auf, wenn der Herr von Gama zurückkommt und benachrichtigen Sie mich sofort. Ick gebe jetzt aufs Polizeirevier unb bitte den Leutnant, nur auf Anrus einen Beamten zu senden. Also, Vogel­sang, halten sie die Augen auf!"

Ter Portier postierte sich wieder in der Nahe der Tür.

Dorival, nichts Böses ahnend, bummelte mit seinem braft.ianffchenJrcurbl durch ten Tiergarten.

Sehr netter Herr, dieser Rittmeister von Umbach," sagte der Brasilianer, als das Gespräch sich dem zufälligen Zu,ammentreffen am Abend vorher im Esplanade-Hotel zuwandte. .Mein Freund Elaudino ist ganz entzückt von ihm. Er hatte bei einem deut'cl^n Offizier nicht ,o viel Interesse für feine Geschiss e vermutet."

O, Umbach ist ei n ganz hervorragender Mensch. Ter interessiert sich für aller," antwortete Dorival.Er hat begründete Aussicht--"

Er hatte noch etwas zum Lobe seines Fveun-

Au» Statt und Land.

G ießen, 14. April 1919.

Gültige Lebensmittelmarke«

für die 16. Woche vorn 14. bis 20. April 1919.

Brot: 2250 Gramm Brot oder 1680 Gramm Mehl, Brot Kilogramm 50 Pf., Weizenbrotmehl 56 Pf., Weißbrot für 5tzranke .Kilogramm 80 Pf.; Weißbrotbäcker: Paul, Bahnhofstraße, Bende, Bahnhofstraße, Klirnpf, Walltorftraße.

Butter: Marke Nr. 16, 80 Gramm zu 96 Pf.

Fleisch: Wochenabschnitt 16. Metzger für Fremde und Urlauber: Adolf Möhl, Bahnhofstraße.

Kartoffeln: Anteil 5 Pfund zum Pveffe von 43 Pf. <

Lebensrnittel: Auf Marke 3 kommen 375 Gramm Kaffee-Ersatz, auf Marke 4 2 Pfund Mar- rnelabe zur Ausgabe.

Nährmittel: Marke 4, April 1919. Auf die gelben Karten (A) 250 Gramm Suppenfabri­kate. Auf die roten Karten (B) 375 Gramm Grieß, 250 Gramm Haserflocken, 250 Gramm Kinder- GterftenmcbL Auf die blauen Karten (C) 250 Gramm Graupen, 375 Gramm Teigwaren, 125 cOramm Haserflocken, 125 Gramm Suppensabri- late. Zugezogene und iKranke: Vogel, Schützen- ftraße 5. Urlauber: Haubach, Schützenstraße 2.

Zucker: Marke 4, Aprck 1919. Zucker für April noch nicht eingetrosfen. Zugezogene unb Kranke: Reinl-ardt, Krofdorfer Straße 10. Ein­zelne abgestempelte Marken (Nr. 4, für Urla.'bcr) find sofort in der Verkaufsstelle Gessert, Krofdorfer Straße 11, einzulösen.

Seife: Marte für Aprck 1919. Anteil 125 Gramm K.-A.-Seifenpackver zu 15 Pf., 50 Gramm K.-A.-Seife zu 20 Pf.

Gemüse: Städtische Obst- unb Gemüsever- .«ufsstelle Turml)aus am Brand. Artischocken, Gelbe Kohlraben, Gelberüben, Lauch unb Sauer­kraut. An Dörrgemüse: I Weißkraut, Wirsing, Gelberüben, Weißerüben, getrocknete Kartoffeln.

Samenverkauf: Brotkartenbezirk 2

Turmhaus am Brand. Verkauf findet statt: Mon­tag, Dienstag, Mittwoch. Saaterbsen verschiedener Sorten.

Höchstpreise für Ferkel und Läufer- schwcine aufgehoben.

Am 10 März hotte das LandesernährnngsaMt nach dem Vorbilde des Regierungsbezirks Kassel ^Höchstpreise für Ferkel und Läuftrschweine fest­gesetzt Ta nunmehr diese Höckfftpreisfesffetzung für ben Regierungsbezirk Kassel aufgehoben lüorncn ist, wurde auch sürHe 'ssen die dicsbezüglickte An­ordnung wieder aufgehoben, zumal da sich ge­zeigt hat, daß die Festsetzung der .Höchstpreise ben von der Bevölkerung erwarteten Erfolg nicht ge­habt hat. Tie Ferkel wurden einfach zurückgehalten. Der auch von Hessen an das Reichsernährungs- Ministerium gerichteten Anregung, Höchstpreise für das ganze Reick)sgebiet festzusetzen, ist nicht ent­sprochen worden. Ta Hessen nicht genügend Ferkel produziert, ist es auf die Einfuhr angewiesen. Die Aufrechterhaltung der Höchstpreisseiffetzung für Hessen würde auch weiter die unerwünschte Wirkung haben, daß Ferkel imb Läuierschweine nicht mehr zur Änfuhr gelangten. Auch aus diesem Grunde war die Aufhebung der Höchstpreise geboten, da ncrabe in den für die Einfuhr nach .Hessen in Betracht kommenden Ausfuhrgebveten Höchstpreise nicht beflauben.

UcbrigenS soll die nächste Zeck einen größeren Anfall von Ferkeln bringen, so daß die Preise hierfür zurückgehen werden. Sollte diese Erwarttlng sich nicht erfüllen, so sind auf Anregung tws ReichstrnährungsministerillnÄ andere Maß­nahmen geplant.

Gegen den Schleichhandel mit Fteifch.

Um die Aufbringung des Schlachtvtelis zu er­leichtern, sind vom Retchsernäbrungsminifterium die Fleischrationen vom 17. März an auf bte früheren geringen Sätze von 100, 150 und -00 Gramm !>erabgesetzt worden. Da jedoch eine der Hauptursachen der gegenwärtig^l Schwierigkeckm bei der Ausbringung des benötigten Schlachtviehs in der ungewöhnlichen Z u n a hm e der Schwarzschlachckungen und 'W Schlei Handels mit Dich und Fleisch zu leben ist, wird die Herabsetzung der Fleischrationen nunmehr durch die Aufforderung an die Regierungen der deut­schen Freistaaten ergänzt (Rundschreiben vom 2. April 1919), den Schleichhandel mit Vieh und Fleisch nachdrücklichst zu bekämpfeil Tie der ictzl- gen geringen Fleischration entsprecheilde Lchlachi- viehltestrung muß durch rücksichtsloselln- Wendung aller zu G e b o t e ft e h e n d e n Mit­tel erreicht werden. Tie SZiefmmg ber aut das äußerste notwendige Maß eingeschränkten An­forderung für die Fleischversorgung wird um so leichter möglich sein, je schonungsloser und durch­greifender die Behörden gegen den Lchleichhandll mit Vieh und Fleisch auf dem Lande und m ben Städten vorgehen. ________

der andere zu ermitteln fein. Vier große Koffer und drei Handtaschen' Hoteldiebe reisen nicht mit so viel Gepäck Hm. Vielleicht will der Kerl, dieser dieser"

Emil Schnepfe ist der richtige Name des Grasen Lennegg und des Barons Armbrüster." Richtig, richtig. Passen Sie auf, dieser Schnepfe will den Gama ausplündern. Sebcnfeii Sie: vier Koffer und drei Handtaschen! Hat der Schnepfe gesehen, daß Sie ihn wiedererkannt

Hochschulnachvkchten.

Studentenschaft und Freiwilligcnwerbung.

Leipzig, 12. April. In der Wandelhalle der Universftät fand eine große Studentenver- fammlung statt, in ber eine Ausforberung an bie gesamte Stubentenschast, sich ben bestehenben Reich swehrformationen zur Ver­fügung zu stellen, beschlossen würbe. Die. Leip­ziger Studentenschaft geht dabei von der be,timm- ten Erwartung und festen Zuversicht aus, daß sämtliche deutsche Hochschulen sich dem Beschluß der Leipziger Studentenschaft unverzüglich an­schließen. Dem einmütigen Wunsche. der Stu­dentenschaft zufolge wird die Universität heute mittag geschlossen.

Letzte Nachrichten,

vir Lage in Sachten.

Dresden, 13. Aprck. (WTB.) Infolge des Belagerungszustmides I?ai sich heute die Lage so luxit gebessert, baß überall verhältnis­mäßige R u he emgvtreten ist, jedoch burdyogen heule vormittag nock;, lleine Trupps vmr Temou- ftranten die Stadt. Tie für heute paibevaumte Korn- munistenversanrmlmrg verpuffte völlig. Im Lande haben in den letzten > Tagen in t>ertoebeiren Orten Kundgebungen gegen die Lebe nsmittel teu erung ftattgefimben, boch hat sich hier die Lage wesent­lich gebessert. Im Zwickau-Oelsnitz-Luckauer &W tenretiier, wo der Streik im Abflauen begriffen ist, haben sich bei einer Abstimmung 90 Prozent der Arbeiter gegen die Fortsetzung des Streiks erklärt. Wie weiter mitgeteilt wird, wurden bisher in

Esel! Hast du noch nicht gelernt, daß es eine Unverschämtheit ist, Tomen zu grüßen, die dri nicht kennst?"

Ta kam ihm der wirklich gute Geoante.

Mit einem Satz war er iteben dem Reitfftech». Zwischen feinem rechten Daumen und Zeigefrnaer glitzerte silbern ein Taler

Wer ift die Tome?" flüsterte er.

Tochter ites Konsuls Rosenberg öonfc sehr!"

Hallali!" sagte Dorival ganz laut

Doktor Marcellino lackte.

Tas war wohl eine Verwechslung?" fragte er boshaft.

Dia ja, ja!" stotterte Torival.Ganz rieh» tig, eine Derwechslmtg! Merkwürdige Aehnlichkeik mit einer andern Tarne! Ja! Fabelhafte Aebn- lichkeit. Ich fragte deshalb den Reitknecht nach ihrem Namen. Tochter des Konsuls Rosenberg.

So?"

Ja, ja. SBefannter Name in der Geschäfts­welt! Umbach verkehrt in der Familie, wenn ich mich recht erinnere."

Nun, amigo, man täuscht sich ja so leicht," meinte ber Doktor bopvelfinniA.Uebcigens ift die Dame eine auffallend schöne Ersck>eiirung"

Ja auffallend! !" murntelte Torival

Woraus Tottor Marcellino sick sein Teil dackre und wohlweislich sofort über ganz andere Ting« zu plaudern begann .

Sie hatten das Brande.churger Tor errcirht, bogen über den Pariser Platz nach der Südseite der Straße Unter ben Linden ab und näherten sich dem Hotel

(Fvrtfetzmrg folgt.)

kommt bestimmt wieder. Durch ihn wirb des Ur.rbach hinzufügen wollen, hatte erzählen ~ : motten, daß Umbach nächstens sicher in den Ge-

: nevalstab käme, aber er unterbrach sich mitten

ehrfurchtsvoll.

Die Dann sah ihn zwar an. keine Mierie! Und bann war sie Schasskops!" fagic Dorival.Geschnitten, glatt geschnitten lue, schneiden taiui man nur Leute, die man keimt, ober nicht kennen will.

Dresden 4 Personen verhaftet, die im Verdacht stehen, an der Ermordung Neurings beteiligt gewesen zu fein. Tas Em treffen der zur Aufrocht- erhaltuug der Ordnung von -ruswärts entsandten Truppen ftrtft urrmittetbar bevor.

Die Lreignisie in Sayern.

Berlin, 14. Aprck. Aus München be­richtet das In der dem Sturz voran-

geganaenen Nacht hatte eine Kommunistenver- fammiinrgi die Enteignung aller Wohnungen zum BesÄutz erhoben. Nach derVoss. Ztg." hatten Levien und Genossen noch am Samstag die Verbrüderung mit Rußland und Ungarn fovtxie den Krieg mit Preußen in großen Versammlungen verkündet. Wie es heißt, rnaren auch bir Frauen als allgemeines Besitztum der Gesellfcknft erftärt norden.

In Augsburg bcitStigtcn die Kommunisti­schen Stadtrate kurz vor der Uebergnbe an die Regientng Hoffmann dringend Lebensmittel zur Dersorgnmg der Stadt. Sie wandten sich an die Amerilaner, die aber Barzahlung ober sicheren Kredit verlangten. Kredit wußten die Kommunisten aber nirgends zu finden und so beriefen sie wohl ober übel den alten Magistrat bt sein Amt zurück. ° .... _

Ter sorgte bann auch prompt für Kredit beim Tw Gliedstaats übernehme ^wfff^ Beran'- Ministerium .Hoffmann und veranlaßte bei bfr \ ir prtlrtfJteitcn mit Bezug

Gelegenheit gleich die Uebergabe der Stadt. ^geborenenbehandluns,. Mädchenhandel, Ov>un-

Bamberg. 14 .Aprck. Die Rniermig Hoff- blmdel, Waffenhandel nnt^E mann erlaßt einen Aufruf an das Volk zur Bff-!! crlbzivchftertm^ni^r, T^M^ mrdHan.el^- bung einer freinrttigen Volkswehr: Keine ®eifr bebtn^mgen, offentllches Gefundherlswefen.

pinr Ynnlrre V^sk^w-Hr soll crbffKrt v>." - ^reme vom Roten Kreuz