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Zier, der geistige Führer des Zentrums, wie es -1 heißt, auf die Seite der Rheiuischen-Republik-

TTns dem besetzten Gebiet.

Zentrum und rheinische Republik.

i. E I b e rfeld, 13. Sept. DieFranks. Ztg. veröffentlichte einen längerenrheini­sche Aktivisten und Zentrum" überschriebenen Artikel. Es wird darin erklärt, daß es frag­lich erscheint, ob man künftig im Zentrum noch den Lauptstützpunkt der Sonderbündler zu suchen habe. Hierzu ist zu bemerken, daß die Zahl der Freunde einer rheinischen Repu­blik gerade im Zentrum in letzter Zeit be­deutend zugenommen hat und führende Per­sonen sich gewandelt haben. Auf dem am Mon­tag beginnenden rheinischen Parteitag des Zentrums wird der Abgeordnete Trim- b o r n das Hauptreferat übernehinen, von dem man bisher dachte, daß er zu denen gehörte, die die LoStrennungsb.stcebungen bekämpfen. Die nächsten Tage werden erweisen, ob auch

Die Franzosen haben in diesen Tagen weitere Ortschaften an der Grenze des Be­satzungsgebietes geräumt. Der F e l d b e r g ist feit Donnerstag früh frei, aus Cronberg rückte am Freitag die Besatzung ab, auch zahl-

rirngsr-äte Hühne und Weiranch zu der Konferenz entsandt. An Hand des statistischen Materials

Freunde getreten ist. Weiterhin ist die Tat­sache, daß die Geistlichkeit auf dem Lande ein entschiedeneres Vorgehen in der Republik- Frage verlangt und daß sie das bisherige La­vieren nicht mehr mitzumachen erklärt, von Bedeutung. Die Gegensätze in der rheinischen Zentrumspartei dürften auf dem rheinischen Parteitag zur vollsten Entladung kommen.

Geräumte Ortschaften.

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Tie Vergebung der Unterhaltung», und Renbanarbeiten.

Nach einem Beschluß des Bczirksverbandcs Büdingen-Nidda-Sckwtten des hessischen Landes- gewerbevereins ist an die zuständigen Kreisämter und Kreisbauämter, sowie an die in dem Bezirk gelegenen Ctandesberrschaiten der Antrag er­gangen, hei der Vergebung von Unter-

Aus Stadt und

i Gießen, den 13. Sept. 1919. Der heißeste Tag dieses Jahres. Nach den Aufzeichnungen des Physikali­schen Vereins in Frantfurl war der 11. Sep­tember der heißeste Tag dieses Jahres. Das Thermometer zeigte ein Maximum im Schat­ten von 31,5°, das Tagesmittel betrug 22,4°. Diesen Temperaturen kam nur der 5. Juni 1919 mit einem Maximum von 31,4° nahe, während das Tagesmittel dieses Tages 23,2° erreichte. Nur im heißen Sommer 1911 wurde nach den 60jährigen Aufzeichnungen des Ver­eins dieserheiße" Septembertag 1919 von dem 3. September genannten Jahres über­troffen, der 34,6° Maximum hatte.

SonderauSscellung der Gewerbeschule Gießen.

Kein Kasfeeeinfuhrperlwt.

Berlin, 12. Sept. (Wolff.) Nach einer Mit­teilung von zuständiger Stelle ist sie Nachricht, daß löte deutsche Regierung ein Ka sfeeinfuhr -- verbot erließ, unzutreffend. Es ist nur eine vorläufige Kontingentierung der Kasseeinfuhr er­folgt, die aber voraussichtlich in Bälde wieder auf­gehoben wird.

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Der Münchener Geiselmord vor Gericht.

München, 12. Sept. Während des gestrigen und des heutigen Berhandlungstages wurde die Beweiserhebung fortgesetzt.

Zwei Zeugen bestätigten üb.'reinftimmend, daß sich auch in der ganzen Nacht vorn 29. zum 30. April Levien im Luitpoldgymnasiurn auf* hielt. Während der eine bestimmt erklärte, es sei «auch Levinä-Nissen dabei gewesen, bezeugte der andere, daß sich in jener Nacht, in der auch die beiden Negierungssotdaten eingeliefert wurden, im Gefolge Leviens, der in der Kanzlei Seidls aus- mtb einging, ein Mann befunden habe, von dem es hieß, es sein Levins-Nissen. Die Frau des erfaxineuen Eisenbahnstckretärs erklärte, daß sie am Nachmittag des Geiselmordes erst gegen 6 Uhr abends im Gymnasium nach ihrem Manne fragte, und daß ihr zu diesem Zeitpunkt, also nach erfolgter Erschießung, von Seidl zur Ant- liwrt wurde:Es wird ja niemand erschossen." Seidl habe sie auch noch aufgesordert, sich ivegen der Entlassung ihres Mannes an dgs Kriegs- nriniftcrium zu wenden. Als sich abends gegen 6 Uhr die Frau des Professors Berger gleichfalls nach ihrem Manne erkundigte, erklärte ihr Haus- maml nach einer leisen Rücksprache mit Seidl: Ich habe Professor Berger schon um 6 Uhr eut- lassen; er muß längst zu Hause fein. Eine Reihe von Zeugen bekundete über Aeußerungen verschiedener Angeklagten, in denen sie sich der Teilnahme an der Geiselerschießung rühmten. Die Angeklagten, erllärten diesen Zeugenaussagen gegenüber, daß es sich dabei um Aufschneidereien gehandelt habe.

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anto.fen w errieten.

** Großes Preiskegeln veranstaltet It Anzeige in heutiger Nummer der Kegler-Bercin Frohsinn" im Restaurant zum Pfau, Neustadt. vr.un.1 uvuuji s^uviiuHu>n»Rfuvi wn Ar» > Die recht wertvollen Preise sino im Schaufenster DeityVcrgebungen nach Dcvglichseit eingeschränkt | von Gebrüder Stamm ausgestellt.

dz. Aus Rheinhessen, 11. Sept. Ganze suompagnien vvn Feld schützen sind zur Zeit in vielen rheinhessisttien Landgemeinden zum Schutz der Kartoffel- und Obstfeloer aufgeboten. Zn Gau - Algesheim haben 58, in Ober- Ingelheim £ogar rund 100 Ehrenseldschützen den Schutz der Felder und Weinberge übernommen.

R. M. K. Darmstadt, 12 Sept. Der so- zraldemokrattsche Abg. Wittig (Butzbach) hat an die l-essische Regierung die Anfrage ge­richtet: Von Sachverständigen ist sestgestellt, daß bis jetzt 6000 bis 8 0 0 0 Doppelzentner Weizen aus Oberhessen fortgeschafft worden sind. Was gedenkt die Regierung zu tun, um diesem Treiben Einhalt zu (gebieten?

Frankfurter Einsuhrmesse.

Aus Hessen^

Oberhessische Vauernbewegung.

L a n g d, 12. Sept. Am 29 Juli d Js. wurde von Herrn Pfarrer H.ymann (Rodheim) und Herrn Pachter Weis (Hof-Graß- bei Gawmrt Sann eine Ortsgruppe des Hess. Bauernbundes gegründet, der gleich 69 Mitglieder beitraten. Vorsitzender wurde Adolf Dretrich, stellv. Vors. Wilhelm Gall, Bei- srtzer Ferdinand Fritz und Richard Ronthaler, Schrrftsührer Hermann Töpfer. Bis jetzt hat sich die Zahl der Mitglieder auf 93 erhöht. Die Zahl 100 gedenkt man bald zu erreichen.

Aus dem Reiche.

SranzSsische Eingriffe in badische Rechte.

Bern, 12. Sept. (Wolff.) Im Anschluß an Ane Meldung, die Entente beabsichtige den An - ft auf des badischen Bahnhofes in Basel »mter Anreckmung auf die deutsche Entschädig« ngs- furnme. berichten iveslschweizerische Blätter nach dem LondonerEngineer", die Entente plane darüber hinaus die Uebernahme des badischen Eisenbahnnetzes im Kanton Schaffhausen.

Der Rücktransport der Gefangenen.

Berlin, 12. Sept. (Wolff.) Die Reichszen­tralstelle für Kriegs- und Zivilgefangene teilt mit, daß der Abtransport der in amerika­nischer Hand in Frankreich befindlichen Ge­fangenen bereits am 13. September beginnt. Die ersten Transporte werden der Reihe nach den Durchgangslagern Wetzlar, Gießen, Rastatt, Lim- hurg unb Mannheim zngesührt.

Berlin, 12. Sept. (Wolff.) Der Vorsitzende des Zi-ntralkomitees der Deutschen Vereine ppm Roten Kreuz richtete durch das inter- nattonale Komitee vorn Roten Kreuz in Genf einen Aufruf an die Gesellschaften vom RotenKreuz i n d en En t en t e sta a t e n. worin es heißt: Im ernsten Bewnßtsein der Pflickstersüllung g-gen bv Menschheit befreite Deutschland in fast unglaublich kurzer Zeit die Gefangenen der feindlichen Mächte. .Dee gleiche Tat vom drüben, die sehnsüchtig er- -wartet wird von Hunderttausenden von deutschen Männern und Millionen ihrer Angehörigen, ist nur langsam im Werd«:. Lange Seit wird noch dauern, bis all die Tausende von Kriegs- und Zivilgesangenen wieder in den Schoß ihrer Fami­lien zurückgekebrt sein werden. Nicht mit einem iSchlage, nur schrittweise und in längeren Zeit­räumen wird die Heimbeförderung sich vollziehen, und schmerzvoll werden die Zurückbleibeirden den Glücklicheren, deren Abtransport erfolgt, nach- blicken. Im Namen der Menschheit richten wir an die Schwester-Organisationen den Ruf:Helft Mit am Werke der Befreiung und beschleunigt es mit all Euren Kräften, nehmt euch aber auch derer hilmnch an, die sich gedulden müssen, und denen Licht, Freiheit und Heimat noch in weiter jyerne leuchtet! Helft uns, wie mir geniriiijam uns bisl>er geholfen haben!"

Hessische Stüdtevertrcter im Ruhrgebiet.

** Die Auszahlung der FamiNen-- Unterstützungen an die Angehörigen Ge­fangener, Vermißter, im Ausland durch feindliche Maßnahmen Zurückgehalten^w, sowie von Gefal­lenen, falls deren Öinterbliebenenversorgung noch nicht geregelt ist, finbet für die Zeit Dom 16. bis 30. September am Montag den 15. September in der Zeit von 8 bis 12 ,Uhr vorniütags im Stadthaus, Zimmer Nr. 7, statt.

** Diebstähle. In der Nacht zmn 12. September wurden aus einer h efigen Gartenlaube entwendet: Eine rote verblaßte Tischdecke, 1 rote neue Tischdecke mit blauem Kränzchen, 1 Serviertischdecke, 1 blau und weiße Kaffeedecke, 1 weiße Tischdecke, ein Daunenkissen, 56 Frühstücksserviettcn. 3 sil- b-erne Serviettenringe und 23 Bauerntassen. Ein im Mai d. I. entwendetes Fahrrad, wurde durch die Kriminalpolizei ermitiett uni> konnte dem Eigentümer zugeführt werden.

. ** Jubiläumsfeier. Anläßlich deS 10jährigen Bestehens der Privathandelsschule von G. Hermes, Gießen, fand am vergangenen Mitt­woch eine Schulfeier auf der Liebigshöta statt. Hierzu waren auch die früheren Schüler nebst ihren Angehörigen geladen. Nachdem Herr Herme- einige kurze Begrüßungsworte gesprochen, wobei er auch der im Kriege gefallenen Schüler gedachte, vergingen die Nachmittags stunden bei Kmiznft und sonstigen Darbietungen. Von Schülern der gen. Anstalt wurden Couplets oorgetragen und humo­ristische Vorführungen dargeboten. Abends wurde neben sonstigen lleoerrascbungen ebenfalls von Schülern ein hübsches Theaterstück in 2 Aufzügen gegeben, woraus sich der Tanz anschloß. Tie An­stalt beginnt am 1. Oktober ihr neues Winterichul- jahr. Wir venoeifen aus die Anzeige im heutigen Blatte.

** B ankneubau. Tie ton der Drrrktw« der Tiskouto-Gesell schäft. Zweigstelle Gießen, ge­nieteten Räume des früheren Caf6 Astoria, Plockx traße 13, Ecke J-olvnnessttuß-.', »verden .zur Zlit, um den Anforderungen eines miobenien DanklokplF zu entsprechen, einem Umbau unterzogen. R'eben den üblichen Kassen- imb Schalternickagen wird Lokal eine dovpclgeschoffige StahsLlmmer- und Sil- berkammeranlage entlxilten, die den ncuwirlür technisck-'n Errungenschvffen gemäß feuer», diclec- und einbruchsichcr hergestellt sind inib einen ben sonderen Bau innerhalb des Hauses darstellen, der mit einem Kontwllgang umc^ben ist. Tie für die Kundschaft dicnende Stat-lkammer (Safcanlage) wird mit allen Bequcmlichreiten für das benutzci de Publikum ausgestattet und enteilt eine Anzahl geräumiger Jtojcn, in denen die Ermieter den In­halt ihrer Schirankfächier unbehindert prüfen und bearbeiten können. Ter Stand der Dauarbeiteir dürfte der Bank gestatten, in den ersten Monaten des nächsten Jahres aus ihren jetzigc.l, Alicestr. 2 beftMüchen provisorischen Räumen nach» dem Neu­bau Plockstraßc 13 überzusiedeln.

hJJlan ist zu der Erkenntnis gelangt, daß bei der gegenwärtigen Verbitterung der lÄsenbahner eine grundlegende Besserung mit den bisherigen Mitteln sich kaum erreichen läßt. Die Werkmeister und die Unterführer seien gegenüber dem Terror, namentlich der Kommunisten, völlig machtlos. Der Allgemeine Eisenbahnerverband, der inzwischen eine Vorstandssitzung eutberufen hat, steht auf dem Standpunkt, daß man zwar grundsätzlich dem Ack'vrdsystem nicht zustimmen könne, daß aber in ctmlgen Werkstätten die Akkord­arbeit probeweise für drei Monate angeführt werden solle. Noch im Laufe dieser Woche wird eine weitere Konferenz zwischen den maßgebenden Stellen stattfindm, in welcher der Eisenbahnminister seine Vorschläge zur Hebung der Produktion bekanntgeben wird. (Köln. Ztg.)

In den Räumen des Kunstvereins (Turm-' bans am Brand) sand gestern 6 Uhr die erste Besichtigung der Sonderansstcllung der Gewerbe- schule.Gießen durch Oberbürgermeister Keller, die Beigeordneten und Stadtverordneten, sowie die Vertreter der Behörden, der Lehranstalten, der Industrie und des Handwerkerstandes statt. Dr. Kraus Müller begrüßte als Vorsitzender des Aufsichtsrats der Anstalt die Erschienenen und wies in kurzen Worten auf die Nottvendig- l" hin, daß die gewerblichen Lehranstalten sich der Zeit entsprechend entwickeln müssen, und daß die .Ausgabe einer Gewerbeschule darin besteht, auf getverblichem und kunstgewerblichem Gebiet in handwerklichem Sinn Kenntnisse zu vermitteln. Er gab der Hoffnung Ausdruck, daß das Bestreben, die Anstalt in diesem Sinn nach den Plänen des neuen Leiters, Diplom-Ingenieur

Frankfurt a. M., 12. Sept. (Wolff.) Tas niederländische Generalkonsulat in Frankfurt a. M. wird in der Zeit, in der die erste Internationale Einfuhrmesse in. m - ------- -------- -----.....

oranfturt a. M. stattfindet, auf tem Mepgeläude Büunings, auszul'Mien, allseitige Unterstütz- einc Auskunftstelle unterhalten. Voraussichtlich ung finden möge. Er erläuterte bann des näheren wird auch die französische Wirtschafts stelle in Mainz 3»^ der Ausstellung. Diese zeigt nicht etioa auf der Frankfurter Messe ein eigenes Bure.ni Schülerarbeiten, sondern die von dem Lehrkörper .lnrichten, das an alle die Messe besuchenden unb (w&gearbeitrtcn Lehrgänge der neuen erst im beickickenden Franzosen Auskunft erteilen wird. November beginnenden kunstgewerblickicn Vorklasse, Tie Anmeldungen zur Beschickung der Messe lau- außerdem eigene hiermit in ^Zusammenhang ftm beim Meßamt ununterbrochen in so großer stehende Arbeiten der Lehrer, die den Unterricht Zahl ein, daß sich die Nottvendigkeit ergeben hat 111 dieser Klasse erteilen sollen, und zwar außer sich neuh weiteren Uilterkunstsmöglickckeiteri für die ^ent weiter dcr Anstalt Architekt L e i ch u m und Aussteller umzusehen. Tie getroffenen Lösungm Kunstgewerbler Wölke. Außerdein sind einige 'sen als außeriordentlich günstig bezcickmet wer- ttinstgetverbllche Gegenstände in Holz, Mctall und den. Es ist nämlich gelungen, in unmittelbarer Elscnbern, |onne Töpferarbeiten ausgestellt, die Nähe der Festhalle geräumige G'bände für M"ß- fc)Cn Ausbau der kunstgewerblichen Mteilimg in zwecke frei zu machen. Zunächst ist ins Auge gefaßt 5c.iu9 die Eurrlchtturg von Lehnverfftätten 5 Schulen in Den Taenst der Messe zu st'llen' »ergen sollen. Diese Arbelten smd nach Entwürfen Vermutlich wird die große Zahl der Anmeldungen P?r Leyver von Laudwerksmeistern angeiertigt, aber dazu nötigen, noch nxitcre Bauten in B'trackft für den Unterndyt in den Werkstätten in zu ziehen. Aussicht genommen scnd. Die Ausstellung ist des-

.Frankfurt a. M., 12. Sept (Wolff) An- durch die Lehrerarchciten erweitert, well diese lätzlich der Internationalen Einful/rmesse in Frank- W Mchfftab vermitteln lollen den man an bereu hrrt a. M. tagen daselbst in der Zeit vom 9 bis Können stellen bar]. Zum Schlnst Ivies Dr. Kraus- 12. Oktober die deutschen Bez irks stell en'für5^.^us hin, daß die Anstalt nur durch bi'i Lebensmittelversorgung Aus dem Unterstützung Amtlicher in Betracht kommcn- Vrogramm sind u. a. hervorzuheben Vorträge von r<m?' bic

öerry Pros. Tr. Phil. Stein und Herrn Lud-vig? md« Wirkt rchkest umgesetzt ioerben rönnen. He.d:ngs'esder. Es darf damit gerechnet werden' Ansächevend folgte, unter Erklärungen des Leiters daß. alle Bezirksstellen vertveten sein wnden. ' HV« ^undgmig durch die Aus-

_________ | Itillung, die allselliges Interesse erweckte. Eme Besichtigung der Ausstellung, deren eingehende Besprechung wir uns noch Vorbehalten, kami nur emtffohlen werden, da sie viel Schönes und In­teressantes bietet. Zu der Ausstellung haben morgen Sonntag null die Mitglieder des Oberhessischen Kunstvereins Zu­tritt. Tie Ausstellung ist ton 11 bis 1 Uhr ae» öffnet. Von Montag an ist die Ausstellung tigfil) bis zum 28. September mit ^lusnahrne der Sams­tage nachmittags von 35 Uhr unentgeltlich ge­öffnet.

und die Vergebungsweise auf der Grundlage von Preisvereinbarungen zwisck»en den Handwerker-Or­ganisationen einerseits und den arbeitvergebenden Behörden anderseits, zur Durchfülwung gelaitgcn. Ter gleiche Antrag wird demnächst auch den Ge­meinden des Bezirks unterbreitet werden, und man erwartet, daß auch diese sich dem neuen Modus der Arbeitsverc^bung anschließen und die inner­halb der Genieinden ausmführenden Arbeiten in erster Linie den neugeschasfenen örtlichen Fach­gruppen ihres Bereistes zun-eisen werden. Tic Handwerksverbände rechnen um so mehr auf ent­gegenkommende Unterstützung dieser Körverschasten, als sie zur Schaffung gesunder Verhältnisse Mm Wiederaufbau des heimischen Handwerks der Mil- hil.e dieser Faktoren dringend bedürfen.

Zum Empfang der Kriegsgefangenen auf dcm Lande.

Jrn Torfe, wo fab jedermann von Jugend auf kennt, ist das Gemernschoftsgefühl g-anz anders aus­geprägt, als in der Stadt. F«ude und SLmer- der einzelnen Farnllie wird vom ganzen Torfe got teilt. Tie Lücken, die der Krieg in den nack^bar-, licken Hausgemeinschaften gerissen lut, bleiben jedermann schinerzlich bewußt. Wer selbst keinen Gefallenen zu beklagen hatte, ehrt die Trauer deS Freundes unb Nachbarn und suck-t jede Griimcrung an seinen Verlust von ihm fernzuhalten.

Es ist daher wohl »erfiänblidy, iwmt man sich mit Rücksicht auf die Familien, die Kriegsverluste erlitten haben, dagegen sträubt, den heimkehrendelr Kriegsgefangenen einen fesllichen Empfang zu be­reiten. Man elyre die Toten, aber man vergesse dabei nicht die Iiechte der Lebenden. Gerade die ans Gefangenschaft zurückkehrenden ToiffgeiVssen, die ihnen fremde Städte zu ihren (Sirren geschmückt' fanden, werden es schmemlich vermissen, .Denn; ihre eigentliche Heimat, nach der sie si.1i in fernem Lande Monate und Jahre hindurch geseh.tt haben, il>re Ankunft stUlschweigend entgegeimimmt. Und wie leicht ist es gerade auf dem Lande, timen herz­lichen Willkomm zu bereiten. Mit wie wenigen Mitteln kann man ihnen die c cbitte Stunde der Heimkehr verschönen: eine mit frischem Grün um« wunde ne Clwenpßorte, gemeinsames Einholen deS Heimkehrers am Bahnhof und abends ein Heimat- liebernortrag des Gesangvereins vor seinem Hause. Tas sind sckllichte und würdige MöglichLeften des Empfanges, die jeder billigen wird.

Einige Gemeinden sind mit gutem Deispick schon vorausgegansen, anschließend können wir dies von Heuchett-eim und Schlitz melden. Mögen die K'«h Zögernden falsche Bedenken falyren lassen und sich ebenfalls zu taürdigem Empfange rüsten.

** Heuchelheim, 13. Sept. Auch unsere Gemeinde rüstet sich, die endlich in die Heimat ßurückkchrenden Kriegsgefang'men würdig zu emr- fangen. Es ist geplant, am Einsang des Ortes eine 'Ehrenpforte zu errichten. Svimtag den 14 ds. Mts. soll eine H a u s sa m m l u n g und nach­mittags ein Bin men tag ftatifinben, deren Erlös -um Besten der Kriegsgefangenen verweist ,wr- den soll.

.O Schlitz, 12. Sept. Aus unserer Stadt werden noch 35. mis den Gemeinden des Scliuz-r« landes noch 40 KriegSgesansene aus englischer, sranzösischer und russisckFt Gefangttffckvft iiinüf erwartet. Am hiesigen Bahnhof n>td> gegenwärtig eine Ehrenpforte für den Empfang der Heim­kehrenden errichtet. Die Beziick>gruppe laitb des Bolksbundes zum Schuhe der beuffdjat Ki-iegs- und Zivilgcfangeneii" t^it unter der rüh­rigen Leitting ton Gräsin Elisabeth reiche Mittel zusamm-engebracht, um Den ©efangeue« einen unit* tagen Empfang bereiten zu können.

Essen (Ruhr), 12. Sept. (WTN.) Erncm Beschluß der süddeutschen Slädtever- einigung folgend, begaben sich die Vertreter der badischen, bayerischen, hessischen und württembergischen Städte zusammen mit Arbeilervertretern der verschiedenen Richtun­gen nach dem Ruhrrevier, um in Verhand­lungen mit den Bergarbeiteuverbänden die außerordentliche Notlage Süddeutschlands ui der Kohlenversorgung darzulegen und die gegenwärtigen wirtschaftlichen Verhältnisse rrn Bergbau kennen zu lernen. Bei den Ver­handlungen, die unter dem Vorsitze des Ober­bürgermeisters von Stuttgart begannen, wu.r- den mit den Vertretern der Bergarbeiterver- vande alle schwebenden Fragen eingehend be- Ipiochen. Die Verhandlungen mit den anderen beteiligten Stellen werden fortgesetzt.

Probcwcise Einfiihrnng der Aktordarbcit in den Gifcnbnhnbctriebcn.

§ o.^kl n, 11. Sept. Die seit einigen Tagen im Reiai^rbeltsnnnisterium zwisck-cn den Ver- treteni der Regierung und den Beauftragten per Ei, enb ahne r verbände geführten Be- »prcd) un g c» nähern sich ihrem Ende Seitens des Eilenbahnministeriums waren die Ob-rregie

halrungs- und Neubauarbeiten nach denselben Giwndsätzen zu verfallen, wie sie bei der Staatsbauverwaltung seit Frühjahr d. I. zur Ein­führung gelangt sind. Hiernach soll künftig das bisher übliche Submiffionsverwahren bei ben Ar»

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wurde nachgewiesen, daß der Rückgang tar Pro­dukt i o n in den Eisenbahnwerkstätten geradezu katastrophal sei. Wenn namentlich nicht die Reparatuoarbeften binnen kürzester Zeit auf den früheren Stand gebrackü würden, dann sei ein Zusammenbruch des Wirtschaftslebens unvermeid­lich. Die Kohlenkrise sei zum Teil durch das Veikehrseleud bedingt. Hier müsse unter allen Umständen Wandel geschaffen werden. Tie Pro­duktion in den Werkst.ftien fei trotz aller Verfü­gungen und entgcgcnibnunenben Bestimmungen des Eisenbahnmii'.istcrs stets weftcr g^fun'.en. Tie Arbeitsunlust gewisser radikaler Kreise habe zersetzend auf die Teile der Arbeiter­schaft geicirft, die bisher einer besseren Einsicht i v k- w t

zugänglich gewesen seien. Es sei unmöglich, daß ^)che andere Orte an der Limburger Lmie, der St-aat den Arbeitern allein für ihre An- Niedernhausen, Königshofen, Wesenheit die Milliarden an Lühnsn zahle. Tas I o s b a ch wurden von den Besatzungstrup- cinzige Mittel sei die Einführung der Afforta pen verlassen, arbeit. Aus den weiteren Verhandlungen ergab Mestenrovoische Qriff

sich, baß der Eisenbahnminister ein Arbeits- - _ oclL

reform Programm ausgeorbeitet hat, das zur » . JJt Gebiet

Durckfführung gelangen solle. Die Vertreter am o. Oktober die westeuropunck-e Zeit zur der Eisenbahner machten Bedenken gegen Einführung. Damit tritt wieder ein Zeitunterschied die Einführung des Ak.ordsyste.ils geltend. Man °°-n- etl7cr Stunde mit dem unbesetzten Gebiet müsse damit reckmen, daß durch die kategorisch. ut,°TeFn aLö die Uhren des.besetzten Gebietes Einführung des Allördwcsens unter Umständen ctne Stunde zurückgestellt werden.

eine sehr gereizte Stimmung unter den Arbeitern *

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ntacben Die Landwirtin Karolme Sckwllmayer und dem Lehrer

-wLn » MSe ts Ä | Ä X Äfe Ä »SS mann gewalttätig gewefen. Das Kriegrgericht nahm die beiden ersteren in eine Zuchthausstrafe von je fünf'Jahren und in je fünfjährige Aufent- haltsbesck/ränkung, den letzteren in eine Gefängnis­strafe von fünf Jahren.

etiteramrttt den elsatz-rothringischen Bahnen.

Metz, 12. Sept. (Wolff.) Havas. Seit Dow- rrerstag mittag ist auf dem ganzen elsaß-lothrin- Igischen Eiseickahnnetz der Generalstreik aus» sgebvochen. Es verkehren nur Lebensmittelzüge.

Bon der schweizerischen Sozialdemokratie.

Bern, 12. Sept. (Wölfs.) Tepeschen-Agen- tur. Bis jetzt hat die Abstimmung über den Beitritt zur 3. Internationale 2888 Stimmen für unb 4614 gegen den Eintritt ergaben. Es fehlen noch wickäige 3eftüonen, die bis zum 13. September ihre Stellungnahme befanntgeben werden. Tie Einzelresullate können jdwd) das Gc- samtresultat nicht melyr nesentlich beeinflussen. Jn- tolgcbcifen tritt die schweizerische sozialdemokratische Partei aus der 2. Internationale heraus, geht aber nicht zur 3. über. Die einzigen bis letzt mit schwacher Mehrheit amvesenden Matone waren. 'Zürich, Bascl^Stadt und Basel-Land.

Die frühereKronprinzesfin inAmerongen.

Amsterdam, 12. Sept. (Wolff.) LautAl- gemecn Handelsblad" begab sich die vormalige deutsche Kronprinzessin mit Kindern und Gefolge nach Amerongen.