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Dresden, 12. Äug. (Verl. Tagetzt.» In
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Letzte HadiridjUti
Die Kohlenförderung.
fick' die Arbeiter der Umgebung beteiligten. Tm Bemühungen des Oberbürgermeisters gelang es, Ausschreitungen zu verhindern. Aus der Mitte
dieser Forderung weist in einem ausführlichen Artikel derselben Zeitschrift (XXI. 22) jetzt innen unserer großen belletristischen Verleger nach.
Büchertisch.
— Die Sozialisierung de? dichterischen Schaffens. Ueber dies Thema brachte das Literarische Echo" (Berlin, Egon Fleischel & Eo.i Dur zarei Monaten bereits einen Aufsatz, in dem allerdings nicht jene Sozialisierung oer langt wurde, der Aoenorius und andere schon seit Jahren dos Wort reden, nämlich die Nutzbarmachung ter literarischen Schutzfrist verstorbener Dichter für die Allgemeinheit, — sondern eine
Berlin, 12. Auy. (Wolfs.) Deute nachmittag wird, wie wir hören, eine Kabiucttssitzung sich mit der Frage des Wiederaufbaues beschäftigen.
erwürgt. Tie unaezählten Schreckensrufe über die bevorstehende Äuylenkatastvopte haben bei ten oterschlcsischcn Arbeitern den Erfolg gehabt, daß sie nun glauben, erst recht streiken zu müssen. Jeder neue Streik zieht das deutsche Volk immer mehr ins Verderben. Nicht die Reichen trifft das Elend in das wir hineintaumeln. Tas Prole- tarim ist es, das am schwersten leiden wird.
Lebensmittklkrawalle in Zittau.
der Tenwnstranten wurde eine Abordnung zum Wirtschaftsministerium in Tresten entsmidt. Ter sächsischen Regierung ist es gelungen, in Böhmm Zucker aufzukaufen, ter an die Bevölkerung verteilt werten soll.
Keine Dermögensverschiebung des Königs von Sachsen.
Berlin, 12. Äug. (WTB.) Ter Generalbevollmächtigte des vormaligen Königs von Sachsen, Justizrat Dr. Eides in Drosten, teilt uns mit, daß die von uns wiedergegedene Näeldung drr „Berlingske Titente", ter König habe einen Tnl seines Vermögens i#3 Ausland^ verschieben wollen, vollständig unwahr fei. Ter Chef ter Vermögens- Verwaltung bestätigte auch seinerseits die absolute Unrichtigkeit her Behauptung.
Die Abtretung östlicher Grenzbezirke.
, Berlin, 13. Ang. In ten gestrigen Verhandlungen über die Abtretung ter öfUidjen Grenz- bezirke beschäftigten fvdj* die Vertreter ter verschie- tenen Mächte mit ter Festlegung des Arbeitsprogrammes. Laut Teutscher Allgemeiner Zeitung wurden vier Dauptausschüsse gebiltet und zwar: 1. eine politisch Matsrechtlicve Kommission, Die im wesentlichen alle mit ter Uetzer gäbe verbundenen politischen und rochtspolitischen Fragen bearbeiten wird, 2. öl ne Dauptkommissiion für Kriegsgefangene, Geiseln, Internierte, Begnadigungen und Niederschlagungen von Strafverfahren, 3. eine Dauptkvmmissron für wirtschaftliche Angelegenheiten, besonders Em- und "Ausfuhr und Verkehrs fragen, 4. eine Hauptbommissivn für Fi- nanzangelegenheiten. Tie vier Dauptausschüsse wählen sämtlich je einen deutschen und einen polnischen Vorsitzenden. Bon deutscher Seite sind die Ster re n v. Simson, Graf Lerchenfeld, Legations- rat d. Stvekhammern und Geheimer Regierungsrat v. Mertens mit ter Leitung beauftragt, von polnischer Seite die Sterten Unterstaatssekretär v. Wroblewski und Korfanth.
Der Oberste Rat und Ungarn,
Versailles, 12. Aug. (WTB.) Der Oberste Rat der Alliierten ist heche nachmittag zu einer Sitzung zusammengetrcten. Es ersck>eint zweifelhaft, ob er Stellung zu der ungarifdien Angelegenheit nehmen wird, da eine Antwort der rmnäni- schen Regierung bis zum Mittag noch nicht pin- gegangen war. Ministerpräsitent Bratianu soll dem französischen Geschäftsträger Henri C a m - bon bei lleberreidwng der letzten scharfen Note erklärt haben, er werte ter Friedenskonferenz direkt antworten. Alan ist übrigens in Paris auch etwas beunruhigt über die Mission, die ter ehemalige rumänische Gesandte in Rußland, Tiamon d i, in Budapest bat. Der Oberste Rat der
Hilfsaktion tes modernen Staates für lebente, »Zittau kam es zu Lebensmittelkrawallen, an denen „Mui tu werte schassende" Poeten. Tas Utopische \'J- '— "—
Mrleihen heben. Die Vermögensabgabe wird uns auch m dem Bestreben unterstützen, uns die nötige Einfuhr zum Weltmarktpreis zu sichern. Zu den $ reifen von 1914 werden wir lange Zeit nicht wieder einkaufen können, denn die Preise sind in ter ganzen Welt erheblich gestiegen. Mit dem Friedensvertrag und erst mit ihrer Mantclnote hat sich die Entente tes Rechts begeben, Hand auf die,Einnahmequellen Deutschlands zu legen. Sollte sie das entgegen des klaren Rechtsstanteö und im Widerspruch mit ihrer eigenen Note versuchen, so bedeutete das einen unerträglichen Eingriff in «die Souveränität des Deutschen Reiches, und mit demselben Recht könnte sie jete Steuer, die wir etwa beschließen, mit Beschlag belegen. Das wäre gegen ihre eigenen Interessen. Außerdem würde die Reickfsregierung am 30 September vor die Nationalversammlung treten, um die Ermächtigung zu bitten, das Neichs- notobfer nicht auszusühren. Die Entente erhält ihre Forderungen in jeder aewlinschten Promt bezahlt. Aber mit Papier kann sie keine einzige Straße in Nordfrankreich bauen. Sie braucht dazu die deutsche Arbeit. Nur durch sie ist die Wietergtutmachnng möglich. Die Entente hat das auch mit klarem Blick erkannt Das Reichsnotopfer hat auch eine eminente soziale Bedeutung und nmß eine etische AMckung ausüben, soweit das ein Steuergesetz überhaupt fann Es ist aber auch ein Sühneopfer für ten manionistischen Geist, der weite Kreise tes Volkes erfaßt hat. Dieses Bewußtsein waltender Gerechtigkeit wird allen Volksgenossen die Mitarbeit am' Wiederaufbau unseres heißgeliebten Vaterlandes leicht machen. Die Umsatzsteuer begegnet vielen Bedenken. Es sind aber soviel Milliarden zu decken, daß wir nur mit einem Steuersystem auskommen, in welchem neben den direkten auch die indirekten Steuern nicht fehlen. Dabei können auch die Lebensrnittel nicht verschont, werten. Die Umsatzsteuer vereinigt in sich die allgemeine Umsatzsteuer, die lLumssteuer, die Inseraten-, die Modell- und die Depotstener. Mit der Durchführung ter 'Reichseigenen Steuerorganisation wird ter erste Schritt zu einem einlieitlichen deutschen Nationalstaat getan. Die Einzelstaaten haben in anerkennenswerten Bereitwilligkeit das schwere Opfer tes Verzichts auf die eigene Steuerverwaltung gebracht. Das Opfer wird sich für be te Teile lohnen. Muf die selbständige Enstcnz ter Einzelstaaten wird ebenso, wie auch die der Kommunen die weitgehendste Rücksicht genommen »erben. Um die Steuergesetze zu ten in »t genommenen Terminen in Kraft treten m, ist es notwendig, die gesamte Steuerreform noch im Laufe dieses Jahres zu verabschie- ten und damit ein Werk zu schaffen, das au Bedeutung hinter ter der Reichsverfassung nicht zurücksteht, aber auch dem deutschen Volke zum Segen gereichen wird. Die Steuern, die hier beschafft werden sollen und werten, werten für das deutscte Volk eine Wohltat fein; berat nur mit ihnen können wir das schassen, was wir alle wollen, ein neues starkes Reich, aufgebaut auf Gerechtigkeit und Demokratie. (Lebhafter Beifall.)
Daraus wird die Sßeiterberatimg Ms Mittwoch nachmittag 2 Uhr vertagt. Schluß V38 Uhr.
25000 Donnen.
Die Streiks in Oberschlesien.
Kattowitz, 12. Aug. (Wolfs.) Die Pressestelle tes StaatskoMmifsariats meldet: Der Streik im ober schlesischen Kohlenrevier greift weiter um sich. Man kann den Ausstand aus gut 60 Prozent tes gesamten ober ich lefi- schen Kvhlenbergbaues temeffen. Sehr bedauerlich ist wieder ter Schoten, ter ter deutschen Volkswirtschaft durch ten neuerlichen politisäKm Streik erwächst. Nach nur oberflächlicher Berechnung! hürste der Lohnausfall dieser beiten Stveiklage etwa eine Million Mark betragen, ter Wert der ausgefallenen Kohlenförterimg ater vier Millionen.
Dresden, 12. Aug. tWTB.) Die Generaldirektion ter sächsischen Staatseisenbahnen teilt mit: Da neuerdings wiederum in ten obccschlesi- idjen Kohlenbezirke Ausstände ter Arbeiter ein- treten, wird die ohnehin außerordentlich ungtim ftige Versorgung der sächsischen Staatseisentzahncn mit Kohlen so verschlechtert, daß bereits in den nächsten Tagen mit einer weitgehenden Einschränkung des Zugverkehrs, insbeson - bere der Personenzüge, gerechnet werden muß.
Berlin, 13. Aug. Die weitere Zunahme des Streiks in Oberschlcsieu veranlaßt bi: „Volkszeitung" ju sagen: Es ist cm entsetzliches Bild, wenn man sieht, wie ein Bolk sich selbst
Essen, 13. Aug. Tie Förderung, die .. August wie stets am Mouatöcrsden gegen letzten Tag des Vormonats stark zurück- gegangen war, in diesem Falle um mein als 50 000 Doimen, hat sich im Laufe ter Woche langsam wieder gehoben und zwar um etwa 30 000 Tonnen, so daß sie sich damit ungefähr auf derselben Höte beweg! wie in ter gleichen Zeit des Juli. Tie WageugeslelluiU hielt sich ziemlich regelmäßig auf etwa 16 000 Wagen, um mit Wochen- fdiufi stärker zurückzugehen. Tie Fehlziffern id wntU'n im allgemeinen zwischen vier- und fünftausend Wagen. Tie Zufuhren zu den Duiöburg- Ruhrorter Kippern )traten recht 'vcchfelno. Int Durchschnitt betrug die .Kipperlerstung rund 13 000 Donnen. Sic blieb somit gegen die Vorwoche um Über 2000 Donnen täglich zurück. Auch ter Kanalumschlag ter Zechet: zeigte fein einheitliches Bild. Im ganzen bat er sich jedoch gebessert, M ter Mangel an Seftroum aufgehört hat und Kähne zur Zeit in genügender, wcim auch nicht gerate reichlicher Menge zu Hatzen sind. Im Tagesdurchschnitt betrug der gesamte Kanalumschlag rund
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Versteigerung
Freitag den 15. Augutt dS. 518., nachmittag 4 11 br versteigere ich am («üterhabnbof in Giehev auf Rechnung den es angeht gegen sof. Barzahlung 2 Waggon co. «5 Str. gutes wiesecheu.
Versteigerung bestimmt.
Zusammenkunft der Steigerer am Güterbahnhos Heusler, ElerichtSvollzieber, Gienen, Bahnhofstraße 2d.
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Alliierten beschäftigte sich am Vormittag mit da Antwort auf die österreichischen Gegenvorschläge Es wird angenommen, daß der österreichische Vertrag im Laufe der kommenden Woche unterzeichnet werden kann. Staatskanzler Renner ist übrigens heute vormittag wieder in St. Germain einge- traffen. Während der achttägigen Abwesenheit Clek menceaus wird der Oberste Rat seine Sitzung« nicht unterbrechen, da ter Minister tes Auswärtigen, Pichon, Clemenoeau vertreten wird.
Die Verluste der belgischen Armee.
Versailles, 12. Ang. (WTB.) Nach einer offiziellen Meldung ans Brüssel verlor die bei» gi che Armee während des Krieges an Toten 982 Offiziere und 29 600 Man. Im ganzen hoch Belgien 366000 Mann und 14 000 Offizier, mobilisiert.
Der Londoner Vertrag.
Bern, 12. Aug. (WTB.) Wie ter „Cm> riete" aus Paris meldet, hat Tittoni die Z» stimmung der Verbündeten zum Londoner Bertta- erlangt. Ter Text ist bereits dem FrietenSaus- schuß tes Parlaments zugegangen.
Ein Lnfttransportunternehmen in Holland.
Haag, 13. Aug. Wie das Korr.-Burv» tarn bestirnte reichte der Seite erfährt, beginnen dir Pläne für die Errichtung einer Unternehmung für Lufttransporte in Holland feste Gestalt anzunehmen. Tas große Konsortium Vicker- Limith wird sich an tem Unternehmen beteiligen. Das Grundkapital soll 10 Millionen Gulden betragen. Tas Unternehmen wird die Passagier- und Postteförterung.innerhalb Hollands bewerb stelligen. Desgleichen. soll eine tägliche Verbindung mittels Flugbooten errichtet werten. T« Orgnajsation hofft Anfang 1920 ihre Arbeiten fertiggestellt zu haben. Tie Organisation umfaßt ten Bau einer Flugzeugsatzcik, von Statten, Werkstätten, eines Flugplatzes, einer Fliegerschule und Die Anlage von Wegen zwecks-Automobilanschlusses an die Eisenbahnlinien. II. a, ist eine Lustverbm- dung Blissingen—Hertogenbösch—Arnheim zum Anschluß an eine Verbindung mit Teutschland geplant.
Bergung eines versenkten Dampftrs.
London, 12. Aug. (WTB.) Reuter. Ttu Bergungsarbeiten des Dampfers „Lalrentic", ter während tes Underseeboatkrieges an ter Küstr von Tonegal versenkt warten war, förderte eine Million Pfund Sterling in Goldbarren zu Tage.
Untersuchung gegen Radeck eingestellt.
Berlin, 12. Aug (PrioaiU'legramm.) Di« Untersuchung gegen Karl Radeck ist, wie das „Bert. Dagebl." von zuständiger Stelle erfährt, eingestellt warten. Tie Staatsanwaltschisl stellte bereite ten Antrag auf Entlassung Ratecks aus ter Untersuchungshaft, aber gleichzeitig be» antragte sie, ihn in Schutzhaft zu nehmen. T« Entscheidung dieser Unttäge erfolgt in ten aller» nächsten Tagen.
Maubüberfall.
Dortmund, 12. Aug. (WDB.) HeaL mittag wurten j'iwi Angestellte tes Eisenwerkrt Union in ter Walzwerkstraße von z^wei jungen Burschen überfallen und dem einen Angestelltm ein Betrag von 12 7 000 Mk. Löhnungsgel- l, ■ <> der geraubt. Die Täter gaben auf die sie verfol- N Wwo . genbeu Angestellten Schüsse ab. Es gelang spät«. 1 einen ter Täter festzunehmen. I
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Tie Klemhandelsgeschäste haben die eingegangenen Bezugsabschnitte btd spätestens Freitag den 22. d. Mts. auf dem Städt. Lebensmittelamt, Zimmer Nr. 12, abzuliefern und die nicht abgeholten Mehlmengen zurückzuliefern. ___
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Vom 14. bis einschließlich^, d. M. gelangen in ten Kleinhantelsgeschästern bei denen die Vortesicllung erfolgt ist, gegen Vorlage der Lebensmittelkarte und Abgabe tes Bezugsabschnitts Nr. 15 ~ ,
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Die Kleinhantelsgeschäfte Hatzen hie Bezugs- abschnitte bis spätestens 25. August 1919 tem Städtischen Lebensmittelamt, Zimmer 11, einzureichen. _____
6 i c ß e n, ten 12. August 1919. 9397B
Der Oberbürgermeister (LebenSmittelamt).
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Tie Auszahlung der Familien- untcrstützungen an die Angehörigen Gefangener, Vermißter, im Ausland durch feindliche Maßnahmen Zurückgehaltener, sowie von Gefallenen, falls deren Hrnterbliebenen-Versorgung nach nicht geregelt ist, findet für die Zert vom 16. dis 31. August 1919 statt:
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Gießen, den 9. August 1919. 93988
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