trt Belgien verwandt werden fott-
Ausführung dieser Bekamttmoickpmg seien jusenvliche Arbeiter amtliche von dem
Vermietun
Feuilleton.
Menschen kommt."
Görres schreibt (<rus dem
BeaNrte, die Tente Wohnung erhalten tomten, sowie eine Regierungsvorlage betr. die Mehr- bewilligung von 52 000 Mark für die gewerb- lichen 'Unterrichtsanstalten in Hessen.
Wie Deutsche den Sch utichfricden von 1807 empfanden.
I (Samen nnseres Unglücks tagen in unserer damaligen SorglvsigSert. Mir »var seit langem vor dem Ausgang bange, und ich zitterte vor dem Augenblick der Eirtsäscidung.'^ Er verwirft benj Gedanken der Fretmdin, Deutschland zu verlasftn. bann es wäre furchtbar, ,wnrn zn dem Verlust so vieles anderen auch noa) der Verlust der Stilen
dann cm jugendlicl«: Arbeiter amtliche von dem französisch^! Stadttommmidcntten und dem deut- tdrii Oberbürgermeister Mangold unterschrieben^ und abgestempclkc Zustellungen bewirbt worden, in beten sie ausgxfordert wurden, sich -u einer bestimmten Zeit auf der Kommandantur zu mel-
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<£*i.nhTn 'Henriette Herz ich sage, wir alle, tue ums Brot singen! Ich wut ern ' und hunMer Äate umschloß. Sie werden und tiuüa UMüd m
statt geleitet; bet der Trennung der vereinigten Schulen trat er, mit gebrochener Kraft, zurück. Während seines langen Wirkens suckite Rausch feste, klare Grundsätze im Leben der Sck)ule zur Geltung zu bringen; so sollten durch dauernde und möglichst vielseitige Zusammenarbeit Schüler und Lehrer sich inner» lick) näher kommen, zugleich sollte für den Lehrer der Lehrstoff so weit gefaßt sein, daß nicht durch zu häufige Wiederkehr Ermüdung und Ueberdruß eintrete. Auch das körperliche Wohl der Jugend hatte Rausch als Hauptziel immer int Auge; war er doch selbst bis ins Alter ürperlick) durchaus frisch. Große Anteilnahme brachte er auch allen Bestrebungen nach körperlicher Ertüchtigung entgegen, war ein großer Freund des Turnens und langjähriger Vorsitzender des Verschönerungsvereins. Jetzt 'am ihm der Tod als Erlöser nicht bloß von chweren Krankheitsqualen, sondern auch von innerer Not nach dem Tode seiner Gattin und zweier im Krieg geopferter Söhne und nach )em Zusammenbruch seines geliebten Vater-
will rn alle"-Dörfer und in alle Schulen ziehen, wo irgend der Name Goethe betont ist; die Schande der Deutschen will ich besingen, und die Kinder sollen mein Schandlred auswendig lernen, bis sic Mämrer werden. Ja, spottet nur des Gesetzes, Ihr werdet doch zuletzt an ihm zu Schanden werden! .Sh»mm an, Franzos! Hier ober nirgends ist der Ort, mit Dir anzübinden! Wenn Du dieses Gefühl den Deutschen nimmst und es mit Füßen trittst, tvas eins ist. so wirst Du diesem Volke bald selbst unter die Füße kommen!" Eine Glutwelle des Hasses schoß in den deutschen Herzen auf, sie lebte in den Gesängen von Heinrich voL Kleist intb Ernst Moritz Arndt. In unterem heutigen Unglück wird die Geschichte nicht dieselben Methoden wiederholen. Wir hoffen nicht so sehr auf Gewckt und Waffen, als auf Geist und Besinnung der Völker.
NellkS ans Bismarcks Werkstatt.
den. Grund und Zweck der Meldung waren in den Schriftstückeir nicht angegebon. Es sollen dann einige Zeit darnach jugendliche Arbeiter der Grube Luisentyal, benen derartige Zustellungen ausgsi händigt worden Waren, von französiscksen Soldaten nach Belgien zu Zwangsarbeiten abtranspvrtiert worden fein. Im Auftrage der deutschen Negierung bitte ich. mir über die oben ermähnten Vorfälle baldmöglichst Ausklärung zu geben. Sollten in der Tat Zwangsmaßnahmen der augedcuteten Art vore genommen worden sein, so wird hiergegen bereits letzt nachdrücklich Derwayrung eingelegt.
Der frühere Kaiser in Holland.
Versailles, 12. Mai. (Wolff.) Der „Temps" veröffentlicht eine Note der holländischen Delegation in Paris, in der erklärt wird, daß die A u s l i e f e r u n g des früheren Kaisers noch gar nicht verlangt worden sei. ___________
Eine Rede Wilson» über deutsche Bildung.
Amsterdam, 12. Mai. (WTB.) Nmter meldet aus Paris: Wilson hielt im Jnstttut de France eine Rede, in der er sagte eine große Zahl seiner Kollegen in dem amerikanischen Universitätsleben haben ihre Ausbildung, sogar in fpolitisckrer Wissenschaft, auf deutschen Universitäten erhalten. Er selbst sei bei vcr-t f dHebenen Gelegenheiten gezwungen gewesen, eine große Menge schlechter, schmieri- gerundgesch mackloser deutsche rLite- r atu r zu lesen. Er habe gesunden, daß die darin (unt Ausdruck gebrachten Gedanken in einer fundamental falschen Auffassung vom Staat und vom politischen Leben des Volkes wurzelten. Wilson erklärte, er habe sich bemüht, die Gedanken der amerikanischen Universitätslehrer von dieser Irrlehre zu befreien. Sie sprächen zu oft von dem Staat als einem Ting, der das Individuum ignorieren solle und das Vorrecht habe, das Schicksal der Menschen durch eine Att ihm innewohnender. geheiligter Autorität $u beherrschen. Wilson erklärte, er habe als entscKcdener Demokrat niemals diese Ansicht annehmen köimen. Seine Auffassung vom Staat sei, daß jeber das Recht habe, seinen Rat in Erwägung ziehen zu lassen, sofern er wert sei, erwogen zu werden.
mud selbst einzugehen.
** Der Evang. Arbeiterverein hielt am Samstag im Vereinslokal eine Hauptversammlung ab. Nach einer kurzen Einleitung des Vorsitzenden, in welcher er auf die Schwere der uns von den Feinden auferlegten BÄ>ingungent ; 'hinwies, fanden Besprechungen über die Bei- ' trag13erHebung sowie die Sterbekassfu ; des Vereins statt. Es wurde beschlossen, evtl, einen i Ansckstuß der Küsse an die Deutsche Vollsocrsichc- rang herbeizuführen. Weiter berichtete der Vor-, sitzende über die in Gießen geplante Errichtung , einer Volkshochschule und deren Ausgaben, woran sich eine ein gellende Aussprache anschloß. Den Schluß der Versammlung bildete eine Besprechung über das Veveinsorgrn.
** Der Wartburgverein hielt gestern abend im Konfirmanbensaal der Johanneskirchc einen Jugend- und Elternabend ab, der sehr gut , besucht war. Nack dem Festmarsch von Faust, borgetragen von Frl. Castein und Lehrer Fritzel, hielt Pfarrassistent Hofmann die Begrüßungs- : ansprache. Er wies darauf hin, daß es mehr denn je gelte, Jugendpflege zu treiben, um die In gend zu befähigen, die schweren Daseinskämpfe der Zukunft lragen äu können. Professor D. Schian führte aus, oaß unser jetziaes Losmtgs wort „Neubau" heiße. Ties gelte in staatlicher und kirchlicher Hinsicht, und wir wollen hoffen, daß sich in beiden Neubauten wohnen lassen möge. Harte und schwere Arbeft wird der Neubau erfore bent, besonders auch der Neubau in der Jugend erzichung und Jugendpflege. Es hat der Jugerch Sonne gefehlt, und harte Entbehrung mußte sic während des Krieges ertragen, darnach ist Zucht und Ordnung verloren gegangen. Hier muß der Neubau beginnen bet der Jugendpflege. Tas Volk muß wieder Lust und Liebe jur Arbeit bekommen zum eigenen Wohl und zum Wohl der Gesamtheit. Arbeit und Glauben tim uns not. Auf, deutsche M, zum deutschen Neubau! Lebhafter Neigte seinen Worten. Die musikalischen Vorträge wurden von einigen Freunden, sowie vom Streich- und Blaschor des Vereins vorttefflich ausgeführt und ernteten lebhafte Anerkeirnung der Zuhörer. Besonders verdienen herfrorgel)oben zu luetbcn die guten Leistungen von Frl. Cast ein und den Herren Sckflvarzlosc und K. und W. SckMitz. In dem Schlußwort sprach Pfarrer A u S f e l d ül'et die Arbeit in dem Verein und forderte auf, den . Verein zu unterstützen. Es wurde eine Sammlung zum Besten der zurückkehrenden Gefangenen veranstaltet, die den Betrug von 41,12 Mk. ergab. |
♦* Lichtspiel ha u s, Bahnhosstr. 34. Ab heute bis inkl. Freitag gelangen hzwei Detektiv- Dramen zur Aufführung. Die Edelstein-Sammlim- ' von Hans Hyan. — Ferner: Das Todestelephon. In der Hauptrolle Ressel Drla und Erich Kaiser- Fritz. 1 S
** In den Schwarz-Weiß-Licht- , svielen, Seltersweg 81. wirkt von heute bis I Freitag, 16. Maff Olga Desmond in dcm großen i Jilmwerk „Der Mut zur ©ünbe".
Eine Bluttat bei Büdingen.
Büdingen, 12. Mai. Am Freitag den 9. Mai, abends zwischen 9 und 10 Uhr, ist, wie der „Budin ger Al!a. Uhrzeiger'" meldet, die Ehefrau Anna des OfftzierstcllVertreters Loonh. Rein, Fußart.-Regt. Nr. 3, aut der Landstraße Vübin- g:n—Gelnhausen an der Lnrbrücke ermordet worben. Halsschlagader und KehlLovf waren beim Auffinden dulchlchui.ten. Der Offizierstxllrertreter ■ hatte seine von Ulrichstein zurückkehrende Frau, mit der er feit 1914 verheiratet ist, in Nidda ab» geholt. Das Paar war von dort mit der Eisenbahn g tormen und wollte den Weg bis Gelnhausen zu Fuß zurücklegan. Gegen 10 Uljt meldete R. dem Gendarmei irwichttneister JLaer, daß feine Frau an der Luxbrückr pon zwei irnbcDamiten Männernr angcfoTten und getötet worden sei. Insassen eines von Gelnhausen kommenden Fahrzeitges litten bereits bcrWet, daß eine vermummte Go- statt unterwegs auf den Wagen eingedrungen, aber von einem Manne zurückgerissen worden sei, Wie sich später herausgestellt Hit, war dies die schwer verletzte Frau, die sich mit der Dodeswuude 1 am Hals und blutten Händen an den Wagen geklammert tmd Hilfe gesucht batte. Alles zeugt von schwerem Kampfe. Dre ärztlich: Untersuchung hat ergeben: Halsschlagader rind i Kehlkopf durchschnitten, mehrere Stiche am Kops . und ein Schlag über den Kops, anscheinend mit dem Griff des Messers. Das anscheinend seststel)ende Messer, womit die Tat verübt worden ist, konnte noch nicht gesunden werden. Die Verdachtsmomente ' richteten sich gegen den Offizierstellvertreter Rein, der auch sofort feftgenommen worden ist. Am Sonntag treu 11. Mai wurde der verhaftete Offizierstellvertreter auf dem Transport zum Ver- . hör bei der Leiche unterwegs von der wüten- 1 den Menge mit Faustschlägen angegriffen; nur । mit Mühe konnte er vor der Lynchjustiz durch die । Polizei geschützt werden. R. hat eine Dienstzeit > von 14 Jahren hinter sich. Nach langem Leugnen hat er die unmenschliche Tat eingestanden. Dir Leiche wurde nach dem Heimatort verbracht.
den jetzt behandelt werden. Ter eine Briefs üjm 11. November 1870 an den Handelsminister Grafen Jtzenplitz gerichtet und lautet: ,.Es liegt im Interesse unserer Okkupation, dem im Qknrcal' gouhernement Reims finge treten en Mangel an Steinkohlen abzuhelfen. Ter Generalgmi vernein! beabsichtigt daher, jemanden nach Saarbrücken schicken, mit dcm Auftrage. Ankäufe zu den marktgängigen Preisen und gegen sofortige Zahlrnig zu machen. Ew. Ex. ersuche ich, die 2xrgbireftiai daselbst dahin anweisen zu wollen, daß die Verladungen fobalb als möglich bcwirtt werden." An M o l t k e schreibt Bismarck am 30. Januar 18 d: „Herr Jules Favre.hat den Wunsch ausgesprochen, daß der regelmäßige ''Postdienst, welcher die Wieder- Herstellung der Eisenbahn zwischen hier und Parlli voraussetzt, baldmöglichst eingeführt werde, lau den Vorschlag gemacht, daß täglich zwei öitfl«. die Bahn befahren, deren Benutzung nur den Per^ sonen gestattet wäre, welche mit ZirkulatronskarM versebm sind. Ich bin meinerseits mit biefar., Vorschlag einverstanden und ersuche Ew. Ex. um eine Aeußerung, ob vom militärischen Gcsichtsft punkt dagegen Bedenken obwalten." Moltke klärte sich bereite am folgeirden Tage damit verstanden, und so mürbe der Bahnverkehr i®1.: schen Paris und Versailles hergesteltt.
Der Aufruhr in Indien.
London, 12. Mai. Reuter erfährt, daß W Engländer die Afghanen und bereit Verstärkungen erwarten. Flugzeuge überflogen die jGrenze und belegten den Gegner mit Bomben.
Aus Stadt und Land.
Gießen, 13. Mai 1919. ,
Die Wahl der Stadtverordneten
so lautete gestern abend die Tagesordnung dreier i Versammlungen der Dentsch-nat. Pattei, der Deutschen demokratischen Partei und des Bürgervereins. Aus den Versammluirgcn ist zusammenfassend zu berichten, daß die Berhandliungien zu einer Emi- Mng sämtlicher bürgerlichen Parteien bei der bevorstehenden Neuwahl der Stadtverordneten geführt haben. Ebenso ist man bereit, mit dem Bürgerverein zusammenzugehen, um ein geschlossenes Vorgehen sämtlicher bürgerlichen Elemente herbeizuführen. Bei der Aufstellung der vorzuschlageuden Bewerber sucht man allen Berufsständen möglichst gerecht zu werden. — In der Versammlung pes Bürgervereins, die besonders gut aus dem gewerbetreibenden Bürgerstand, den Innungen, dem Detail- listen, den Bezirksvereinen Nordost und Südwest, Seltersberg und anderen Gruppen besucht war, gab Lehrer Valentin Müller einen lieber» blick über die bisherigen Verhandlungeit. Der Bürgerverein erstrebte nach den Ausführungen von Slnsang an eine Einigung mit den politisckxm Parteien unter der Donau - st tzmig der gleichen Zahl aufzustellender Kmrdidcrlen und gicidjer Listenplätze. Diese Einigung ist zu erhoffen und soll in einer Sitzung der Ausschüsse, die beute abend sw «findet und zu der jede Pattei drei Vertreter entsendet, entschieden werden. — Tie Deutsche demokratische Partei wird muh Arckündigung in unserem heutigen Blatte am Mittnwck), in einer M il g^ i ederve r sam m- tung bie Llufstrllung der Kandidatenliste benaten. — Es wird nun auch bald <m der Zcft, daß die Parteien mit ihren Lasten hervottreteir.
Die Schwalben im Volksmunde.
Tic Schwalben, deren RückVe'hr in diesen Tagen erfolgt, waren von jeher den Manschen ein lieber Gast. Obgleich eine Schwalbe noch keinen Sommer macht, galt sie doch als £enfr»$errünbcrtrt. Tie stiückkchr der Schtvalben wurde ebk'm-ild in allen germanischen Ländern stUich begangen. ,In He s- s e n verkündigte der Turmwächier die Antoft der ersten Sätwalbe. In Westfalen ging die g-rnze Familie an das Dor des Gehöfts und ösfncte es, wenn die ersten SckMckben einzigen. Der Grund der Schwalbcnverebrung ist mythisch. Tie Schwalbe ist n der Sage ein heiliger Vogel, sie ist der Lieblingsoogel der Frau Holle. DaÄ Ehristeattum machte die Schwalbe zum Mntter- gvttesvöglein, weil die Mutter Maria an die Stelle der Frau Holle getreten ist. Nach der Meümng unserer Vorfahren wohnte die Schwalbe im Winter in der Göttcrlmrg. Sie ist urspttllcglich schneeweiß aus der Hand des Schöpfers hervorgegangen, durch die Sünde der Menschen aber fck>)oarz geworden. Nach einer anderen Volksmernung zieht die Schwalbe nicht fort, sondern setzt sich im Herbst in Scharen auf Rohr und Schilf an Teichen, Sren und Flüssen, erstarrt und gleitet ins Wasser hinab. Im Frühjahr nach der Eisschmelze kommt sie wieder aus der Tiefe heraus. Als heiliger; Vogel bringt die Schwalbe Gottes Segen über das Haus, dessen Mitbewohner sie ist. sie beschützt es vor Mitzgrfahr, Feuer und Wassersnot. Wer ein Schwalbennest zerstört, gilt nickst nur für rurfy* los, sondern «zerstört auch sein eigenes Glück; wer gar eine Schwalbe tobet, den trifft großes Unglück. Ms heiliger Vogel rtrifo die Schioalbe auch etwas front Wetter. Fliegt sie dicht über die Erve hin, so wird es regnen, oder es tritt sMcchtes! Wetter ein, fliegt sie hoch bleibt das Wetter gut.
Lebensmittel.
♦* Der amerikanische Speck für Gießen ist, wie uns Herr Schlachthofdirektor Dr. M o d d e soeben mitteilt, vor der Ausgabe im Schlachthof untersucht und als trichi- n e n f r e i befunden worden. Er kann alfo ohne Gefahr genossen werden. In anderen Städten wurden unter den Speckseiten solche gefunden, die trichinenhaltig waren. Die Warnungen zur Vorsicht beim Genüsse waren da- her nicht überflüssig. Wer vorsichtig ist, wird sich auch jetzt noch an die angegebenen Schutzmaßnahmen halten und das Schweinefleisch ausbraten oder auskochen. n „
** Fischverte il ung. Im Saufe dieser Woche trifft eine Sendung Seefische ent. Das Eintreffen der Fische wird in den Vcrttilungs- stellen durch Aushoirg betontgegeben. , Beliefert werden sämtliche Lebensmittelkarten, die m der linken oberen ,Ecl!e die Nummeni 1—50 aufgs- brlieft haben . Näheres sieljc Auzeigenteil. — Las Städtische Lebensmittelamt ist in der Sage, ge* r äuchertc Seefische zu besckiasfen. fitein- haiidelsgeschafte müssen ähren Bedarf bis spätestens Attttwoch (uigcben.
। *
** Geh. Schulrat D r. Rausch t- ; Mit dem ehemaligen Leiter des Realgymnasiums und der Oberrealschule, Geh. Schulrat Dr. Rausch, ist ein freundlich aufrechter । Mann dahingeschieden, den weite Kreise be- i trauern. Mit großer Pflichttreue, stets auf das । Beste von Schülern und Lehrern bedacht, hat : er von 1891—1914 die überfüllte Doppclan-
teS nationalen Unglücks heraus: ,.Kerne menschliche Macht vermag ein Volk, das aus sich selbst zu einem großen historischen Eharakter heranretst, ztirückzuhalten. Not tut vor allem, daß eine feste öffcntlidye Ndeimmg sich bilde. Gelingt es den Nation, solche Svvackst su gauinnen. bann ist alles Unglück dieser Zeit nur Vorbereitung M ihrer Wiedergeburt gewesen." FichteS Antwott auf den Tilsiter Frieden sind seine im Winter 1807 gehaltenen „feen an die beutfdjc Nairon" Selbst Go e t he T)at in duften Tagen der Sckpnach seine olympisckst Ruhe verloren; ec äußerte Damals, er wolle „ein ernstes Wort mit den Franzosen sprechen", und als auch Weimars Existenz als Staat durch den Korsen bedroht tvar, rief er unter Tränen, wie Falk berichtet, aus'
Weim wir in dieser dunkelsten Stunde der deutschen Gesckstchtt ganz verzweifeln wollen, dann mögen wir Trost suchen bet den Vorvätern, die aus ebenso tiefem Fall sich emporttchteten Preu- hen war 1807 noch machtloser als das Deutsch' land von 1919. Daß Mipolevn es nicht ein sack, ans der gtciljc der Staaten ausstrich, bcrtwnfte es nur der Rücksichtnahme des Korsen auf den ßaren An ein Nichttiitterzeichnen des Tttstter Attebens mar für Friedrich Wilhelm III. nicht aii denken, roemt er wenigstens noch etn otutr fdm?5 NeickMs behalten wollte. Und doch haben stbon damals die besten Männer daran gedacht, lieber alles zu verlieren, als sich dieser --ckimach tzn bangen. Tie geisttgen Fulxrer der Nation fühlen nun, nne eng sie zu ih-ver vermat, gelwren. Etn Symbol dafür ist die Rückkehr Ätlhelm von Humboldts aus Rom, der -urn Praßen ferne Dienste wcffft. ..Wir alle smd unglückllch/ schreibt er nach dem Tilsiter F-riÄnm an die Jngend-
Deutsche Volkspartei. In der Mit^ glieberfrcrfantmlung des Vereins der Teutsckzen Volkspartei in Gießen, die am 8. Mai ftaltianb, sprach im Auftrag der Liga für Deutsche Kultur Herr Dr. Schl ar b über den Volsck>ewismuS. Ter Redner, der mehrere Jahre als Dozent in Rußland gewirkt bat, schilderte einleitend die poli tischen Verhältnisse im russischen Reiche, wie sic vor und während des Krieges bestanden, um dann auf das Wesen und die Bedeutmrg des Bolschewis
Gitte sozialdemokratische Kundgebung in Wien.
Wien, 11. Mai. (Wolff.) Korr.-Burcau. Die sozialdemokratifche Arbeiter-- fsch a f t Wsiensl veranstaltete heute vormittag mif dem Platze vor dem Rathause und in der Volksballe deS Rathauses eindrucksvolle Kundgebungen für das Selbstbcftim- mungsrecht Deutsch-Oesterreichs und den Anschluß a n D e u t sch l a n d. Die Ausführungen der Redner wurden in begeisterten Zu- stimmungskundgcbungen ausgenommen.
Rückkehr der Deutsch-Südwestasrikaner.
Amsterdam, 12. Mai. Der Kommandant von Tentsch-Südwestafrika Setth ist soeben. mit 40 deutschen Offizieren und 1300 Mann auf einem englischen Dampfer in Rotterdam cingetroffen.
Aus Hessen.
Neue Landgesetze.
rm. D a r m st a d t, 12. Mai. Die Regie- intttg hat nunmehr einen Entwurf eines Gesetzes betr. dieUeberführungdesfidei- kommissarischgebundenenGrund- b e s i tz e s in den freien Verkehr veröffentlicht, der seine Bedeutung erst in Verbindung mit dem ebenfalls der Volkskammer -ugcgangenen Entwurf eines Landgesetz es erhält, in dem gegenüber dem fideikommissa- xischen Grundbesitz ein unbeschränktes Recht auf Enteignung und Zwangspachtung für Siedelungszwecke und für sonstige öffentliche Zwecke vorgeschlagen wird.
Da der Ministerpräsident Ulrich Wert «darauf legt, daß die Abgeordneten die Gesetze vorher kennen lernen, ehe deren Beratung am 22. Mai beginnt, sollen zu diesem Zweck am 20. und 21. Mai Besprechungen aller Fraktionen und am 22. Mai eine unverbindliche erste Lesung im Plenum stattfinden, damit vor den Beratungen int Ausschuß die Stimmung des Hauses über den Gesetzentwurf klargestellt Wird.
Der Hess. Volkskammer ist etn Antrag Reh und Gen. zugegaugen betr. Abänderung des Kunftstraßengesetzes, ferner ein Antrag prstadt betr. Entschädigung für versetzte
landes.
** Amtliche Personalnachrichten. Ernannt wurden am 30. April 1919 der Ergänzungsrichter an der Kammer für Handelssachen bei dem Landgericht der Provinz Rheinhessen Herr Kommerzienrat Florian Kupferberg in Mainz zum Handelsrichter und der Musilverleger Herr Dr. Ludwig Strecker in Mainz zum Ergänzungsrichter an dieser Kammer, beide für Oie Zeit bis zum 31. Dezember 1921. — Am 30. April 1919 wurde dem Handelsrichter an der Kammer für Handelssachen bei dem Landgericht der Provinz Rl>einl)essen Herrn Geheimen Kommerzienrat August Seine in Mainz die nachgesuchte Dienstentlassung unter Anerkennung seiner dem Staate geleisteten Dienste erteilt. — Ernannt wurde am 3. Mai Theodor Petry aus Darmstadt zum Bureaubeamten bei dem Sekretariat der Technischen Hochschule zu Darmstadt mit Wirkung vom 1. April 1919 an. — Am 5. Mai d. I. wurde der Buchbinder und Aushilsediener Adam Schäfer zu Darmstadt mit Wirkung vom 1. April 1919 an zum Diener bei der Verwaltung der Vordrucke des Finanzministeriums ernannt. — Ernannt tourbe am 26. April Geovg M ü l - l e r aus Darmstadt mit Wirkung vom 1. Mai 1919 an zum Wärter am physikalischen Institut der Technischen Hochschule zu Darmstadt. — Ernannt wurde am 2. Mai der Kanzlei- und Registraturbeamte bei dem Verwaltungsausschuß der Landesuniversität Theodor Keßler zu Gießen mit Wirkung vom 1. Juni 1919 ab zum Sekretär des Verwalluugsmisschusies der Landesnniversität. — In den Ruhestand versetzt wurde am 26. April der Wärter am physikalischen Institut der Tech- nifetjen Hochschule Georg Mahr auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner dem Staate geleisteten Dienste vom 1. Mai 1919 an. — Entlassen wurde am 30. April 1919 die Lehrerin Susanne BrunNengraber zu Viernheim auf ihr Nachsuchen mit Wirkung vom 1. Mai 1919 ab aus dem Schuldienst.
** 1000 deutsche Kriegsgefan- genc werden heute um 1 Uhr am hiesigen Bahnhof erwartet, um dem Durchgangslager zugeführt zu werden.
** Von der Landesuniversität. Am Mitttooch, 14. Mai, vormittags 11 Uhr pünktlich, findet in dem großen Hörsaal der Universität die zweite Immatrikulation statt. — Fräulein Dr. Margarete Bieber, die sich für das Fach der klassischen Archäologie an unserer Universität zu habilitieren wünscht, hält am Mitttvoch, den 14. Mai 1919, um 5 Uhr im Hörsaal Nr. 2 eine öffentliche Probevorlesung über das Thema: Griechische Frauenkleidung.
** Besitzwechsel. Metzgermeister Brcnm Witwe verkaufte ihr Haus Seltersweg 4 für 82 500 Mk. an den Inhaber des SchuhbauseS Wolsf. — Das Anwesen der Witwe Chnstiane Zörb, Mausburg 9, ging für 45 000 Mk. an den Inhaber des Reformlwuses für gesundheitliche Nahrungsmittel, Paul Scholz, über. — Franz Dient Erben verkauften ihr Anwesen ^.Zum Post- fcller, Wagen gaffe 9, für 52000 Mk. an den Masseur Louis Kratz, welcher darin ein Institut für Heilgymnastik und Massage einrichtet. — Restaurateur Loeber verkaufte sein kürzlich erst erworbenes Anwesen Friedrichstraße 12 für 80 000 Mark an die Inhaber der Firma Klingelhöffer & I Tilges.
** Die Auszahlung der Familren- ' Unterstützung cm die Mgehörigien der noch int Heeresdienst Befindlichen für 16.—31. Mai 1919 findet Doimerstaa den 15. Mai 1919, fror» mittags von 8—12 Uhr, im Stadthaus. Zimmer Nr. 7, statt. - .
Sinken der Pferdepreise. Wre wir von fachmäimisck^er Seite erfahren, sind die Pserde-- frreife bereits int Sinken begriffen, da die Pferde- ttnfuhr front Ausland in kürzester Zett frei gegeben wird. > Tie Preise für Schlachtticre zeigen ebenfalls feit einigen Tagen eine sehr starke Tendenz nach unten. Tiere, die für teures Geld nach Frankfntt eingeschmuggelt waren, besonders aus dem Hessischen, und beim Einkauf 1000 Mk. und mehr gekostet haben, werden scho-n für 600 Mk.
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Im neuesten $xft der , Tcutschen Rundschau" veröffentlicht L. Naschdm üüereffantc Tvkumonbc, fric einen Einblick tu die Werkstatt des großen Staatsmannes gestatten. Von Bedeutung sittd zwei s: Jöd) will! Schrei bett Bismarck saus Versailles, BÄikelsanger die zeigen, wieviel menschlicher wir die Franzosen t iaücn! Ich 1870 beüauMl haben, w« wir von unseren Feme
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