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Der Bürgerrat für Stadt und Kreis Siehe»

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Deutschnationale Dolfspartei

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ttsbundzum Stutze der dsaschsaKriegs- und Ziriigehngenen Ortsgruppe Gießen

Die 2. Protest-[Kundgebung gegen die Zurückhaltung dr deutschen Kriegs- und Zivilgefangene t findet Sonntag den 16. Februar 1919 nachmittags 2l/2 Uhr pünktlich im Stadttheater hier statt.

Thema: Heraus mit unseren Gefangenen! Redner: Die Herren Dr. Schneider-Gießen

l»r. Göring (ehe »als Kncgsgefg. in Frankreich) I>r. Meyer 'ehemals Kriegsgefangener in England) Oberlehrer Freitag (ehemals Kriegagef. in Rußland». Alle Männer und Frauen von Gießen und Umgebung sind eingeladen.

Eintritt frei! 16.7-c

für alle Gewerbe stets vorrätig. Muster frei.

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Grotze prMtverjammffmg gegen die neuen mahlosen waffenstillstandsbedingungen am Freitag, den Februar 19X9, abends V\2 Uhr im 5tadttheater.

Cs werden sprechen die Herren:

vr.homeffer, Pros. Michel, Prof. Sieverr Rechtsanwalt Peters, Prof. Schian. Männer und grauen von Gießen! Erscheint zahlreich und gebet dadurch unserem Proteste Kraft und Erfolg!

Die Diäten für die Nationalversammlung.

Berlin, 13. Febr. Tas Diäten-setz der Nationalversammlung dürste, lautBerliner Tage, blatt" für dreordneten eine Auftvaut^entschä- dlsung van 1OUO Mark für den Monat Dorf eben. Für jede versäumte Sitzung sollen 30 Mark abgHogen werden.

Tit Kräfte her ttricftStntschädiqiinft.

Berlin, 13. Febr 3n derDeutschen Allgem. Zig." heißt es: Der Frage der Kriegsentschädi- gungen stellen sich zwei Auffassungen entgegen. Nach der von England vertretenen Formel soll Deutschland gezwungen werden, ohne Unterschied alle Kriegskosten zu tragen, also die durch die Zerstörung und Enteignung entstandenen Schäden ebenso zu er- sehen, wie die entstandenen Ausgaben, die zur Er. ringung des Sieges notwendig waren. Da in diesem Falle der gesamte Betrag IlX)0 Milliarden überschrei« ten würde, wäre eine verhältnismäßige Herabsetzung unumgänglich. Die amerikanische Auffassung will Schadenersatz nur für die erste Art der Schäden fordern.

Hiudcnbnrg und Kolbrrg.

Berlin, 13. Febr. Iur Ankunft Hinden­burgs in Kolberg ist die Stadt reich beflaggt. Der Magistrat, die Behörden und das Militär hatten Vertreter zu seinem Empfang zum Bahnhof gesandt.

Unlersch agung und Tat.rlastd-verrat.

Berlin, 13. Febr. Wie demBerliner LolalanzcigrTr" aus Königsberg in Preußen gc- mdbet wird, würben in Äug-ustowo nach Vcr- untreuunI ton 60000 Marl Staatsgel- bern durch UnterschlaMng, Urfunbenfälschimg und Raub bk Soldatmräte Lienma >tn und Gr aase verleastet. Durch Bestechung der Be- wachuno gelang es ihnen, zu attßommen. Früljer mittellos, vorsüg.m sic jetzt üb:r groft? Bankgut­haben, so datz die von ihnen gtTaub.c Summe be­deutend ljöher sein mutz. Sie unterhielten ver­mutlich vaterlandsverrät.-risdre Beziehungen zur polnischen Rada in Augustokrv.

delegierte der internationalen Sozialistcn- konferenz bei Wilson.

Bern, 12. Febr. (WB.l Nach der Genfer Feuille" hat sich eine Delegation der von der interna!ionaten Sozialisten o: e erz ct a n en ftiäiL-io n Son nt s io - uuur ? ü xan; o Bra - tiny nach Paris begehn, um iro.i* vor der Abr-erse Wilsons mit diesem zu konferieren.

-Ins dem besetzten Nlieniftcb>et.

-- Mainz, 12. Febr. Der ftanzösische General Mangin hat den Oberbürgermeister Dr. Göt 1 el,

mann veranlaßt, sein« Entlassung zu nehmen, die bereits bewilligt wurde. Mit der Westerführung der Stadtgeschäste wurde der zweite Bürgermeister Dr. Külb beauftragt.

Vorausgegangen war eine Stadtverordnetenver­sammlung, in der der Oberbürgermeister auf eine An- ftage erklärt hatte, das Rheinland dürfe nicht ver- gewaltigt werden. R chts, keine Macht der Welt, keine Wohltat und kein Zwang, kann uns Rhein­länder abwendig machen von unserem großen deut, scheu Vaterland. Wir sind Deutsche und wollen Deutsche bleiben. Deutschlands Schicksal ist auch unser Schicksal. Wir wollen mit ihm leben, mit ihm sterben! Die Versammlung stimmte dieser Erklärung unter lauten Beifallskundgebungen und Bravorufen einmütig zu. Ferner nahm die Stadtverordnetenver­sammlung gegen den Befehl des französischen Unter­richts in Rheinhessen Stellung. Sie vertrat die An­sicht, daß die Anordnung der ftanzösischen Militär­behörde auf das Waffenstillstands-Abkommen nicht gestützt werden könne und beschloß, bei der Waffen- slillslands-Kommission in Spaa Einspruch gegen die Anordnung zu erheben.

(Ein Fraiicu'onnrek in Beni.

Bern, 12. Febr. (WTB.) Schweizerische De- peschen-Agentur. Am Dienstag fand in Bern ein« große Frauenzusammenkunfi statt, einberufen von der Schweizer Sektion des Internationalen Komitees für einen dauerhaften Frieden. Heber die soziale Gesetz­gebung für Frauen referierte Margarete Donfield. In England Hot sich eine ständige Kommission ge­bildet, bestehend aus Abordnungen der fünf großen Frauenorganisationen zw Förderung der Sozial­gesetzgebung, hauptsächlich zur Regelung der Frauen- arbeit Die sJiad)larbeit soll, wenn sie nicht für das Wohl der Allgemeinheit verrichtet wird, ab^eschafft werden Es wird in England eine Kommission ge- schaffen, um den Müttern, welche ihre Kinder erziehen, Pensionen auszuzohlen. Auch der Mädchenhandel wird bekämpft. Frau Iouvo (Frankreich) griff die Frage einer besonderen Organisation der menschlichen Gesellschaft auf. Die Resolution von Frau Edith Ludwig (Ungarn), in welcher der Wunsch ausgc- drückt wird, es sollten alle Kriegsgefangenen und Internjetten fteigegeben werden, wurde nach längerer Debatte angenommen.

Am Abend fand im großen Ratssaale eine grotze öffentliche Versammlung statt mit begeistett auf ge­nommenen Referaten von Lyda Heymann, Ethel Snowden, Rosine Schwimmer und Anita Augspurg. Die Konferenz hat ferner beschlossen, sofort eine De­legation an Präsident Wilson zu entsenden,

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*Das bur» UN nahezu voll, pernhauser, sowie Diederinslondschuna Zn DoGhommtn npa. nhaus ist so auege. wch zu bemerken sind, n Frankfurter Kunst, d allerdings noch über ! Malereien den noch nälde angepoht wer- natur, die vom Ileich ine halbe Million. 2. Febr. Das Kraft, ich der Linie Darm, nlverbmdullg jwischev Mchten.

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» Febr. Das Schwur, den Schlosser Heinrich emberg wegen Mörder eselberg. Adam hatte tmeisler, al; dieser ihn nach dem Polizeirevier dorthin niedergeschossr» unumwunden seine lal lud) schon in der Tor- I er die Absicht gehabt den Deg käme, zu bejahte demgemäh die Mord, woraus Adam Die wir hören, wird zen das Urteil eingelegt, übrigens der erste Fall, im neuen Deutschland, den ist.

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um ihm ihr« Wünsche bett, die Verwirklichung ott 14 Punkte in der Fttedensfrog« zu unterbreite«.

Ein Gewaltakt der Italiener in Wien

Wien, 12. Febr. (WTB.) Wie der Wiener Korr. meldet, erschien heute vormittag der Direktor der Staatsgalerie von Venedig in der Direktion»* Kanzlei des Kunsthistorischen Museums und sor» dette di« Uebergabe von 64 Bildern. Staats* notar Dr. Sylvester ließ über die Forderung ein Pro» tokoll aufnehmen. Der italienische (Balerie-Direhtot verlangte zunächst die Uebergabe von 37 in der Hof» bürg befindlichen Bildern. Ein Teil der Bilder wurde sogleich fortgeführt; weitere 24 der verlangten Bilder befinden sich im Kunsthistorischen Museum, eins in Eckattsau und zwei in ßauenburg. Der Parlamen­tarischen Korr spondenz zufolge erklärte Dr. Sylvester, datz es sich bei den von den Italienern beanspruchten Gemälden um das Privateigentum des ehemaligen Kaisers handele und datz sie nicht zu den Krongütern gehören.

Amtlicher Teil.

Bekanntmachung.

Betr.: Bestellung der Aufkäufer von Eiern für 1919.

Die für das Jahr 1918 ausgestellten Ausweis­karten zum Aufkauf von Eiern verlieren mit dem 28. Februar d. Is. ihre Gültigkeit. Es werden im Jahre 1919 für jede Gemeinde neue Aufkäufer be­stellt. Anträge auf Bestellung als Eieraufkäufer sind spätestens bi» zum 18. Februar 1919 bei dem unterzeichneten Kreisamt einzureichen. Denjenigen Personen, welche vom Kreisamt zum Aufkauf von Eiern bestellt werden, wird durch ihre Bürgermeisterei eine entsprechende Mitteilung zugehen. Die Ausweis­karte zum Eieraufkauf ist alsdann gegen eine ®e* bühr von 50 Df. bei dem Kreisamt tn (Empfang zu nehmen; desgleichen ein Merkblatt der Landeseier­stelle über die Aufgaben und Pflichten der Aufkäufer.

Die Bedingungen für den Eieraufkauf sind di« gleichen wie im Jahre 1918, nur mit dem Unterschied, datz die Vergütung für die sämtlichen aufgekauften Eier, also auch für diejenigen (Eier, welche in der Ge­meinde verbleiben, künftig 2 Pf. beträgt, gegenüber bisher 1 Pf.

Den Bürgermeistereien der Landgemein­den wird empfohlen, vorstehende Bekanntmachung |

sofort ortsüblich zu veröffentlichen.

Gießen, den 12 Februar 1919.

Kreisamt Gießen.

Siegers

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Die öffentliche Versammlung am Frei­tag mutz verschoben werden.

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Die Oohöerifetaerunn vom 7. Februar 1919 ist genebmigi. Die Adfuhrfcheine können ab 17. Februar bei den betreffenden Hebestellen einnelöit werden

TreiS a. d. Lda., den 12. Februar 1919.

Hentiche Cbcnörftcrci TreiS a. d. Lda.

________________I Tburn.__186813

Letzte Nachrichten.

Ebert mib die hciitfthc Presse.

Weimar, 12. Febr. (WB.^ ReichsvrSsident Sbert en'pitus am Mittzvoch nad)mittog im Fvyer deS Nattonalthoaters zu Weimar die Ver­treter der deutschen und deutsch-öster­reichischen Presse, um g*cid> biiin Antritt feines Amtes persönlich mit ih.ren in Fülfluns zu treten. Er fmjrtc hierbei svl»mdes aus: Ich freue mich, datz mir ein Amt zu^esallen ist, unter dessen vorn.'lMs.en Ausgaben die Wahrung der v ö l l i ge n P r e s se sr ei i/e i t ob na sbe /l. Uit e. den hier versamnuQen Herren sind aLe -txrrteüid)« tunlpn vertreten. Es ist meine Ausgabe und ein Erlordernis meines Amirs, mit Ihnen allen in Bestehungen zu treten vlm? Rücksicht auf Ihre oder meine Parleiznk-ehürigreit. Sel)en Sie bitte darin ein ZeichTN für die Art, nnc ich das Prästdenteit- amt verwalten will. Nicht oljnte Partei, sondern die gro&c Mehrl-eit des ganzem Volles roätfie mich miiö lann dah.r mich von mir verlanATN, datz ich der Präsident des Volkes und nicht einer Partei bin. Zur Demofratie »-hört auch der Respekt vor einer aitdercn Ansicht, der dem Parteilampf feste Grvnzrn zitt.-en mutz. Wir Wimen heute sagen, die Denwkra'tte ist für Deutschland in einem Umfange »'hdicrt, wie f ür kein anderes Land. Tai auf baiüte als Dorsitzemder der Pressevereinigiun' in Weimar Georg Bernard von derBoss. ZlO.". Zum Sdstuß versicherte Ebert, in den Wochen, seiner bisherigen Negiermitgszeit sei ihm nichts schnver.licher und nieder drücken der gticfcn, als der Umstand, daß an vielen Orten die Presse tvrgettialiijt morden fei, oljmc datz die Regierung die Machtmittel besaß, dies zu bcrlyini-eni. Ter R icl-spräsid.mt erhärte wiederholt, datz er tic Anfrechterhaltung der unbedingten Presse- und M.inun 's reih it unter a len Um, ä'den l ueck-setzen tverde jmö schloß mit einem Hock» auf ein gedeih­liches Zusammeinvirken mit dec bcutfdxtn Presse.

Die erste Sitzuuft des deutschcu Siaatcu- anSfls'iiffeS.

Berlin, 12. Febr. (WTB.) DieDeutsche All- gemeine Zeitung" meldet aus Weimar: DerStaaten- ausschutz hielt gestern seine erste Sitzung ab. Rach dem OnKrafttreten der vorläufigen Berfaffung erfolgte zuerst die Kundgebung für die Reichseinheit. Das Reich und die Bundesstaaten seien jetzt und in der Zukunft unbedingt auf einander angewiesen. Dann wurde die Kreditvorlage von 25 Milliarden einstim- mig angenommen.

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