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crnftrodlen von Ben Arbeitgebern uyd ArbeitnH-1 genommen werden. Statt des allein berufenen und | während aber in Münster und Ober-Bessir mern rwch'recht verschieden ausgelegt. Die öfteren" > befähigten Handels, dessen persönliches Interesse heftige Regengüsse ncedergingen, die von

trockenen Fluren begierig aufgesaugt wurden O Lrch, 11. Juiii. Der gestrige Schwei

uchdrucki

Generalstreik.

M., 11. Juni. (WoM « Trats findet aus Anlaß

Frankfurt a.

ihnen nicht zustande kam.

stellten int Rahmen des Gesetzes Rechnung zu tragen. Die Bedenken der Arbeitgeber zum Auf­bau der ^Betriebsräte gingen vorwiegend dahin, aast durch die nach dem Entwurf möglichen häu­figen Wechsel in der Zusammensetzung der Betriebsräte eine dauernde Unrulje und Störung der Produktion crntreten müsse, während wiederum der radikale -Flügel der Arbeitnehmer den höch­sten Grad von Beweglichkeit für die Wahl und Abberufung der Bctriebsratsmi!glieder forderte.

Ter Vertreter.der Landwirtschaft äußerte grundsätzliche Bedenken, das Gesetz überlraupt auf sein Gewerbe auszudchnen. Auch über die Befug­nisse der Betriebsräte ist eine Klärung noch nicht

Angestellten verlangen.in allen Fällen «ne ent- scheidende Mitwirkung. Eine besonders tiefe Kluft zeigte sich bei der Beratung über denwirtschaft- lichen Aufgabenkrers. Tie Unternehmer

Bad Ems, 11. Juni. Der Schade«, der durch die französische Besatzung an den D« bLuden und deren Einrichtungen vs ursacht wird, ist außerordentlich hoch. Gmer<H direktor Rücker bewertet den am Kurvrus 1^ dem Römerbad entstandenen Schaden allem w 105Q00 Mark.

meister zunächst ber anderen Gemeinden Erhebmi« anstellen. Tie Beschlußfassung wird deshalb ttn tagt. Die Wahl des Beigeordneten ttrirb auf Sonn] tag den 29. Juni festgesetzt und für die beibal Wahlbezirke je erne Wahlkommission bestimmt, -I Für die Bürgermcisterivahl hat die Werbeack» für die beiden Kandidaten scharf eingesetzt Ä ist eine regere Wahlbeteiligung wie bei der ®t» meinderatswahl, wobei nur 45 v. H. gewählt h- ben, zu erwarten. Ter Kreistag wird am Iq August gewählt.

Kreis Lauterbach.

O uetzhausen, 11. Juni. Wieder ist eotf] der hessisäMi Lehrerveteranen zur letzten Rchl gegangen: 'Lehrer Gompf, der 50 Jahre I unserer Gemeinde eine segensreiche und von Srfeii gekrönte Wirksamkeit ausgeübt hat. Ter Bersin bene hat 18b9 das Friedberger Seminar verlass« und war dann ununterbrochen im hessischen Scho dienste tätig. Von Behörden und der Bevölk hochgeehrt, konnte er vor einigen Wochen noch sei 50jühriges Dienstjubiläum begehen. Die B girng des Entschlafenen gestaltete ftch heute einer gewaltigen Trauerkundgebung. Die B terung des ganzen Schlitzer Landes, mit der Lek Gompf eng verbunden war, war zahlreich er? neu. Tie Schulbekwrde, der Bezirksle Schlitz, an dessen Spitze der Verstorbene 40 Jahre gestanden, und die deutsche Volks des Schlitzer Landes, deren Vorsitzender L Gompf war, ehrten den echt deutschen Mann Kranzspenden und warme Nachrufe.

Starkenburg und Rheinhessen.

rm. Darmstadt, 10. Ium. Eine zahl der modernen Richtung angehöre Künstler aus Darmstadt und der Amgebu haben sich zu einer Sezession zusamm geschlossen, da sie anscheinend bei den jeZ gen Ausstellungen nicht genug berücksichti worden sind. Es sollen Ausstellungen [ta finden und neueste Literatur gepflegt werde! Das Programm sieht weiter das dicht«' Herantragen der Kunst an die Werktreiber Bevölkerung vor, um den politischen, für lerischeu und kulturellen Kontakt zu crrich

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in reicher Ausführun

fähigten Handels, dessen persönliches Interesse mit Ein- und Verkauf verknüpft war, haben un­verantwortliche und kenntnislose, unfähige Kriegs­gesellschaften durch hohe Emlohnung, schlechte Be­wirtschaftung, Verhinderung ber Produktion und der Einfuhr das Verderben zahlloser Nahrungs- mittd und die Minderung ber Erzeugung im Inland herbeigefübrt.

Die Versammlung fordert deshalb

2. die soforttge Inangriffnahme des Abbaus der Zwangswirtschaft.

3. Diese allgemeinen wirtschaftlichen Gesichts­punkte, sowie die Tatsache, daß alle Wahlen seien es solche zur Nationalversammlung, Volks­kammer, Provinzial- und Kreistag oder solche zur Gemeinde nach dem Willen der jetzt herrschenden Gesetzgeber, nach parteipolitischen Ge­sichtspunkten geschehen sollen, zwingt auch 'die Landwirtschaft zum festen Zusammenschluß. Me Versammlung begrüßt deshalb die Gründung des Hessischen Bauernbundes und fordert alle Landwirte Hessens ohne Unterschied der Partei und des Glaubens auf, sich dieser Vereinigung anzuschließen und in ihren Gemeinden Ortsgrup­pen zu gründen.

Die Aussprache war außerordentlich rege und zeigte, da ßvolle Einmütigkeit unter den Versammelten herrschte. Es sprachen noch Abg.

Beschluß des 'Arbeiterrats findet----

Beisetzung Rosa Luxemburgs imb J8 ErschießungLevinösin Frankfurt ein neralstreik statt. In allen privaten, fi" scheu und staatlichen Betrieben, mit AusnM» der Gas-, Wasser- und Elektrizitätswerke^der y. bensmittelversorgungsbetrrebe und der Krauls 1 an ft alten ruht von Donnerstag abend 6 Uhr 00 Freitag abend 6 Uhr jegliche Arbeit. Einegv meinfame Kundgebung aller sozialistischen M teien ftndet nicht statt, da eine Einigung r'wiD»

glauben die Verantwortung für die Produktion nicht tragenju können, wenn ihre Entschlreßungs- fteiheit in 'ber Betriebsleitung beengt würde. Es würde daher das Selbstbesttmmnngsrecht in der Hauptsache nur auf die Gestaltung der Arbeits- vcrhältnisse ausgedehnt werden. Dagegen verlangt der .Vertreter der Arbeitsgemeinschaft freier Angestellten verbände, daß dem Betriebsrat eine gleichberechtigte Mitwirkung an den Werkleitung und eilte Kontrolle ber gesamten Betriebssührung jnfte&en soll. Diese weitgchende Forderung nach einer unmittelbaren Einflußnahme der Betriebsräte auf die Produktion selbst wurde von den übrigen Vertretern der Angestellten und Arbeiter nicht unterstützt.

Tie zweite Lesung des Ausschusses dürfte in etwa vierzehn Tagen beginnen.

Im Verfassungsausschuß haben die Vertreter der deutschnativnalen Frak­tion folgenden 1A nde r un gsantrag zum Räteparagraphen gestellt:

Die Arbeitnehmer und Angestellten sind be­rufen, in gleichberechtigter Gemeinschaft mit den Unternehmern a) an her Regelung der Lohn- und Arbeitsbedingungen, b) an der allgemeinwirtschaft­lichen Entwicklung der Produktionskräfte mitzu- wirken. Organisationen der Arbeitgeber und Ar- beilnehrner irnb deren Vereinbarungen auf dem Gebiete zu a werden anerkannt. Zur Durchfüh­rung der Aufgabe zu b wird ein nach den gesamten Berufsständen gegliederter Reichswirtschaftsrat ein­gesetzt. Tem Rstch^wirt-chafiscat sollen sozialpoli­tische und wirtschaftliche Gesetzentwürfe von grund­legender Bedeutung von der Reichsregierung vor ihrer Einbringung bei der Nationalversammlung Mr Begutachtung vorgelegt werden. Der Reichs­wirtschaftsrat hat das Recht, selbst solche Gesetze bei der Nationalversammlung zu beantragen, die gleich Vorlagen der Neichsregierung oder des Reichsrates zu behandeln sind. Zusammensetzung und Aufgaben des Reichswirtschaftsrates zu regeln, ist ausschließlich Sache des Reiches.

Arrr dem Reiche.

Aus Bayern.

Berlin, 11. Juni. (Wolff.) Privattele­gramm. Den Abendblättern zufolge hatte der bayerische Ministerpräsident Hoffmann aus der S ch w e i z ein bringendes Telegramm an bas Ministerium gesandt, in dem er sich ber Vollstreckung des Todesurteils an Le­tz i n 6 energisch widersetzte. Dieses Telegramm kam jedoch zu spät in München an. In einem weiteren Telegramm wandte sich Hoffmann an die Münchener Unabhängigen, machte ihnen von seinen Bemühungen Mitteilung und sprach ihnen sein Bedauern über die so­fortige Vollstreckung des Todesurteils aus.

hessischer Bauernbund.

Friedberg, 11. Juni. Gestern mürbe im. großen Saale des Hotels Trapp zu Friedberg eine ^Versammlung ober hessischer Landwirte ab­gehalten, die von etwa 15001800 Zuhörern besucht war. Der Vorsitzende Dr. v. Helmolt er­öffnete die Versammlung mit dem Hinweis, daß am 28. Mai in einer aus allen Kreisen Oberheftens besuchten Versammlung der Hessische Bauernbund gegründet worden sei. Ein provisorischer Vorstand, dem der Abg. Fenchel und Dr. v. Helmolt als Vorsitzende und Schriftleiter Hirfchel als Direktor angehörten, sei gebildet worden. Das Ziel sei, den Bauernstand Hessens zusammenzufasfen, zu organi­sieren und ihn M einer Macht int Staatsleben zu gestalten. __ Ä

Ms erster Redner besprach Abg. Dorsch- Wölfersheim ausführlich das Landgesetz, das wie­der ein Mittel M dem Zweck sei, den Bauern in Abhängigkeit zu halten. Aus freien Bauern ans eigener Scholle sollten Staatspächter gemacht wer­den. Tas Landgesetz bilde nur den Anfang, später werde der Anbauzwang Mit all' seinen Folgen kommen. Leider sei durch die Uneinigkeit ber Bauern bei den Wahlen, der Landwirtschaft jeg­licher Einfluß in der Volkskammer genommen worden. Ties müsse durch tatkräftige Astbeit wie­der ausgeglichen werden.

Ter zweite Redner, Hirsche!--Friedberg, stellte das Landgesetz in der vorliegenden Gestal­tung als ein Glied in per Kette der Sozialisierung dar. Tie Kette sei aber nicht geschlossen, wenn der Landwirt über seine Erzeugnisse stei schalten und walten dürfe. Deshalb passe die Zwangs­wirtschaft mit all' ihren verderblichen Begleit­erscheinungen in den Rahmen der Sozialisierung. Der Retchsernährnngsminister habe jüngst erklärt, daß die Zwangswirtstliaftspach Friedensschlüße e r- schärft werde. Man wisse nun, woran man sei. Der Zehner ging hierauf ausführlich auf diese Kriegswirtschaft ein, die er vom wirtschaftlichen und moralischen Standpuntt aus bekämpfte. Er forderte die Handwerker und Geschäftsleute auf, in dem Kampfe gegen die Zwangswirtschaft Schul­ter an Schulter mit den Bauern zu stehen, bi sie heute schon lediglich Verteiler in der Staatswirt- schiaft geworden. Auch die Beamten sollten ftch er­innern, welche Verheerungen diese Wirtschaft in ihren, einst durch Unbestechlichkeit berühmten Reihen heroorgerufen habe unb in die gemeinsame Front eintreten.

Als Dritter sprach Bürgermeister Diehl- Hochweisel, der in einem Rücklstick auf die Wahlen darlegte, daß der Mangel an Organisation die Ursache des zweifellosen Mißerfolges gewesen sei, der sich noch recht bemerkbar machen werde, wenn nicht eine zielbewußte Organisation der Landwirtschaft einsetzte. Der gemeinsame Halt für alle Bauern Hessens müsse der <hessische Bauern­bund werden. Der Vorsitzende brachte hierauf fol­gende Entschließung ht Vorschlag:

Eine am 10. Juni in Friedberg stattgefundene Versammlung oberhessischer Landwirte erhebt

1 den entschiedensten Einspruch gegen das von

Edschmid, Ewald, Fabry, Gunschmann, dicht, Hensler, Haubach, Heuser, Hoetger, M Weidner, Herta Michel, Wilhelm fDW

Mierdendorf, Nebel, Schiebelhuth unb 2BM

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Kreis Büdingen.

ba. Büdingen, 12. Juni. Tie erste Gi me inderatssr tzu n g mit ber neugewählg Gemeindevertretung sand am Tienstag nachmiiv unter Vorsitz von Bürgermeister Fendt statt. Bi germeifter Fendt eröffnete die Sitzung unter Li weis auf die neue Zett, die bar Wiederauibi unter äußerster Spars amkett bringen müsse. A auch jetzt müsse am Wohl ber Gemeinde weit gebaut weiden. Nach dieser Ansprache und Wett des Tankes an die bisherige Gemeindeverttet« für ihre ersprießliche Tätigkeit wurden die 9 meinderatsmitglieder auf Grund ber Landgemeini ordnung verpflichtet. Bevor die Tagesordnung j raten mürbe, 'stellt Fr.' Klein im Namen der ,f zialdemokrattschen ober durch die sozialdemokratisi Liste gewählten" Gemeinderatsmitglieder fest, in sie feinen Parteihader in das Rathaus bring wollten und ihnen nur das Gemeiudewohl a Herzen liege, mib daß sie, wie der bisherige 9 meinberat, das Losholz den Berechtigten unt allen Umständen erhalten, wissen wollten. D Finanzamt schlägt vor, den bisherigen Stent koeffizient (etwa 111 v. H.) zu belassen und bi sich dadurch ergebenden Mehrertrag einem beiu deren Fonds zuzuweisen, auf den im Bedarsssal später einmal zurückgegriffen werden könne. B gen Erhöhung des Kokspreises soll der Bürgt

Rathause lebte heute nrieber etwas auf.

O Lich, 11. Juni. Da die Mitglieder^ des Gesangoereins 'Cäeilia" wieder die alte Höh aufweist, ließ der Verein am zweiten Pfingslf^ tage zur Freude der Bevölkerung eine alte belich Sitte wieder neu au fiebern. Auf einem Gang rnrj um die Stabt wurden am frühen Morgen mu.i Leitung des stettvertretenden Dirigenten Berz zwölf verschiedenen Plätzen dem Tag angepl^ Chöre gesungen, u. a. auch mn Grabe des iDälfreii des Krieges verstorbenen verdienstvollen Tiri^ü ten, Lehrer Zimmer, und vor dem kürUiijq Schlosse. Fürst Karl sprach den Sangern lichsten Tank für die fünftlerifdien Tarbietun-i aus. Unsere Marienstiftskirche prangte ß Pftugsten nach altem Brauche wieder im Schnitz der Maien.

Kreis Wetzlar.

wa. Aßlar, 12. Juni. Dienstag vvrmiM machte der 30jährige Bahnarbetter .Heürrich r" von hier seinem Leben durch Erhängen ein

Hessen-Nassau.

Mrs der wir das Wesentlichste hiermit entnehmen. Die betben Korporationen erheben im allgemeinen Wwenpruch gegen alle Versuche, die Privattmter- üehmungen einer Mitbestimmung der Arbeiter und Angestellten in Fragen der Betriebsleitung und Betriebsfübrung zu unterwerfen. Die wichtig­sten Bedeuten, die dabei vorgebracht werden, liegen darin, daß die Arbeiter und Angestellten mit ihrem Rechte der Freizügigkeit neue wichtige Rechte ver­einigen mürben und keine Verpflichtung und Ver­antwortung für das Schicksal des Unternehmens zu tragen hätten. Sollte trotz der grundsätzlichen Bedenken an der Einführung von Bettiebsräten festgehalten werden, so machen die genannten Kör­perschaften zu dem Entwurf u. a. folgende Ab­änderungsvorschläge :

Zu 8 4 ^Vertretung der Arbeiter und An­gestellten) Satz 2 ist zu streichen. Begründung: Der beabsichtigte Schutz der Minderheits­gruppe darf nicht eingeschränkt werden. Es gibt eine ganze Reih' industrieller Mittelbetriebe, in denen die Angestellten weniger als ein Zehntel ber Arbeitnehmer ausmachen und auch wohl unter 10 Personen zählen, und doch sind dabei die An­gestellten eine für die Gütererzeugung sehr wichtige und mit der Materie besonders oertraute Gruppe. Ebenso wird im Einzelhandel und vor allem im Großhandel die Zahl der Angestellten häufig um das Mehrfache der Arbeiter überwiegen.

Z u § 1 0 (Wahl des Betriebsrates). In Ab­satz 4 muß statt der Zugehörigkeit zum Betrieb von einem Monat eine solche von zwei Jahren verlangt werden. Begründung:Es erscheint vollkommen undenkbar, daß ein Arbeiter, der erst einen Monat dem Betrieb angehört, im Betriebsrat, im Sinne des Entwurfes, praktische Arbeit leisten kann. Die langjährige Erfahung, die bei aller fachlichen Vorbildung für Unternehmer und Angestellte erforderlich ist, kann von dem Arbeiter unmöglich in einem Monat gewonnen werden."

3ii § 15 (Befuanisse). In Ziffer 2 (Lohn- und Arbeitsverhältnisse) sind in dem Satzteilbei der Einführung neuer Arbetts- und Löhnungs­methoden" die WorteArbetts- und" zu streichen. Begründung:Die Einführung neuer Arbeits­methoden ist ausschließlich eine Frage der Betriebs­leitung, die daher nur von dem verantwortlichen Unternehmer bzw. Leiter des Betriebes beurteilt werben kann. Die Mitwirkung der Arbeiter kann leicht zur Hintanhaltung von technischen Fort­schritten und damtt zur Schwächung der Wett- bewerbsfähigLtt der Industrie gegenüber dem Aus­lände führen."

Zu Ziffer 4 (Einstellung unb Entlassung von Arbeitnehmern). Die Bezugnahme auf die §§ 2123 ist zu streichen unb nur die Bezugnahme auf §20 und 38 zu belassen. Begründung:§20 will eine Anhörung des Betriebsrates bei Anstel­lungen und ©ntlaffungen durch Erweiterung, Ein­schränkung oder Sttllelegung des Betriebes oder durch veränderte Technik. Hiergegen bestehen keine Bedenken. Die §§ 2123 dagegen wollen eine Mitwirkung des Betriebsrates auch bei der Anstellung unb Entlassung des ein­zelnen Angestellten unb Arbeiters aus ir­gend welchen Gründen unb ein Beschwerde- und Entscheidungsverfahren gegen die Maßnahmen des Unternehmers vor dem Schlichtungs-Ausschuß. Diese Vorschriften greifen tief in die Befugnisse ber Betriebsleitung ein unb legen dem Unter­nehmer Fesseln an, die seine Autorität untergraben unb seine Tätigkeit lähmen."

Zn Ziffer? (Arbettsernstellungen). Der Wortlaut ist wie folgt zu ändern:dahinzuwirken, daß Arbettseinstellungen und Aussperrungen mög­lichst vermieden werden. Sind die Bemühungen erfolglos und stehen nicht tarifliche Bestimmungen einer Arbeitseinstellung ober Aussperrung ent­gegen, so hat er bafür Sorge zu tragen, daß vor Anrufung ber zuständigen tariflichen Schlichtnngs- stelle leine Arbettseinstellung oder Aussperrung stattfindet. Ist eine solche Stelle nicht vorhanden, und beabsichtigen erhebliche Teile ber Arbeitneh­merschaft, eine Arbettseinstellung vorzunehmen, so hat der Betriebsrat für eine ordnungsmäßige unb geheime Abstimmung zu sorgen, an ber teilzuneh­men allen Arbeitnehmern des Betriebes ermöglicht wird, die an der geplanten Arbeitseinstellung teilnehmen sollen." Begründung:Der Vor­schlag will die Pflicht des Betriebsrates, auf Ver­meidung von Arbettsstörungen hinzuwirken, in den Vordergrund stellen, daneben auch darauf Hin­weisen, daß in manchen Gewerben durch tarifliche Bestimmungen die Arbettseinstellung oder Aus­sperrung ausgeschlossen ist, ferner auf die Schlich­tung von Strettigkeiten hinwirken und erst in letzter Linie das Verfahren für den Fall einer drohenden SlrbeitseinfteUung regeln."

Z u Ziffer 10 (Unterstützung in ber Be­triebsleitung). Der Wortlaut ist wie folgt zu än­dern:Auf die Arbettnehmer im Sinne der Er­zielung einer möglichst hohen Arbeitsleistung ein­zuwirken." Begründung:Der Vorschlag bezweckt, dem Hinweis auf die Förderung der Produktion einen bestimmteren Ausdruck zu geben. Dagegen ist der Satz des Entwurfesden Arbeitgeber bei der Betriebsleitung durch Rat zu unterstützen" weg- zulasfen, weil oie Betriebsleitung Kenntnisse und langjährige Erfahrungen erfordert, die dem Arbeit­nehmer naturgemäß abgehen."

Weitere Vorschläge betreffen genauere Fassung ber Bestimmungen unb das technische Verfahren sowie bte Strafbestimmungen.

Berlin, 10. Juni. Der im Reichsarbetts- minifterium eingesetzte Ausschuß zur Beratung des Voventwnrfes über ein Betriebsrätegesetz hat in fünftägiger Sitzung seine erste Lesung be­endet. Eine Annäherung der Auffassungen haben die Beratungen noch nicht gebracht. Die Regie- rungeoertreter beschränkten sich darauf, von ben kritischen Bemerkungen unb Anregungen ber Ar­beitgeber unb Arbeitnehmer, die meist in ent­gegengesetzter Richtung liegen, Notiz zu nehmen. In der Wahlrechtsfrage verlangten die Arbeit­nehmer eine wesentliche Herabsetzung ber Alters­grenze, die Unternehmer umgekehrt eine Heranf- fttzung. Von ben Angestelltenvertretem wurden verschiedene Vorschläge gemacht, um den besonde­ren beruflichen Bedürfnissen ber Priva tange-

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Zunächst gehören ber neuen Verbindung 0' l'KnU, Antes, Babberger, Beckmann, Eberz, Engeit «.... "arten

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ber Regierung ber Volkskammer vor gelegte Land­gesetz, das einer Regierung, zu der die Land­wirtschaft kein Vertrauen haben kann, die weit­gehendsten Vollmachten erteilt. Insbesondere spricht sie sich gegen die Sozialisierung des Grund und Bodens aus, wie sie in sozialdemokratischen Anttägen in ber Volkskammer zutage getreten ist. Auch das Fortbestehen der Zwangswirtschaft ist pon dem Geiste getragen, die Allgewalt des Staates und der Regierung zu erweitern, von dem auch das Landgesetz beseelt ist. Neben dem nffse der Betriebsräte ist eine Klärung noch nichtj Besitz von Grund und Boden soll dem Bauer {rißaRea. Ln Begriff deL ,Mst«irLuS" iuwiebeä Recht über die Erzeugmffe semer Arhett

Landgesetzes und die Stellung seiner Partei dazu in ber Volkskammer, ferner «Oek.-Rat Hensel- Dortelweil, Bürgermeister M ö r l e r - Ockstadt, Fr. Heu s e r - Niederweffel, Fr. Fenchel, Beigeorb. M-ickel-Ossenheim, Oek.-Rat Breidenbach- Dorheim und Stabti). Leuchtgens- FriMievg. Stadt und Land müßten einig sein, barat werbe das Vaterland gedeihen.

,Jm Schlußwort betonte der Vorsitzende Dr. v. H e l m 0 l t : Das Landgesetz gebe alle Macht ber Regierung, ferne Ausführung hänge von bereu sainmensetzung ab. Daran anknüpsenb schilderte er die Vettern-- unb aiftrteiherrschaft, wie sie unter der Revolution herrsche. Freie Bahn dem Tüchti- llen in ber Partei, sei die Losung geworden. Die heutige Versammlung habe den Beweis gelie­fert, baß der Bauernstand um sein Dasein zu kämp­fen berät. Mit einem Hoch auf den Hessischen Bauernstand scUoß die Kundgebung.

Att» Stabt and Land.

Gießen , den 12. Juni 1919.

** Amtliche Personalnachrichten. Ter Kreisamtsgehttfe Kaspar Karl Rüffer zu Alsftld wurde mit Wirkung vorn 1. Juli 1919 zum KreisanttsbureauVorsteher beim Kreisamt Heppen heim, ber Kreisamtsbur eaugehstfe Lud­wig Muhl zu Erbach mit Wirkung vorn 1. Juli 1919 zum Kreisamtsgehilfen ernannt. Tem Pfarrverwalter zu Maulbach, Tivisionspfarrer a. D. Gustav Hoffmann unb dem Pfarrverwalter Jakob S ch l a m p !zu Höchst a. b. Nidder wurden am 6. Jimi l. Js. die evangelischen Pfarrstellen, dem Lehrer Karl Blei zu Lützel-Wiebelsbach, Kreis Erbach, leine Lehrerstelle an der Volksschule zu Schotten: -der Schulamtsanwärterin Agnes Hirschmann aus Wieseirtheid (Unterfranken) eine Lehrerinstelle an der Volksschule zu Bieber, Kreis Offenbach; der Schulamtsanwärtenn Elisa­beth Merkel aus Tarmstadt eine Lehrerinstelle an der Volksschule zu Munster, Kreis Dieburg, unb dem Schulamtsanwärter Johmrn Gesser aus Groß-Stein heim eine -Lehrerstelle an der Volks­schule zu Rockenberg, Kreis Friedberg, übertragen. Am 30. April wurde dem Eisenba hn-La ad- messer Georg .Perschbacher, dem Technischen Eisenbahn-Obersekretär Friedrich O r t h , dem Toch- nifefcn Eisenbahnsekretär Friedrich Liederbach-, dem Technischen Dberbahnassist?enten Will). Blitz und dem Lokomotivführer Heinrich H 0 l z schu h, alle zu -Frankfurt a. M., sowie dem Weichmsteller 1. Klasse Wilhelm Seipel zu Stockheim (Ober­hessen), sämtlich in ber Hessisch-Preußischen Eisen­bahn gerneinscha ft, die unkündbare Anstellung ver­liehen. Der Oberlehrer an ber Realschule Butz­bach Dr. Albert Pepp le r wurde auf fein Nach­suchen mit Wirkung vom 15. Juni 1919 aus dem hessischen Schuldienst entlassen. Tie mit einem evangelischen Lehrer zu besetzenbe Schulstelle zu Sickendorf, Kreis Lauterbach, ist erledigt.

** Sitzungen des Schwurgerichts finden Montag, Dienstag und Mittwoch näch­ster Woche statt. Am Montag wird gegen Daniel Keßler wegen Notzucht verhandelt; die Anklage wird von Staatsanwalt Hainer vertreten, Verteidiger ist Rechtsanwalt Raab. Am Dienstag wird sich Stanislaus Lewan- dowsky aus Nidda wegen qualifizier­ten Totschlags zu verantworten haben; Vertreter der Anklage ist Gerichtsassessor Dr. Eckert, Verteidiger Rechtsanwalt Schneider Am Mittwoch steht eine Brandstiftung zur Verhandlung. Der Angeklagte Wilhelm MAler aus Wernges wird von Rechtsanwalt Dr. Meuser verteidigt und die Anklage von Oberstaatsanwalt Hofmann vertreten.

** Prüfungen. Eine Bekanntmachung des Landesamts für Bildungswesen setzt für das lau­fende Schuljahr u. a. folgende Prüftmgstermine fest: Prüfung ssraelttischer Religionslehrer 10. De­zember 1919; Entlassungsprüfung am Seminar Friedberg 8. März 1920; Aufnahmeprüfun­gen an ben Seminaren unb Vorsemin-aren 25. März 1920; Prüfung für Kinbergärtnerinnen in ©ie feen 18. September 1919 unb Prüfung für Kindergärtnerinnen, Haushaltmrgs- unb Hanbarbettslehverttrnen in Gießen 15.20. Fe­bruar 1920.

** Ein Wohltätigkeitskonzert zum Besten unserer Kriegsgefangenen finbet am Freitag ben 20. Juni, abenbs pünktlich 8V4 Uhr, in ber neuen Aula ber Universität statt, veranstaltet von Fräulein Ida Stammler unb ausgeführt von Schülerinnen derselben, unter Mitwirkung des Pianisten Julins Hahn.

** Der Reichsbund der Kriegsbe­schädigten, Kriegshinterbliebenen u. ehern. Kr iegsteilnehmer (Ortsgruppe Gie­ßen) hält am Samstag, abends 8V2 Uhr, im (Safe Leib eine Mitgliederversammlung ab. Wir weisen besonders auf Punkt 4 der Tagesordnung hin: Entlasfungsanzüge unb EntlassungsgeÜ). Aufklä­rung hierüber unb Verteilung von Anttägen hierzu."

** Wetterdienst. Voraussichtliches Wetter am Freitag: Ziemlich heiter nnb trocken, warm, südliche Wmde.

Landkreis Kietze».

O Lich, 10. Juni. Die Gewitter am ersten Pfingstfeiertage brachten manchen 2anb» strichen einen ergiebigen Regen. Unsere Gemar­kung beton iw: leider nur geringe Msgou.

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markt geigte euren sehr statten Auftrieb. Mehv, hundert Tiere waren aufgefahren. Obwohl gut "

reiche Käufer erschienen waren unb auch ziena vA unb viele Tiere abgesetzt wurden, war der Handel c iW' qi

allgemeinen doch gedrückt unb schleppend. Es (d M., * das an ben hohen Preisen, die viele Käufer zuch rV;-'( l'iulhck hielten. Am Morgen wurden für 45 Wvib Moeu

alte Ferkel 180-200 Mk., für 68 Wochen ch

Tiere 200250 Mk. pro Stück bezahll. Ge« f ^..Mlbes kaum Mittag flauten die Preise beträchtlich ab. 4~ <^1 wenig ( Wochen alle «Ferkel wurden zuletzt für 12515 ||JV^nau, U Mark, 68 Wock>en alte zu 180200 Mk. öd VLw Stück verkauft. Auch ber Kramer markt 3 ''ch«,ngen d