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— Mainz, 11. Juni. Tie französische Zen- nr ist seit einigen Tagen außerordentlich verschärft utib erstreckt sich jetzt sogar auf dte bischöflichen birten bri e f e. Don diesen darf in den Kirchen mir das verlesen werden, was der ftanzösische
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Sitzung abhglken, in der die Gegenvorschläge be* deutschen Regierung auf die Friedensv or- s chläge der Entente und die Anftoort der Entente auf diese Vorschläge beraten werden sollen^ Rostes Enthüllung.
Die tkommimatwahlen.
O Li ch, 12. Juni. Die Bürgermrister- ahl findet voraussichtlich «am 6. Juli statt. 15 Kandidat wird Stadtrechner Heinriche Fuhr zur
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Berlin, 12. Juni. Wie die „Germama" erfährt, wird auch die Preußische Landes- Versammlung in der nächsten Woche eine
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fand die Tagung der wissenschaftlichen Studenten- vereine „Unitas" statt, zu der Vertreter aller deutschen Universitäten erschienen waren. Damit verbunden wurde gleichzeitig die Fahnenweihe des Frankfurter Zweigvereins, an die sich dann eine Auffahrt durch jöie Stadt xum Frühft>mmers schloß.
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Bern, 11. Juni. (WTB.) Laut „Grornale d'Jtalia" hat sich die innerpolitische Lage in Italien derart z u g e s v i tz t, daß eine Mi - n i ste r kr i se nicht ausgeftAvssen erscheint. Orlando muß.seine Rückkehr nach Rom beschleunigen: er wird am Sonntag in der Hauptstadt zurückerwartet. Im.„Secwlo" kommt die starke Beun- rulügung über die Zustande in Italien zum Ausdruck, die sich in der Ausdehnung der Streikbewegung und die Erbitterung der Massen über die Lebensmitteltenerung äußern. Ter Verband der italienischen Industriellen richtete mit Rücksicht auf »die Lebensmittelnot das dringende Ersuchen an wie Regierung, alle bei der Heeresoer- waltung auf .Lager befindlichen Lebens mittel Vorräte zu reguirieren und sofort ohne Rücksicht auf die Einkaufskosten .zu billigen Preisen auf den Markt zu bringen. Trotz aller Zugeständnisse der Regier-ung hatder a l l ge meine Le hre r str e t k heute eingesetzt und sich besonders über Mailand, Boiogne und Genua ausgedehnt. In Savone und Lucca streiken die Te lepho nan ge fte l l te n; der Bewegung -haben sich zum Teil auch die höheren Beamten >angeschlossen. Weiter droht ein Streik des -Perwnals derPostagenturen. Aus dem ganzen Lande wird eine Verschärfung der Lage gemeldet. Rach dem „Avanti" ist man bom Generalstreik nicht mehr weit entfernt, besonders schwer sck^nen die Zustande in Verona zu fern, doch werden von der Zensur alle Berichte aus der Stadt unterdrückt. In Varese kam es zu Straßenkämpsen. In Mailand streiken
retten. 1
Das Urteil hn Würzburger Hochverrats- prozest.
Würzburg, 12. Juni. (WTB.) Rach mer- tägiger Verhandlung wurde gestern abend das Urteil im Hochverratsprozeß Weibel-, Sauber und H a g em e t fter, die Anfang Aprtl. den Röteputsch in Würzburg und Schwetnsurth inszeniert hatten, von dem Würzburger Landgericht verkündet. Es wurden verurterlt: Weibel zu 15 Jahren, Sauber zar 12 Zähren Festung, Hagemeister zu zehn I ah ren Festung Der Staatsanwalt hatte für alle dre, Angeklagten die Todesstrafe beantragt.
Verhängung des Standrechts in der tschecho- slowakischm Republik.
Prag, 12. Juni. (WTB.) Amtlich. Im ganzen Bereich der tsche cho-slowakr scheu R e p ic b l i k ist das S t a n d r e ch t über alle der Militärgerichtsbarkeit unterlregenden Personen verhängt.
Aufhebung der Zwangsbewirtschastung des: Hafers.
Berlin, 11. Juni. (WTB.) Wie wir Horen, hat das Reichsernährungsamt die Z w a n g s b e - wirtschastung des Hafers ausgehoben, dagegen soll die Gerste vorläuftg werter bewirtschaftet werden, wenigstens bis die Ernte uberscham werden kann.
Die Kohlenpreise.
Essen, 11. Juni. (WTB.) In der heutiges Versammlung der Zechenbesitzer nmrben bit Richtpreise für die Zeit vom 16. Ium bu- Ende Juli festgesetzt. Sm^wurden für Koh len im allgemeinen um 10 Mk., für Koks rm allgemeinen um 15 Mk. für die Tonne erhöht.
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Berlin, 12. Juni. In der gestrigen Sitzung^ des Weimarer Parteitages enthüllt^ Reichswehrmrnister R 0 s k e Versuche der llnab^ hängigen, die Regierungstruppen zu gewinnen., Während die Parteigenoffen, sagte er, durch iW verchlgemeinernde Kllsttik Mißtrauen gegen dick Regierungstruppen säen, bemühen sich die Unabhängigen, sie zu sich herüberzuziehen. Ter Parier-' tag wollte ffich heute über die Eruigung mrt den. Unabhängigen unterhalten, brs dahrA aber wollten die> Unabhängrgen sich bereits mit Hilfe der Truppen in den Sattel setzen. Mit erhobener Sttmme fuhr Naske fort: Nach meinen genauen Informationen bemühen sich die Unabhängigen in diesem Augenblick, den Führern unserer Truppen Uar zu machen/ daß sie die patriotische Pflicht hätten,,sich aus il)ie Seite zu schlagen. Als darauf große Erregung! im ganzen Hause entstand und Namen nennen gerufen wurde, «sagte Noske: Es sind die Führer der Gardefchützen-Kavallerie-Drvr- sion in Berlin, die geködert werden sollen, Ter ehemalige Bolksbeauftragte Barth hat zu seinen Pistolen kein Zutrauen mehr, es gelüstet ihn nach meinen Kanonen. Am letzten samstag! hat er deri Stunden daraus verwandt, um tnd Herren davon zu überzeugen, daß sie oat Unabhängigen dienen müßten, um das Vaterlanv zu
eine Liste gevmitzt. So wurden ohne Wahlkampf und ohne den Gemeindefrieden durch Agitation unü Wahltreibereien aus seinem steten Glerchge- licht zu bringen, zehn Bauern und zwei Arbeiter gewählt. Unter den Gewählten gehörten fünf dem bisherigen Gemeinderat bereits an. Ta nur ein Wahlvorschlag Vortag, war die Wahlbeteiligung sehr gering; es wählten nur 36 Personen, das ist zehn Prozent der Wahlberechtigten. — Nächsten Sonntag findet die Bürgermeisterwahl statt. Wie verlautet, wird der bisherige Bürgermeister wieder aufgestellt werden. Zu einem spateren Termin wird dann die Beigeordnetenwahl abgehalten. Dabei wird wohl auch der bisl>erige Beigevchnete, Gastwirt Roth, wiedergewählt werden. Tie Ge- meindewa^en und die Vorbereitungen dazu verlaufen hier in erfreulicher Weise im Zeichen der Einigkeit und gegenseitigen Verständigung.
. O Münster b. Lich, 10. Juni. Tie Gemeinderatswahl findet hier am nächsten Sonntag statt. Zwei Wahlvorsichläge liegen vor. Ter eine, der parteilos ist und auch mehrere der bisherigen Gemeinderate enthält, hat vier größere Bauern, vfer Kleinbauern und vier Arbeiter als Kändi- bäten aufgestellt. Diesem Wahl Vorschlag steht eine Liste der Arbeiterschaft gegenüber.
** Reiskir chen, 12. Juni. Für die in Kürze stattsindende Bürgermeisterwahl werden als Kandidaten der jetzige Beigeochnetc Philipp StumpfV. und das Gemeinderatsmitglied Johannes Menge! IV. genannt. Beide Kandidaten sind allgemein sehr beliebt, und besitzen auch beide die erforderlichen Fähigkeiten, die an einen Bürger- llneister gestellt werden. Jedenfalls würde es die größte Mehrheit von Reiskirchen gern sehen, wenn es nicht, wie bei der Gemeinderatswahl, zum Wahlkampfe käme. Darüber, daß zur Gemeinderatswahl zwei Vorschlagslisten aufgestellt sind, ist man nun-
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Letzte Nachrichten.
Die deutschen Kolonien.
Paris, 11. Juni. (WTB.) Reuter. Wie verlautet, werden die Alliierten das Ersuchen Deutschlands, das «Mandat über seine früheren Kolonien LU erhalten, ablehnen. 1..
Wilsons Standpunkt.
Berlin, 12. Juni. Aus Amsterdam wird gemeldet: „Daily News" berichten aus Paris, daß Wilson von der Notwendigkeit tief durchdrungen sei, daß die Unterzeichnung des Friedens möglichst bald zustande kommt.
Amsterdam, 11. Juni. (WTB.) Das Reu- tersche Bureau meldet aus Newyork, daß ein das ganze Land umfassender Streikder Telegraphisten für heute angesetzt ist, um bie Aufmerksamkeit Wilsons dadurch zu erregen, daß fein täglicher Kabeldienst unterbrochen wird.
Eine Krisis in Italien.
vüchertisch.
— Elisabeth Tauthendey. Eßtische Novellen. Schuster u. Loessler. Berlin 1919. Tie neuste Gabe der Dichterin ist aus einen besonderen Ton gestimmt. Tie Probleme, die sie behandelt, greisen keineswegs in die Niederungen schwülstiger Erotik, sondern sie schwingen in einer Atmosphäre differenziertester Feinheit. VielleuÄ war es nur einer Frau möglich, in gewagten Situationen die Linien zu wahren, die das allgemein! Schickliche und Natürlich-Mögliche umschreiben. Wie sie das Instrument der Sprache beherrscht, gesellt sie sich den besten der deutschen Gegen- wartsdichtung zu. Freilich darf nicht verschwiegen werden, daß Msabrth Dauthendeh der Fülle der Gesichte, die sie bedrüngen, nicht immer Herr zu werden scheint. Sv geschücht es, daß, manches, was spannungsvoll aufgerollt wird, ins Mlzuweite zerstießt. W. B.
ran so f en richten sich häuslich zu längerem uscnthalte ein Wo ein Grundstück, ein Weinberg riitö. frei wird, pachtet ihn die französische Militäraltung für ihre Zwecke. In vielen Fällen irb sogar zwangsweise vorgegangen und den Be- tzern, die nicht freiwillig an Franzosen verpach- , ,, r? -Tttrt wollen, mit Ausweisung gedroht.
• .'Ubelascn iw-F wv. Wöllftein, 12. Juni. Lehrer Erbes womtraq NM Neu-Bamberg begeht heute seinen 100. Ge- uis oen un Mimrs bunstag. Der Greis erfreut sich noch einer für ren werden fomtc. | Alter seltenen Geistes- und Körperfrische. >mfes ftll der Aad
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