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I wv roteber cm deutscher König und £>eer»frafter ' aus dem Aynhäuftr reitet, der «tragen sein rohrt)

dem Stint)<hrer reitet, der getragen fern rorrv dem Willen des deutschen Holkes. Unb bann

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Euer Otto.

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Mangel an Kleingeld nicht behoben wer tonn.

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die-?! Sie haben unS schraäh'ift ttertefen. Nicht im geringi'tr.i kümmern ik- «ich um uns ,

Es weiß niemaib, außer bem, der es ftlbfi enmniihet. nne groß unsere Sehnsucht na-t Öaur ist. ijti Zagr roau htm ge troxtei, nachts träumt man wieder d^S alte 2teb. Jetzt steht b-x Winter

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vor der Türe.

Wer miß, nne lange wir rod# hier It&en.

Ich kann mir leicht tnrftefen, d ß Magen au6 eng tfdier Eesangenschuit ali?4 aui tten ÄJPl stellen »vollen. Ich nKT»? es chenfa machen

beute habt Jt,-r zu fcaufe Nlrnres. Ganz f.dxt feiert auch Ihr. SnS mach« ich? Ich tfc Bur und grüb:e nach: Wird es mit bem &aen bald ein örtoe, oder machst du es zu einem End'. Was hat es für mich noch einen Wert, eS »ergtot ein Tag nach bem anderen, eine Woche nach der anderen und immer feine Aendtrung. Ich fllaute fas», daß wir in einem Hw den Jahr genau so »eit sind wie heute. Aber Euch trösten sie unm.'r: Sie kommen ja noch??

ES grüßt recht herzlich.

n. Lollar, 10. Nov. Der Steno araphen- vereinG a be l S de r g < r" feiert am tarn men* den SamStag fern 6jäh igeS Bestehen. Die Vor­bereitungen und die Leitung dieser Veranstaltung liegen in der band bc5 2. Vorsitzenden Karl Brück. Wie wir hören, kann noch eine beschrankte Anzahl Eintrittskarten an Nichtmitglieder abgegeben werden.

veranftaltangen

Dienstag: £»tel Grosch7r»og, 8 Uhr, öl'senil ule Her Sammlung der demokratischen 'Ikrtei, Vortrag 4.toi. Sommer. öroixi vor- i'aal der UiiiDeriüat, 8 Uhr, Deutscher Jugend- bu ü) UiiejjCH, tbor:tug bauotmaun Lin enau. Lichtspielhaus:Das SBe.fxug des Ers rm>" und ,,jtarlGX-d Pumphose" Lschiparz-Weiß-Licht spiele: ,Ln Sachen PierretteS undTer Weg dcS Zobes'.

H. Allendoria. d. Lumda, 9. Nov. lern Landllirt Gcorg Schonrber wurden des nachts aus der Scheune drei Zentner Weizen gestohlen.

O Li ch, v. Nov. beute wurde der zweite Pfar­rer unserer Gemeinde in seinen neuen Wirkungs­kreis eingeführt. Er hielt seine Antritt-vredigt, die erkennen li^ch, daß er im rechten Geiste seinen

Für

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werden auch wieder die jchioarz weiß-roteu Fah­nen wehen im deutschen Baterlande Dir mühen wieder zurück zur Scholle und em Boll von vielen selbständigen Existenzen werden. In der deutschen Erziehung liegt die deutsche Zuffmft. DaS, was :eyt noch jung ist, wird eine unaeheurc Ausgabe zu erfüllen haben. Ter 9. November soll Tür uns ein Ansporn sein zum Erwachen, ein vinweis zum i^eiunbroerben an Leib und Seele. Es leit der Wille zum deutschen Leben! Nach dem stürm lüften Beifall, der den Worten des Redners folgte, tru^ £>err R. Lindt, Herausgeber der Zeitung^übroeit" m Swakopmund, zwei von ihm oerfastte Gedicht« vor. Pros. B öl sing lenkte hieraus die Aufmerksamkeit der Versamm­lung zurück auf die große Zeit unseres Vater­landes, zu der gewaltige üeiben, vor allem ein BiSmarck, das deutsche Volk emporyeführi haben. Nichtswürdig sei das Volk, das in bei Zeit des Niederganges dieser Männer vergäße. Die Worte die Bismarck am 1. April 1895 her deutschen Dochschul-Jugend jurief: .Lassen Sie den nationalen Gedanfen leuchten vor Europa!" sollten uns ein heiliges Vermächtnis fein. In seinem Schlußwort wies Oberpostsekretär Kohl- Hase nochmals daraus hin, daß heule nriebci der nationale Gedanke in immer weitere Sreiie deS deuN'chen Volkes eindrinae, und dabei willen alle Anwesenden eifrig Mitarbeiten. Mit dem £iex Teutschland, Teutschland über alleS" wurde

der Abend geschlossen.

Landkreis Giktzen. Hessischer Bauernbund.

L. Lang-GünS. 9 Nov vier fand eine Versammlung der Ortsgruppe des v e f f i f eft e n Bauernbundes umer bem Vorsitz d S Land­wirts Äorr SckMim ftertt Lun.wirt Al r Romps erstattete Bericht über die in Giessen abiebaltenc Ver.rauenSinä mersitzung. N« ch reger AuSsprtefr' n-uTDe eine önrfcb feüung einftimmig angeiromm n, die u. a. für daS nächste Jahr unbedingte Auf- frjnmg der Zwaw'Avirl schäft ixt langt und für sofort einen höfrcreu Sckrlachtvichpreis, Freigabe eines Teils bar Gerste für Schweinezucht und Noduzierung der Laferabgabc wegen auDerotbaU- lich ftotien Fnuertm^rgrlS.

X S) a nau , 10 Nov Die seit einigen Wochen ner ausständigen or.jamfiiTtm Silber- a r beiter nehmen mormn die Arbeit wieder auf. Am gleichen Tage beginnen die Verband' langen mit den Arbeitged-rn.

Marburg, 8. Nov. Vergönne« Nacht wurde in der Nider^heschen $abafia'>rif ein ge­bt o che n und große Dien gen Kautabak wurden arstohlen Für die Ermittelung bar Diebe sind 1000 Mark Belohnung auSge.evt.

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AnS dem Amksverkündir;«nsSblatt.

** TaS AmtsverkündigungSblatt Nr. 118 oom 10. November enrftdii folgende Be­kanntmachung m : BestnndSerlnbung ton volzvev- SolrlungSerZeugnissen und anderen Chemikalien. Verkehr mit Ztraitfahrzeugen Perfvnrn-Üaiikrafb- wag.ri und Motorräder). Verkehr mit Schlacht-, Nutz- und Zuchtvieh. frrregsgefaugenenfriink.hr. FainllicnunterftützunA Ad- und Vaifauen der in Nutzung der Gemeinden stehenden Obst­bäume an jt-DeidÜTcijen. Termin jür bee Ein­sendung der Kirchenrechnungen für 1918. TodeS- ursach.nstoti'tik des Kreis gesundleiteamtS Pier de verlaufe. Schweinervtlauf. Wasien- ablvjerung. Aufnahme der taubsaimmen Kinder in die Taubstummen-Anstalten des Landes.

Verlchr mit Schlacht-. Nutz- und Sud)rötet).

Wer Ziegen und Ziegenlämmer zu Nutz- und Zuchlzwerten aus Dessen oder aus einer 'Brootiu Velsens in eine andere auSführen will, beton hi.'rzu eines besonderen AuSfuhrsckieiiies. Zur Aus­stellung deS 9hi5film'cheincs ist kertenige Land- tiirtschoftskammeraurichiutz zuständig, in befielt Bezirl das auSzufstlwende Tier bisher feine», Slandort hatte. Einträge auf Ausfuhrbcioislizung sind bei der vorbczeiäutelen Suckle einzure.chen. Ter Antragsteller Hut eine Bescheinigung des für tie Gemeinde des Standortes bestellten WirtschistS- ausschufseS, ba£ bas Tier als Nutz- ober Zuchttier, und nicht als «<k)lachttier zu bezeichnen ist, vorzu- legen. Tie Berbriivgunq tue Ziegen jeden Aller- zu Schlacht- und Nutztzwecken aus ihrem bisherigen ton hort in einen anderen Standort darf mir auf Grund eine- Beförderun^rfcheineS erfolgen, einer­lei, ob eS sich um eine VenänHennig der tieir handelt oder nidX Zur Aussu-N> n>» des Betörd^ tun trffd eine» ft tcr.eaitx tmiKvir fch ftJRnmner* auSfckutz zuständig, in dessen P^e«k d> S au-Mtüh- rrnde Tier bischer fernen Standort hatte.

ftfirft Soli-in".

Frankfurt a 9X., 10 .Nov Die Kri- minalpolizei. der der verha'd.ckc Fürst Gclitziu ohlmche von verschiedenen Behörden au8.xfte.Ite 'basse Dvrgeleat batte, z.g inzwischen urfunbi- gur.jen bei diesen Dien in teilen ein. Sie erhielt fti-ute b.Tr.t5 von zwei auswärtiLen Behörden t< *!'c.ttÄhma, hin bort Pässe aus dn Namen des Fünsen Gvlttnn n.ema s >ur Ausstellung gelangt lind. Man nei^t nunrrzbi b-.T AnfickK zu. datz der icitgenomrrtme Hoch'.apl-. r nur den Nannm det Fürsxn angenommen har und damit die gruörrei txtrugerexn verübte.

Gewalttütige Schteber.

---FreudenberI (ffr. Siegens, 10. Nov. Einer Scftielvrgesell chatt hatte tir Gendarmerie größere Meng.n F.tt und Seiht bedlagna mt I» der nächsten Nach: rück:e die Gestll chu t, durch Ge­sinnungsgenossen vrstärkt, vor daS AmtSbau« und zwangen den Anttnann unter Amvendung von Gewalt und standirxi Sttaro! ung mit d m Revolver zur Herausgabe der Sch:<hem>are. Als Anführer des Gewaltaktes ermittelte man drei Siegenei Händler.

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Wutfl.

twr. tarn eS während der Rebe M Redakteurs All meister auS Frankfurt, der an Stelle des ver­änderten Tr. Linzheimer über ,chen Krieg, die Revolution und die deutsche Zukunft" sprach, zu ± um ulten. Ein gv?ßer Teil ter Versamm­lung; teil nebmer, meisten- Studenten, war mit den yufrjprintg-ii nicht einnerstnnden und irmerlrarf) trnntebnrr nntvw.Tnb durch Lärmen und Ztvischm- inrs. nwS Ue Anl.ünger zu O^cgenhrnbgcbtrigm vrr- mna&tp. An k er Aussprache beteiligten sich für und 9Dcen eine Anzahl Redner, em Teil fam mdelleii nicht mehr rum Dort, weil dir Frierabendftuwe ein^treten^war.. Sir wurden txunil vertröstet.

deften-Nassia.

Der Vechtel im Vol^ei-röfdiüm.

-= Frankiurt a M 10. Nov An die Stelle des Polizeipräsidenten tzarriS, der zurück- tritt, übernimmt, wie nunmebc eststrbt. der Lckter deS Frankfurter Bezirks deS Deutschen Metall­arbeiterverbandes. Fritz Ehrler, die Geschähe eine- Frankfurter Poli'Fivräsidenten. Ehrlii ist van Berni Schlosser und Mehrheitssozialist. I feinem Eintritt in daS Präsidium bflriten die Vräsidialkommif'ion und die g)ü Spollzei in kürzer | Zell verschwinden.

jariftifdm Rus-land ftnyarbeitet. 'ZfibT dcS wollte unsere Sozialb.'rmHratie nicht, wie sie auch ein­mütig ieben Sonderrieden bekämpfte, weil er Deutlchlond den Sieg gebracht hätte, der nicht im sozialdemokratischen Patteimteresse lag. In Deutschland wgi rei nicht binnigen, die man dem VoNe jTOodtrilicft als Popanz hm stellte Deutschland ist vor dem Kriege demokratischer regiert worden als heute. Der alte Staat Kinn e niclü die Zensurmastrnahmen, wie sie heute Nvv^e, besonders derDnitfchen Z-llung" genen- über antoatbet Von Fve h it ist heute n^enig ju spüren. Gerade die iejiwn Machthaber halten ihn derrschatt aufrecht mit be;i Da-en de- alten Stiftern# Dies-lben streife ha>u früher ihren Spott übet die Offiziere und Studenten ändert« t sie diefe, um ihr

an zwei Abenden Werte unserer mufSalifcften Klassiker aus bem Stainer zum Vortrag zu bringen.

Starkenburg und Rheinhessen.

rm. Darm stadt, 8. Nov. Die Gründung einer Einwohnerwehr wurde am Dienstag in einer Sitzung unter Vorsitz des Oberbürger­meisters, an der Vertreter von Industrie, Lande! und Geiverbe, Studentenschaft, Polizei- und Re- aierungsoertreter usw. teilnohmen, beschlofsen. Auch Vertreter der organisierten Arbeiterschaft, sowie Stadtverordneter stollmarm von der U. 6. P waren anwesend. Alle Anwesenden mit Ausnahme der U. 6. P erklärten sich damll einverstanden. Die erste Besprechung der Vertrauensleute soll am nächsten Montag statt finden. Da» Not­geld der Stadt Darmstadt (60 Ps. und 10 Pf.,, dessen Gültigkeit mit dem Ende dicfeS JahrrS ablaufen sollte, wird noch einer Erklärung ber städt sckxrn Verwaltung über diesen Termin hin­aus Gültigkell behalten, oa von teilen des Reiches

** KriegSgesangenen-öeimkehr Ter geft.m duhi buiigcn Emp ang.ausichuv für beimteijrenbe striegs- und Ställe angene auf bei Liebigshöle oeranstal.ete UnterdaltuaaS- a b e n b itanb unter einem besonderen Zeichen: waren es doch die ersten aus franiö i cher Gefangen­schaft zurückgekehrten Volksg no hm, bei.et cd einige frohe otuiue.i zu beriten g_lt. Mil marmen Dor­ten begrüßte Tr. Göring die Erschienenen und in enter, oft von B ifall untcrbrocftcnei An prache jchilüerle Dr. Schneider bas Seien deutschen Erfolges und deutscher stulturleistungen, die uns auch Der rachsüchtige Feind nicht nehmen tonne. Sräulein Margot Werner, Mttglich des h eigen Stabttbeaterä, bat» sich zum Vor.rag einiger Lie­der un;er ®cgLi:ung d s Piani.en dahn, zur Ver­fügung gestellt. Trutz Bal n p it: wusste der G ost- LlNöener Gewngver'inGe r m a n i a ' es möglich zu machen, den Abend durch s ine L e er verfchö .en zu h.l en. Auch die Lagvrkap Ile tat in dieser Ein­sicht ihr Bestes. Tie durch ihre Liebenswürdigkeit bekannt gewordenen huckigeu Tarnen und Schioestem des Lagers, des Roten Ä^veuzes und Mitglieder des BvlkSbundes sp.mreten den tz-.iin- kehrern die üblicftm Liebesgaben. Leider besteht noch wenig Hoffnung, in naher Zeit weitere auS französischer Gefangen lchaft b freite STamcraten be­grüßen zu können. Ab r brnmen werden sie und dann sott ihnen ein nicht minder herzlich r Empfang bereitet werden. Tr Göring l,telt noch eine Schluß­ansprache, worauf ein Leimbhrer im Namen seiner Kameraden für alles Gebotene herzlich dankte.

** I m Stadttheater wurde gestern abend »um Geburtstage Schiller- mit gutem Er­folge Wil beim Teil aufgeiüftrt Güte Würdigung ber AusiÜyriorg wird rn unserem morgigen Blatte folgen.

** Ter Alfred Bock-Abend, der als 2. literarischer Ab.ttd in der Reihe der vom Bund zur Pflege von Musik und Literatur veranstalteten und borge ebenen literarischen Veranstaltungen am 14. November folgen w rb, wird neben de n ernsten Gcwittermännchm", dir von packender Tragik er­füllte NovelleTas Konrädchn" und die lebend- sprühende GeschichteDer alle Barbenno" zum Vortrag bringen. So wird auch das Programm dieses Ab nds unseren hie ijen literarischen Rriifett recht Gutes bring^m, ganz abgeselren davon, daß es gilt, durch zahlreiche Besuch b>(i Abends big Tichter zu ehren. Nebenbei fei mich hervorgehoben, daß ber Saal wieder durchheizt ist.

** W i l d e A u t o S. Ter Staatskommiffar für die wirtschaftliche Temobilmachung in Dessen läßt darauf Hinweisen, daß er Kraftfahrzeuge, Automo­bile sowie Motorräder, die auf öfftitilidjcn SBegen und Plätzen verkehren, ohne ordnungsmäßig zu- gelaffen zu fein, künftig für verfallen erklären wird, gleichgültig, ob sie dem Zuwiderhandelnden gehören ober nicht.

** Schuh-Verlauf ®6 kommen in ber Turnhalle der Svadtmädchenschule, West-Anlage, getragene, gut reparierte MUilärfchnürschuh zum Preise von 14^0 Ml. und Stiefel |u 17,50 Ml. pro Paar zum Berlauf.

** Milchversoraung. Infolge mtgen ü- genber Belieferung der Stabt Giesten mit Milch kann für Mittnwch den 12. und Sonntag den 16. b. MtS. auf die auf l/t Liter lautenden Mllch- marlen keine Milch geliefert werden.

** Oberhessischer Ikunstverein. In der Besprechung vom Samstag ist der Name eines Künstlers verdruckt worden. 1er Name heißt fr. Pettc^.

* Deutschnationale Dolfkspartki. Der vaterländisch.' Abend, den die Deutschnatio­nale BottSportel und ihre Iugendgruppe am Sonntag im überfüllten Saale des HotelsEin-

Z/CcbfdiuLtncbridifen.

Marburg, 8 Nov. Ter All^emei« Studentenausschuß ber Univerlltät Marburg über­mittelt nnS sollten de Zuschrift: Tie Angrifte eine# Marfiurger Studenten auf dem demokratisches Parteitag gegen einen Marburger Toienten und gegen die Studentenschaft haben den Allgemein« | Studenten-Ausschuß zu folgender Entschließung

Au» SfaM «nd Cntib. Gießen, den 11. Nov. 1919. MartinStag.

MartinStag ist brnte, der Tog ber ge­bratenen FriedensgLnse. an die manch einer rorT>3 mflig'n Herzens zurückdenken wird, wenn er die SchfeichbandelSknegsgöTtfe unerreichbar für die einrne schmale Börse im Telikatessenladen ausge­stellt steht.

Seine besondere Bedeuttmg hatte der MortinS- 6ag sckvn seit Karl dem Großen als daS Ende ber Gesindezeit, der Pachtzeit und als Z'nStermin. Auch in den Wetterregeln spielt der MartinStag eine große Rolle: ..Bringt St. Martin Sonnen- fefrin. tritt ein kalter Winter ein."Ist eS um Martini trüb, wird der Winter auch nicht lieb." JE>t. Mirtini setzt sich f*>n mit Tank auf die warme Ofenbank." Ter Winter ist aber diesmal dem Marttnitag zuvorgekmnmen. wir haben feine Strenge sclwn in den ersten November tagen zur Genüge erfahren.

Öefdftie Diebe.

Einem frieigen Geschäftsmann wurden in (ef1- fer Zeit kür ntrfnur? fmr^mb Mk. Worm geflöfrfrm. ES (rrang der frrimiTwl-Dsttzei, die ^^«^11-^1 outtukloren inte) die Täter in der Person des fteHcnfn'en T<eter Rödder vni Eid^N a b St?g und eines eft maigen An^strllten b*r Ftrma zu ermitteln Ein großer T^ckt d?r aefhjftl?nen Darxm imfite wieder herbei geschafft ro.nrben Tte Täter wurden verhaftet. In der Nacht rum oer­genanten Sonntag wurde hier in ?inem Keller eingebrochen und für etwa 1300 Mk. W-in und Sekt grftoft*en Tie Täter wurden ermittelt und ein nrjfer Teil deS W'ineS wi'der herb^cknesch.istt. ES handelt fick hier um den sich seit einiger Zckt f-erumtreibenden C*ektrv-Miunteur frort Schmidt von Ni"d<r-WSllstadt und den imgerntenen Sahn einer hiesigen Fami i.'. Steib? wurden f-fbgenom» wen. Stellte wurde einer Dam» in einem Gs- Wfllt ein Nerzmuff entwendet. T«i auSwär- tige Frauen wurden fr-ute in efnrm hiesigen ®te fchäff bahn abgefi^t, als sie während der Ein- ffiute Deckchen, Strümpfe usw. in ihren Taschen verschwinden lieben. Sie wurden -mtlartit und »rerden ihrer Bestrafung entaegnsehen.

Revolutiontzfeern.

Die sozialdemokratisDr Partei hielt ihre Gedenffeier deS RevvlutionStaaeS am Sonntag abend im Saale des Eaf6 ßfib ab. Man hatte dafür ein Programm aufa^ftrllt, in bellen Mittelpunkt eine Ansprache von Professor W e i ft* ge r be r über bmSinn der Revolution" stand. Ter Redner ging dabei kurz auf die Ursachen des Krieges ein, ber ben wirtschaftlichen Zusammen­bruch herbeigeführt hakte. Die Ueberfoannung der toirtfcfiaftficben und ferffdien Kräfte deS Volkes habe die UmwSliung vorbereitet. Diese war weder oemacht, noch konnte sie verhindert werden: sie sei wie ein natumohm'nHgr5 Ereignis kerringebro­chen, für viele übcrrafdmb. Eine ungeheuere Auf­gabe sei eS, der neuen Orbnuna die Bahn zu ebnen, die sich dagegen erhebenden Widerstände zu über­winden Ziel und Zweck fei nicht nur, jedem BolkS- Essen ein menschenwürdiges Tafeln zu sichern, em auch daS Volk in seiner Gesamtheit einer ren Kultur xuMifübrnt, die darin bestehe, daß die filafengegnifähe be ei igt würden und jeder an ben Kulturgütern Anteil habe. Eingeleitet wurde die Feier durch einen von Fräulein Vetters ge­sprochenen Prolog J®ep und Erfüllung". Von Cberrerriffeur Adolf Telekv wurden mehrere Re- volutionSdichtunkren von öeinrick Lersch und DanS- jürgen Wille in sehr wirkungsvoller Weift vor- getragen. Lüder vorträge des Männer- und Damen. chorS des GesangvereinsEintracht" vervollstän­digten da- Programm der gut besucht en Ver­anstaltung.

O V ad-N iu heim, 10. Nw Tft Mebr- -eitSs-ziaÜsten und die U. S. P htelten gest'rn getrennte Revo l u t io n t fe ie r n ab B'i her in ber Turnhalle abgehaltemm Fei r des Sozial­demokratischen Ver.cknS htett R.d'kd'ur Quint- Frankfurt die Festrede In g.mäftiiter F^rm aufarte er fick üb*r die Fo.gen dn Rev)lul»m, »er- trän die Anwendung vrn Gewalt und war der Ansicht, das» noch lange Fahre nötig seien, um den Sozialismus im Sinne der Arbeiters^ ft durch- jufüfjren. WaS bis fetzt erv.idK sei, wävc -i-i freies XKtef mit freieiter Verfassung. Ter Redn:r ter U S. P , die im Sailfriu Tlulysienhof taatc, Jafab Schäfer, sprach in entge>eug.-setzt'm Sinne Tie wahre Partei ber ffrbeiterfrbaft sei di- U S. P , tiefe habe sich von frrr znxrten In der nationale falgefagt und erhoffe tun bet dritten Inter- natijnole die Vernichtung ber £>ert<fraft deS fri- vitaliSmuS und damit die Befr nmg deS Prole­tariats. Leide VerrnstrItunaen n>:ren leid i l» b - sucht und verliefen, der Zell angeni's en, ruhig.

ll Marburg, 8. Nov. In dner gestern abend in den Stadtsälen ab^ckhaifenen, von der Svzialdemokrattschen lBartei einbmjfcnen Ver­sammlung, tie ton nahezu 2090 Personni besucht

Ter Verkehr mit frrastwapen ist vom 8. November ab bis auf weitere- an Sonn» und Feiertegm, sowie zur Mchtzell verboten, so- nett er nicht auSschiieNich für Notkllle, wie zur cherbeischaffung ärztlicher £)tlte, für ÄrankentranS- txrrtr, für im Auftrage einer Behörde eiligst uuS- zuführende' LebenSmllteltranörvrte, bei Brand txter Unglücks ällen erforderlich ist. AIS Nacht­zeit geckten in der Zell vom 1. Oktober bi# 81. Piärz einschließlich bee Stunden von 8 Uhr abends bis 6 Uchr morgens, vom 1. Aprll bis 30 Sep­tember einschließlich die Stunden von 9 Uhr abends bis ü Uhr morgens. Bei tzen nenamitm Autz- nahmesällen hat ber Fahrer de- frraftfabrzeugeS durch Bcfcheinigunig oder auf andere ©eile den Notfall nacf>8unreifen. An diesen N"tfahrten dürfen nut die zur Behebung des Notfalls unbedingt erforderlichen Personen teilncftmeu. Zuwider hon-« drcknde werden mit Gefan^ns bt8 zu 2 Jahren und mit Geldstrafe bi- zu 100000 Mk. bestraft.

P fe rde ve r u fe. In lelfter Zeit kom­men häufig Landwirte zur Landimrtickzasiskammer und erbitten dort auf Grund von ZeinrngSnotizen bte Ausstellim gnon Befcheinigimgen »um Erwerb eines Pferdes. Zum Teil tbnimcn diese Oondwirw unter VerfallnnnS von viel Zell und unter Ver­ausgabung wn wecke m Geld von well her. ®f nivo deSlfab daraus bingcroiefai, dost d-r Verb- winftlzaf:-kämmet bis heute ü er Haupt rol keine Pferde überwiesen wurden. Die Pferde find bis zur Stunde noch nicht ab^eschätzt und ef steht auch noch nicht einmal fest, nne un» wv btt lleber- nahme (ber Pferde und ihre Verteilung an die Landwirte etiol^m tonn. T it Reisen der Landwirte zur La ndwi rtscho st »ka m- mer nachTarmstadt sind somllganz zwecklos. Tie ßcntmrirte können chrc Anmeldung für die Beschaffung eines PftrteS unter Beigabe der bür- g rmeftsteramcktthen Bei' Ltfaung brr Bedürlttgkeit deS PserdeS für den Betrieb durch Vermittlung deck frrriSamteS der Landwirtfckwffskammer lufenben. Bei der geringen Zahl txm Pferden, die zur Ver­fügung gestellt wird, können aber nur wirAich brtng-nte Fälle erlebtet werden. ,

S chwei nero11auf ist in dem Gehöfte brt Konrad Nvch VIII. zu Sti-bilrim ieftgrf:etli worden Tic Sperrmaffrqnckn sind anavordnet worden.

Ticnstnachrichten de 4 frreilamtß. TaS Ministerium deS Innern hat unter btwi iu der Dekannimaämng vom 6. Juni 1919 erwähnten Bedingungen dem ArderlStomitee zur Erbauung der Srie^getLchtniskirche St. Suteinn Nürnberc exe Erlaubnis erteilt, weitere 5000 Lose der zu- gelassenen Lstteric im Fvistnat k>.cken za ver­treiben. SxnrriA Sche l d IV. zu Grofan-Buftck nurbe als Frldg.i'chwvrener für diese Gemeinde elllich DerofltdXet.

dickstesVergessen" durch fr. Georgi eingelötet, worauf Dr. Blank ixe Erschienenen herzlich willkommen bitfc. Prof. Dr. Werner, bei seinem Auftreten lebhaft begrüftt, führte etwa fol» SndeS aus: Die Zeit, wo wir noch froh fein nnten, war einmal. Leute vor einem Jahre sahen wir, wie der rote Teufel durch Deutsch­lands Gaue zog. Damals ist nichts geschehen gegen diese Bewegung, die von oben unb nicht von unten Tarn. Von der Schuld am frriege ist feine politische Richtung und keine Partei ganz freizusprechen. Man will aber jetzt die Schuld denen zuschieben, die an der damaligen Regierung St nickst teilgenonnnen haben Im narlamnt'ari- cn Untersuchungtzausschüft v r'uchsm die Genossen Cohn, Sinstheimer und fraßenftem eine Platt­form für ok kommenden Wahlen zu schaffen, hätten wir eine überall hinreichende, wirklich deutsch empfindende Presse, eS stünde anders um unser Vaterland. DaS deutsche Volk ist nicht nur militärisch und wirtschaft ich fonbem auch geistig unterjocht. Wenn d r U-Bootkrieg r chtzeitig rück­sichtslos burttygerührt worden wär, hätten wir die Gegner zu evnem BerständiaungSirieden zwingen können. Wir haben eine Politik glctricben mit dem Gemüt Die In1-.-rnationale steht fr-ute da we ein entlaubter Daum Wo ist das internatio­nale Proletar at? Der Völk rbmrd wird nur ge- Idjaffen, um Deutschlarrd nicht rot der frxff jmmen zu lassen Die ReckstSparteim haben ben Krieg nickst verlängern, sondm ihn durch die Ergrei­fung der sckrärfsten KriegSmaftnahmen abkürzen wollen. Im Sonrmer 1916 wurde von rechts­stehender Seite auf ernm Sonderiri den mit bem

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golfen und ieyt gebrauchen

kL1«?2<rLK1V^TX:r^ wurden damll vertröstet, schwaches Thröichen zu nützen Man bat dem

P. 1X06 der gegnerischen Be- Volke goldene Zeiten versprochen, ajer alle; ist

mutmi^n txxft noch kommen und sprechen mürbe. > eitel Dunst gewesen. 6» wird die Zell kommen,

Kreis Alsfeld.

^l. Lech n hei m, 10. Nov. Zu unserem frirch- neittest. weckche-s gestern nach jahrelatmer Paule bei Gastwirt vömg abgeftnten inutbe, stellten sich inci im gebetene Gäste ein, die die Festfreude stark beeintr4d<igten. NachmudrgS oegnete es in Strö­men. Abends erscholl Mötzlich das Feuersignal. Stall und Scheune deS Bergmanns Michel standen halb in Hellen Flammen. Als die Steuer- rcefrom der benachbarten Orte eintrafen, tonnte man dank unserer Wasserleitung bereit» des Feuere £xtt werden. Tte ganze Gem.rnde nimmt nrnigen Anteil an dem fchweven Äerlust bc4 G^lfadigien, zumal bei den jetzigen Preisen nur ein kleiner Zeil deS Schadens durch die Versicherungssumme gedeckt naben tonn.

frrd5 Büdingen.

Unter-Schmitten, 9. Nov. Gestern mittag kurz noch 1 Uhr brach hier in ocr Scheuer ves Wcifarndermeistas Otta Ttehlmann F'uer aus, daS die darin enthaltenen Str>h- und Futd.'r- v-rräte Tiehlmanns snpie des Maurermeisdne Otto Eckhardt einascherte. Xie Schauer brannte vottständtg nieder. Weiter verbrannten sämtlich' lankApirtschaftliche Maschinen und Wagen, di? darlli aufbewahrt mürben. Den Feuerwehrm von hier und a rs den Nachbargemerndm gelang eS, das Feuer alt seinen Sxrb zu beschränkm. lieber die EntstehungSursache ist nichts beftmnt geworden

ArrckS Lauterbach.

O Lauterbach, 9. Nvv Ter Männer- gefangverein .Lacksliefel", der während des frricge3 angegangen war, ftat sich nNictxr neu gegründet. 40 Sang^Sbrüder fraben wieder an der ersten Sing­stunde teilrrnommen. Tie Hirsche Realschule unb die Volksschule veranstalteten zum Gedächtnis *-'t Gesottenen würdige Gedenkfeiern, die von der Bevölkerung zahlreich besucht waren.

O Schlttz. Tie htesig: VvlkShvchsLule tat zu ihren Vvrtesungm Über Jöeimate, Volks-, Natur- unb LeftenSkunde auch noch dir Pftcge guter