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Dienstag. U. November ^19

(69. Jahrgang

Die Kämpfe in Rußland.

^ront eingebrachte Gefangene aus. daß in bei Nt>ten Armee großer Mangel an Geioehren und Patronen herrsche. Tie Wteilunsm roerben

stimmt.

»

rateä überhaupt, wird m

form der Industrie als

Die Spannung zwischen dem Markwcrt im In­land und dem im Ausland wird noch lange der Stliche Kernpunkt unserer Wirtschafts-Krisis en. Während bei uns die Preise, nach Man

Bukarest, 10. Nvv. (WTB.) Nach einem Funkspruch aus Nikolajew sagen an der Don-

A m st e r da m, 10. Nvv. <WTB.) LautMl- gemeen vandelsblad" melden die BolsckMnsten drahtlos, boft sie Tschernigiow, nöMich von Kiew, ewbert 'haben.

Gegen die Intervention in Rußland.

Paris, 10.Nov. (WTB.) Davas. Der Haupt aus'chuß des Gewerrsch aftsbun - desderSeinehat einer Mo'ion zugunsten eines politischen Generalstreiks als Protest gegen jede Intervention in Rußland zuge-

Birmenmarkt zu erhöhen.

Dorausletzimg für die'e natürliche Entwicklung ist aber, daß der Staat ausPreisausglficbsstellen" verdicktet, die dem Fabrikanten den Ba'utoaufschlag zum Teil wieder fortnehmen und die Waren in Gd)ieber- und Sckmugglcrbünde br-naen, die auf beit Balutaausschlag verzichten und doch ans Mrs- land verkauien. Ganz sicherlich nrrten auck bei der Syndizierung der Ausfuhr durch' bv Fab ikan- ten immer nocl>' Schieber genug, den Valutaauf- schlag umgehend, zu Schleuderpreisen exp:nttiercn. Aber dies muß heute, als das kleinere von Mei Hebeln eher geduldet werden, 'als die Fortdauer bei jetzigen unmöglichen Zustände.

Annahme von Anzeige s i. die Taqesnmniner Dio zum Nnctunillag vorher ohnejebc'BcrbinbluV.tc.t Preis für \ mm Höhe für An;eiaenv.34mm Breite örtlich 15 Bf., nusivärlS 18 Pi., für Reklame- an zeigen von 70 mm Bre ie 48 'Bf. 'Bei Platz- oorichrni2O'/.>Amfchlag. Hauotfchrüt'.eiler: Aug, Goeu. Verantwortlich für Politik: '21 ug. Goetz, für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Zenz; für den Auzetgettteü: p. Beck; sämtlich ui Gießen

Aur Sem Neicbe.

TaS Hauptbureau der Spartakisten aufgehoben.

Berlin, 9. Nov. Tie Kommunisten haben heute eittun schweren Schlag erlitten. Tas Haupt­bureau deS Spartakusbundes am Louiscn- ufer 22 wurde ausgehobcn. Personen waren nicht anwesend, dagegen wurde ein umfangreiches Material vorgesunden. Es handelt fick augen- sckseinlich um das Zentralbureau dr Spartakisten, von dem aus die Fäden der Organisation durch ganz Großberlin und wohl auch nach der Provinz liefen. In demselben Bureau war auch der so­genannte Gen.rolstab der Kampftrupps der kiassen- bewußten Arbeiter untergebracht.

m. M

Ter Gietzener Auzei-et erscheint täglick, anher Sonn- und FchleriagS.

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p-stscheäkont»: .sranlsu.t a. Ul. 11686

Syndizierung der Ausfuhr.

A Berli n, 10. Nov.

Em zweiter Bries wird uns aus Bellers-- h-im Mr Verfügung Mell': E

Liebe Eltern u. Geschwister!

Vater schreibt von unserer Zurüchmdung, und das, dic Abreise begrünt.

Tavon wissen wir hier nichts. .In terschte- d-ulli Briefen m-iner Kam-raden ta ten die Aw Arigen mit, daß es am 27. Oktober losgchr Tas ist alles Schwindel.

Ta b;bcn die Herren Euch befiitombelt, um Euch nur zu trösten. Tie beichwinde.n Euch damit sie ihre Ruhe 'haben. Tie bekümmern sich nickt im geringsten um uns.

Wir leien hier auch Zeitung, aber niemals ist was zu finden über uns. Jetzt hat man Euch für Oktober getröstet. Nächstens tröstet man Euch um einen Monat weiter. Ihr gloacht auch noch

vollständig unausgebildeten, schlecht bekleideten, de­moralisierten Ersatzmannscteftcn aufgeMt.

London, 8. Nov. (Wolffs Reuter. Amtlick Tie Letten ruckten unter dem Sckfutze eines bardements durch die alliierten Geschwader wesüat der T ü n a auf der ganzen Front zehn Mettei, nett vor und trieben die Truppen Verwandts aus den Vorstädten von Riga zurück. Die Boi- chcnishen drängten die Russen bis 15 Merlen süd­lich von Hamburg zurück. Tas russische Zen­trum wich bis zu 35 Meilen östlich von Yamburg

ov. (WTB ) Amtlich Im Montag-Morgenblatt der ,Nossischen Zei­tung" schreibt teren Chefredakteur Gewg Bern­hardt, nachdem er formell oie Berechtigung Frankreichs, die dentsch.7i Kriegsge angencm zurück­zuhalten, anerkannt und die Zurückbeha'trng bei mehr obsektivem Denken als durchaus verständlich erklärt hat, folgenden Satz:Ter Erfolg ist ,datz die deutsche Regierung, die gerade in der Getan- genenfrage ein unerhört Mast von Schuld gegen die eigewm Lanteskrnter aus sich geladen hat, die ganze Schuld allein aus Frankeich abwälzt." Diese Behauptung schliestt ein solches Mast bewußter Verleumdung in sich imb enthält eine solch tot» geleuerliche Besch rnpfung, dast die Reicksregrerung einstimmig beschlossen hat, diese an Landesverrat grenzende Unwahrheit zur allgemeinen Kenntnis zu bringen und damit an den Pranger zu ftenen. DieVossische Zeitung" hat äuherstr Aufregung in hunderttausendc von Angehörigen Krregsgesan- gener g<stragrn und hat die innere Ordnung aufs sckiwerste gefährdet. Ihr Erscheinen ist daher ^nach dieser V<nantwortungslo, igb.it aus drei ^age untersagt.

Das Ende des Berliner Metallarbei'erstreikS.

Berlin, 10. Nov. Der Metallar­beit e r st r e i k geht lautVorwärts" zu Ende. Die bisherigen Abstimmungen lassen keinen Zweifel darüber. Die Streckleitung teilt mit, dast das Ergebnis der Abstimmung er­warten lasse, dast die Arbeitsaufnahme be­schlossen werde. Alle Streikenden und Aus­gesperrten werden ersucht, sich heute vormit­tag in ihren Streiklokalen zu melden. Dte Streikleitung ist ermäch'igt worden, die zur Wiederaufnahme der Arbeit erforderlichen Vorarbeiten so ort vornehmen zu lassen.

FalkcnhaynöErinnerungen."

Berlin. 10. Nov. lieber das jetzt erschei­nende Buch des früheren Chefs des General­stabs des Feldheeres v. Falken Hayn®te Oberste Heeresleitung 19141916 in töten wich­tigsten Entschließungen" ist, wie dieSroeu^tg. unb die jtägU Rundschau" mMeüen, seid) an

Beihilfen zu Krjcgswohlfah tsauSg bcn und zur Vcrbillliung der Lebensmittel.

Berlin, 8. Nov. Ein Entwurf über weitere Beihilfen zu Kriegswohl­fahrtsausgaben der Gemeinden, sowie zurVerbilligungder-Lebensmittel und Unterstützung öffentlicher Notstands­arbeiten ist der p r e u st i s ch e n Landes- v e rs a m m l u n g zugegangen. Er fordert den Betrag von 215 Millionen Mark, die durch Staatsschuldversch . e bungen aufzubringen sind. Ebenso wie das Reich ist Preusten be- ftreBt, wegen der immer noch herrschenden Ar­beitslosigkeit weitere Notstandsarbeiten auch über den 31. Dezember 1919 auszuführen. Durch die Bereitstellung neuer Mittel sollen die .7i0tstandsarbeilen uno Ausgaben zu Kri^swohlsahrtszwecken bis zum 30. Ium 1920 sichergestellt werden. In dieser Summe von 215 Millionen Mark sind 100 Millionen Mark einbegriffen, die dem preußtschen Staatskommissar für Demobilmachung vom Finanzminister bereits aus bereiten Mitteln zur Verfügung gestellt worden sind.

Gegen die weitere Einschränkung des Personenverkehrs.

Hamburg, 10. Nov. (WTB.) Die Handelskammer protestiert in einem Telegramm beim Ministerium für öffentliche Arbeiten und beim Reichsweh rmintstertum gegen die geplanten weitgehenden Ein­schränkungen im Personenverkehr nach Beendigung der Personenverkehrssperre, da dieses Vorgehen die auf anderen wirtschaft­lichen Gebieten bereits erkennbaren Besserun­gen im Keime erstickten.

Ein unglaublicher Ltreich der Bofsischen

Herzlichen Tank für Mutters hebe Zettm tont 14. September. tidber scheint man in ter Hemmt über unsere augenblickliche Lage tollitandig Jin tbtllarcn zu sein. An eine Auslr ftrung dunm wir wohl vor der Hand überhaupt ''E denken. All die bau idien Verändrungen, bi: V rfcharfnng der Bewackmng lassen auf noch einen ffimteriuf- enthalt schließen. Tie Heimveln der ^gsg.-fm- qcnen aus englischer und amenEanud) r (S.fange.'l- idart sch int die Gkt> ntei an uns vor auitg^M" zufchäfern. Dazu lässt das gute Aus,el^li die er @cmngenen, die von den betreffenden Nationen immer noch a s Mench teh'ntelt wurd n, d r.yjf chiliesten, dast uns dieselbe Beh nd ung /ut. i wur- ve H^>f entwich ist man end.il> aber diesen Punkt etwas aufgeklärter als frül-er. Was uns anve- trifft, so kann ich ruhig sagen, datz meine Lage von Tag zu Tag tr-ostloser wird. Es ist nickst mehr wie früher,, wo man sich ragen konnte, dast eine Geg-'n.eitigkn' teroht. Man hat id. nun während des ganzen Jahres den woi^fdm Hrsfnmigen h ngcg bn. von Tag zu T-ag gr-hofft, und nun bricht der Winter an, und immer noch mditd, was am unsere Befreiung bautet, .warnt man es einem Mann verübeln, wenn er an allem verzweifelt? Letzten kam einer unsrer Kameraden ums Leben Er hatte aus Berzwaflung selbst Hand an fidr. gelegt. Ich sehe täglich mung gedrückter roerbm. Wenn tch abmds noch mal durch die Zelte ging, sah uh tat)adXid> Ute Leute weinen. Es graust mir, wenn uh daran denke, was der kommenbe Minder uns noch, alles leideren soll. Wenn Ihr dies lest, we.bet Ihr n'-hl sagen, dast dies schwache Charaktere nnd. Mag fein, aber wie kann ein Mensch frohen Mitt?s bleiben, wenn er unter den deück'nd^en Verhalt- ni'ser. lebt. Tie Regenperiode hat ernge etzt. Tie Leute kommen abends nast von der Arbeit. Ta gibt cs nun noch allerhand Acbeiien im Lager za verrickten, wie das Schälen der Kartoffel udv. Tie Schuhe werden uns während ter sJtad>t genommen oder vie'mehr wir müssen sie ab. ejvrt. Es bleibt also dem Mann viellevlst eine stunde Zett, die ihm zur Verfügung stellt Nachts werten Nir alle Augenblicke durch (5tonxlyr n>üne gili'tdt, die irgend entern Ausveister gelten. Erit am Sonn­tag brachte* man unter Hohngel ach.er einen 40. läintgen Mann, den man angeschoisen Qitte. Er batte die Nachricht bekommen, test ft nie Fvau idnxr krank darniederläge. Er war also ausge­ritten, und nun liegt er selbst mit dem Tote rin­gend Soll man da nicht die Faulte ballen? Soll man nicht eine unendliche Rache all tenm sdworen, die wenigsÄns unser Los hatten »:r- tessrm können? Zunächst, sollen uniert maß, hebenden Kreise nicht über bicle Zustande orten» tvert sein? So.len die F.r.tensunt.-rhander nicht Bescheid gewußt haben, was unser Los fein irt d? Ich. glaube, dast diese Herren wissen, was Roch.' ist.' Warum fteben nicht Leute wie Brockdorsf- Rantzau an umerer Spitze? Leute mit Eh^ und Verantwortungsgefühl. Na, armes Teutchlrno, was ist aus dir seiwten! Hofieni ich wird man sich recht bald ter Schande und Schmach bewußt. Hoffenti ick denkt man auch bald ter an, diese roieeer abzuwälzen. Ich W müh heude an das Rote Kreuz in Frankreich gewandt, um eme Summe Ge.tes für Weihnachten zu erlangen. Snt dem Sturz der Regierung wird für uns wo^ gar nichts mehr getan. Früher tarnen ttnr aus tenn-:P trchen Ländern Pakete, auch dies hat sett b:m Be­ginn der . . . Herrschaft aufgehöri.

Ta es zum SchLusse geht, nehmt mir bie;en Arier bitte nicht Del. Es ilt em ganz Heiner Ausfchnrtt aus einem gvosten Panorama Wrs mag nun täglich , di- summe «Ue^El^ds um, und alles mit Billigung ter ganzen Menschh-tt.

Ti- W* ®lÜ6c! euer Fritz.

Der preußische Minister Heine gegen Erzberger.

Dessari. 9. No». Set .pteuHf* Srnien- mmiter Seine hielt am fcuhsen 3at)te3ta0 gi.'vnlution in Dessau eine Otede, in dec er ans- führte, das; man feinen ®runb habe, eine Tri^nb& fri^r tu begeben angesichts des Elende^ tes Vaker-- 1 an des. Das Reich gab sich die Skr mi iung. cht Komvromist mit dem Zentrum sei die Natio­nalversammlung zustande oc^mmtn, die einem Diskutierklub glich und deren Reden anzu- Sn vielfach nickt der Mühe wert war. Das die Mühle miss tiefste verletzende Kompromitz mit tem Zentrum wäre nicht zustande gekommen, )t>CTrn Pi-eustcn ausschlaggebend gewesen wäre. Die Plane E r z d e r g e r s in ter ©teuer,ragc wurden bei ihrer Durckiührung nicht nur tee Lander, sondern mich dic Gemeinden tot machen. Die Kulturarbeit ter Gemeinden sei unmöglich, wenn diese zu Kostgängern Erztergers gemacht wurden. Eine vom grünen Tisch aus in ter Kulturfrage «fällte Entscheidung wäre ein Unglück mr die deutsche Kultur. Wenn von ter Aeichs > prtze so iveiter reg er t werte, wie es auf Grund ter Erzbergersck Proi-^- den Anschein habe, nee das ganz? Reich zusamm n Es fei einfach nickt möglich, das ga.ize ocu^dje Volk in dieser Arei e zu vergewaltigen. Erzberger habe sich Tur den ^rre- tensvertrag eingesetzt und müfie zur Durchführung die Gelder hernehmen, wo er sie beräme. Aber er täusche sich. Nach ein oder zwei Jahren wäre di? Sache zu Ende. Die in ter Wilhelmstrahe ge­machten Projekte bedeuteten den T,o d d e s S t a a- tes die Bundesstaaten müßten sich dagegen mit aller Kraft wehren. Die Republik werde 1 ich gegen rechts und links behaupten, solange wir Ordnung und Arbeit au (rechter ha ten könnten. Es fei n ernst­hafte Versuche gemacht worden, die Offiziere der Reichswehr zu tonterreDofutuniaren Zwecken zu mißbrauchen,, ater fie seien einmütig zurückgewiesen worden. Tie Offiziere uno Truppen stünden treu zur Regierung, dur.tcn aoer nicht soctwahrend vor den Kop, geästen werden. Wenn fick die Januarereignis e tu Berlin wiederholten, zogen Bürger und Bauern.nach Berlin und er- srickten nickt nur die Spartakistenherrscha t, sondern «uh dic Freiheit im BUUe. Eine Bauern«

neuen Enthüllungen. Die Verschieden her ter strategischen Beurteilungen kommt deutlich zuw Ausdruck und zieht sich wie ein roter tfaben durch das ganze Buch.

Die trostlose Lage unserer Gefangenen in ßrankreich.

Was geschieht für unsere Gefangenen in Frankreich? Die,e Frage muß immer wieder und immer ernster erhoben werden angesichts der sich meldenden Zeugnisse aus den fran­zösischen Lagern, wonach sich unsere Lands­leute der schlimmsten Behandlung ausgesetzt sehen. Die deutsche Note an Frankreich, die wir gestern in unseren letzten Nachrichten ver­öffentlicht haben, ist nur ein zaghafter Schritt zur Befreiung unserer Gefangenen.

Heute geben wir zwei Briefe wieder, die uns zur Verfügung gestellt wurden. Der erste ist von einem Gießener, dec fett 1916 m Ge­fangenschaft ist und aus Frankreich schreibt:

Meine Lieben!

oeredmet, unmäßig sllngen, fallen sie für tes nach fronen, Psimd oder Franken rechnende Ausland Wr deutsche Waren. Tie Folge ist tee viel beklagte Perschle'.iterung teutscher Waren an das Ausland, das immer weit unter tem Weltmarktsprerie te mrs eintauft, besonders durch die Gewiss eiilongkeii einzelner, die sogar deutsche Nahrungsmtttel uno Rohstoffe ins Ausland ausführett. Daher rührt einerseits eine Verstimmung des Auslandes über die teutsckxm Sckl nderprei e (dumpingl f anderer, seits hat man versucht, in Deutfchand durckV a - lutaauf sckläge beim Verkmrf d nttche>' Waren ans Ausland die teulschm Preise den We.tmaiLs- preisen anzunähern. Unb da imeter erlebt man ten Protest des Auslandes gegen die selbstverstandllchc Tatsache, daß im deutsche Inland Warm nach ausländisckser Währung bevechnet bi hger sind, als sie tes Ausland selbst bei ter Entrichtung ton Va- lutausscklägen kaufen kann. . .

Kommt man nun dazu, für den Bertauf ms Ausland die niedrigen ^nlandsvrnse beizubehalten, so wird die Gefahr, datz ttn Mensch für das Jn- Mib produzieren will, immer größer, und ter Ausverkauf deutscher Waren ms Aus- bmd wird inmrer bedrollidMr werden.

Es ist uun, nm diesem liebel zu 1 teuern, ter Ikrsckstaq gemadjd worden, instewutere vom Ab- geordnei'M Gothcin, die deutschen Inlandspreise durch scknittwei e Erhöhung den Weltmarktsprci en Luzunühern. Tie Folge würde mit cmer ©fernerung ter Men ter g samten Letenshaltung unbedingt ein neues Ausflammen ter Lohnkämpfe sein. Tie Ar beiter schift muß jetzt schon durch tes Der- 'ored>en von Reichshilfe zur Lebensmttteleinfuhr teruhigf iverden. Man denke sich, welche Sturme »cfon allein die Ankündigung einer nwglidyen Er­höhung ter Preise für Lebensrnittel hervorritten toürte. So schwierig eine endgültige und restlo,e t?Ss,mq ter Frage überhaupt ist, so-nni.vorerst He Erhebung von Valutaufschlägen tei der Ausfichr ns Ausland immer noch tergangba r ste We g >41 sein. Borausbediüguna für die Durchführung icknes solchm Vorschlages ist die Sehasfuna der not- kyendigen Kontrallinstanzm. Nackr dm Mißerfolgen her Krieysgosettschäften und des behördlichen Appa- , «tes überhaupt, wird maiuiur Sell»stvcrwaltungS-

_ .dichtigen Stellen zur (^febiflimq dieser Frage aMkennen können. Tie Syndikate bieten B ispiele bester Art, wie vorzüg- l.cki Preis- und Prvdiik'ionsfrage durch die In­dustrie selbst r^ifirrt werden können. Tie Folge nnrd teim allerdings sein, daß es nicht nur rote tes jetzt, teiIronie, sondern durchweg zwei Prch'c für teutsche Wanm gibt, d n Inlandspreis und den mit Valutaausschlag belasteten Auslandspreis Tas Äusloird wird dann zwar sicherlich nicht mehr in solcher Mmgc deutsche Waren fairen, weil dann die Preise, wenn auch nicht dem WeltMarktsprois gleich so doch ihm jeten'alls angenähert sind. Tas deutsche Produkt wird also nickt mehrverramsckt" roerben. Zroeisf llos wird der Rückgang ber Ausfuhr her Menge nach bn dem erhöhten Preise keinen Verlust für den Falw'kanten teteuteiL Dagegen wird er durch beit Rückgang ter Exportfabeikation darauf ang-w:esen sein, die Produktion für den

Der pariser Gdcrfte Rat aearn die Gemeindewahlen in Osterich'esten.

Paris, 10. Nov. (WTB) Hovis. Ter Oberste Rat tzt tefthLosen. ter dutchui Re­gierung wissen zu lasen, daß bt-2 Ge nui noe- ratswahlen in Ober sckNe sien ton ten Alliierten a*6 null und nich'if tetrnW Entern, da sie ter Freiheit des Plebiszits zu txiberlauten. Ferner stimmte ter Rat owi Eninmrf ter Antwort auf tee tenttfche Note ve­rrottend Eupen und Malmedy ijjw n. Deutschen ein P'ediszit durckp-fu^ hate? Xv Antwort wird ab'.ehnend ftiN schloß ter Rat, Marschall Mackensen, ter taj gegenwärtig in Sa'onift auf sein hohes Alfer und frn* Ge.undh.tt nacy

JAS» m w tatun/M^ r<i t a s (Stadtverordneten-) Wahlen ia«j NW

ShWä in den Landgemeinden. Die Wahlbe- teM^ng tettug znmlist 60 Proz Jn^Myslowih bettigung o7i » » Volcn und 14 Deut che, tn

Deutsch und 8 P'len, in Beuthen 8 iKBä!

Doincare in London.

10. Nvv. (WTB.) feen- und tfrau ®oinca.re/in .Beglcimnü von Lichion, txa^

Siejjenet Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhesien

ZwiMn-rninddnul u. Verlag: Srühl'iche Um».-Such- u. Steindruckerei N. Lange. Schrsttleitung, Seichästsftell- u. Drudercl: Schnlstr. 7.

Budapest und die Rumänen.

Wien, 10. Nov. Wie demBerl. Lok.- Anz." aus B u d a p e st gemeldet wird, hat sich das rumänische Oberkomm and o heute in einer Proklamation bereit erklärt, Budapest zu räumen.

Ernste Krisis in der Türkei.

Konstantinopel, 10. stwvbr. Dem Berl. Lok.-Anz." wird gemeldet, daß die innere Lage der Türkei sehr ernst ist. Ein S t a a t s st r e i ch zum Sturze des Sul­tans ist aufgedeckt und vereitelt worden.

Die dierjaWe Ernte im Osten.

Berlin, 10<Nov. (WTB?)Lieber die dies­jährige Ernte im Osten berichtet von Oldenburg-J anuschau imBerl. Lokal- Anzeiger: Der erste Schnitt ter Futtererntt ist größtenteils verfault. Die Getreideerute hat stck um drei Wochen verspätet, ist aber befriedigend. Die Ernte ter Hackfrüchte, die, was Kartoffeln anlangt, doch noch eine Mittelernte gewesen wäre, ist zur Hälfte beendet. Der jetzt eingetretene Frost hat die noch irt ter Erde befindlichen Kartofftln fo chwer geschädigt, daß sie für die menschliche Er­nährung nicht mehr in Frage kommen. Dte Ztar- toheln sind, falls ihre Ernte überhaupt nock möglich ist, in Fabriken bei 'chneller Veractei- timg noch zu retten Es ist dazu erfordeclick, tetz sofort die Brennerlaubnis auf dre .^"rteitung erfrorener Kartoffeln ausgedehnt wird. Es gern sonst nicht nur ter Spiritus, sondern - ro^ troÄ mehr sagen will die Schlempe und dadurch Fleisck und Milch, verloren.

beute in London ein, wo sie vom König, ber r aterepublik wäre den Großgrundbesitzern gar KUn, Prinzessin Marp, Llord Georae, Balfour, nicht unangenehm. Das deutsche Volk sei von aller Lord Curzon und mehrerm cutteren Mitgliedern Welt verlassen. Die Internationale habe ves Kabimtts empfangen wurden. versagt. Die französischen Sozialrsten unterstützten

--- Clemenceau m ber gänzlichen Wehrlosmachung Deutschlalids, das zum PrügelknabenPolens werten solle. Die Behauptung, daß Deutschland allein dic Schuld am Kriege trage, sei hundertmal erlogen. Es sei deshalb ein übles Begingen, nach oer Schuld Deutschlands im Treck h e r u m z u w ü h l e n, wie jetzt in Berlin. Die Folge werte sein, daß wir vor aller Welt als die mit tem Mettel Behafteten dastehen würden. Der Minister verzweifelt nicht an Deutschlands Zu­kunft, ist aber überzeugt, daß ter Revolutionstag nach hundert Jahren als Jubeltag begangen werde.