Ausgabe 
11.8.1919
 
Einzelbild herunterladen

Vermischte».

machte.

Kreis Schotten.

w* Tag dieses Scnnnerä: die Wichte sind Zfrrnnnwi noch empfindlich kühl.

* Ein Vorkämpfer für französische

Estiführunq in die gegenwärtig so brennenden Fragen und Probleme der evangelischen Gemeinde.

16 Can».

**

IWl IJ LH. lll «V» | V ---- -

imfer neugewählter Bürgermeister Müller durch Kreisdirektor Dr. Merck verpflichtet und in sem

Kreis Friedberg.

** Butzbach, 10. Aug. Zwei aus der Zel- lnistrafcmstalt entwichene Strafgefangene sind an der Bahnstrecke hinter Friedberg wieder ergriffen worden.

allen Spielklubs der Bade- und Kürorte vvn vvrn- herein fort. Die Ortspolizeibehörden werden des­halb angewiesen, mit allen gesetzlichen Mitteln vor- zugehen. Gegen die Inhaber ist ein Strafverfahren einzuleiten, die Spielunternehmen sind zu ver­bieten und nötigenfalls zwangsweise zu schließen.

* Wo unser Kleingeld hinkommt, darüber gibt eine Zeitungsnotiz aus dem Rhern- gebiet Auskunft. Tie Schiffer, die den Rhein von einer Mündung bis Bafel befahren,, sammeln bei uns das Kleingeld, eifrig auf, denn in Strav- burg und in allen elsässischen Orten wird ihnen beim Einkauf von Lebensmitteln das deutsche Nickelgeld zum alten vollen Wert oder mindestens noch die Nickclmark zu einem Franken ungerechnet, also zu 2,20 bis 2,330 gegenüber der Papiermark. Somit machen die nach dem Oberrhe'm kommenden Schiffer ein glänzendes Geschäft und jeder von ihnen sorgt dafür, daß er mit einem richtigen Säckchen voll Nickelmünzen nach dem Oberrhein kommt. Noch einträglicher soll das Geschäft mit Silbermünzen sein, nur seien diese sehr schwer zu bekommen.

Wettervoraussage

für DienStag:

Borwiegend wolkig und trocken , Gewftttr- neigung. nachts etwas kühler, nordwestliche Winde vorherrschend.

Ubr°°chr--k

itrtt w Dienstag,

Programm gegeben.

Landkreis Giehcn.

O Klein-Linden, 10. Aug. TieFeld- d: ebstähle nehnren überhand. Dem Maur:r- inrister Jung wurde das Korn auf dem Acker aus- gedroschen. Im Lahnfelde ertappte der Flurschütz rinm Jungen aus Gießen, der Kartoffeln aus-

t) 611C11U HQ' uiyi r xjx-v oviuuh ivuwv

den lv. v. 1 tmtng ausgenommen; war er doch erne meisterhafte Un ben SartoffetW t;---

tÄÄ

"^NNai

vg.^>vfer^

das Daus des Viehhändlers begeben wollten, fan­den sie es verschlossen. Plötzlich erschien Seifcrheld an einem Fenster und schrie laut um Hilfe. In wenigen Augenblicken sammelte sich eine große Menschenmenge vor dem Hause an, die durch den Händler aufgehetzt brofvenb Stellung gegen die De- amten nahm. Selbst als diese den Leuten erNär- ten, daß der Mann das Reich und die Allgemein­heit in wucherischer Weise geschädigt habe, wurde

Ms A til^ ?3 wfod uj? ^9 6769 Ä »x ö «l fl

»iÄÄ8!? ftWöteW Hetzen übe oT mt9C Lugverspä^

Modautale».

* Das Einschreiten Spielklubs in den Kur _ orten. Zu dem Einschreften der polizeilichen Be­hörden gegen öffentliche Spielunternehm en hegt jetzt die amtliche Verfügung an die Nagierungs- Präsidenten und den Polizeipräsidenten in Berlm vor. Die Rechtslage, heißt es darin, ist durch das Gesetz über die Schließung und Beschränftmg der Spielbanken vom 1. Juni 1868 und § 28o des Reichsstrafgeseybuches klar. In zahlreichen Gemein­den, besonders in Bade- und Kurorftm, seien aber Unternehmen gegründet oder in Gründung begrif­fen, die tatsächlich nichts anderes als öftmtüche Spielbanken darstellen. Jeder besser gekleidete Mensch erhält ohne weiteres oder unter leicht , zu erfüllenden Bedingungen Zutritt zu den Spiel­räumen. Entweder werden die Besucher als ,-Gaste desKlubs" zugelassen, oder erwerben m kürzester Frist die formelle Klubmitgliedschaft. Zu ernerge- schLossenen Gesellschaft würden Gäste nur ausmrhms- weise Zutritt finden. Die Mitgliedschaft könne da­zu nur nach längerer Zeit und nach Ettuickigun<wn> erworben werden. Diese Voraussetzurrgien fallen bet

Die Kohlenkrisis.

Berlin, 11. Aug. Wie derLok.-Anz" sich melden läßt, müßten die Bereinigten Staaten Südamerika mit Kohlen versorgen und tonnten wegen des Schiffsraummangels nicht mehr alt höchstens 2 Millionen Domren monatlich ltctern. Das einzig wirksame Mittel zur Bekämpfung ter euvopäischen Kohlenttise bestehe in der Vermehrung der Kohlengewinnung in Europa, itamenthd} tu Deutschland. Die europäische Kohienkommtsiton m Paris wird keine Rücksicht nehmen auf den Kohlen bedarf der deutschen In­dustrie und in erster Linie an die Erfül­lung der deutschen Verpflichtungen gegenüber den Alliierten denken. Anwendung des deutschen Zolltarifs durch dir

Alliierten.

K ö l n , S. Aug. (WTB.) Die britische Behörde erließ folgende Bekanntmachung: Nachfolgendem Reglement betreffend die Anwendung des deut­schen Zolltarifs wird hiermit der Oeffentlichkett mitgeteilt: 1. Wo immer seit August 1914 fremden Machten von Deutschland günstigere Tarne eingeräumt worden sind, sind diese Tarife ohne weiteres aus die alliierten und affoziterten Machte in Anwendung zu bringen. 2. Mle Zahlungen ha­ben rechtlich in der Währung zu erfolgen, tne von der deutschen Regierung durch Gesetz oder Erlaß in Umlauf gefetzt worden sind. Das deutsche Ver­langen, daß die ZoNabgabe nur in Gold oder sonst in Papier zu bem geminderten Umrechnungskurs erfolgen müssen, wird abgelehnt. Es wird darauf hingewiesen, daß Waren, die nicht auf der Freiliste stehen, nicht nach England eingeführt toerbat bür fen, bevor die Einfuhrerlaubnis von der Handels kammer eingeholt worden ist. Alle Waren, die ohne diese Erlaubnis versandt werden, unterliegen der Beschlagnahme. Einzelheiten über die Freiliste sind durch die Besatzungs-Abteilung, Blaubach, zu er fahren.

Rücktritt Balfours?

London, 11. Aug. >WTB.) Es bestätigt sich, daß der Minister des Auswärtigen B a l s o u r in allernächster Zeit zurücktreten und Lord Cur­zon sein Nachfolger wird.

laßt euch rtid$E zu UnbesonnenheÄn Knreißen. Dte Perordnung über die Wahlen zu den Arbeiter und Beamten röten wird in den nächsten -tagen erscheinen. Es finden an allen Dienststellen Wah len statt. Einen politischen Streik lehnen wir unter allen Umständen ab. Nur durch Ruhe und Arbeit kann unser wirtschaftliches Leben und unser Daterland wieder gesunden. Wer zum Streck ruft oder sich hinreißen läßt, macht sich mitschuldig am Verbrechen gegenüber unserer Volkswirt, ckwss und unserem Volkswohl. Von unseren Mitglu dern ermatten wir, daß sie mit Mut und Un erschrockenheit gegen allen Streikwalrnftnn Stcl lung nehmen und auch in schwerer stunde ihren verantwottungSvollen Posten nicht verlassen.

cmk für handel und ngtn zu lassen.

imittelmarken

bis 17. August 1919.

i Brot oder 1680 Gran 50 Pf., WeizenbrotU enbwt Mogramm 72? fuler.Lndvigsplatz,?'/

Ludwig Müller,

125 Stamm

W MM ädjträtr, Täters.^ r AnMi äWc folgt.

noch M tingtovc

aide: Debus, elmstrahe 15, Kopo, B. euilabt 55, Ganz, w Amgelmeyer, Lud»/

h Kranke: m

August 1919. WJ ver zu 15 Ps., 50

O Schotten, 8. Aug. Der auf dem Gebiet der Evangelischen Gemeindearbeit wohlbekannte und führende Professor D. Matthes aus Darmstadt sprach auf der hiesigen Dekanats-Pfarrkonferen- über das Thema: Welche Forderungen ergeben sich aus der Sozialpädagogik für unser kirchliches handeln und für den christlichen Religionsunter- rirfjt? Der Vortrag wurde mit allseftiger Zustim-

leitet.

Mw«ft tlttö wisteischaft

Ernst Häckel t.

Weimar, 9. Aug. (Wolff.) Gestern nacht starb, 86jährig, Professor Ernst Hackel in Jena Er war schon lange leckend.

Professor Ernst Häckel wurde am 16. Februar 1834 in Potsdam geboren und ist neben Hermann Helmholtz der zweite weltberühmte Naturforscher den das märkischeKasernopolts" der Menschheit geschenkt bat. Er studierte seit 1852 Medizm und Naturwissenschaften in Wurzburg. .Berlm und Wien und lebte als Arzt kurze Zeit in Berlin, widmete sich dann aber am Anregung seines Leh­rers Johannes Müller bald ausschließlich den Na­turwissenschaften, die ihn 1859 wck 1860 zum Stu- dium der Mittelmeersamia führten. 1861 habili- tiertc er sich aus Betreiben seines Freundes Gegenbaur als Privatdozent der Zoologie m Jena, wo er 1862 die außerordentliche und 1865 die ordentliche Professur der Zoologie erhielt . HN Dienste dieser Wissenschaft unternahm er zahlreiche Reisen die ihn nach den Landern am Mittel­meer und nach dem hohen Staben führten Noch im Herbst 1900 begab er M mit eine Studien­reise nach dem malaiischen Archipel.

Seine Naturforscher tätigkett brachte Hackel bald (1863) in imtige Beziehungen zu Dattvm, als dessen temperamentvollster Jünger und Mit­arbeiter er angesehen werden kann. In seinen BüchernMonismus",Erhaltung Ar Empftn- huna" u a. hat er seine anttbtHi|d>e Weltanschau­ung niedergelegt. Von seinen Gegnern wird an- nkannt daß seinMonismus" die Kraft- und Stofflehre des&emen Materialismus ver- ebeIt^nft Häckel, der Mitglied von über 70 Aka­demien und gelehrten Gesellschaften ist, erlitt 1912 einen schweren Unfall; er stürzte von der Setter feine* Bibliothekszimmers und erlitt eine Huft- öerfUung. Don diesem Unfall l?atte er sich .El erbolt, daß er sich, auf zwei Stützen gesmtzt im Zimmer sott bewegen konnte. Gering war :r trotz | feine-5 hohen Alters unverändert Mich und rege und

MS

T uftflnte, w

vigen

ig, i-L d-s

'ldnungen

H et 8 l, yflfll 1

gehoben-

gegen die und Bade-

die Stimmung schließlich derart, daß die Beamten zu ihrem persönlichen Schutze und zur Abwehr gegen die tätlich vorgehende Menge die Revolver ziehen und von der Beschlagnahme des Geldes und der Verhaftung des S. Abstand nehmen mußten. Die Angelegenheit wurde der Staats­anwaltschaft in Hanau zur Weiterverfolgung überwiesen.

Mord.

Marburg, 8. Aug. In Manrode wurde das Landtartsehepaar K l e n k e in sei­nen Betten erschossen aufgefunden. Die drej kleinen Kinder lagen friedlich schlum­mernd im gemeinsamen Schlafraum. Da nichts geraubt ist, handelt es sich vermutlich um den Racheakt eines ehemaligen Dicnst- knechtes, vielleicht nicht auch eines abgewic- senen Hamsterers. Den Knecht hatte der Täter vor Begehung des Mordes eingeschlossen.

Die Rückkehr der Marburger Reservejüger.

[] Marburg, 10. Aug. Nach genau fünf- jähttaec 9lbw?fenljeit ist gestern das letzte von den drei Jägerbataillonen, die von Marburg aus in das Feld rückten, unter dem Jubel der Bevölkerung in Marburgs Mauern .eingerückt. Am Bahnho> stand eine kdompagifte des attwen Bataillons, letzt Reichswehr-Regiments Nr. 90, das nach erfolgter Begrüßung sich den Reservelägern ansMotz und dann ging es unter den Klängen zweier Jäger- kapellen durch die festlich geschmückteSa dt zum Matttplatze, wo sich im Beisein enter großen Mensckemnenge eine Begrüßungsfeier der städti­schen Körpettä^aften, der Universität und'der Vor­stände der Kriegervereine vor dem Rathause an- sckloß. Aus p racken .'hielten Oberbürgermeister Troja, UuiversitLts?ek^r Pwf. Dr. Gürber, Pros. Dr. Bredt und der Führer der ^äger, Leutnant Kuß. der in herzlichen Worten für das Willtommen in Marburg dankte. Tann mar­schierte die nodji etwa 150 Mann statte gruppe, die einen strammen Eindruck machte, nach der Jägerkaserne, wo sie sich auflöste. Abends schloß ftcb in den StadtsÄen eine vom Verein elxmfttgcr Jäger und Schützen angeordnete Begrüßungsfeier an. Tas Bataftlon, das jetzt aufgelöft wird, Pümpfte in Belgien, am Oirrq, an bet Marne, an der Aisne, in der Champagne, bei Berdun, wo es Eumiöres im Sturm nahm und kam dann nach Mazedonien, zuletzt nach Palästina. Nach .Kriegs­schluß wurde es dringend nach Katwwitz und Kö­nig schütte zur Unterdrückung der Unruhen und zum Grenzschutz gerufen und erwarb lidji auch dort große Anettenwung. Es beklagt insgesamt an Drten etwa 40 Offiziere, 75 Oberiager und 770 iJäqxr. Außerdem gerieten eine Mcnye in Ge­sangenschaft und bei über 100 Bataftlonsan ge­hörigen weiß man nicht, was aus ihnen wurde.

aller Att.

Die Kritik", eine neue Theaterzeit­schrift. Unter dem TitelDie Kriük" erscheint vorn 1. September an wöchentlich in zwei Ausgaben eine neue Theatersachzeitsckttft, deren Inhalt aus Abdrucken von Kritiken der wichtigsten Tages­zeitungen aller deutsch sprechenden Länder besteht. Ausgabe A befaßt sich mit Schauspielkriftken, Ausgabe B mit Opern, Operetten und Tanz. Die Probenummer ist soeben erschienen und kann von Jntcressenten vomKritik-Berlag", G. m. b. H., Güstrow i. M., kostenlos bezogen werden.

TZacbrictyfett.

Der sächsische Eisenbahrververband gegen Streik.

Dresden, 10. Aug. (W.B.) Heute., vor­mittag sand in Dresden eine Vorstanosfttzung des sächsischen Eisenbahnerverbandes statt, die sich mit der neuen Aktion für einen Eis en - bahn erstreik befaßte. Es wurde beschloffen, einen Ausruf an die Derbandsnfttglrsder zu richten, in dem es am Schlüsse freist: Wenn im Augen­blick nixf) keine Gefahr besteht, daß die Streck­bewegung auch unter den sächsischen Eisenbahnern entsacht wird, so muß damit gerechnet werden, daß man versuchen wird, auch unsere Ksllegen dazu zu gewinnen. Seid daher aus der Hut und

S Gedern, 8. Aug. Offenbar in einem geistiger Umnachtung stürzte sich die Ehe­frau des Landwirts Heinrich Diehl VII. in den in der Nähe von Gedern gelegenen sogenannten Großen See. Die Leiche der Unglücklichen winde

= Frankfurt a. M., 10. Aug. Durch die Kriminalpolizei wurde in einem Hotel am Bahn­hofs platz der galizische Kaufmann Baruch Gut- toirt wegen Brillantenschiebungen ver­haftet. In Gutwirts Besitz fand man auch für 100 000 Mar? alte Reichslxmknoten. Die bei ihm Vorgefundenen Gelder und Brillanten verfielen der Beschlagnahme durch das- Gericht. Auch bei hiesigen Geschäftsfreunden Gutwirts beschlagnahmte die Po­lizei erhebliche Mengen Brcklanten.

Frankfurt a. M., 9. Aug. (Wolff.) Der Magistrat beantragt bei der Stadtver- ordneten-Bersammlung erneut 10 Millionen für Kleinwohnung sbauten zu bewil­ligen. Für die JnternationaleEin- fuhrmesse hat der Mftgisttat, vorbehalt­lich £er Zustimmung der Stadwerordneten eine halbe Million zur Berfügurrg gestellt. Die Handelskammer beabsichtigt, durch Zeich­nungen bei Handel und Industrie, einen ent­sprechend großen Betrag auszubriuaen.

X Hanau, 10. Aug. Die nach Beeickigwig des Prozesses in Marburg nach Hanau zurück- gekehrten Hanauer Kommunistenführer wurden bei ihrer Ankunft im Hammer Nordbahn­hofe von einer vielhunderttöpfigen Menge emp­fangen und unter Vorantragung roter Fahnen im Triumphe nach dem Gewerkschaftsfrause ge-

Starkeuburg und Rheinhessen.

rm. Darmstadt, 10. Aug. In einem Dor­trag des Staatssekretärs a. D. Helfrich über Tie Finanzlage des Reiches" beleuchtete der Redner die einzelnen Sleuerprojette, verutteilte sie in febärffter Weise und behauptete u. a., daß das vorgesehene Reichsnotopfer noch nicht die Hälfte der Summe einbringen werde, die man erwarte. Er wiederholte bann in ebenso sckvrser Weise die schon öfter erhobenen Bor­würfe aller Att gegen Erzberger und erklätte, daß dieser selber erstaunt und erschrocken gewesen sei, als er zum Finanzminister ernannt wurde. Im Interesse des Vaterlands werde er in seinen Kämpfen gegen Erzberger nicht Nachlassen, obwohl dieser alle Angriffe abzuschütteln versuche, wie man ton einem Gummimantel die Regentropfen abschüttelt. Erzberger sei <cks Finanzminister blu­tiger Dilettant, man brauche Leute mit reinen Händen. Die erste Forderung zur Gesundung unserer Finanzen fei Der Ruf:Fort mit Erz­berger!" Arbeit sei die Quelle unserer Rettung, nur bann glaube er an die Gesundung des deut­schen Volkes."

Hrssen-Nassau.

Bootsunglück.

Frankfurt a.M., 9. Aug. Bei einer Bootsfahrt, die Mittwochabend zwei Herren mit den Geschwistern August und EmilieWende auf dem Main unternahmen, kenterte das Fahrzeug, wobei die vier Personen ins Wasser nelen. Während die Herren und das eine Mädchen gerettet werden konnten, kam die Emilie Wende nicht wieder zum Vorschein. Die Reiche konnte bis jetzt nicht gefunden werden.

Angriff auf Kriminalbeamte.

Langenselbold, 9. Aug. Gegen den hie- Mgen Viehhändler Jakob S e i f e r fr e l d , Bahn- rraße 20, war bei der Frankfurter Kriminal- Wvlizei eine Anzeige wegen Verkaufs von Reichs- anfnoten über den Nennwert hinaus eingegan- «m. Als sich Freitag abend zwei Kriminalbeanlte

Bücherlisch.

Das Ultimatum der Entente in amtlüfcr deutscher Uebersetzung ist jetzt von der Deutschen Liga für Völkerbund zum Preise von 3 Mk. im Verlag von Hans Robert Engelmann herausgegeben worden. Ten vollständigen Fne- densvettrag wird die Liga mit einem Kommentar berausgeben, dessen Leitung Professor Schückmg übernommen hat und an dem die namhaftesten Mitglieder der Friedensdelegation mitarbeiten wer­den. Ter Umfang des Monurnentaüverkes wird auf 5 Bände in Lexikon-Format veranschlagt

Armenien. Beitrage zur armenischen Landes- und Volkskunde. HevausgegcvQr auf Ver­anlassung der Deutschermenischien Geselffchaft von Paul Rohrbach Verlag I. Engelhvrn Nachs., (Stuttgart. _ .

ProPalästina. Schriften des deutschen Komitees zur Förderung der jüdischen Palästin-i- iedlungen. Berlin SW. Großbeerenstraße 17. Heft 1 :Tie politische Bedeutung des Zionismus" von Cch^n-Reuß. Heft 2:Palästina als Jü­disches Anfiedelungsgebiet" von Pr)f. Dr. Earl Dallod. Heft 3: ,,Ter Zimsgedanke als Welt­idee und als prakttsche GegenwattSfrage" von Schulrat Otto Eberhard. Heft 4:Tie wirt­schaftliche Bedeutung Palästinas als Teiles der Türkei" von Franz Earl Endres. Heft 5: Ter Boden Palästinas, seine Entstehung, Bc- schaffenh-eit, Bearbeitung und Erttagsähigkeit" von Pros. Tr. Blanckenborn. Heft 6:Tas Oft- judenprvblem und Palästina" von Dr. R. Leo. Heft 7/8: Paläsftna und die Judew'. Tat­sachen und Ziffern vvn Davis Trietsch.

Die Maschine in der Landwirtschaft" be­titelt sich ein längerer, reichillustrierter Artikel aus der Feder von Professor Dr. Sttecker-Leipzm in der soeben erschienenen Nummer 3970 der Leip­zigerIllustrierten Zeitung" (Verlag I. I. Weber-Leipzig: vierteljährlich 15 Mk), der nicht nur dem Laien einen Ueberblick über das so iitteressante Arbeitsgebiet des Landwirts gibt, son­dern diesen selbst in seinen Ausführungen über die Möglichleiten, die namentlich d« Verbesserung der Säemaschinen bietet, aufs höchste fessttt. Tie vor­liegende Nummer der beliebten Wochenschrift ent­halt natürlich noch zahlreiche wettere Bilder und Artikel zur Tagesgeschichte, sowie sonsttge Bcittäge

Reise Hoovers nach Budapest.

Bern, 10. Aug. (WTB.) DerNouoelliste" berichtet aus Paris, daß Hoover gestern nach Bu dapeft abgereift ist, wo er im Auftrage des Ober­sten Rates der Alliierten einen Bericht über die Sage in Ungarn ausarbeiten soll. Der Rat selber wird sich morgen mit der Botschaft des Erzherzogs Joseph an Clemenceau eingehend befassen Chicago Tribüne" zufolge hat der Rat die neuen Grenzen des ungarischen Staates vor­gestern nachmittag festgelegt. Ferner hat er bo timmt, in welcher Weise die alliierten Effcktw- beftänbe in der für die Volksabsftmmung vorge­sehenen Zone Oberschlesiens verteilt werden sollen. Er hat desgleichen die ftnanziellen imb Wirixngut- machungsklauseln für den bulgarischen Vertrag ertiggeftellt. Ä m

LautEcho de Paris" hat der Oberste Rat keine Antwort der Bukarester Regierung auf seine i >rci Noten erhalten.

Entwaffnung btr ungarischen roten Armee

Budapest, 10. Aug. Bett. Lokaftuiz. Nacb dem Bericht des Kriegsministeriums ist die Ent­waffnung der Roten Armee überall in größter Ruhe verlaufen imb beendet worden.

Clemenceaus Note an Ungarn.

Versailles, 10. SUig. (WTB.) Einige Abendblätter behaupten, die neue ungarische Re­gierung habe die Wasfensttllstandsbedingungen der Rumänen angenommen.Jntransigeant" sagt, die Note Clemenceaus, die im Auftrage des Obersten Rates wegen des Einzuges der rumänischen Trup­pen in Budapest nach Bukare st gesandt wor- den ist, käme einem Ultimatum gleich

Die Blockade Rußlands.

Versailles, 10. Aug. (WTB.)Jnttan sigeant" teilt mtt: Ter Oberste iJtat der Alliierten habe gestern beschlossen, die Blockade Ruß­lands aufrechtzuerhalten. Der Ratwirt sich morgen mit der Betteilung der deurschen Schiffstonnage unter die Alliierten beschäftigen. Tas gleiche Blatt metbet, die Italiener und Grie­chen hätten sich über alle schwebMden Fragen geeinigt.

AuSreitung des Bolschewismus in der Türkei.

Bern, 10. Aug. (WTB.) DerTemps" mel­det aus Saloniki: Man eriährt aus Konstante nopel, daß die türkischen Behörden sicb über die schnelle Ausbreitung des Bolschewis­mus in der türkischen Arbeiterklasse sehr besorgt zeigen.

Eine Sonderaktion Kemal Paschas.

Bern, 11. Aug.Temps" meldet aus Kairo: Mustafa Kemal Pascha hat sich getoeigert, bet Aufforberung bet türkischen Regierung, nach Kon­stantinopel zurückzukehren, Folge zu leisten. Er hat sich von der Türkei unabhängig erklätt und läßt überall bekannt machen, die Konstanftnopeler Re­gierung habe das Vaterland vettauft. Er fordett alle Anhänger des Islam und alle Freunde der Türkei auf, sich ihm anzuschließen. Mustafa ver­fügt über zwei revolutionäre Divisionen. Zahl­reiche Freiwlllige schlossen sich ihm an. Die tür­kische Regierung habe zwei Minister zu Verhand­lungen in die Ausstandsgebiete entsandt. Sie werde voraussichtlich Truppen in diese Gebiete schicken.

Weizenausfuhrverbot in Amerika.

Stockholm, 11. Aug. (WTB.) Aston Tw- ningen melden: Julius Barnes, Ditettot des ame­rikanischen Weizentrusts, hatte mit Wilson eine längere Konferenz, deren Ergebifts em Wei - zenausfubrverbot nach Europa war. Das Verbot verursachte einen sensationellen Preissturz in Getreide und Fleisch.

Ernährungsschwierigkeiten in Amerika.

Berlin, 11. Aug. TerVorwärts" steltt : fest, daß die Er n ä hr u n.g s schwi e r i.g kei- ten mit denen der Weltlieferant Amerika rm : eigenen Lande zu kämpfen hat, emm bed.'nklrcheu > Umfang angenommen hohen.

«n11ur. Krewschalttisprvor Tr. Hindrichs- A-chst a. M., der während des Krieges durch LMoit Vorträge in fast allen Orten Nasfrus lyntftfcc Gröhe und Herrlichkeit pries uno jeden ijrt iM unterstellten Lehrer seinen Zorn füfrl.m tt-ß, wenn er anderer Meinung war als der Bor- »setzte, und der in seinen Reden glühenden Haß ,-gcn Frankreich predigte, ist feit der Besetzung ine« Bezirks der cifrigfte Parteigänger Frank- ittchs und Verfechter für die rheinische Re­publik im Anschluß an Frankreich geworden. >ht hat Tr. Hindrichs eine Verfügung auf Ein- fthlung des obligatorischen französi­schen Unterrichts in den ihm unterstellten i'cUden erlassen. Alle Schulkinder müssen fron- fische Schulbücher haben. Wenn die Elteni die Anschaffung der Bücher ablehnen, bann wird der yetrog von ihnen durch die Gemeinde eingezog.'n, .jbtr die Bücher werden auf Gemeindekosten be- c!»afft. Ferner wird ein Wettbewerb für die besten rchüler veranstaltet. Wer die mrifben Fortschritte 'm Französischen gemacht hat, erhält aus der Hand Höchster Administrators Belohnungen bck zu 100 Mk. Tie Lehrer und Schüler sind vom yrrn Krcisschulttispektor mit dem kerndeutschen Hamen Hindrichs gehalten, die französischen Offi- iete zu grüßen! Tr. Hindrichs unterhält schon 'eit der Besetzung die engft.m Beziehungen zu den 'kivcilisten Militarvettvaltern seiner Kreisschul- inspektion.

**Jm Lichtspielhaus wird ab mor­genDie Lieblingsfrau des Maharadscha", 2. Teil, in der Hauptrolle: Lilly Jacobson, Gunnar Tolnas, sowie das glänzende Bei­

bekräftigt.

Eine umfassende Biographie Häckels erschien 1900 von Wilhelm Bölsche.

Lroncavallo t-

Amsterdam, 10. Aug. (WTB.) Das Reu- tersche Bureau melbet aus Rom, daß der Kom­ponist Leoncavallo gestorben ist. Leoncavallo ist der Komponist der bekannten PvcisoperDer Bajazzo".

Amt eingeführt. ~

O M i t t e l-Seem en, 8. Aug. Mit vier Üridensgesöhrten entfloh der Sohn des hiesigen Bürgermeisters Peppel aus der ftanzöffschen lftiegsgesangenschaft und langte in diesen Tagen glüctiicfr in der Heimat an.

Kreis Lauterbach.

z. Grebenhain, 10. Aug. Gestern nach­mittag fand frier eine große Bauernver- sammlung statt. Es mochten ttwa 1000 Mann aus dem Amtsbezirk Herbstein und crus dem Kreise Schotten erschienen sein. Hauptredner waren Herr Jen 8 aus Friedberg und Bürgermeister Jost Bermutshain) die über den Abbau der Zwangs- ftrtschaft für Milch, Eier, Frucht und Vieh, weiter ifcr den Einfluß der Erzeuger auf die Preis­bildung sprachen und durch Beispiele erläuterten. Jost führte aus, daß im Jahre 1917 die Vogels­berger Dauern ihre kaum entbehrlick>e Gerste ab- liriern mußten, und wie solche im Oberwald, wo ein großer Sanpatt angelegt war, sackweise un» nötig verwirtschaftet wurde, und ßo sei es mit vielem anderen ebenso ergangen. Beide Redner ernteten reichen Beifall. Eine Entschließung an die hessische Regierung wurde einstimmig ange- iwrnmen.

Kreis Schotten.

WwrdeniA

1 Schlawr ^en- md »Ms J fe .?ernichtzmg i durch umsDlgrechZD ud 'J-idtermitteln, toi ? ausstckndm Fch fc B«' der fctS ymmgeftvchknrn Un- y kwe grch 8oü w ^utensmerk MMammer und tt M, Verfügung gchil PnvatwvhltWeit k en, hilfreich milzuw ÖM/Dl.,%ö-------- ------

n beseitigen. Es bat hi aeborgen. Im Beisein des Gemeinderats wurde gebiLet, dmch den e!i' ' <vx'!-------- * * * - - x

ttlt und ordnungstnifji cselbe wendet sich anie «hnnschaft des Hess» n Bitte um freiwilh

er an das Konto te

aus Frankfurt in Begleitung der hiesigen Gen-1 hat noch 1915 in einer ^ochrrft ,^önngfeii; Sfet* barmerie zur Beschlagnahme des Kau'geldes in' knegsgedanken über Leben und Tod, Rttigvm und ' ' " ' > Entwicklungslehre" fein Bekenntnis erneuert und